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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 2832
neuester Beitrag: 29.05.17 18:50
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 70797
neuester Beitrag: 29.05.17 18:50 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 5664955
davon Heute: 4517
bewertet mit 97 Sternen

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20752 Postings, 4936 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
97
04.11.12 14:16

Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Beitrages, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 

 
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70771 Postings ausgeblendet.

49835 Postings, 4771 Tage Anti LemmingDieser Artikel aus SPON ist heute

 
  
    #70773
2
29.05.17 13:51
auf Platz 1 der am meisten gelesenen Artikel, obwohl er auf englisch verfasst wurde.

Recht mutig von SPON, Trump derart brüsk (und in seiner eigenen Sprache) anzugreifen.

Im Kommentar steht (von mir übersetzt), Trump sei "nicht fit" für den Job des US-Präsidenten, es mangele ihm an Intellekt. Er verstehe nicht die Bedeutung des Amtes und der damit einhergehenden Aufgaben. Er lese nicht und arbeite nicht einmal die ihm vorgelegten Akten und Dossiers durch. Er wisse wenig über die Hintergründe der von ihm gesetzten Prioritäten. Seine Entscheidungen seien launisch und erfolgten meist in Form tyrannischer Dekrete. Er sei ein Mann frei von Moral. Hunderte von Malen hat er sich als Lügner, Rassist und Betrüger erwiesen.... Trump müsse aus dem Weißen Haus entfernt werden. Und zwar schnell. Er sei eine Gefahr für die ganze Welt.

www.spiegel.de/international/world/...he-world-opinion-a-1148471.html

A Danger to the World
It's Time to Get Rid of Donald Trump

Donald Trump has transformed the United States into a laughing stock and he is a danger to the world. He must be removed from the White House before things get even worse.

Comment

Donald Trump is not fit to be president of the United States. He does not possess the requisite intellect and does not understand the significance of the office he holds nor the tasks associated with it. He doesn't read. He doesn't bother to peruse important files and intelligence reports and knows little about the issues that he has identified as his priorities. His decisions are capricious and they are delivered in the form of tyrannical decrees.

He is a man free of morals. As has been demonstrated hundreds of times, he is a liar, a racist and a cheat. I feel ashamed to use these words, as sharp and loud as they are. But if they apply to anyone, they apply to Trump. And one of the media's tasks is to continue telling things as they are: Trump has to be removed from the White House. Quickly. He is a danger to the world....

 
Angehängte Grafik:
hc_2904.jpg
hc_2904.jpg

87 Postings, 579 Tage InnovationDonald Trump hat recht

 
  
    #70774
4
29.05.17 14:04

Dass sie nun hier in Brüssel stehen, etwas betreten, hat damit zu tun: Trump wäre nie ins Weisse Haus eingezogen,

... (automatisch gekürzt) ...

http://bazonline.ch/ausland/europa/...-trump-hat-recht/story/20414327
Moderation
Moderator: st
Zeitpunkt: 29.05.17 15:24
Aktion: Kürzung des Beitrages
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen

 

 

3941 Postings, 3116 Tage DreiklangStrategisch ist mit Anti-Trump nichts zu gewinnen

 
  
    #70775
4
29.05.17 14:17
für Deutschland jedenfalls nicht, Deutschland ist in einer hoch angreifbaren, ja prekären Position.

Wenn Merkel denkt, sie könne mit Konfrontation irgendetwas bewegen, ist sie komplett auf dem falschen Dampfer (der Titanic). Der deutsche Export-Merkantilismus hält mühsam die gesamte Europäische Union aufrecht, doch Trump wird sich daraufhin sagen: Wenn Deutschland die EU finanziert, kann Deutschland auch die USA finanzieren. Es geht - natürlich - auch um Geld.

Und daran wird die Merkel-Rhetorik letztlich scheitern. Wer z.B denkt, dass GB sich beim Abschluss von (Handels-)Verträgen noch an der EU orientiert (es also "nicht darf"), der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Nein, wenn beide Seiten (USA,GB) Verhandlungsbedarf sehen, dann wird verhandelt werden. Wenn Trump keine EU-USA-Handelsverträge will, dann werden schon Staaten der EU ihren Vorteil -. wenn ihnen Trump ein gutes Angebot macht. Z.B. die Niederlande und Schweden sind sehr am transatlantischen Markt interessiert.

Die deutsche Qualitätspresse ergeht sich (wieder einmal) im Rausch: "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" . Statt die wirklichen Probleme zu analysieren und anzugehen - macht man solange weiter, bis die Puste ausgeht. Wenn Merkel tatsächlich schlau wäre (nicht nur als Wahlkämpferin und beim Massakrieren der FDP und der SPD) dann würde sie Trump fragen: "Was möchten Sie denn?" - und dann würde man sehen. Natürlich kann es sein, dass Trump nicht weiß, was er will - das wäre dann ein Vorteil Merkel.

Aber ich glaube eher, dass Trump ziemlich genau weiß, was er will - und damit kommen die Ideologen in Berlin, zuvörderst Merkel, überhaupt nicht klar.  

627 Postings, 1500 Tage gnomon#773 recht mutig von SPON

 
  
    #70776
1
29.05.17 14:18
>Recht mutig von SPON, Trump derart brüsk (und in seiner eigenen Sprache) anzugreifen. >

in welcher sprache sonst? trump ist monolingual.
 

5249 Postings, 2858 Tage learnerWenn unsere Lebensgrundlage

 
  
    #70777
3
29.05.17 14:19
zerstört ist, haben wir sicher mehr Probleme als Arbeitslosigkeit.

Die Umweltzerstörung gehört zwingend in ein anerkanntes Wachstumsmodell einbezogen. Nur so lässt sich die Lüge vom steigenden Wachstum quantifizieren.

Wird aber erst passieren, wenn es entsprechende Katastrophen gab.  

627 Postings, 1500 Tage gnomonhallo Malko!

 
  
    #70778
2
29.05.17 14:31
ref: erinnerungsvermögen lückenhaft.

eine von drei möglichen antworten zu #686 hätte ich mir schon erwartet:
a) "mit dir idioten unterhalte ich mich nicht mehr".
b) "du hast wieder einmal nicht vestanden worauf ich hinaus wollte".
c) "ich habe mit meiner beurteilung wohl ein wenig danebengeriffen".

na komm schon, sag wenigstens muuh, schiesslich warst du nicht nett zu mir gewesen.  

16088 Postings, 2306 Tage zaphod42mag hier spassig sein, draussen ein fürchterliches

 
  
    #70779
1
29.05.17 15:09
handicap.

Jeder hat helle und dunkle Seiten. Hier im Forum Mr. Hyde, draußen Dr. Jerkyll. Eine gute Trennung für mich und mein Umfeld. Nur so gelingt es mir, im RL ein ganz netter zu sein.  

16088 Postings, 2306 Tage zaphod42It's Time to Get Rid of Donald Trump

 
  
    #70780
29.05.17 15:14
Reines Clickbait und eine gelungene Marketing-Strategie des Spiegel, dafür gibt es sicher bald den Sonderpreis für Monetatisierung vom deutschen Journalistenverband.

Auf der Internetseite und im Magazin Trump zur Marke "Anitchrist" hypen, dann im Buchladen die antsprechenden "Fanartikel" verkaufen. Der BVB oder Bayern München könnte es  nicht besser machen. Win-Win für Spiegel und Autor. Ob da gegenseitig Tantiemen fließen wissen wir leider nicht.

Was Spiegel und Autor verschweigen: Selbst wenn der von Speigel getriggerte Trump-Hasser  das Buch kauft: Dem Impeachment kommt Trump dafür keinen Millimenter näher. Alles in allem ein Sturm im Wasserglas, der außer der deutschen Mainstream-Filterblase keinen interessiert. Vor allem keinen dort wo es drauf ankommt: In USA.    

2926 Postings, 3676 Tage ShenandoahPeter Kleim jeden morgen auf n-tv...

 
  
    #70781
5
29.05.17 15:23
ich schau(t)e ja immer gerne N-tv.
Aber zur Ziet ist während des Morgenkaffee's immer dieser Peter Kleim zu sehen, US-Korrespondent...und man weiss prkatisch jedesmal vorher was er sagen will.
Trump-Bashing vom Feinsten. Alles, aber auch Alles wird von diesem Typen ins Negative gedreht. Offensichtlicher geht einseitige Berichterstattung nicht.

Den Spass müsst ihr euch mal machen, wenn der über Trump spricht, dreht der Typ jede Winzigkeit im Munde herum.

Und jedes Mal fällt mir der Kaffee aus der Hand beim Hören dieses Mist's...looool  

7277 Postings, 1972 Tage Zanoni1#779 Bist Du doch auch hier ;-)

 
  
    #70782
29.05.17 15:25

3067 Postings, 1283 Tage exactMerkelrede

 
  
    #70783
5
29.05.17 15:41

Find ich gut. Trump sitzt zwar noch fest im Kongress-Sattel, hat aber schlussendlich auch nur eine Minderheit (ca. 40%) auf "seiner Seite". siehe Gallup Aproval Ratings:

http://www.gallup.com/poll/203198/presidential-approval-ratings-donald-trump.aspx

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-das-bedeutet-ihre-bierzelt-rede-ueber-donald-trump-a-1149649.html

Warum sollte man diesem Hasardeur hinterherlaufen und seine Überzeugung am Tresen abgeben? Macron-Merkel...erst einmal ein (vergleichsweises...!!!) Dreamteam im EU_Spielfeld, dass mit Trump konkret verhandelt. Eine Chance für Europa sich zu emanzipieren. China und Indien sind mittlerweile z.B. realitätsbewußtere Partner beim Thema Klimawandel/Umweltschutz. Mit denen muss man am Ball bleiben. Und so scheint es sich glücklicherweise zu entwickeln. Ein Idiot macht noch keinen Idiotenplaneten.

Es bleibt eine Katastrophe, dass sich die USA gerade mittels eines Operetten-Präsidenten ins weltweite Aus schießt, keine Frage.

Als ursprünglicher Merkel-Gegner, oder sagen wir: " nicht wirklich Überzeugter", ziehe ich mal wieder den Hut vor Angela. Bin froh, dass wir sie haben.

Ich sehe schon, ich muss sie mangels ernstzunehmender Alternative, im Herbst noch selber wählen. Und auf meine alten Tage damit mein erstes Kreuz bei der CDU machen...

Hoffentlich fällt mir dabei nicht die Hand ab....innocent

 

7277 Postings, 1972 Tage Zanoni1##775 ..und das schöne dabei,

 
  
    #70784
3
29.05.17 15:45
Trump zwingt uns in Europa gewissermaßen, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, in konstruktiver und sinnvoller Weise auf europäischer Ebene zusammenzuarbeiten und gemeinsame Reformen anzugehen etc., und dafür können wir ihm im Grunde dankbar sein.

Wenn Merkel sagt, dass die Europäer ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen müssen, und die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen können, ein Stück vorbei seien, dann hat sie damit selbstverständlich recht.

Es muss eben nicht immer der Prinzenkuss sein, der Dornröschen aus ihrem Tiefschlaf reißen kann, manchmal hilft dann auch der kalte Waschlappen ;-)

XD


 

627 Postings, 1500 Tage gnomon#778 anhang

 
  
    #70785
2
29.05.17 15:50
als rädchen im getriebe der wirtschaft konnte ich im hinblick auf ?was zählt? ein paar erfahrungen machen. einige von ihnen sind auch im zivilen gesllschaftlichen zusammenlebenleben von ähnlicher bedetung.

was zählt ist: preis/leistung, kontinuität, verlässlichkeit, seriosität, pünktlichkeit, allgemein kooperatives verhalten, flexibilität, aftersale service und claim settlement.

caim settlement, also der umgang mit reklamationen, beanstandungen und beschwerden,
hat einen vergleichsweise hohen einfluss auf das gegenseitige vertrauen, und ist somit
eine tragende seule langfristiger zusammenarbeit.

das eingeständnis durch einen fehler der gegenseite ungemach beschert zu haben, ist ein elementarer schritt in richtung final mutual agreement, ohne eines solchen kontinuität nicht bestehen kann. der versuch, sich heurauszureden, anderen die schuld zuzuweisen oder sich davonzuschleichen, beendet jede noch so gute geschäftsbeziehung und schadet dem ruf des unternehmens.

korrektes claim settlement kann, soferne es allgemein anerkannter teil der corporate identity
ist,  in vielen fällen letztendlich zum entscheidenden wettbewerbsvorteil werden. ein an sich
kleines investment mit grossem return. fehler eingestehen, entschuldigen, schadensvergütung,  that's it. man mag staunen, danach läuft es meist besser als zuvor....

 

627 Postings, 1500 Tage gnomon#779 Jeder hat helle und dunkle Seiten.

 
  
    #70786
2
29.05.17 15:55
was müssen wir tun um,  wenigsten für kurze zeit, in den genuss deiner hellen seiten
zu kommen? sollen doch die anderen auch einmal leiden...?
 

3067 Postings, 1283 Tage exact@gnomon

 
  
    #70787
29.05.17 16:00

"korrektes claim settlement"

Und eben dieses beherrscht A.Merkel ganz gut. Unaufgeregte Entschiedenheit.

Wobei..wie gesagt bin kein wirklicher Fan...der europäischen Steuerflucht-Bremse Schäuble könnte sie mal ordentlich in den Arsch treten...Inklusion hin oder her.embarassd

 

16088 Postings, 2306 Tage zaphod42Hoffentlich fällt mir dabei nicht die Hand ab

 
  
    #70788
4
29.05.17 16:33
Misssion Accomplished, Mainstream-Media.

Ihr ist es erfolgreich gelungen, durch konsequente Verteufelung eines Trump die Merkel als bessere Alternative dastehen zu lassen. Dabei steht Trump in D gar nicht zur Wahl.

Sowas gelingt immer wieder. So konnte GW Bush nur eine zweite Amtszeit erreichen, indem er Saddam als Gegner aufbauen ließ. Bei einem äußeren Feind wechselt die Nation ihren Führer nur sehr ungern.

Fazit: Gratuliere exact. Du hast dich verblödeln lassen. Schaut man auf die Umfragen und die Halbierung der Stimmen für die Alternative, bist du nicht der einzige. Und es ist ja auch menschlich. Wenn auch unvernünftig, diejenige die Probleme lösen lassen zu wollen, die sie selbst verursacht hat.  

3067 Postings, 1283 Tage exactSchäuble

 
  
    #70789
2
29.05.17 16:57

mein "Schäube-Bashing"...noch kurz erklärt (nur ein Beispiel):


"Wolfgang Schäuble (CDU), so die Arbeitnehmervertreter, messe im Kampf gegen Steueroasen mit zweierlei Maß. Der Minister plane zwar mit neuen Gesetzen gegen Steuerverstecke in Drittländern vorzugehen. Zugleich verschone er aber europäische Steuerparadiese. "Wir sind doch nicht im Steueroasen-Wettbewerb, wir müssen Steueroasen endlich weltweit einen wirksamen Riegel vorschieben", sagte DGB-Bundesvorstand Stefan Körzell der Süddeutschen Zeitung."

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...rschonte-paradiese-1.3436734


 

627 Postings, 1500 Tage gnomon#725 geraubtes land

 
  
    #70790
1
29.05.17 17:02
die juden haben das land nicht geraubt, es wurde ihnen von den engländern zugesprochen.
grossbritannien zog sich aus dem mandatsgebiet zurück und die UN-generalversammlung beschloss am 29. november 1947 die teilung palästinas in einen arabischen und einen jüdischen staat.  

16088 Postings, 2306 Tage zaphod42Und woher haben es die Engländer?

 
  
    #70791
1
29.05.17 17:04
Etwa geschenkt bekommen? Oder nicht vielmehr in WK1 erobert?  

3067 Postings, 1283 Tage exact@zaphod

 
  
    #70792
1
29.05.17 17:06

"Mainstream-Media."

Keine Sorge. Ich hatte "Manipulation durch Zeitungen/Zeitschriften" vor langer Zeit....

.....mal an der Uni belegt.kiss

P.S.:Was liest Du denn so? Oder bist Du immer vorORT?

 

16088 Postings, 2306 Tage zaphod42Ich lese nur

 
  
    #70793
1
29.05.17 17:20
den Völkischen Beobachter. Wieso die Nachfrage?  

7277 Postings, 1972 Tage Zanoni1Falls Du Dich auch mit Gender-Studien beschäftigst

 
  
    #70794
1
29.05.17 18:16
hätte ich ich ansonsten eine schöne hochwissenschaftliche Leseempfehlung.
Aus der Faz:

"Der konzeptuelle Penis verursacht den Klimawandel
James Lindsay hat einen vermeintlichen Fachartikel zu Gender Studies verfasst. Er enthält viele Fremdwörter und noch mehr Unsinn ? und wurde tatsächlich publiziert. Ein Interview."

"Unser Eindruck war, dass in den Gender Studies oft überkomplizierte Wörter verwendet werden und eine starke moralische Voreingenommenheit besteht, die Männlichkeit oft als Wurzel allen Übels betrachtet. Und dass es Beiträge mit dieser Wortwahl und Voreingenommenheit ziemlich leicht haben. Also sagte ich, zunächst nur im Scherz: Lass uns einfach einen Artikel schreiben und argumentieren, dass Penisse eigentlich gar nicht existieren, aber trotzdem die Ursache vieler Probleme sind. Peter sagte: ja, zum Beispiel des Klimawandels. Und so fing ich an zu schreiben, Peter ergänzte, irgendwann reichten wir den Artikel bei einem Fachjournal ein. Er wurde erst abgelehnt, dann aber von einem anderen akademischen Open-Access-Journal, dem ?Cogent Social Sciences?, angenommen. Beide Gutachter haben ihn sogar ausdrücklich gelobt."

Dabei ist der Inhalt des Textes ausgemachter Unfug. Schon die Ausgangsthese, dass etwas nicht existiert und trotzdem Probleme verursacht.

Natürlich! Das ist kompletter Unsinn, ein logischer Widerspruch in sich. Aber wir haben darum herum argumentiert, indem wir geschrieben haben, dass der Penis zwar irgendwie schon real ist, man ihn aber besser als soziales Konstrukt betrachten sollte denn als anatomisches Organ. So kamen wir auf den Titel ?The conceptual penis?, ?Der Penis als Konzept?. Und dass dieses Konzept hinter vielen Problemen steht, die in der feministischen Literatur als toxische Maskulinität beschrieben werden. Diesen Begriff haben wir aufgegriffen, ohne selbst genau zu verstehen, was er bedeuten soll. Wir haben also argumentiert, dass die Wurzel des meisten Übels und eben auch des Klimawandels toxische Maskulinität ist, die durch die Selbstidentifizierung des Mannes mit seinem Penis entsteht.

Das klingt dann zum Beispiel so: ?Der destruktive, nicht nachhaltige, hegemoniale männliche Zugang zu wichtigen umweltpolitischen Themen ist das vorhersehbare Ergebnis der Vergewaltigung der Natur durch eine männliche dominierte Denkart.? Kann es sein, dass die Gutachter einfach nicht verstanden haben, was das heißen soll und das nicht zugeben wollten?

Ich weiß es nicht. In einer offiziellen Erklärung der Fachzeitschrift hieß es im Nachhinein, die Gutachter seien nicht so vertraut mit dem Gebiet gewesen. Etwas müssen sie von der Materie aber schon verstanden haben. Wir hatten zum Beispiel behauptet, wir würden als Methode die poststrukturalistische Diskursanalyse verwenden. Ich weiß bis heute nicht, was das sein soll. Einer der Gutachter aber wusste es offenbar. Er beanstandete, dass wir diese Methode nicht wirklich verwenden würden. Abgesehen davon fand er unseren Artikel aber super und schrieb, unsere These erfasse die Essenz hegemonialer Maskulinität durch einen multidimensionalen, non-linearen Prozess. Was soll das heißen? Ich weiß es nicht. Wobei der Text wohl wirklich nicht-linear ist, schließlich ergibt er keinen Sinn.

In dem Artikel zitieren Sie andere Autoren. Sind die Zitate frei erfunden?

Nicht alle. Teils haben wir besonders bescheuerte Artikel aus dem Gebiet genommen, teils mit bestimmten Stichwörtern nach passenden Artikeln und Zitaten gesucht. Eines von Judith Butler haben wir zum Beispiel von Wikipedia genommen. Einige Zitate sind hingegen falsch, die haben wir von einer Scherz-Seite im Internet, dem Postmodern-Generator. Der kreiert auf Basis eines Algorithmus Nonsens-Artikel mit Schlagwörtern wie Narrativ, Patriarchat, Konstruktivismus und so weiter und gibt ihnen einen Titel und einen Autorennamen. Von dieser Seite haben wir ein paar Artikel übernommen und einen sogar noch absurder gemacht. So haben wir etwa den Nachnamen Cameron abgewandelt und daraus Scameron gemacht.

Ein Wortspiel, weil ?scam? auf Englisch Betrug bedeutet. Und selbst ihre Kurzbiografien schreien nur so ?Betrug?!

Ja. Wir haben geschrieben, wir würden für die südostasiatische Forschungsgruppe arbeiten, deren Mission sich offenkundig aus ihrem Namen ergebe. Weder gibt es diese Gruppe noch ergibt sich ihr Forschungszweck aus ihrem Namen. Ich fand es bloß witzig, das zu schreiben. Da hätten bei den Verantwortlichen alle Alarmglocken schrillen müssen. Außerdem haben wir geschrieben, dass wir beide zwar Twitter nicht nutzten, weil wir es für zu verkürzend hielten, aber in unserer Forschung immer nach trendenden Hashtags Ausschau halten ? eine kleine Hommage an den Peer-Review-Twitter-Account und natürlich eine absurde Aussage."

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/...-15034229-p2.html




 

18973 Postings, 6061 Tage modMerkels Problemlösungsstrategie (zu # 773)

 
  
    #70795
29.05.17 18:21
ist "fragwürdig" z.B. (jeder kennt das)

- GR,
- EU,
- Euro,
- Russland,
- Einwanderung usw.

Sie ist nur bei den satten, selbstzufriedenen Deutschen äusserst beliebt.

Trump ist kein Heiliger, jedoch A.M. ist nicht besser.

Wenn jeder doch zuerst vor seiner eigenen Tür kehren würde !
-----------
Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit !

73 Postings, 185 Tage AntifragiliusEuropa im Größenwahn

 
  
    #70796
3
29.05.17 18:30
Merkel ist Gallionsfigur des deutschen Mainstreams, der geistig so monolithisch denkt und redet, wie es sonst wohl nur in einer Diktatur anzutreffen ist. Dabei häuft man einen strategischen Fehler auf den anderen. Das ökonomische Kartenhaus Europa wird nur mittels Druckerpresse aufrecht erhalten, während die notwendigen Maßnahmen zur Wiedererlangung der Wettbewernsfähigkeit Südeuropas unterbleiben. Während man nicht die Kraft aufbringt, die Grenzen zu sichern, legt man sich mit dem türkischen Dispoten ins Bett. Auf der einen Seite reizt man den russischen Bären und kann doch selbst nichts entgegen setzen, wenn er sich die halbe Ukraine krallt. Und jetzt hat man es lauthals mit dem aktiven Präsidenten der Schutzmacht nicht nur verdorben, sondern geifernd auch das Tischtuch zerschnitten. Und wer glaubt hier denn wirklich, dass Europa zu irgendeiner gemeinsamen Handlungsfähigkeit finden wird? Viel wahrscheinlicher erscheint mir, dass die osteuropäischen Staaten entweder sich praktisch unmittelbar an den USA anhängen werden, da sie, anders als die deutschen mit der Denke von Herrn Trump viel gemeinsam haben, oder auf eine Apeasement-Politik mit den Russen umschwenken. Die Gefahr, dass wir bald zwischen allen Stühlen sitzen und Europa ganz zerbricht, ist sehr groß.  

49835 Postings, 4771 Tage Anti Lemming# 775

 
  
    #70797
29.05.17 18:50
Sich beim unmoralischen, eitlen und selbstsüchtigen Trumpeltier anzubiedern wäre noch schädlicher für D. Ich finde die Argumente gegen Trump in SPON (# 773) auf den Punkt.

Oberste Prämisse ist, sich zu den politischen Grundprinzipien der Neuzeit (Demokratie, Gewaltenteilung, Rechtsstaat) zu bekennen und diese gegen ihre Feinde, zu denen ich auch Möchtegern-Diktator Trump (und einige seiner "Fanboys" hier im Forum) zähle, zu verteidigen. Das hat einen höheren Stellenwert als etwaige ökonomische Nachteile. Im Zweifel siegt die Vernunft.

Man kann nicht über 300 Jahre Aufklärung zum Fenster rauswerfen, nur weil Amerika einen minderintelligenten, sexistischen Despoten zum Präsidenten gewählt hat, der der Welt in seinem Machtwahn auf der Nase rumtanzen zu können glaubt.

Das gleiche gilt für Erdogan. Wer ins Mittelalter zurück will, soll das gefälligst in (politischer und wirtschaftlicher) Isolation tun.  

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