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Ganz Deutschland tanzt den Tango Korrupti

Seite 1 von 6
neuester Beitrag: 30.11.09 13:18
eröffnet am: 31.07.06 21:07 von: Peddy78 Anzahl Beiträge: 132
neuester Beitrag: 30.11.09 13:18 von: Peddy1978 Leser gesamt: 13794
davon Heute: 3
bewertet mit 33 Sternen

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17100 Postings, 3385 Tage Peddy78Ganz Deutschland tanzt den Tango Korrupti

 
  
    #1
33
31.07.06 21:07
Erst VW und Co,
die Autozulierfererbranche,
jetzt Karstadt.
Deutschland ist Korrupter als man denkt.
Können sicher mit Russland mithalten,
ganz Deutschland ein Korruptionssumpf.
Mal sehen welche Firma als nächstes ins Visier gerät,
scheinbar handelt halt viele nach dem altbekannten Motto:

Wer nicht schmiert, verliert.


News - 30.07.06 15:38
Korruptionsvorwürfe gegen vier Karstadt-Einkäufer - schon entlassen

ESSEN (dpa-AFX) - KarstadtQuelle  hat vier Abteilungsleiter wegen Unstimmigkeiten bei einem Großauftrag fristlos entlassen. Die Revisionsabteilung sei bei einer Überprüfung auf eine interne Korruptionsaffäre gestoßen, berichtet das Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel'. 'Vier Abteilungsleiter von Karstadt Sport sind nach einer Überprüfung der internen Revision fristlos entlassen worden', sagte Karstadt-Sprecher Jörg Howe der dpa am Samstag. Da der Vorfall jedoch arbeitsrechtliche Konsequenzen habe und Prozesse folgen, könne er zu Details nichts sagen.

Die Manager des größten deutschen Sportartikelhändlers waren in Bremen, Dortmund, Essen und Hamburg für den Einkauf von jeweils mehreren Häusern zuständig. Sie sollen laut 'Spiegel' mit verschiedenen Lieferanten überhöhte Preise abgesprochen und Bestechungsgeschenke gefordert haben. Die Einkäufer wehren sich gegen die Vorwürfe und wollen gegen ihre fristlose Kündigung klagen.

Aufgeflogen sei die Affäre durch eine Kollektion von noblen T- Shirts und Sweat-Shirts, die ein dänischer Sportartikelhersteller im Auftrag der geschassten Manager hergestellt hatte, erfuhr das Magazin. Der Großauftrag, den die Karstadt-Einkäufer im vergangenen Herbst nach einem Türkei-Trip mit Managern des Herstellers vergeben haben sollen, war aber offenbar nicht ordnungsgemäß in den Büchern von Karstadt registriert. Der Konzern weigert sich nach Angaben des 'Spiegel' bis heute, die Saisonware abzunehmen. /fey/DP/js

Quelle: dpa-AFX

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KARSTADT QUELLE AG I.. 18,42 +1,43% XETRA
 
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106 Postings ausgeblendet.

17100 Postings, 3385 Tage Peddy78Riesiges Einsparpotenzial bei Siemens, wenn man

 
  
    #108
09.07.08 09:11
einfach mal alle Korrupten Manager weg rationalisieren würde.
Ist ja eh nicht mehr Zeitgemäß.

Statt dessen müssen wieder die "kleinen" dran glauben.
Traurig aber wahr.

http://www.ariva.de/...Weitere_Sparte_wird_verkauft_n2679174?secu=318

ROUNDUP 2: Siemens macht Ernst mit Stellenabbau - Weitere Sparte wird verkauft
20:07 08.07.08

(neu: Details, Reaktionen, Montageservice SIMS, Telefonnetz-Sparte SEN, Zeitplan)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Mischkonzern Siemens (Profil) macht Ernst mit seinem Ende vergangenen Jahres angekündigten Stellenabbau. Nicht nur Mitarbeiter in Vertrieb und Verwaltung sollen gehen, sondern auch solche in Produktion und Entwicklung. Zudem trennt sich das Unternehmen von einer weiteren Sparte. Weltweit sind 16.750 Arbeitsplätze gefährdet, alleine in Deutschland 5.250, wie Siemens-Chef Peter Löscher am Dienstag in München verkündete. Das sind jeweils rund 4 Prozent aller Stellen.

12.600 Arbeitsplätze werden im Rahmen des Sparprogramms in Vertrieb und Verwaltung abgebaut, die restlichen 4.150 in Produktion und Entwicklung. Am härtesten trifft es die problembehaftete Verkehrstechnik, wo neben 700 Verwaltungsstellen auch 1.800 Arbeitsplätze in den Werkshallen und Konstruktionsabteilungen insbesondere in Europa gestrichen werden sollen. Personalvorstand Siegfried Russwurm wollte selbst die Stilllegung ganzer Werke nicht ausschließen, säßen die Kunden doch nicht mehr in Europa, sondern in den Schwellenländern China, Indien und Russland.

GEWERKSCHAFT DROHT MIT WIDERSTAND

"Betriebsbedingte Kündigungen können nur das allerletzte Mittel sein", versuchte Russwurm zu beruhigen. Stattdessen sollten unter anderem Transfergesellschaften und Altersteilzeit-Regelungen genutzt werden. Doch die Empörung im Arbeitnehmerlager ist groß. Bayerns IG-Metall-Bezirksleiter Werner Neugebauer drohte mit "Widerstand". Angesichts der guten wirtschaftlichen Lage des Konzerns sei die Maßnahme "weder nachvollziehbar, noch akzeptabel". Jeder einzelne vor der Streichung stehende Arbeitsplatz solle im Detail überprüft werden. Betriebsräte hatten im Vorfeld aber bereits mit Streik gedroht, nachdem vor einer Woche die ungefähre Größenordnung des bereits im November in seinen Grundzügen angekündigten Stellenabbaus durchgesickert war.

Nachdem der Vorstand das Arbeitnehmerlager am Montag und Dienstag über den Stellenabbau ins Bild gesetzt hat, beginnen nun die eigentlichen Verhandlungen. Auf einen Termin für eine Einigung wollte sich Russwurm nicht festlegen und damit auch nicht, wann Siemens die Kosten verbuchen will.

MILLIARDENSUMME EINSPAREN

Mithilfe des Stellenabbaus in Vertrieb und Verwaltung will Siemens bis 2010 ein Zehntel seiner Kosten in dem Bereich einsparen. Das sind jährlich 1,2 Milliarden Euro. Konzernchef Löscher begründete die Maßnahmen mit dem nach der Verschlankung der Führungsetage zu großen und im Vergleich zum Wettbewerb zu teuren Verwaltungsapparat. Zudem, so wiederholte Löscher sehe er "erste Wolken am Konjunkturhimmel" und wolle den Konzern deshalb jetzt "wetterfest" machen. Ob bei einem merklichen Abschwung aber weitere Streichungen drohen, darauf wollte der Vorstandschef nicht antworten.

Mit dem Montageservice SIMS trennt sich Siemens bereits heute von einem weiteren Problembereich. Weil die Geräte immer einfacher zu installieren und zu bedienen seien, hätte sich eine starke mittelständische Konkurrenz etabliert, die auf den Preis drücke, begründete Personalvorstand Russwurm die Entscheidung. Der "Segment Industrie Montage Services" beschäftigt 1.200 Mitarbeiter an 35 Standorten ausschließlich in Deutschland. SIMS schließt industrielle Elektrogeräte an und wartet sie. Details zum Verkauf oder über zu erwartende Stellenstreichungen bei der Tochter will Siemens später bekanntgeben. Die Verkaufsverhandlungen hätten nicht mal begonnen, sagte Russwurm.

SEN-VERKAUF ZIEHT SICH HIN

Beim angestrebten Verkauf seiner Telefonnetzwerk-Sparte SEN kommt Siemens derweil nur schleppend voran. "Das sind schwierige Verhandlungen", sagte Vorstandschef Löscher. "Da gibt es nichts Neues zu erzählen." Siemens will das Geschäft nach den Erfahrungen mit der Pleite gegangenen ehemaligen Handysparte BenQ Mobile zuerst in Eigenregie sanieren und es dann verkaufen. Die Gespräche ziehen sich nun schon Monaten hin. Insgesamt stehen bei Siemens Enterprise Communications, so der volle Name der SEN abgekürzte Sparte, 6.800 der 17.500 Stellen auf dem Spiel.

Parallel startet der Stellenabbau in Produktion und Entwicklung. Damit will Siemens seit langem offene Baustellen angehen. So war die Verkehrstechnik, die im neuen Konzerngefüge Mobility heißt, in der Vergangenheit immer wieder durch schlechte Ergebnisse aufgefallen. Vor allem andauernde Reparaturarbeiten an der fehlkonstruierten Straßenbahn Combino hatten der Sparte im zweiten Geschäftsquartal einen Verlust von 153 Millionen Euro beschert. "Wir stehen zu diesem Geschäft", wies Konzernchef Löscher immer wiederkehrende Verkaufsspekulationen zurück, "aber wir brauchen mehr Berechenbarkeit und Stabilität."

AUCH ZENTRALE BETROFFEN

Auch in der Medizintechnik fallen 1.250 Stellen in Produktion und Entwicklung weg. Der gesamte Sektor leidet seit einiger Zeit unter Einsparungen im US-Gesundheitswesen. In der IT-Sparte SIS sollen 500 Arbeiter-Jobs gestrichen werden, weil der Konzern seine eigenen IT-Kosten um 300 Millionen Euro jährlich senken will. Der Abbau der Arbeitsplätze in Vertrieb und Verwaltung erstreckt sich über alle drei Sektoren Industrie (3.950), Energie (3.950) und Medizintechnik (1.550) hinweg und betrifft ebenso die Zentrale (800) wie die Ländergesellschaften (1.800) und auch SIS (nochmal 550).

"Wie sich diese Zahlen auf die einzelnen Standorte in den einzelnen Ländern auswirken, ist Gegenstand der weiteren Beratungen mit den Arbeitnehmervertretern", sagte Personalchef Russwurm. Nach bisherigem Stand wird es in Deutschland vor allem den großen Standort Erlangen sowie München mit der Firmenzentrale treffen. Nächster wichtiger Termin ist der 23. Juli. Dann spricht Russwurm beim Treffen des Gesamtbetriebsrats./das/stw

Quelle: dpa-AFX
 

17100 Postings, 3385 Tage Peddy78Mögl. Schadenersatzforderungen auch gegen v. Schm.

 
  
    #109
1
29.07.08 08:23
Hier kann man nur hoffen das das "von Schmierer Korruptionat" ordentlich belangt wird und nicht wieder mit Peanuts abgestraft wird wie das bei den großen immer ist...

www.comdirect.de

News - 29.07.08 06:58
Siemens-Aufsichtsrat berät über mögliche Schadenersatzforderungen

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Im Zusammenhang mit dem milliardenschweren Schmiergeld-Skandal berät der Siemens-Aufsichtsrat heute (Dienstag) über mögliche Schadenersatzforderungen gegen das frühere Management. Nach Informationen aus Branchenkreisen drohen insgesamt zehn ehemaligen Führungskräften entsprechende Forderungen, darunter auch dem früheren Siemens-Chef Heinrich von Pierer, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen einer Verletzung der Aufsichtspflicht ermittelt. Das Unternehmen lastet der früheren Siemens-Spitze dem Vernehmen nach erhebliche Versäumnisse während ihrer Amtszeit an. So sollen sie Hinweisen auf schwarze Kassen im Unternehmen nicht konsequent genug nachgegangen sein.

Siemens selbst hatte stets betont, immer mögliche Schadenersatzansprüche zu prüfen. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins 'Der Spiegel' wollen sich die ehemaligen Siemens- Zentralvorstände gegen etwaige Forderungen zur Wehr setzen, wie ihre Anwälte angekündigt hätten. Am Montag war im ersten Strafprozess um den Schmiergeld-Skandal bei Siemens ein ehemaliger Manager der Siemens-Festnetz-Sparte ICN zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und einer Geldstrafe verurteilt worden. Insgesamt geht es im größten Korruptionsskandal der deutschen Wirtschaftsgeschichte um 1,3 Milliarden Euro an dubiosen Zahlungen, die vermutlich als Bestechungsgeld im Ausland eingesetzt wurden./cs/DP/zb

Quelle: dpa-AFX

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SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N. 72,50 -1,41% XETRA
 

12104 Postings, 4597 Tage bernsteinmachen die doch mit links.

 
  
    #110
29.07.08 08:27
solange das poplige volk gegen die jungs von siemens wettert,überlegen
die doch schon den nächsten coup.  

428 Postings, 2774 Tage BörsenonkelUnd so weiter und so weiter

 
  
    #112
3
29.07.08 08:47

Es gibt auch noch ehrliche Manager denen es nicht nur um Kohle geht. Dieser Mann verdient usneren Respekt und Hochachtung. Seine Kommentare lesen sich wie Romane. Aber bitte selbst überzeugen http://www.flegel-g.de/index-selenz.html Kurzgeschichte" eines Insiders Die "Preussag Stahl AG" war Tochtergesellschaft der Preussag AG. Nachdem ich gemeinsam mit meinem Duzfreund Gerhard Schröder, unserem aktuellen Kanzler, die Gesellschaft aus der Preussag herausgelöst hatte, wurde das Unternehmen als "Salzgitter AG" an die Börse gebracht. Das haben die Freunde meines Duzfreundes aus NRW torpediert. Einer der Drahtzieher bei dieser Aktion war unser verflossener Bundespräsident Johannes Rau. Ein ganz besonders bemerkenswerter Mensch - siehe meine Homepage. Wir starteten am 2. Juni 1998 mit der Belastung, dass mehr als die Hälfte der emittierten Aktien von der NORD/LB wieder aufge- kauft werden mussten, um den Wahlerfolg von Gerhard Schröder nicht zu gefährden. Ich wurde als ehemaliger Chef der Preussag Stahl AG natürlich auch Chef der lediglich umbenannten Salzgit- ter AG bis ich am 6. März 1999 nach Intrigen aus der Spitze der IG Metall - im Auftrag der Preussag AG - zurückgetreten bin. Dabei ging es um meine - bis heute durchgehaltene - Weigerung, die gefälschten Zahlen in der Preussag-Bilanz zu unterschreiben und die Rückgabe des Milliarden-Immobilien-Vermögens der Stahlwerker in der Region Salzgitter (Versicherungswert 10,2 Mrd DM). Gemeinsam mit der Basis der IG Metall hatten wir am 29. Mai 1998 eine Resolution abgesprochen, die die Einbringung des Vermögens der Stahlwerker in eine Stiftung vorsah. Das hätte der Preussag natürlich nicht besonders geschmeckt. Die brauchte die Stahlarbeiterwohnungen, um Flugzeuge und Schiffe dafür zu kaufen. Herr Schmitthenner - IG Metall-Vorstand - war zugleich im Aufsichtsrat der Preussag AG und der Preussag Stahl AG/Salzgitter AG. Ihm waren die Flugzeuge und Schiffe wichtiger als die Stahlarbeiterwohnungen..... Die Arbeitnehmervertreter im AR der Preussag haben alle Betrugsaktionen aktiv begleitet. Einige haben sich sogar persönlich die Taschen voll gestopft. Den "ungeheuerlichen" Anschlag auf die Preussag und ihren AR-Vorsitzenden Neuber durch meine Weigerung die - nachweisbar - gefälschten Bilanzen zu unterschreiben, hat man mir nie verziehen. So etwas macht man in Deutschland nicht. Der Vorstand, bzw. der Aufsichtsrat fälscht, kassiert und schweigt. Arbeitnehmervertreter wie Arbeitgeber zeigen beim Einsammeln der Millionen der Aktionäre völlige Harmonie (Siehe nicht nur Preussag und Mannesmann)! So ist das in diesem unserem Lande, bis wir endlich Staatsanwälte haben, die Anwälte des Staates sind und nicht der jeweiligen Staatspartei! Regierungskriminalität und Kriminalität in Vorständen und Aufsichtsräten werden wir nur bekämpfen können, wenn die Strafverfolger nicht von der Politik gestoppt werden können. Siehe dazu meine Anlage, deren Inhalt der Staatsanwaltschaft in Hannover durch Strafanzeigen von mir im Detail bekannt ist. Demnächst kommt die Betrugsgeschichte um die Preussag/TUI AG als Buch heraus.

 

428 Postings, 2774 Tage BörsenonkelMan glaubt es kaum

 
  
    #113
2
29.07.08 11:22
Hans-Joachim Selenz

Wildwest  auf  der  Chefetage*
           *Titel mit freundlicher Genehmigung des SPIEGEL-Verlages
Erlebnisse eines Managers in Deutschland

Aus Band 1:  Wie Gerhard Schröder Kanzler wurde
 
?High Noon? :   4. Februar 1998:  AR-Sitzung der Preussag AG

?Raus, gehen Sie raus!?

Dr. h.c. Friedel Neuber, Aufsichtsratsvorsitzender der Preussag AG, schnaubte, seine Stimme überschlug sich. Ich machte dennoch erkennbar nicht den Ein-druck, als wenn ich folgen und den Raum verlassen wollte. Das machte ihn sichtlich nervös. Neuber war der mächtigste Mann im Revier. Zwischen Rhein und Ruhr hörte fast alles, was Rang und Namen hatte, auf sein Kommando. Diese Position hatte er sich hart erarbeitet. Als Strippenzieher zwischen Politik und Wirtschaft hatte der Chef der West LB ziemlich viele Personen und Persön-lichkeiten in der Hand. Mit seinem Flugservice hatte er ganze Riegen von Mana-gern und Politikern in der Luft bewegt und auf unterschiedlichste Weise abhängig gemacht. Die Flüge waren nämlich alles andere als korrekt ? und das nicht nur bezüglich der Abrechnung. Bei den einzelnen Flugbewegungen hatte man fast immer exakt eine Stunde mehr bezahlt, als man tatsächlich geflogen war. Üblich sind 0-20 Minuten. Für wen oder was man diese Extra-Stunde gezahlt hatte, war das große Geheimnis zwischen Duisburg und Dortmund. Man nannte den Mann aus Rheinhausen daher ganz offen und mit einem ?ehrenwerten? Unterton den ?Paten?. Minister Clement hatte für die Flüge den Begriff ?Luftnummern? ge-prägt - von den direkt Beteiligten verlegen belächelt. Ich kannte damals die Hintergründe noch nicht und da ich kein schlechtes Gewissen hatte, trat ich in diesem großen, optisch kalten Raum so auf, wie es das Gesetz für einen Vorstand einer deutschen Aktiengesellschaft vorschrieb, bzw. auch heute noch vorschreibt.

Der Raum, das war der große Sitzungssaal der Preussag AG in Hannover. Dezent und zurückhaltend eingerichtet. Weiße Wände, schwarzes Holz, schwarzes Leder und Chrom. Wichtige Menschen saßen in diesem großen Raum. Einige der Herren zählten zur Elite der deutschen Wirtschaft. In diesem Raum wurden Ent-scheidungen über das Wohl und Wehe Tausender Menschen gefällt. Menschen, die in diesem Unternehmen arbeiteten. Hier fielen im wahrsten Sinne des Wortes ?Milliarden-Entscheidungen?. In diesen Raum war ich ohne Erlaubnis und ohne Vorankündigung reingeplatzt. Denn bisher tagte an diesem Tag hier nur der Auf-sichtsrat der Preussag AG. Der Vorstand mit Ausnahme des Vorsitzenden Dr. Frenzel war erst einmal außen vor. Es ging um den Jahresabschluss der Preussag AG und es ging um mich. Ich wollte diesen Jahresabschluss als Vorstand des Konzerns nicht unterschreiben. Die detaillierte Begründung für meine Weigerung wollte ich dem versammelten Aufsichtsrat nicht vorenthalten. Ich war sicher, dass der ?Pate? den Aufsichtsrat falsch informiert hatte. Daher war ich einfach - und gegen alle ungeschriebenen Regeln deutscher Unternehmensetikette - in die illustere Runde reingeschneit. Nun stand ich in der Mitte des großen Raumes und war zu meiner eigenen Überraschung nicht über Gebühr aufgeregt. Von Neuber konnte man das nicht unbedingt sagen. Der ?Pate? war extrem nervös. Puterrot im Gesicht und sichtlich hektisch. Seine Schweißausbrüche erinnerten mich an die Besprechung in seinem Büro in Düsseldorf vor knapp einem Monat mit Gerhard Schröder, als ihm der Kanzler in spe die Pistole auf die Brust gesetzt hatte und der ?Gangster in Nadelstreifen? urplötzlich windelweich geworden war.

Ich suchte zuerst Blickkontakt zu den Aufsichtsräten, die um das riesige offene Tischgeviert saßen. Mit den vielen Akten unter dem Arm stand ich quasi mitten im Aufsichtsrat. Doch keiner der Aufsichtsräte wollte mir in diesem Moment zur Seite stehen. Neuber hatte ganze Arbeit geleistet. Einige der Aufsichtsräte schauten starr an die Decke. Andere in die Runde zu anderen Kopf schüttelnden und Schulter zuckenden Kollegen. Eine unglaublich peinliche Situation.
Entsetzlich peinlich.
Vergleichbares hatte man noch nie erlebt.

Dabei hatte Neuber noch am Morgen in seinem Büro in Hannover mit mir ge-sprochen und hatte mir dabei den Kurs für den heutigen Tag aufgezeigt: ?Entweder Sie unterschreiben, oder Sie fliegen raus. Den Aufsichtsrat habe ich hinter mir.?
Das war klar und eindeutig. Das musste reichen. Es hatte bisher immer gereicht.
Der Rest der honorigen Truppe im großen Sitzungssaal prüfte angestrengt die Unterlagen auf dem Tisch. Kein Blick war einzufangen, alle Kontakte zu mir  abgebrochen. Frau Aufsichtsrätin Kirchhof-Harloff und ihre männlichen Kolle-gen waren erkennbar schwer beschäftigt.

Die Aufsichtsratssitzung der Preussag AG war in einen Skandal gemündet, ei-nen  Skandal, wie ihn ein deutsches Unternehmen bisher noch nicht erlebt hatte:
als Mitglied des Vorstandes des Unternehmens weigerte ich mich tatsächlich standhaft, den Jahresabschluss zu unterschreiben. Mehr noch, ich hatte auch alle Aufsichtsräte davor gewarnt, dies zu tun.
Zweimal war ich in die Aufsichtsratssitzung geplatzt ? allein dies schon ein veri-tabler ?Skandal? in einer deutschen Aktiengesellschaft ? und hatte die versam-melte Runde informiert, bösgläubig gemacht, wie die Juristen sagen. So hatte es mir mein Anwalt geraten und so hatte ich es auch gemacht: Die Bilanz sei gefälscht, hatte ich den Aufsichtsräten gesagt, die durchgeführte Sonderprüfung eine Farce, schlichter Betrug. Es ging bereits damals um ein Betrugsvolumen von 2,5 Milliarden DM, nachzulesen im Protokoll des niedersächsischen Landtages.
Eine Elite deutscher Spitzenmanager, Einkommensmillionäre allesamt und ver-diente Arbeiterführer, leitende Mitarbeiter und Vorstandsfunktionäre der Ge-werkschaften hingen an den Lippen des Paten. Er musste die Situation retten.


In den Ohren der Aufsichtsräte hallten immer noch meine Worte nach. Ich hat-
te sie über schwere Bilanzmanipulationen bei der Not leidenden Tochterfirma
Noell und auch über Hagenuk informiert. Sicher, da gab es Probleme, das war richtig. Das wusste man aus der Novembersitzung. Da hatte Heinz Dürr der be-rühmte Ex-Chef der Deutschen Bahn und Ex-AEG-Vorsitzer mit seinen schnei-digen Fragen an Frenzel und Feuerhake Angst und Schrecken verbreitet. Der Dürr, der traute sich was, sogar gegenüber Frenzel, dem ehemaligen Büroleiter des ?Paten?. Alle hatten ihn dafür bewundert. Man hielt den kessen Mann für ein
?charmantes Schlitzohr?, wie es ?DAS HANDELSBLATT? formulierte.
Ein Mann, der mit knallharter Zielstrebigkeit Weichen nicht nur bei der Bahn stellen konnte. Der Dürr, ein echter schwäbischer Haudegen. So wie der Dürr war, so - in etwa - stellte man sich gemeinhin einen tapferen Schwaben vor. Uner-schrocken und mutig! Heute schwieg das schwäbische Schlitzohr, ganz charmant.

Weiter hatte ich von der Scheinprüfung durch den Wirtschaftsprüfer C&L ge-sprochen. Eine Sonderprüfung der Preussag-Bilanz. Eine Prüfung, die ich am 7. Januar schriftlich gefordert hatte. Eine Prüfung bei der sich der Prüfer selbst geprüft hatte und die daher noch nicht einmal im Ansatz eine Prüfung war.
Eine Prüfung, bei der sich der Prüfer selbst prüfte - das war etwas ganz Neues. Selbst für die im Umgang mit Neuber an so einiges gewöhnten Honoratioren.
Das war nicht sauber. Das war Betrug. Ganz offensichtlicher, ganz ordinärer  Betrug. In einer großen deutschen Firmen, Dax-notiert und renommiert.
Kriminell war das, so ganz der ?Pate?. Aber was sollte man machen?

Neuber hatte sich bestimmt etwas dabei gedacht. Und abgesichert allemal - in alle Richtungen. NRW-Ministerpräsident Rau war schließlich sein Busenfreund.
Und die Genossen in Hannover würden ihre Kungel-Staatsanwaltschaft nie ge-gen ihren eigenen Genossen auffahren. Das System würde funktionieren. Ganz sicher!

Dr. Klaus Liesen, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Volkswagen AG, früher Chef der Ruhrgas AG in Essen, blickte ebenso pikiert in die Runde, wie der Dürr, der heute so schweigsame Schwabe. Beide schüttelten nur stumm den Kopf. Heute stellte Neuber die Weichen und nicht der Dürr.

Dr. Bernd W. Voss, Mitglied des Vorstands der Dresdner Bank AG am Banken-platz Frankfurt verbat sich ausdrücklich jede Nennung seines Namens im Zu-sammenhang mit der Zahlenakrobatik.
Wie hatte ich es auch nur wagen können, seinen Namen in einem Atemzug mit den Manipulationen zu nennen? Was sollte der ?Pate? bloß denken?

Bankerkollege Dr. Jürgen Krumnow war Nachfolger von Deutsche Bank-Chef Dr. Rolf-E. Breuer im Aufsichtsrat der Preussag AG. Er hatte sich bereits in der November-Sitzung, seiner ersten in dieser Runde, gewundert. Eine derartig ?leb-hafte Aufsichtsratssitzung? habe er noch nie erlebt. Ich hatte meinen Kollegen Dr. Frenzel wegen dessen unrichtiger und tendenziöser Aussagen über die Situa-tion im Stahlbereich noch in der Sitzung mit Fakten korrigiert. Eigentlich gehört sich so etwas nicht in einem deutschen Unternehmen.

Dr. Gerold Bezzenberger, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Schutzver-einigung für Wertpapierbesitz e.V. in Berlin, war als professionellem Aktionärs-schützer die ganze Situation ganz offensichtlich ebenfalls nur noch peinlich.
Aber was sollte man denn machen? Auch als Aktionärsschützer hatte man nur eine Stimme.
Die Aufsichtsratsvergütung bei der Preussag war wirklich nicht schlecht. Und das für vier bis sechs Auftritte im Jahr. Guter Stundenlohn. Und dann die schö-nen Geschenke. Zu jeder Sitzung schöne Geschenke. Mal gab es ein silbernes Schreibset, mal einen schicken Fotoapparat oder auch mal einen tragbaren Farb-fernseher. Alles ganz dezent verpackt, so dass es nicht auffiel. Kleine Dinge, die man ohne Aufsehen wegtragen konnte. Kleine Geschenke erhalten die Freund-schaft, sagt man. Daher gab es bei der Preussag eben große Geschenke.
Einfach toll und zudem auch noch total steuerfrei.
Herr Bezzenberger und die anderen Millionäre rechneten mit dem Pfennig.
Würde man jetzt den Helden spielen und sich meiner Forderung anschließen, wären die schönen Geschenke weg - definitiv! Auch man selbst wäre weg vom Fenster. Das ließe sich Neuber definitiv nicht gefallen - mit Sicherheit!
Die Wertpapierbesitzer, die Gerold Bezzenberger eigentlich schützen sollte, würden schon nichts merken, sagte er sich und beschloss zu schweigen - wie die anderen. Wenn nämlich die anderen Aufsichtsräte den Wertpapierbesitzern nicht verraten würden, dass sie betrogen wurden - und warum sollten die das tun - würden die Wertpapierbesitzer wirklich nichts merken.

Dr. Dietmar Kuhnt, Chef des Energie-Riesen RWE in Essen, stand derweil vor einem ganz besonders delikaten Problem. Sein Aufsichtsratsvorsitzender war     - natürlich rein zufällig - Dr. h.c. Neuber.
Ob er wisse, worum es in dieser Sitzung gehe, fragte ich ihn auf dem Gang vor dem Sitzungssaal zwischen meinen beiden Auftritten. Kuhnt nickte nur stumm mit dem Kopf und ging weiter. Der Mann machte keinen glücklichen Eindruck.

Dr. Günther Saßmannshausen, bis 1988 selbst Chef der Preussag, hatte bis zu sei-nem frühzeitigen Abgang selbst vergeblich versucht, den ?Augiasstall? der West LB-Tochter auszumisten. Das Geld, das man nun verbrannte, kam aus der staat-lichen Salzgitter AG. Dort war er Chef des Aufsichtsrates gewesen, bis das Milliardenvermögen des Bundes im Jahre 1989 nach Hannover zur Preussag AG transferriert worden war. Heute saß er still und stumm auf seinem Platz.
Er bekam sein Gnadenbrot im Aufsichtsrat. Natürlich kannte er als ehemaliger Konzernchef der Preussag und Aufsichtsratschef der staatlichen Salzgitter AG alle Verträge und damit alle Betrügereien unter dem Aufsichtsratsvorsitz von Neuber im Detail. Die Betrügereien begannen, nachdem 1994 Dr. Frenzel das Ruder von seinem Vorgänger Ernst Pieper übernommen hatte.
Man beließ ihm sogar noch ein Büro mit Sekretärin bei der Preussag. Ein keckes Wort und Neuber hätte ihn gefeuert. Sekretärin futsch, Büro perdue und auch die Aufsichtsratsvergütung im Schornstein. Solche Sitzungen hatten darüber hinaus auch ihren ganz eigenen Unterhaltungswert für einen ausgemusterten Top-Manager wie ihn. Man traf wichtige Leute, konnte weiter Netzwerke spinnen und war einfach dabei. Das alles aufzugeben, nur um saubere Zahlen in der Bilanz zu haben, fiel Dr. Günther Saßmannshausen nun überhaupt nicht ein.

Die andere Seite der bedeutenden Tafelrunde war ebenfalls alarmiert und im höchsten Maße nervös. Arbeitnehmervertreter aller Hierarchiestufen Betriebs-räte, Mitarbeiter und Vorstandsfunktionäre der Gewerkschaften hielten den Atem an. Gerade hatte man den größten Betrugsfall in der Geschichte des Deutschen Gewerkschaftsbundes mit Ach und Krach überstanden. Keiner hatte den Betrug so richtig bemerkt: Millionen waren nicht bei der Hans-Boeckler-Stiftung gelandet, sondern in den Taschen von Gewerkschaftern im Preussag-Aufsichtsrat. Einzelne Metaller hatten sich mehr als eine halbe Million in die Tasche gesteckt. Durch den Betriebsratsvorsitzenden der Preussag war sogar die örtliche SPD in den Spendenschwindel hineingezogen worden. An der Spitze der Hoffnungsträger der Genossen in der Region, Wilhelm Schmidt - heute parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion. Man hatte sogar versucht, den Millionenbetrug mit Spenden an die KZ-Gedenkstätte Drütte zu vertuschen.

Neuber hatte tatsächlich still gehalten und nichts verraten. Wie leicht hätte er über seine bekannten Freunde in den Medien den ganzen Schwindel mit den privat verramschten Aufsichtsratsvergütungen an die große Glocke hängen kön-nen. ?Blattschuss? hieß das bei ihm. Keiner der Arbeitervertreter hätte das über-lebt. Aber Neuber hielt Wort. Dafür musste man ihm einfach dankbar sein, auch als Arbeitnehmervertreter. Neuber hielt wirklich Wort. Ein wahrer ?Pate?.

Ich hatte den Arbeitervertretern in einer Sondersitzung die Manipulationen zu allem Überfluss auch noch erläutert. Die Milliardengräber Noell und Hagenuk und dass durch ?Umrubeln? diese Gräber zugeschaufelt worden waren. Viele kannten die Zusammenhänge zwar längst aus ihren Unternehmen. Aber nun in dieser großen Runde. Was konnte man als Arbeitnehmervertreter denn schon tun?

Und das alles mit dem Betrug im Rücken und mit dem KZ. Als ?korrupte Schweine? hatte man sie im Betrieb bezeichnet, als die eigentlich unglaublichen Nachrichten sich bis an die Hochöfen und die Walzstraßen verbreitet hatten.

?Scheiße?  stand im IG Metall-Protokoll vom 24. März 1997.

Wer konnte die verfahrene Situation retten und vor allem wie? Wie sollte man sich verhalten? Wo blieb die Regie? Alles blickte Hilfe suchend auf Neuber.

Grabesstille breitete sich in dem großen Raum aus. In diese entsetzliche Stille hinein setzte der ?Pate? nach: ?Raus, gehen Sie raus?. Wenn Sie nicht sofort den Raum verlassen, lasse ich Sie mit Gewalt entfernen.?

Danach herrschte wieder Totenstille im großen Sitzungssaal der Preussag AG in Hannover an jenem denkwürdigen 4. Februar 1998. Man hätte ein Stilett auf-springen hören können.
Milliardenbetrug,  Bilanzfälschung, Vertragsbruch, Scheinprüfungen!

Als jüngster in der Riege der Preussag-Vorstände hatte ich die gesamte elitäre Runde in einen Zustand der hochgradigen Panik versetzt.
So etwas hatte es in einem deutschen Unternehmen noch nie gegeben.
So etwas macht man in einem deutschen Unternehmen nicht.
Was denkt der Mann sich eigentlich?

Skandalös!

Hatte nicht der oberste Boss aller Bosse, Dr. h.c. Friedel Neuber, intimster Freund des mächtigen Ministerpräsidenten Johannes Rau aus dem gar nicht so fernen Nordrhein-Westfalen, die Zahlen so gewollt. Er hatte sich - wie gesagt - mit Sicherheit etwas dabei gedacht und abgesichert allemal.

Man hätte ja auf die korrekte Seite gehen können und eine Sonderprüfung durch einen zweiten unabhängigen Wirtschaftsprüfer fordern können, so wie ich sie beantragt hatte. Aber wie sähe das denn aus. So als würde man Neuber nicht trauen. Und wenn ich dann am langen Ende sogar noch recht hätte und das ganze Zahlenwerk wäre falsch? Man stünde auf jeden Fall ganz schön dumm da.

Neuber würde das auch bestimmt nicht gut finden, ganz bestimmt nicht. Er war in diesen Dingen bekanntlich ziemlich nachtragend. Für solche Anwandlungen falsch verstandener Aufsichts- und Ratstätigkeit hätte er ganz sicher überhaupt kein Verständnis gehabt.
Mit der West LB trieb man keine solchen Späße und mit Neuber schon gar nicht. Das kriminelle Potenzial des ?Paten? war bekannt. Die Landesregierung traute Dr. h.c. Friedel Neuber so einiges zu. Ministerpräsident Gerhard Schröder hielt ihn für unangreifbar, da er alle im Sack habe. Da man mich zur Jahres-wende 1997/98 noch brauchte, gab man meiner Familie und mir zur Sicherheit Polizeischutz. Dieser Polizeischutz durch die Landesregierung hatte sich schnell herumgesprochen. Offensichtlich hatte es den anderen Managern im Umfeld des ?Paten? jedoch nicht gerade Mut gemacht, ebenfalls für saubere Zahlen einzu-stehen. Was blieb, war die Gewissheit, dass man für saubere Zahlen im Umfeld von Neuber ganz schön gefährlich lebte.

Besser man hielte sich da zurück. Die anderen machten ja auch nichts. In der Gruppe mit so vielen prominenten Wirtschaftsführern und Gewerkschaftsbossen war man ganz sicher. Das hatte bisher immer geklappt. Was sollte schon pas-sieren? Man hielt mich für zu jung - noch feucht hinter den Ohren.
Man ging schlicht und einfach davon aus, dass ich überhaupt keine Ahnung hätte, von den Abläufen hinter den Kulissen bei der West LB. Ich würde mich totlaufen, dachten die Herrschaften, ganz bestimmt würde ich mich totlaufen  - so oder so. Schon zwei Monate später würde ich das sogar prominent und in aller Öffentlichkeit hören können. So viel stand also schon einmal fest.

Unter dem Strich würde das tolle Ergebnis, das Neuber hatte festlegen lassen, den Aufsichtsräten zusätzlich ein schönes Sümmchen auf die Konten spülen.
Ein fester Teil des Jahresüberschusses wanderte nämlich ganz automatisch in die Taschen der Aufsichtsräte. So wollte es die Satzung der Preussag AG. So war es schon immer gewesen. So war es gut.
Der Wirtschaftsprüfer hatte doch auch mitgemacht. Warum also jetzt dieser Aufstand? C&L hatte alles testiert, zweimal sogar. So konnte man das schließ-lich auch sehen. Und jetzt so etwas. Da kommt so ein unbedarfter Schnösel daher, einer der sich auch schon in den früheren Sitzungen dieses erlauchten Gremiums verdammt viel herausgenommen hatte und probt den Auftand gegen eherne Regeln deutscher Unternehmensführung.

Wenn ich recht behielte, dass war allen klar, gäbe es bei den miesen Zahlen der Problemfirmen nur einen Bruchteil der Summe auf dem Konto, nämlich die mickrige Grundvergütung.

Bei dem Zahlenbrei, den Finanzkollege Feuerhake in den vorherigen Sitzungen stammelnd und hüstelnd vor dem Gremium ausgegossen hatte, konnte man in dem Fall einer wirklichen Sonderprüfung eh nur das Schlimmste befürchten. Allein der Dürr hatte ihm bei seiner schneidigen Attacke am 12. November 97 mehrere hundert Millionen Verluste im Anlagenbau ?aus dem Kreuz geleiert?, wie ein Gewerkschaftler nach der Sitzung bemerkte.

Wenn man in diesem trüben Zahlenbrei rührte, konnte das nur schlimmer wer-den und die schöne Aufsichtsratsvergütung ginge sicher flöten. Wenn Neuber das so wollte - und er wollte es - dann hatte das einfach zu stimmen. Basta!

Wenn das jeder machen würde, ja wenn das Schule machte?
Wehret den Anfängen. Da war man sich einig.

Selenz muss weg - und zwar ganz schnell. Dafür  gab es nur einen Weg: Abberufen, ganz einfach. Die Begründung: ?Objektive Interessengegensätze?.
Da soll mal einer was sagen. Das wollen wir doch mal sehen.
Gemeinsam ziehen wir das durch.

So einig war man sich selten.

Draußen war es kalt, doch drinnen breitete sich unter den versammelten Auf-sichtsräten ein ganz warmes Gefühl aus. Arbeitgeber und Arbeitnehmer rückten ganz eng zusammen. In der gemeinsamen Not fielen alle Klassenschranken.

So war das also mit der Solidarität. In guten wie in schlechten Zeiten.

Seit an Seit..... Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Zustand größter Harmonie.

Deutschland an einem Tag im Februar 1998.

Am Abend dieses Tages verhandelt Gerhard Schröder in Düsseldorf mit Neuber, dem ?Paten?, über den Kauf des Stahlunternehmens. Der Preis: 1.060 Mrd. DM.  
P.S.    Im April 1998 wird im SPIEGEL 18/1998 unter der Überschrift ?Wildwest auf der Chefetage? zu lesen sein, dass sich in dieser Sitzung ?groteske Szenen abspielten?.
?Mit hochrotem Kopf, so zwei Teilnehmer der Sitzung, knallte Selenz Papier-stöße auf den Tisch und wurde laut?. ?Bitte verlassen Sie den Raum?, forderte Aufsichtsratschef Friedel Neuber (West LB). Selenz ging und kam wieder?.

Im Spiegel wird auch stehen, dass ?Selenz seine Vorwürfe gegen die Konzern-leitung zuvor auch schriftlich erhoben hatte. Anfang Januar waren ihm ?Bedenken hinsichtlich der Ordnungsmäßigkeit unseres Jahresabschlusses 1996/97? gekommen.
In einem Brief an Frenzel forderte er das ?Gutachten eines zweiten qualifizierten Wirtschaftsprüfers, also eine Sonderprüfung?.

Am Ende des Artikels wird sogar scheinbar meine Frage beantwortet, die da lautete: ?Wie sauber sind die offiziellen Zahlen??
Die Antwort: ?Die Wirtschaftsprüfer der C&L Deutsche Revision wurden mit der Klärung beauftragt. Sie prüften ?die betreffenden Einzelabschlüsse sowie den Konzernabschluß?, dabei wurden ?keine Rechtsverstöße festgestellt?. Der Aufsichtsrat sei korrekt informiert worden.......?.

Das Wichtigste erfuhr der Spiegel - und damit letztlich der Leser - von seinen Informanten innerhalb der Preussag bei all dem nicht. Nämlich die Tatsache, dass es sich bei C&L nicht etwa um den von mir geforderten ?zweiten qualifizierten Wirtschaftsprüfer" gehandelt hatte, sondern um einen ?Prüfer?, der seine eigene ?Prüfung? nochmals ?geprüft? hatte. Das war zwar praktisch und bombensicher aber auch im höchsten Maße kriminell.

Der Artikel endete schließlich mit der folgenden Passage:
?So wild ging es auf deutschen Chefetagen bisher nicht zu ? zumindest wurde es nicht öffentlich. Für Frenzel ist das ganze ein ?eigentlich unfassbarer Vorgang?.
Kontrahent Selenz bleibt dabei: ?Kein Kommentar?.?

Bei dieser ?Sonderprüfung a´la Neuber? war es durchaus nicht nachteilig, dass der Wirtschaftsprüfer bestechlich war. Beste Voraussetzungen mithin, um am Ende gemeinsam auch noch den Geschäftsbericht zu fälschen.

Die Preussag/TUI-Aktionäre werden seither weiter betrogen.

Die Staatsanwaltschaft in Hannover schweigt, trotz detaillierten Wissens um die Vorgänge und die vorgelegten Dokumente, weil die Beträge, um die es geht ?einfach zu hoch sind?, wie mir ein frustrierter Staatsanwalt sagte. Und es hin-gen einfach zu viele ?Prommis? drin mit exzellenten Beziehungen. ?Pech eben?.

So viel zum Thema Rechtsstaatlichkeit in Teilen der Justiz unseres Landes. Mit dem Internet wird diese Art der selektiven Strafverfolgung erheblich erschwert, da die Belege einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Als Anlage zu diesem Kapitel daher gleich die entsprechende Strafanzeige.  

104 Postings, 2290 Tage CaramelosDie Schadenersatzforderungen gegen die Topmanager

 
  
    #114
1
29.07.08 17:51
Die Schadenersatzforderungen gegen die früheren Top-Manager gelten in ihrem Ausmaß als einmalig in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Von Pierer, sein ehemaliger Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger und Ex-Personalchef Jürgen Radomski müssen nach SPIEGEL-Informationen mit Schadensersatzforderungen in zweistelligen Millionenhöhen rechnen. Allein gegen Feldmayer, von 2003 bis 2007 Mitglied des Zentralvorstands, könnte der Konzern einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge bis zu 20 Millionen Euro geltend machen.


Zu den Betroffenen gehören neben den ehemaligen Konzernchefs Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld folgende Spitzenmanager:


Johannes Feldmayer
Thomas Ganswindt
Edward Krubasik
Rudi Lamprecht
Heinz-Joachim Neubürger
Jürgen Radomski
Uriel Sharef
Günter Wilhelm
Klaus Wucherer

Gegen Johannes Feldmayer und Günter Wilhelm wurden Vorwürfe im Zusammenhang mit der Affäre um die Arbeitnehmerorganisation AUB erhoben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,568751,00.html  

17100 Postings, 3385 Tage Peddy78Alle Hesse sind Verbrecher...

 
  
    #115
1
30.07.08 09:41
...denn sie klauen Aschenbecher...

Aber im Ernst:
Könnte natürlich an der Metropole Frankfurt liegen...

In Siegen gibt es sowas NICHT.
(Übrigens Danke für die 100 zugesteckten ?).

www.comdirect.de

News - 30.07.08 08:56
Unternehmen in Hessen betrügen am häufigsten

Viele Unternehmen in Deutschland werden Opfer von Bestechung, Betrug oder Unterschlagung. Einer neuen Studie zufolge sind jedoch nicht alle Bundesländer von der um sich greifenden Wirtschaftskriminalität gleichermaßen betroffen: Leidet im Osten nur jedes dritte Unternehmen an Wirtschaftskriminalität, ist die Zahl in Hessen ungleich größer.



FRANKFURT. Nirgendwo wird soviel betrogen wie in hessischen Unternehmen. Und nirgendwo ist der Schaden größer als in Nordrhein-Westfalen: rund 2,43 Millionen Euro je Fall. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers bei einer Umfrage unter 1 166 Unternehmen in Deutschland.

Danach wurde in den vergangenen zwei Jahren im Durchschnitt fast jedes zweite Unternehmen Opfer von Bestechung, Betrug oder Unterschlagung. Allerdings sind nicht alle Bundesländer gleichermaßen betroffen: Im strukturschwachen Osten Deutschlands leidet nur jedes dritte Unternehmen unter Wirtschaftskriminalität, in Hessen sind es dagegen 60 Prozent.

Auch die Art der Wirtschaftskriminalität schwankt von Bundesland zu Bundesland. In Hessen handelt es sich meist um Geldwäsche. Firmen in Baden-Württemberg hingegen kämpfen vor allem gegen Korruption bei Geschäften in China. "Die Unterschiede lassen sich durch die spezifische Wirtschafts- und Unternehmensstruktur erklären", sagt PWC-Kriminalitätsexperte Steffen Salvenmoser. Banken zögen nun einmal Geldwäsche-Probleme an, exportorientierte Unternehmen seien häufiger als andere von Korruption im Ausland betroffen.

Meist hilft der Zufall, die dunklen Geschäfte ans Licht zu bringen. Hinweise auf krumme Touren kommen vor allem von Mitarbeitern und Geschäftspartnern, aber auch von Konkurrenten.



Quelle: Handelsblatt.com



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478 Postings, 3528 Tage ohasewer will noch manager werden

 
  
    #116
30.07.08 10:07
es gibt firmen, die schmieren und kommen dadurch zu aufträgen,
es gibt firmen, die schmieren nicht,   vielleicht gibts die garnicht,
die fahren gleichviele aufträge ein, wie die die schmieren  ?     unwahrscheinlich

der wedekind verdient zuviel, seine vergütung muß gekürzt werden,
bei siemens gibts schadensersatzprozesse, da sollten die vergütungen erhöht werden,
damit die ansprüche beglichen werden können .

eine stellenauschreibung für manager wird in zukunft so aussehen.
manager gesucht,
der erfolgreich ist,
aber  immer grundehrlich,
bezahlung - das  10-fache eines arbeiters,
ein jahresgehalt wird als kaution einbehalten, wegen schadensersatzansprüchen.

     war alles nur ein scherz  ?  !  

17100 Postings, 3385 Tage Peddy78Ich bin Ehrlich und würde Managerposten übernehmen

 
  
    #117
30.07.08 10:17
Bin auch garantiert bestechlich...

Ehrlich...

...mir würde allerdings der 30. Grüne für diesen Thread reichen.

Macht die grünen gerade,
so krumme Zahlen sehen doch Sch... aus.  

4941 Postings, 2689 Tage relaxedna dann

 
  
    #118
30.07.08 10:24

17100 Postings, 3385 Tage Peddy78Danke relaxed,wenn Du willst Willkommen IM CLUB.

 
  
    #119
1
30.07.08 10:29
Danke läuft doch wie geschmiert.  

58056 Postings, 2558 Tage jocyxJetzt ist es wieder ungerade :-(

 
  
    #120
1
30.07.08 10:42

58056 Postings, 2558 Tage jocyxBei dem Thema wäre doch gerade nicht konform ?

 
  
    #121
30.07.08 10:43

17100 Postings, 3385 Tage Peddy78Danke jocyx, dann muß jetzt Nr. 32 her.

 
  
    #122
30.07.08 10:51
Und keine Angst,

auch wenn wir IM CLUB die 120 überschritten haben (die 125 haben wir noch nicht geschafft) seit ihr bei MIR IM CLUB keine Nummer und könnt bei der ein oder anderen Aktie einen Tick früher profitieren und so etwas größere Gewinne einfahren.

Nicht immer aber immer öfter...

Auf gute Geschäfte und schaut mal vorbei.  

17100 Postings, 3385 Tage Peddy782 Jahre Tango Korrupti,weiter gehts.Glückwunsch.

 
  
    #123
31.07.08 10:24
Dieser Tanz wird wohl noch lange getanzt werden,

und IHR alle seit eingeladen diesen Tanz mit zu tanzen bzw. falls ihr wie ich NICHT tanzen könnt einfach IM CLUB mit zu "feiern".

Glückwunsch und weiter gehts.  

17100 Postings, 3385 Tage Peddy78Erstmals früherer Siemens-Vorstand vor Gericht

 
  
    #124
24.09.08 11:09
www.comdirect.de
(...)

News - 24.09.08 10:14
Korruptionsaffäre: Erstmals früherer Siemens-Vorstand vor Gericht

Erstmals steht in der Siemens-Korruptionsaffäre seit dem heutigen Mittwoch ein früherer Konzernvorstand vor Gericht. Der ehemalige Siemens-Europachef Johannes Feldmayer muss sich in der Affäre um verdeckte Zahlungen an die Gewerkschaft AUB wegen Untreue und damit folgender Steuerhinterziehung vor dem Landgericht Nürnberg verantworten. Über Jahre hinweg sollen unter seiner Verantwortung Siemens-Gelder in Millionenhöhe an die Gewerkschaft AUB geflossen sein, um diese als Gegengewicht zur IG Metall aufzubauen.



HB NÜRNBERG. Um kurz vor neun hat der Angeklagte den Gerichtssaal betreten. Feldmayer kam durch den Haupteingang, in dunklem Anzug und mit roter Krawatte. Eine Erklärung wollte der Ex-Siemens-Vorstand vor dem Prozessauftakt nicht abgeben. Mit todernstem Blick geht er an der Fotografen und Kameraleuten vorbei.

Mit Feldmayer wurde auch der frühere AUB-Chef Wilhelm Schelsky angeklagt. Dem Ex-Gewerkschafter werfen die Ermittler Beihilfe zur Untreue in Tateinheit mit Betrug, Steuerhinterziehung sowie Beihilfe vor. Er betritt kurz nach Schelsky den Raum. Er muss den langen Weg gehen von der angrenzenden JVA durch einen Tunnel und dann mit einem Gefangenenaufzug direkt in den Verhandlungssaal. Er trägt das blaue Hemd offen darüber ein grün-kariertes Sakko. Seit Tagen habe sein Mandant schlecht geschlafen, berichtet sein Anwalt Lubojanski. Doch nun sei er nach anderthalb Jahren Untersuchungshaft froh, dass es losgeht.

Feldmayer soll Schelsky über einen Beratervertrag von 2001 bis 2006 etwa 30,3 Mill. Euro zukommen haben lassen. Dabei soll der Konzernvorstand Rechnungen Schelskys auch unter seiner Privatadresse angenommen und anschließend der Siemens-Buchhaltung zugeleitet haben. In der Folge der Zahlungen sollen auch falsche Steuererklärungen abgegeben worden sein.

Feldmayer und Schelsky waren sich nach Erkenntnis der Staatsanwaltschaft einig, dass die in dem Vertrag aufgeführten Leistungen wie etwa Schulungen von Mitarbeitern gar nicht erbracht werden sollten. Die Ermittler werfen Feldmayer Untreue vor, da sie einen finanziellen Schaden für Siemens sehen. Denn die Erwartung, AUB werde sich arbeitgeberfreundlich verhalten, sei kein wirtschaftlich messbarer Vermögensvorteil. Die IG Metall hatte wegen möglicher Begünstigung der als arbeitgeberfreundlich geltenden AUB Strafanzeige gestellt.

Als Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke die Anklageschrift verliest, hält Schelsky die Finger gefaltet wie zum Gebet. Immer wieder streift sein Blick durch die Zuschauerreihen, in denen auch einige seiner ehemaligen Mitstreiter sitzen. Von Feldmayer wird zum Prozessauftakt eine Stellungnahme erwartet

Schelsky wollte sich dagegen an diesem Tag nicht zu den Vorwürfen äußern. Sein Anwalt gab sich vor Beginn des mit Spannung erwarteten Prozesses zuversichtlich. Die Anklage habe in vielen Punkten juristisches Neuland betreten, sagte Jügen Lubojanski. "Es würde mich wundern, wenn die Vorwürfe Bestand halten." Jedenfalls sei da nichts, was eine anderthalbjährige Untersuchungshaft rechtfertige.

Schelsky gab laut den Ermittlern einen Großteil des Geldes nicht für AUB-Zwecke, sondern für Sportler, Sportvereine, private Zwecke und für Unternehmensbeteiligungen aus. Außerdem legt die Staatsanwaltschaft Schelsky zur Last, von 2000 bis 2004 etwa 8,9 Mill. Euro an Steuern hinterzogen zu haben. Der Ex-AUB-Chef sitzt seit Februar 2007 in Untersuchungshaft.

Feldmayer wurde ebenfalls verhaftet, aber auf Kaution entlassen. Der Manager ist inzwischen nicht mehr bei Siemens. Ihm droht eine Schadenersatzforderung des Konzerns. Das Gericht hat für den Prozess bis 24. November zunächst 24 Verhandlungstage angesetzt.

Der Prozess findet in einem historischen Ort statt. Im Saal 600 des Nürnberger Justizgebäudes fanden einst die Nürnberger Kriegs-verbrecher statt. Die Geschichte lässt sich in dem holzgetäfelten Raum mit hoher Decke förmlich spüren. Die beiden so unterschiedlichen Angeklagten sitzen weit von einander entfernt: Schelsky auf der vom Richter aus betrachtet linken Seite, Feldmayer etwa 15 Meter entfernt an dem langen Holztisch zur rechten.

Auch einige enttäuschte AUBler waren eigens nach Nürnberg angereist. "Für die Öffentlichkeit sind wir ja alle Verbrecher", sagte Heinz-Jürgen Forstreuter, der vor seinem Ruhestand für die AUB als Siemens-Betriebsrat in Düsseldorf aktiv war. Schelsky habe die gute Idee der Organisation verraten und die AUB so diskreditiert. Die AUB hat nach dem Skandal ein Viertel ihrer einst 10 000 Mitglieder verloren.



Quelle: Handelsblatt.com



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SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N. 68,95 +1,25% XETRA
 

1287 Postings, 3078 Tage NavigatorCmanche sind hatgleicher als andere

 
  
    #125
09.11.08 15:25
FOCUS: Weiter keine Erbschaftsteuer auf Pensionsansprüche der Hinterbliebenen von Abgeordn
München. Die Bundesregierung will die Pensionsansprüche der Hinterbliebenen von Abgeordneten weiterhin von der Erbschaftsteuer ausnehmen. Das ergibt sich dem Nachrichtenmagazin FOCUS zufolge aus den aktualisierten Steuerrichtlinien. Danach bleiben ?Versorgungsbezüge, die den Hinterbliebenen von Abgeordneten auf Grund der Diätengesetze des Bundes und der Länder zustehen?, im Erbfall steuerfrei. Bei Ehepartnern und Kindern von verstorbenen Arbeitnehmern fallen lediglich Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie einer möglichen Betriebsrente nicht unter die Erbschaftsteuer, bei anderen Hinterbliebenen sogar nur Bezüge aus einer ?berufsständischen Pflichtversicherung?.

Der Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen, Stefan Heidbreder, kritisierte in FOCUS diese Regelung: ?Damit erhalten sich die Politiker ein Sonderrecht, während sie normal Sterbliche bei der Hinterbliebenenversorgung schröpfen wollen.? Beim gleichen Versorgungsniveau falle bei Selbstständigen ein sechsstelliger Betrag an, während die Hinterbliebenen
http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/...abgeordn_aid_343414.html
navigatorc  

17100 Postings, 3385 Tage Peddy78Schluß mit lustig, Tango Korrupti...

 
  
    #126
15.12.08 04:28
http://www.ariva.de/...inigung_mit_US_Behoerden_ueber_Strafe_n2845543
-----------
Peddy78 ist wieder da,
sachlich, objektiv, liberal, aber sicher nicht mehr so kritisch wie vorher.
Gegen Willkür,von Rechts wie von Links,
der 2. Bedrohung für Ariva...
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Peddy78

17100 Postings, 3385 Tage Peddy78Siemens:Neues von H v. Schmierer & Co

 
  
    #127
17.01.09 14:11
Siemens fordert von H. v. Schmierer 6 Mio ? Bußgeld,

von Kleinfeld und weiteren je 5 Mio ?.

Wäre schön wenn Siemens das Geld bekäme,
greift man hier ja sicher keinen nackten Männern in die Tasche.

Dran glauben tue ich allerdings nicht,
die werten Herren werden sich schon wieder irgendwie ihrer Verantwortung entziehen.

Warten wir ab,

das Schmierentheater geht in eine neue Runde.
-----------
Peddy78 ist wieder da,
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Peddy78

17100 Postings, 3385 Tage Peddy78Korruption,Steuerhinterziehung,Zumwinkel:

 
  
    #128
22.01.09 17:07
Leider wieder nur eine Bestrafung auf Bewährung für Zumwinkel wegen knapp 1 Mio hinterzogener Steuern,

aber so ist das mit den großen mit mit den richtigen wichtigen Connections.
-----------
Peddy78 ist wieder da,
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Peddy78

17100 Postings, 3385 Tage Peddy78Zumwinkel, Kritik am Rechtsstaat.Vertrauen in den

 
  
    #129
27.01.09 10:44
Rechtsstaat hätte Schaden genommen.

Sehr witzig Herr Zumwinkel,

sind SIE und Leute wie SIE es doch wegen denen der Rechtsstaat schon lange mein / das Vertrauen verloren hat.

Kommen SIE doch mit 1. Mio ? Bußgeld (Peanuts für SIE bei geschätztem Vermögen von 12 Mio) und 2 Jahren auf Bewährung davon,
nur weil SIE erkannt haben das SIE ihren Kopf nur noch mit einem Geständnis retten können,
1 x um Verzeihung gebeten und ein Geständnis was SIE kurze Zeit später eh wegen erdrückender Beweise hätten gestehen müssen abgelegt  und FREI ist der Saubermann.

Weiter so,

HERR Zumwinkel SIE sind wieder ein Musterbeispiel wie der Rechtsstaat MIT GELD für LEUTE MIT GELD Funktioniert.
Danke,
LG
Peddy78
-----------
Peddy78 ist wieder da,
sachlich, objektiv, liberal, aber sicher nicht mehr so kritisch wie vorher.
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Peddy78

17100 Postings, 3385 Tage Peddy78So läuft das bei denen die Geld haben.

 
  
    #130
30.01.09 11:54
Rechtsstaat Deutschland,
und das Ansehen leidet zu RECHT:

http://www.ariva.de/...er_moeglich_t357402?search=Peddy78#jump5376783
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Peddy78 ist wieder da,
sachlich, objektiv, liberal, aber sicher nicht mehr so kritisch wie vorher.
Gegen Willkür,von Rechts wie von Links,
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Peddy78

2539 Postings, 1924 Tage Peddy1978Was Siemens konnte kann Man auch.

 
  
    #131
30.11.09 13:15
http://www.ariva.de/news/...iergeldaffaere-Millionen-Bussgeld-3141695
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"Neu",mit verbesserter Rezeptur,noch Pflegeleichter...
Nur wo Peddy(19)78 dran steht ist auch Peddy78 drin.
Nicht nur im Namen.

2539 Postings, 1924 Tage Peddy1978Konsequenzen für die Schuldigen?

 
  
    #132
30.11.09 13:18
Bisher leider Fehlanzeige.

Mehr zu diesem "traurigen Kapitel" hier:

http://www.ariva.de/..._ab_Danke_t288657?search=Peddy1978#jump6996744
-----------
"Neu",mit verbesserter Rezeptur,noch Pflegeleichter...
Nur wo Peddy(19)78 dran steht ist auch Peddy78 drin.
Nicht nur im Namen.

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