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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1447
neuester Beitrag: 01.07.15 16:11
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 36166
neuester Beitrag: 01.07.15 16:11 von: Fillorkill Leser gesamt: 2744779
davon Heute: 1853
bewertet mit 86 Sternen

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20752 Postings, 4239 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
86
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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36140 Postings ausgeblendet.

4366 Postings, 1275 Tage Zanoni1Fill, es ist ein unauflösbarer Widerspruch

 
  
    #36142
2
30.06.15 14:52
einerseits mit dem Finger auf eskalierende Handelsüberschüsse zu zeigen und auf der anderen Seite nicht über chronische Aussenhandelsdefizite reden zu wollen.

Diesen ganzen Zusammenhang lässt Du bei Deinen keynesianischen Konjunkturprogrammüberlegungen in systematischer und offenbar auch unbelehrbarer Art und Weise außen vor.
Du weigerst Dich einfach, diesen Umstand entsprechend mit zu berücksichtigen.

In dieser Situation bedeuteten solche Programme nur, die eigenen Aussenhandelsbilanzdefizite weiter zu finanzieren.
Das Geld flösse ins Ausland und würde bei uns weitere Überschüsse und in Griechenland weitere Defizite generieren und den Schuldenstand der irgendwann abzuschreiben sein wird, weiter in die Höhe treiben.
Auf die Beine kämen sie damit jedoch nicht.
 

12449 Postings, 2581 Tage FillorkillMarker speziell für Zanoni

 
  
    #36143
30.06.15 16:15
Du siehst hier ein schönes Muster für einen erwachsenen Diskurs unter Demokraten, die obwohl in der Sache sehr kontrovers kein Problem damit haben, auch 'verrückte' Positionen zu tolerieren. Der Fokus haftet dabei nicht auf der Textoberfläche, nicht auf Methode, Stil und Punktation, sondern auf den Argumenten, die damit transportiert werden.

Der argumentative Widerspruch ist kein Ärgernis, sondern stiftet Anlass, die eigenen Gedanken weiter zu entwickeln und auf ihre logische Konsistenz hin zu überprüfen. Den Kontrahenten als einen Agenten des äusseren Feindes, als rotbraun oder antieuropäisch zu entlarven hat hier niemand nötig. Dies unterscheidet sie von Daiphong, der - unfähig im Westen anzukommen - mit eben diesen Methoden versucht den Thread zu kontrollieren und sich, weil es nicht funktioniert, endlos als Opfer angeblicher Diffamierungskampagnen inszeniert.  
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'das ganze ist das unwahre'

12449 Postings, 2581 Tage FillorkillReihe 'der Blick zurück'

 
  
    #36144
4
30.06.15 16:40
Heute: Demokratie ist Ramsch - Frank Schirrmacher, FAZ

Der griechische Weg

Wer das Volk fragt, wird zur Bedrohung Europas. Das ist die Botschaft der Märkte und seit vierundzwanzig Stunden auch der Politik. Wir erleben den Kurssturz des Republikanischen.

01.11.2011, von FRANK SCHIRRMACHER

Zwei Tage - so lange hat die gefühlte neue Stabilität der europäischen Eliten gehalten. Schon vor Papandreous Coup sanken die Kurse. Zwei Tage zwischen der Patin Merkel, auf die die Welt schaute, und der Depression. Ein Kliniker könnte beschreiben, was das ist: eine Pathologie. Er könnte beschreiben, wie krank die kollektive Psyche ist, wie unwahr und selbsttäuschend die Größen- und Selbstbewusstseinsphantasien, die sie, auch mit Hilfe der Medien, entwickelt. Man kann es nicht anders als einen pathologischen Befund nennen.

Entsetzen in Deutschland, Finnland, Frankreich, sogar in England, Entsetzen bei den Finanzmärkten und Banken, Entsetzen, weil der griechische Premierminister Georgios Papandreou eine Volksabstimmung zu einer Schicksalsfrage seines Landes plant.

Im Minutentakt las man am Dienstag, wie Banker und Politiker drohten und drohen, die Börsen brachen ein. Die Botschaft war eindeutig: Die Griechen müssten dumm sein, wenn sie ja sagten. Und Papandreou ein Hasardeur, weil er sie fragte. Doch ehe die Panik-Spirale des Schreckens sich weiter und weiter dreht, ist es gut, einen Schritt zurückzutreten, um klar zu sehen, was sich hier vor unser aller Augen abspielt. Es ist das Schauspiel einer Degeneration jener Werte und Überzeugungen, die einst in der Idee Europas verkörpert schienen.
Einige Protagonisten der Finanzmärkte denken voraus, und sie denken die sich abzeichnende Verfallsgeschichte einfach weiter. Der britische ?Telegraph? berichtet über einen Witz, der in Finanzkreisen und offensichtlich auch im britischen Kabinett kursiert: Es wäre jetzt gut, in Griechenland putschte sich eine Militärjunta an die Macht, denn Militärjuntas dürfen nicht Mitglied der EU sein. Und ?Forbes?, immerhin nicht irgendeine Adresse in der Finanzöffentlichkeit - der Redakteur überschrieb ursprünglich seinen Artikel mit: ?Die wahre griechische Lösung: Ein Militärcoup?; er änderte es dann, offenbar, weil ihm nach Leserreaktionen mulmig wurde, in: ?Die abstoßende griechische Lösung? - dreht das Schleusentor noch ein wenig weiter auf: ?Dieser Witz ist deshalb so traurig und bitter, weil - wenn wir das kleine Problem ignorieren, dass Griechenland dann eine Militärdiktatur wäre - er in Wahrheit ein gute Lösung für Griechenland zeigt.?

Moralische Übereinkünfte werden zerstört

Man muss nicht alle Beziehungen des Witzes zum Unterbewussten kennen, um zu verstehen, wie massiv gerade moralische Übereinkünfte der Nachkriegszeit im Namen einer höheren, einer finanzökonomischen Vernunft zerstört werden. Solche Prozesse laufen schleichend ab, sie tun ihr Werk im Halbbewussten, manchmal über Jahrzehnte, bis aus ihnen eine neue Ideologie entstanden ist. So war es immer in den Inkubationsphasen der großen autoritären Krisen des zwanzigsten Jahrhunderts.

weiter http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/...tie-ist-ramsch-11514358.html
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'das ganze ist das unwahre'

14439 Postings, 3271 Tage Malko07#36140: Staaten die im größerem

 
  
    #36145
3
30.06.15 16:59
Umfang Anleihen in eigener Währung ausgeben können, gehören üblicherweise nicht zu den Pleitekandidaten.

Griechenland hätte sich in eigener Währung nie in dem hier vorliegenden Umfang verschulden können. Sie hätten das in einer Fremdwährung wie US-$ oder Euro gemacht und wären in einer ähnlichen Lage wie Argentinien gelandet. Die Theorie, dass die Schulden mit der Währung verfallen ist und bleibt eine Theorie, absolut praxisfremd. Deutschland hat vor nicht allzu langer Zeit die letzten Vorkriegsanleihen getilgt - mit anderer Währung. Kostolany ist mit deutschen Vorkriegsanleihen reich geworden, an der Börse hat er nur immer wieder sein Geld verspekuliert.

Es ist für entwickelte Länder nicht ratsam seine Schulden nicht zu tilgen. Man wird nämlich nur noch überteuerte Kredite bekommen und lebt jederzeit in der Gefahr, dass Auslandsvermögen unter den Hammer kommt.

Zur teuren Anekdote:

Die Schreibweise des Landesnamens Bayern mit ?y? geht auf eine Anordnung König Ludwigs I. vom 20. Oktober 1825 zurück, mit der die ursprüngliche Schreibweise ?Baiern? abgelöst wurde. Der Ersatz von ?i? durch das ?griechische ypsilon? war Ausdruck für des Königs Philhellenismus, der glühenden Verehrung für alles Griechische. ....

Otto Friedrich Ludwig von Wittelsbach (griechisch ????, * 1. Juni 1815 auf Schloss Mirabell in Salzburg; ? 26. Juli 1867 in Bamberg) war ein bayerischer Prinz und von 1832 bis 1862 erster König von Griechenland. ...



 

14439 Postings, 3271 Tage Malko07#36144: Es hat mit Demokratie nichts zu

 
  
    #36146
4
30.06.15 17:07
tun, dass in Griechenland darüber abgestimmt wird wieviel Euros die Slowakei, Estland oder Slowenien an sie zahlen müssen.

Auch das angedachte Referendum ist undemokratisch. Es wird über einen Vorschlag abgestimmt, der nicht mehr existiert nur weil die Regierung (immerhin auch vom Volk gewählt) sich jetzt hinter dem Volk verstecken will, nur um an der Tränke zu bleiben.

Die einzig richtige Frage wäre EU Ja oder Nein. Bezüglich des eigenen Wirtschaftens haben sie selbstverschuldet ihre Unabhängigkeit verloren und die wird die nächsten Jahrzehnte nicht wieder kommen - ob in oder außerhalb der EU.  

6322 Postings, 2420 Tage daiphongMarker speziell für Fillorkill

 
  
    #36147
30.06.15 20:19
Du siehst hier ein schönes Muster für einen erwachsenen Diskurs unter Demokraten, die obwohl in der Sache sehr kontrovers kein Problem damit haben, auch 'verrückte' Positionen zu tolerieren. Der Fokus haftet dabei nicht auf der Textoberfläche, nicht auf Methode, Stil und Punktation, sondern auf den Argumenten, die damit transportiert werden.

Der argumentative Widerspruch ist kein Ärgernis, sondern stiftet Anlass, die eigenen Gedanken weiter zu entwickeln und auf ihre logische Konsistenz hin zu überprüfen. Den Kontrahenten als einen Agenten des äusseren Feindes, als rotbraun oder antieuropäisch zu entlarven hat hier niemand nötig.
Dies unterscheidet sie von Fillorkill, der - unfähig im Westen anzukommen - mit eben diesen Methoden versucht den Thread zu kontrollieren und sich, weil es nicht funktioniert, endlos als Opfer angeblicher Diffamierungskampagnen inszeniert.


Fillorkill kommt im Westen einfach nie an,
weil er den Zusammenhang der großen assoziativen Freiheit der vielen Märkte mit der harten Logik der vielen Netzwerke nirgendwo erkennt.

Fillorkill will die Freiheit genießen, aber nicht die nötige Leistung dafür liefern.

Konsumieren und Kredit ohne Arbeit, ohne Berufsausbildung.
Autofahren ohne Führerschein, Rechtsstaat, Straßensteuern, Staatshaushalt
Fliegen ohne die Arbeiten in den Anlagen der Flugnetzwerke
Musik spielen ohne Grifftechnik-Tonleiter-Akkord-Aneignung, Equipment,
Leben ohne Tod, ohne Risiko, ohne Bindungen, also ohne Kinder.
Kinder ohne Treue, Ehe, Familie.
Ausländeremanzipation ohne Aufnahme durch Inländer
weltweite Heimat, aber keine Heimat in der Welt
Frauen-Homo-Kinder-Emanzipation ohne einen in Kultur und individuelle Wahrnehmung übersetzten flächendeckenden rechtsstaatlichen Schutz des Leibes und der Psyche im sozialen Feld freiwilliger Bindungen
Freiheit ohne die durch den Staat grundgesetzlich geförderte Würde der Menschen.

Fillorkill will die Welt durchaus konsumieren und genießen, aber an ihrer Erzeugung und Sicherung und Bildung keinesfalls mitwirken.
Ein typischer hauptberuflicher Erbe. Möchtegern-Absahner, Glücksspieler, Kritiker des Kapitalismus und der internationalen Politik - nur, ohne Arbeit klappt auch das alles halt auch nicht   ;-o)  
siehe Griechenland. Fillorkill bleibt in Deutschland ein Tourist. Und wenn er in pleite ist, wird er immer ein unschuldiger Terrorist sein.
 

12449 Postings, 2581 Tage Fillorkill'nur Tourist'

 
  
    #36148
30.06.15 23:39
Und wenn es so wäre - gäbe es irgendetwas daran auszusetzen ? Die ganze Postmoderne wimmelt von Displaced Persons, die diesem Motiv ganz aus eigenen Stücken nachgehen und dabei eine Freiheit in Anspruch nehmen, die nicht zufällig  jene des Westens ist. Nicht jeder will und muss wie Daiphong im fortgeschrittenen Senium 'Verantwortung' für sich entdecken und Identität mit jedweder 'regional vernetzten' Barbarei herstellen. Zumal diese späte Korrektur der Biographie nicht beschämt still und leise erfolgt, sondern aggressiv mit dem Finger auf jene Heimatlosen, die nicht dazugehören dürfen oder wollen.  
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'das ganze ist das unwahre'

431 Postings, 2293 Tage patsmelvDas Aussprechen der Wahrheit ist ein Verbrechen...

 
  
    #36149
1
01.07.15 00:02

6322 Postings, 2420 Tage daiphongooch pat, deine Moskau-Hörigkeit

 
  
    #36150
01.07.15 01:24
ist ja schon fast rührend, heiliger Sputnik RT. Ich freue mich ja für dich, dass du im geistigen Russland eine neue Heimat gefunden und den geistigen Westen endgültig verlassen hast. Nur: du warst doch noch nie in Russland, hast du selbst erzählt. Und schon gar noch nie ohne deine äußerst hohe luxembourgische Frührente samt EU-Pass. Ich liebe diese stinkreichen brutal selbstkritischen Dauertouristen, weißt du.

(im Ernst: man sollte sinnlos überhöhte Renten auch bei uns brutal kürzen)
 

6322 Postings, 2420 Tage daiphong#48 Displaced Persons

 
  
    #36151
01.07.15 03:57
Wenn es die wichtigsten konkreten Zusammenhänge des Lebens sprengt, die familiären, sozialen, die Liebe, die beruflichen, die geistigen, die regionalen, dann sind alle phasenweise Migranten des Lebens. Allerdings bilden sich daraus üblicherweise neue Zusammenhänge, Verantwortichkeiten, Identitäten, ansonsten ist jemand schlichtweg ein traumatisierter Mensch.

Es geht nicht um deine wunderbare Persönlichkeit, die mag alle barbarischen Zusammenhänge fröhlich weiter sprengen. In unserem wilden Westen kann ein jeder wie er mag leben und denken, glauben und stänkern, sich in allen denkbaren Gesellschaften verbinden und vereinen, etwas unternehmen, Dauertourist und ein Fill sein - wenn er dazu niemanden beklauen, erpressen, überfallen muss, das ist hier die einzige Grundregel. Allerdings hat alles Konsequenzen, nur darum geht es in Theorie und Politik.  

14439 Postings, 3271 Tage Malko07Die Strategie Griechenlands wird

 
  
    #36152
6
01.07.15 08:14
immer durchschaubarer. Ihr primäres Ziel ist den IWF draußen zu haben um dann im neuen Programm die Eurozone über den Tisch ziehen zu können. Merkel und Gabriel stellen alles andere als eine stabile Instanz dar, das haben die letzten Tage des 2. Programms gezeigt. Nicht grundlos hatte auch Deutschland gefordert, dass der IWF bei den Rettungsmaßnahmen mitmachen muss. Man könnte auch sagen, man wollte sich hinter dem IWF verstecken. Feigling, lass mich raus.

Griechenland wäre sehr wahrscheinlich in der Lage gewesen die IWF-Tranche zu begleichen. Vom ELA-Programm haben die griechischen Banken sehr fleißig die letzten Wochen kurzläufige Staatsanleihen gekauft. Aber wozu? Solange die anstehende Rate an den IWF nicht zurück gezahlt wurde, darf dieser bei einem erneuten Rettungsprogramm nicht mitmachen. Man kann jetzt sehr schön mit einem steigendem Elend in der Zivilbevölkerung ein neues Programm erpressen denn in kurzer Zeit wird es zu allen möglichen Engpässen in der Versorgung kommen. Unsere amerikanischen "Freunde" werden gleichzeitig den Druck auf uns in Richtung "pragmatische" Lösung verstärken.

Ob da der Bundestag bei seinen alten Aussagen bleiben wird und auf das Mitmachen des IWF's besteht? Merkel und Gabriel werden sowieso einknicken und sich anschließend über die steigende Politikverdrossenheit beklagen. Merkel und Gabriel, die Totengräber der EU?
 

4314 Postings, 2161 Tage learnerTrotzdem glaube ich, dass Tsipras sich

 
  
    #36153
3
01.07.15 08:28
verzockt hat, denn die Engpässe werden ihn innenpolitisch unter Druck setzen.
Der politische Rest Europas hat sicherlich ein Interesse daran Syriza gegen bequemere Partner zu tauschen.

Die Griechen haben sicher eine Heidenangst vor dem was vor Ihnen liegt und der Mensch wählt in der Regel das was er kennt, auch wenn dies die schlechtere Lösung sein sollte. Von daher glaube ich, dass das Referendum Tsipras Abschied sein wird.
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Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"

14439 Postings, 3271 Tage Malko07#36153; Es gibt sicherlich bequemere

 
  
    #36154
6
01.07.15 09:31
Partner aber keinen der wirklich bereit ist die notwendigen Strukturen im Staatswesen anzugehen. Denn solange die aufgeblähte unfähige korrupte Bürokratie und die Oligarchen ihr Unwesen treiben, nützt jedes Sparen nichts. Es werden dabei nur diejenigen ohne Beziehungen und Deckung weiter runtergeprügelt, also viele von denen die noch wirklich arbeiten. Es gibt leider keine Partner in Griechenland. Es wird langsam Zeit der Realität ins Auge zu blicken und die Zockerrei zu beenden. Man sollte Griechenland den Geldfluss austrocknen und den Lauf der Geschichte spielen lassen. Dann besteht die größte Chance, dass Griechenland die EU verlässt und versucht auf eigenen Beinen zu stehen. Menschliche Katastrophen kann man in diesem Prozess abmildern. Juristisch sind alle Fakten für einen derartigen Weg inzwischen gegeben.  

40744 Postings, 4074 Tage Anti LemmingFrankreich trommelt in Sachen GR für US-Geo-

 
  
    #36155
1
01.07.15 10:12

6322 Postings, 2420 Tage daiphongTspras ist bereits Geschichte,

 
  
    #36156
2
01.07.15 10:26
er hat nicht geliefert, nur das zählt.

Zwar halten viele Griechen die EU für ihren Sozialstaat und präsentieren dort ihre Opferzahlen. Dass mit diesem polit-ideologischen Trick ihre eigenen Regierungen, nationalistischen Revolutionäre, asozialen Eliten sie seit jeher verarschen, wird allerdings vielen nun doch langsam dämmern. Spätestens, wenn neben den Touristengeld die Hilfslieferungen mit blauen EU-Aufklebern eintreffen. Sieht dann so merkwürdig aus wie in Nordkorea die US-Reissäcke, die jahrelang die Menschen ernährten.


privatisierende Eliten, verelendete Bevölkerungen, nationalistische Revolutionskulte schaffen gerne den ideologischen Glauben, dass Gott persönlich, die UNO, natürlich die USA, auch die EU als "internationale Regierungen" ganz direkt finanziell und sicherheitstechnisch für ihr Land zuständig wären, nicht die nationale Regierung und zu allererst sie selbst. Das defacto-Versagen dieser internationalen Mächte wird dann lauthals konstatiert, sie werden auch gern zu Todfeinde erklärt.

In Despotien, teuren Militärstaaten, in Geistsschwäche, in der größten Not definiert man sich überall gerne zur bedürftigen und geplünderte Kolonie und erklärt sich so die Welt.  nennt sich heute auch "Geostrategie" und "nationale Befreiung", oder "Gottesstaat"  

12449 Postings, 2581 Tage Fillorkillnur das nicht

 
  
    #36157
2
01.07.15 11:31
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die griechische Regierung vor Kürzungen des Militärbudgets gewarnt.

Interview http://www.heute.de/...ato-generalsekretaer-stoltenberg-39087024.html
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'das ganze ist das unwahre'

12449 Postings, 2581 Tage FillorkillBureaucrazies Versus Democracy

 
  
    #36158
1
01.07.15 12:01
Steve Keen, Forbes Contributor

The most recent of the almost daily ?Greek Crises? has made one thing clear: the Troika of the IMF , the EU and the ECB is out to break the government of Greece. There is no other way to interpret their refusal to accept the Greek?s latest proposal, which accepted huge government surpluses of 1% of GDP in 2015 and 2% in 2016, imposed VAT increases, and further cut pensions which are already below the poverty line for almost half of Greece?s pensioners. Instead, though the Greeks offered cuts effectively worth ?8 billion, they wanted different cuts worth ?11 billion.

Syriza, which had been elected by the Greek people on a proposal to end austerity, is being forced to continue imposing austerity?regardless of the promises it made to its electorate.

There are many anomalies in Greece?which its creditor overlords are exploiting to the hilt in their campaign against Syriza?but these anomalies alone do not explain Greece?s predicament. If they did, then Spain would be an economic heaven, because none of those anomalies exist there. But Spain is in the same economic state as Greece, because it is suffering under the same Troika-imposed austerity program.

The willingness of the Troika to point out Greece?s failures stands in marked contrast to its unwillingness to discuss its own failings too?like, for example, the IMF?s predictions in 2010 of the impact of its austerity policies on Greece. The IMF predicted, for example, that by following its program, Greece?s economy would start growing by 2012, and unemployment would peak at under 15% the same year.
Instead, unemployment has exceeded 25%, and the economy has only grown in real (read ?inflation-adjusted?) terms in the last year because the fall in prices was greater than the fall in nominal GDP. That is, measured in Euros, the Greek economy is still shrinking, four years after the IMF forecast that it would return to growth. A huge part of Greece?s excessive government debt to GDP ratio is due to the collapse in GDP, for which the Troika is directly responsible.

This trumpeting of Greece?s failures, and unwillingness to even discuss its own, is the hallmark of a bully. And it makes transparently obvious that the agenda underlying the European Union itself is fundamentally anti-democratic.

Obviously the overthrow of democracy was not the public agenda of the EU?far from it. The core political principles of the EU were always about escaping from Europe?s despotic past, of moving from its conflictual history and the horrors of Nazism towards a collective brotherhood of Europe.

weiter http://www.forbes.com/sites/stevekeen/2015/06/25/...versus-democracy/


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'das ganze ist das unwahre'
Angehängte Grafik:
support-greece.jpg (verkleinert auf 66%) vergrößern
support-greece.jpg

12449 Postings, 2581 Tage FillorkillGreece 08 - 14 vs US 29 - 39

 
  
    #36159
1
01.07.15 12:06
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'das ganze ist das unwahre'
Angehängte Grafik:
greece_s_depression__chart_matt_o_brien__wa....png (verkleinert auf 77%) vergrößern
greece_s_depression__chart_matt_o_brien__wa....png

12449 Postings, 2581 Tage FillorkillAusterity leave Greece with unsustainable debt

 
  
    #36160
01.07.15 12:29
IMF: austerity measures would still leave Greece with unsustainable debt

Greece would face an unsustainable level of debt by 2030 even if it signs up to the full package of tax and spending reforms demanded of it, according to unpublished documents compiled by its three main creditors.

The documents, drawn up by the so-called troika of lenders, support Greece?s argument that it needs substantial debt relief for a lasting economic recovery. They show that, even after 15 years of sustained strong growth, the country would face a level of debt that the International Monetary Fund deems unsustainable.

The documents show that the IMF?s baseline estimate ? the most likely outcome ? is that Greece?s debt would still be 118% of GDP in 2030, even if it signs up to the package of tax and spending reforms demanded. That is well above the 110% the IMF regards as sustainable given Greece?s debt profile, a level set in 2012. The country?s debt level is currently 175% and likely to go higher because of its recent slide back into recession.

The documents admit that under the baseline scenario ?significant concessions? are necessary to improve Greece?s chances of ridding itself permanently of its debt financing woes.

Even under the best case scenario, which includes growth of 4% a year for the next five years, Greece?s debt levels will drop to only 124%, by 2022. The best case also anticipates ?15bn (£10bn) in proceeds from privatisations, five times the estimate in the most likely scenario.

But under all the scenarios, which all assume a third bailout programme, looked at by the troika ? the European commission, the European Central Bank and the IMF ? Greece has no chance of meeting the target of reducing its debt to ?well below 110% of GDP by 2022? set by the Eurogroup of finance ministers in November 2012.

In the creditors own words: ?It is clear that the policy slippages and uncertainties of the last months have made the achievement of the 2012 targets impossible under any scenario?.

These projections are from the report Preliminary Debt Sustainability Analysis for Greece, one of six documents that are part of the full set of materials that comprise the ?final? proposal sent to Greece by its creditors last Friday.

weiter http://www.theguardian.com/business/2015/jun/30/...sions-still-needed

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'das ganze ist das unwahre'

12449 Postings, 2581 Tage FillorkillMerkel und Gabriel werden sowieso einknicken

 
  
    #36161
01.07.15 12:48
Greece will not get a cent in new eurozone bailout loans while Alexis Tsipras and Yanis Varoufakis remain in power, because Germany will block any such deal, one of Europe?s most influential politicians has told The Times.

?Today there is the question of do we trust Tsipras and Varoufakis? The answer is clear to all parties, no,? the senior German conservative said.

weiter http://www.thetimes.co.uk/tto/news/world/europe/article4484201.ece
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'das ganze ist das unwahre'

12449 Postings, 2581 Tage Fillorkillhier haben ordoliberale geschlafen

 
  
    #36162
1
01.07.15 13:56
Und das, obwohl der Deficitsünder anders als Greece gut 60 Mill Ermordete auf der Sollseite angehäuft hatte:


Kaum jemand weiß, dass die Bundesrepublik Deutschland auch einmal durch ein internationales Abkommen entschuldet wurde. Am 27. Februar 1953 unterzeichneten die Vertreter der USA, der westeuropäischen Staaten und der Bundesregierung das Londoner Schuldenabkommen. Für Deutschland endete damit eine Schuldenkrise, die 1931 in der Weltwirtschaftskrise begonnen hatte. Massive Geldabzüge ausländischer Anleger hatten die deutschen Schuldner gezwungen, mit ihren ausländischen Gläubigern ein Stillhalteabkommen abzuschließen. 1934 stellte die Reichsregierung auch die Zins- und Tilgungszahlungen bei internationalen Dawes- und Young-Anleihen ein, die Vorrang vor allen deutschen Verbindlichkeiten genossen. Der Kurs deutscher Anleihen fiel bis auf 25 Prozent ? auf Schrottstatus. Die Reichsbank nutzte die Zahlungskrise aus, um deutsche Auslandsanleihen weit unter dem Nennwert zurückkaufen ? und ruinierte den deutschen Kredit im Ausland.

1950 schätzte die für Deutschland zuständige Allied Bank Commission die Vorkriegsschulden auf 11,3 Milliarden D-Mark, dazu 16 Milliarden D-Mark an Verbindlichkeiten aus der amerikanischen Marshallplan-Hilfe und staatlichen Nahrungsmittelhilfen der USA und Großbritanniens. Diese Schuldenlast von 27,3 Milliarden D-Mark betrug 28 Prozent des damaligen Bruttoinlandsprodukts und lag damit weit unter den griechischen Auslandsschulden von heute. Da die junge Bundesrepublik an den Kriegsfolgen litt, die Handelsbilanz noch negativ war (weil die Einfuhren die Ausfuhren übertrafen) und die D-Mark erst 1958 vollständig in andere Währungen konvertierbar wurde, musste der Schuldentransfer über einen längeren Zeitraum gestreckt werden.

Als Gegenleistung für die Rückübertragung von Souveränitätsrechten an die Bundesrepublik forderten die Westalliierten eine förmliche Schuldanerkenntnis der Bundesregierung. Die Regierung Adenauer stimmte dieser Forderung zu. Deutsche Unternehmen hatten das größte Interesse an einer Regelung. Der lange Schatten des nationalsozialistischen default belastete sie auf dem Weltmarkt mit Liquiditätsproblemen und Zusatzkosten. Ausländische Exporteure forderten bei Lieferungen nach Deutschland Vorkasse, statt das übliche Zahlungsziel von 90 Tagen zu gewähren. Direktinvestitionen aus dem Ausland in Deutschland waren fast ausgeschlossen. An eine Kapitalmarktfinanzierung deutscher Unternehmen über im Ausland begebene Anleihen war nicht zu denken gewesen. Deutschlands Reintegration in die Weltwirtschaft wäre ohne eine Schuldenregelung unvollendet geblieben.

Die Bundesregierung ernannte anstelle eines Regierungs- oder Bundesbankbeamten Hermann Josef Abs, den Übervater der Deutschen Bank, zum Verhandlungsführer. Für Abs sprach neben seiner fachlichen Expertise seine Reputation in internationalen Finanzkreisen, die auch im Krieg nicht gelitten hatte. Die erste Verhandlungsrunde im November/Dezember 1951 brachte eine schnelle Lösung für die Nachkriegsschulden, da nur über staatliche Forderungen der USA und Großbritanniens verhandelt wurde. Der amerikanische Verzicht auf 62,5 Prozent der Schulden und die langfristige Rückzahlung in 35 Jahresraten bei nur 2,5 Prozent Zinsen erhöhten Deutschlands Spielraum für die Regelung der Vorkriegsschulden erheblich.

Die Konzessionsbereitschaft der privaten Vorkriegsgläubiger war nach dem einseitigen deutschen Zins- und Tilgungsmoratorium von fast 20 Jahren deutlich geringer. Abs griff zu einem Trick, um die geringere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Bundesrepublik gegenüber dem Deutschen Reich zu demonstrieren. Er ließ Wandkarten des geteilten Deutschland im Verhandlungssaal aufhängen.

Der deutsche Verhandlungsspielraum verringerte sich, als die Bundesrepublik im September 1952 das Wiedergutmachungsabkommen mit Israel unterzeichnete und damit zum ersten Mal Verantwortung für die Folgen des Holocaust übernahm.

Die Bedenken des Bundesfinanzministers Fritz Schäffer (CSU) gegen eine jährliche Rückzahlung von mehr als 500 Millionen D-Mark brachten die Verhandlungen an den Rand des Scheiterns. Erst als sich 1952 zum ersten Mal ein deutscher Handelsüberschuss abzeichnete, erhielt Abs für ein verbessertes Angebot an die Gläubiger grünes Licht.

Das Londoner Schuldenabkommen trug der verminderten Leistungsfähigkeit der Bundesrepublik dadurch Rechnung, dass der Zinssatz der Anleihen von teilweise sieben auf maximal fünf Prozent gesenkt wurde. Da alle Seiten eine Wiedervereinigung für möglich hielten, sollten die rückständigen Zinsen für die Jahre von 1945 bis 1952 erst nach der Wiedervereinigung über einen Zeitraum von 20 Jahren nachgezahlt werden ? was von 1990 an tatsächlich geschah. Die letzten Zinszahlungen waren am 3. Oktober 2010 fällig.

Das Londoner Abkommen schuf für die Gläubigerstaaten und für die Bundesrepublik eine Win-win-Situation. Während die bundesdeutsche Wirtschaft von der Wiederherstellung ihrer internationalen Kreditfähigkeit profitierte, realisierten die Anleihegläubiger unerwartete Kursgewinne. Von 1951 bis 1953 stiegen die Kurse der Dawes- und Young-Anleihen von 15 bis 20 Prozent auf 70 bis 100 Prozent.

www.linkesystempresse.de
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'das ganze ist das unwahre'

6322 Postings, 2420 Tage daiphong#57 "Zudem wollen die Institutionen

 
  
    #36163
01.07.15 14:06
die Einsparungen beim Militärhaushalt auf 400 Millionen Euro verdoppeln. (Seit 2009 hat Griechenland seine Militärausgaben um knapp 48 Prozent zurückgefahren.)"



ohne Kommentar:  http://de.sputniknews.com/trend/waffen/  

6322 Postings, 2420 Tage daiphong#62 "Und das, obwohl Deutschland

 
  
    #36164
01.07.15 14:39
anders als Griechenland gut 60 Mill Ermordete auf der Sollseite angehäuft hatte:"

Der Psychopath Fillorkill begründet immer als eine offene Forderung dieser Welt die komplette Auslöschung der Deutschen. Er ist dadurch etwas isoliert in seiner sozialen Umgebung und in den Foren..



 

6322 Postings, 2420 Tage daiphong... und in der ökonomischen Debatte.

 
  
    #36165
01.07.15 15:28
Unter seinen Kriegsaspekten macht die überhaupt keinen Sinn.  

12449 Postings, 2581 Tage Fillorkillisoliert zu sein ist mein job

 
  
    #36166
01.07.15 16:11
Das wurde doch bereits 'entlarvt'. Andere nennen dies 'Freiheit', auch das wurde schon gesagt.

Allerdings ist 'isoliert' dann auch wieder relativ. Denn das bemerkenswerte Crossover zwischen kulturellem Neocon und makroökonomischem Ordoliberalismus inklusive seiner Moral vom erziehenden Staat ist schon ein deutscher Spezialfall. Das Bindeglied ist sicher der missionarische Eifer, mit dem einer verkehrten Welt, die sich aus Unfähigkeit oder bösem Willen nicht an die Belehrung aus Deutschlands halten will, die Hammelbeine lang gezogen werden. Denn schliesslich geht es ums Prinzip, nicht um pragmatische Lösungen.

Umgekehrt hat draussen das 'deutsche Europa' und seine fiskalen wie monetären Brechstangen auch unter Ökonomen wenig Anhänger. Nicht nur weil diese Brechstangen stetig echtes Wachstum kosten und damit echten, effektiven Anticap darstellen, den linke Revolutionäre so nie zustande brächten. Sondern natürlich auch, weil die neue deutsche Frechheit die demokratischen Lehren aus dem von Deutschland selbst verbockten WK II inklusive seiner Politik der Auslöschung des Nichtidentischen zu 'Ramsch' herabwürdigt, wie Schirrmacher intuitiv richtig gedeutet hatte.



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'das ganze ist das unwahre'

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