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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1346
neuester Beitrag: 30.03.15 00:01
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 33643
neuester Beitrag: 30.03.15 00:01 von: Palaimon Leser gesamt: 2368671
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bewertet mit 85 Sternen

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20752 Postings, 4145 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
85
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
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Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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33617 Postings ausgeblendet.

5815 Postings, 2326 Tage daiphongChronologie der Krim - Übernahme

 
  
    #33619
28.03.15 01:12

Der Start der Militäroperation ist auf einem Orden vermerkt, mit dem das russische Verteidigungsministerium Verdienste um "die Wiedergewinnung der Krim" ehrt. Auf der Medaille steht der 20. Februar 2014. In Kiew war da Moskaus Verbündeter Wiktor Janukowytsch noch Präsident.

Die ersten Truppenbewegungen wurden am 22. und 23. Februar registriert. Aus dem Moskauer Umland und der Garnison Tambow wurden Luftlandeeinheiten nach Noworossisk verlegt. Der russische Hafen liegt 100 Kilometer entfernt von der Krim und war eines von zwei Drehkreuzen der Krim-Operation.

Der andere ist der Militärflughafen Anapa, er liegt noch näher an der Halbinsel. Am 23. Februar bestiegen russische Elitesoldaten in Noworossisk Landungsboote. Zwei Tage später lief der Truppentransporter "Nikolaj Filtschenkow" in Sewastopol ein. Auf der Rückfahrt nahm er einen prominenten Passagier mit nach Russland: den gestürzten und geflohenen Präsidenten Janukowytsch.

Der Bericht entlarvt Lügen des Kreml: Der Einsatz war keine Reaktion auf eine akute Bedrohung der russischsprachigen Bevölkerung. Ein Anführer der ukrainischen Nationalistentruppe "Rechter Sektor" hatte zwar gewarnt, er werde bewaffnete Kolonnen auf die Krim schicken. Die Drohung stammte vom 24. Februar. Sie blieb diffus, wurde aber "gekonnt aufgeblasen von der prorussischen Propaganda", heißt es in dem Moskauer Militärbericht.

Moskau nutzte das Chaos in der Ukraine geschickt aus. Das Nachbarland hatte nach der Maidan-Revolution keinen Verteidigungsminister. Erst am 27. Februar trat Ihor Tenjuch das Amt an, ein ehemaliger Admiral, der die Streitkräfte eigentlich 2010 verlassen hatte.

Der Kreml ging überlegt vor: Am 26. Februar gab Putin den Befehl für ein überraschendes Großmanöver. Er versetzte 150.000 Soldaten in Gefechtsbereitschaft, unter anderem an der Grenze zur Ukraine. Das lenkte Kiews Aufmerksamkeit von der Krim an die Ostgrenze, diente aber auch zur Tarnung. Die massiven Truppenbewegungen erlaubten, unbemerkt einige Tausend Spezialkräfte auf die Halbinsel zu verlegen.

Am 26. und 27. Februar wurden rund 40 Iljuschin-Transportflugzeuge nach Uljanowsk an der Wolga verlegt. Rund ein Dutzend trafen später in Anapa ein, einige wurden kurz darauf auf der Krim gesichtet.

Am 1. und 2. März liefen vier große Truppentransporter in Sewastopol ein. An Bord befanden sich Kämpfer einer Eliteeinheit des russischen Militärgeheimdienstes GRU. Zwischen dem 28. Februar und dem 11. März liefen insgesamt 15 russische Schiffe die Krim an, dazu kamen 48 Flugzeuge und Hubschrauber. Zehn Armeekolonnen mit 139 Fahrzeugen erreichten die Krim per Fähre.

Am 4. März 2014 sagte Putin auf einer Pressekonferenz, Russland ziehe die Annexion der Krim nicht in Betracht und es gebe keine russischen Soldaten auf der ukrainischen Halbinsel.

Zwei Wochen später hielt er seine Rede zum Beitritt der Krim zur Russischen Föderation.

    spon

 

10977 Postings, 2487 Tage Fillorkilldein Nato-Agitprop ist uns inzwischen bekannt,

 
  
    #33620
28.03.15 01:45
er gewinnt durch ununterbrochene Wiederholung - anders als bei Lord Shiva - leider nicht an Wahrheit: Putin steckt einfach hinter allem und der demilitarisierte Westen ist seiner hybriden Kriegsführung, von der er noch nie was gehört haben will, hilflos ausgeliefert.

Putin hat auf der Suche nach Titeln den Maidan organisiert, auf diesen schiessen lassen, den Steinmeier-Kompromiss sabotiert, Janokowich gegen die Oligarcho-Faschos ausgetauscht und eine derart effiziente Gehirnwäsche veranstaltet, dass Behörden, Sicherheitsstrukturen und Armee auf der Krim wie im Donbass quasi geschlossen übergelaufen sind. All dies ist aber nur der Auftakt, denn er zielt auf Westeuropa, um dieses in das zukünftige eurasische Grossreich einzugliedern. Rotbraune wie Fill leisten - unentgeltlich, weil vom Hass auf die Demokraten getrieben - dafür die propagandistische Vorarbeit. Hab ich was vergessen ?
-----------
"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

5815 Postings, 2326 Tage daiphongunser altsowjetischer Weltkriegsveteran Fillorkill

 
  
    #33621
28.03.15 03:15
lässt sich auf Details natürlich nie ein ;-o)

Deine geostrategieschen Freunde auch nicht, Le Pen hat deshalb gerade 9 Millionen von Putin bekommne, 31 Millionen sollen folgen - vielleicht fällt ja doch noch ein Krümelchen für dich ab. Wenn du weiterhin so fleißig deine geistigen Spiegelungen hier verzapfst und immer brav ein "prowestlich" voranstellt, dann fällt hier auch niemandem was auf.

Der russische Präsident fühle sich von Nato und EU eingekreist, heißt es zuweilen, da müsse man doch verstehen, dass er jetzt nicht auch noch die Ukraine an den Westen verlieren wolle. Und: Europa und die USA reagieren mit Sanktionen, um Russland so isolieren. Beides ziemlich absurde Vorstellungen, denn von einer feindlichen Einkreisung kann sowenig die Rede sein wie von einer Isolation. Das autokratische, antiliberale Regime Putins hat alte Freunde und neue Handelspartner auf der ganzen Welt und quer durch alle politischen Lager. Hier eine kleine
Auswahl.

AfD
Ganz einig ist man sich in der rechtspopulistischen Partei über den Umgang mit Russland nicht. Aber einige Spitzenfunktionäre stolzierten bereits auf Einladung in die russische Botschaft in Berlin zwecks »strategischer Beratung«. Auf dem letzten Bundesparteitag wurde das Thema Russland sicherheitshalber erstmal ausgeklammert. Alexander Gauland, Fraktionsvorsitzender der AfD in Brandenburg, verteidigte die Annexion der Krim durch Russland.

Anonymous.Kollektiv
Die rechtsextreme Facebook­Gruppe warb zuerst für die Montagsmahnwachen, dann für Pegida, inzwischen wird dort vor allem Putin­Propaganda betrieben. »Wir müssen die Gelegenheit am Schopfe packen und uns ? falls notwendig auch mit
russischer Hilfe ? aus dem Korsett befreien, dass uns die amerikanischen Okkupanten 1945 aufgezwungen haben«, heißt es dort etwa. Nun plant die Gruppe, Facebook zu verlassen und in das Soziale Netzwerk VK aus Russland umzusiedeln. Do svidaniya!

Bashar al­Assad
Nach der Annexion der Krim schrieb Assad ein Telegramm an Putin. Dessen Politik sei »legitim und verfolgt das Ziel, eine ausgeglichene und transparente Welt zu schaffen, in der die Souveränität der Staaten und das Selbstbestimmungsrecht der Völker respektiert wird«. Er lobte die »weise Politik und rationale Vorgehensweise« des russischen Präsidenten. Russland hat im Gegenzug fast alle Resolutionen im UN­Sicherheitsrat gegen Assad mit einem Veto blockiert und den Diktator mit jeder Menge Jagdflugzeuge, Luftabwehrraketen und anderem Kriegsgerät ausgestattet. Russland hat einen Marinestützpunkt in Syrien, den einzigen am Mittelmeer. Man kann vermuten, dass ohne Putin Assad schon 2011 erledigt gewesen wäre und es das ganze Gemetzel in Syrien und die Erfolge des IS womöglich nie gegeben hätte.

Clemens Tönnies
Der Schalke­Präsident und Fleischindustrielle ist mit Putin per »Du«. »Mit ihm kann man Spaß haben«, weiß Tönnies. Immer wenn erseinen Kumpel in Moskau besucht, bringt er ihm rohes Fleisch mit. »Das letzte Mal haben die (Sicherheitskräfte, Anm. d. Red.) mir das Fleisch zunächst in Verwahrung genommen. Als ich vor Putin stand, sagte er: Wo ist mein Eisbein? Sie können sich vorstellen, dass es keine Minute dauerte, bis es da war.« Der russische Staatskonzern
Gazprom ist Hauptsponsor des FC Schalke 04, ebenso wie von Roter Stern Belgrad, außerdem Sponsor des FC Chelsea, der Uefa Champions League und der Fifa. Franz Beckenbauer fungiert als Sportbotschafter bei Gazprom.

Deutschland
Die westlichen Sanktionen, die sich neben Reisebeschränkungen und Kontensperrungen vor allem gegen den russischen Energie­, Rüstungs­ und Finanzsektor richten, treffen auch die deutsche Wirtschaft. Im Zuge der Krise sind die deutschen Exporte nach Russland angeblich um knapp 20 Prozent gesunken. Trotzdem ist Deutschland nach wie vor der wichtigste Handelspartner Russlands. Die deutsche Wirtschaft mahnt ein Ende der Sanktionspolitik an: »Die neuen Sanktionen
werden nicht zur Entspannung beitragen«, warnt der Vorsitzende des Ost­Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes. Er lobte den Plan der EU­Kommission, einen früheren Vorschlag Putins über einen Wirtschaftsraum von »Lissabon bis Wladiwostok« aufzugreifen.

Elsässer
Konservatives Familienbild, Homophobie, Antiamerikanismus, Hass auf die Nato ? damit passt er natürlich bestens zu Putin. Jürgen Elsässer wird gerne von russischen Staatsmedien eingeladen und in seinem Compact­Magazin betreibt er ebenso wie bei Kundgebungen der Montagsmahnwachenbewegung oder bei Pegida offensiv Propaganda für den Kreml. Im Juni 2014 gab er einen Sammelband mit Reden Putins heraus.

FPÖ
Das ist die ganz große Liebe. Die Reisetätigkeit zwischen Moskau und Wien ist immens, auch der Parteivorsitzende Heinz­Christian Strache war neulich dort. Derstellvertretende Bundesparteiobmann Johann Gudenus erklärte bei einem
Besuch in Moskau, dass ersich für die EU­Politik schäme, weil diese »von Nato und Amerika« gelenkt werde. Auch kritisierte er, dass in Europa eine »Homosexuellenlobby« immer mächtiger werde. Im März nahm Gudenus als
»Beobachter« am sogenannten Krim­Referendum der Separatisten teil. War natürlich alles sauber dort.

Friedenswinter
Bei der neuen deutschen Friedensbewegung steht Putin hoch im Kurs. Die zentrale Kundgebung des »Friedenswinters«, der Nachfolgeorganisation der Mahnwachenbewegung, Mitte Dezember in Berlin wurde von einer Reporterin des
russischen Propagandasenders Russia Today moderiert.

Gabriele Krone­Schmalz
»In Anerkennung ihres Beitrages zur Festigung der Freundschaft und der Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland« wurde sie 2008 auf Erlass Putins mit der Puschkin­Medaille ausgezeichnet. Das hat sie ihm offenbar nicht
vergessen und reist zum Zwecke der Putin­Erklärerei durch so ziemlich alle Talkshows des Landes. In Sachen Krim/Ukraine sieht sie nur einen Aggressor: den Westen. Dass Putin sich von der Nato und der EU bedrängt fühle, kann sie voll und ganz nachvollziehen. Die ehemalige ARD­Journalistin ist Mitglied im Lenkungsausschuss des »Petersburger Dialogs«, einer von Putin und Gerhard Schröder gegründeten Organisation »zur Verständigung zwischen den Zivilgesellschaften« in Deutschland und Russland. Von »Zivilgesellschaft« ist da jedoch wenig zu sehen. Auf russischer ­
Seite fehlen Oppositionelle, unabhängige Bürgerrechtler oder NGOs vollständig. Auf deutscher Seite eigentlich auch.

Gerard Depardieu
Weil er die neue Reichensteuer in Frankreich nicht bezahlen wollte, bot Putin ihm im Dezember 2012 die russische Staatsbürgerschaft an, bereits am 3. Januar 2013 nahm Depardieu von Putin persönlich seinen neuen Pass entgegen. Der Schauspieler macht jetzt Werbung für unfassbar teure Luxusuhren mit der Aufschrift »Stolz, Russe zu sein«.

Goldene Morgenröte
Die griechische Neonazi­Partei Chrysi Avgi bezeichnet Russland als »natürlichen Verbündeten«. Mit dem rechtsextremen, russischen Eurasia­Ideologen Alexander Dugin ist man dicke. Dugin sandte dem inhaftierten Parteivorsitzenden Nikolaos Michaloliakos eine Solidaritätsadresse ins Gefängnis.

Humala
Anfang November besuchte Perus Präsident Ollanta Humala Putin in Moskau. Diesen ersten offiziellen Besuch eines peruanischen Präsidenten seit Aufnahme diplomatischer Beziehungen bezeichneten beide Seiten als »historisch«. Sie
erklärten, die bilateralen Beziehungen nun stärken zu wollen. Außerdem verhandelt Peru mit Russland über einen Beitritt zur Eurasischen Zollunion. Im vorigen Jahr hat Peru in Russland 24 Militärhubschrauber gekauft.

Iran
Der iranische Verteidigungsminister Hossein Dehghan sagte im Januar: »Der Iran und Russland sind in der Lage, dem expansionistischen Eingreifen der Vereinigten Staaten durch Zusammenarbeit, Synergie und die Aktivierung möglichen strategischen Potentials entgegenzutreten.« Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu ergänzte, sein Land wolle eine »langfristige und vielschichtige« militärische Kooperation mit dem Iran aufbauen. Eine staatliche russische Rüstungsagentur hat dem Iran jetzt moderne Boden­Luft­Raketensysteme angeboten, obwohl das den geltenden UNSanktionen widerspricht. Sanktionen gegen den Iran wegen dessen Atomprogramm hat Russland immer abgelehnt. Die Regierungen beider Staaten sind auch deshalb eng zusammengerückt, weil sie beide als die so ziemlich letzten
Unterstützer Bashar al­Assads in Syrien gelten.

Jobbik
Der Vorsitzende der ungarischen Nazi­Partei, Gábor Vona, sieht Europa als »dekadenten und heuchlerischen Kontinent« an, dersich der »Amerikanisierung« widersetzen müsse. »Aus diesem Grund suchen wir mit denjenigen den Kontakt, die
ähnlich denken. Das bedeutet Partnerschaften mit Russland, der Türkei, der arabischen Welt und maßgeblichen Staaten im asiatischen Raum.« Es sei »klar, dass Russland Jobbik als Partner betrachtet«. Jobbik­Kader fahren regelmäßig nach
Moskau zu Gesprächen, Gábor Vona diskutierte dort mit Alexander Dugin über ihre gemeinsame eurasische Vision. Das Europaparlament berät seit geraumer Zeit über die Aufhebung der Immunität eines Jobbik­Abgeordneten, ihm wird Spionage für Russland vorgeworfen.

»Junge Freiheit«
Das schwerrechte deutsche Wochenblatt sieht Putin als Vorbild. »Anstatt sich darüber zu ereifern, dass die russische Regierung, über die man ansonsten natürlich geteilter Meinung sein kann, den Einfluss amerikanischer Lobbyisten zurückzudrängen sucht, sollten sich deutsche Politiker ? würden sie denn deutsche Interessen vertreten ? lieber mit der Frage befassen, wie dem Einfluss ausländischer Organisationen bei uns begegnet werden könnte. (?) Fast möchte man, einen bekannten Buchtitel von Ortega y Gasset abwandelnd, ?um einen Putin von innen? bitten, der auch bei uns gegen ?ausländische Agenten? vorgeht.«

»Junge Welt«
»Putin will Frieden«, »Putin geht voran« ? so ähnlich lauten die meisten Überschriften zum Thema Russland. Die nationalbolschewistische Zeitung steht natürlich ohne Einschränkung hinter den russischen Separatisten in der Ostukraine. Ihr Chefredakteur hat den Sound der Prawda noch voll drauf: »Rund 500 Kilometer vom russischen Wolgograd, dem früheren Stalingrad, entfernt erlitten die Vasallen des Westens in Kiew mit dem Fall von Debalzewe in der vergangenen Woche erneut eine schwere militärische Niederlage.«

Lega Nord
Eine Delegation der rechtspopulistischen Partei aus Italien reiste kürzlich, geleitet vom Parteivorsitzenden Matteo Salvini, auf die Krim und nach Moskau. Sie besuchten eine Sitzung der Staatsduma, einheitlich gekleidet mit T­Shirts mit der Aufschrift »Nein zu Antirussland­Sanktionen«. Der Abgeordnete Paolo Grimoldi ist gerade dabei, eine Parteigruppe »Freunde Putins« zu gründen und sammelt fleißig Unterschriften dafür. »Wir rechnen mit mehreren Hundert Anhängern unter den Abgeordneten und Senatoren.« Und Salvini meint: »Zwischen Putin und unserem Premier Renzi wähle ich hundert Mal Putin. Ich würde ihn sofort als italienischen Premier einsetzen.«

Linkspartei
So mancher Führungspolitiker hat in Moskau an der Parteischule studiert. An der Basis herrscht Sowjetnostalgie vor und die strammen Antiimperialisten in der Partei mögen Putin schon allein deshalb, weil sie Amerika hassen. Dass es in Putins
Reich nicht besonders links zugeht, gilt da als Nebenwiderspruch. Zwei Landtagsabgeordneten der »Linken« aus Mecklenburg­Vorpommern fungierten neben lauter Rechtsextremisten als »Wahlbeobachter« beim Krim­Referendum. Die
Bundestagsabgeordneten Wolfgang Gehrcke und Andrej Hunko reisten kürzlich nach Moskau, dann in die Ostukraine und fuhren mit dem Separatistenführer durch die Volksrepublik Donezk. Natürlich nur, um Medikamente zu verteilen.

Marine Le Pen
Der rechtsextreme Front National gehört in Frankreich zu den schärfsten Kritikern der Sanktionspolitik gegen Russland. Im März vorigen Jahres reiste der FN­Abgeordnete Aymeric Chauprade als »Wahlbeobachter« auf die Krim und erklärte das Pseudo­Referendum für »legitim«. Kurz darauf fuhr Marine Le Pen nach Moskau und versicherte ihre Solidarität. Auch wirtschaftlich läuft?s zwischen den beiden. Der FN besorgte sich bei einer russischen Bank einen Kredit in Höhe von über
neun Millionen Euro. Der FN­Schatzmeister: »Ich brauche Geld, damit hier alles läuft und um meine Wahlkampagnen zu machen.«

Nicaragua
Nicaraguas Präsident Daniel Ortega will einen Kanal durch sein Land bauen, als Alternative zur westlichen »Hegemonie«, sprich: damit die Welt nicht mehr vom US­hörigen Panama abhängig ist. Russland freut das und es macht mit. Unter anderem sollen russische Kriegsschiffe für die Sicherheit beim Bau sorgen. Nach dem Georgien­Krieg 2008 erkannte Nicaragua die russisch kontrollierten Separatistengebiete Südossetien und Abchasien an. Der Staatsbesuch Putins im vorigen Jahr in Managua war für Ortega wie ein »Lichtstrahl«.

Nigel Farage
Auf die Frage, welchen Politiker er am meisten bewundere, entgegnete der Vorsitzende der nationalistischen und rassistischen UK Independence Party (Ukip): »Als Anführer, aber nicht als Mensch, würde ich sagen Putin.« Putin sei der
wichtigste Verbündete im Kampf gegen den Jihadismus. Welchen Beitrag Putin in dieser Angelegenheit im Nahen Osten oder Afrika geleistet haben soll, verrät er jedoch nicht.

Nordkorea
Bislang fremdelte man etwas, doch jetzt gehen Kim Jong­un und Putin mit schnellen Schritten aufeinander zu. Vor einem Jahr erließ Putin Nordkorea 90 Prozent der Schulden aus Sowjetzeiten, das sind zehn Milliarden Dollar. Russische
Staatsunternehmen investieren Milliarden in Nordkorea, die Visumspflicht soll fallen. Putin hat Kim Jong­un zu den Feierlichkeiten zum Sieg über Deutschland am 9. Mai in Moskau eingeladen. Es wäre Kims erste Auslandsreise als Staatsoberhaupt.

NPD
Putin ist für die deutsche Nazitruppe ein Vorbild, denn ersei ein »Mann, der dem Liberalismus eine klare Absage erteilt und die Macht des Volkes stärkt, (?) während in Ländern wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien usw. zionistische
Verbrecher ihr Unwesen treiben, indem sie staatliche Einflüsse an allen Ecken zurückdrängen und die Völker mit Zins und Zinseszins ausplündern«, meint Thomas Grey, stellvertretender Landesvorsitzender in Sachsen­Anhalt. Im Europawahlprogramm der NPD hieß es: »Wir Nationaldemokraten sind nicht gegen eine europäische Zusammenarbeit, aber ? genauso wie Präsident Putin in Russland ? gegen einen multikulturellen Bundesstaat Europa.«

Orbán
Viktor Orbán und Putin sind natürlich schon rein wertemäßig wie füreinander gemacht. Man hat es gerne autoritär und völkisch, »liberale Demokratie« und überhaupt »ein liberales Verständnis der Gesellschaft« lehnt man ab. Orbán nennt als
seine Vorbilder »die Systeme in China, Singapur, der Türkei und Russland«. Auch die Handelsbeziehungen brummen. Ungarn erhielt enorme Kredite aus Russland, das in die Erweiterung eines ungarischen Kernkraftwerkes investiert und dabei 80 Prozent der Kosten trägt.

Pegida
Dem als russischen Reporter verkleideten Mitarbeiter der ZDF­Sendung »heute show« gelang es als einem der ersten, mit Pegida­Leuten ins Gespräch zu kommen. »Russia Today ist objektiv. Unsere Presse, das sind die Verräter«, bekam er da zu hören. Bei Pegida­Veranstaltungen wurde die »Kriegstreiberei« der Bundesregierung gegen Russland kritisiert, auf Plakaten war zu lesen: »Putin, hilf uns!« Am Montag voriger Woche trat in Dresden bei der Kundgebung eine »Anastasia aus Russland« auf. Sie forderte: »Frau Merkel, hören Sie bitte auf, den Krim­Volksentscheid als Völkerrechtsbruch zu bezeichnen«. Die deutsche Politik vertrete amerikanische Interessen. Die Pegida­Anhängerskandierten: »Ami go home«.

Politically Incorrect
»Sehr geehrter Herr Präsident, mit diesem offenen Brief wende ich mich als deutscher Bürger an Sie, um Ihnen meine große Anerkennung und meinen großen Dank für Ihr bisheriges umsichtiges und verantwortungsvolles Verhalten sowie für Ihre klaren, aufschlussreichen Worte im Zusammenhang mit den Geschehnissen im Syrienkonflikt auszusprechen ? Sie haben das Lügenkonstrukt weiter Teile von Politik und Medien im Westen zusammenbrechen lassen ? « und so weiter und so fort. Die rassistische, homophobe Blogmeute von PI hätte am liebsten einen Putin für Deutschland.

Putin
Der größte Verehrer Putins ist natürlich Putin selbst. Selbstzweifel sind ihm fremd. Er inszeniert sich als starken MachoMann, zeigt sich mit Tigern, Bären und Bikern, hoch zu Ross oder mit freiem Oberkörper und Jagdgewehr in der Taiga, 2010 schoss er von einem Schlauchboot aus mit einer Harpune einen Grauwal. Der 62jährige sieht »mit den Jahren immer jünger« aus, wie sein Leibarzt stolz erklärt ? angeblich dank mildem Honigtee und schonenden Massagen. Die Experten der Yellow Press sind sich aber sicher, dass Putin mit Botox und Facelifting nachgeholfen hat. Wie auch immer: Mit Ausnahme Berlusconis dürfte es kaum einen eitleren und mehr von sich selbst überzeugten Politiker geben. Er ist der russische Chuck Norris. Daher müsste der Leibarzt es auch besser wissen: Putin schlürft keinen Honigtee, Putin kaut Bienen.

Ramsan Kadyrow
»Putins Soldat« und »Oberhaupt« Tschetscheniens kämpft meistens gegen die Islamisten, manchmal aber auch mit ihnen. Er rief jüngst in Grosny zu einer Kundgebung gegen die Mohammed­Karikatur aus Charlie Hebdo auf, Zehntausende
kamen, riefen »Allahu akbar«. Kadyrow erklärte: »Ich bin bereit zu sterben, um solche Menschen zu bestrafen, die unseren Propheten beleidigen.« Das russische Fernsehen übertrug die Kundgebung live. Kadyrow posiert gerne mit Raubkatzen
schmusend. Er und Putin sind sowieso unzertrennlich.

Russland
Putin regiert sein Land weniger als semidemokratisch und mit strenger Hand, Opposition und Dissidenz werden unterdrückt ? wenn nicht Schlimmeres. Dennoch ist der autokratische Herrscher in der Bevölkerung mehrheitlich sehr beliebt, weil er einige der dramatischen ökonomischen Fehlentwicklungen der Jelzin­Ära stoppen konnte und den Stolz auf die Stärke der eigenen Nation wieder zum Leben erweckte. Auch im Staatsapparat hat Putin seine Machtposition gefestigt. Auf einen baldigen »russischen Frühling« sollte man besser nicht hoffen.

Serbien
Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland sind aufgrund der Geschichte schon immer besonders gut. Auch jetzt, da Serbien auf dem Weg in die EU ist, hofiert man sich gegenseitig. Putin sagte: »Serbien ist für Russland auch in Zukunft
der wichtigste Verbündete und engste Verwandte.« Serbiens Staatspräsident Tomislav Nikolic bezeichnet Putin als »Bruder«. Und sein Außenminister beteuert: »Serbien will und wird niemals gegen Russland sein.«

Silvio Berlusconi
»Putin und mich verbindet eine wirkliche, persönliche Freundschaft«, sagt Berlusconi. »Seine Kinder haben mich schon in den Ferien besucht. Ich schätze ihn sehr.« Beim Asien­Europa­Gipfel im Oktober in Mailand brachte Putin das ganze Protokoll durcheinander, weil er lieber in die Villa von Berlusconi fuhr, zum Privatbesuch. Berlusconi hat in der UkraineKrise stets Putin verteidigt. Und nach den Terroranschlägen von Paris forderte Berlusconi, Europa müsse im Kampf gegen
den Terror »die Achse mit Putin« stärken. Auch andersrum gilt die Loyalität: »Berlusconi steht vor Gericht, weil er mit Frauen zusammenlebt. Wäre er ein Homosexueller, hätte ihn niemand auch nur mit einem Finger angerührt«, wusste Putin Berlusconis Sex­Affären zu erklären.

Steven Seagal
Für den Actionfilmstar und Musiker ist Putin »ein Freund und ich würde ihn gerne als Bruder betrachten«. Auf der Krim gab er im August 2014 ein Konzert ? im Putin­T­Shirt. Die Bühne war mit Flaggen der prorussischer Separatisten geschmückt. Seagal spielte Blues.

Syriza
Die neuen griechischen Regierungsparteien Syriza und Anel gelten als Russland sehr verbunden. Der erste Diplomat, den Alexis Tsipras nach seinem Wahlsieg traf, war der russische Botschafter in Athen. Im Mai 2014 traf Tsipras in Moskau Putin­Vertraute und teilte ihnen mit, dass er das »Referendum« der Separatisten auf der Krim unterstütze. Nikos Kotzias, der neue Außenminister, lud 2013 den russischen Rechtsextremisten Alexander Dugin nach Athen ein. Dugin sagte: »In
Griechenland sollten unsere Partner die Linkspolitiker von Syriza sein, die den Atlantizismus, den Liberalismus und die Dominanz der Globalfinanz ablehnen.« Kotzias distanziert sich inzwischen allerdings: »Dugin war sehr antiamerikanisch,
sehr prodeutsch, gemischt mit Huntington und Fukuyama. Es hat mir nicht gefallen, wir haben gestritten.«

Tayyp Erdo?an
Keinen anderen Staatschef hat Erdo?an so oft zu offiziellen Besuchen getroffen, insgesamt 30 Mal kamen er und Putin zusammen. Auf den Westen sind beide Autokraten derzeit schlecht zu sprechen. Drum scheint selbst ihre gegensätzliche
Position im Syrien­Konflikt der Freundschaft keinen Abbruch zu tun. Wegen der Sanktionen des Westens gegen Russland will Putin das Handelsvolumen mit der Türkei nun bis auf 100 Milliarden Dollar im Jahr verdreifachen. Russland baut den
ersten Atomreaktor der Türkei in Akkuyu.

Valery Gergiev
Er ist einer der berühmtesten Dirigenten der Welt, im Frühsommersoll er Chef der Münchner Philharmoniker werden. Daran gibt es nun Kritik, denn Gergiev ist ein glühender Putin­Verehrer. Er unterstützte seinen Freund auch bei dessen
Wahlkampf und beim Südossetien­Krieg. Im März 2014 unterzeichnete der Dirigent einen offenen Brief russischer Künstler, in dem Putins Position im Ukraine­Konflikt unterstützt wurde. Auftritte von Gergiev in New York, London und München wurden von Protesten begleitet, nachdem man ihm vorgeworfen hatte, die Anti­Schwulen­Gesetze Putins zu bagatellisieren.

Vlaams Belang
Mitglieder der rechtsextremen belgischen Partei nahmen so wie Abgesandte anderer europäischer Nazi­Parteien als »Wahlbeobachter« am Pseudo­Referendum auf der Krim und den dortigen »Regionalwahlen« teil, um den Eindruck von Legitimität zu vermitteln. Ihre nationalistische Europafeindlichkeit und ihr reaktionäres Weltbild treffen sich bestens mit den Interessen Putins.

Zuma
Präsident Jacob Zuma reist oft nach Russland und gastiert dann auch schon mal in Privatgemächern Putins. Russland wird in den kommenden neun Jahren acht Atomreaktoren an Südafrika liefern. Mit ihnen soll bis 2023 das erste Atomkraftwerk
russischer Bauart auf dem afrikanischen Kontinent entstehen. Auch die Zusammenarbeit in der Rüstungsindustrie wurde zuletzt forciert.

von Ivo Bozic /jungle world  

5815 Postings, 2326 Tage daiphong#20 ich will deine Zuneigung zum Führer

 
  
    #33622
28.03.15 05:58
Europas ja ach gar nicht unnötig aufwühlen, sorry Fill. Er wird wirklich übelst gemobbt von unseren Kotzbrocken. Endlich mal einer, der aufräumt im europäischen Parasiten-Saustall, der lässt diese Oligarchen, QuotenEmanzen, FernsehLügner, AsylIslamisten einfach hoppsen! Der zerlegt diese bekloppte Ukraine wie ein gelernter Metzgermeister! Der setzt den Vorzeige-Obama-Ami vor die Tür und dreimal schachmatt! Endlich mal ein Geostratege mit Macht und Überblick, seit Franz-Joseph hatten wir sowas ja nicht mehr.
 

5815 Postings, 2326 Tage daiphongder EX-Kommunist Putin macht allerdings eher

 
  
    #33623
28.03.15 10:49

den Faschismus in Russland und Europa hoffähig.

In St.Petersburg fand letzte Woche das Fest des paneurasischen Rechtsextremismus statt auf einem Internationalen Russischen Konservativen Forum: Aus Deutschland kam die NPD, vertreten durch den ehemaligen Vorsitzenden Udo Voigt. Aus Italien Roberto Fiore, Gründer der ?Forza Nuova?, die schon die Annexion der Krim unterstützte. Griechenland wurde von der ?Goldenen Morgenröte? vertreten, Großbritannien durch die British National Party, Bulgarien durch ?Ataka?. Weitere Vertreter nationalistischer Parteien waren aus Dänemark, Schweden, Spanien angereist.

Sie trafen im ?Holiday Inn? auf Vertreter des großrussischen Expansionsgedankens. Auf Alexander Kofman, den ?Außenminister? der ?Donezker Volksrepublik? und eine Reihe russischer Nationalisten. Etwa einen Vertreter der ?Russischen Imperialen Bewegung?, die ?russische Männer zum gemeinsamen Kampf für Neurussland unter imperialer Flagge? aufruft. Die Konferenz wurde eröffnete von einem Abgeordneten der Regierungspartei ?Einiges Russland?, der als Autor von Gesetzesprojekten in Erscheinung getreten ist, etwa dem, Homosexuellen und Einwanderern, die keine Steuern zahlen, die Elternrechte abzuerkennen.

Oleg Ignatow, Vertreter eines als ?kremlnah? beschriebenen politischen Instituts, sagte, (?)  (es) gehe darum, einen ?Club von Freunden?, eine neue ?virtuelle Komintern? zu schaffen, die für ?propagandistische Ziele? verwendbar wäre ?oder sogar für die Ausübung künftigen ernsthaften Drucks auf europäische Regierungen mit dem Ziel, deren politischen Kurs zu korrigieren?.

Aber Nazis sind das alles natürlich nicht. Im Gegenteil:

Der Vorsitzende von ?Heimat?, Fjodor Birjukow, sagte, die echten Nazis seien die Kräfte, welche die Macht in Kiew erobert hätten und ihre Unterstützer in Europa und den Vereinigten Staaten. Seine Partei hingegen habe ?gesunde, patriotische, konservative Kräfte? eingeladen, ?denen die amerikanische Einmischung in europäische Angelegenheiten nicht gefällt. Sie unterstützen die russische humanitäre Mission im Südosten der Ukraine.?

Der Führer dieser humanitären Mission in Ukraine, der Separatistenführer und prorussische Regierungschef der selbsterklärten ?Volksrepublik Donezk? Alexander Sachartschenko erklärte dazu kürzlich im russischen Fernsehsender Rossija 24: Die proeuropäischen Politiker in Kiew seien ?armselige Vertreter des großen jüdischen Volkes".

 

5815 Postings, 2326 Tage daiphong"armselige Vertreter des großen jüdischen Volkes"

 
  
    #33624
28.03.15 11:38
seien die proeuropäischen Politiker in Kiew... .......  man muss ich das mal ganz langsam zu Bewusstsein führen, was für eine Denkweise und Haltung bei den "Separatisten" und ihrem westlichen Anhang wie DerLinken und DenFriedensfreunden herrscht, die gegen das "Anglozionistische Imperium" kämpfen, wenn sie Ukrainer umbringen.
Oder wie hier im thread Tag für Tag die erfolgreiche Verwüstung der Ukraine bejubeln. Für diesen EX-Kommunismus ist Faschismus die neue Normalität.
 

35005 Postings, 5632 Tage KickySchröder kritisiert Russland-Politik d.Bundesreg.

 
  
    #33625
28.03.15 11:56

   Altkanzler Gerhard Schröder wirft in einem Interview der Bundesregierung vor, sich falsch gegenüber Russland verhalten zu haben.
   Vor allem für den Ausschluss aus der G-8-Gruppe zeigt er wenig Verständnis: "Gerade in der Krise sind Gespräche zwingend erforderlich."

Schröder attackiert Bundesregierung

Altkanzler Gerhard Schröder kritisiert das Vorgehen von Kanzlerin Angela Merkel gegenüber Russland. Berlin hätte nicht zulassen dürfen, dass die EU-Kommission "nur mit der Ukraine und nicht auch mit Russland über eine EU-Assoziierung verhandelte", sagte er im Gespräch mit dem Spiegel. Einem Ausschluss Russlands aus der G-8-Gruppe hätte er als Kanzler abgelehnt: "Gerade in der Krise sind Gespräche zwingend erforderlich."
Verständnis für Russland, aber nicht für Polen

Schröder zeigt Verständnis für russische Einkreisungsängste: "Mit dem Ende der Sowjetunion hat der Warschauer Pakt aufgehört zu existieren, während die Nato nicht nur weiterbestand, sondern sich erheblich nach Osten ausgedehnt hat." Russlands Präsident Wladimir Putin habe zwar mit der Annexion der Krim gegen das Völkerrecht verstoßen, doch würde Putin die verbliebene Ukraine als "selbstständigen Staat" akzeptieren.

Kein Verständnis hingegen hat Schröder für die Ängste der Polen und Balten vor dem russischen Nachbarn: Er kenne "niemanden, auch nicht in Russland, der so verrückt wäre, es auch nur in Erwägung zu ziehen, die territoriale Integrität Polens oder der baltischen Staaten infrage zu stellen".

http://www.sueddeutsche.de/politik/...k-der-bundesregierung-1.2414670  

35005 Postings, 5632 Tage KickyUkraines Schulden

 
  
    #33626
1
28.03.15 12:14
..
Confusion is growing over the status of a $3bn Ukrainian bond held by Russia and whether it could jeopardise Kiev?s bailout deal with the International Monetary Fund.
A spokesperson for the IMF raised eyebrows this week by referring to Russia?s holding of Ukrainian paper as ?official? sector debt, although he later said no determination had been made on the classification of such a bond.
....
.... Kiev?s intended four-year ?operation? on more than $15bn of debt is part of a $40bn plan designed by the IMF to rescue the country?s ailing economy.

Ukrainian finance minister Natalie Jaresko has said that a principal reduction may be required from the country?s creditors and has travelled to the US and UK this month to meet the country?s largest bondholders in person.

Investors, including Franklin Templeton, which holds around 40 per cent of the country?s debt, are expected to resist requests for a haircut on their money and to argue that reductions cannot be calculated while the country remains at war with pro-Russian separatists in the east.

Negotiations are likely to be complicated further by Russia?s claim to a $3bn bond due for payment in December. As Russia owns the entire bond, it can hold out against a restructuring deal regardless of any agreement reached between Ukraine and other creditors.

Ukraine has said that it intends to treat Russia?s investment as any other private sector holding. A spokesperson for the government said that its position had not changed since the IMF?s comments, adding that no one had yet come forward from Russia to take part in creditor negotiations.

Timothy Ash at Standard Bank said should Ukraine default on paying the debt held by Russia and Moscow call on the IMF to invoke its restrictions on financial support, Kiev could attempt to restructure a larger sum of debt held by private sector investors. Alternatively the country might seek to dispute Russia?s claim that it is an official creditor.

Ukraine has already begun to seek to reprofile some debt. On Friday Ukreximbank, one of the state-owned organisations Kiev wants to involve in the debt operation, announced that it was seeking a three-month extension on $750m due in April. The date would mean that the debt would be payable after the IMF?s bailout revue in June.
http://www.ft.com/intl/cms/s/0/...87e-00144feab7de.html#axzz3Vg2xiVIL

war doch klar,dass die schon einen Trick finden werden,dass der IMF zahlt  

5815 Postings, 2326 Tage daiphongRentner Schröder kannte auch niemanden in Russland

 
  
    #33627
28.03.15 13:22
der die territoriale Integrität von Ukraine in Frage stellte, als es 2008 die Spatzen schon von den Dächern pfiffen (siehe #17)

#26 inzwischen lässt Moskau die böse Ukraine verbluten. Und unsere Wilmersdorfer Witwe ist vom tiefgläubigen Dr Putin genauso hellauf begeistert wie vom tiefgläubigen und hochgebildeten Augenarzt Dr. Assad, der sein eigenes Land ebenfalls aus tiefer Liebe zur Vergangenheit grausam verbluten lies. Westliche Infusionen stören das erhabene Schauspiel des großen Sterbens eigentlich nur - was sollten sie auch helfen? Für das Geld sollten sie die Grenzen besser richtig zu machen, vielleicht wieder eine Mauer? denn diese Flüchtlinge nerven viele Wilmerdorfer Witwen.

In Luxus-Griechenland hingegen lohnen sich riesige Infusionen, in der Wiege der Demokratie will unsere geistesgroße Witwe schließlich wieder kultivierten Urlaub machen und ein wenig Platon lesen.  

10977 Postings, 2487 Tage Fillorkillvon Ivo Bozic /jungle world

 
  
    #33628
28.03.15 16:26
Ist Jungle World nicht das von Exmaoisten wie Elsässer gegründete intellektuelle Karrieresprungbrett für angehende deutsche Neocons, die dort, bevor sie sich auf 'Welt', 'Faz' oder 'Zeit' verteilen, lernen, dass distanzlose Affirmation der postkolonialen Gewalt amerikanischer Geostrategie 'emanzipatorisch' und jedweder Zweifel daran 'rotbraun' ist ?
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

5815 Postings, 2326 Tage daiphonges ist offensichtlich kein Putinisten-Blatt ;-o)

 
  
    #33629
1
28.03.15 17:32

es steht in offener Feindschaft zum rotbraunen Sumpf um Elsässer, Pegida, Ken Jebsen, DieLinke, Putins Friedensbewegung als "Pegida für Linke" , also zu Fillorkill. 

   
s. #21 und die Fillorkill -übliche, reflexhafte Denunziation mit dem gespiegelten Gegenteil.

Was sie da schreiben, entspricht gut meinen Auffassungen, deshalb hab ich es ja zitiert und auch die Quelle genannt. Ich kannte http://jungle-world.com/
bisher nicht, wikipedia beschreibt ihre Politische Ausrichtung so:
In der politischen Ausrichtung ist sie zwischen linksradikal[12] und unorthodox links einzuordnen und versteht sich insbesondere als ?dezidiert nicht antizionistisch, antisemitisch und antiamerikanisch?.[13] In Folge dessen wird der dem politischen Spektum des Antiimperialismus zuzurechnende Teil der Linken in der Jungle World regelmäßig vehement kritisiert, u. a. als nationalistisch und unreflektiert.

 

5815 Postings, 2326 Tage daiphongBitte nicht füttern

 
  
    #33630
28.03.15 17:49

WAS KÜMMERT MICH DER DAX       VON JÖRN SCHULZ jungle word

»Ich beobachte mit großer Sorge, dass sich Teile der Öffentlichkeit einmauern in ihren Argumenten«, klagt Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) über die Kritik am Freihandelsabkommen TTIP. Eine schöne Formulierung, die klarstellt, dass es nicht um Argumente gehen darf, sondern Anpassung gefordert wird. Oft wird daher nun die Umfrage des Pew Research Center zitiert, derzufolge die Zustimmung zur TTIP in Deutschland geringer ist als in allen anderen Staaten der EU. Ignoriert wird hingegen die Umfrage des Pew Research Center über die Haltung der US-Amerikaner, denn das Ergebnis harmoniert nicht recht mit der Behauptung, nur modernisierungsfeindliche Antiamerikaner seien gegen das Abkommen. So hält zwar eine knappe Mehrheit von 53 Prozent der Befragten die TTIP für eine gute Sache, aber nur 44 Prozent der Republikaner stimmen ihr zu. Überdies zeigen die US-Amerikaner, auch wenn sie das Abkommen für unvermeidlich, das kleinere Übel oder vielleicht doch irgendwie nützlich halten, Realitätssinn. Nur eine Minderheit von 20 Prozent glaubt, der Handel schaffe Arbeitsplätze, mit einer Lohnerhöhung durch den Handel rechnen nur 17 Prozent. Da Obama derzeit auch mit asiatischen Staaten über die Trans-Pacific Partnership verhandelt, entfällt in den USA das Geschwätz über gemeinsame Werte, die gegen den Ansturm der gelben Horden verteidigt werden müssten.

In den USA fragt man sich, ob die TTIP ein gutes oder ein schlechtes Geschäft ist, und diese Frage wird je nach Eigeninteresse, Kenntnisstand und politischen Ansichten unterschiedlich beantwortet. Der Deutsche hingegen bedarf der Werte und der Gemeinschaft. Während hierzulande Unternehmerinteressen und »die Wirtschaft« längst Synonyme sind, kritisieren viele rechte US-Amerikaner die wachsende Macht der Konzerne und haben sich zumindest so viel demokratisches Bewusstsein bewahrt, dass sie ausschließlich Unternehmern zugängliche Sondergerichte ablehnen. In der deutschen Debatte sieht man den Investor als Panda, als ein bei unzureichender Hege und Pflege aussterbendes Geschöpf, das man mit Bambus füttern muss, bis er ihm aus dem Maul quillt. Seltsamerweise gilt es in Deutschland als liberal, mit dem »Investorenschutz« eine unternehmerische Vollkaskomentalität zu bedienen, die den Staat zum Garanten des erwarteten Profits macht. Im amerikanischen Raubtierkapitalismus traut und mutet man dem Investor mehr zu, man erwartet, dass die Wölfe der Wall Street selbst jagen und das Risiko tragen, nicht genug Beute zu finden. Renitenz und Einfluss der Rechtslibertären, die gegen die TTIP sogar mit den verhassten Gewerkschaften kooperieren, sollte man nicht unterschätzen. Es wäre eine schöne Ironie der Geschichte, wenn das Freihandelsabkommen am kapitalistischen Idealismus der US-Amerikaner scheiterte.

 

10977 Postings, 2487 Tage FillorkillIch kannte http://jungle-world.com/ bisher nicht

 
  
    #33631
2
28.03.15 20:51
Wenn das stimmt, warst du am linken Diskurs der letzten Jahrzehnte nicht beteiligt und ich habe dich in der Tat ideologisch falsch adressiert. Deine distanzlose Affirmation von überlegenen Machtstrukturen schien mir aus diesem Diskurs vertraut von jener heute tonangebenden Linken, die den langen Weg von Mao zum Neocon zurückgelegt hat und sich heute 'ideologiekritisch' ausschliesslich mit allen Formen des Anti-Cap und Anti-Imp befasst (was sie so bei Adorno gelernt haben will).

Natürlich lässt sich Macht auch ohne qualvollen ideologischen Überbau antikritisch affirmieren, auf der Ebene eines quasi-natürlichen Instinkts a la Zaphod, nur hat sich in dieser dann argumentfreien Zone eine sinnvolle Diskussion erübrigt.  
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

8131 Postings, 3957 Tage lumpensammlerEine Diskussion mit Pawlong hat es hier noch

 
  
    #33632
1
29.03.15 09:49
nie gegeben. Kann es auch nicht, wenn jemand so in seiner Ideologie gefangen ist und unangenehme Realitäten kategorisch leugnet. Das emanzipatorische Geschwafel von Märkten und Demokratie ist nur ein Deckmäntelchen für seine zutiefst verinnerlichte faschistoide Haltung. Die war wahrscheinlich schon immer da, nur waren früher die Feinde an der Macht und heute sitzen sie tief in der Gesellschaft und versuchen den Machtmissbrauch dieser Bande zu verhindern.  

39892 Postings, 3980 Tage Anti LemmingQE senkt den Lebensstandard - erkennt nun,

 
  
    #33633
29.03.15 10:17

39892 Postings, 3980 Tage Anti LemmingPoroschenko kämpft gegen die übrigen Oligarchen

 
  
    #33634
29.03.15 12:55
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/...-gegen-oligarchen/

Machtkampf in der Ukraine: Poroschenko kämpft gegen Oligarchen

Der ukrainische Präsident hat den anderen Oligarchen des Landes den Kampf angesagt. Die harte Worte kamen wenige Tage, nachdem Poroschenko den Oligarchen Kolomoiski gefeuert hatte. Noch ist unklar, ob die Amerikaner noch hinter Poroschenko stehen oder zu Kolomoiski umschwenken.

Nach dem Rücktritt des ukrainischen Milliardärs Igor Kolomoiski als Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk hat Präsident Petro Poroschenko den Oligarchen des Landes (LOL, er ist doch selbst einer - A.L.) den Kampf angesagt. «Mein wichtigstes Ziel ist eine Entoligarchisierung des Landes», sagte Poroschenko am Samstagabend dem Sender ICTV. Während die Regierung Ordnung zu schaffen versuche, wollten die Oligarchen den Staat ins Chaos stürzen, kritisierte der Präsident dem Präsidialamt zufolge.

Das Entlassungsgesuch Kolomoiskis vom Mittwoch folgte auf die Besetzung von Energieunternehmen in Kiew durch bewaffnete Einheiten des Milliardärs und auf den Mord an einem Geheimdienstler. Beobachter werteten die Entwicklungen als Ausdruck eines Machtkampfes in der ukrainischen Führung. Poroschenko wies dies im TV-Interview zurück. Kolomoiskis Rücktritt dürfe nicht als Zeichen eines Konflikts innerhalb der Führung der Ex-Sowjetrepublik gewertet werden, meinte er.

In Dnipropetrowsk demonstrierten am Samstag der Agentur Tass zufolge rund 1.000 Anhänger des Ex-Gouverneurs für die Einheit der Ukraine. Die Veranstalter sprachen von Tausenden Teilnehmern. Kolomoiski selbst erschien nicht zu der Kundgebung. Dnipropetrowsk liegt in der Nähe der von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiete.

Der Sturz von Kolomoiski könnte für Poroschenko durchaus gefährlich werden: Kolomoiski verfügt über eine starke Privatarmee und könnte sich von der Zentral-Ukraine lossagen. Es ist aber auch denkbar, dass die Amerikaner Poroschenko, der selbst ein Oligarch ist (eben, eben - A.L.), fallenlassen, um auf Kolomoiski zu setzen. Er könnte vor allem den Hardlinern um Victoria Nuland und John McCain als der bessere Partner im Kampf gegen die Russen erscheinen....  

35005 Postings, 5632 Tage KickyProteste gg vertrauensbildenden US-Road March

 
  
    #33635
29.03.15 13:29
Seit Anfang dieser Woche bewegt sich ein Konvoi des 2. US-Kavallerieregiments mit 518 Soldaten und 118 Militärfahrzeugen, vorwiegend Radschützenpanzer des Typs Stryker, vom Baltikum in die Oberpfalz. Auf einer Strecke von 1800 Kilometer durchquert er auf dem Weg zum Stützpunkt Vilseck sechs Nato-Länder ? Estland, Lettland, Litauen, Polen, die Tschechische Republik und Deutschland. Die Soldaten kehren zurück von einem gemeinsamen Manöver mit den estnischen Streitkräften.

Statt ihre Fahrzeuge wie üblich mit der Bahn zu befördern, entschied sich die amerikanische Armee für einen ?road march?, um ihre Fähigkeit und ihre Bereitschaft zur Verteidigung der Nato-Länder im Osten zu demonstrieren. Entlang der Strecke sind Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung vorgesehen, um ? wie ein Sprecher der amerikanischen Streitkräfte in Europa sagte ? ?die Wertschätzung für die kulturellen Unterschiede innerhalb der Allianz zu vertiefen? und das ?Vertrauen zwischen den Alliierten? zu stärken.

Am Sonntagmittag erreichte der Konvoi Grenzübergänge Nachod und Bohumin zu Tschechien. Spätestens nun dürfte den Soldaten bewusst werden, dass sie dort nicht ganz so gerne gesehen werden wie in den vier Nato-Ländern im Nordosten, die an die Russische Föderation grenzen.......
Wiedererstarken antiamerikanischer Bewegungen....

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/...ng-13509747.html  

35005 Postings, 5632 Tage KickySanktionsfront bröckelt

 
  
    #33636
29.03.15 13:34
...Der tschechische Präsident Zeman wird am 9. Mai an der Siegesparade in Moskau teilnehmen, die von Amerika und den meisten EU-Staaten boykottiert wird. Außer ihm haben bisher der griechische Ministerpräsident Tsipras, der serbische Präsident Tomislav Nikoli?, der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un sowie führende Politiker Chinas, Kubas und Vietnams zugesagt. Ob der österreichische Präsident Heinz Fischer dem Ereignis beiwohnen wird, ist noch offen.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/...true#pageIndex_2

ohnehin haben die Sanktionen nicht den gewünschten Erfolg wie die Polls zeigen
http://www.project-syndicate.org/commentary/...03#Cd71ZsVHCR34Sxhq.99  

35005 Postings, 5632 Tage KickyBundesregierung zu Luftangriffen im Jemen

 
  
    #33637
1
29.03.15 14:02

Video
http://www.faz.net/aktuell/politik/...thi-rebellen-fort-13509036.html

Wie Anwohner berichteten griffen die Kampfflugzeuge am Freitag unter anderem Raketenabschussrampen am internationalen Flughafen von Sanaa sowie weitere militärische Ziele im Osten, Westen und Süden der Hauptstadt an. Auch der von den Rebellen besetzte Präsidentenpalast wurde erneut bombardiert.

Im Süden des Landes wurden über Dhaleh, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, Kampfflugzeuge gesichtet. Nach Angaben von Augenzeugen war sowohl in Dhaleh als auch in Sanaa die Flugabwehr der Huthi-Rebellen zu hören.

Die Luftangriffe haben bereits Dutzende Todesopfer gefordert. Allein in der Hauptstadt Sanaa seien bis zu 34 Menschen gestorben, teilte die Menschenrechtsorganisaton Human Rights Watch (HRW) am Samstag mit. Elf Tote seien bereits identifiziert worden, unter ihnen zwei Frauen und zwei Kinder. ....

Auch die Bundesregierung hält die Luftangriffe im Jemen für vereinbar mit dem Völkerrecht.Auch der britische Premierminister David Cameron betonte am Freitag, sein Land stehe im Kampf gegen die schiitischen Rebellen fest an der Seite Riads. US-Präsident Barack Obama telefonierte am Freitag mit dem saudiarabischen König Salman. In dem Gespräch habe Obama bekräftigt, dass Washington an der Seite Riads stehe. Die USA und die Golfstaaten hätten ein gemeinsames Interesses daran, dass sich Lage im Jemen stabilisiere.
http://www.taz.de/!157240/

Sanaa ist weltberühmt für seine einzigartige Architektur. Das Nationalmuseum ist heute in einem kürzlich renovierten ehemaligen Palast des Imams (Herrschers) untergebracht. Es befindet sich am Tahrir Square im Zentrum der Stadt.
Die Altstadt[11] umgibt eine Stadtmauer, die ursprünglich von acht Toren unterbrochen war, von denen heute nur noch eines erhalten ist: das 1875 errichtete und 1905 von den Türken in seine heutige Form gebrachte Bab al-Yaman (Jemen-Tor).[12] Sie besteht aus Tausenden bis zu acht Stockwerken hohen Turmhäusern in Lehmbauweise, die vor mehreren hundert Jahren erbaut wurden.
Sanaa wurde 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und in der Folge restauriert. Das Restaurierungsprojekt wurde 1995 mit dem Aga Khan Award for Architecture ausgezeichnet.
....http://de.wikipedia.org/wiki/Sanaa  

35005 Postings, 5632 Tage KickyIran wird nicht tatenlos zusehen

 
  
    #33638
29.03.15 14:06
....Riad hat durchaus Grund, frustriert zu sein. Im Kampf um die regionale Vormachtstellung hat Teheran seinen Einflussbereich in den vergangenen Jahren erweitert, vor allem im Irak und im Libanon.

Dass Iran mit dem Vormarsch der Huthi-Rebellen nun auch im Jemen, also im saudischen Hinterhof, Einfluss gewinnt, wollte und konnte Riad nicht zulassen. Schließlich sind Schiiten in den Augen der strenggläubigen Sunniten, zu denen auch die saudischen Wahabiten zählen, kaum mehr wert als der Dreck unterm Fingernagel.

Iran sieht sich schon deshalb als Schutzmacht der Schiiten. Der Jemen hat zwar keine Priorität für Teheran. Im Irak und in Syrien gilt es schiitische Heiligtümer zu schützen. Der Kampf dort hat deshalb eine andere Dimension. Dennoch werden die Iraner nicht zusehen, wie Huthi-Milizen im Jemen niedergemetzelt werden. Man kann davon ausgehen, dass sie ihre Unterstützung verstärken werden..

Europa und die USA täten gut daran, dem Verbündeten Saudi-Arabienzu signalisieren, dass eine weitere Eskalation vermieden werden muss. Und auf Iran einzuwirken, bestehen derzeit relativ gute Chancen, denn Teheran bemüht sich um einen Atomdeal und ist an einem weiteren Schlachtfeld nicht interessiert.
http://www.taz.de/Kommentar-Krieg-in-Jemen/!157190/  

5815 Postings, 2326 Tage daiphong#32 wie kann man nur so brunsdumm sein

 
  
    #33639
1
29.03.15 16:20
du bist doch nicht 19 Jahre alt, oder?

Hast also schon ein wenig verstanden, wie unsere Gesellschaft in Verkehr und Kommunikation, in ihren Institutionen und Organisationen funktioniert, wie man in ihr leben kann, wie sie geschichtlich geworden ist, wie sie sich mit anderen Gesellschaften verzahnt und zu ihnen verhält. Der Kampf der Linken gegen "Überlegene Machtstrukturen" verkennt zunächst immer, woraus diese massive Eigenmacht und Gegenmacht der Gesellschaft selbst überhaupt besteht. Diese Herausforderung ist der Weg der Erkenntnis, der oft mit Wut, Verkennen, Unwissenheit, Armut und Ohnmacht beginnt. Daraus sollte man aber keinen dauerhaften Lebenszustand machen.

Das diskursive Innenleben der etablierten Linken (Fill#31) ist mir wurscht. Soweit sie sich bereits in Positionen etabliert hat, ist die Linke genauso Realität und Macht, Gewordensein und Establishment wie alle anderen auch.
Was ihre Positionen für sie selbst wert sind, erfahren und bestimmen die Linken selbst. Entweder bereichert die Linke ihr eigenes und anderer Leute Leben, Wissen, Können, oder sie versaut es. Das muss jeder selbst herausfinden.

Was ihre Positionen für andere wert sind, erfahren und bestimmen in Demokratie und Kultur ansonsten die anderen. Entweder liefern ihre Zusammenhänge letzten Endes sinnvolle Beiträge aller Art, vielleicht eher vom Rand und der Basis der Gesellschaft und des Lebens her, aus Übergängen Migrationen, Wandlungen in andere Welten, Zeiten, Leben heraus - oder eben nicht.

Ein linker Traum von Gesellschaft hat sich in Russland ganz sicher nicht verwirklicht. Heute sind die Gegebenheiten dort fundamental anders als in Westeuropa, das Land ringt schwer um seine Entwicklung. Die Gesellschaft ist etwa in ihrer Rechtsordnung und Gegenwartsauffassung, durch ihren imperialen Militarismus samt seinen Kriegs- und Weltkriegskulten weit zurückgeblieben. Natürlich verdient Russland immer einen fairen Umgang vom Westen her, umgekehrt muss sich die Atomgroßmacht aber auch auf allen Ebenen um ein faires Verhalten zu seinen Nachbarn im Westen bemühen, davon kann sie niemand entlasten. Auch eine regressive Ex-Sowjet"Linke" nicht.

 

5815 Postings, 2326 Tage daiphongFill und Lumpi leben geistig noch im Faschismus

 
  
    #33640
29.03.15 17:16
bzw. Weltkrieg, das ist ihre Gegenwart.

Unsere kommunistischen Restposten behandeln Demokraten, die diese Gesellschaft demokratisch verstehen und verändern und verteidigen, einfach als Faschisten oder geostrtateghische Weltkrieger. Linke Demokraten wie SPD oder Grüne sind für sie Sozialfaschisten und Maoisten, andere wie CDU sind für sie einfach Nazis.  

Und alle zusammen halten sie für Weltkrieger, die angeblich über Russland herfallen wollen - "Barbarossa 2.0 thrmonuklear" - so wie sie angeblich die Welt in Kriegen und Bürgerkriegen verwüsten. Mit Kicky und Russland Today rennen sie von einem Krieg und Bürgerkrieg zum nächsten, in Gegenden, von denen sie nicht den Hauch einer Ahnung haben, und "beweisen" ihren ewig gleichen Unsinn.

Seit über einem Jahr und dem Ukraine-Krieg herrscht hier ein ganz tolles Debatten-Niveau ;-o)  aber so lernt man sich kennen....
 

5815 Postings, 2326 Tage daiphongeigentlich ist das hier ne Handelsplattform

 
  
    #33641
29.03.15 18:43
für Güter, Unternehmensanteile, Kreditpapiere, Währungen, Derivate.

Sie ist politisiert durch Diskussionen staatlicher Marktbedingungen, Steuern, Umverteilungen, durch Diskussion der Krisen und Gerechtigkeitsfragen zu Einkommen aus Arbeit, Investition, Kredit und Handel, durch Diskussion der großen internationalen Austauschverhältnisse, der Rolle der Banken und der Geldpolitik.

Dass sich hier auf Ariva derart viele aufs Primitivste radikalisieren, liegt aber mMn auch am Scheitern ihrer Spekulationsgeschäfte, so mancher hat anscheinend das letzte Hemd verloren.
Es liegt sicher auch am Scheitern einer geistigen Modellbildung für die Märkte. Marktwirtschaft ist vielen in der Marktwirtschaft lebenden offenbar weitestgehend fremd. Einige verstehen sogar Militarismus und Weltkrieg viel besser.  

9786 Postings, 1515 Tage zaphod42Gut erkannt dai

 
  
    #33642
2
29.03.15 22:44
"Seit über einem Jahr und dem Ukraine-Krieg herrscht hier ein ganz tolles Debatten-Niveau ;-o)  aber so lernt man sich kennen...."

aber zu einer solchen Art von "Debatte" die keine ist sondern Monologe von in marxistischer Dialektik geschulten Autisten gehören immer zwei.

Jeder der noch bei Trost ist hat sich hier entweder schon längst verabschiedet oder sich zum Threadpinkler entwickelt, um seine Form des "Respekts" gegenüber den Protagonisten auszudrücken.

Denn so gehen auch die Linksfaschisten hier den Weg aller Mächtigen: Werden sie zum gesellschaftlichen Mainstream, so werden sie automatisch zur Zielscheibe der Querdenker. "Unter den Talaren, der Muff von 50 Jahre" - ruft man gerade in Dresden anno 2015.

Schöne Woche noch.  

4425 Postings, 2592 Tage PalaimonHeute in Lausanne.....

 
  
    #33643
30.03.15 00:01
Sonntag, 29.03.2015 ? 16:39 Uhr

Lausanne - Das Wort "Einigung" macht offenbar schon die Runde auf den Fluren des Grand Hotel Beau Rivage Palace im schweizerischen Lausanne. Doch nach Jahren des Dauerringens ist Vorsicht angebracht. Zu oft schon schien eine Lösung im Streit über das iranische Atomprogramm nahe, zu oft war die Hoffnung trügerisch.

Aber immerhin: Es gibt Bewegung in der entscheidenden Gesprächsrunde über eine politische Grundsatzvereinbarung zwischen den fünf Uno-Vetomächten und Deutschland mit der Führung aus Teheran. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf westliche Diplomaten von einer vorläufigen Verständigung in zentralen Punkten.

Demnach habe Iran "mehr oder weniger" zugestimmt, die Zahl seiner Zentrifugen zur Urananreicherung auf 6000 oder noch weniger zu reduzieren. Auch sehe die Einigung vor, einen Großteil des in Iran verfügbaren Nuklearmaterials außer Landes zu bringen. Dessen Umfang belaufe sich insgesamt auf rund 8000 Tonnen. Auch Reuters berichtet, Iran sei bereit, sich auf diese Auflagen einzulassen. Von einer Einigung wollten westliche Offizielle laut Reuters jedoch noch nicht sprechen.

(......)
Atomstreit mit Iran: Hoffnung auf Einigung wächst - SPIEGEL ONLINE
Wird der Atomstreit mit Iran endlich beigelegt? Meldungen von den entscheidenden Gesprächen nähren die Hoffnung, dass sich der Westen mit Teheran tatsächlich einigen kann. Außenminister Steinmeier hat andere Termine vorerst abgesagt.
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An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

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