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Deutsche Post

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neuester Beitrag: 27.05.16 18:41
eröffnet am: 25.12.05 10:41 von: nuessa Anzahl Beiträge: 19215
neuester Beitrag: 27.05.16 18:41 von: Foreverlong Leser gesamt: 2637568
davon Heute: 2023
bewertet mit 34 Sternen

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6845 Postings, 4087 Tage nuessaDeutsche Post

 
  
    #1
34
25.12.05 10:41
WKN: 555200   ISIN: DE0005552004

Aktie & Unternehmen
Geschäft Logistik
Homepage www.deutschepost.de
Aktienanzahl 1.112,8 Mio
Marktkap. 22.890,3 Mio
Indizes/Listen DAX (Per.), Prime Standard, HDAX, CDAX, DivDAX  
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19189 Postings ausgeblendet.

520 Postings, 1344 Tage Timo1990Nein, einfach nur nein

 
  
    #19191
2
26.05.16 12:43

Nein. So funktioniert SII nicht.

https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/...blicationFile&v=2

"Das Aktienrisiko ergibt sich aus der Höhe oder der Volatilität von Marktpreisen für Aktien."

Es geht nur um Marktwerte. NICHT um Anschaffungskosten. Bei der Bestimmung der Eigenmittel zur Deckung der Anforderungen genauso. Das Grundprinzip (das du eindeutig nicht verstanden hast) ist auf Seite 7 dargestellt. Sonst eignet sich Solvency II Kompakt auch gut.

"Wer 1000 € anlegt, kann höchstens 1000 € verlieren."

Wenn die Aktien auf 2000 steigen, gehen die 2000 voll in die Eigenmittel ein. Anschließend könnte man bis zu 2000 an Eigenmitteln verlieren (angesetzt als Kapitalanforderungen werden aber nur 39 % der 2000 und ein Teil fliegt noch durch die Korrelationen raus). Das Risiko wird auf die Bilanz bezogen berechnet, nicht ex ante auf eine einzelne Investition. Es handelt sich um einen dauerenden Prozess. Regelmäßig werden die Kapitalanforderungen berechnet auf Basis der Assets und ihrer Marktwerte und auf Basis der Passivseite und Marktdaten wie Zinsen. Gleichzeitig werden die Eigenmittel berechnet und der Vergleich zwischen beiden Größen getätigt.

"Und wer aber schon 1000 € als Dividende ausgezahlt bekommen hat, hat ein Risikokapital von 0 €."

Nein. Die Kapitalanforderung richtet sich weiter nach dem Marktwert der Aktien. Die Dividenden können thesauriert werden und erhöhen damit die Eigenmittel zur Abdeckung der Anforderungen, aber sie senken nicht die Anforderungen.

Tut mir leid, aber du hast keine Ahnung von Versicherungsregulatorik. Lass es einfach.

 

520 Postings, 1344 Tage Timo1990Nachtrag

 
  
    #19192
1
26.05.16 13:02

https://eiopa.europa.eu/Publications/QIS/...ecifications_20100706.pdf

"Assets should be valued at the amount for which they could be exchanged between knowledgeable willing parties in an arm's length transaction;"

"Financial assets as defined in the relevant IAS/IFRS on Financial Instruments should be measured at fair value for solvency purposes even when they are measured at cost in an IFRS balance sheet."

"equity shock = Prescribed fall in the value of equities in the category" (Seite 113)

Die Definition entspricht der des Fair Values nach IAS 39. http://www.iasplus.com/en-gb/standards/ias/ias39

"Quoted market prices in an active market are the best evidence of fair value and should be used, where they exist, to measure the financial instrument."

 

71 Postings, 2699 Tage ralfine_s@Timo

 
  
    #19193
1
26.05.16 13:26
aus Deinem Post 19191

"Tut mir leid, aber du hast keine Ahnung von Versicherungsregulatorik. Lass es einfach. "

Genau das kann er doch nicht (das mit dem lassen...). Er ist doch der Guru, "das Forum", "Mr. immer richtig" ...

Ich danke Dir für Deine links und die informativen Erklärungen.
Deckt sich mit meinem Erleben im realen Alltag.

Jemanden, der den Unterschied zwischen Bewertung eines Unternehmens und Bewertung des Risikos einer eröffneten(!) Anlageposition nicht begreifen kann/will, ist schlicht nicht zu helfen.
Insofern würde ich den einfach sabbeln lassen.

Jeder blamiert sich halt so wie er kann und will.

just my2cents  

413 Postings, 1218 Tage Pauli123Risiko

 
  
    #19194
1
26.05.16 13:59
Ich denke, dass man bei den Begriffen rund um das Risiko und seine Bewertung sehr vorsichtig mit richtig und falsch sein muss. Denn die Definitionen und ihre Schlussweisen haben nur Gueltigkeit innerhalb der entsprechenden Theorien. Das kommt alles nicht vom lieben Gott. Und das ist auch alles nicht so einfach...
Timo hat ja sehr schoen den entsprechenden Rahmen fuer seine Ausfuehrungen geliefert. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass er sich intensiv mit diesen Theorien beschaeftigt hat. (Obwohl ich das nicht alles nachvollziehen kann... )

pauli

PS: Bin gespannt wie sich die Post weiterentwickelt, falls der DAX nun wirklich ansteigt.
Die Schwaeche der Post, die wir zuletzt gesehen haben, hatte sicher auch damit zu tun, dass man dem DAX nicht mehr viel zugetraut hat..

 

4762 Postings, 1863 Tage ChartlordTut mir Leid,

 
  
    #19195
26.05.16 14:21
dass ihr weder Lesen noch verstehen könnt.

Ich habe ausdrücklich von Versicherungen geschrieben, die nicht wie Kapitalgesellschaften ihre Bewertungen und "Blianzen" vornehmen dürfen. Das entspringt dem öffentlichen Recht von dem Ihr Kinder des BWL keinen blassen Schimmer habt. Auf Englisch zitieren macht es nicht besser, besonders dann nicht, wenn der Inhalt zum Nachweis der Ahnungslosigkeit oder der Ignoranz wird, weil er nur eben die Gesellschaften betrifft, die nach dem Firmenrecht behandelt werden, für die das öffentliche Recht besonders in Deutschland nicht gilt.

Leider ist das in Sachen gesetzliche Versicherung nur eine verschwindende Ausnahme. Die dort Aufgeführten Faktoren sind nur für die Privatwirtschaft anwendbar. Besonders schwachsinnig sind dabei solche Beiträge, die wie ihr nicht einmal die anzuwendende Rechtsordnung berücksichtigen und so wie alle BWL Jünger am Thema vorbei argumentieren, weil der echte Inhalt des Themas nicht BWL-Gegenstand ist.

Also lasst eure Beiträge sein, die nur darauf abstellen die anderen Ahnungslosen, die sich nicht mit der Materie auskennen und auch nicht vertraut machen wollen, zu beeindrucken. Jemand, der wie ich vom Fach ist, merkt sofort, wenn berufsfremde Personen argumentieren, selbst dann wenn öffentlich-rechtliche "Bilanzen" derzeit nicht zu meinem aktuellen Tätigkeitsfeld gehören. (Vertretungsausnahmen bestätigen die Regel)

Und wie ich schon sagte, hat auch in der Privatwirtschaft jeder seriöse Anleger sein eigenes Risikomanagement (so wie ich auch), das kann auch euren Vortrag beinhalten, muss es aber nicht. Bei den gesetzlichen Versicherungen darf es jedoch nicht.

Der Chartlord  

4762 Postings, 1863 Tage ChartlordUnd wie recht ich habe

 
  
    #19196
26.05.16 14:31
Schon zeigt Pauli, dass er auf eure Beiträge reingefallen ist, weil er annimmt, dass ihr euch damit beschäftigt habt ohne selbst etwas davon zu verstehen.

Lieber Pauli mach dir doch einfach mal die Mühe, dann sieht du wie hier gelogen wird.
Zum Anfang reicht es schon aus den Link vom Englischen auf seinen Geltungsbereich zu hinterfragen, dann siehste schon, dass hier Scheinwisser mitreden wollen. (Die Frage muss lauten, ob der Inhalt auch für gesetzliche Versicherungen in Deutschland gilt, die nach dem öffentlichen Recht kontrolliert werden, also hauptsächlich gesetzliche Krankenversicherungen und gesetzliche Rentenversicherungen.)

Alles Gute

Der Chartlord  

520 Postings, 1344 Tage Timo1990Nö Chartlord

 
  
    #19197
3
26.05.16 15:09
Chronologie:

1. du behauptest, dass die Einstufung von JPM nicht die Zukunft abdeckt.
Ich widerspreche dir, da sie es tut (Schätzung zukünftiger Cash Flows), denn so funktionieren Bewertungen.

2. du kommst damit, dass man den Yield on Cost gegenrechnen muss (total unkonkret), was mathematischer Blödsinn ist und auch logisch völlig daneben liegt, da es darum geht, ob eine Aktie jetzt gekauft werden sollte oder ob sie zu teuer ist. Wiederholung: weißt du überhaupt, wie das Verfahren funktioniert?

3. du erzählst davon, dass Versicherungen (unspezifisch, Zitat unten) ebenfalls bei der Risikoquantifizierung die Anschaffungskosten berücksichtigen.

Wer hier drumherum redet, bist du, denn das Thema war: berücksichtigt ein Kursziel die Zukunft? Und die Antwort ist: ja!

Dass du jetzt ins öffentliche Recht springst, macht es nicht besser. JPM und die Post sind Aktiengesellschaften und börsennotiert.  


Hier das Zitat:

"Das ist beispielsweise auch die Vorgehensweise von Versicherungen, die damit ihre Anlagebewertung berechnen, aus der sich die maximal zulässige Anlageform in Aktien ergibt. Und selbstverständlich lässt sich dieser Prozentwert auch in Cent angeben."


Für mich sieht es so aus, als ob du versuchst, so lange zu springen, also vom Thema zu fliehen, bis ein Thema erreicht ist, bei dem zufällig keiner mehr erkennt, dass du Unsinn redest.  

4762 Postings, 1863 Tage ChartlordJeder kann nachlesen,

 
  
    #19198
1
26.05.16 20:15
was JPM geschrieben hat :

"Nun entspreche der Kurs annähernd seinem revidierten fairen Wert."
(Zitat aus der erwähnten Analyse von JPM)

Damit ist keine zukünftige Entwicklung gemeint, sondern der jetzige Wert (=nun). Da das angegebene Kursziel in die Nähe des gegenwärtigen Kurses abgesenkt wurde und mit dem Ziel "Halten" verbunden wurde, ist weder ein cash-flow angegeben (kann auch jeder nachlesen) noch eine ausreichende Divergenz zu dieser Analyse damit gemeint. Das wurde deswegen als fairer Wert angesehen, der für jetzt und in geringer Schwankungsbreite für eine nicht näher bezeichnete Zukunft gelten soll.

Ich glaube jeder kann sich selbst ein Bild daraus machen, wer hier was vorspielt.
Daher belasse ich es bei der Widerlegung des ersten Punktes.

Na Pauli, haste nachgelesen, was in dem Link so schön vorgegaukelt wird ? Lange brauchteste ja nicht dafür, denn der Artikel betrifft wie dort in Nr. 1.2 und 1.3 angegeben nur gewerbliche Versicherer. Und wenn du nur etwas weiter liest (1.5), so findest du auch darin die ausdrückliche Beschränkung, dass diese Angaben nicht uneingeschränkt gelten und dass es davon deutliche Ausnahmen und/oder Abweichungen geben kann.

Und jeder kann nachlesen, dass in meinen Artikeln nicht von der Anwendung irgendwelcher Vorstellungen die Rede ist, die als theoretische Denkmodelle eingeschränkte Möglichkeiten sind, denen ich ausdrücklich widerspreche. Jeder hat seine eigene Risikobewertung in der auch eine vergangene, gegenwärtige und/oder zukünftige Dividende als Abschlag angewendet werden kann oder auch nicht. Das obliegt, wie ich schon betonte, der eigenen Betrachtung des eigenen Risikomodells und des Risikomanagements, denn auch diese möglichen Abschläge können jederzeit dazugerechnet werden, wenn sie noch nicht enthalten sind oder abgezogen, wenn sie schon darin enthalten sind.

Wie man selbst dem erwänten Link entnehmen kann, ist dafür selbst aus der darin angegebenen Betrachtung keine Zwangsläufigkeit zu entnehmen. Es soll nur ein schematischer Rahmen angegeben werden, der einen möglichen Handlungsspielraum eröffnen soll. (Denn sehr viele gewerbliche Versicherer halten sich an die darin angegebenen Faktoren oder benutzen sie zumindest als Ausgangsbasis)

Und jeder kann sebstverständlich nachlesen, dass ich die gesetzlichen Versicherungen angegeben habe nur um ein Beispiel für Risikobewertung und Risikomanagement anzugeben, das in dieser Form keiner statischen Betrachtung irgendwelcher BWL-Jünger ist.

Und ich bin mir ganz sicher, dass jeder der hier im Forum gebeten wird seine Risikoeinschätzung zur einer Aktie auf einen Zettel zu schreiben, etwas anders angibt, was er für seine Einschätzung zum Risiko für zutreffend erachtet. Darin erkennt man, dass es die Absicht ist anderen Personen vorzuschreiben, was sie als Risiko ansehen sollen und was nicht.

Alles Gute

Der Chartlord  

520 Postings, 1344 Tage Timo1990Kursziele

 
  
    #19199
1
26.05.16 23:50
Und wie kommt JPM wohl auf 27,5 €? Ich sage es dir: mit DCF (wie im KPMG-Dokument oben). Alternativ sind noch Multiplikatoren möglich, aber dafür ist die Peergroup zu klein und herterogen und diese würden ebenso die Zukunft (forward Basis, z. B. forward Price Earnings) berücksichtigen. Eine Fair Value-Berechnung entspringt einer Unternehmensbewertung. Diese geschieht durch DCF oder eben forward Multiplikatoren.  Das Resultat ist der jetzige Wert (=nun), aber natürlich in jedem Fall unter Berücksichtigung der zukünftigen erwarteten Entwicklung.

Eine Fair Value Berechnung ohne Berücksichtigung der Zukunft (trailing Multiplikatoren oder Substanz/Reproduktionswert) ist wertlos. Dann wird der Wert überhaupt nicht erfasst.

Dazu werden von den Analysten Risikokonzepte (z. B. Capital Asset Pricing Model) zur Wertbestimmung verwendet. Die kann man durchaus kritisieren. Ich bin beispielsweise weniger risikoavers als der Markt und habe auch andere persönliche Kursziele. So wie du ebenfalls andere Kursziele hast (nur, dass du keine Methodik hast und einfach intuitiv vorgehst. Ich kann mich an 40-60 € erinnern, die nach dir hätten erreicht werden sollen).

Wenn du von Versicherern im Allgemeinen sprichst – und so war es -> siehe Zitat – musst du damit rechnen, dass es widerlegt wird, wenn das von dir beschriebene Vorgehen in den allermeisten Fällen nicht erlaubt ist (vor allem da es überhaupt nicht risikoadäquat ist). Nämlich immer dann, wenn es kapitalgedeckte Versicherer sind, die auf ihre Assets zur Bedienung der Verbindlichkeiten angewiesen sind und ein vernünftiges Management notwendig ist und daher vorgegeben wird. Wie umlagefinanzierte Versicherer mit ihrer Handvoll an Aktien umgehen, ist dagegen irrelevant.  
Wie du, ich oder sonst wer Risiken modelliert (bzw. ignoriert) ist ebenfalls völlig irrelevant. Hier geht es um Fair Value Berechnungen von Analysehäusern. Daher zum 3. Mal die Frage: weißt du, wie ein fairer Wert für das hier und jetzt berechnet wird? Alles deutet auf ein Nein hin.  
 

71 Postings, 2699 Tage ralfine_s@Timo, Pauli

 
  
    #19200
1
27.05.16 09:13
don't feed the troll...
bringt einfach nix.

Da lebt jemand in seiner eigenen Welt
... und macht sie sich, wie's ihm gefällt.

Widewid, bumm bumm.

Wenn ich mich mit der Frage beschäftige, ob die Aktie eines Unternehmens (hier: Dt. Post AG) aktuell(!!) unter/fair/überbewertet ist, dann interessiert es mich einen Sch...dreck, wer in der Vergangenheit wann wie zu welchen Preisen eine Aktie gekauft hat.

Und das ganze Geschrei des Guru's dieses Forums dient doch nur zum Ablenken von der Tatsache, das er genau dieses Thema verfehlt (hat).

by the way: Dt. Post AG vor ca. 12 Monaten: bei ca. 32 Euro
Dt. Post AG heute: bei ca. 26 Euro

tolle "outperformance" gegenüber dem DAX.  

186 Postings, 664 Tage antiheldärger dich nicht...

 
  
    #19201
2
27.05.16 10:48
ich bin mit dem Kursverlauf äußerst zufrieden :)  

1395 Postings, 920 Tage warren64Liebe leute

 
  
    #19202
1
27.05.16 11:06
Ich würde euch empfehlen, eure lebenszeit sinnvoller einzusetzen als mit solch schwachsinnigen Auseinandersetzungen.
Zur von Timo vertretenen akademischen Welt: der finanzielle schaden, der durch unzureichende und teilweise falsche Anreize setzende risikomodelle über die Welt gebracht wurde, ist in Hunderten Milliarden Euro nicht zu bemessen. Ob die jetzigen Versuche, die den Banken tendenziell fast die Luft abschnüren und zur aktuellen Misere im bankensektor beitragen, sich bewähren, muss sich auch erst noch zeigen.

Kein Kommentar zu den überkomplexen und teilweise widersinnigen Darlegungen von chartlord.
Auch kein Kommentar zu dem opportunistischen geschreibsel von ralfine.

Zum Risiko beim investieren im allgemeinen: wenn das Risiko einer Investition durch den Markt im allgemeinen realistisch bewertet wäre, wäre es sehr schwer bis unmöglich, dauerhaft überrenditen zu erzielen. Es gibt aber genug Beispiele, dass dies möglich ist. Ich bin der festen Überzeugung, dass das Risiko durch den markt oft grob falsch bewertet wird. Das fängt schon mit der Definition des Risikos an: was soll das 'risiko' sein? Gibt es dafür überhaupt eine einheitliche Definition oder ist das nicht vom Anleger selbst und seinen spezifischen Rahmenbedingungen (anlagehorizont, Psyche bzgl. Buchverlusten) abhängig?
Die heute im akademischen Umfeld übliche Verwendung der volatilität ist in meinen Augen im Einzelfall (bezogen auf eine spezifische Aktie) unsinnig. Warum sollte das ein Maß für das Risiko sein? Gibt es dazu statistische Untersuchungen? Und nochmals: unter Verwendung welcher Risikodefinition? Ein temporärer buchverlust ist m.e. kein echtes Risiko, wenn ich nicht verkaufen muss, was für mich immer eine Prämisse beim Aktienkauf ist.

Genießt das Leben.  

4762 Postings, 1863 Tage ChartlordUnd wieder gelogen !

 
  
    #19203
27.05.16 11:11
Auszug aus 19190 :

"Deswegen dürfen die gesetzlichen Versicherungsträger ihre Risikoanlagen auch nicht standartmässig wie Kapitalgesellschaften bilanzieren."

Ich habe niemals als Beispiel gewerbliche Versicherungsträger erwähnt. Übrigens auch nicht das Argument von Anschaffungskosten.
Aber das spielt keine Rolle, denn offensichtlich geht es nicht darum, was ich tatsächlich schreibe, sondern wie die Scheinwisser ihre Ahnungslosigkeit vertuschen wollen, wenn das Forum jetzt von mir die entsprechenden nachvollziebaren Widerlegungen vorgesetzt bekommt, die teilweise schönn einfach und leicht und sogar allgemeinverständlich nachgelesen werden.

Da spielen auch völlig falsche Fragen keine Rolle, ob ich Sachen verstehe oder nicht. Da ich diesen Inhalten schon ausdrücklich widersprochen habe, ist die Frage nicht nur inhaltlich beantwortet, sondern auch als unzutreffend bewertet.

Aber thematisch kann jeder, der sich auskennt, auch an solchen falschen Fragen nach rein subjektiven Ausrichtungen erkennen, dass auch hier das Thema lautet : "Wie bringe ich andere Manschen einer rein subjektiven Bewertung zu folgen, wenn diese eine andere Bewertung vornehmen?" Alle Argumente, die von dern Scheinwissern im Forum vorgertragen wurden, sind weder zwingend vorgeschrieben, noch verbindliche Vorgehensweisen. Nur schematische Möglichkeiten, nach denen man sich richten kann.

Subjektive Bewertungen wie fairer Wert oder die Risikobewertung unterstehen weder einer wissenschaftlcihen Einheitlichkeit noch einer gesetzlichen Verbindlichkeit.
So ist es kein Wunder, wenn ein Nachäffer hier im Forum weder sachdienliche Beiträge aufsetzt, noch meine subjektiven Fakten für meine subjektive Bewertungen versteht. Aber wenigstens kann ich darüber lachen, wie derjenige wieder ein schönes eigenes Zeitfenster heraussucht um die Outperformance der Post zu verleugnen.

Und wenn ich subjektive Zu- und/oder Abschläge von Parametern vornehme, die ich für anwendbar halte (oder nicht), dann lasse ich mich nicht von Manipulationsversuchen anderer beeinflussen, die andere Faktoren berücksichtigen (oder nicht).

Alles Gute

Der Chartlord  

1219 Postings, 1976 Tage TheodorSDax vs Dt. Post - 5 Jahre

 
  
    #19204
27.05.16 11:53

https://www.comdirect.de/inf/indizes/detail/...hmarks=true&e&

und allen hier ein wunderschönes Wochenende.
Ich düse jetzt zu meinem Bruder in den Hochschwarzwald. Von dort volle Alpensicht, alle 3 und viertausender auf 100 km Länge - da wird der Blick frei - der Horizont öffnet sich - Dax 20.000 wir kommen......

Theodor  

1219 Postings, 1976 Tage TheodorSZusatzinfo

 
  
    #19205
1
27.05.16 11:59
und bei der Post muss man da noch 5 Jahre Dividende dazurechnen.....  

71 Postings, 2699 Tage ralfine_sChartzeiträume

 
  
    #19206
1
27.05.16 12:44
Der einzige Grund, warum ich hier an vergangene Kursverläufe "erinnere" und warum ich mir dafür den Zeitraum von 12 Monaten hernehme:
Seit Monaten wird hier im Forum herumgetönt "die Post performe sowas von toll" und ganz sicher besser als der DAX.

Ansonsten interessiert es mich herzlich wenig, was gewesen ist. Dafür kann man sich nix kaufen. Es sei denn, man braucht das für's eigene Ego - um anderen unter die Nase zu reiben, was für'n toller Hecht man doch ist.

Insofern wünsche ich weiter Viel Spasz beim gegenseitigen Herumstochern im Nebel.
Und vor allem ein schönes WE  

71 Postings, 2699 Tage ralfine_s@warren

 
  
    #19207
1
27.05.16 12:53
Niemand sprach davon, das die Modelle "die Wahrheit" ermitteln.
Insofern hat das nix mit "dem Markt" bzw. dessen Meinung zu tun.

Man kann aber sehr wohl solche Modellierungen verwenden, um die erhaltenen Werte mit dem realen Kursverlauf abzugleichen. Und dann kann man den einen oder anderen Rückschluß ziehen. Was aber auch wieder keine Gewißheiten sind. Lediglich Wahrscheinlichkeiten...

"Die heute im akademischen Umfeld übliche Verwendung der volatilität ist in meinen Augen im Einzelfall (bezogen auf eine spezifische Aktie) unsinnig. Warum sollte das ein Maß für das Risiko sein? Gibt es dazu statistische Untersuchungen?"

Ja gibt es. Aber erneut: das hat nix mit "der Wahrheit" zu tun. Das sind alles nur Versuche(!), für die Zusammenhänge "an der Börse" eine (mehr oder weniger) plausible Erklärung zu finden. Von daher ist deine Festlegung "Volatilität ist unsinnig" recht gewagt und u.U. sehr voreilig.

Und vor dem Hintergrund, das eine Menge der großen Player im Markt genau solche Modelle für ihre Anlageentscheidungen nutzen, ist es u.U. recht sinnvoll, sich mit deren Wesen zu beschäftigen. Weil: nur wenn man weiß, wie die anderen Markteilnehmer "ticken" hat man eine Chance Fehlentwicklungen zu finden. Was ja wiederum Voraussetzung für "Überrendite" ist.

Ansonsten ist läuft das Anlegen eher auf ein Lotto-spielen hinaus.  

1395 Postings, 920 Tage warren64@ralfine

 
  
    #19208
27.05.16 13:28
Guter und fundierter Beitrag. Weiter so!  

4762 Postings, 1863 Tage ChartlordGrins !

 
  
    #19209
27.05.16 14:20
Ich glaube ich kenne da jemanden, der den Quatsch, der hier im Forum geschrieben wurde widerlegen wird.

Da werden Outperformance, Risiken und faire Werte, die hier angegeben wurden zu Staub zermalmt. Das wird für viele Leser hier ein Tag des Erwachens, denn es wird die Post selbst sein, die alle diese törichten Einschätzungen übertreffen wird.

Jetzt schon wieder bei 26,66 und kräftig besser als der Dax, aber das hat seine Gründe.

Festhalten und anschnallen !

Schon jetzt lässt sich vor dem heutigen Handelsschlusss zum Wochenende feststellten, dass wir eine starke Handelswoche hatten, in der die Post ständig andersperformt hat als der Dax. Sowohl Dax als auch Post sind dabei gestiegen, aber nach unterschiedlichen Chartmustern. Dabei hat es die Post sogar geschafft ihren aufwärtstrend seit dem Jahrestief wieder fortzusetzen selbst nach dem Dividendenabschlag.

Das wird sich nicht ändern ! Beide werden steigen, aber auf unterschiedliche Weise. Der Dax wird verhalten aber ständig den Weg nach oben suchen, die Post wird dem jedoch vorreiten, weil sie nach wie vor noch nicht am Ende ihrer Höhergewichtung im Index angekommen ist. Jetzt ist aber für Dax und Post durch den Ausbruch des Dax der Weg frei, also wird die Post vorlaufen bis die gewünschte Indexgewichtung erreicht ist. Dann wird sie seitwärtsgerichtet auf den Dax warten, weil beide dann wieder weiter ansteigen bis der Dax seine gewünschte Höhe erreicht hat.

Nur wenn die Post "von oben" bestimmen kann, wie weit sie den Dax nachrückken lässt, kann eine grobe Neugewichtung im gänzlich steigenden Markt eintreten. Umgekehrt klappt das nicht, weil dazu auch die entsprechenden Volumina höher gehandelt werden müssen. Eine Aktie zum gewünschten Kurs bei irgendwas über 30 zu handeln, ist kein Aussage kräftiger Chart.

Ich habe schon heute früh im Thread Rund um den Dax auf die Veränderungen hingewiesen. Es ist wirklich kein Wunder, wenn es heisst :

Buy in May or picks are gone away ! And in september you will remember december !
(Der Chartlord) (Bin wieder mega in Form)

 

868 Postings, 897 Tage tibesti2Lebenszeichen

 
  
    #19210
2
27.05.16 14:51

Nach längerer Zeit mal wieder ein Kurzes Lebenzeichen (aus Montevideo).

Gratulation an die (weiterhin) Investierten!! Ich habe selten eine brutalere Bärenfalle gesehen als die der Deutschen Post. Aus einem extrem miesen Chartbild ist etwas völlig anderes geworden als viele dachten.  Und durch das enorme Aktienrückkaufprogramm dürfte die Aktie weiterhin auch gut nach unten abgesichert sein.
Bei unter 20 Euro hatte mich schon der Finger gejuckt, aber ich hab mich nicht getraut zu kaufen und hätte damit auch gegen meinen Entschluß verstossen, nicht mehr mit Einzelaktien zu handeln.

Allerdings hab ich im Fondsbereich endlich zu vernünftigen Kursen meinen für Neu-Investoren geschlossenen und nur an der Börse handelbaren Wunsch-Aktienfonds erwerben können. Und da ich hier über Tage sechstellig zusammengekauft haben, bin ich nach eutlich über 10% Kurssteugerung in wenigen Wochen nun auch gut im Plus.

http://fonds.finanztreff.de/fonds_einzelkurs_uebersicht.htn?i=29072434




Auf folgenden Zusammenhang, den ein Profi-Trader gestern geschrieben hat, bin ich übrigens noch gar nicht gekommen:

"...Ich erwarte eine massive Blue-Chip-Hausse! Keine Aktien hergeben! Das EZB-Kaufprogramm für Unternehmensanleihen ist ein Flirt mit dem Teufel. Aber es ist eine Aktion, die die Aktien ankurbeln wird.
DAX-Konzerne werden vermutlich zu 0,5% bis 1% an sehr viel Fremdkapital kommen
Die wirtschaftliche Logik gebietet es, massive Aktienrückkaufprogramme zu starten. Das ist quasi geschenktes Geld...."

 

520 Postings, 1344 Tage Timo1990Fair Value

 
  
    #19211
27.05.16 16:14
Ach Chartlord. Schauen wir doch nochmal auf die Chronologie:


1. du behauptest, dass die Einstufung von JPM nicht die Zukunft abdeckt.
Ich widerspreche dir, da sie es tut (Schätzung zukünftiger Cash Flows), denn so funktionieren Bewertungen. DARUM GING ES.

2. du kommst damit, dass man den Yield on Cost gegenrechnen muss (total unkonkret), was mathematischer Blödsinn ist und auch logisch völlig daneben liegt, da es darum geht, ob eine Aktie jetzt gekauft werden sollte oder ob sie zu teuer ist. Wiederholung: weißt du überhaupt, wie das Verfahren funktioniert?

3. du erzählst davon, dass Versicherungen (unspezifisch) ebenfalls bei der Risikoquantifizierung die Anschaffungskosten berücksichtigen. Das ist bei fast allen verboten. Die Behauptung, dass gesetzliche Versicherer "Risikokapital" auf deine Weise "berechnen" ist von dir behauptet, unbelegt und inhaltlich nicht plausibel. Dieses Thema ist zusätzlich völlig an der Frage vorbei eröffnet, ob JPM die Zukunft berücksichtigt.


Es geht hier überhaupt NICHT darum, ob irgendwelche Modelle gut oder schlecht sind, was hier einige wohl nicht verstehen. Es geht um eins:


Du, Chartlord, hast die Analyse von JPM herausgepickt und erzählt, dass sie nicht die zukünftige Erwartung reflektiert. Das ist aber unsinnig. Danach driftest du völlig vom Thema ab und springst in das Thema Risiko allgemein, was damit NICHTS zu tun hat (die Berechnung ist ja von JPM und nicht von mir). Das Thema Versicherungen hat damit auch NICHTS zu tun. Du hast von "Versicherungen" gesprochen und später gesetzliche Versicherer erwähnt. Der Text liest sich so, als ob du Versicherer allgemein meinst. Dazu mein Zitat. Du redest regelmäßig und auch zu Start des Themas von "Versicherungen". Du meinst damit NUR die umlagegedeckten, ok, verstanden und akzeptiert. Den Zusammenhang dagegen habe ich nicht verstanden, denn er existiert nicht.

Nochmal:

Weißt du, Chartlord, wie Unternehmensbewertungen zur genauen Kurszielfindung funktionieren und WO dort durchaus die Zukunft berücksichtigt wird?  

520 Postings, 1344 Tage Timo1990Bezugspunkt

 
  
    #19212
2
27.05.16 16:26
Ganz konkret startete die Diskussion mit diesem Zitat von dir, Chartlord:

"Beide jedoch muss man deutlich zwischen den Zeilen lesen um das zu verstehen, denn beide bewerten die Post nicht auf Sicht von 12 Monaten sondern aus der heutigen Sicht, und die hat die Zahlen des ersten Quartals einberechnet, aber die kommenden drei nicht anvisiert. Damit ist klar, dass die Post aus der heutigen Sicht erst ein Viertel der Anhebung für das ganze Jahr 2016 eingepreist haben kann. Auf das gnaze Jahr wäre das bei beiden Banken aber doch wiederum ein Wert von (je nach Ausgangspunkt) 31 bis 32,50."


Darauf hin wies ich darauf hin, dass die Bewertung eine Zukunftsbewertung ist. Es gab eine Frage zu dem Vorgehen von Analysehäusern, sodass das Thema Abzinsungssatz aufkam und ob der plausibel ist.

Dann sagst du, dass dein Einstandskurs von Relevanz ist. Das ist aber für eine PROSPEKTIVE Unternehmensbewertung völlig irrelevant. Kaufen oder nicht? Das ist die Frage, die sich der Analyst stellt und nicht zu welchen Kursen du gekauft hast.

Dann redest du von Versicherern, dass sie Risiko anhand der Einstandskurse berechnen, was nicht stimmt, aber das ist unerheblich. Denn: dieses Risiko hat NICHTS mit der Unternehmensbewertung zu tun. Bei der benutzt man nämlich gar nicht das Risikokapital (und auch nicht die Volatilität @ Warren). Was ich davon halte? Habe ich gar nicht gesagt. Was man nutzen sollte? Habe ich gar nicht gesagt.

Was ich sagte:

1. JPM berücksichtigt die Zukunft bei der Einstufung.
2. deine Themaswitches sind verfehlt und haben keinen Zusammenhang zur Ausgangsfrage (Risikokapital wird gar nicht bei der Bewertung verwendet)
3. Dein "Ansatz zur Bestimmung von Risikokapital (wie definierst du das überhaupt?) ist nicht risikoadäquat und daher unsinnig, hat aber auch nichts mit der Analyse von JPM zu tun.


Jetzt hast du die Gelegenheit, wieder am Thema vorbei zu reden.  

877 Postings, 1028 Tage Laterne....wieder in Megaform

 
  
    #19213
27.05.16 17:03
Daraus schließe ich, daß ein CL  kein Antibiotika benötigt,
sondern nur die richtigen Gegner.
Und natürlich den richtigen Kurs der DP.
-----------
Beste Grüsse
Laterne

26181 Postings, 695 Tage youmake222Deutsche Post startet zweite Tranche von Milliarde

 
  
    #19214
27.05.16 18:20

1313 Postings, 983 Tage ForeverlongLeute

 
  
    #19215
27.05.16 18:41
hört auf euch zu zanken. wir wollen doch alle nur das Eine. Wenn jemand interessante Aspekte aufs Tablett bringt, dann muss man denen nicht folgen, aber man kann sich davon inspirieren lassen. Und das ist doch sehr viel Wert und m.E. der Sinn der eines Forums.        

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