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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1491
neuester Beitrag: 31.07.15 00:35
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 37254
neuester Beitrag: 31.07.15 00:35 von: daiphong Leser gesamt: 2826369
davon Heute: 928
bewertet mit 86 Sternen

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20752 Postings, 4268 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
86
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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37228 Postings ausgeblendet.

6529 Postings, 2449 Tage daiphongminus 7 Billionen: die US-Auslandsvermögensbilanz

 
  
    #37230
1
29.07.15 18:21
ist schon eine Hausnummer, sie liefert also seit Crash/QE kein Einkommen mehr wie früher.  
Angehängte Grafik:
dddd.jpg (verkleinert auf 52%) vergrößern
dddd.jpg

13158 Postings, 2610 Tage Fillorkill# 22 Ebenen

 
  
    #37231
29.07.15 20:35
Die fundamentalste Ebene ist die Saldenmechanik. Diese gilt immer, sofern überhaupt von einem funktionsfähigen staatlichen Sektor gesprochen werden kann. Also auch unabhängig von der zyklisch eskalierenden Neigung zum Malinvestment, die gerne - nach Platzen der jeweiligen Kreditblase - in einen Mangel an Moral oder Vernunft übersetzt wird. Reformabsichten, die diese Ebene ignorieren, können nicht greifen.

Auch in Spanien war es der Privatsektor, der seinen Kredit für vermeintlich smarte Anlagen insbesondere in Beton überstrapazierte, die sich bei abrupter Fälligstellung 09 ff dann - wie immer - als gigantisches Malinvestment darstellten. Der staatliche Sektor konnte so bis zum Knall einerseits seine Debt to GDP Ratio konsolidieren (Spanien galt damals als fiskalischer Musterknabe) und war aber anderseits in den für Bau typischen Korruptionssumpf in die Immobilienblase qua seiner Amtsträger auch direkt verwickelt - was mit einer antizyklischen Konjunkturpolitik jedoch nicht die Bohne zu tun hat. Deren Aufgabe heute primär darin bestehen müsste, eine komplette Deindustrialisierung zu verhindern, sprich überhaupt die materiellen Voraussetzungen zu erhalten, um jemals wieder auf die Beine zu kommen.

Auch die neuen Bundesländer liefern natürlich kein Beweis für das Versagen von 'Keynes', sondern lediglich für die Gültigkeit der Saldenmechanik: Der Westen erzielt einen konstanten Überschuss gegen den deindustrialiserten Osten, für den sich dies spiegelbildlich als konstantes Defizit darstellt. Die Bundeskasse sorgt mit ihrem ebenso konstanten Transfer dafür, dass es dabei bleiben kann.



-----------
'das ganze ist das unwahre'

6529 Postings, 2449 Tage daiphongUS-Unternehmensgewinne und +Staatsdefizit

 
  
    #37232
3
29.07.15 20:46
als Prozent GDP  
Angehängte Grafik:
fredgraph_(11).png (verkleinert auf 76%) vergrößern
fredgraph_(11).png

6529 Postings, 2449 Tage daiphongRusslands Veto - die totale Blamage

 
  
    #37233
30.07.15 02:17
der Hauptverdächtige für den MH17-Abschuss
lügt und betrügt seit einem Jahr die Weltöffentlichkeit am laufenden Band, vermauert seinen tatsächliches Wissen komplett, beschuldigt in weltweiten Troll-Kampagnen andere mit gefälschten Beweisen - wieso sollte ausgerechnet dieser Hauptverdächtige auch total plötzlich an Aufklärung interessiert sein   :-o))  

... am Schluss würden ja auch noch die anderen ganz großen Sauereien hochkochen, die Russland da in Ukraine hinter seiner großen Propaganda- und Lügen- Mauer veranstaltet.  

6529 Postings, 2449 Tage daiphongThe missing wealth of Nations

 
  
    #37234
30.07.15 03:14
Von den Zahlen her nicht mehr aktuell, aber vom Problem des vor Besteuerung über anonymisierte Finanzplätze versteckten privaten Reichtums her. Die Statistiken der weltweiten Kapitalströme und Eigentumsverhältnisse werden so stark verzerrt. Die scharfe Verschiebung des US-NIIP oben erklärt das allerdings nicht. Auch nicht das Thema "nationales" Auslandsvermögen oder private Kapitalflucht, s. Griechenland.

ARE EUROPE AND THE U.S. NET DEBTORS OR NET CREDITORS?*
Gabriel Zucman
This article shows that official statistics substantially underestimate the
net foreign asset positions of rich countries because they fail to capture most of
the assets held by households in offshore tax havens. Drawing on a unique
Swiss data set and exploiting systematic anomalies in countries? portfolio
investment positions, I find that around 8% of the global financial wealth of
households is held in tax havens, three-quarters of which goes unrecorded. On
the basis of plausible assumptions, accounting for unrecorded assets turns the
eurozone, officially the world?s second largest net debtor, into a net creditor. It
also reduces the U.S. net debt significantly. The results shed new light on
global imbalances and challenge the widespread view that after a decade of
poor-to-rich capital flows, external assets are now in poor countries and debts
in rich countries. I provide concrete proposals to improve international statistics.
JEL Codes: F32, H26, H87.
I. Introduction
There are two puzzles in international investment statistics.
The first is a set of statistical anomalies. At the global level,
liabilities tend to exceed assets: the world as a whole is a net
debtor (Lane and Milesi-Ferretti 2007). Similarly, the global balance
of payments shows that more investment income is paid
than received each year. Since the problem was identified in
the 1970s, the International Monetary Fund (IMF) has commissioned
a number of reports to investigate its causes, and national
statistical agencies have put considerable resources into improving
their data. Yet despite a great deal of progress, large anomalies
remain; many European securities, in particular, have no
identifiable owner (Milesi-Ferretti, Strobbe, and Tamirisa 2010).
The second puzzle is a theoretical challenge. Since the latter
half of the 1990s, capital has been flowing from poor to richcountries. As a result, the rich world now appears to be a sizable
net debtor in the official data, dragged down by the United States
and Europe. Although the literature has put forward possible
explanations for the U.S. net debt and the rise in China?s
assets,1 the negative net positions of Europe and the overall
rich world remain largely unexplained. Despite this, many observers
have grown accustomed to the view that external assets are
now in poor countries and debts in rich countries. In the public
debate, the view that ??China owns the world?? has become particularly
popular. Should it be correct, the implications for policy
making and open-economy modeling would be far-reaching.

http://gabriel-zucman.eu/files/Zucman2013QJE.pdf  

6529 Postings, 2449 Tage daiphongUNO-Prognose - und dämliche deutsche Illusionen:

 
  
    #37235
2
30.07.15 04:15
"offene Grenzen für alle!" "Entwicklungshilfe und Transfers für weltweit jeden!" etc. pp  
Angehängte Grafik:
bevw.jpg (verkleinert auf 37%) vergrößern
bevw.jpg

14553 Postings, 3300 Tage Malko07#37231: Und was sollte der spanische Staat

 
  
    #37236
4
30.07.15 09:50
konkret tun, was er nicht schon getan hat?  Er hat z.B. dafür gesorgt, dass die Wettbewerbsfähigkeit gestiegen und damit ist auch die Industrialisierung abseits von Bau und Baumaschinenhersteller und ihren Zulieferern gewachsen ist. Die Staatsverschuldung ist natürlich explodiert, weil der Staat einen Großteil seiner Banken gerettet hat, welche den unsinnigen Bauboom unter den Augen  des Staates und mit dessen Mithilfe finanziert hatte. Bis heute hat er noch nicht alles auf seine Bücher genommen, die Verschuldung ist teilweise versteckt. Die zum Teil kriminell aufgepumpte Blase hat auch zu einer starken Erhöhung der Sozialleistungen und anderen staatlichen Wohltaten geführt die selbstverständlich heute nicht mehr finanzierbar sind. So wie vor der Blase müssen jetzt eben auch wieder viele Spanier auswandern weil die Strukturen zu Hause sie nicht ausreichend ernähren können. Sinnvolle Strukturen aufzubauen ist eben nicht nur eine Frage des Geldes, zu viel Geld (siehe neue Bundesländer) verhindert oft sogar sinnvolle Entwicklungen. Es braucht vor allem Geduld und langes zähes und richtiges daran arbeiten und dann noch etwas Glück. Kann man z.B. in allen europäischen Regionen nachvollziehen, die heute florieren. Verschwendung führt nicht dazu. Nicht grundlos ist die schwäbische Hausfrau so erfolgreich.  

Die Saldenmechanik hilft da auch nicht weiter. Sie dokumentiert nämlich nur das Endergebnis/Zwischenergebnis aber nicht wie man zu besseren Strukturen kommt. Und einer der nur mit den Symptomen rumspielt und glaubt Fehlentwicklungen durch die Behandlung der Symptomen behandeln zu können und sich weigert den Ursachen ins Gesicht zu schauen ist nicht weit gekommen oder will nur primitive Propaganda betreiben.

Der Staat hätte selbstverständlich seine Banken Pleite gehen lassen können. Das Elend wäre dann noch größer geworden. Er wollte das nicht und er wollte auch nicht die Einlagen teilweise an der Katastrophe beteiligen (Vorschlag der Eurozone). Er hat sich für den Weg entschieden. den er momentan geht. Und die jeweiligen Regierungen waren demokratisch gewählt. Ob er nun die verschiedenen Bevölkerungsgruppen "gerecht" an der Sanierung beteiligt, darüber kann man streiten. Man darf dabei allerdings nicht übersehen, wer temporär alles an der Blase verdient hatte. Das waren nicht nur die Vermögenden!  

8307 Postings, 4080 Tage lumpensammlerLieber dai

 
  
    #37238
1
30.07.15 12:08
der Hauptverdächtige sitzt immer noch in der Ostukraine. Das hast sogar du schon einmal anerkannt. Keine Ahnung, wieso du immer wieder die lächerlichen Spiegel- und Bellingcatmärchen noch einmal auftischst.  

10701 Postings, 1638 Tage zaphod42Setze dich nie auf eine Buddha Statue

 
  
    #37239
1
30.07.15 13:15
Thailand taktisch: Setze dich nie auf eine Buddha Statue

http://www.bkk-gui.de/ger/out_ger_f.htm  

10701 Postings, 1638 Tage zaphod42Pro Nacht 1500 Versuche den Eurotunnel zu stürmen

 
  
    #37240
30.07.15 13:31
im wahrsten Sinne des Wortes. Das sind die Bilder, die UKIP braucht...
Eurotunnel: David Cameron will Flüchtlinge radikal abschrecken - SPIEGEL ONLINE
Tausende Migranten wollen durch den Eurotunnel von Frankreich nach Großbritannien, in der Nacht sind erneut hundert gescheitert. Premier Cameron will Flüchtlinge radikal abschrecken: "Dies ist kein sicherer Hafen."
 

6529 Postings, 2449 Tage daiphongLumpi, dass Russland in Ukraine Krieg führt,

 
  
    #37241
30.07.15 13:48
als "abtrünnige Provinz" mit großem Aufwand zerstört und dabei auch eine MH17 abschießt, und sich selbst wieder als "Riesen-Militärstaat im Krieg mit dem Westen" versteht,
das findest du mitten in Europa halt völlig normal und völlig ok, manche wie Fill und die Nazis und DieLinke überschlagen sich fast vor Begeisterung...  ich nicht.
 

8307 Postings, 4080 Tage lumpensammlerSchon klar

 
  
    #37242
30.07.15 15:31
das kennen wir ja. Der Putin, der Böse, spaltet Europa, schießt Flieger ab, überzieht die halbe Welt mit Krieg ... und alle schauen zu und verhängen ein paar Sanktiönchen. Fällt dir was auf?  

10701 Postings, 1638 Tage zaphod42Ja

 
  
    #37243
30.07.15 15:57
Sanktiönchen sind wohl zu wenig.  

6529 Postings, 2449 Tage daiphong... deine anrührende Putin-Macke.

 
  
    #37244
1
30.07.15 17:30
Und dass 40 Millionen Ukrainer nach wie vor teils sehr tief in der Scheiße sitzen, auch 100 Millionen Osteuropäer und 140 Millionen Russen - weil Moskau wieder die Super-Militärweltmacht im zivilisierten Europa spielen will. Und eine hochmilitarisierte Propaganda und Politik ausbaut, anstatt endlich ein ziviler Nachbar zu werden.

 

14553 Postings, 3300 Tage Malko07Dass Russland Griechenland

 
  
    #37245
2
30.07.15 19:31
nicht geholfen hat, war absolut zivil und hat Rücksicht auf Einflusszonen genommen. Wir dagegen praktizieren eine absolut chaotische Geopolitik, nach der Ukraine jetzt in der Türkei. Wir sind anschließend nur froh wenn es brennt. Und Obama findet es gut, wenn die Kurden abgeschlachtet werden. Ist das zivil? Nach der Unterstützung der korrupten Oligarchen in der Ukraine und in Griechenland, jetzt die Unterstützung eines Großmachtsüchtigen in der Türkei. Eine echt zivile Politik!  

14553 Postings, 3300 Tage Malko07Unsere tolle Staatsanwaltschaft

 
  
    #37246
1
30.07.15 19:55
im Verbund mit dem faschistisch durchsetzten Verfassungsschutz, unfähig NSA-Aktivitäten in Deutschland festzustellen, gehen jetzt gegen Journalisten vor. Es reicht nicht, dass der Rechte Sektor in der Ukraine bestimmend wird - bei uns gehören NSU und Konsorten geschützt.
Bundesanwälte ermitteln gegen Netzpolitik.org - Politik - Süddeutsche.de
Vorwurf des Landesverrats: Mehr als 50 Jahre nach der "Spiegel"-Affäre leiten Deutschlands höchste Ankläger ein Verfahren Netzpolitik.org ein.
 

6529 Postings, 2449 Tage daiphongQuatsch

 
  
    #37247
1
30.07.15 20:34
Russland ist für uns Europäer vor allem Inner-Europapolitik. Falls Russland aber eher außerhalb von Europa angesiedelt sein will, etwa so wie die auch wieder eher imperiale Türkei, muss trotzdem völlig klar sein, dass wir auch von diesen Mächten wenigstens innerhalb Europas absolut keine imperiale und militaristische Politik dulden können. Ist das denn wirklich so schwer zu kapieren?

Einige Perverse sind aber anschließend sehr froh, wenn es in Europa brennt. Die postsowjetischen Länder haben alle mit Oligarchie und Korruption zu kämpfen, manche westlichen auch. Die haben solange in der EU und in Eurozone nichts zu suchen und müssen in der Assoziation unter Druck und Beratung stehen, sich zu demokratisieren. Kein Grund aber, diese Länder in dem imperialen Militärterrorismus Dritter auszusetzen.

"Obama findet es gut, wenn xyz abgeschlachtet werden" ist deine übliche hässliche Denkweise. Da Obama für dich das absolut Bösen in der Welt verkörpert, lohnt sich offenbar das Zuhören und Denken nicht mehr. Erdogans Spiel mit ISIS hat Obama gebrochen, Erdogan hat im Gegenzug sein Spiel mit der PKK (die Maoisten sind übrigens auch in Deutschland verboten) bzw. wohl auch erweitert mit den Kurden durchgesetzt - und ganz Europa einschließlich der Nato hat gekotzt. Wir Europäer hatten immerhin jahrzehntelang die kurdischen Rechte in der Türkei erfolgreich durchgesetzt - echt zivile Politik eben.  

13158 Postings, 2610 Tage Fillorkill'Landesverrat'

 
  
    #37248
30.07.15 20:42
Endlich wird ermittelt ! Kleine Fische wie NSA, BND, NSU musste man leider laufen lassen, aber hier, bei der gemeingefährlichen Netzpolitik.Org, beweist sich dann doch  die wehrhafte Demokratie. Verfassungsschutzpräsident Maaßen strahlt auf den Pressefotos, hat er doch den Vorgang zur 'Chefsache' gemacht und so die Unentbehrlichkeit seines Amtes handfest untermauert.  
-----------
'das ganze ist das unwahre'

6529 Postings, 2449 Tage daiphonggenau, NSU, NSA, NASA, BND, BRD

 
  
    #37249
30.07.15 20:47
alle hat man einfach laufen lassen - diese ukrainischen Nazi-Penner. Euer fillorkill  

6529 Postings, 2449 Tage daiphong.. und falls jemand meint, Erdogan könne jetzt

 
  
    #37250
30.07.15 20:53
beliebig gegen die Kurden vorgehen so etwa wie die Russen in Ukraine - der hat sich geschnitten. Dann entfernt sich die Türkei nochmal ganz gewaltig von Europa, ähnlich wie Putin.  

10701 Postings, 1638 Tage zaphod42#48

 
  
    #37251
30.07.15 21:38
Erinnert ziemlich an die Spiegel-Affäre. Wird vermutlich genauso ausgehen. Wenn der VS ermittelt dann sollte er es geben den Wistleblower tun.  

13158 Postings, 2610 Tage Fillorkill# 36 was sollte der spanische Staat konkret tun

 
  
    #37252
30.07.15 22:20
Die Fiskallehre des Michel behauptet, qua einer konsequenten Willensentscheidung saldenmechanische Kausalzusammenhänge ausser Kraft setzen zu können. So glaubt der Michel zB, er könne mit seinen Überschüssen etwas anderes finanzieren als die Defizite, aus denen sie entstehen. Weil dies in der makroökonomischen Realität unmöglich ist, rettet er seine Irrlehre mit der Erklärung, es habe an eben diesem konsequenten Willen gefehlt. Willensschwäche also, an seinen südeuropäischen Kolonien in vivo demonstriert.

In der realen Welt resultiert ein eskalierendes öffentliches Defizit im Rezessionskontext aus einbrechenden Steuereinnahmen & gestiegenen Sozialtransfers. Der Staat kann in dieser Situation nicht sparen, weil Steuererhöhung und Ausgabendrosselung angesichts eines schrumpfenden Privatsektors zu weiter einbrechenden Einnahmen führen und damit negativ überkompensiert werden. Tatsächlich kann er sparen erst dann, wenn der Privatsektor selbst wieder beginnt zu entsparen, sprich ein neuer Kreditzyklus Momentum aufgenommen hat - oder das Ausland für ihn ins Defizit geht.

Eine antizyklische Fiskalpolitik, die wirklich funktional wäre, würde diesen Nexus mit dem Motiv umsetzen, die private Kreditakkumulation nach oben mittels Schrumpfung der Staatsquote auszubremsen und umgekehrt die Rückabwicklung privater Schuldensalden mit einer Ausdehnung der Staatsquote zu erleichtern - die Relation Produktion zu Produktionspotential dabei als entscheidendes Mass. Mithin würde eine solche Politik verstehen, dass das öffentliche Budget eine Funktion der Bewegung des privaten Kredits beschreibt und zumindest in Friedenszeiten nichts anderes.  

Tatsächlich erfolgt antizyklische Fiskalpolitik in den westlichen Industrieländern blind, mit zusammengebissenen Zähnen und häufig zu spät. Ihre Macher teilen idR die Kritik des 'gesunden Menschenverstandes', sprich dem Ausdruck eines in der Ära des goldgedeckten Geldes hängen gebliebenen ökonomischen Bewusstseins, an den eigenen Massnahmen, leugnen also in der Theorie den Nexus zwischen privaten und öffentlichen Schulden, in dem sie wie der Alltagsverstand allein auf letztere fokussieren. Erst praktische Not lässt sie pragmatisch werden, wofür sie sich dann auch noch endlos zu rechtfertigen haben.  

Genau diese Sorte Fiskalpolitik hatten die US in der 'Great Recession' angesetzt, weil sie anders als der Michel empfiehlt pragmatisch genug waren, ihre industrielle Basis und ihr Geldsystem nicht der reinen Lehre zu opfern. Der Staat ging also in ein Rekorddefizit, um seine prekär gewordenen Automobilfabriken, Banken und Versicherungen temporär in eigene Regie und am Ende über den Berg zu bringen. Die Erfolge zeigen sich neben der Vermeidung des Gaus in einem bescheidenen postrecessiven Wachstum, von dem nicht zuletzt auch der Michel profitiert und in wieder konsolidierten öffentlichen Budgets.

Erfolge, von denen die Teutonische Union nur träumen kann, weil sie lediglich Wealth von Süd nach Nord verteilt. Erfolge, die Spanien selbst wenn es wollte, nicht wiederholen kann, weil der Michel weder Währung noch Haushalt freigeben wird - des eigenen Vorteils willen.  
-----------
'das ganze ist das unwahre'

6529 Postings, 2449 Tage daiphong#52

 
  
    #37253
30.07.15 23:39
 
Angehängte Grafik:
spain-private-sector-loans.png (verkleinert auf 62%) vergrößern
spain-private-sector-loans.png

6529 Postings, 2449 Tage daiphong.... von 18% auf volle 180% BIP

 
  
    #37254
1
31.07.15 00:35
brutto Aulandsschulen
und netto volle 94% BiP negatives Auslandsvermögen in 2014.
Den spanischen Boom samt allen negativen und positiven Effekten hätte es außerhalb von Eurozone nie gegeben, und außerhalb von Eurozone wäre Spanien auch sofort bankrott.  
Angehängte Grafik:
external-debt-percentage-of-gdp.png (verkleinert auf 63%) vergrößern
external-debt-percentage-of-gdp.png

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