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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1271
neuester Beitrag: 30.01.15 13:27
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 31771
neuester Beitrag: 30.01.15 13:27 von: Kicky Leser gesamt: 2072027
davon Heute: 3625
bewertet mit 82 Sternen

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20752 Postings, 4086 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
82
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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31745 Postings ausgeblendet.

14258 Postings, 3118 Tage Malko07Fehlende Motivation in der

 
  
    #31747
6
29.01.15 11:48
regulären Armee. Wieso auch, wenn man gegen die eigene Bevölkerung kämpfen muss und auch noch zwangsweise eingezogen wurde? Und auf die privaten Faschotruppen ist auch nicht soviel Verlass. Ja, die Zivilbevölkerung können sie malträtieren aber gleichwertige Kampfsituationen mögen sie nicht so. Große Klappe haben sie aber immer, kennt man aus der Geschichte.

Und so gibt es jetzt auch Abschussprämien für Flugzeuge. Die Aufständischen sind zwar nicht damit unterwegs aber notfalls kann man ja auch auf Zivilflugzeuge ballern
Ukraine-Krieg: Regierung verspricht Soldaten Abschussprämien - SPIEGEL ONLINE
2400 Euro für einen Panzer, 6000 Euro für ein Kampfflugzeug: Mit diesen Abschussprämien will die ukrainische Armee die eigenen Soldaten im Kampf gegen die Separatisten anspornen.
 

10320 Postings, 2428 Tage FillorkillAngst in Sachsen

 
  
    #31748
4
29.01.15 12:36
Pegida ist (war) laut Eigendarstellung ausländer und asylfreundlich, quasi das Gegenteil von xenophob. Report Mainz schreibt dazu:

Verdoppelung der Gewalt gegen Migranten und Flüchtlingsunterkünfte

Seit Beginn der Pegida-Demonstrationen im Oktober 2014 hat sich bundesweit die Gewalt gegen Flüchtlinge, Migranten und deren Unterkünfte mehr als verdoppelt. Das hat eine umfangreiche Recherche des ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ ergeben...

Der Rechtsextremismus-Forscher Prof. Hajo Funke: "Pegida hat ein Klima entfesselt, das Gewalt gegen Migranten, vor allem aber Muslime will. Die Erhöhung um über 100 Prozent an Gewalt gegen Schwächere ist beschämend für die Republik, für uns alle." Er sieht Parallelen zu den verheerenden Anschlägen auf Asylunterkünfte Anfang der 90iger Jahre: "Es ist ein Stück der Interaktion zwischen dieser Stimmung, die entwickelt und mobilisiert wurde, und den Rechtsextremen, die gesagt haben: 'Das ist unsere Stunde. Jetzt ist Attentatszeit.' Also, das ist eine Warnung an uns alle.", sagte Funke außerdem im Interview mit REPORT MAINZ...

Auch aus anderen Statistiken ergibt sich ein ähnliches Bild. Die vom Bundeskriminalamt geführte sogenannte "Politisch Motivierte Kriminalität ? rechts" (PMK ? rechts) erreichte im November 2014 einen Höchststand...

Auch die Opferberatungsstelle Sachsens, finanziert von Land und Bund, hat mehr Vorfälle mit Migranten seit Pegida registriert: "In Dresden fällt natürlich auf, das wir zumindest seit Oktober, was rassistisch motivierte Angriffe anbelangt, schon einen massiven Anstieg festgestellt haben.", sagte Robert Kusche, der Geschäftsführer der Opferberatung im ARD-Interview.

http://www.swr.de/report/pegida-demos/27/-/...7298/1tciwdz/index.html
-----------
"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

5483 Postings, 2267 Tage daiphong#47 ja, mit diesen Pallacken war noch nie viel los

 
  
    #31749
29.01.15 12:39
man erinnere sich nur an Februar 1944. Welcher Vollidiot ist eigentlich auf die Schnapsidee gekommen, ausgerechnet die als geostrategisches Vehikel zur Eroberung der kriegsgeilen Russen einzusetzen?

(...die übrigens völlig übermotiviert auch das Zivilflugzeug abgeschossen haben)
 

5483 Postings, 2267 Tage daiphongGriechenlands Weltrekord

 
  
    #31750
2
29.01.15 12:43

ist das negative Netto - Auslandsvermögen .(net international investment position)

Hier unterscheiden sich Italien, USA, UK, Japan deutlich auch von Portugal, Irland, Spanien, irland.


Country
 Hong Kong
 Singapore
 Luxembourg
 Taiwan
  Switzerland
 Norway
 Japan
 Netherlands
 Germany
 Venezuela
 Belgium
 Denmark
 People's Republic of China
 Malta
 Russia
 Finland
 South Korea
 Austria
 Israel
 United Kingdom
 Chile
 Sweden
 Canada
 Philippines
 India
  Eurozone
 France
 United States
 Italy
 Indonesia
 Mexico
 Brazil
 Slovenia
 Kazakhstan
 Turkey
 Estonia
 Czech Republic
 Lithuania
 Iceland
 Romania
 Australia
 Latvia
 Slovakia
 Poland
 New Zealand
 Bulgaria
 Cyprus
 Croatia
 Hungary
 Spain
 Ireland
 Portugal
 Greece
NIIP in % GDP
+353.1
+224.2
+184.1
+153.3
+136.1
+95.8
+56.1
+53.0
+48.3
+47.2
+44.0
+39.6
+37.1
+25.1
+17.9
+15.8
+1.5
+1,0
+0.04
?1.3
?4.9
?5.0
?7.8
?10.2
?10.3
?12.0
?21.1
?26.8
?30.0
?36.3
?36.5
?37.5
?37.9
?38.1
?44.9
?45.2
?45.6
?45.7
?61
?62.3
?64.3
?65.0
?65.1
?68.6
?69.3
?78.1
?85.7
?88.4
?93.0
?98.2
?104.9
?118.7
?119.0
Date
2009
2010
2013
2010
2010
2010
2009
2013
2013
2012
2013
2013
2009
2012
2009
2013
2014
2013
2010
2013
2010
2013
2009
2009
2010
2012
2012
2013
2013
2011
2010
2009
2013
2009
2009
2013
2013
2013
2012
2013
2011
2013
2013
2013
2013
2013
2013
2013
2013
2013
2013
2013
2013




 

10320 Postings, 2428 Tage Fillorkillja, mit diesen Pallacken war noch nie viel los

 
  
    #31751
3
29.01.15 13:07
Muss es ja auch nicht. Ihr Job als geostrategisches Vehikel ist es, den militärischen Konflikt inline zu halten, nicht ihn zu entscheiden. Denn es sind gerade die schlechten Nachrichten von der Front, die neue Titel gegen Russland bereit stellen. Das implizite Risiko, dass es darüber nicht nur die ukrainische Gesellschaft, sondern auch die filigrane Koalition der konkurrierenden Oligarchen zerreisst, geht man sehenden Auges ein - in der trügerischen Hoffnung, mit ihrer eingerichteten materiellen Abhängigkeit über einen exklusiven Hebel zu verfügen...  
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

34120 Postings, 5573 Tage KickyAthen Stoppt Privatisierungen

 
  
    #31752
3
29.01.15 14:06
....Vorsichtige Beobachter mussten dies eigentlich erwarten. Denn als Opposition hatte sich das Linksbündnis Syriza gegen jeden Privatisierungsversuch gestemmt. Das, was tatsächlich realisiert wurde, prangerte die Opposition als Ausverkauf des Tafelsilbers an Freunde der Vorgängerregierung an. Das Linksbündnis ist grundsätzlich gegen Privatisierungen; in seinem Wirtschaftsdenken spielen Lenkung durch den Staat, staatliche Unternehmen und öffentliche Investitionen die Hauptrolle. Der neue stellvertretende Marine-Minister Thedoros Dritsas löste die Welle aus. Noch vor der Vereidigung der Regierung stoppte er die laufende Privatisierung des Hafens von Piräus. Die Privatisierungsbehörde Taiped hatte im Dezember vorsichtshalber die Frist zur Vorlage der verbindlichen Angebote für 67% der Aktien der Hafengesellschaft OLP bis März verlängert. Für den Hafen gab es drei Interessenten, den chinesischen Schifffahrtskonzern Cosco, die APM Terminals, Tochter der Reederei Maersk, sowie die International Container Terminal Services aus den Philippinen. Die Vorgängerregierung hatte sich von diesem Vorhaben einen Erlös von über 1 Mrd. ? erhofft.

Minister Dritsas, der nun für dieses Projekt zuständig ist, erklärte, dass die Privatisierung gestoppt werde. Einige Stunden später annullierte Panajotis Lafazanis, der neue Super-Minister für Umwelt, Energie und Wiederaufbau der Produktion, die Privatisierung der Stromnetze und der Elektrizitätsgesellschaft PPC verbal. Die PPC sollte nach Plänen der Regierung Samaras in zwei Stromerzeugerfirmen zerlegt und anschliessend die Produktionskapazitäten Bergwerke sowie Wasserkraftwerke im Verhältnis von 70:30 zwischen den beiden verteilt werden. Die «reduzierte» PPC, die so entstehen würde, sollte bis Mitte 2016 privatisiert werden. Parallel sollten 67% der Aktien der Netzbetreibergesellschaft ITPO an die Taiped übertragen und bis Mitte 2015 an Investoren verkauft werden. Samaras legte jedoch im Dezember dem Parlament einen Gesetzentwurf vor, der vorsah, 67% der ITPO zu veräussern.
Einnahmen schon budgetiert

Lafazanis erklärte, dass die PPC wieder ihren öffentlichen Charakter erhalten und dem Wiederaufbau des Landes dienen solle. Sowohl die Zerlegung der PPC wie auch die Privatisierung der ITPO würden rückgängig gemacht. Auf die Frage, wie das fiskalisch auszugleichen wäre ? die Einnahmen aus der Privatisierung waren im Haushalt mit 500 Mio. ? veranschlagt ?, sagte Lafazanis, dass er es nicht als weise betrachte, Staatseigentum zu verkaufen, um Einnahmen für den Haushalt zu schaffen.

Erwähnt werden sollten auch die Äusserungen von Christos Spirzis, dem neuen stellvertretenden Transportminister. Er erklärte, dass öffentliche Infrastruktur in staatlicher Hand bleiben soll. In seinen Zuständigkeitsbereich gehört das laufende Projekt der Privatisierung von 14 regionalen Flughäfen, das sich als das lukrativste Privatisierungsprojekt erweisen könnte. Für die Flughäfen gibt es viele seriöse Interessenten, und als Mindestanforderung für den Zuschlag hat die Taiped einen Erlös von insgesamt 2,2 Mrd. ? plus Anteil an den Gewinnen festgelegt. Es ist kein Wunder, dass nach diesen Paukenschlägen die Börse Athen den Boden verlor. Der Generalindex brach am Mittwoch um 10%, die Aktien von PPC und der Hafenbetreiber büssten sogar 13% bis 15% ihres Wertes ein.
http://www.nzz.ch/wirtschaft/athen-stoppt-privatisierungen-1.18471119


die Reaktion der Finanzwelt bzw Ambrose Pritchard-Evans :
Markets have woken up to Greek nuclear risk. Bank stocks in Athens have crashed 44pc since Alexis Tsipras swept into power this week with a mandate to defy the European power structure.

Contrary to expectations, Mr Tsipras has not resiled from a long list of campaign pledges that breach the terms of Greece?s EU-IMF Troika Memorandum and therefore put the country on a collision course with Brussels and Berlin.......

....It is one thing to soften the terms of Greek debt repayments. It is another to overthrow the Troika altogether. ?We expect them to fulfil everything that they have promised to fulfil,? said Jyrki Katainen, the EU?s economic enforcer.

The dawning awareness of this unbridgeable chasm is what is frightening investors, and events are now moving too fast to control. Barclays says capital flight may have reached ?20bn since early December.

Greece will hit its first crunch-point at the end of February when its bail-out extension expires. No doubt there will be an emergency extension ? perhaps a month ? but the debt redemptions will pile up after that, culminating in a ?7bn repayment to the ECB in July and August that Greece cannot meet.

Marcel Fratzscher, head of Berlin?s DIW institute in Berlin, told Reuters that Mr Tsipras is playing a ?very dangerous game? that risks setting off a snowball. ?If people start to believe that he is really serious, you could have massive capital flight and a bank run. You are quickly at a point where euro exit becomes possible,? he said. http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/...ces-nuclear-risk.html  

10909 Postings, 4824 Tage lehnaAuweiha...

 
  
    #31753
1
29.01.15 22:39
Die Inflation steigt in Russland aktuell auf gut 11 Prozent.
Laut Russlands Wirtschaftsminister Wedew könnte die Inflation im März oder April auf 15 bis 17 Prozent steigen.
Der sagt das so lässig dahin.
Also im Westen müsste unser Draghi nach solchen Aussagen unter Polizeischutz flüchten.
Da muss ich die coolen Russen echt bewundern-- kein grölen, brüllen, johlen und kein Shitstorm...  

6309 Postings, 1793 Tage Monti Burns#31739 Herr Antilemming !

 
  
    #31754
2
30.01.15 02:39
Warum gerade Sie von Fanatismus sprechen, entbehrt nicht
einer gewissen Komik. Jemand, der sich nun schon seit Jahren,
mit zunehmender Aggressivität auf dem Bären-Tripp befindet und
alle aus seinem Thread rausgemobbt hat, die nicht konform mit
der Verteufelung von FED, GS und USoA gehen.

Sie entsprechen in idealer Weise meinem Klischee des zornigen
Linken, der gerade solche Eigenschaften an den Tag legt, den er
bei den angeblichen Rechten anprangert (Vor allem Intoleranz)

Alles was nicht links der Mitte ist = Rechtsradikal,
so Euer Credo und damit wollt Ihr alle mundtot machen.
Wird auf Dauer nicht funktionieren !

Guten Tag




 

5483 Postings, 2267 Tage daiphongnaja Lehna, sie sind geschockt

 
  
    #31755
2
30.01.15 02:42
Die ökonomische Osteuropa-Krise hat nun auch Russland voll erwischt, damit hatte keiner gerechnet. Gerade noch war die Krise in den Ölmangelgebieten, Russland dagegen strotzte vor Geld, Macht und Einfluss in Europa. Moskau zog seinen Krieg gegen die armselige Ukraine hoch, legte sich mit der "dekadenten EU" selbstherrlich an, die Obama-USA galten als schwächlich.

Nun plötzlich berichten die gleichgeschalteten Medien wie Putin selbst oder unsere westlichen Geostrategie-Putinisten von einem ökonomischen Großangriff des Westens an allen Fronten. Keiner versteht, wie das passieren konnte, Sanktionen, Börsenkrise, Rubelkrise, Ölpreiskrise, Kreditmarktkrise, Inflation, Putin schickt Bomber an die europäischen Küsten und rasselt mit seinen Atomwaffen. Man schart sich hinter den Führer, anders kann man vorerst gar nicht denken. Die Reaktion ist eher wie im Krieg.

Video: Subprime in Osteuropa

 

39083 Postings, 3921 Tage Anti LemmingHerr Burns

 
  
    #31756
3
30.01.15 09:31
Gestatten Sie mir bitte, in einem Bären-Thread, den ich als Plattform für Bären eröffnet habe, Leute herauszuhalten, denen diese Thematik nicht passt. Das Gleiche wird in Bullen-Threads praktiziert, wenn dort bärische "Spammer" stören.

Spammern geht es in der Regel nicht um sachliche Kritik, sondern sie teilen die in dem jeweiligen Thread vertretene Generalmeinung nicht (weil sie von der eigenen abweicht) und kühlen deshalb mit unsachlichen und persönlich verletztenden Kommentaren ihr Mütchen. Dass dies un- bzw. kontraproduktiv ist, muss ich nicht näher erläutern.

Überdies sollte man sich hüten, Leute, die man persönlich nicht kennt, aufgrund einer "online" gewonnen Einschätzung vorzuverurteilen. Man neigt sonst - wie auch dieser Thread in teils beschämender Weise zeigt - sehr leicht dazu, seine eigenen "Themen" in die Welt zu projizieren. Gehässige Kritik an Anderen sagt daher in erster Linie etwas über einen selber aus (Gruß an Daiphong).
 

34120 Postings, 5573 Tage KickyMaybrit Illner und die Eurokrise

 
  
    #31757
3
30.01.15 10:28
http://www.faz.net/aktuell/politik/...ntPagedArticle=true#pageIndex_2

wirklich interessant war offenbar nur Beatrice Weder di Mauro, Wirtschaftswissenschaftlerin an der Universität Mainz,  Sie sah die eigentliche Gefahr für die europäische Politik in einem ?Game of Chicken?. Es stammt aus der Spieltheorie. Das Spiel gewinnt der mit den besseren Nerven: Zwei Autos fahren aufeinander zu und wer zuerst ausweicht, hat verloren. Es ist die Kalkulation mit der Risikobereitschaft des anderen.

Wer den Crash verhindern will, muss ausweichen. Übertragen auf die europäische Politik bedeutete es das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone unter chaotischen Bedingungen, so Frau Weder di Mauro. Es wird von den Umständen erzwungen, weil sich kein Akteur politisch ein Ausweichen erlauben kann: Tsipras muss die soziale Lage in Griechenland verbessern. Oettinger in Brüssel Forderungen aus anderen Krisenstaaten abwehren. Die Bundeskanzlerin den Unmut in der eigenen Wählerschaft fürchten, die sich wie Schäffler von Draghis Europa schon längst als enteignet betrachten.

... Politik wird eben von den Erwartungen und Ängsten der Wähler bestimmt. So machte Frau Weder di Mauro deutlich, warum die EZB nichts anderes als andere Zentralbanken in vergleichbaren Krisen macht. Sie warnte auch vor der einseitigen Debatte über die Wunderwirkung von Strukturreformen, die bekanntlich in der deutschen Politik in keiner Stellungnahme fehlen dürfen. Die deutsche Wettbewerbsfähigkeit, so ihr Hinweis, könnte weniger mit Hartz IV zu tun haben als mit dem günstigen Wechselkurs des Euro.

Zudem war ihre Ursachenanalyse der Krise durchaus bemerkenswert zu nennen. Sie wies auf die auseinanderlaufenden Inflationsraten in der Eurozone hin. Löhne und Preise waren in Griechenland im Vergleich zu Deutschland zu schnell gestiegen, entsprechend verlor das Land an Wettbewerbsfähigkeit. Das habe sich allerdings mittlerweile geändert. ...

...Selbst über den Schuldenstand Griechenlands und die Frage, wie damit umzugehen ist, kann man anders diskutieren als es bisher praktiziert wird. Frau Weder di Mauro machte es vor, nämlich völlig unaufgeregt. Sie beschrieb mögliche Lösungsstrategien, die aber alle einen Nachteil haben. Es wird keine geben, die keine negativen Folgen für Gläubiger wie Schuldner haben wird. Selbst der Austritt aus dem Euro, den etwa Schäffler forderte, funktioniert reibungslos nur auf dem Papier....  

34120 Postings, 5573 Tage KickyAlexis Tsipras Brief an die Deutschen

 
  
    #31758
2
30.01.15 10:44
Most of you, dear [German] readers, will have formed a preconception of what this article is about before you actually read it. I am imploring you not to succumb to such preconceptions. Prejudice was never a good guide, especially during periods when an economic crisis reinforces stereotypes and breeds biggotry, nationalism, even violence.

In 2010, the Greek state ceased to be able to service its debt. Unfortunately, European officials decided to pretend that this problem could be overcome by means of the largest loan in history on condition of fiscal austerity that would, with mathematical precision, shrink the national income from which both new and old loans must be paid. An insolvency problem was thus dealt with as if it were a case of illiquidity.

In other words, Europe adopted the tactics of the least reputable bankers who refuse to acknowledge bad loans, preferring to grant new ones to the insolvent entity so as to pretend that the original loan is performing while extending the bankruptcy into the future. Nothing more than common sense was required to see that the application of the 'extend and pretend' tactic would lead my country to a tragic state. That instead of Greece's stabilization, Europe was creating the circumstances for a self-reinforcing crisis that undermines the foundations of Europe itself.

My party, and I personally, disagreed fiercely with the May 2010 loan agreement not because you, the citizens of Germany, did not give us enough money but because you gave us much, much more than you should have and our government accepted far, far more than it had a right to. Money that would, in any case, neither help the people of Greece (as it was being thrown into the black hole of an unsustainable debt) nor prevent the ballooning of Greek government debt, at great expense to the Greek and German taxpayer.

Indeed, even before a full year had gone by, from 2011 onwards, our predictions were confirmed. The combination of gigantic new loans and stringent government spending cuts that depressed incomes not only failed to rein the debt in but, also, punished the weakest of citizens turning people who had hitherto been living a measured, modest life into paupers and beggars, denying them above all else their dignity.

The collapse of incomes pushed thousands of firms into bankruptcy boosting the oligopolistic power of surviving large firms. Thus, prices have been falling but more slowly than wages and salaries, pushing down overall demand for goods and services and crushing nominal incomes while debts continue their inexorable rise. In this setting, the deficit of hope accelerated uncontrollably and, before we knew it, the 'serpent's egg' hatched ? the result being neo-Nazis patrolling our neighbourhoods, spreading their message of hatred.

Despite the evident failure of the 'extend and pretend' logic, it is still being implemented to this day. The second Greek 'bailout', enacted in the Spring of 2012, added another huge loan on the weakened shoulders of the Greek taxpayers, "haircut" our social security funds, and financed a ruthless new cleptocracy.

Respected commentators have been referring of recent to Greece's stabilization, even of signs of growth. Alas, 'Greek-covery' is but a mirage which we must put to rest as soon as possible. The recent modest rise of real GDP, to the tune of 0.7%, signals not the end of recession (as has been proclaimed) but, rather, its continuation. Think about it: The same official sources report, for the same quarter, an inflation rate of -1.80%, i.e. deflation. Which means that the 0.7% rise in real GDP was due to a negative growth rate of nominal GDP! In other words, all that happened is that prices declined faster than nominal national income. Not exactly a cause for proclaiming the end of six years of recession!

Allow me to submit to you that this sorry attempt to recruit a new version of 'Greek statistics', in order to declare the ongoing Greek crisis over, is an insult to all Europeans who, at long last, deserve the truth about Greece and about Europe. So, let me be frank: Greece's debt is currently unsustainable and will never be serviced, especially while Greece is being subjected to continuous fiscal waterboarding. The insistence in these dead-end policies, and in the denial of simple arithmetic, costs the German taxpayer dearly while, at once, condemning to a proud European nation to permanent indignity. What is even worse: In this manner, before long the Germans turn against the Greeks, the Greeks against the Germans and, unsurprisingly, the European Ideal suffers catastrophic losses.

Germany, and in particular the hard-working German workers, have nothing to fear from a SYRIZA victory. The opposite holds. Our task is not to confront our partners. It is not to secure larger loans or, equivalently, the right to higher deficits. Our target is, rather, the country's stabilization, balanced budgets and, of course, the end of the grand squeeze of the weaker Greek taxpayers in the context of a loan agreement that is simply unenforceable. We are committed to end 'extend and pretend' logic not against German citizens but with a view to the mutual advantages for all Europeans.

Dear readers, I understand that, behind your 'demand' that our government fulfills all of its 'contractual obligations' hides the fear that, if you let us Greeks some breathing space, we shall return to our bad, old ways. I acknowledge this anxiety. However, let me say that it was not SYRIZA that incubated the cleptocracy which today pretends to strive for 'reforms', as long as these 'reforms' do not affect their ill-gotten privileges. We are ready and willing to introduce major reforms for which we are now seeking a mandate to implement from the Greek electorate, naturally in collaboration with our European partners.

Our task is to bring about a European New Deal within which our people can breathe, create and live in dignity.

A great opportunity for Europe is about to be born in Greece. An opportunity Europe can ill afford to miss.
http://www.zerohedge.com/news/2015-01-29/...e-never-told-about-greece
Alexis Tsipras via Syriza.net,  

10909 Postings, 4824 Tage lehnaDass Fatale scheint zu sein ...

 
  
    #31759
30.01.15 10:49
dass Putin in der Ukraine "bomben muss". Wie soll er sonst seine Landsleute bei der Stange halten???
Wirtschaft und Rubel saufen total ab. Man rechnet mit 17 Prozent Inflation.
Eine Option ist da natürlich, in der geschwächten Ukraine als Retter von Russen den Dicken zu machen.
Ewig wird diese Strategie nicht funktionieren...  

5483 Postings, 2267 Tage daiphongRussland ist die letzte "Pickelhaube" der Welt

 
  
    #31760
30.01.15 10:52
es definiert sich selbst als neoklassisches Imperium und internationales Zentrum reaktionärer Ideologie und Politik.

Die imperiale Ordnung und Kultur, das imperiale Denken und der imperiale Staat stammen aus Sowjetunion wie Kaiserreich, beide scheinbar so feindlichen Ordnungen gelten als gleichberechtigte Quellen des heutigen Russlands. Denn in der imperialen Struktur unterscheiden sie sich tatsächlich kaum, das ist das Kontinuum Russlands.

Das imperiale Denken stammt immer aus den Tiefen der Provinz.
Aus isolierten Städten und Dörfern, die ein Großreich und ein Zentrum tragen, auch zu einer internationalisierten Welt gehören, zu der sie praktisch kaum Kontakt und keine gesellschaftliche Erfahrung haben. Dem Zentrum ihres Reichs sind sie dadurch unterworfen, dass zumindest die Verantwortungsträger kritiklos dessen Medien und Bildung übernehmen müssen, dessen internationale Lageeinschätzung und Kriegsaufrufe, dessen nationale Lageeinschätzung und Marktdefinitionen. Das Land ist hyperzentralistisch, die Menschen sind politisch hörig, mündig nur im überschauten Bereich.

Russland samt Umfeld ist trotz aller Wandlungen im Staats- und Wirtschaftsaufbau weltweit die größte gleichgeschaltete Provinz geblieben, ein in sich selbst mächtiges Imperium. Die sowjetische Revolution gegen russischen Imperialismus und feudale Oligarchie war seinerzeit zwar als moderne Freiheitsbewegungen in den Völkern des Imperiums, in den Städten, in den Kasernen, Fabriken, Landgütern entstanden. Die Sowjets machten daraus jedoch ein zentralgesteuertes sozialistisches Imperium. Moskau wurde zur absolutistischen kulturellen Herrschaft ausgebaut und zum internationalen Lagezentrum des Imperiums.

Das geostrategische Denken der sowjetisch geprägten Linken ähnelt dem der extremen Rechten - es ist hyperzentralistisch und imperial. Und es geht immer vom Krieg der Nationen aus. Frieden sei deshalb nur innerhalb des Machtbereichs großer imperialer Nationen zu erzielen, zu denen Russland sich selbst zählt. Dazu werden andere Nationen unterworfen, abhängig gemacht, oder sie docken strategisch freiwillig an ein Imperium an.
Der Macht- und Gewaltapparat der Nationen spielt dafür die entscheidende Rolle. Zwischen den Imperien herrscht latenter Weltkrieg, nur Atommächte zählen wirklich, sie besitzen ein intellektuelles geostrategisches Lagezentrum. Es herrscht weltweite Konkurrenz um die freien Nationen nach Maßgabe der Vorteile wie Nachteile, die ein Imperium ihnen verschaffen kann. Gewinne und Schäden der Nationen (in ihnen der Klassen) seien materiell, militärisch, ideologisch möglich. Destruktive Aktionen gelten in latenten Krieg effektiv genauso wie konstruktive.

Aus imperialer Sicht hat Russland sein äußeres Imperium weitgehend an das Imperium der USA und dessen Vasallen-Imperium EU verloren, man spricht vom Untergang der multipolaren Welt, die Einordnung ins die unipolare globale US-Imperium könne man aber nicht akzeptieren. Denn man verfüge weltweit über gute Beziehungen, durch Gas, Geld, Einkäufe, Investitionen, Tourismus über starke Mittel in der EU und nach wie vor über einen großimperialen Gewaltapparat. Die Gewinnung der EU ist das zentrale Ziel des Imperiums, durch das es auf Augenhöhe mit den USA kommen will.

Dieses extrem provinzielle Denken der Machtzentrale Moskau kommt in den realen und geistigen Provinzen Europas von Griechenland bis Dresden gut an, bei reaktionären ehemaligen Sowjetlinken wie bei Provinz-Nationalisten, die sich in Putinis Antiamerikanismus, der russischen Medienpropaganda, ihrer Ablehnung urbaner Kulturen, ihrem Missverständnis der Märkte, von Kapitalismus als "imperialer Krieg mit anderen Mitteln" vereinigt sehen.

 

5483 Postings, 2267 Tage daiphongTsipras Bief

 
  
    #31761
30.01.15 10:54

34120 Postings, 5573 Tage KickyIsrael am Rande eines Neuen Krieges?

 
  
    #31762
30.01.15 11:38
Israel and Hezbollah are at war.  On top of everything else that is going on in the world, now we have a new war in the Middle East, and nobody is quite certain what is going to happen next.  Israel has been preparing for this moment for more than 8 years.  So has Hezbollah.  According to some reports, Hezbollah has amassed an arsenal of 50,000 rockets since the end of the Hezbollah-Israel war in 2006.  If all-out warfare does erupt, we could potentially see tens of thousands of missiles rain down into an area not too much larger than the state of New Jersey.  And of course the Israeli military is also much more sophisticated and much more powerful than it was back in 2006.  If cooler heads do not prevail, we could be on the verge of witnessing a very bloody war.  But right now nobody seems to be in the mood to back down.

Hezbollah is absolutely fuming over an airstrike earlier this month that killed six fighters and a prominent Iranian general.  And Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu says that Israel is ?prepared to act powerfully on all fronts? in response to a Hezbollah ambush that killed two Israeli soldiers and wounded seven.  Just such an incident is what sparked the war between the two sides back in 2006.  But this time, a conflict between Israel and Hezbollah could spark a full-blown regional war.......

If things continue to escalate, we might not just be talking about another Hezbollah-Israel war.

In the south, tensions between Israel and Hamas remain near all-time highs.  In the event of a full-blown war, Hamas probably could be easily convinced to join the fray.  And if Hamas jumps in, the rest of the Palestinians might not be far behind.

In addition, ISIS now has territory near the border with Israel?
Needless to say, ISIS would be extremely interested in any conflict with Israel.

And of course there are all of the other surrounding Islamic nations that are not too fond of Israel either.

The truth is that the Middle East is a perpetual tinderbox.  One spark could set the entire region on fire.
........

http://theeconomiccollapseblog.com/archives/...-act-powerfully-fronts  

34120 Postings, 5573 Tage KickyGorbatchow kritisiert USA vehement

 
  
    #31763
1
30.01.15 11:42
http://www.commondreams.org/news/2015/01/29/...old-war-could-turn-hot

Mikhail Gorbachev stated that the United States has pulled Russia into a new Cold War that faces the risk of further escalation.

The 83-year-old former Soviet leader made the comments on Thursday in an interview with Russian news agency Interfax.

"The U.S. has already dragged us into a new Cold War, trying to openly implement its idea of triumphalism," he is quoted as saying.

"Where will that lead all of us?" he said.

"I can no longer say that this Cold War will not lead to a ?Hot War.? I fear that they could risk it," Gorbachev said, referring to the United States. "All you hear is about sanctions towards Russia from America and the European Union. Have they totally lost their heads? The U.S. has been totally 'lost in the jungle' and is dragging us there as well."  

14258 Postings, 3118 Tage Malko07Die EU hat sich gestern nicht

 
  
    #31764
3
30.01.15 11:49
auf die Verschärfung der Sanktionen geeinigt sondern nur auf die Fortsetzung der schon laufenden Sanktionen. Obama meinte allerdings gestern die USA würden die Sanktionen verschärfen weil es auch die Europäer getan haben. Lustig! Natürlich weiß er was in Brüssel gelaufen war, es interessiert ihn aber recht wenig. Er hat nämlich den Dicksten und den Größten. Und bezüglich Wirtschaftssanktionen stimmt das auch:

Keine Firma weltweit kann es sich erlauben gegen US-Embargos zu verstoßen. Haben sie nämlich ein Geschäft in den USA können sie dort zur Rechenschaft gezogen werden. Bezieht eine Firma Produkte oder Vorprodukte von US-Firmen kann letzteren mit Präsidentenerlass verboten werden irgendwelche Waren an die Firma zu liefern und auch keine sonstigen Geschäftsbeziehungen zu pflegen. Das gilt auch für Dreiecksgeschäfte. Und da man gerade im Elektroniksektor nicht ohne Produkte von US-Firmen auskommt, ist der Druck sehr hart und sehr wirksam. Europäischen Kasperlesanktionen braucht es nicht.

Die europäischen Sanktionen dienen primär Propagandaaktivitäten bezüglich der europäischen Bevölkerung. man will zeigen wer der Böse ist und dass man treu zu den USA steht.

Und die NATO will als der europäische Arm der USA angeblich nicht Russland niederringen - meint unser Pickelhaubenträger. Dann soll er uns erklären wieso die USA schon vor Jahren den Antrag gestellt haben Georgien und die Ukraine in die NATO aufzunehmen. Inzwischen kooperiert die NATO intensiv (Beratung, militärische Zusammenarbeit, Lieferung von Waffen) mit Georgien, Armenien, Aserbaidschan und Moldawien.

Wikipedia: Georgien und die Ukraine möchten mit Unterstützung der Vereinigten Staaten so bald wie möglich der NATO beitreten; Russland lehnt dies ab. Die westeuropäischen NATO-Staaten lehnen Verhandlungen mit Rücksicht auf Russland ab, wogegen die osteuropäischen NATO-Staaten möglichst schnell mit Georgien und der Ukraine Beitrittsverhandlungen aufnehmen möchten und dabei auf den Kaukasuskrieg verweisen. Deutschland und Frankreich betonten 2008, dass Georgien mit seinen abtrünnigen Provinzen Abchasien und Südossetien, welche sich als unabhängig erklärt hatten, die NATO destabilisieren würde und die Mehrheit der Ukrainer einen Beitritt zur NATO ablehne.[12] Nach den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine 2010 rückte der neue prorussische Präsident Wiktor Janukowytsch von einem möglichen NATO-Beitritt der Ukraine ab und betonte den Status als blockfreies Land.





 
Angehängte Grafik:
897px-nato_enlargement.png (verkleinert auf 85%) vergrößern
897px-nato_enlargement.png

10320 Postings, 2428 Tage Fillorkill# 60 bei reaktionären ehemaligen Sowjetlinken

 
  
    #31765
1
30.01.15 12:10
Eine reine Erfindung, die spätestens in den 50'ern des letzten Jahrhunderts mit Chruschtschows berühmter Abfertigung des Stalinismus gegenstandslos wurde und mit der Selbstaufhebung der Sowjetunion auch als Exotica in der politischen Welt unter 1 % verschwand. Sein Pendant, der Antikommunismus, hält sich dagegen als Stereotyp hartnäckiger, weil die Verantwortung für den Grundwiderspruch westlicher Geostrategie, Freiheit militärisch exportieren zu wollen, weiterhin einer Adresse bedarf. Sprich das Bedürfnis, die notwendig destruktiven Konsequenzen dieser Geostrategie einem anerkannt bösen Willen anzulasten...

Dieses der Geostrategie eigene Bedürfnis nach einem äusseren Feind in der Gesellschaft durchzusetzen ist in den letzten Jahrzehnten zum Job der geläuterten Westlinken geworden, die sich nun als Neocon, linksgrüner Bellizismus oder antideutsches Abbruchunternehmen für jede Form des Antikapitalismus endlich auf der sicheren Seite der Geschichte wähnt. Ihr antikritisches kollektives Denken hat sie dabei mitgenommen und darüber neue Koalitionen geschmiedet mit versprengten Protagonisten der McCarthy Ära, Survival of the Fittest Ideologen und jener völkischen Rechten, die immer noch mit den Sowjets für 45 abrechnen will...





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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

14258 Postings, 3118 Tage Malko07Auch als Antonis Samaras

 
  
    #31766
1
30.01.15 12:15
ans Ruder kam gab es die Versprechungen für eine funktionierende Staatsverwaltung, der Bekämpfung der Korruption und für ein gerechtes Steuersystem zu sorgen. Leider ist diesbezüglich sehr wenig bis nichts passiert. Sogar die Versuche unsinnige Regulierungen zurück zu schrauben sind praktisch vollständig gescheitert. Nur auf der Ausgabenseite ist etwas passiert, manchmal sogar großer Unsinn.

Die neue Regierung mach praktisch identische Versprechungen. Kann man ihr glauben? Es gibt keinen Grund. Die ersten Aktivitäten versprechen genau das Gegenteil. Als ersten wird der einmalig in Europa aufgeblähte Staatsapparat (auch heute noch) wieder aufgeblasen und es wird ein Schuldenschnitt verlangt. Wenn man die Konditionen der Zins- und Tilgungszahlungen sieht, drängt Letzteres wirklich nicht. Wie wäre es, man führt als erstes die immer wieder versprochenen Verwaltungs- und Steuerreformen durch, bekämpft die Korruption und dann spricht man über einen Schuldenerlass?

Deutschland darf Staaten keine Kredite mehr geben wenn Deutschland als Gläubiger Ausfälle akzeptieren musste. Ähnliche Regeln haben viele Staaten und die EZB. Die Schulden Griechenlands liegen heute größtenteils in öffentlicher Hand. Es sind also große Gesetzesänderungen in vielen Staaten vorher notwendig. in manchen sogar Verfassungsänderungen um Schulden zu erlassen. Dies ist auch der Grund weshalb man den Schulden immer längere Laufzeiten bei immer niedrigeren Zinsen verpasst hat. Das aber interessiert Griechenland alles nicht. Also soll man sie in die Pleite entlassen.  

8060 Postings, 3898 Tage lumpensammlerIn dais Pippi-Welt

 
  
    #31767
3
30.01.15 12:27
Wabert die westliche Marktwirtschaft emanzipatorisch und immer friedfertig durch die global vernetzte Welt. Etwaige Kollateralschäden auf diesem Weg gehen in der Gegenwart stets zu Lasten der bekannten Bösewichte, die notfalls gewaltsam befriedet werden müssen. Retrospektiv sind diese Kollateralschäden strategische Fehler, die sich mit wachsendem zeitlichen Abstand zu Verbrechen emporarbeiten. Sie sind dann aber schon so weit weg, dass keinerlei Verbindung zur aktuell auf der Agenda
Stehenden Mission zu ziehen ist.  

10320 Postings, 2428 Tage FillorkillStalin-Zögling Lumpi

 
  
    #31768
2
30.01.15 13:12
hat Demokratie und Markt leider nicht verstanden. Sein Beschwören der geistigen Enge der Provinz fällt bekanntlich mit seinem Hass auf alles Urbane zusammen. Hyperzentralistisch und imperial aufgelegt sieht er überall 'Geostrategie', sprich Einflussnahmen die keine sind und Kriege, die nie stattgefunden haben. Sowjetschablonen der Verschwörungstheorie also, die tatsächlich einem total verpfuschtem Leben entspringen, für welches er den verhassten Westen zur Verantwortung gezogen haben will - Adolf Putin dabei der ersehnte Vollstrecker...
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

34120 Postings, 5573 Tage KickyRussland stellt Griechenland Finanzhilfe in Aussic

 
  
    #31769
30.01.15 13:19
http://www.griechenland-blog.gr/2015/01/...hilfe-in-aussicht/2134343/

Wie das amerikanische Nachrichtennetz CNBC anmerkt, kamen die Erklärungen Siluanovs zwei Tage später, nachdem die neue linke Regierung Griechenlands sich von den Aufrufen zur Steigerung der Sanktionen gegen Russland distanzierte ? und wies damit darauf hin, Griechenland könnte nach Osten, sprich Russland wegen Unterstützung schauen.  

8060 Postings, 3898 Tage lumpensammlerUnser Dai Zetung hätts nicht besser sagen können

 
  
    #31770
2
30.01.15 13:26

34120 Postings, 5573 Tage KickyTsipras ruft Minister auf zurückhaltend zu sein

 
  
    #31771
30.01.15 13:27
mit ihren Äusserungen gegenüber den Medien
http://www.griechenland-blog.gr/2015/01/...eissen-memorandum/2134327/
.....
haben Informationen zufolge die konkreten Erklärungen das Missfallen auch des Premierministers Alexis Tsipras hervorgerufen, der im Rahmen der ersten Kabinettsitzung am Mittwochmorgen seine Minister aufrief, bei allem, was sie gegenüber den Medien äußern, zurückhaltend zu sein.

Die Erklärungen der Minister

   Annullierung der Null-Defizit-Klausel bei den Zusatzrenten, aber auch aller Memorandums-Verpflichtungen, welche die Renten kürzen und die Altersgrenzen anheben, kündigte Dimitris Stratoulis, Vizeminister für Sozialversicherungen an
 Bereits seit gestern erklärte der Vizeminister für Seefahrt, Thodoris Dritsas, das Verfahren der Privatisierung des Hafenorganismus Piräus (OLP) zu stoppen.
 Am frühen Morgen gab der neue Minister für Produktionsneuorganisation, Panagiotis Lafazanis, die umgehende Annullierung des ?Splittings? der DEI bekannt, die ? wie er sagte ? mit öffentlichem Charakter weitermachen wird, während er auch Senkungen der Strompreise ankündigte. Später, bei der Übergabezeremonie, sagte er, den Verkauf der ? dem Privatisierungsfonds TAIPED gehörenden ? Hellenic Oil (ELPE) annullieren und diese an den Staat zurückgehen werde.
 Wie Panos Skourletis, Minister für Arbeit und gesellschaftliche Solidarität erklärte, wird die Widerherstellung des Mindestlohns auf 751 Euro in einem der ersten von der SYRIZA vorgelegten Gesetzentwürfe enthalten sein. ?Unter den ersten Gesetzentwürfen existieren jene, die mit den Tarifverträgen, dem Gesetz bezüglich der Zwangsmobilisierung und natürlich allem, was mit dem Schutz bezüglich der Massenentlassungen und der Wiederherstellung des Mindestlohns auf 751 Euro in Zusammenhang steht?, erklärte er in einer Sendung des TV-Senders ANT1.
  Giorgos Katrougkalos, Vizeminister für Verwaltungsreform, verpflichtete sich zur Widerrufung der Entlassungen auf dem öffentlichen Sektor, die sich aus der Maßnahme der ?Arbeitsreserve? ergaben oder von dem Obersten Verwaltungsgerichtshof für verfassungswidrig befunden wurden.
  Abschaffung der Themen-Datenbank im Oberstufengymnasium, Streichung des Gesetzes über die ?ewigen Studenten? und Rückkehr der mit der Maßnahme der ?Arbeitsreserve? entfernten Verwaltungsangestellten der Universitäten kündigte unter anderem der Vizeminister für Bildung, Tasos Kourakis an.
 Der neue Vizeminister für Gesundheit, Andreas Xanthos, kündigte die Streichung der Gebühr von 5 Euro in den Ambulanzpraxen der Krankenhäuser und der Gebühr von 1 Euro je Rezept an.
 Giorgos Stathakis, Minister für Wirtschaft, Infrastrukturen, Seefahrt und Tourismus, stellte bei seinem Amtsantritt klar, die neue Regierung werde nicht in den Privatisierungen der peripheren Flughäfen voranschreiten. Er betonte jedoch auch, der begonnene Zyklus laufender Projekte müsse zu Ende geführt werden......

 

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