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Die Zuckerhausse kommt

Seite 1 von 51
neuester Beitrag: 22.08.14 12:35
eröffnet am: 09.03.08 20:10 von: rogers Anzahl Beiträge: 1264
neuester Beitrag: 22.08.14 12:35 von: ING_Immerm. Leser gesamt: 187189
davon Heute: 129
bewertet mit 26 Sternen

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2337 Postings, 2389 Tage rogersDie Zuckerhausse kommt

 
  
    #1
26
09.03.08 20:10
Am Anfang stelle ich erst einmal zwei Charts rein, die folgendes zeigen sollen:
1) Die Zuckerpreise können sehr schnell sehr stark steigen, leider fallen sie danach auch sehr schnell wieder, weil Zuckerrohr wie Unkraut wächst und hohe Preise zu einer starken Angebotsausweitung führen; deshalb ist Schnelligkeit der Anleger oberste Pflicht.
2) Das jetzige Preisniveau liegt historisch betrachtet auf mittlerem Niveau der 90iger Jahre. Von Preisboom wie bei anderen Rohstoffen kann noch keine Rede sein. Zwei Mal gab es in der letzten Rohstoffhausse von 1968-1982 eine Zuckerpreisexplosion: 1974 und 1980. Auch in dieser Rohstoffhausse (2000-????) erwarte ich mindestens eine Zuckerpreisexplosion, die uns sehr schnell ans historische Hoch bei über 60 Cents bringen kann. Der letzte Preisschub aus den Jahren 2005/2006 hat schon mal einen Vorgeschmack für die Zukunft gegeben.  
Angehängte Grafik:
zucker-chart.png (verkleinert auf 71%) vergrößern
zucker-chart.png

7521 Postings, 4270 Tage 310367atrink nur light

 
  
    #2
2
09.03.08 20:16
ungswasser  ;-))))
-----------
ich werde komunist mit parteizugehörigkeit.den parteimitgliedern ist es immer gut gegangen, was man vom restlichen volk nicht sagen kann

2337 Postings, 2389 Tage rogersChart 2

 
  
    #3
1
09.03.08 20:17
Das Hoch aus dem Jahr 1974 (60 Cents) wurde 1980 (45 Cents) zwar nicht erreicht, aber auch hier ist die Schnelligkeit der Preisbewegung (sowohl nach oben als auch nach unten) atemberaubend. Da kann man sowohl mit Longs als auch mit Shorts reich werden.  
Angehängte Grafik:
zuckerchart2.png (verkleinert auf 71%) vergrößern
zuckerchart2.png

905 Postings, 2490 Tage EinszweidreiWir leben übrigens im Jahr 2008....

 
  
    #4
3
09.03.08 20:34
und nicht 1975 oder 1981.

;)

Zucker steigt schon seit Mitte letzten Jahres....
-----------
Vorsicht, Börse macht bekloppt !
Angehängte Grafik:
bigchart_1_.png
bigchart_1_.png

2337 Postings, 2389 Tage rogers@einszweidrei

 
  
    #5
3
09.03.08 21:02
Die 35% Anstieg in den letzten Monaten mag für Aktionäre, die derzeit schon mit 5% Kurssteigerung zufrieden sind, eine Menge Holz sein, aber das ist meines Erachtens nur ein kleiner Pups. Alles andere als eine Preisverdopplung (oder Preishalbierung) ist für mich nur ein normale Preisschwankung, das Potential für Preissteigerungen ist gewaltig (vgl. 2006). Die Rekordernten der letzten 2 Jahre haben den Preis abstürzen lassen. Sollte der Ölpreis weiter hoch bleiben oder steigen, wird auch Zucker wieder nach oben springen, denn Brasilien stellt in hohem Maße Bioethanol aus Zuckerrohr her. Somit ist Zucker eine indirekte Wette auf den Ölpreis, mit viel höherem Hebel.  
Angehängte Grafik:
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zuckerchart3.jpg

2337 Postings, 2389 Tage rogersein paar Aussagen

 
  
    #6
09.03.08 21:09
von Jim Rogers vom 28.2.2008:

RTE - London (www.rohstoffe-go.de) Investmentguru Jim Rogers sprach heute in Tokio im Rahmen des CLSA Japan Forums über die Preisentwicklung bei Zucker, Baumwolle und andere Rohstoffe.

Zu den Agrarrohstoffen sagte er: "Wenn ich sage, wie bullisch ich gegenüber Agrarrohstoffen bin, dann würden Sie sagen, dass ich den Raum verlassen soll. Die Preise für Agrarrohstoffe werden explodieren. Die Lagerbestände von Lebensmitteln sind auf dem tiefsten Stand seit mehr als 40 Jahren. Die Anbaufläche für Weizen ist seit mehr als 30 Jahren rückläufig."

"Jeder von Ihnen sollte soviel Zucker kaufen, wie er kann. Der Preis für Zucker wird explodieren."

"Ich bin bereits eine Weile Baumwolle gegenüber bullisch. Viele im Textilgeschäft wechseln derzeit von synthetischen zu Naturfasern, da dies deutlich billiger ist."

Auch zum japanischen Yen hat sich Rogers geäußert: "Ich bin im Yen investiert und es gibt etwas anderes was ich derzeit kaufe. Ich bin überzeugt, dass sich der Carry Trade drehen wird und wenn das passiert, dann wird der Yen durch die Decke gehen".
 

905 Postings, 2490 Tage EinszweidreiDas sehe ich auch so.

 
  
    #7
1
09.03.08 21:17
allerdings konnte man schon seit Jahresanfang mit nem Mini Long eine super Performance erreichen... ;)
Jetzt gibts bestimmt erst mal eine kleine Konsolidierung, um dann weiter anzusteigen.
-----------
Vorsicht, Börse macht bekloppt !

2337 Postings, 2389 Tage rogersEin bearisher Artikel

 
  
    #8
10.03.08 18:11
für alle Zuckerinvestoren wurde von der ISO (international sugar organization) veröffentlicht, deshalb der Preisrutsch in den letzten Tagen. Trotzdem bleibe ich wegen des Bioethanolbooms langfristig bullish. Hier ein kleiner Auszug:

"Fuel Ethanol
Global fuel ethanol production and consumption is forecasted to rise markedly in 2008 to around 66 bln litres. New Energy legislation in the US mandates sharply higher inclusion at 34 bln litres whilst in Brazil continuing robust sales of flex-fuel vehicles drives production and offtake even higher. New and increased inclusion mandates is expected to boost EU consumption to 4.4 bln litres but production could be impacted adversely should cereal prices remain high. India will implement its E10 mandate from October next year, at least doubling fuel ethanol output and consumption. Thailand’s government continues to encourage consumption of E10 using consumer price incentives, which could double fuel ethanol consumption. Brazil will, remain the key origin of internationally traded ethanol in 2008. The EU will remain as the globes largest importer – around 1 bln litres - whilst the US is again unlikely to import large volumes. Prices for ethanol have recovered during the past few months in the United States and Brazil and are anticipated to remain firm during 2008."
Da sieht man mal: Wenn die USA wegen der hohen Maispreise und Ölpreise irgendwann einmal gezwungen sind, Bioethanol aus Brasilien zu importieren, dann steigt der Zuckerpreis kräftig. Bitte Link anklicken:
Quelle: http://www.sugaronline.com/editorials/editorials/...ess%20Release.pdf  

2 Postings, 2349 Tage SugarkissesRaus oder drin bleiben

 
  
    #9
17.03.08 19:54
Heute erneute runter 10%! Soll man abwarten oder long drin bleiben und ausharren? Wie weit würde der Kurs noch korrigieren? 11.40? oder bei 12 bodenbildung? oder weiter runter 8.60? Danke für eure raschen Antworten...  

2337 Postings, 2389 Tage rogers@sugarkisses

 
  
    #10
17.03.08 20:21
Zucker kann im schlimmsten Fall weitere 20% verlieren: Bei 9-10 Cents gibt es einen stabilen Boden, in diesem Bereich sind die Commercials vor ein paar Monaten stark netto long gegangen. Als Anleger muß man sich fragen, ob man ein kurzfristiger oder langfristiger Spekulant ist: Kurzfristige Spekulanten sollten ihre Gewinne, falls vorhanden, nehmen und den Markt verlassen. Langfristige Spekulanten wie ich glauben, dass sich der Zuckerpreis in den nächsten Jahren verdoppeln bis vervierfachen wird, u.a. auch wegen des hohen Ölpreises und der starken Nachfrage (es fehlt nur noch ein schwaches Angebot durch Mißernten). Für solche Spekulanten ist ein Open-End-Zertifikat mit niedriger KO-Schwelle (unter 8,6 Cents) sinnvoll.  

866 Postings, 2419 Tage Duc916ich glaube nicht

 
  
    #11
1
17.03.08 21:27
das es morgen sofort weiter so stark fällt, eher bin ich überzeugt das sich der Future auf ca. 12,80 erholen wird. Von dem Niveau aus könnte er dann wieder fallen. Für Zucker war die Bewegung nach unten heute einfach zu heftig.  

2337 Postings, 2389 Tage rogersnatürlich

 
  
    #12
17.03.08 21:45
wird es nicht in diesem Tempo weiter nach unten gehen (wenn es überhaupt runter geht). Heute war ein klassischer Sell-Off-Tag bei den Rohstoffen: Kaffee, Kakao, Öl,.... fast alles ist gefallen, außer O-Saft, aber der ist schon seit Wochen im Niedergang. Das ganze erinnert mich an den Absturz Ende Januar: Damals sind die Aktien und Rohstoffe auch gleichzeitig abgeschossen worden, aber nur die Rohstoffe wie Zucker haben sich davon erholt. Ich mache mir bei Zucker keine großen Sorgen: ob es 20% runter oder rauf geht, ist mir egal; ich bin 100% davon überzeugt, dass der Zuckerpreis innerhalb der nächsten 5-10 Jahre an sein historisches Hoch von über 60 Cents heranläuft. Die (Buch-)Verluste sitze ich aus, eventuell schichte ich in andere Scheine um. Und ich habe vor doppelt zu verdienen: zuerst beim Anstieg long, danach beim Abstieg short, denn man darf eines nicht vergessen: "Zuckerrohr wächst wie Unkraut".  

905 Postings, 2490 Tage EinszweidreiNabend jungs,

 
  
    #13
17.03.08 22:09

Die 11,50 sehenn wir garantiert, dort ist auch erst die 100 Tage -Linie.
Dort gibts evtl. erst mal eine Seitwärtsbewegung.
Schätze mal in 3-4 Wochen kann man wieder drüber nachdenken.
Bis dahin ist der Dax viel interessanter. ;)

grüße 123

 

64 Postings, 2349 Tage Starfix- 10 % auweia

 
  
    #14
1
17.03.08 22:27

2337 Postings, 2389 Tage rogersein paar Gründe

 
  
    #15
18.03.08 20:50
für die derzeit schwachen Zuckerpreise:

"Zucker statt Ethanol

Aus dem Unternehmen Cosan - dem größten Zucker und Ethanolproduzenten Brasiliens - verlautete, dass man die neue Zuckerrohrernte insbesondere mit Blick auf die Preisentwicklung stärker als bisher für die Zuckerproduktion nutzen wolle: Während im laufenden Erntejahr ca. 57% zur Herstellung von Zucker genutzt würden, soll die Quote zulasten der Ethanolproduktion auf 60 - 65% steigen. Der Zucker Future legte in der Rallye seit Anfang Dezember ca. 50% zu, gab in der vorletzten Woche fast die Hälfte dieser Gewinne wieder ab und leidet trotz der Stabilisierungserfolge nach Aussagen von Händlern aktuell erneut unter heftigen Fondsliquidationen."

© Manfred Wolter
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart

 

905 Postings, 2490 Tage EinszweidreiDa werden wir

 
  
    #16
19.03.08 21:20

die 10,50 schneller sehen als gedacht.
Da sind noch jede Menge knock outs zu holen...  ;)  

5598 Postings, 4587 Tage SchwachmatDer Zuckerpreis fällt

 
  
    #17
1
19.03.08 21:30
seit ich nur noch 2 Löffel in meinen morgendlichen Kaffe mache.
Das kann kein Zufall sein!  

905 Postings, 2490 Tage EinszweidreiDu musst ja einen großen Haufen

 
  
    #18
19.03.08 21:40

zucker haben.
Ich kann mir nur 1 löffel pro tasse leisten !
Aber in 3 wochen kauf ich wieder ein, dann gibts

Zucker mit Tee und
Zucker mit Kaffee....

:)  

5598 Postings, 4587 Tage SchwachmatEigentlich trinke ich nicht mal Kaffee

 
  
    #19
19.03.08 23:11
geschweige denn Zucker(wasser).
Abär in diesen Breitengraden hält man es wohl nur mit Kaffee aus.

Also wenn schon Kaffee, dann mit genügend Zucker, daß der Löffel wenigstens in der Tasse stecken bleibt und mit sehr viel Milch.

:)



 

2337 Postings, 2389 Tage rogersich denke, dass

 
  
    #20
31.03.08 16:36
die Rally bei Zucker dieses Jahr nicht mehr kommt wegen: 1. stagnierender Ölpreis = fehlender Ethanolboom, 2. keine Mißernte bei Zuckerrohr in Sicht, 3. Überschuß von mehreren Mio. Tonnen pro Jahr. Trotzdem bin ich langfristig (mehrere Jahre) sehr bullisch, da der Zuckerverbrauch jährlich um knapp 3% ansteigt (2000: 130 Mio Tonnen; 2007: 159 Mio. Tonnen) und die Geschichte lehrt, dass die Ernte wegen Wetterkapriolen nicht in jedem Jahr rekordhoch ausfallen kann (siehe Weizen: Mißernte führte zu einer Verdreifachung des Preises bei starker Nachfrage). Außerdem wird es bei in Zukunft wieder steigenden Ölpreisen zu einer verstärkten Ethanolproduktion in Brasilien und Indien kommen, was das Zuckerangebot deutlich verknappen dürfte. Hier ein bärischer Artikel über Zucker:  

"Zucker demnächst wieder einstellig?

07:13 29.03.08
Quelle: http://www.rohstoff-trader.de

Dass Märkte nicht logisch funktionieren, konnte man zuletzt unter anderem bei Zucker beobachten. Obwohl die Welt derzeit fast schon an Zucker „erstickt“, konnten die Notierungen von Anfang Dezember 2007 bis Ende Februar um sagenhafte 50 Prozent anziehen, bevor erste Gewinnmitnahmen einsetzten. Wir wollen Ihnen heute die Gründe für diese erstaunliche „Rallye“ aufzeigen und gleichzeitig einen Blick auf die mögliche künftige Kurs-Entwicklung werfen.

Fonds-Einstieg als Kurs-Treiber

In erster Linie basierte der massive Anstieg der Zucker-Notierungen auf dem bereits erwähnten Einstieg vieler kapitalkräftiger Fonds. Diese Engagements erfolgten einerseits wegen der generell höheren Popularität der Rohstoff-Märkte zu Investmentzwecken in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres, die auf den anhaltenden Preisverfall beim US-Dollar sowie den daraus resultierenden Inflationssorgen und der Schwäche der Dividenden-Papiere zurückzuführen war. Hinzu kamen offenbar Überlegungen, dass Zucker allein auf Grund des massiven Preisverfalls in der Vergangenheit ein ordentliches Aufwärtspotenzial besitzt und gezielt gestreuten Gerüchten, dass die Ernten in einigen bedeutenden Anbau-Regionen niedriger als zunächst angenommen ausfallen könnten.

Abermaliger Produktionsanstieg

Die Fakten jedoch sehen anders aus: Am 20. November gab das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) bekannt, dass man für die Saison 2007/08 nunmehr mit einer globalen Produktion in Höhe von 167,1 Millionen Tonnen rechnet. Einige Monate zuvor prognostizierten die Behörden lediglich einen Output von 163,3 Millionen Tonnen. Damit haben sich die amerikanischen Experten den Schätzungen der Internationalen Zucker Organisation angenähert, die bereits Mitte 2007 einen weltweiten Ertrag von 169,6 Millionen in Aussicht stellte.

Endbestände auf rekordverdächtigem Niveau

Da gleichzeitig jedoch ein deutlich höherer Verbrauch in Aussicht gestellt wurde (162 statt 153,7 Millionen Tonnen im Wirtschaftsjahr 2006/07) reduzierte sich der Angebotsüberschuss von knapp elf auf nur noch rund fünf Millionen Tonnen. Dessen ungeachtet liegen die prophezeiten Vortragsbestände mit 46,6 Millionen Tonnen ebenso wie ein Ending Stock to Use Ratio von 28 Prozent im historischen Vergleich auf einem rekordverdächtigen Niveau. Trotz des geringeren Angebotsüberschusses ist der Markt damit bestens versorgt und der Preisanstieg von 50 Prozent unter fundamentalen Aspekten nicht einmal ansatzweise nachzuvollziehen, zumal bei der Überproduktion das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Anhaltender Angebotsüberschuss

Am 26. Februar dieses Jahres meldete sich nämlich die Internationale Zucker Organisation zu Wort und sprach davon, dass der Angebotsüberschuss ihren Berechnungen zufolge bei 9,3 Millionen Tonnen liegen wird. Das ist zwar gegenüber der Vorsaison immer noch ein leichtes Minus aber eben erheblich höher als die Schätzung des USDA. Spätestens dann erkannten auch viele Marktteilnehmer, dass die Zucker-Notierungen viel zu weit gelaufen waren und es kam zu heftigen Kurs-Korrekturen von 15 auf unter zwölf US-Cents.

Noch kein Ethanol-Boom in Sicht

In der Vergangenheit hat sich des Öfteren gezeigt, dass die Internationale Zucker Organisation mit ihren Prognosen sehr viel näher an der „Wahrheit“ liegt als das amerikanische Landwirtschaftsministerium. Wir gehen davon aus, dass dies auch jetzt wieder so sein wird und sich insbesondere das enorme Verbrauchs-Wachstum nicht bestätigt, zumal die Ethanol-Industrie die in sie gesetzten Hoffnungen bislang nicht wirklich erfüllen konnte. Zugegeben: Die Branche verzeichnet ansehnliche Wachstumsraten. Aber von einer nachhaltigen Marktdurchbringung ist der Spritersatz noch weit entfernt. Daran ändert es auch nichts, wenn der kalifornische „Gouvernator“ werbewirksam mit einem ethanolgetriebenen „Hummer“ durch die Gegend „kurvt“. Längerfristig mag die Zucker-Nachfrage seitens der Ethanol-Produzenten vielleicht kräftig zunehmen. Kurz- bis mittelfristig jedoch ist davon nicht auszugehen, weil bereits heute mehr Ethanol erzeugt als benötigt wird.

Fundamental überbewertet

Wir denken daher, dass die Internationale Zucker Organisation mit dem in Aussicht gestellten Angebotsüberschuss von gut neun Millionen Tonnen relativ gut liegt. Gegenüber der vergangenen Saison bedeutet dies ein Minus von 16 Prozent. Vergegenwärtig man sich, dass die Zucker-Notierungen seit ihren Tief knapp unter neun US-Cents Mitte Mai 2007 um mehr als 30 Prozent zulegen konnten, ist der Süßstoff aktuell sicherlich gut bezahlt. Weiteres nennenswertes Aufwärtspotenzial vermögen wir demzufolge nicht zu erkennen, es sei denn in einigen großen Anbau-Staaten kommt es tatsächlich zu beträchtlichen Ernte-Einbußen, wonach es aktuell aber nicht aussieht. Eher schon bestehen nicht unerhebliche Risiken auf der „Down-Seite“.

Charttechnisch durchwachsen

Auch charttechnisch sieht die derzeitige Situation eher durchwachsen aus: Der dynamische Aufwärtstrend seit Dezember 2007 ist nach den jüngsten Korrekturen klar nach unten durchbrochen. Zugleich notiert Mai-Zucker recht deutlich unter seiner 18-Tage-Linie und der MACD sowie der RSI stehen unverändert auf „verkaufen“. Allerdings generiert die etwas schnellere Stochastik bereits wieder ein Kaufsignal, nachdem der Support bei etwa 11,80 US-Cents erfolgreich verteidigt wurde. Dadurch ist zudem der flache Aufwärtstrend seit dem Spätsommer letzten Jahres intakt. Sollten sich die leichten Kursanstiege in den zurückliegenden Handelstagen nicht als bloßes „Strohfeuer“ entpuppen, besteht aus technischer Sicht durchaus Hoffnung, dass der Markt wieder nach oben dreht. Ein prozyklisches Kaufsignal ergibt sich, wenn der Widerstand bei 13 US-Cents überwunden wird. Ob es dazu allerdings kommt, muss man abwarten. Die Chancen hierfür bewerten wir als bestenfalls mäßig. Kommt es zu neuerlichen Rücksetzern und wird dabei die Marke von 11,80 US-Cents nachhaltig durchbrochen, sind einstellige Notierungen vorstellbar. Insgesamt erachten wir das letztgenannte Szenario auch aus fundamentaler Sicht für wahrscheinlicher.

Erfolgreiche Rohstoff-Trades wünscht

Ihre

Rohstoff-Trader-Redaktion
http://www.rohstoff-trader.de"  

2337 Postings, 2389 Tage rogersSollte die Nachricht

 
  
    #21
1
02.04.08 11:53
aus Indien stimmen, so dürfte der Angebotsüberschuß bei Zucker bei gleichzeitig steigender Nachfrage fast auf Null sinken, vorausgesetzt Brasilien kompensiert Indiens Ausfälle nicht. An der Meldung kann man auch erkennen, dass der weltweit gehandelte Zucker spottbillig ist (knapp 12 US-Cent für ca. 450 Gramm Zucker), so dass die Bauern auf lukrativere Nutzpflanzen wie z.B. Weizen umsteigen: Der Preisboden kann also nicht weit entfernt sein. Hier der Artikel:

"In Indien soll Zuckerproduktion zweistellig sinken
                              §
Mumbai (BoerseGo.de) - Der nach Brasilien weltweit zweitgrößte Zuckerproduzent Indien wird nächstes Jahr seine Produktion um voraussichtlich 15 Prozent drosseln. Dies bekundete der Generaldirektor der Indian Sugar Mills Association, S.L. Jain. Die in den Raum gestellte Rückläufigkeit sei auf eine von Bauern geplante Umstellung auf den profitableren Ölsaat-und Weizenanbau zurückzuführen. Die durch Überbestände heraufbeschworenen Preisrückgänge für Zucker dürften damit zum Stillstand kommen. So sind im Vormonat an der Rohstoffbörse in New York die Preise für Rohzucker um 20 Prozent eingebrochen.

Die indische Zuckerproduktion soll sich im Fiskaljahr 2009 von geschätzten 26 Millionen Tonnen im laufenden Jahr auf 22 Millionen Tonnen mindern. Im Vorjahr lag der Ausstoß bei 28,3 Millionen Tonnen.

Die weltweite Zuckerproduktion dürfte gemäß der internationalen Zuckerorganisation im laufenden Fiskaljahr die Nachfrage um 9,3 Millionen Tonnen übertreffen.

(© BörseGo AG 2008 - http://www.boerse-go.de, Autor: Huber Christoph, Redakteur)"    

410 Postings, 2966 Tage sukoschub nach oben

 
  
    #22
10.04.08 13:40
sieht doch ganz gut aus heute - oberhalb von 13 cent ist grün..  

2337 Postings, 2389 Tage rogersBei steigenden Ölpreisen dürfte Zucker

 
  
    #23
14.04.08 22:39
indirekt mit sehr hohem Hebel profitieren; allerdings muß der Ölpreis weiter steigen, damit genug Druck entsteht, Bioethanol aus Zuckerrohr zu produzieren. Ein netter Artikel am Rande:

"Zuckerüberschuss dürfte sich verringern

London 11.04.08 (www.rohstoffe-go.de) Laut einem Ökonomen der International Sugar Organization könnte der Überschuss an Zucker  schneller schrumpfen, als angenommen. Grund dafür sei die steigende Ethanolproduktion Brasiliens und die Produktionsrückgänge in China und Indien. Brasilien ist der weltweit größte Zuckerproduzent.

In der im März begonnenen Saison könnte Brasilien seine Ernte auf mehr als 500 Mio. Tonnen Zuckerrohr steigern. Der Anteil für die Nahrungsmittelproduktion könnte derweil von 46 % im vergangenen Jahr auf 44 % zurückgehen.

Zucker  erreichte in New York gestern ein Drei-Wochenhoch, die hohen Ölpreise beflügeln die Nachfrage nach alternativen Brennstoffen. Die steigende Nachfrage von Hedge Fonds könnte darüber hinaus den Preis auf 15 Cents je Pfund pushen, dies wären 15 % mehr als beim gestrigen Schluss.

Für die Saison bis September 2008 geht man bei der International Sugar Organization von einem Überschuss von 9,3 Mio. Tonnen aus."

Quelle: Rohstoffe-Go, Autor: (cs)

 

2337 Postings, 2389 Tage rogers"Zucker auf Sechs-Wochenhoch

 
  
    #24
1
18.04.08 23:05
17.04.2008 | 15:30 Uhr | Rainer Hahn (EMFIS)

RTE London - (www.rohstoffe-go.de) Weißer Zucker konnte heute in London auf den höchsten Stand seit sechs Wochen klettern. Treibend ist hier vor allem der hohe Ölpreis, der sich weiter an der Marke von 115 USD je Barrel bewegt und die Nachfrage nach alternativen Brennstoffen wie Ethanol treibt.

Darüber hinaus gehen die Marktteilnehmer davon aus, dass Brasilien, als der größte Zuckerproduzent der Welt, die Produktion von Ethanol aus Zuckerrohr weiter anheizen wird, um von den hohen Weltmarktpreisen zu profitieren. Dies wiederum könnte die Lebensmittelpreise weiter nach oben drücken.

Der August-Kontrakt für weißen Zucker stieg an der Londoner Liffe auf 377,30 USD je Tonne.

Ein Analyst der Ambrian Partners sagte gegenüber Bloomberg, dass Weißer Zucker in diesem Jahr auf 500 USD je Tonne steigen könnte."

 

27745 Postings, 2731 Tage 14051948KibbuzimZucker MiniFuture ist Super gelaufen

 
  
    #25
19.04.08 15:53
aber aus Erfahrung entscheide ich mich für einen baldigen Ausstieg,denn obwohl mehr drin sein mag, 165 % sollen genügen.
Beim Zucker kommt der Preissturz doch immer sehr schnell !
-----------
"Ein Deutscher ist ein Mensch,der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben"(Theodor W. Adorno)

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