Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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neuester Beitrag: 18.04.14 15:20
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 16694
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20752 Postings, 3799 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
76
04.11.12 14:16

Wirtschaftswissenschaften: Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind immer mehr Ökonomen überzeugt. Viele von ihnen sehen in der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich auch die Ursache für die weltweite Finanzkrise.

BerlinDer Klassenkampf war lange verschwunden aus dem Vokabular der Ökonomen. Die meisten Forscher interessierten sich nicht mehr für die Unterschiede zwischen den einzelnen Schichten der Gesellschaft, zwischen Armen und Reichen, Arbeitenden und Vermögenden. Die Stoßrichtung gab Nobelpreisträger Robert Lucas vor: Ökonomen sollten sich nicht von der gefährlichen Versuchung verführen lassen, sich mit Verteilungsfragen zu beschäftigen, schrieb er vor gut zehn Jahren. Wer den Wohlstand mehren wolle, der solle nicht umverteilen, sondern für Wachstum sorgen.

 

Inzwischen aber findet in der ökonomischen Zunft ein Umdenken statt - immer mehr Volkswirte nehmen auch Verteilungsfragen wieder ernst, wie eine Konferenz des "Forschungsnetzwerks Makroökonomie" zeigt, die in der vergangenen Woche in Berlin stattfand. Auf Einladung der Hans-Böckler-Stiftung diskutierten mehr als 300 Volkswirte über die Zukunft der makroökonomischen Forschung. Die Einkommensverteilung war dabei eines der zentralen Themen. Schließlich ist die Kluft zwischen Arm und Reich vor der Krise massiv gewachsen - vor allem in den USA, aber auch in vielen anderen Industrieländern.

Wenn die Ungleichheit in einer Volkswirtschaft zu groß wird, wird diese instabil, zeigte Michael Kumhof, Vizeabteilungsleiter beim Internationalen Währungsfonds (IWF). Zusammen mit Kollegen hat er ein makroökonomisches Standard-Modell um Verteilungsfragen erweitert. Anstelle von homogenen Haushalten, die einheitliche Interessen haben, gibt es in diesem Modell Arbeiter und Vermögende.

 
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16668 Postings ausgeblendet.

35082 Postings, 3634 Tage Anti Lemming# 659

 
  
    #16670
5
17.04.14 22:12
Der FAZ-Artikel will irrsinnigerweise weis machen, dass die Russen mit faschistischen Nationalisten vom "Rechten Sektor" kooperiert hätten und dies bis heute tun.

Die Argumentationslinie in dem Artikel ist unschlüssig.

Da wird zunächst der Rechte Sektor als Haupttriebfeder gegen das alte Janukowitsch-System genannt. J. war aber pro-russisch und lebt dort ja auch im Exil. Folglich muss der rechte Sektor gegen J. und damit "westorientiert" gewesen sein. Der Rechte Sektor stellte aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Scharfschützen, die mit gezielten Tötungs-Schüssen auf beliebige Maidan-Demonstranten und -Polizisten die jetzige Oligarchenregierung an die Macht geputscht haben.

Da aber in Westmedien die Schauerstory kolportiert wurde, die Russen hätten die Scharfschützen geordert und bezahlt - während gleichzeitig eine forensische Untersuchung der Kugeln in den Maidan-Toten trotz zig Anfragen unterblieb - , muss die Realität jetzt - passend zu den eigenen Vorurteilen - zurechtgebogen werden.

Solche Artikel sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind.

Und wer mit solchen Artikeln argumentiert, stellt sich in trauriges Licht.
 

7284 Postings, 2141 Tage FillorkillPhong, sorry

 
  
    #16671
2
17.04.14 22:29
Ausnahmsweise. Auch wenn Du gerne auf Stereotypen des kalten Krieges zurückgreifst, geht es Dir letztlich um das 'emanzipatorische Projekt' und dies tendenziell global. Ich weiss das und bestätige es hiermit. Ich kritisiere Dich tatsächlich nicht in diesem Motiv, sondern in der Wahl deiner ideellen Bündnispartner, die Du zu einem Werkzeug humanistischer Missionen umdeutest - was sie jedoch nicht sind. Damit unterscheidest Du dich übrigens erheblich von Zaps fixer Idee des Survival of Fittest, ohne allerdings diesen Dissens deutlich zu machen...
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'Being a contrarian is tough, lonely and generally right'

6816 Postings, 1169 Tage zaphod42Es gibt keinen Dissens

 
  
    #16672
17.04.14 22:46
denn es handelt sich um zwei Seiten derselben Medaillie, nämlich dem Wissen oder dem Gefühl, historisch, humanistisch und moralisch auf der richtigen Seite zu stehen. Hier kämpfen wir als Europäer in erster Linie für uns selbst. Die Amis stehen uns bezüglich der genannten Werte am nächsten und sind folglich Interessen- und Bündnispartner, zumindest wenn man die eine oder andere kleine Schweinerei ausblendet. Non licet bovi, quod licet Jovi.

Wenn daiphog in der Ukraine den Maidan als Interessen- und Bündnisparter der EU identifiziert, so liegt er goldrichtig. Die Überschneidung ist nicht 100%, aber die Auswahl ist eben beschränkt. Zudem gibt es in der EU ja auch genügend Rechte, die sozialverträglich integriert sind. Orban, die FPÖ oder Le Pen z.b.

 

7284 Postings, 2141 Tage FillorkillZap: Naivität

 
  
    #16673
4
17.04.14 22:48
Das Malen einer abgründigen Welt, in der es von bösartigen Adolf-Putins nur so wimmelt und nur der überleben wird, der ihre Karte spielt, nennst Du Realismus. Von mir aus - aber ich denke, Du nimmst die Narrative für die Sache selbst. Die Sache selbst aber ist das Business as usual und zwar deshalb, weil es das primäre Interesse aller Akteure in einer Welt ohne echte Systemgegensätze repräsentiert. So marschieren auch die US ständig irgendwo ein, beharken irgendjemand mit ihren Drohnen oder fabrizieren Regime Changes wie zuletzt in Kiew. Ihre Reputation entwerten sie damit periodisch, insbesondere beim jeweiligen Adressaten und seinem Anhang. Das Business läuft derweil ungerührt weiter, wenn auch manchmal über Umwege...
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'Being a contrarian is tough, lonely and generally right'

7284 Postings, 2141 Tage FillorkillAL,

 
  
    #16674
2
18.04.14 06:08
QE sei 'neutral' ist wirklich das letzte, was die Fed öffentlich behaupten würde. Die Befürworter vertreten vielmehr einen radikalen Monetarismus, demzufolge das excessive Angebot an Zentralbank-Geld monetär wie makro kausalen Einfluss ausübe. Alle Gegner von QE mit Ausnahme der modernen Geldtheorie teilen diese Auffassung und bewerten nur die Resultate negativ. Ähnliches gilt für Akteure im Markt, wenn es heisst: Never fight the Fed. Dass ich also Fed-Positionen vertrete bleibt absoluter Nonsense, auch wenn Du dies ständig wiederholst...
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'Being a contrarian is tough, lonely and generally right'

35082 Postings, 3634 Tage Anti LemmingSurvival of the fittest...

 
  
    #16675
1
18.04.14 07:53
Gilt das auch für Pentagon-Schildkröten?

www.spiegel.de/politik/ausland/...gipfeltreffen-in-genf-a-965170.html

 
Angehängte Grafik:
hc_874.jpg
hc_874.jpg

6816 Postings, 1169 Tage zaphod42business as usual

 
  
    #16676
18.04.14 08:00
ist die Sache diesmal eben nicht, weil es die erste Grenzverschiebung in Europa mit Waffengewalt bzw. unter Androhung derselben seit 1945 ist. Ich rede von der Krim, die du verwerflicherweise bereits gedanklich Russland zugeschlagen hast.

Und genau das meine ich mit Naivität: Wenn man erstens diese Tatsache verleugnet und zweitens aus Dämlichkeit, Ignoranz oder Kalkül nicht durchschaut, dass hinter diesem Wahnsinn eine Methode steckt.

In beidem unterscheidet sich dieser Fall übrigens auch vom üblichen Vorgehen der USA. Deren Einfallen und Beharken ist nämlich stets temporär beschränkt. Sie kommen grundsätzlich niemals um länger als notwendig zu bleiben. Putin kommt, "um historische Irrtümer zu berichtigen".  

35082 Postings, 3634 Tage Anti Lemming"hysterische" SPON-Propaganda

 
  
    #16677
4
18.04.14 08:52
www.spiegel.de/politik/ausland/...-der-genfer-beschluss-a-965182.html

SPON: "Manche in der Ostukraine sind inzwischen fast hysterisch, aufgepeitscht durch die Propaganda der kremlnahen Fernsehkanäle. Sie glauben, dass die Menschen in der Westukraine Faschisten seien, die sie töten wollten. Die Nato wolle die Ostukraine zerstören wie Irak oder Afghanistan, hört man immer wieder. Diese Hysterie scheint mit jedem Tag ein wenig schlimmer zu werden. "

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A.L.: Wer glaubt, in Kiew regieren Faschisten, ist also hysterisch....

Der Spiegel ist nur noch ein matter Abklatsch einstiger Zeiten. Inzwischen ist er ein Sammelbecken pickel-häubiger und -gesichtiger Jungredakteure, die sich in ihrer freiwilligen Gleichschaltung in geradezu hysterischer Weise wechselseitig zu überbieten versuchen. Genau wie manche Pickelhauben bei Ariva. Hysterie, wo man hinschaut.  

6816 Postings, 1169 Tage zaphod42Das mit der Hysterie

 
  
    #16678
18.04.14 08:58
hast du uns ja im BT seit 2006 vorgelebt, wo seitdem jeden Tag der Untergang des Abendlandes oder schlimmeres gepredigt wird. Deine Saat geht nun auf, sei doch froh.  

13561 Postings, 2831 Tage Malko07Unsere kleingeistige

 
  
    #16679
7
18.04.14 09:35
Pickelhaubenträger negieren sogar alle geschichtlichen Entwicklungen:

.... ist die Sache diesmal eben nicht, weil es die erste Grenzverschiebung in Europa mit Waffengewalt bzw. unter Androhung derselben seit 1945 ist. Ich rede von der Krim, die du verwerflicherweise bereits gedanklich Russland zugeschlagen hast.

Man sollte eventuell sein Hirn einschalten bevor man so einen Unsinn schreibt. Nur ein kleines Beispiel und vielen: Gab es die kriegerischen Auseinandersetzungen in Jugoslawien oder nicht? Ist da die Integrität des Staates in seinen Grenzen erhalten geblieben?

Es gab übrigens keine Annexion. Es gab eine von der Mehrheit des Volkes gewünschte Abtrennung und dann eine Aufnahme. Der Ablauf der Wahlen wird übrigens von kaum einem Journalisten kritisiert und als manipuliert dargestellt. Es wird von diesen Journalisten primär darauf hingewiesen, dass dieses Referendum nach ukrainischem Recht nicht erlaubt war, was immer das gerade aktuelle Recht damals auch war. Deshalb soll es angeblich völkerrechtswidrig sein.  Allerdings ist das ukrainische Recht so wenig wie irgendeinanderes nationales Recht Bestandteil des Völkerrechts.

Wir haben im Völkerrecht eben zwei sich diametral entgegenstehende Regeln: Das Selbstbestimmungsrecht der Völker und die Integrität der Staaten. Das bedeutet ganz praktisch, dass es bei derartigen Konflikten keine einfache Antwort gibt und man sie eben von dem Internationalen Gerichtshof klären lassen soll.  

9027 Postings, 1471 Tage sleepless13Genau so sagte es Schmalz.

 
  
    #16680
18.04.14 09:50

6816 Postings, 1169 Tage zaphod42Genf bringt wohl keine Lösung

 
  
    #16681
18.04.14 09:58
denn die ukrainischen Separatisten lassen anders als die "Grünen Männer"  nicht mit sich verhandeln.
Ukraine: Separatisten in der Ostukraine, was taugt der Genfer Beschluss - SPIEGEL ONLINE
Was taugt das Ergebnis der Diplomaten? In Genf haben sich Russland, die Ukraine und der Westen auf eine Entwaffnung der Separatisten geeinigt. Ein unrealistischer Beschluss: Die Situation in der Ostukraine wird von Tag zu Tag schwieriger.
 

13561 Postings, 2831 Tage Malko07Der Maidan ist von

 
  
    #16682
4
18.04.14 09:59
verschiedenen Gruppen manipuliert worden. Bewaffnet waren am Maidan praktisch nur Anhänger von Swoboda und Rechtem Sektor, die man beide richtigerweise als Faschisten und Extremnationalisten bezeichnet, was auch immer Nationalisten in einem Vielvölkerstaat darstellen sollen. So ist es bezeichnend, dass die Homepage von Swobada zweisprachig ist: Ukrainisch und Englisch! Sagt nicht alles aber viel aus.

Der Putsch wurde praktisch nur möglich durch die bewaffneten Kräfte vom Maidan. Immerhin hat das sogar unser Außenminister festgestellt (er sprach von Revolution und nicht von einem Putsch). Weil diese Kräfte durchgängig faschistisch waren, ist es mMn erlaubt von einem faschistischem Putsch zu reden.

Noch immer ist der Maidan und viele umliegende Gebäude besetzt. Dabei ist der bewaffnete Anteil nicht gering. Bin neugierig wie die Putschisten diesen Platz säubern wollen und Swoboda und Rechten Sektor entwaffnen wollen. Wollen sie dazu die Nationalgarde, bestehend aus Swoboda und Rechtem Sektor, einsetzen?

Und was passiert, wenn die bewaffneten Aufständischen sich in der Ostukraine nicht entwaffnen lassen wollen? Muss dann die russische Armee eingreifen, die ukrainische kann man ja in der Pfeife rauchen? Sie ist zur internen Stabilisierung unbrauchbar.

In Genf gab es einen ersten Versuch die Ausgangstür in diesem Konflikt zu finden. Was es an eventuellen Absprachen abseits der offiziellen Verlautbarung gab, ist (noch) unbekannt. Beide Seiten können sich momentan als Sieger gebären (Gesichtswahrung), aber es ist noch ein langer Weg zu einer Lösung.  

30997 Postings, 5286 Tage KickyGenf -ein unrealistischer Beschluss?

 
  
    #16683
1
18.04.14 12:14
Die Situation in der Ostukraine wird von Tag zu Tag schwieriger.
Aus Donezk berichtet Raniah Salloum

Als ersten Schritt zur Deeskalation sollen die Maskierten in der Ostukraine die von ihnen besetzten Gebäude räumen und ihre Waffen abgeben. Auf diese Forderung haben sich in Genf die Ukraine, Russland, die USA und die EU geeinigt. Nur: Wer soll sie entwaffnen? Wer soll die Gebäude räumen? Freiwillig werden die Besetzer nicht weichen, so viel scheint klar. "Wir gehen erst, wenn es ein Referendum gibt über die Zukunft des Donezkbeckens", versichern viele von ihnen.

In der Regel campieren ein paar Dutzend Vermummte darin. Im Regionalverwaltungsgebäude von Donezk mögen es rund hundert Besetzer sein. Trotzdem könnte Kiew die Gebäude nicht gewaltsam räumen lassen. In diesem Fall würden sich schnell Hunderte, wenn nicht gar Tausende mit den Besetzern solidarisieren.

Die Regierung hat nicht die Macht, um die Besetzer zu vertreiben ..........
http://www.spiegel.de/politik/ausland/...nfer-beschluss-a-965182.html  

6816 Postings, 1169 Tage zaphod42Die Leute spielen nicht mit

 
  
    #16684
18.04.14 12:30
weder die Faschos vom Maidan noch die Nationalfaschos von Donez. Wie bereits erwähnt: Die Geister die Putin selbst rief, kann er nun nicht mehr kontrollieren. Der Zug rollt bereits Richtung Abgrund.
Gebäude und Plätze in der Ukraine bleiben besetzt | tagesschau.de
Trotz der Einigung in Genf wollen weder die pro-russischen Separatisten, noch die Aktivisten auf dem Maidan besetzte Plätze und Gebäude räumen. In der Nacht gab es zudem einen Zwischenfall in Slawjansk, bei dem ein Mensch getötet worden sein soll.
 

30997 Postings, 5286 Tage KickyUkraine ist ein Land ohne demokratische Regierung

 
  
    #16685
1
18.04.14 12:56
wo man die Polizei und das Miltär nicht mehr ernst nimmt,wo es kaum Möglichkeiten gibt gesetzliche Verordnungen durchzusetzen wie schon die illegale  Verpachtung grosser Ländereien z.B an China und einige Oligarchen zeigt.Es kann derzeit wohl eher mit Russland und Deutschland um 1918 verglichen werden.
Meiner Meinung nach ist hier jetzt alles aus dem Ruder gelaufen,ohne dass Putin das wollte,er hat es mit dem Referendum in der Krim eher ausgelöst.Man muss sich dann auch fragen ,inwieweit der CIA hier verwickelt ist,was hat Brennan in Kiew zu suchen?
Und warum soll die Ukraine es dulden,dass Regierungsgebäude besetzt werden?
Und wer will eigentlich,dass die Ukraine zu Europa kommt und warum?
Haben wir nicht schon genug an der Backe mit Rumänien und Bulgarien?
 

6816 Postings, 1169 Tage zaphod42Brennan hat in Kiew

 
  
    #16686
18.04.14 13:11
über das Teilen von Geheimdienstinfos über die russischen Truppen (eingesickert sowie hinter der Grenze) gesprochen. Nach anfänglichem Zögern der USA wird nun die Regierung in Kiew zeitnah über Truppenbewegungen der Russen informiert.

Hat also nichts mit dem Maidan zu tun wie Verschwörungtheoretiker vermuten könnten.

"Der Besuch könnte aber den Grundstein für eine engere geheimdienstliche Zusammenarbeit zwischen den USA und der Ukraine legen. "Brennans Besuch wird hoffentlich dazu führen, dass wir unsere Informationen über die russischen Aktivitäten gegen die Ukraine besser untereinander austauschen", sagte der republikanische Abgeordnete Mike Rogers, Chef des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus.

Bislang hält Washington offenbar die wichtigsten Informationen über den russischen Aufmarsch im Grenzgebiet zur Ukraine zurück. In der vergangenen Woche enthüllte "The Daily Beast", dass US-Militärs die Anweisung erhalten hätten, ihre detaillierten Erkenntnisse über Truppenbewegungen der russischen Armee vor ihren ukrainischen Konterparts geheimzuhalten. Rogers war selbst kürzlich zu Gesprächen in Kiew: "Ukrainische Regierungsvertreter und Geheimdienstler haben mir gegenüber deutlichgemacht, dass sie mehr Hilfe brauchen", sagte der Abgeordnete."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/...mdienstbeamten-a-964489.html  

6816 Postings, 1169 Tage zaphod42Und wer will eigentlich,dass die Ukraine zu Europa

 
  
    #16687
1
18.04.14 13:14
kommt?

- Niemand bislang. Außer Kiew natürlich. Aber es gibt nicht mal Assoziierungsverhandlungen, warum auch. Die Ukraine ist nicht annähernd Europatauglich, eher gehört die Türkei in die EU.  

3391 Postings, 1980 Tage daiphongnun, die Freunde russischer Invasion

 
  
    #16688
1
18.04.14 13:24
scheinen durch Genf etwas irritiert zu sein.

Wird die Befreiung der Ukraine vom Faschismus und der "Einverleibung durch den Westen", wird der Einmarsch etwa abgeblasen? Haben sie sich völlig umsonst so lautstark dafür positioniert?

Immerhin sind wie einst auf der Krim die russischen Spezialeinheiten in Ostukraine bereits unterwegs, allerdings töten sie hier viele Soldaten in Hinterhalten, erobern Kasernen und besetzen Rathäuser. Nur eines fehlte trotzdem: von einem großen Volksaufstand der russischen Minderheit kann keine Rede sein. Russland kann selbst in Ostukraine nicht als Befreier einmarschieren.

Russland hat erhebliche Legitimationsprobleme für die Invasion. Putin hatte zwar noch vorgestern im Fernsehen groß getönt, dass er das Recht zur Invasion im Nachbarland habe. Sein eigenes Parlament hat ihm gewährt, eine merkwürdige Rechtsquelle. "Ich hoffe sehr, dass ich nicht von dem Recht Gebrauch machen muss", drohte er. Und so sehr auch der russische Nationalismus danach dürstet, der inzwischen die gesamte gleichgeschaltete Öffentlichkeit beherrscht, der Einmarsch scheint vorerst abgeblasen.

Die Legitimationsprobleme für einen Einmarsch liegen auf der Hand: Nationalismus und Faschismus existieren in Ukraine offenkundig nicht in der Form, wie die russische Propaganda es dem Publikum als Spiegelung der eigenen Realität vorstellt: nämlich als Auftritt einer Herrenrasse, als totalitärer Staat, als Progrom gegen Fremdes, als Militarismus, als Überlegenheitskult, als faschistische Säuberung der Gesellschaft.
Diese Formen des Faschismus, die man in Russland durchaus kennt, lassen sich in Ukraine so nicht finden. Statt dessen zeigt sich eine eher hilflose Bevölkerung, ein eher hilfloser Staat, ein eher hilfloses Militär, und auch die Faschisten sind eher mit Knüppeln und Schildern bewehrte Dorftrottel als die berüchtigten SS-Totenkopf-Panzerverbände oder die SS-Vernichtungslager-Ideologie und Praxis, an die man in Russland bei "Faschismus" denkt..

Es ist ein anderer Nationalismus in der Ukraine, der sich zwar von Russland abgrenzen muss, und insofern große Spannungen im Lande erzeugt, aber weit defensiver und schwächer und weniger faschistisch ist, als die russische Propaganda in ihrer Aggressivität behauptet.

Die russische Propaganda scheitert an ihrer absurden Maßlosigkeit, ihrer völligen Destruktivität zur Frage von Gesellschaftsaufbau, an ihrer eigenen Invasionsgeilheit.  

3391 Postings, 1980 Tage daiphong#70 wie blind muss man eigentlich sein,

 
  
    #16689
18.04.14 13:38
AL und Positivbewerter, um so einen kleinen Artikel derart bodenlos falsch lesen zu können?  

35082 Postings, 3634 Tage Anti LemmingMan muss nur

 
  
    #16690
18.04.14 14:07
die rosarote Ami-Brille abnehmen...  

6816 Postings, 1169 Tage zaphod42Brillen...

 
  
    #16691
18.04.14 14:16
...sind nicht postmodern. Hier hat sie wohl keiner auf.  

35082 Postings, 3634 Tage Anti LemmingBrillen gibt's immer passend

 
  
    #16692
18.04.14 14:53
zur Hutmode.

Gern getragen wird zurzeit die moderne Stumpfpickelhaube samt farblich abgestimmter "Survivial-of-the-fittest"-Sonnenbrille.

www.asmc.de/images/product_images/popup_images/100842_0.jpg

 
Angehängte Grafik:
100842_0.jpg (verkleinert auf 85%) vergrößern
100842_0.jpg

3391 Postings, 1980 Tage daiphong#79 Russland hat so sein Staatsgebiet vergrößert,

 
  
    #16693
1
18.04.14 15:03
genau dies ist seit 45 in Europa einmalig.

Eigentlich gehört nicht allzuviel Intelligenz dazu, das Verfahren als problematisch anzusehen, wie am Ende zu sehen: "Das bedeutet ganz praktisch, dass es bei derartigen Konflikten keine einfache Antwort gibt und man sie eben von dem Internationalen Gerichtshof klären lassen soll."

Russland spielt derzeit mit der Option, sein Staatsgebiet auch in Ostukraine oder mehr weiter zu vergrößern. Offenbar wollen manche Pappnasen wie Putin auch dieses legitimiert sehen nach dem Modell Krim. Also ohne diese ganze internationale "Einmischung". Einige Pappnasen selig hätten überhaupt dieses ganze verfluchte, rückständige, in Sowjetzeiten ruinierte Osteuropa wieder vom Hals, manche sogar Ostdeutschland, Ostberlin...  

35082 Postings, 3634 Tage Anti LemmingFür die Freunde und Freundinnen der Mäßigung

 
  
    #16694
18.04.14 15:20

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