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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1519
neuester Beitrag: 02.09.15 16:47
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 37955
neuester Beitrag: 02.09.15 16:47 von: Fillorkill Leser gesamt: 2915322
davon Heute: 2325
bewertet mit 86 Sternen

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20752 Postings, 4301 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
86
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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37929 Postings ausgeblendet.

10890 Postings, 1671 Tage zaphod42Die Neoconmedien

 
  
    #37931
1
02.09.15 07:43
sind mittlerweile gleichgeschaltet, Kritiker sei es beim Euro oder der Flüchtlingsfrage werden immer unbarmherziger medial hingerichtet. Meinungsvielfalt findet nur noch bei den Leserkommentaren statt - sofern noch nicht abgeschaltet.

Die Konsequenz müsste für jeden liberal denkenden Menschen klar sein. Europa wäre damit dann zu fills Vergnügen zu sehr mit sich selbst beschäftigt um Geostrategie zu betreiben.  

10890 Postings, 1671 Tage zaphod42...was dann auch Zweck der Übung wäre

 
  
    #37932
02.09.15 07:44

10890 Postings, 1671 Tage zaphod42Dein Problem ist allerdings

 
  
    #37933
02.09.15 07:46
dass du mit uns Geostrategen im Boot sitzt wenn es untergeht. Oder hast du Freunde auf Kuba wie der Lemming?  

6707 Postings, 2482 Tage daiphong"Geostrategie" oder "Krise der islamischen Welt"?

 
  
    #37934
1
02.09.15 09:03
oder "wo ein Weg nach Europa entstanden ist, da entsteht auch ein Wille zur Migration"
oder "Europa ist für Afroasien ein natürliches Zentrum"
oder "Überbevölkerung und erhebliche Probleme in der Staatenbildung in der isl. Traditionskultur führen zu Bürgerkrieg und Migration"
oder oder...

"wir sind an allem schuld"
"der Drecks/Super-Ami ist an allem schuld"
diese Mentalitäten reichen wahrscheinlich nicht aus, um in der Welt viel zu erklären.  
Angehängte Grafik:
isg.jpg (verkleinert auf 62%) vergrößern
isg.jpg

4419 Postings, 2223 Tage learnerDie zynische Logik so manchen Experten

 
  
    #37935
1
02.09.15 09:14
würde in einer rückwärts gerichteten Betrachtung bedeuten, dass es in Westeuropa noch den Ablasshandel geben müsste. Der Michel würde noch Frohnarbeit beim Lehnsherrn entrichten und für den Einlass ins Paradies beten!

Nur lassen sich gesellschaftliche Entwicklungen kaum Aufhalten oder gar Umkehren, auch wenn sich der ein oder andere Couch-Potato Ruhe an der Nachrichtenfront wünscht.

-----------
Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"

14621 Postings, 3333 Tage Malko07An der aktuellen Lage

 
  
    #37936
4
02.09.15 09:28
ist im Besonderen auch unsere Bürokratie und der Innenminister schuldig. Schuldig sind auch alle politischen Bewegungen/Parteien welche die horrenden Schwächen in unserer Bürokratie nicht aufzeigen inklusive vieler Medien.

So werden z.B. in der Schweiz die Flüchtlinge aus den sogenannten sichereren Staaten mit erster Priorität behandelt und der Fall ist im Regelfall innerhalb weniger Tage abgeschlossen. Dabei hat sich die dortige Bürokratie in dieser Zeit länger mit dem jeweiligen Einzelfall beschäftigt als unsere in anderthalb Jahren. Bei uns dauert es oft Monate bis das Asylverfahren überhaupt beginnt.

So nimmt z.B. in München die Bundespolizei am Bahnhof die Fingerabdrücke und Personalien der Flüchtlinge auf um sie mit ihrer Verbrecherdatei zu vergleichen. Anschließend werden diese Daten wieder gelöscht. Oft Monate später kommt der Flüchtling dann in die Hände des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und die Prozedur beginnt erneut: Fingerabdrücke, Personalien, ... (soweit man überhaupt den Flüchtling wiedergefunden hat). Bis es dann zum ersten Gespräch mit dem Flüchtling kommt ist nicht selten ein halbes Jahr und mehr vergangen. Für beide Bereiche ist der Bundesinnenminister zuständig. Was er hier veranstalten lässt ist eine menschenverachtendes Bürokratiemonster à la Griechenland und stellt letztendlich sogar ein Sicherheitsrisiko dar. Deshalb werden zum Ausgleich alle Bürger dieses Staaten vorbehaltlos unter Generalverdacht gestellt.

Ich meine man sollte mindestens die Hälfte der dort arbeitenden Beamten inklusive Innenministerium rausschmeißen und die Behörde von der Schweiz oder Schweden organisieren lassen.

Die Schwierigkeit liegt beim oben geschilderten Problem angeblich in der Inkompatibilität der eingesetzten Software. Die Flasche im Innenministerium kann uns einen Auftrag geben und wir liefern innerhalb weniger Wochen getestete Prozeduren welche die entsprechenden Daten bei der Bundespolizei im Batch entladen und ebenso im Batch portieren und in die andere Datenbank laden. Sollte kein Problem darstellen, da die Bundescomputer als Beamtenapparate eh ihre Nachtruhe benötigen und so sollte eine Stapallauf jeweils Nachts problemlos gelingen.

Inwieweit unsere Behörden noch im 19. Jahrhundert verharren kann jeder in der Anwendungsbreite des NPA bei den Behörden feststellen. Meistens heißt es immer noch "Nummer ziehen", eine undefinierte Zeit warten, manchmal bis zum nächsten Tag um dann bei einem inkompetenten Sachbearbeiter zu landen, der den Papierstapel leider weiterreichen muss. Zum Schluss wird dann alles brav erfasst und die zuständigen Behörden haben dann leider keinen Zugriff auf diese Daten. Dann heißt es wieder "Nummer ziehen", Bescheinigungen ausstellen lassen , .... Man rede sich nicht mit Datenschutz heraus. Das ist alles sehr wohl so implementierbar und organisierbar dass der Datenschutz besser als heute funktioniert.

Insgesamt eine menschenverachtende Quälerei der Bürger und der Flüchtlinge. Kein Wunder. Die gesamte Führungsschicht im Beamtenapparat hat noch die Pickelhaube seit Kaisers Zeiten auf, unter der es keinen Geist gibt der zu schützenswürdig wäre, und quält zusätzlich ihre Untergebenen.

 

41534 Postings, 4136 Tage Anti LemmingDer Mythos von der "russischen Bedrohung"

 
  
    #37937
2
02.09.15 09:33
www.zerohedge.com/news/2015-08-31/myth-russian-threat

...Moscow, meanwhile, has made it clear that nations deploying US-owned anti-ballistic missile systems in their territory will face missile early-warning systems deployed in Kaliningrad.

And Major General Kirill Makarov, Russia?s Aerospace Defense Forces? deputy chief, has already made it clear Moscow is upgrading its air and missile defense capabilities to smash any ? real ? threat by the US Prompt Global Strike (PGS).

In the December 2014 Russian military doctrine, NATO?s military build-up and PGS are listed as Russia?s top security threats. Deputy Defense Minister Yuri Borisov has stressed, ?Russia is capable of and will have to develop a system like PGS.?

Where?s our loot?

The Pentagon?s rhetorical games also serve to mask a real high-stakes process; essentially an energy war ? centering on the control of oil, natural gas and mineral resources of Russia and Central Asia. Will this wealth be controlled by oligarch frontmen ?supervised? by their masters in New York and London, or by Russia and its Central Asian partners? Thus the relentless propaganda war.


A case can be made that the Masters of the Universe have resurrected the same old containment/threat geopolitical alibis ? peddled by what we could dub the Brzezinski/Stratfor connection ? to cover, or conceal, another stark fact.

And the fact is that the real reason for Cold War 2.0 is New York/London financial power suffering a trillion dollar-plus loss when President Putin extracted Russia from their looting schemes.

And the same applies to the entire Kiev coup ? forced through by the same New York/London financial powers to block Putin from destroying their looting operations in Ukraine
(which, by the way, proceed unabated, at least in the agricultural domain).

Containment/threat is also deployed on overdrive to prevent by all means a strategic partnership between Russia and Germany ? which the Brzezinski/Stratfor connection sees as an existential threat to the US.

The connection?s wet dreams ? shared, incidentally, by the neo-cons ? would be a glorious return to the looting phase of Russia in the 1990s, when the Russian industrial-military complex had collapsed and the West was plundering natural resources to Kingdom Come.

It?s not going to happen ever again. So what?s the Pentagon Plan B? To create the conditions of turning Europe into a potential theater of nuclear war. Now that?s a real threat ? if there ever was one.
 

13759 Postings, 2643 Tage Fillorkill'schuld'

 
  
    #37938
1
02.09.15 09:45
Es ist sinnlos, nach dem Beginn der Kausalkette zu suchen. Festhalten lässt sich lediglich, dass destruktive Motive sich nur durchsetzen, weil und solange die Bewohner dieses Planeten sich ihnen dienstbar machen. Ihnen die falschen Gründe zu erläutern, dies zu tun, sind Aufklärer seitdem es sie gibt gescheitert. Was bleibt ist für sich selbst zu sorgen und dies fällt für die Avantgarde damit zusammen, das Tor zu kulturellen Evolution freizuhalten - wenn nötig mit Gewalt.  
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'das ganze ist das unwahre'

14621 Postings, 3333 Tage Malko07Man sollte wissen wie weit man in welchem

 
  
    #37939
1
02.09.15 09:50
Punkten bereit ist zu gehen und wie es ausgestaltet werden soll. Bei jeder Prüfung des Apparats über Mangel an Kräften zu klagen ist nicht glaubwürdig. Wenn ich mir obige Gedanken gemacht habe sollte ich auch wissen was ich brauche. Wenn die Ressourcen zu knapp werden war es schon immer so, dass man an allen Ecken und Enden optimiert und kein Verfahrensablauf mehr "heilig" ist. Gilt nicht nur für die Industrie, sollte auch für den Staat gelten.

Die Regierung sollte auch nicht überrascht über den Flüchtlingsstrom sein. Sie wusste doch genau was auf sie zukam. So versuchte sie noch vor nicht allzu langer Zeit die Rosinen aus dem Kuchen zu picken. Man war nicht erbost um die große Zahl an billiger Arbeitskräfte aus dem Balkan und nahm primär Christen aus Syrien auf. Ansonsten versteckte man sich hinter Dublin und verlangte, dass bei einer Quotenregelung in der EU die eigenen "Vorleistungen" berücksichtigt werden. Da stellt sich doch die Frage wo das Pack rumläuft? In Sachsen oder auch in Berlin?  Genau so ist auch der Umgang mit Ungarn zu verstehen. Ob das wirklich Missverständnisse waren oder Aktionen des Packs oder totales Unvermögen mag jeder selbst entscheiden.  

14621 Postings, 3333 Tage Malko07Gewalt ist keine

 
  
    #37940
1
02.09.15 09:57
Auseinandersetzungsmethode in einer Demokratie. Personen sie so vorgehen gehören ganz einfach hinter schwedische Gardinen. Und sie brauchen sich auch nicht über die böse Geopolitik zu echauffieren wenn sie selbst kein Deut besser sind. Erinnert einen stark an Lenin, Stalin, ... Diese wollten angeblich auch die Welt verbessern.    

13759 Postings, 2643 Tage FillorkillGewalt

 
  
    #37941
02.09.15 11:36
findet auch in der Demokratie auf allen Ebenen - nach innen wie nach aussen - statt, sie unterscheidet sich allein in ihrer Legalität und Legitimität. Demokratie mit Gewaltfreiheit zu assozieren ist angesichts der Faktenlage allerdings kein schlechter Scherz, sondern zielt im Kern darauf, abweichende Standpunkte als Gewalt zu diskreditieren, um diese so mit der gebotenen Gewalt - die keine sein soll - zur Räson bringen zu können.

Dieses Prinzip wirkt natürlich in alle Richtungen. So stösst der völkische Restaurationsversuch in Mitteleuropa, der einen zufälligen Spike in der Migration zur Völkerwanderung in historischen Dimensionen extrapoliert, auf Gewalt von Teilen der Zivilgesellschaft und ebenso partiell der in dieser Frage larvierenden Institutionen. Umgekehrt macht die völkische Restauration kein Hehl daraus, nicht ohne Gewalt auskommen zu können - vom Hantieren mit dem Benzinkanister über die militärisch durchzusetzende Sicherung der Aussengrenzen bzw Abschiebung der anstrandenden Paupers bis hin zur dafür notwendigen Kaltstellung des Verfassungsgerichtes. Dass sich dieses Regime dann auch nach innen wenden wird, gegen die volkseigenen Schädlinge, liegt auf der Hand.

Mitteleuropa ist jedoch nicht Ungarn, welches im letzten JH nur entweder Faschismus oder Stalinismus kannte und dessen rudimentäre Zivilgesellschaft deshalb keine ernsten Probleme mit dem völkischen Regime hat. Kommen jedoch in Mitteleuropa die Völkischen ernsthaft zum Zuge, sprich übernehmen Staatsstrukturen, bedeutet dies angesichts der kollektiv verinnerlichten historischen Lektionen Bürgerkrieg, ganz gleich, welche Legalität sie auch immer dafür beanspruchen mögen. Dies sollten die Zaphods und Dreiklangs wissen, wenn sie vom Modell Ungarn träumen.





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'das ganze ist das unwahre'

10890 Postings, 1671 Tage zaphod42Eine Welt ohne Gewalt

 
  
    #37942
02.09.15 11:47
ist nicht denkbar, zumindest wenn man sein Freiheit und seinen Wohlstand erhalten möchte. Ungleichheit und Ungerechtigkeit sind zwingende Voraussetzungen für beides, weil Freiheit und Wohlstand nur lokal existieren können und damit lokal verteidigt werden müssen - es gibt nun mal eine Menge Leute da draußen außerhalb der EU, die unsere Freiheit zu ihren Gunsten abschaffen wollen und sich unseren Wohlstand unter Nagel reißen wollen. Sämtlich Gesellschaftsmodelle die das Gegenteil meiner These unterstellten sind bislang gescheitert: Entweder verarmt oder gewaltsam abgeschafft.

Gewalt muss übrigens nicht unbedingt körperlich sein. Unsere "Demokratie" hat ganz andere Formen der Gewalt entwickelt. Von Berufsverboten für abweichende Journalisten/Promis/Azubis bishin zu existenzvernichtenden Klagenwellen gegen "Rechte". Zur Zeit sehen wir eine in der BRD seit 1949  beispielslose Gleichschaltung der Medien. Ausgerechnet linke Politiker schreinen nach "Ermächtigungsgesetzen" um der kochenden Volksseele Herr zu werden.

Alles schon mal gehabt, das Ende ist bekannt. D entwickelt sind zu einem inversen Ungarn. Insofern ist die Verurteilung Ungarns als "völkisches Modell" durch Systemlinge mehr als scheinheilig.  

14621 Postings, 3333 Tage Malko07Blödsinnige Diskussionen

 
  
    #37943
1
02.09.15 12:02
à la RAF mag ich nicht führen. Mir ist es egal wie jemand Gewalt ideologisch unterfüttert. Ob rechts, völkisch, links oder antifaschistisch - gehören alle hinter schwedische Gardinen. Und selbstverständlich darf der Staat Gewalt ausüben um Verbrecher dingfest zu machen und Straftaten zu verhindern.

Und Staaten haben nun mal Grenzen so wie Häuser Haustüren haben. Beides ignoriert man nicht einfach. Will man rein klopft man an und trägt seinen Wunsch vor. Oder soll man sich Somalia oder Libyen zum Vorbild nehmen. Dort braucht man nicht anzuklopfen, ob man drinnen allerdings überlebt ist mehr als ungewiss. Auch Flüchtlinge nach der Genfer Konvention haben sich sofort zu melden und haben nicht das Recht einfach durchzureisen.

Wenn jemand meint, das Recht wäre unwichtig und man bräuchte sich nicht daran zu halten, könnte man diesen ja auch ohne Prozess hinter Gittern verschwinden lassen. Er würde sich dann wahrscheinlich wohl fühlen weil er endlich die Bedingungen hätte die er sich so sehnlichst wünscht.  

3526 Postings, 2481 Tage DreiklangBayern könnte doch die Migranten alle aufnehmen

 
  
    #37944
3
02.09.15 12:50
...in den anderen "Bundesländern" hat es eh keinen Zweck. Neue Bundesländer? Ja, hat man gleich das Ghetto. Niedersachsen, flaches Land - kein Deut besser. NRW, Ruhrgebiet? Nichts. Wäre ein solcher Empfang wie in München in Dresden, in Magdeburg, in Hannover oder gar in Dortmund denkbar gewesen? Keinesfalls.

Aber Bayern könnte doch ein bis drei Millionen Flüchtlinge aufnehmen. Malko wird es mir bestätigen -die Bayern können und schaffen das. Eventuell in Abstimmung mit Baden-Württemberg. Doch da sollte man sich über Hilfszusagen von Kretschmann, obwohl Grüner, doch nicht ganz die großen Hoffnungen machen.

Nun, der öffentliche Raum in Bayern steht zur Verfügung - und da gibt es viele Möglichkeiten -es könnten z.B. Schwimmbäder stillgelegt und zu Flüchtlingsaufnahmestellen umgerüstet werden, von den reichhaltig vorhandenen Objekten ehemaliger Militärnutzung ganz zu schweigen. Nur zu, und Bayern wird in Europa und der ganzen Welt gelobt werden, ein weiteres Blatt in der an Ereignissen gewiss nicht armen  Ruhmesgeschichte der CSU.  

10890 Postings, 1671 Tage zaphod42Wenn es einer schafft dann die Bayern

 
  
    #37945
02.09.15 13:13
Immerhin eine "nationale Herausforderung" die wir da zu meistern haben. Nur zu!

Ernsthaft: Die Bayern haben als einzige die Traute, Leute wieder nach Hause zu schicken. Heute gab's in der SZ dafür Prügel, aber die Wähler werden es ihnen danken. Schade dass man die CSU nur in Bayern wählen kann.  

8320 Postings, 4113 Tage lumpensammlerRecht geht über Leid

 
  
    #37946
02.09.15 13:58
Das ist die strenge deutsche Sicht der Dinge. Man braucht dann nur noch eine fiktive Grenze, die zu überschreiten angeblich unser eigenes Leben gefährde, und schon ist die Argumenationskette zur herzlosen Abschottung perfekt legitimiert. Niemand kennt diese Grenze.  Was ist denn so schlimm daran, Turnhallen oder Schwimmbäder zur Verfügung zu stellen? Angesichts des Leidens der Betroffenen ist das ein schlechter Witz, so ein Argument ins Feld zu führen.

Ihr oder eure Nachkommen mögen nie in die Situation kommen, Hilfe anderswo einzufordern. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass auch Deutsche auf der Flucht waren.  Was hätten die wohl gesagt, wenn die Amerikaner sie in die KZs zurückgeschickt hätten, weil der Turnunterricht ihrer Kinder einfach Vorrang haben muss?

Unser schwachsinniges Recht gehört durch freiwilliges Engagement ergänzt oder ersetzt. Denn viele Menschen hier sind weiter als die Politik oder völkische Betonkopf.  

846 Postings, 112 Tage Vanille65lumpensammler

 
  
    #37947
02.09.15 14:28
kann es sein das das Recht genau irgendwo dazwischen liegt ? Deine pauschale
Beurteilung hindert die zukünftig wirklich Verfolgten zu uns zu kommen. Diese
müssten dann tatsächlich zurück in die Hölle. Ist das Dein Plan ?  

3526 Postings, 2481 Tage Dreiklanglumpensammler, du verdrehst meinen Beitrag

 
  
    #37948
1
02.09.15 14:56
...Wenn du darin die Ironie gefunden hast, dann darfst du sie behalten.
Merke:
In Bayern kommt niemand auf die Idee, Kommunaleigentum abzubrennen, weil dort eine Flüchtlingsunterkunft entsteht.

Nebenbei, die USA haben die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge HÖCHST restriktiv gehandhabt, leider, leider. Auch bekannte deutsche Wissenschaftler waren davon (mit tödlicher Folge) betroffen. Und wenn andere Länder "Mitleid über Recht" stellen, warum nehmen diese dann die Flüchtlinge nicht auf? Soweit denkst du aber nicht.

Der bayerische Notfallplan funktioniert durchaus und diszipliniert, ein kleiner Beweis:

http://www.tvtouring.de/mediathek/video/...gerolzhofen-untergebracht/

und wenn etwas zu bemerken wäre im ironischen Sinn, dann Äußerungen wie : "Als Alternative bleibt nun der Freiluftsport" - das ist zwar richtig, aber trivial. Oder die Äußerung, dass die Vereine nun Nachbargemeinden frequentieren, um Hallensportarten auszuüben. (Irgendwo ist aber abzusehen, dass auch diese mit in den Notfallplan einbezogen werden). Oder der Hinweis, dass die Belegung für 6 Wochen geplant ist. Da wir uns denken können, dass es Dauerzustand wird.

In "meinem" Landkreis hat man schon drei Turnhallen belegt - in manchen Landkreisen in Oberfranken hat man inzwischen alle Turnhallen belegt. Von Zeltcamps wie in Hessen hält man in Bayern nichts. Also, in Bayern läuft es wesentlich besser als in allen anderen Bundesländern - und wenn dem Bund/Berlin das nicht passt, dann muss das Kanzleramt die Flüchtlingsfrage wirklich zur "Chefsache" machen und dann geht die Verantwortung auf den Bund über (so wie es in Schweden läuft, Zentralverwaltung)  - der dann mit den Kommunen nach seinen Vorgaben die Flüchtlingsaufnahme plant. Und da geht es um die Frage: Welche Ressourcen könnt ihr eigentlich bieten? Da kann ich doch wetten, dass bei sozialdemokratisch geführten Bundesländern außer einem Schulterzucken nichts kommt.

Insofern hat die Flüchtlingsdebatte schon jetzt etwas völlig Verlogenes.  

14621 Postings, 3333 Tage Malko07In Bayern funktioniert sogar

 
  
    #37949
02.09.15 15:22
die Ausbildung von Jugendlichen deren Status noch nicht endgültig geklärt ist. Es fehlen eben die Pickelhauben mit Null Flexibilität wie man sie in vielen hochnäsigen Landesregierungen findet.  

14621 Postings, 3333 Tage Malko07#37946: Tut mir leid, dass

 
  
    #37950
2
02.09.15 15:33
ich da nicht zustimmen kann. Gilt das Recht nicht mehr, gibt es nur Leid, ein Grund weshalb so viele auf der Flucht sind. Es gilt allerdings auch die Anforderung an das Recht und den Rechtsstaat seine Gesetze so zu gestalten, dass man damit in der realen Welt leben kann. Es gibt auch die akute Notsituation. Die darf man allerdings nicht beliebig missbrauchen. Und klar sollte auch sein, dass die Meinungen wie man auf welches Leid reagieren soll, weit auseinander gehen. Wenn einem diesbezüglich in einer Demokratie was nicht passt, muss man sich für Änderungen einsetzen.

Wir sind uns sicherlich einig, dass das Leid auf diesem Globus so groß ist, dass wir nicht alle Betroffenen bei uns aufnehmen können. Diejenigen, die aber bei uns rein wollen sind nicht die Ärmsten der Armen. Sie haben, im Gegensatz zu den meisten, die Mittel bis zu uns vorzustoßen. Es empfiehlt sich diesbezüglich eine Reise durch Zentralafrika und zwar mit offenen Augen. Es ist mMn verlogen nur das Leid zu sehen das an die Tür klopft und so zu tun als ob es das andere nicht gäbe. So kalt es sich anhören mag, man braucht auch Regeln um mit dem Leid umzugehen.  

10890 Postings, 1671 Tage zaphod42Zumal

 
  
    #37951
02.09.15 15:57
man das Leid einfacher und günstiger ohne Aufnahme in D beseitigen könnte. Mir ist nicht klar was das eine mit dem anderen zu tun hat. Kann man Leid nur auf deutschem Boden beseitigen?  

13759 Postings, 2643 Tage Fillorkillso zu tun als ob es das andere nicht gäbe

 
  
    #37952
02.09.15 16:07
Und - kennst du jemand, der 'so tut' ? Unterlässt du bei sagen wir einem Verkehrsunfall die erste Hilfeleistung oder unterbindest diese durch einen anderen mit dem Hinweis, dass es woanders noch schlimmer zu ginge und es sich beim Verunglückten möglicherweise sowieso um einen 'Privilegierten' handle ?  
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'das ganze ist das unwahre'

13759 Postings, 2643 Tage FillorkillRecht geht über Leid

 
  
    #37953
02.09.15 16:23
Die Völkischen sind Freunde des Rechts, insbesondere des Abschieberechts, nur insofern und nur solange, wie ihre xenophoben und restaurativen Motive sich in Rechtsform darstellen und einklagen lassen. Dort wo nicht, insbesondere bei der verfassungsmässigen Garantie der Menschenrechte insklusive des Grundrechts auf Asyl, werden sie zu Feinden dieses Rechts und seiner Institutionen. Und definieren sich dann selbst als Verwalter eines Quasinaturrechtes, dem sie als alternative Exekutive - weil der Staat versagt - zum Vollzug helfen wollen. Auf diesen Witz sollte man also besser nicht einsteigen..

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'das ganze ist das unwahre'

14621 Postings, 3333 Tage Malko07Schengen gebe ich keine

 
  
    #37954
02.09.15 16:45
3 Monate mehr. Zu den Weihnachtsferien werden wir dann wieder im Stau die Pässe zeigen müssen. Einen großen Erfolg für die Internationalisten, die glauben Staaten wären überflüssig. Die Auffassungen bezüglich der Behandlung des Flüchtlingsstroms gehen in der EU eben zu weit auseinander. Und bis es zu einer Einigung kommt, muss es noch viel schlimmer kommen. Anschließend wird ein ganz anderer Wind durch Europa und besonders durch Deutschland wehen. Und Stimmungen kippen bei uns immer schneller und das Hirn wird immer weniger eingesetzt. Die Stimmung wird dann anders sein.

Frankreich findet z.B. den Zaun in Ungarn unmenschlich, lässt aber keine Maus über den Kanal. Flüchtlinge müssen dort mit eigenen Mittel zu den Aufnahmeeinrichtungen pilgern und wenn die Einrichtung voll ist zur nächsten. Und wenn sie den dritten Versuch hinter sich haben, Frankreich ist ja so klein, kampieren sie eben auf der nächsten Müllhalde. Eine sozialistische Behandlung von der auch unsere Internationalisten träumen.  

13759 Postings, 2643 Tage Fillorkillgehören alle hinter schwedische Gardinen

 
  
    #37955
02.09.15 16:47
Rechtsidealisten und Juristen glauben daran, eine Kategorie von quasi naturgesetzlicher Objektivität verwalten zu können, denen die naiven Nichtjuristen in etwa ebenso unterworfen seien wie dem Zyklus der Jahreszeiten. Und stellen damit die Kausalität ihrer eigenen Funktion wie ihres Instituts auf den Kopf. Denn tatsächlich repräsentiert das Recht, wenn es objektive Geltung erlangen will, nichts anderes als den abstrakt freien Willen der von ihm Unterworfenen, auf eben diese Weise - der Rechtsform - ihre Geschicke zu regeln.

Die objektive Geltung des Rechts und insbesondere sein Vollzug fällt und steht also mit dem Willen, sich in der Verfolgung seiner Interessen der vorausgesetzten Rechtsform als Instrument zu bedienen. Die Nachhaltigkeit dieses Willens wiederum steht und fällt mit der positiven Erfahrung, dies auch tatsächlich zu können. Die Bürgerkriegssituation resultiert umgekehrt aus einem Mangel an dieser Erfahrung, womit die Androhung schwedischer Gardinen tendenziell gegenstandslos wird.  
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stay rude

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