Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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neuester Beitrag: 19.04.14 14:05
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 16738
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20752 Postings, 3800 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
76
04.11.12 14:16

Wirtschaftswissenschaften: Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind immer mehr Ökonomen überzeugt. Viele von ihnen sehen in der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich auch die Ursache für die weltweite Finanzkrise.

BerlinDer Klassenkampf war lange verschwunden aus dem Vokabular der Ökonomen. Die meisten Forscher interessierten sich nicht mehr für die Unterschiede zwischen den einzelnen Schichten der Gesellschaft, zwischen Armen und Reichen, Arbeitenden und Vermögenden. Die Stoßrichtung gab Nobelpreisträger Robert Lucas vor: Ökonomen sollten sich nicht von der gefährlichen Versuchung verführen lassen, sich mit Verteilungsfragen zu beschäftigen, schrieb er vor gut zehn Jahren. Wer den Wohlstand mehren wolle, der solle nicht umverteilen, sondern für Wachstum sorgen.

 

Inzwischen aber findet in der ökonomischen Zunft ein Umdenken statt - immer mehr Volkswirte nehmen auch Verteilungsfragen wieder ernst, wie eine Konferenz des "Forschungsnetzwerks Makroökonomie" zeigt, die in der vergangenen Woche in Berlin stattfand. Auf Einladung der Hans-Böckler-Stiftung diskutierten mehr als 300 Volkswirte über die Zukunft der makroökonomischen Forschung. Die Einkommensverteilung war dabei eines der zentralen Themen. Schließlich ist die Kluft zwischen Arm und Reich vor der Krise massiv gewachsen - vor allem in den USA, aber auch in vielen anderen Industrieländern.

Wenn die Ungleichheit in einer Volkswirtschaft zu groß wird, wird diese instabil, zeigte Michael Kumhof, Vizeabteilungsleiter beim Internationalen Währungsfonds (IWF). Zusammen mit Kollegen hat er ein makroökonomisches Standard-Modell um Verteilungsfragen erweitert. Anstelle von homogenen Haushalten, die einheitliche Interessen haben, gibt es in diesem Modell Arbeiter und Vermögende.

 
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16712 Postings ausgeblendet.

7289 Postings, 2142 Tage FillorkillSpiegel, Zeit usw

 
  
    #16714
4
18.04.14 20:19
Genau dasselbe intellektuelle und journalistische Versagen wie bei jedem anspruchsvoll ausgelegten Versuch, Kontrollsphären unter unverfrorener Ausser Kraftsetzung der sonst gerne verbalisierten moralischen + völkerrrechtlichen Standards expansiv zu arrondieren. Die dafür fällige Feindbildpflege wird dabei aus ihrem Nützlichkeits-verhältnis, in welchem sie ausschliesslich für die letztlich pragmatisch denkenden Entscheider existiert, getrennt. Also verselbstständigt, zum ureigenen Anliegen verwandelt, mit sittlicher Ableitung unterfüttert und regelmässig ins Dämonische radikalisiert (Saddam, Putin ...gleich Hitler, gleich Auschwitz)....

Hinterher, wenn die bescheidenen bis destruktiven Ergebnisse auf dem Tisch liegen, weiss man dann 'es begann mit einer Lüge' - mit der man selbst nicht das geringste zu tun haben will. Klaro. Im Echo dann ein intellektueller Offenbarungseid, wie ihn hier zB Daiphong & Zap tagtäglich ausleben..
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'Being a contrarian is tough, lonely and generally right'

747 Postings, 298 Tage WolfsblZapho,

 
  
    #16715
1
18.04.14 20:22
wir zahlen für den Zugang zum Öl! Und für sonst gar nichts!

Oder denkt hier irgendjemand, dass Deutschland angegriffen würde, wenn die USA ihren "Schutz" uns gegenüber versagen würden?!

Aber wenn wir heute nicht mit den USA kooperieren, wie imm das aussehen mag, haben wir morgen kein Öl mehr.

Die USA besetzen die Ölfelder in erster Linie, um andere Länder von diesen ausschließen zu können.  

1568 Postings, 1602 Tage SufdlKidnappings von Zivilisten

 
  
    #16716
18.04.14 20:58
und Foltergefängnisse im Ausland, ausserhalb juristischer Reichweite

hört sich nach Kim Jong Un's NoKor an .... ist aber USAmerik. praxis.

Wer solche Beschützer hat, braucht keine Feinde.  

1568 Postings, 1602 Tage SufdlAch ja,

 
  
    #16717
1
18.04.14 21:01
schönen Gruss an die Kollegen von der NSA. Wie übersetzt ihr "Arschkrampe" für euren der deutschen Sprache nicht mächtigen Präser?

Ihr ARSCHKRAMPEN   : )  

3398 Postings, 1981 Tage daiphongganz toll bebildert, euer übersichtliches Weltbild

 
  
    #16718
18.04.14 22:09

7289 Postings, 2142 Tage FillorkillNDR: Journalistisches Versagen

 
  
    #16719
2
18.04.14 23:36

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'Being a contrarian is tough, lonely and generally right'

6830 Postings, 1170 Tage zaphod42fill

 
  
    #16720
19.04.14 08:41
"Genau dasselbe intellektuelle und journalistische Versagen wie bei jedem anspruchsvoll ausgelegten Versuch,"

Merkst du was? Schon in der Verschwörungstheorie-Falle gefangen, in der du jemand anderen wähntest. Das gute daran ist: Die Strategie der bezahlten Schreiber scheint aufzugehen: Die Stimmung in der Bevölkerung kippt nach neuesten Umfragen ;-)  

6830 Postings, 1170 Tage zaphod42wolf

 
  
    #16721
3
19.04.14 08:46
"Oder denkt hier irgendjemand, dass Deutschland angegriffen würde, wenn die USA ihren "Schutz" uns gegenüber versagen würden?!"

Sicher nicht, denn es wäre viel zu aufwändig ein Land zu besetzen. Jedoch mit einer Armee hinter der Grenze latent bedroht. Am Beispiel Ukraine sieht man zur Zeit sehr schön, dass ein Staat quasi seine gesamte Souveränität verlieren kann, wenn er eine Invasion befürchten muss. Ein nuklearer Schutzschild macht folglich unabhängig vom Willen eines Aggessors.

Dass wir dafür einen Teil unseres Willen bezgl. der Schachzüge der USA verlieren ist seit 1945 normaler Alltag. Wer daran was ändern will kann nicht drumrumkommen, die EU massiv zu stärken. Doch genau daran hapert es. Kurz gesagt: Die Stärke der USA resultiert auch auch der Zerstrittenheit in der EU. Denkt mal drüber nach, liebe Antiamerkanisten und EU-Gegner/AfDler.  

3398 Postings, 1981 Tage daiphongFreunde der Vergangenheit,

 
  
    #16722
2
19.04.14 08:47
die moderne Welt ist tatsächliche eine Zumutung.

Westeuropa hat seinen Kranz "schützender" Diktaturen um sich herum verloren, der Sowjetsozialismus ist weltweit gescheitert, alle Traditionsgesellschaften und Kulturen stehen weltweit unter Druck. Die moderne Welt macht manche traditionellen Träume zunichte: der Kapitalismus breitet sich wie vollautomatisch weltweit aus, und durchdringt alle Gesellschaft. Die moderne Welt hat große Befreiungen gebracht, auch Unzufriedenheit und große Gefahren, weil sie in Gärung ist, weil sie Altes auflöst, und Neues oft nicht stabil verbindet, weil Ressourcen weltweit bewirtschaftet und höchst unterschiedlichen in Regionen, Klassen und Kulturen erzeugt und verbraucht werden.

Es verbinden sich alle Regionen der Welt auf vielfältigste Weise, in alle Länder dringen fremde Einflüsse, Fortschritte führen zu großen Bevölkerungsexplosionen, in Asien und auch sonstwo entstanden gewaltige Industrien. Weltweit liefern die großen Verkehrsnetze Öl, Handys, Touristen, Journalisten, Autos, TV, Kredit, Investitionen, Migranten, Internet, Bilder.
Weltweit werden diese Verkehrsnetze auch militärisch gesichert, bildeten sich große Militärmächte mit weitreichenden Waffen, die überall zu imperialer Gewalt fähig wären. Hier sichern die USA, indem sie alle potentiellen Imperien durch privilegierte Übermacht auf ihr Staatsgebiet begrenzen.

Diese globale militärische Sicherung durch die USA hat seit 1945 im Grunde funktioniert. Im Vietnamkrieg allerdings waren den USA selbst die Sicherungen durchgeknallt. Seither waren ihre Interventionen aber durchaus limitiert und zielgerichtet, selbst im Irak und Afghanistan auf keinen Fall nur destruktiv (man befrage mal die Schiiten oder Kurden und Afghanen). Und in ihren Dimensionen und Opferzahlen sogar alle zusammen überhaupt nicht zu vergleichen etwa mit der großen sowjetischen Verwüstung Afghanistans.  

3398 Postings, 1981 Tage daiphongder NSA-Machtmissbrauch der USA

 
  
    #16723
1
19.04.14 09:27
muss von der EU und auch von anderen Ländern bekämpft werden, keine Frage. Auch innerhalb der EU und in den Ländern selbst müssen Spionageabwehr und Verfassungsschutz die Situation in den Griff bekommen. Reichlich naiv ist es aber, sich bei seiner US-Geheimdienst-Kritik an Russland oder China zu halten.  

13567 Postings, 2832 Tage Malko07Da die Bedrohung durch den

 
  
    #16724
3
19.04.14 10:11
Kommunismus zusammen gefallen ist gibt es noch lange keinen Grund die Demokratie und die Menschenrechte zurück zu führen (Restauration). Und man ist fleißig, unter dem Motto "Terrorismus", dabei dies zu tun. Auch die USA haben sich diesbezüglich die letzten Jahrzehnte immer stärker außerhalb den Menschenrechten gestellt. Beispielhaft sind hierbei die Tätigkeiten seiner Geheimdienste und das Morden mittels Drohnen ohne Rücksicht auf irgendwelche Rechtslage und Unschuldige. Es wird uns die absolute Sicherheit suggeriert, wenn wir nur bereitwillig auf unsere Rechte verzichten. Absolute Sicherheit bedeutet allerdings absolute Unfreiheit. Keine Privatsphäre und gleichzeitig Moralvorstellungen über das Gesetz zu setzen (SPD) sind die besten Voraussetzungen der Erpressung. Das Hacken der Informationstechnik und der Einbau von Hintertüren seitens der Hersteller erlauben nicht nur den "Sicherheitsbehörden" den Zugriff. Kriminelle nutzen sie auch und das Endergebnis ist hohe Unsicherheit bei eingegrenzter Freiheit. Demnächst soll der Fernzugriff auf PKW's möglich sein. Betrachtet man den heutigen Einsatz der Drohnen - zum Teil "automatisch" selektiert - kann man sich schon auf die nächsten "überraschenden" Unglücke freuen. Heute werden wir im Westen stärker überwacht als jemals die Bevölkerung früher im Osten und das inklusive Fernmanipulationsmöglichkeit. Findet unser "vorwärts gewandter" Phong übrigens als notwendig. Er sieht auch in jedem Menschen einen potentiellen Feind der die Freiheit bedroht und deshalb gilt sie abgeschafft.

Der Krieg kam nicht erst mit dem Kommunismus in die Welt. Unter dem Ost-West-Konflikt war die Welt einmalig friedlich. Vorher gab es massenweise militärische Konflikte und nachher sind sie wieder stark angestiegen. Auch der jetzige Konflikt ähnelt der Zeit von vor dem kalten Krieg. Wir haben wieder empfindliche "Kaiser" wie der von der Finanzmafia gesponserte Obama. Und dieser ist sauer darauf, dass es in Russland auch jemand gibt der Kaiser spielen will. Und Putin ist wirklich ein böser Bube! Er hat das Auslaugen von Russland ausgebremst und seitdem fällt weniger für die hiesige Finanzbranche ab. Er ist zwar kein Feind der Korruption und kein Liebhaber der Menschenrechte (seine Vorgänger auch nicht) aber er will dass mehr Geld im Lande bleibt: Pfui!!

Wieso gab es überhaupt so etwas wie eine Einigung am Donnerstag. MMn liegt das auch daran, dass die Bevölkerung im Westen, trotz massiven Beeinflussungsversuchen, nicht richtig mitspielen will. In den anschließenden Interpretationen der genauen Abmachungen seitens des US-Außenministers sah man, dass der Konflikt weiter geschürt werden soll. Zahlen müssen ja nicht die USA - sie sind der große Gewinner bei einer Ausweitung des Konflikts. Die Menschen in der Ukraine sind eh unwichtig.

Und unsere "Schutzmacht" USA? Seit 1945 und besonders nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zündelt und bombt sie weltweit und hinterlässt nach der jeweiligen "Befreiung" großes Elend. Und erben tun die Wahnsinnigen in Washington eine Niederlage nach der anderen. Vietnam und jetzt Afghanistan, Nordafrika und naher Osten. Im Irak ist es noch nicht ausgestanden. Die Mehrheit regiert jetzt aber die USA ziehen sich immer weiter zurück und überlassen das Land dem Chaos. Es ist nicht möglich nur mit Bomben die Sicherheit und Ordnung auf dem Globus aufrecht zu erhalten. Man ist leider gezwungen auf dem Boden zu agieren und das manchmal massiv und lange. Und wenn man dazu nicht in der Lage ist (den USA fehlen sowohl die Truppen als auch der Rückhalt in der eigenen Bevölkerung) sollte man auch das Bomben lassen. Das dient nämlich nur dem Massenmord und der eigenen Gesichtswahrung. Und auf dieses Gesicht können wir verzichten. Allerdings sind unsere Pickelhaubenträger über derartige unsinnige Bombardements immer hocherfreut - sie fordern sie sogar.  

3398 Postings, 1981 Tage daiphongIch empfinde es immer als lustig,

 
  
    #16725
19.04.14 11:06
wenn so ein großer C."Waterboarding".Bush-Krieger wie du plötzlich das Ausmaß des Machtmissbrauch und der kulturellen Destruktion im "Krieg gegen den Terror" entdeckt - weil es nun unter dem dir so abgrundtief verhassten Obama auffliegt.

Sorry, aber das habe ich immer als dramatische Fehlentwicklung aufgefasst, und dir und deiner C.W. Bush-Verehrung immer vorgehalten.
Umso lächerlicher ist dein plötzlicher Aufschrei, da du doch in deiner Heimat Luxembourg Banken-IT-Sicherheitstechnologe warst und das ganze Thema auch zu Bushs Zeiten von der Piecke auf immer gekannt hast.

Auf "Kaiser" und "böser Bube" und "pfui" geh ich nicht weiter ein... lächerliches Niveau.
Genauso dein Bild einer in der Welt marodierenden, brandschatzenden, bombenden, massenmordenden Weltfaschisten USA. Teilt zwar auch Fill, AL, Sufdi...
Aber nur sehr gefährliche oder sehr lächerliche politische Spinner sehen das so.
 

3398 Postings, 1981 Tage daiphongdie negelneuen Kommunismus-Liebhaber..

 
  
    #16726
19.04.14 11:20
"Unter dem Ost-West-Konflikt war die Welt einmalig friedlich."- auweia
...aus urkonservativen Kreisen.

 

3398 Postings, 1981 Tage daiphongeine sehr gute Analyse in der ZEIT

 
  
    #16727
1
19.04.14 11:38

"Was bei uns gerade im Streit um Russland und die Krim passiert, habe ich in dreißig Jahren Debattenerfahrung noch nicht erlebt. Es gab Themen, die das Land tief gespalten haben, wie die Atomkraft, und solche, die über Jahre Millionen Menschen auf die Straße gebracht haben, wie die Nato-Nachrüstung. Sogar eine Diskussion, bei der – wie auch jetzt – veröffentlichte und öffentliche Meinung schroff gegeneinanderstanden, hat es vor vier Jahren schon einmal gegeben. Doch erscheint die Sarrazin-Kontroverse gemessen an der Russlanddebatte im Nachhinein gut erklärlich und leicht fassbar..."

Wie Putin spaltet
Woran liegt es, dass so viele Bürger die Krimkrise ganz anders beurteilen als Politik und Medien?
...hier

 

13567 Postings, 2832 Tage Malko07Du hast keine Ahnung was ich

 
  
    #16728
3
19.04.14 11:39
angeblich war oder bin. Vor den Risiken die unserer Freiheit durch die Geheimdienste drohen habe ich schon immer gewarnt und führe seit Jahren bei uns die Diskussion bezüglich den Risiken mit der modernen Informationstechnologie. Wir sind diesbezüglich wesentlich weiter als SPD oder Grüne. Mit Bush war ich nie vollkommen einverstanden, mit den Aktionen des CIA sowieso nie. Ich fand den Bodeneinsatz der US-Truppen im Irak allerdings wesentlich besser als die sinnlosen Flächenbombardements die Clinton über Jahre veranstaltet hat. Allerdings haben die US-Amerikaner dann, als sie im Lande waren, sich nicht unbedingt schlau angestellt. Hätte man den Irak wirklich befrieden wollen, hätte man ihn nach der Geschichte teilen müssen. Man darf eben nicht nur bomben wollen und wenn man ins Land einzieht muss man auch ein realistisches Ziel haben. Krieg wegen Krieg macht keinen Sinn. Bezüglich Jugoslawien hatte ich nur ein Einwand bei den kriegerischen Auseinandersetzungen. Man hat mMn wesentlich zu spät eingegriffen. Man hat dem internen Abschlachten viel zu lange zugeschaut. In meinen Augen steht die zwanghafte Integrität eines Staates eben nicht über den dort lebenden Menschen. Mir ist auch klar, dass es vergleichbare Auseinandersetzungen wie in Jugoslawien nicht nur dort gibt. Afrika ist voll davon. Allerdings war Jugoslawien in unserem Vorhof und deshalb habe ich auch Verständnis dafür, dass andere auch einen Vorhof haben. So ist nun mal praktische Politik. Nur fanatische Heilsbringer sehen das anders.

Bezüglich den USA habe ich nur Tatsachen aufgeführt. Ihre Geschichte diesbezüglich ist nun mal nicht glorreich. Und schaut man die Tradition des CIA in der Zeit seitdem 2. Weltkrieg an, so haben sie fast ausnahmslos Faschisten an die Regierung geholfen, so wie jetzt in der Ukraine. Faschisten haben sich eben immer als die "größten" Feinde der Kommunisten gebärdet (auch wenn es diese heute nicht mehr gibt, tun die USA so als ob es sie immer noch gäbe) . Und wenn man die Vergangenheit in dem jetzt kriselnden Gebiet zwischen Nazis und Einheimischen sieht, sollten wir mit derartigen Konstrukten nicht warm werden. Die eigen Geschichte sollte man eben auch nicht verleugnen.  

13567 Postings, 2832 Tage Malko07Wieso Spanien den

 
  
    #16729
2
19.04.14 11:44
Kosovo nicht anerkennt und es so viele vernebelnde Aussagen in der EU gibt. Dabei ist das Selbstbestimmungsrecht der Völker auch innerhalb der EU nicht aufhaltbar, so wie auch in Russland nicht. Wir sollten uns allerdings Regeln geben um diesen Bereich zivil über die Bühne zu bringen
Brüssel manövriert sich mit immer neuen Rauswurf-Drohungen gegenüber Katalanen, Schotten und Basken in eine Sackgasse, ohnehin sehen die EU-Verträge derlei nicht vor
 

6830 Postings, 1170 Tage zaphod42Neuer Erklärungsversuch

 
  
    #16730
1
19.04.14 12:08
für die irrationale Putinversteherei. Diesmal etwas tiefgründiger. Ob sich fillALko damit anfreunden kann?
 

13567 Postings, 2832 Tage Malko07#16727: In der Propagandaoffensive

 
  
    #16731
5
19.04.14 12:14
werden Artikel wie der in der Zeit, vollgespickt mit Halbwahrheiten und Lügen, über dpa gleich flächendeckend verteilt. Irgendwie muss man das Volk ja bekehrt bekommen. Und deshalb erscheint dieses Machwerk auch in allen Medien, sogar im Handelsblatt:

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...tet/9763448.html

Offensichtlich gehen den Propagandisten inzwischen schon die Schreiberlinge aus.  Ein großer Fehler von diesen Schreiberlingen, den USA und deren Helfern in Brüssel: Der Schuss wird nach hinten los gehen. So blöd ist die politisch interessierte Bevölkerung nicht!  

31001 Postings, 5287 Tage KickyU.S. ground troops going to Poland

 
  
    #16732
1
19.04.14 13:02
soviel zur Abrüstung an der Grenze LOL

http://www.washingtonpost.com/blogs/post-partisan/...e-minister-says/
Poland and the United States will announce next week the deployment of U.S. ground forces to Poland as part of an expansion of NATO presence in Central and Eastern Europe in response to events in Ukraine. That was the word from Poland’s defense minister, Tomasz Siemoniak, who visited The Post Friday after meeting with Defense Secretary Chuck Hagel at the Pentagon on Thursday.

Siemoniak said the decision has been made on a political level and that military planners are working out details. There will also be intensified cooperation in air defense, special forces, cyberdefense and other areas. Poland will play a leading regional role, “under U.S. patronage,” he said.

But the defense minister also said that any immediate NATO response to Russian aggression in Ukraine, while important, matter less than a long-term shift in the defense postures of Europe and America. The United States, having announced a “pivot” to Asia, needs to “re-pivot” to Europe, he said, and European countries that have cut back on defense spending need to reverse the trends.

“The idea until recently was that there were no more threats in Europe and no need for a U.S. presence in Europe any more,” Siemoniak said, speaking through an interpreter. “Events show that what is needed is a re-pivot, and that Europe was safe and secure because America was in Europe.”

How likely is such a reversal on defense spending? Siemoniak said there was widespread support at a recent meeting of European defense ministers. “Now they’ll go back to their presidents, prime ministers and ministers of finance, and this will stop being easy,” he admitted. “But the impetus is very strong.”

na prost,wenn das schon der polnische Verteidigungsminister sagt,dass die Europäer wieder aufrüsten müssen,weil es sich um einen Langzeitwechsel in der Verteidigungsposition zwischen Europa und USA handelt und es dafür einen breiten Konsens zwischen den europäischen Verteidigungsministern gegeben habe,die jetzt zu ihren Premierministern und Finanzministern zurückkehren werden ......

besonders intelligent sieht er ja nicht aus der Gute!  

31001 Postings, 5287 Tage KickyProrussische Miliz weigert sich,Befehle von USA

 
  
    #16733
1
19.04.14 13:06
oder Moskau entgegen zu nehmen und die okkupierten Gebäude zu verlassen
http://www.washingtonpost.com/world/europe/...7ce307c56815_story.html  

31001 Postings, 5287 Tage KickyDonetsk People's Republic Flag

 
  
    #16734
19.04.14 13:20
http://videocdn.itar-tass.com/tass/m2/en/uploads/...40416/1023563.jpg

the self-proclaimed Donetsk People's Republic above the buildings of the District Councils in the towns of Novoazovsk and Krasnoarmeisk,
http://en.itar-tass.com/world/728234

“If we want to preserve unity of Ukraine, we should learn to listen to each other and remember that there is only one way out of the crisis - peaceful talks,”  People’s deputy, Ukrainian presidential candidate Oleh Tsariov said in Donetsk and condemned the special operation of Ukrainian security forces in the east of the country.  

35096 Postings, 3635 Tage Anti LemmingBernd Ulrich - ein Geschichtsklitterer

 
  
    #16735
1
19.04.14 13:46
Mir fiel in diesem in der Tat "mit Halbwahrheiten und Lügen gespickten" Artikel im Handelsblatt (Link in # 731) von Bernd Ulrich, Politikressort-Chef von "Die Zeit", besonders die folgende Passage auf:

"Dass Deutsche und Russen abermals über das Schicksal der Ukraine entscheiden, wäre ein perverser Lerneffekt aus der Geschichte dieses Landes, das unter beiden Nationen wie kein anderes gelitten hat: Die Sowjetunion und Nazideutschland haben auf dem Territorium der Ukraine Abermillionen Menschen durch geplante Hungersnöte, Pogrome und Vernichtungsfeldzüge umgebracht. Nirgendwo in Osteuropa sind während der Jahre Stalins und Hitlers mehr Menschen gestorben als hier. Auch Millionen der „Russen“, die durch deutsche Soldaten im Zweiten Weltkrieg getötet wurden, waren tatsächlich ukrainische Sowjetbürger. Die derzeitige Debatte ignoriert die Verwüstungen, die NS- und Sowjetimperialismus im Land hinterließen. In der heutigen Krise rächt es sich, dass die Deutschen in ihrer kollektiven Erinnerung noch nicht beim Schicksal der Ukrainer als Ukrainer angekommen sind."

Die deutsche Wehrmacht hat in ihrem Russland-Vernichtungsfeldzug ("verbrannte Erde") hunderttausende Sowjetbürger (davon viele aus der Ukraine) in Massenerschießungen hingerichtet und anschließend in Massengräbern verscharrt. Die Vernichtungsmaschinerie lief ähnlich zielgerichtet wie ab 1942 bei der Judenvergasung in den polnischen KZs (Auschwitz usw.).

Das ist kein Wunder, denn Hitler hat mit seinem Hassbild vom "jüdisch-bolschewistischen Weltfeinds" (eine in damaligen Progagandareden häufig genannte Sammelbezeichnung für Juden, die ja häufig linksliberal sind, und die kommunistischen Sowjetbürger) Juden und Russen in einen Topf geworfen - und beide ab 1942 dem Untergang bestimmt.

Geschichtsklitterer Bernd Ulrich stellt das in obigem Artikelausschnitt so dar, als hätten "Hitler" und "Stalin" in der Ukraine damals gemeinsam planmäßig sowjetische Zivilisten, darunter zig Frauen und Kinder, abgeschlachtet. Ulrich spricht wörtlich von "Verwüstungen...[des] NS- und Sowjetimperialismus".

Ich will die Säuberungen Stalins in politischen Zirkeln nicht beschönigen, aber dass er seine eigene Zivilbevölkerung hingeschlachtet haben soll, ist eine bodenlose Unterstellung.

Der Vernichtungsfeldzug der deutschen Wehrmacht gegen die sowjetische Zivilbevölkerung ist ein Kriegsverbrechen ersten Ranges und auf eine Stufe mit den Auswitzvergasungen zu stellen. Hier Stalin mit in Sippenhaft nehmen zu wollen ist grotesk. Oder glaubt jemand ernsthaft, Stalin hätte in ukrainischen Städten die eigene Bevölkerung (Sowjetrussen) willkürlich und quer Beet durch Massenerschießungen getötet?

Zu solchen Zerrbildern gelangt man, wenn man - im Einklang mit der Hauptstoßrichtung von Ulrichs Artikels - von falschen, verzerrten und historisch obsoleten Feindbildern ausgeht. Putin ist laut Ulrich ein "autokratischer Despot". Hier im Thread übersteigern die Zaphongs dieses Zerrbild zu einem vermeintlichen "Russen-Faschismus".

Ulrichs Problem ist schlicht und ergreifend, dass sich das Leservolk solche Verdrehungen nicht mehr so einfach wie früher unterjubeln lässt. Die Leser sind im Zuge der "Kriegsberichtserstattung" der letzten 13 Jahre samt kritischen Vorher-Nachher-Vergleichen aus journalistischem (Flur-)Schaden klug geworden.

Das "Bild Dir Deine Meinung"-Konzept der von oben eigennützig vorgedachten und anschließend ideologisch nach unten durchgedrückten "Volksmeinung" funkioniert im Zeitalter der neuen Medien nicht mehr, da diese "Volkes Stimme" einen ärgerlichen Nachklang verleihen und zu unliebsamen Solidarisierungen gegen verordnete Hofmeinungen führen. Das Internet sorgt für eine wirksame "Gegenöffentlichkeit".

Dass also - um noch mal auf den Grund zurückzukommen, der Ulrich zum Schreiben dieses Artikels überhaupt bewog - die große Mehrheit der Medien an der Volksmeinung "vorbeischreibt", ist vor allem den falschen, vorauseilend selbstverordneten Feindbildern zuzuschreiben, in die sich Gazettenschreiber aller Couleur flüchten, um ja nicht für ein weiteres Absinken der Auflage verantwortlich gemacht werden zu können ("Außenseitermeinungen vermeiden", "dem Meinungskonsens folgen").

Es handelt sich mithin um eine auf Existenzängsten basierende Schere im Kopf, die in vorauseilendem Gehorsam (= typisch deutsch) zu einer Form der freiwilligen Selbst-Gleichschaltung führt.

Und damit schreiben die Schreiberlinge natürlich an der Bevölkerung, die solchen Denk- und Rechtfertigungszwängen nicht unterliegt, vorbei. Und wenn sie ihrr Pamphlete dann auch noch scheinheilig mit dem unvermeidlichen "Freiheits-" und "Demokratie"-Pathos aufblasen - bei dem jeden, der die Irak-2003-Berichterstattung verfolgt hat, heute nur noch schlecht wird (vor allen angesichts der dahintersteckenden Lügen und Halliburton-Bohr-Interessen) -, dann müssen sich die Gazettenschreiber nicht wundern, dass sie sich immer stärker von der Öffentlichkeit entfernen.

Eben weil die "Öffentlichkeit" den zunehmend fanatisierten Medien hier so etwas wie
"gesunden Menschenverstand" entgegensetzt.

Klar kann man diese Zusammenhänge nicht erkennen, wenn man sich, wie Ulrich oben,
selbstreferenziell im Kreise dreht, ohne die wirklichen Fehler (falsche bzw. obsolete Feindbilder) zu erkennen.

Und wenn man dann auch noch zu Geschichtsklitterung greifen muss, um den eigenen - bezogen auf die Öffentlichkeit - Meinungs-Außenseiterstatus zu belegen, dann wird es vollends peinlich.
 

6830 Postings, 1170 Tage zaphod42Beruhig dich, AL

 
  
    #16736
19.04.14 13:54
der Herr hat mitnichten geklittert. Die Passage heißt:

" Die Sowjetunion und Nazideutschland haben auf dem Territorium der Ukraine Abermillionen Menschen durch geplante Hungersnöte, Pogrome und Vernichtungsfeldzüge umgebracht. "

Vollkommen richtig!

Die SU hat mit geplanten Hungersnöten (Stalin in den 30ern) und Deutschland mit Progromen usw. gewütet. Hinzu kamen die Deportationen Stalins 1945ff, vor allem auf der Krim.

Insofern alles korrekt. Statt auf dir ungenehme Journalistein einzubashen solltest du dich mit ihren Argumenten auseinandersetzen. Der Herr setzt sich mit der Motivation der von dir "hoch geloben Gegenöffentlichkeit" auseinander und versucht sie zu verstehen. Er trägt folglich zur verbalen Abrüstung bei.  

6830 Postings, 1170 Tage zaphod42Putin lügt wie gedruckt

 
  
    #16737
19.04.14 14:03

denn er gibt nun zu, dass die Maskenmänner von der Krim reguläre russische Truppen waren (was ja damals eigentlicht offensichtlich , jedoch auch hier im Thread verleugnet wurde). Putin sagte damals wörtlich, dass er keine Ahnung habe wer die Leute wären und vermute, die hätten sich die Unformen im Supermarkt gekauft.



Insofern ist auch aktuell von einem verdeckten Einsatz regulärer russischer Truppen in der Ostukraine auszugehen, wie Fotos von professionel ausgestatten "Grünen Männern" beweisen. Dies verstößt glasklar gegen jegliches Völkerrecht!


Ukraine-Konflikt: Russland gibt Truppen-Verstärkung an Grenze zu - SPIEGEL ONLINE
Erstmals hat Russland zugegeben, seine militärische Präsenz an der Grenze zur Ukraine erhöht zu haben. Dies geschehe zur eigenen Sicherheit. Präsident Putin kündigte Prämien für Soldaten an, die auf der Krim im Einsatz waren.
 

7289 Postings, 2142 Tage Fillorkillwer spaltet?

 
  
    #16738
19.04.14 14:05
Die Leute draussen wissen, dass es keinen echten Systemgegensatz mehr gibt, der bedingungslose Parteilichkeit einfordern könnte. Sie wissen, dass all die Versuche, strategische Kontrolle auszudehnen 'mit einer Lüge begannen' und fast ausnahmslos  destruktive Resultate und endlose staatliche Betreuungsfälle erzeugt haben. Soweit sie ein 'emanzipatorisches' Sentiment pflegen, siedeln sie dieses in selbstorganisierten, autonomen und popkulturellen Strukturen an, die via Web global untereinander kommunizieren - aber sicher nicht bei der NSA & Collegen...

Der massenmediale Stream, der sich freiwillig zum blossen Instrument der Propaganda degradiert, ignoriert dass sich seine Adressaten verändert haben. Er ignoriert, dass es in der Postmoderne nicht mehr hinreicht, Schemen und Chimären des kalten Krieges mit der Behauptung auf den Tisch zu legen: So ist es. Punkt. Er ignoriert, dass er damit einen inversen Effekt beim Publikum produziert, der mit seiner Selbstdiskreditierung die frühere Informationshoheit erodiert und damit seine eigene zuküftige Rolle. Ausser bei jenen natürlich, die  ebenso im ideologischen Gestern festsitzen wie Daiphong...

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