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Die Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

Seite 1 von 43
neuester Beitrag: 17.12.17 23:43
eröffnet am: 01.05.16 00:56 von: lumpensamm. Anzahl Beiträge: 1070
neuester Beitrag: 17.12.17 23:43 von: lumpensamm. Leser gesamt: 89093
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9179 Postings, 4951 Tage lumpensammlerDie Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

 
  
    #1
19
01.05.16 00:56
Ich habe lange damit gerungen, dem Thema ein weiteres Forum zu geben. Einmal, weil ein Skeptiker oder Kritiker der ganzen Klimahysterie für gewöhnlich als Verschwörungstheoretiker abgestempelt oder gleich in eine rechte, wenn nicht noch dubiosere Ecke gestellt wird. Aber auch, weil das Thema in allen Foren und Facetten schon ausführlich diskutiert wird und ein Zugewinn an Erkenntnissen fast nicht mehr möglich ist.

Was mich letztendlich doch dazu bewegt hat, ist erstens die steigende Unverfrorenheit der AGW (Anthropogenous Global Warming) Protagonisten in dieser Debatte gerade in den letzten Jahren. Und es ist die kritiklose Akzeptanz der kontraproduktiven Maßnahmen, die auf Basis dieser Propaganda getroffen werden. Wie Lämmer werden wir hier zur Schlachtbank geführt und keiner murrt, weil keiner merkt, was wirklich geschieht: Der größte antidemokratische und antikapitalistische Coup seit der Nachkriegsordnung.

Für die Mehrheit dürfte das schwer vorstellbar sein, zumal alle Medien und alle politischen Parteien, und das sogar fast weltweit unisono meinen, dass die CO2 Emissionen unser Klima in einer für uns gefährlichen Art und Weise beeinflussen. Garniert wird diese Einstimmigkeit von einem breiten wissenschaftlichen Konsens (97% der Klimawissenschaftler bestätigen das).

Deshalb kann nur ein Narr sein, der hier dagegen hält. Nun ja, ich bin so ein Narr. Ich kann mittlerweile sogar verstehen, wie man mit dieser spin story so weit kommen kann. Wenn in unseren Schulen offiziell der Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit", der mehr Lügen als Wahrheiten enthält (das IPCC selbst hat mit der bestätigten Unnachweisbarkeit der Zunahme von Extremwetterereignissen die meisten Hauptthesen des Films widerlegt), gezeigt werden darf, dann wird man quasi immunisiert gegen die AGW-Kritik. Wenn fast alle globalen Temperaturrohdaten geheim in den Händen der AGW Protagonisten (Nasa GISS - Hanssen bzw. Hadcrut - Phil Jones) sind, denen aber von den Medien uneingeschränktes Vertrauen entgegengebracht wird, obwohl die daraus errechneten historischen Temperaturen sich mit schöner Regelmäßigkeit und haarsträubenden Begründungen auf wundersame Weise nachträglich hin zu mehr Erwärmung ändern, dann ist es auch kein Wunder, dass wir glauben, die Erde könnte durch unser CO2 verglühen, wo doch schon vor Jahrmillionen das Zigfache an CO2 Konzentrationen herrschten, ohne dass genau das geschah, was wir jetzt erwarten. Also Hut ab! Es hat geklappt. Alle sind eingelullt und es wird bereits kräftig an der politischen Umsetzung gearbeitet.

Die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen sind eigentlich leicht absehbar. Aber es stört offensichtlich niemanden, dass Kritiker der AGW Thesen mittlerweile nicht mehr nur beruflich sondern auch rechtlich belangt werden (Roger Pielke Jr. https://theclimatefix.wordpress.com/ oder Lennart Benngston http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/...-gwpf-aus-a-969382.html). Es stört auch niemanden, dass wir eine Energiepolitik aufsetzen, die uns erstens abhängig vom Ausland macht, mit der wir zweitens den zukünftigen Bedarf gar nicht mehr decken können und die drittens die Energiepreise steigen lassen wird, so dass große Teile der Bevölkerung deutliche Einschränkungen werden hinnehmen müssen. Und zu allerletzt stört es jemanden, dass selbst, wenn alles so wäre wie behauptet, gar keine Lösung zu dem Problem existiert. Denn wir erzeugen derzeit (und das schon trotz aller jüngsten Maßnahmen seit 20 Jahren konstant!) 13% der globalen Energie nicht fossil. Bis zum Jahr 2050 müsste dieser Wert bis auf 80% steigen, wenn wir die befürchtete Klimakatastrophe vermeiden wollten. Der Glaube macht sicher selig. Das Beste daran ist jedoch, dass auch den AGWlern dieses Dilemma bewusst ist und im Kleingedruckten ganz unverblümt von der notwendigen Transformation der Gesellschaft und Wirtschaft gesprochen wird. Also zurück in die Steinzeit!

SChließlich und gleichzeitig als Einstieg in den Zweifel will ich nur mal die globalen CO2 Emissionen direkt den vom IPCC (Basis = Hadcrut bzw. GISS) veröffentlichten globalen Temperaturen gegenüberstellen. Die einzelnen Phasen, in denen CO2 und Temperatur gleich- bzw. gegenläufig waren, habe ich farblich gekennzeichnet.

More to follow.
 
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1044 Postings ausgeblendet.

9179 Postings, 4951 Tage lumpensammlerEE-Subventionen

 
  
    #1046
14.12.17 23:56
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität
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9179 Postings, 4951 Tage lumpensammlerEEG-Umlage

 
  
    #1047
14.12.17 23:57
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/127811/3744877
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität
Angehängte Grafik:
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9179 Postings, 4951 Tage lumpensammlerMit ein paar Mythen aufräumen

 
  
    #1048
14.12.17 23:58
  1. Die Strompreise sind nicht wegen den EE gestiegen

    Wie die Tabelle eindrucksvoll zeigt, haben wir mittlerweile über 200 Milliarden Euro in die Energiewende gesteckt. Die Subvention pro EE-kWh beträgt 14 Ct. Der Strompreis hat sich dadurch direkt um 9,4 Cent/kWh oder 67% erhöht. Das sind nur offizielle Anteile, sprich die EEG-Umlage plus ein geringer Beitrag des Netzentgelts, das durch die Volatilität der Erneuerbaren ebenso gestiegen ist. Darin sind die höheren Kosten der konventionellen Kraftwerke für das ineffektive Standby und den Betrieb außerhalb ihres optimalen Wirkungsgrades noch gar nicht enthalten. Nähme ich diesen Beitrag mit dazu, erhöhte sich der Preis der Energiewende auf über 240 Milliarden Euro, die EE-kWh wäre mit 17 Cent subventioniert und die Strompreiserhöhung durch die EE stiege auf 11 Cent respektive 80%.


  2. Die Steuern sind schuld

    Wie das Bild der Strompreise oben zeigt, hat sich seit dem Jahr 2000 nichts wesentlich an den Steuern geändert. Natürlich steigt die Umsatzsteuer absolut, wenn die Kosten z.B. durch die EEG-Umlage steigen, aber der Anteil ist nur 19% dessen, was die Steigerung verursacht. Die Mehrwertsteuererhöhung von 2007 hat heute einen absoluten Beitrag von 0,74 Ct/kWh am Strompreis. Im Vergleich zu den 9,4 Cent durch die EE sind das peanuts.


  3. Die EEG-Umlage fällt in der Zukunft wieder

    Klar wird sie das, aber erst wenn die Energiewende abgewickelt wird. Bis dahin steigt sie weiter und zwar in 2019 auf 7,5 Cent (Bild oben) und bis 2023 auf ca. 9 Cent laut Agora Energiewende, um danach angeblich bis 2035 wieder auf 5 Cent zu fallen. Unberücksichtigt dabei ist ?
    a: der erforderliche, dramatische Netzausbau
    b: das noch ineffizientere Betreiben konventioneller Kraftwerke
    c: der Ersatz von günstigen Kohlekraftwerken durch deutlich teurere Gaskraftwerke
    d: dass ein steigender Börsenstrompreis bei höheren EE-Anteilen Wunschdenken bleibt
    Einen sinkenden Strompreis kann es mit mehr EE gar nicht geben, da man neben dem systemimmanenten Börsenpreisdumping immer fast 100% konventionelle Kapazität in der Hinterhand haben muss, solange keine anderen Speichertechnologien zur Verfügung stehen. Das ist auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Man stellt also nur zusätzliche EE-Kapazitäten ins Land und lässt die konventionellen Kapazitäten notgedrungen stehen. Die eingesparten Energiekosten sind peanuts im Vergleich zum verschwendeten Invest und zum Miniertrag durch das Überangebot an Strom.


  4. Kohle & Atom bekommen noch mehr Subventionen als die EE

    Das ist auch so eine Sau, die ständig durchs Dorf getrieben wird. Tatsache ist, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Denn man muss die Subventionen in Relation zur Erzeugung setzen. So behauptet die Zeit, die Subventionen für fossile Energieträger betrugen in 2011 523 Milliarden Dollar, während die Subventionen der unschuldigen EE im selben Jahr nur 88 Milliarden betrugen. Erstens muss man wissen, dass hier alles an Subventionen gerechnet wird, was nicht niet- und nagelfest  ist. Darunter fallen z.B. fiktive Subventionen wie die vergünstigte Zuteilung von Emissionszertifikaten für Kohlekraftwerksbetreiber, nach dem Motto man legt ihnen zuerst Abgaben auf und verschafft ihnen danach wieder eine Erleichterung, die man dann alleine zählt. In dieselbe Kerbe, nur intellektuell noch bodenloser,  schlägt die Ausnahmeregelung für die EEG-Umlage für energieintensive Betriebe in D. Das ist erstens reine Willkür und zweitens physikalisch verwunderlich, da die EE keine Emissionszertifikate benötigen, obwohl z.B. Solarmodule mit chinesischem Kohlestrom produziert werden und durch ihren Energiehunger in der Herstellung und ihre laue Energieabgabe im deutschen Betrieb noch mehr CO2/Nutz-kWh emittieren als Kohlekraftwerke. Dann werden staatliche Energiebeihilfen für einkommensschwache Haushalte, wie sie z.B. in USA und in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern üblich sind, anhand der Verbreitung des jeweiligen Energieträgers zugeordnet, womit wir beim zentralen Problem wären. In 2011 haben erneuerbare Energien gerade einmal 1% des weltweiten Energiebedarfs gedeckt. Mit dieser Gewichtung werden aus den 88 Milliarden plötzlich 8,8 Billionen Dollar und damit bekamen die EE effektiv das 17-fache der fossilen Träger. Im Übrigen hat die EU in 2013 festgestellt, dass die EE, obwohl sie den kleinsten Teil der Energieerzeugung stellen, die absolut höchsten Subventionen abzwacken.


  5. Die wahren Kosten (Atommüll, Entsorgung) der Kernenergie trägt zu Unrecht der Steuerzahler

    Auch das ist nur teilweise richtig. Denn die Kernenergie ist mit den Leichtwasserreaktoren und einem dazugehörigen Wiederaufbereitungskonzept für den Atommüll ins Rennen gegangen. Dass die Politik später entscheidet, dass Schluss mit Wiederaufbereitung sein soll, und der nun deutlich größere Atommüllberg endgelagert werden muss, kann man schwerlich der Atomindustrie anlasten. Die Politik hat es nur geschickt verstanden, die Atomindustrie als Schuldigen hinzustellen.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9179 Postings, 4951 Tage lumpensammlerErschreckend

 
  
    #1049
15.12.17 11:03
Man erwartet ja schon gar nicht mehr physikalisches oder technisches Grundverständnis von einem Politiker. Aber was die Parteivorsitzende der Grünen hier nach fast 20 Jahren Energiewende offenbart, schlägt dem Fass den Boden aus.

Nach so langer Zeit hört sie zum ersten Mal in den Sondierungsgesprächen das Wort Dunkelflaute. Das alleine wäre schon schlimm genug, zeigt es doch, dass sie sich noch keine Sekunde mit der Thematik der Energiewende auseinandergesetzt hat. Der Gipfel der Ignoranz ist jedoch die vollkommene Kapitulation vor der Realität, indem sie die Tatsache, wenn nachts oder an einem bewölkten Wintertag kein Wind weht und deshalb von Wind und Solar kein Strom produziert wird, als technisch lösbare Lappalie abtut, die rückständige Politiker wie die der FDP als Ausrede vorschieben würden, um den Siegeszug der Gaja-Krieger zu stoppen.

Ebenso bedenklich, dass diese vollkommene Wirklichkeitsverweigerung nicht nur die Chefin, sondern große Teile der Partei auszeichnen muss. Anders käme eine solche Rede gar nicht zustande. Es ist noch wesentlich schlimmer, als ich dachte.

Passage im Video ab ca. 5:00

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24192 Postings, 6070 Tage Tony FordStrompreise ...

 
  
    #1050
15.12.17 11:46
Wie ich bereits schrieb, die Strompreise in Dtl. sind verglichen mit anderen europäischen Ländern eben NICHT signifikant stärker gestiegen. Auch im Vergleich mit Ländern ohne Energiewende kann man einen signifikanten Unterschied NICHT beobachten.

Seit 2004, somit dem Beginn der Energiewende stiegen die Preise im Haushalt um 73%, ähnlich hoch wie auch in anderen europäischen Staaten.

Man sollte zudem nicht vergessen, dass Strom in Dtl. traditionell relativ hoch besteuert wird. Kaum ein anderes Land besteuert den Strom so hoch wie Dtl. Würde man die Mehrwertsteuer und Stromsteuer weglassen, so wäre der Strompreis im europäischen Vergleich vergleichbar mit vielen anderen Staaten.

Der Anteil am Haushaltseinkommen liegt bei 2%, damit ebenfalls im Mittel und dies trotz der Tatsache, dass der deutsche Stromkunde einen sehr hohen Steueranteil zu tragen hat.
Der hohe Strompreis in Dtl. ist nicht durch die EEG getrieben, sondern in erster Linie von der traditionell hohen Besteuerung.
Denn durch den Zubau der erneuerbaren Energien liegt
https://1-stromvergleich.com/strom-report/strompreise-europa/#facts

Interessant finde ich auch, dass wenn man eine fossile Abgabe errechnen würde, man auf 10cent je kWh käme.
https://1-stromvergleich.com/strom-report/oekostrom/

Durch die unterschiedliche Besteuerung
http://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/...er_kWh%29-de.png

 

24192 Postings, 6070 Tage Tony Fordinteressant finde ich ...

 
  
    #1051
15.12.17 11:56
https://www.bdew.de/internet.nsf/id/...reise_160715_final_ohne_AP.pdf

Seite 14 den Verlauf des Börsenstrompreises.

Als der Ölpreis auf 140$ stieg, stieg der Börsenstrompreis auf 9 bis 13cent / kWh

Ausgehend davon, dass der Ölpreis langfristig weiter steigen dürfte, u.a. weil Schwellen- und Drittländer einen zunehmend hohen Verbrauch haben werden, sind Kurse von 250$ und mehr in den kommenden Jahrzehnten vorstellbar.

Dies würde konkret bedeuten, dass der Strompreis auf über 20cent/kWh an der Börse steigen würde.

Dies würde dann dazu führen, dass die Länder die heute keine oder kaum erneuerbare Energien vorzuweisen haben, die generell wenig Abgaben auf ihren Strom auferlegen und relativ stark vom Börsenstrompreis abhängig sind, dass der Strompreis deutlich stärker steigen würde.

In Dtl. hingegen führt dies dazu, dass das EEG nahezu verschwinden würde, weil es keine Differenz zwischen mehr zwischen niedrigeren Börsenstrompreis und EEG Vergütung gäbe.
Der Strompreis würde wesentlich weniger stark steigen.

Der große Vorteil erneuerbarer Energien ist, dass die Abhängigkeiten von Rohstoffmärkten mit zunehmendem Ausbau immer weiter sinkt und somit die finanzielle Planungssicherheit steigt.

 

9179 Postings, 4951 Tage lumpensammlerSag mal, bist du blind?

 
  
    #1052
1
15.12.17 13:54
Auf der Basis macht Diskussion keinen Sinn. Da könntest du genauso gut behaupten, wir wären  alle kleine grüne Männchen und lebten auf dem Mars. Wenn die Realität noch nicht einmal im Ansatz akzeptiert wird, kann man sich Argumente und Belege komplett sparen.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

45 Postings, 1836 Tage argarargaInteressante Idee von den Chinesen..

 
  
    #1053
2
15.12.17 15:37
..einen Reaktor zum Heizen zu entwickeln.

Ökogutmenschen sollten den Artikel nicht lesen, denn es droht schwere Traumatisierung.

Aber der Heizreaktor ist viel einfacher, sicherer und billiger als ein Reaktor zur Stromerzeugung, weil er mit viel niedrigeren Temperaturen und Drücken arbeitet.

https://pandaily.com/...ases-low-temperature-nuclear-heating-reactor/

Während wir in Deutschland Hunderte Milliarden Euros für die Subvention von weitgehend wirkungslose Windmühlen und PV-Anlagen verballern, tun die Chinesen was Wirkungsvolles.

Ich weiß natürlich, daß die Chinesen auch Windmühlen und PV-Anlagen bauen. Der Unterschied ist, daß sie alle Technologien vorantreiben und nicht dem unrealistischen Dogma verfallen sind, die gesamte Energieversorgung müsse von fluktuierenden Windmühlen und PV-Anlagen übernommen werden.
 

24192 Postings, 6070 Tage Tony Forddie Strompreise ...

 
  
    #1054
1
15.12.17 15:44
sind in den anderen Ländern nicht oder nur unwesentlich weniger stark gestiegen. Betrachtet man den Anstieg abzüglich der Steuern und Abgaben sind die Strompreise+Netzentgeld als Summe sogar gefallen und notieren niedriger als 1998 ( siehe die von dir veröffentlichte Grafik )

Dies ist u.a. Resultat der EEG, weil erst dadurch die Preise gefallen sind.

In anderen Ländern ohne EEG sind die Börsenstrompreise+Netzentgeld in Summe stetig weiter gestiegen.

D.h. der Preisanstieg, welcher bei uns in Dtl. durch EEG und Steuern verursacht wird, wird in anderen Ländern durch steigende Börsenstrompreise verursacht.

Ohne EEG würde es bedeuten, dass wir in Dtl. eben keine 13cent für Beschaffung an der Börse+Netze zahlen würden, sondern  der Strombörse zahlen würden, sondern 19cent, ausgehend vom europäischen Durchschnittswert.

 

24192 Postings, 6070 Tage Tony Ford#1053 ...

 
  
    #1055
15.12.17 15:46
geht leider an der Realität vorbei.

Die Hälfte des energetischen Zubaus erfolgt mittlerweile durch erneuerbare Energien.

China wächst halt so stark, dass man auch Kern- und Kohlekraft weiter ausbauen muss.  

24192 Postings, 6070 Tage Tony Fordübrigens ...

 
  
    #1056
15.12.17 17:30
auch nicht zu verachten ist, dass fossile Energieträger wie Öl, Kohle, etc. preislich ohne Energiewende und der Klimaritter wesentlich höher, vermutlich um die 150$ notieren würden.
Denn Fakt ist, dass die gesunkenen Rohstoffpreise aus einem weniger stark gestiegenen MEHRVerbrauch resultieren.

Ohne Energiewende würden die Explorer nach wie vor an der Kapazitätsgrenzen agieren und der Ausbau mit dem Mehrverbrauch einhergehen. Solch Situationen in der die Kapazitäten derartig nahe am Limit sind, sind für Preisblasen wie geschaffen. Es gibt für Spekulanten kaum etwas Attraktiveres als eine absehbare Knappheit und relativ träge Anpassungsfähigkeit.

Es gab in der Vergangenheit jedenfalls immer wieder Oil-Peak-Szenarien, welche nur deshalb nicht Realität geworden sind, weil erneuerbare Energien den Druck aus dem Markt genommen haben.

In 2008 haben wir einen Ansatz solcher Preisblasen erlebt und zu glauben ohne EEG und einem dadurch deutlichen Mehrverbrauch wären die Rohstoffpreise vergleichbar günstig wie aktuell, der ist eines hohen Maßes an Gutgläubigkeit gepudert.

Nein, realistisch wären Preise wie wir sie 2008 gesehen haben, vermutlich wäre der Oil-Peak Realität geworden und wir hätten Kurse von 250$ sehen können.
D.h. dass konventionelle Energieträger wie Kohle, Öl und Gas relativ günstig zu haben sind, ist auch ein Resultat der Energiewende.

Damit sichern erneuerbare Energien die langfristige Energieversorgung auch dadurch, dass die konventionelle Energieerzeugung günstig halten, u.a. weil sie den Druck von den Rohstoffmärkten nehmen UND gleichzeitig für einen Wettbewerb unter den Energieträgern führen.  

9179 Postings, 4951 Tage lumpensammlerTony, das ist Pippi Langstrumpf

 
  
    #1057
15.12.17 18:19
Falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte, wir liegen immer noch bei weit über 40% Kohleanteil in der Stromerzeugung. Die Energiewende hat den Braunkohleanteil über den Merit order Effekt sogar leicht steigen lassen.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24192 Postings, 6070 Tage Tony Ford#1057 ...

 
  
    #1058
15.12.17 19:06
Im Energiemix Vergleich ist gut zu erkennen, dass der Anteil an fossiler Energieerzeugung stetig weiter abnimmt und nur kurzzeitig bedingt der Abschaltung der Kernkraftwerke etwas gestiegen ist.
Von einst fast 60% Kohle ist der Anteil auf 40% gesunken und wird auch weiter sinken.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Energiemix_Deutschland.svg  

9179 Postings, 4951 Tage lumpensammlerEnergiedichte

 
  
    #1059
1
15.12.17 23:20
Li-Ion Batterie: 0,18 kWh/kg
Gebrannter Kalk: 0,37 kWh/kg
Kohle: 8 kWh/kg
Windrad: 9 kWh/kg   (Nicht grundlastfähig)
Heizöl: 10 kWh/kg
Uran (LWR): 150.000 kWh/kg
Thorium (FSR): > 1.000.000 kWh/kg

LWR: Leichtwasserreaktor
FSR: Flüssigsalzreaktor

Nur damit man eine Vorstellung hat, mit was man wieviel Erde umgraben muss, um Energie zu gewinnen. Die genannten Speicher sowie das Windrad sind keine stand alone Lösungen. Sie müssen miteinander kombiniert werden, um in den Club aufgenommen zu werden. Außerdem ist der Stahlbeton und Stahl beim Windrad vorher aufwändig herzustellen im Gegensatz zu den anderen Rohstoffen, die nur aufbereitet werden.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24192 Postings, 6070 Tage Tony Ford#1059 ...

 
  
    #1060
16.12.17 14:12
Der Unterschied besteht darin, dass wenn das System erneuerbare Energien mal steht, man so gut wie nix mehr umgraben muss, das System ein geschlossener Kreislauf wird.

Bei Kohle, etc. musst du entsprechend immer wieder umgraben bis zum St. Nimmerleinstag.  

11549 Postings, 4140 Tage Nurmalso#1060

 
  
    #1061
16.12.17 14:37
Keine Sorge, diesen Zeitpunkt werden wir nicht erleben. Unsere Kinder und deren Kinder auch nicht.

Außerdem müsste man u.a. Deutschland bis dahin mit einem dichten Wald an Windrädern überzogen haben, die dann alle 20 Jahre erneuert werden müssen. Benötigt die Herstellung von Windrädern eigentlich Stahl und Kohle oder geht es auch ohne? Von der technologisch-wirtschaftlich unmöglichen Speicherung in den benötigten Größenordnungen ganz zu schweigen.  

24192 Postings, 6070 Tage Tony Ford#1061 ...

 
  
    #1062
16.12.17 15:46
Du darfst nicht davon ausgehen, dass der Energiebedarf so groß sein wird wie es Heute der Fall ist. Der Energiebedarf wird immer weiter sinken und sich bis 2050 vermutlich halbieren.
Somit braucht es gar nicht sooo sehr viel mehr Windräder wie du denkst.

U.a. wird die Ersparnis daraus resultieren, dass viele Waren deutlich langlebiger und effizenter werden. D.h. das Auto welches alle 10 bis 15 Jahre erneuert wird, wird zukunftig vermutlich eine Anschaffung fürs Leben. Ich selbst wirke in einer Open Hardware Bewegung mit und sehr die Möglichkeiten, welche sich damit ergeben.
Zudem wird mit der Automatisierung durch IoT, CarSharing, RouteSharing, autonomes Fahren, uvm. möglich, so dass in ferner Zukunft vermutlich nur Wenige noch ein eigenes Auto besitzen wollen, u.a. weils schlichtweg nur unnötig Geld kostet aber keinen Mehrwert bringt.
Über IoT organisieren Fahrzeuge sich selbstständig, organisieren Car-/Routesharing und machen den Verkehr deutlich effizienter.
 

11549 Postings, 4140 Tage Nurmalso#1062 Wo nimmst du den Optimismus her?

 
  
    #1063
1
16.12.17 17:59
In Deutschland z.B. ist der jährliche Energieverbrauch seit 25 Jahren praktisch unverändert. Siehe hier:
https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/...rgietraegern-sektoren

Und hier auf Seite 10 siehst du den Weltprimärenergieverbrauch. Der steigt im selben Zeitraum kontinuierlich: https://www.bp.com/content/dam/bp/en/corporate/...017-full-report.pdf

Und er wird das selbstverständlich auch weiter tun, denn es gibt kein Argument, mit dem man den Armen der Welt, und das ist die Mehrzahl, einen Anspruch auf unseren Lebensstandard bestreiten kann.  

9179 Postings, 4951 Tage lumpensammler#1060, nix mehr umgraben

 
  
    #1064
16.12.17 21:19
Da bist du falsch gewickelt. Aus dem Grund habe ich ja den Vergleich gemacht. Aus einer 1,8 MW Windkraftanlage (Durchschnitt D) bekommst du über die Lebenszeit (20 Jahre) netto (EROI 16) ca. 60 Millionen kWh Strom raus (D, bei 2.000 Volllaststunden). Für Fundament, Turm, Generator und Rotor verbaust du 6.600 t Stahlbeton und Stahl. 60 Mio/6,6 Mio = 9. Nach 20 Jahren reißt du es wieder ab und baust ein neues. D. H. obwohl es im Betrieb keinen Rohstoff verbraucht, ist ein Windrad ähnlich rohstoffhungrig wie Kohle.

Und weil wir gerade dabei sind, berechnen wir doch gleich mal die Co2 Bilanz dieses durchschnittlichen Windrads, das ja angeblich null Co2 emittiert.

1/5 des Gewichts ist Zement (0,56 kg Co2/ kg)
1/5 des Gewichts ist Stahl (1,5 kgCo2/ kg)

=> 2.640 t CO2/ Windrad = 44 g/kWh
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9179 Postings, 4951 Tage lumpensammler@Nurmalso

 
  
    #1065
16.12.17 21:38
Realität ist etwas für Nörgler. In der Gaja-Bibel steht, dass Wind und Sonne Energie für umme liefern, also muss es so sein. Wahrscheinlich glaubt man, dass da indische Landfrauen durch die Lande ziehen und Windradsamen verstreuen. Die armen Mädels sind durch die ganze Welt gezogen und haben sparsam hier und dort mal ein Sämchen fallen lassen. Am Ende ihrer Reise kamen sie nach Deutschland und das Samensäckchen war immer noch fast voll. Kurzerhand...
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24192 Postings, 6070 Tage Tony Ford#1063 ...

 
  
    #1066
17.12.17 13:41
Der Energieverbrauch privater Haushalte könnte bis 2040 um rund 30 Prozent zurückgehen. Das prognostiziert der Ölkonzern Exxon. Die CO2-Ziele der Bundesregierung werden dennoch nicht erreicht.
man geht von einem Rückgang von 20 bis 30% bis 2040 aus.

Meiner Meinung nach eine eher konservative Prognose, weil sich Energie sparen zunehmend mehr lohnen wird und Einsparungen über das Geld getrieben werden.  

24192 Postings, 6070 Tage Tony Fordinteressant ...

 
  
    #1067
17.12.17 13:43
dass ein Ölkonzern davon ausgeht, der tendenziell eher dazu neigt, die Zahlen höher anzusetzen.  

9179 Postings, 4951 Tage lumpensammler2040

 
  
    #1068
17.12.17 23:09
liegt in der Zukunft und die kennt keiner, weder Tony noch Lumpi, noch BP.

Ich gebe zu bedenken, dass die Energieeffizienz als Sparpotenzial maßlos überschätzt wird. Das Bild im Anhang zeigt, dass die Effizienz zwar stetig um knapp 2% steigt (bzw. der Energieeinsatz pro BIP Einheit sinkt). Aber am Primärenergieverbrauch ändert das relativ wenig. Wir produzieren und verbrauchen halt das meiste, was wir einsparen. Obwohl wir historisch nur knapp 1,9% Energieffizienz hatten, setzte man sich das Ziel bei der Energiewende auf 2,1% und machte zudem den Fehler, die Effizienz als Einsparung zu planen. Tatsächlich erzielt man langfristig nur ca. 0,5% Reduktion pro Jahr trotz aller Effizienzsteigerung. Der Primärenergieverbrauch steigt seit 2014 sogar wieder kontinuierlich, in 2017 voraussichtlich um ca. 2%, womit wir wieder bei 2009 wären.

Angesichts dieser Daten von 40%-50% Einsparung auszugehen, ist etwas gewagt. Bleibt unsere Welt in etwa, wie sie ist, kann man mit 10-15% rechnen, mehr nicht. Sollten wir jedoch große Teile unserer Industrie an China und andere Länder verlieren, sind die 40-50% drin. Aber dann ist nicht unsere Effizienz der Grund sondern unsere Fortschrittsverweigerung.

?Der Primärenergieverbrauch ist 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Im Jahr 2015 lag er bei 13.293 Petajoule (PJ) und damit 0,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Zu dieser Entwicklung trugen das Wachstum der Wirtschaft und die kühlere Witterung bei. Gegenüber dem Bezugsjahr 2008 hat sich der Primärenergieverbrauch in Deutschland im Jahr 2015 insgesamt um 7,6 Prozent verringert. Die Energieproduktivität ist zwischen 2008 und 2015 jährlich um durchschnittlich 1,3 Prozent gestiegen, was unter der Zielvorgabe von jährlich 2,1 Prozent liegt. Um diese Zielvorgabe für den gesamten Zeitraum von 2008 bis 2020 zu erreichen, muss die Endenergieproduktivität bis 2020 um durchschnittlich 3,3 Prozent im Jahr steigen.?

Quelle: Monitoringbericht des BMWi, https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Monatsberichte/...-energiewende.html

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität
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9179 Postings, 4951 Tage lumpensammlerEndenergieeffizienz

 
  
    #1069
17.12.17 23:41
Das BMWi spricht oben von einer notwendigen Steigerung der Endenergieeffizienz von jährlich 3,3%, um das Ziel in 2020 noch zu erreichen. Das war Anfang 2016. Heute müsste man wohl jährlich 5-6% einsparen, um das Ziel zu erreichen. Das ist mal eben das Zwanzigfache der historischen Endenergieeffizienz.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität
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9179 Postings, 4951 Tage lumpensammlerPrimärenergieverbrauch historisch und Ziele

 
  
    #1070
17.12.17 23:43
Quelle: UBA, https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/...everbrauch#textpart-2
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität
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