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Der USA Bären-Thread

Seite 4074 von 4551
neuester Beitrag: 22.10.14 22:01
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 113761
neuester Beitrag: 22.10.14 22:01 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 8619417
davon Heute: 84
bewertet mit 417 Sternen

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2436 Postings, 948 Tage A.L.Permanent - # 825

 
  
    #101826
11
26.11.12 15:22
In der Tat ist die Globalisierung (Details: # 822) der Motor der -. deflationär wirkenden - Lohnkonkurrenz, da es in einer global operierenden Wirtschaft (fast) egal ist, ob z. B. Hosen aus Norditalien oder China kommen und ob ein Callcenter in Houston (Texas) oder Mumbay (Indien) operiert.

Die Verteilungsspielräume sanken, als in USA das organische Wachstum einer allmählichen Marktsättigung wich. Da halfen nur noch schnelllebige Produkte wie das iPhone x, das schon auf dem Weg nach Hause veraltet - gekoppelt mit dem Wahn, immer das neueste Modell besitzen zu "müssen". Apple hat in dem Sinne optimal Gehirnwäsche betrieben. High-Tech-Gimmicks ersetzen zunehmend frühere Statussymbole (Boys' Toys) wie Autos, die wenigstens noch ein paar Jahre gefahren werden konnten, während die "Halbwertszeit" von Smartphones eher in der Größenordnung von Monaten liegt.

Doch in der kommenden Ära des Hungers und Massenelends wird mancher gefeuerte Banker sein supersmartes Handy wild entschlossen an der nächsten Straßenecke gegen einen handlichen Morgenstern tauschen, weil damit der "Broterwerb" in Krisenzeiten sehr viel einfacher, effektiver und zielgerichteter zu bewerkstelligen ist. ;-)

Smartphone der Zukunft (ist ja egal, wer wo was "läuten" hört)
www.mittelalter-gewandung.net/images/71228_Morgenstern32.jpg  
Angehängte Grafik:
71228_morgenstern32.jpg
71228_morgenstern32.jpg

2436 Postings, 948 Tage A.L.FTD "Das Kapital" - gesoffen wird immer

 
  
    #101827
6
26.11.12 16:07
doch wegen eines Kartells von vier großen Bierbrauern leidet (in jedem Sinne) der gute Geschmack.

Interessant ist daran u. a., dass zum globalen Lohnpreis-Kartell (= Lohntendenz fällt, # 822) auch noch globale Warenverteilungskartelle (Warenpreis-Tendenz steigt) hinzukommen. Ganz zu schweigen vom Kartell der (US-)Finanzmafia (Assetpreis-Tendenz steigt).

www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...pitalismus/70122129.html
(zum Ende der FTD mal wieder gratis)



FTD:
Die vier globalen Bierkonzerne brauen Rekordumsätze zusammen. Versagen der Kartellbehörden, des Kapitalismus oder des Massengeschmacks? Und warum produziert auch der kapitalistische Westen seit Jahren nur noch architektonischen Müll?

Ist der Kapitalismus daran schuld, oder die Masse? Letztere hat bekanntlich einen schlechten Geschmack, was ein Blick auf das Fernsehprogramm am Nachmittag, die Beliebtheit von Volksmusik und Musicals oder die meistbesuchten Kinofilme bestätigt. Ist es daher die Schuld der Masse, wenn uns mitunter der Kapitalismus seine hässliche Fratze zeigt, oder ein Systemfehler? Dazu zwei Beispiele.

Am vergangenen Donnerstag entzückte der Bierbrauer SAB Miller die Anleger mit einem operativen Gewinnsprung von 17 Prozent..... (laaaaange Auslassung).

...........Daraus ergeben sich zwei Probleme: Zum einen die Preismacht, die solcherlei Oligopolisierung hervorbringt und von der man nur im noch funktionierenden Biermarkt Deutschland wenig mitbekommt. Und zum anderen schlägt sich die Marktkonzentration auf die Bierqualität aus. Nicht aus hygienischer Sicht, sondern aus geschmacklicher. Der Einkauf der Zutaten wird zentralisiert und die Geschmackscharakteristika der zugekauften Marken oft nivelliert, um sie massentauglicher zu machen. So wird das in den USA verkaufte Becks mittlerweile vor Ort produziert und schmeckt damit kaum besser als die Budweiser-Lorke, was bei den dortigen Kunden auf wenig Verständnis stößt.....

....Haben sich die Bierkonzerne erst mal breitgemacht, fällt es ihnen leicht, die Märkte zu kontrollieren. Dank Distributionsmacht, billigerem Einkauf und geringeren anteiligen Gemeinkosten können sie jeden neuen Brauer preislich ausstechen. Doch die Margen zeigen, dass dies meist nicht mehr nötig ist und man Oligopolrenten einfährt. Davor, dass solche Marktmacht durch Zukäufe entsteht, sollten eigentlich die Kartellbehörden schützen. Dagegen, dass sich das Volk mit Massenware abspeisen lässt, können auch diese Behörden nichts ausrichten. .... (gaaaaanz lange Auslassung)  

2209 Postings, 2449 Tage Contrade 121US-Konjunkturdaten...

 
  
    #101828
9
26.11.12 16:37
es ist schon auffällig, wie die Konjunkturdaten nach den Wahlen zunehmend schlechter werden. So auch heute:
USA: Dallas Fed Manufacturing Activity Index November -2,8, erwartet wird ein Wert von 2,0 nach 1,8 zuvor. (m/m)

Der BlackFriday ging eher verhalten aus - aber was ist den schon dabei, man hat ja noch weitere Konsumorientierungsziffern wie Gray Thursday oder wenn auch dieser nicht hilft, dann ist da noch letztenendes auch CyberMonday (also Online getätigte Käufe, die erst am Montag nach dem Thanksgiving bekanntgegeben werden). Wehe, wenn der auch schlecht ausfällt...


Vor den Wahlen waren die Verbraucher auch optimistisch, selbst wenn sie vom Hurricane getroffen wurden ;-) Ja, da weht's draussen das Dach bzw. das Auto weg, da ist es schon legitim übers Einkaufen nachzudenken ;-))

Alles in Allem, es wird weiterhin manipuliert und gezockt, Hauptsache die Assetpreise bleiben oben - alles andere wäre suboptimal für die wachstumsorientierte Wirtschaft.  

7579 Postings, 2925 Tage Stöffen... und gebumst noch obendrein

 
  
    #101829
9
26.11.12 17:21
Marc Faber schießt den Klops des Tages. LOL.

Rotlicht-Milieu: Investor Marc Faber wirft Zürcher Behörden „Polizeistaat-Methoden“ vor

Zürich. Marc Faber, der Schweizer Ökonom und Untergangsprophet, ist ein bekennender Besucher von Kabaretts. „Meine Frau hat das nicht gern, aber sie kann damit leben“, sagt er im Interview mit der Zeitung „Der Sonntag“. In Zürich würde fast alle Banker gekauften Sex haben. Faber: „Eigentlich ist das ja ganz normal. Hier an der Hohlstrasse und Langstrasse sieht man immer die schönsten Autos, Bentleys, Ferraris und – schauen Sie da draussen! – Porsches. Alle Leute, die an der Bahnhofstrasse hocken und behaupten, sie machen nicht herum, sind Heuchler. Hypokriten. Mit ganz wenigen Ausnahmen tun es alle.“ Das Zürcher Nachtleben sei „super, eines der besten in ganz Europa“. Doch an der Langstrasse habe sich viel verändert: „Früher wurde dieses Quartier von Hells Angels, ein paar Mafiosi, Türken oder Jugos kontrolliert – seit einiger Zeit aber räumen die Beamten hier auf. Die Stadt hat sogar Lokale aufgekauft und darin Galerien für Velofahrer und solche Leute eingerichtet. Die Beamten haben einen Polizeistaat errichtet! Seither ist es nicht mehr so stimmungsvoll“, so Faber im „Sonntag“. Gekaufter Sex sei in Zürich teuer, aber „Zürich ist eher billiger als Paris, Rom oder auch Griechenland.“ Im einem guten Nachtlokal lasse man schnell einmal 1500 Franken liegen.

http://www.sonntagonline.ch/inhalt/178/
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

2687 Postings, 2719 Tage Ischariot MDEuro-Rettung bindet Deutschland an einen Leichnam

 
  
    #101830
8
26.11.12 21:41

klare Ansage.
Ich sag's ja immer: Sonderabgabe für die Exportwirtschaft !!
("Krisenprofit-Solidarabgabe")
Mit Sonderzuschlag für BGA-Mitgliedsbetriebe, hehe.

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Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar

2209 Postings, 2449 Tage Contrade 121zu #830 - Leichnam

 
  
    #101831
6
26.11.12 22:08
Leider gibt es zu wenige solcher Artikel, die es schonungslos aufdecken, was da eigentlich getrieben wird. Die meisten Tageszeitungen sind weichgespült und nachgeplappert - Investigativjournalismus existiert nur vereinzelt.

Die EU-Mitglieder haben es relativ schnell geblickt, wie man mit dem Euro-System umgehen muss. Die Griechen haben es vorgezeigt - die Finanzierungslücke wird immer größer - angefangen hat es mir sage und schreibe ?30 Mrd.. Diese Summe, dachte man, kann relativ leicht behoben werden. Derzeit sind wir insgesamt bei fast ?200 Mrd. (open end) angekommen und jetzt hat die Politik etwas was sie braucht: ein großes Problem. Nicht um sonst wehrt sich Schäuble gegen einen Schuldenschnitt: er weiss, das wäre ein Fehlsignal für andere nicht leistungsfähige Länder. Ein Fehlsignal insofern, dass auch die anderen Länder immer grössere Schuldenstände melden würden und das Rad würde man drehen, bis letztendlich die gesamte EU nicht mehr zahlungsfähig ist und sich der gesamte Verbund auflöst. Die Presse ist immer noch auf dem Trip: kein Schuldenschnitt wg. den Wahlen - aber das stimmt nicht... das ist einfach nicht zu Ende gedacht.

Wie geht es weiter... Die Zusage, man werde Griechenland retten, man weiss nur nicht wie, wird nicht eingehalten werden. Das Land wird geopfert werden, nur wird die zahlenmässige Verbindlichkeit der EWR-Staaten um ein vielfaches größer sein, als es der Fall bei einer konsequenten Handlungsweise 2009 der Fall gewesen wäre. Im Anschluss werdne sich die Europartner derart in die Haare kriegen, dass es nur einen lockeren Handelsverbund künftig geben wird. Auch die EWR wird auf freiwilliger Basis weiter betrieben werden... neue Währung, neuer Anfang!

I.d.S.
gute ZEit noch...  

3304 Postings, 2167 Tage DreiklangIschariot - große Klasse (#1830)

 
  
    #101832
7
26.11.12 22:19
dass so ein Beitrag mal im Handelsblatt erscheinen würde, damit hätte ich echt nicht gerechnet  - du solltest Dir aber bewusst sein, dass dieser Beitrag im HB ganz konsequent den Anti- Malko macht -----

und einen Schlag gegen das franz.-lux. Bankenkartell darstellt, dem leider  Merkel, Schäuble, Steinbrück, Trittin  - alles sog. "Bilderberger" -- angehören, und leider auch die dt. korrumpierte Exportindustrie und  die dt. Großbanken.

Die Enteignung des dt. Steuerzahlers und Arbeitnehmers ist weit fortgeschritten. Nichts anderes hat die "Eurozone" zum Zweck.  

2687 Postings, 2719 Tage Ischariot MDder Artikel ist so 'explizit'

 
  
    #101833
8
26.11.12 22:31

daß er in wesentlichen Auszügen und zur Illustration seiner herrlichen Semantik einfach hier auszugsweise eingestellt werden muß, für alle, die den Link bislang nicht geklickt haben:

ACHTUNG ModZ !! NICHT LÖSCHEN!
Das ist VOLKS-Wirtschaftslehre der edelsten Art: Belehrung des selbstverschuldet ahnungslosen Volkes über wirtschaftspolitische Zusammenhänge, über die die Hauptstrom- Polit- und Publizistik-Ratten bislang die Deutungshoheit beansprucht haben.
__________________________________________________

 

 

Wer profitiert eigentlich vom Erhalt des Euro? Die Rettungspolitik hilft deutschen Exporteuren bei Geschäften mit Krisenstaaten - zu Lasten der Steuerzahler. Besser wäre es, den Euro sterben zu lassen

 

Deutschlands Wohl hängt am Euro. So argumentieren nicht nur die Wortführer des in EU-Fragen längst gleichgeschalteten bundesdeutschen Parteienkartells, die die abgedroschene Formel vom Euro-Gewinner Deutschland immer wieder aufs Neue beschwören. So sprach auch der stets sardonisch lächelnde EZB-Präsident Draghi (…)

 

Richtig ist, dass der Gesamtexport rund 40 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung entspricht (…) Damit entsprechen Deutschlands Exporte in die Euro-Zone nominell nur etwa 15 Prozent des deutschen Bruttosozialproduktes; real betrachtet ist der  Prozentsatz noch erheblich geringer, wird doch der weit größte Teil der deutschen Ausfuhr in die angeschlagene Euro-Zone überhaupt nicht mehr von den Importländern bezahlt. Den finanziert und subventioniert nämlich die Deutsche Bundesbank (…)

 

Aus dem in Europa seit Bismarck beispielhaften deutschen Sozialstaat mit seinem kontinuierlich  ausgebauten und lange Zeit vorbildlichem Gesundheits-, Renten- und Grundsicherungssystem ist in mancher Hinsicht ein Niedriglohnland mit rapide zunehmender sozialer Ungleichheit, einer katastrophalen demographischen Entwicklung und einer gedankenlosen Einwanderungspraxis, die Immigranten direkt am Arbeitsmarkt den Weg ins soziale Netz ebnet, geworden (…)

 

Warum also schlug sich der Exportboom nicht in höherem Wachstum und Lebensstandard nieder? Die Erklärung für diesen scheinbaren Widerspruch findet sich in den sogenannten Target2-Salden (…)

 

Durch ihre Target2-Kredite finanziert die Bundesbank neben Dienstleistungen und reinem Kapitalexport aus den schwache Eurostaaten – im Klartext der Kapitalflucht aus diesen Staaten - einen Großteil der deutschen Exporte in die Euro-Zone, weil viele der GIIPS-Staaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Spanien) überhaupt nie das Geld hatten, deutsche Industrie- und Konsumgüter in solchem Maße einzuführen (…)

 

Die Target2-Forderungen der Bundesbank werden 2012 noch um weitere 250 bis 300 Milliarden auf knapp 800 Milliarden. steigen. Das bedeutet, dass von den deutschen Ausfuhren in die Euro-Zone in diesem Jahre faktisch im Rahmen der Gesamtleistungsbilanz weniger als die Hälfte von den Importländern bezahlt werden; der größten Teil wird von der Bundesbank finanziert (…)

 

Stattdessen zwingt das Target2-System die Bundesbank in die Rolle des weltweit ineffizientesten Staatsfonds, der das deutsche Volksvermögen nur in eine einzige „Vermögensklasse“ investieren darf:  in öffentliche und private Schuldtitel angeschlagener Eurostaaten. Mit ihrem großzügigen, sich bald auf eine Billion belaufenden „Solizuschlag“ finanziert die Bundesbank den schwächeren Euro-Staaten die Einfuhr deutscher Waren, die sie sich eigentlich nicht leisten können, und sie beschert der deutschen Außenwirtschaft Subventionen  in Höhe von jährlich hunderten Milliarden Euro (…)

 

So nimmt es denn kein Wunder, dass sich die deutsche Groß- und Finanzindustrie so eindeutig für immer größere Euro-Rettungspakete ausspricht (…)

 

EZB-Präsident Draghi-avelli hat Deutschland fest im Würgegriff (…) ermöglicht der frühere Goldman-Sachs- und jetzige EZB-Banker zudem bankrotten Regierungen und Banken in Südeuropa (und alsbald vielleicht auch Frankreich), ihre öffentliche Schulden über die EZB umzuschulden und letztlich zu vergemeinschaften (…)

 

Vom Euro profitiert die deutsche Groß-  und Exportindustrie, und manche Großbank, und sonst niemand in Deutschland. Die Eurorettung enteignet den deutschen Sparer und ruiniert den deutschen Steuerzahler (…)

 

Die EZB und mit ihr das gesamte bundesdeutsche parteipolitische Oligopol mit seiner Ersatzreligion vom Segen der Europäischen Union und dem Totem vom Euro sind derweil eine der größten Gefahren für die Weltwirtschaft (…)

 

Mit der Eurorettung und der Vergemeinschaft der Schulden in der Euro-Zone bindet sich Deutschland an einen Leichnam. Die nekrophile Bundesregierung täte besser, ihre Verluste zu begrenzen (…)

STARK GEKÜRZT aus:

 

 

http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastbeitrag-euro-rettung-bindet-deutschland-an-einen-leichnam/7431622.html

 

 

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Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar

368 Postings, 1104 Tage GegenpolIschariot #830

 
  
    #101834
4
26.11.12 22:34
Ich bleibe dabei, der Euro und die verfehlte Einwanderungspolitik sind die größten unnötig hausgemachten Probleme der BRD in den letzten 60 Jahren, die den sozialen Frieden innerhalb unseres Landes zukünftig ganz erheblich schädigen könnten.

Durch die Target-2 Salden macht sich Deutschland erpressbar, daher werden wir unter den Euro noch sehr lange zu leiden haben. Er wir gehalten, koste es was es wolle.

Der treudoofe deutsche Michel wird mit der Exportpropaganda ruhig gestellt.  

2209 Postings, 2449 Tage Contrade 1213klang...

 
  
    #101835
6
26.11.12 22:38

stimmt nur mit Einschränkungen: Unsere A-Level-Politiker haben die Situation erfasst, aber die Lösung zu finden ist praktisch unmöglich.  

Und die Enteignung des dt. Steuerzahlers.... zu kurz gedacht (sorry, musste jetzt sein), es geht um alle Steuerzahler in der EU: Das was da stattfindet ist ein großer Umverteilungsprozess zwischen arm, Mittelschicht und reich. Der Grieche oder Portugiese oder Spanier der auf die Strasse geht tut dies zu recht. Denn in diesen Ländern sind mehrere Generationen im wahrsten Sinne des Wortes verbrannt !!!

Dieser Umstand könnte über kurz oder lang - nachfragebedingt - auch bei uns ein Thema werden, insbesondere vor dem Hintergrund der katastrophalen Familienpolitik der letzten Jahrzehnte und damti einhergehnder Demographie. Ich bin mir sicher, auch hier werden die Menschen auf die STrassen gehen, das ist nur eine Frage der Zeit. 

 

7579 Postings, 2925 Tage StöffenDie Scheinwelt der Notenbanken

 
  
    #101836
9
27.11.12 08:04
Gemäss der Berechnung von Kyle Bass vom Hedge Fund Hayman Capital Management haben sich die Bilanzen aller Zentralbanken in den vergangenen zehn Jahren von umgerechnet 3 Bio. $ auf 13 Bio. $ mehr als vervierfacht.

Damit hätten sich die Notenbanken ihre eigene Welt geschaffen: ein Utopia, in dem Schulden nicht restrukturiert werden müssen und in der fiskalische Verschwendung ohne Folgen bleibt. Bass spricht von «Potemkin villages on a Jurassic scale». Infolge der von den Notenbanken verfolgten Tiefzinspolitik habe der Kapitalmarkt seine Kontrollfunktion verloren. Bass kann sich nur schwer vorstellen, wie diese Lage auf eine andere Weise als mit einem hohen Wohlstandsverlust enden kann.

http://www.nzz.ch/finanzen/uebersicht/...t-der-notenbanken-1.17845542
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

2687 Postings, 2719 Tage Ischariot MDdie Quadratur des Kreises

 
  
    #101837
7
27.11.12 10:36

"Doch was bedeutet das alles eigentlich konkret für den Bundeshaushalt der kommenden Jahre? Man kann nur hoffen, dass die Fraktionen im Deutschen Bundestag hier ganz genau nachfragen und sich nicht mit Ausreden abspeisen lassen. *lol*

Verschieben und verschleiern statt für Klarheit sorgen: Nach dieser Devise hat sich die Euro-Zone aus dem griechischen Problem herausgewunden. Doch faule Kompromisse halten bekanntlich nicht ewig. Das griechische Problem wird bald wieder auf die europapolitische Tagesordnung zurückkehren – spätestens nach der Bundestagswahl im nächsten Herbst"

http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/...enland/7441708.html
___________________________

>>> also, damit ist die Agenda für 2013 klar:
Die Politratten werden NICHT genau nachfragen, sondern sich mit billigsten Ausreden von Mutti abspeisen lassen (Ausnahmen wie Willsch etc. bestätigen die Regel)

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Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar

2209 Postings, 2449 Tage Contrade 121"DIE" Lösung...

 
  
    #101838
10
27.11.12 11:08
zu geil, jetzt verkaufen die das als Lösung ;-) also wie dumm muss man sein. Alleine schon bei dem Anblick der "Lösung" kommen bei mir Fragen auf, wie z.B. Schuldenrückkauf... Tja, was wenn die Anleihehalter die Anleihen nicht verkaufen wollen? Und wie kann man von festen Ziffern "mit 10 Mio. 30 Mio Nominalwerte zurückkaufen" sprechen, dabei weiss man doch gar nicht wie sich der Anleihpreis entwicklen wird...

Oder die Geschichte der Schuldensenkung - der Schuldenberg soll bis 2022 fast halbiert werden... Genau, die Griechen werden jetzt schön alles dran setzen, damit sie möglichst schnell den europäischen Partnern das Geld zurückzahlen können ;-)

Ich weiss nicht was ihr davon haltet, aber mir sind diese "Lösungen" komplett buchhalterischer Natur und ohne jede Grundlage das Papier nicht wert, auf dem es steht.  

25951 Postings, 4864 Tage PichelCyber Monday Sales Rise 30%

 
  
    #101839
3
27.11.12 15:04
27.11.12 15:02     DJN: *Cyber Monday Sales Rise 30%, Behind 2011's 33% -IBM
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

 November 27, 2012 09:02 ET (14:02 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2012



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... (automatisch gekürzt) ...

2436 Postings, 948 Tage A.L.Blaues Konsum-Wunder "wegen Jobmarkt-Erholung"

 
  
    #101840
8
27.11.12 20:00
Das Konsumentenvertrauen stieg, so Marketwatch, auch den höchsten Stand seit Feb. 2008, nämlich auf 73,3. Als Grund wird genannt, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt verbessert habe und dass dadurch die Konsumlaune gestiegen sei.

Tatsächlich ist zwar die AL-Quote auf 7,9 % gesunken, dies liegt jedoch nur daran, dass immer mehr Langzeitarbeitslose aus der US-Statistik fallen.

Blickt man auf den Langzeit-Chart des Konsumentenvertrauens [unten], so erkennt man, dass die aktuellen Werte weit unter denen aus "alten Boom-Zeiten" liegen.
Der aktuelle Stand entspricht in etwa dem Krisentief von 2003, als der letzte Irakkrieg tobte. Der DOW JONES stand im Frühjahr 2003 übrigens bei 7500, heute bei 13.000.

Die Konsumlaune (# # 839) führe ich ehe auf den Ami-typischen Verschuldungsleichtsinn TROTZ übler Arbeitsmarktlage zurück.

www.marketwatch.com/story/...ence-hits-post-recession-peak-2012-11-27

...WASHINGTON (MarketWatch) ? Consumer confidence rose in November to its best reading in more than four years, according to data released Tuesday, as growing hopes for the jobs market buoys sentiment.

The Conference Board said its consumer confidence index rose to 73.7 in November from 73.1 in October. That"s above the 72.2 level forecast in a MarketWatch-compiled survey of economists and the best level since February 2008. The October reading was upwardly revised from 72.2.

The data adds to a growing body of evidence that shows consumers buoyed by the improvement in the labor market. The unemployment rate stood at 7.9% in October, which is well above pre-recession levels below 5% but considerably down from over 9% just over a year ago. .... (stark gekürzt)

Langzeitchart des Konsumentenvertrauens
www.markt-daten.de/research/indikatoren/cons-confidence.htm  
Angehängte Grafik:
cons-confidence-ab1990.gif (verkleinert auf 85%) vergrößern
cons-confidence-ab1990.gif

2436 Postings, 948 Tage A.L.US-Arbeitlosenquote (Langzeitchart) bleibt übel

 
  
    #101841
5
27.11.12 20:16
Der aktuelle Wert von 7,9 % - der durch die vielen aus der AL-Statistik gefallenen Langzeitarbeitslosen ohnehin geschönt ist - entspricht immer noch den Werten der letzten Rezessionstiefs (rote Kreise). Die von Marketwatch behauptete "Erholung" ergibt sich nur relativ - nämlich zu den Horrorzahlen aus der "Großen Rezession" 2008/2009.

Da US-Firmen zurzeit erneut massenhaft Leute entlassen, weil die Gewinne wegbrechen, dürfte der aktuelle AL-Wert eher ein Zwischentief im weiteren Uptrend sein. (Bei diesem Chart bin ich ausnahmsweise mal bullisch...)

Ich hatte bereits in # 822 und # 826 genauer erläutert, dass die US-Massenarbeitslosigkeit strukturelle Gründe hat - und nicht, wie Bernanke behauptet, konjunkturelle. Die spricht ebenfalls gegen eine dauerhafte Erholung am US-Arbeitsmarkt. Mit Gesundbeterei kann man keine Wende erzwingen.

Den Firmen geht es nach Massenentlassungen zwar wieder besser (vor allem wenn Bernanke die Transfer-Pumpe für den Konsum weiterlaufen lässt). Auf Dauer jedoch KANN es keine wirkliche "jobless recovery" geben. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird in USA weiter steigen.

Der US-Arbeitsmarkt bleibt, neben dem Hausmarkt (der von diesem abhängt), die Achillesferse der US-Wirtschaft.

US-Arbeitslosenquote in Prozent seit 1948
www.markt-daten.de/charts/eco/arbeit.htm  
Angehängte Grafik:
employment-a-quote-ab1948.gif (verkleinert auf 85%) vergrößern
employment-a-quote-ab1948.gif

2436 Postings, 948 Tage A.L.# 838 - Die "Lösungen"

 
  
    #101842
5
27.11.12 20:22
sind extrem kompliziert gehalten, damit Schäuble behaupten kann, es finde kein zweiter Schuldenschnitt in Griechenland statt. In Wahrheit ist das eine politische Farce.

Je tiefer Griechenland in den Abgrund rutscht, desto virtuosere Verrenkungen müssen die vereinigten "Retter" veranstalten. Das wird schon langsam peinlich. Jeder Depp weiß inzwischen, dass GR längst nicht mehr zu retten ist - und dass die Griechenrettung auch keinesfalls im "Volks-" bzw. Steuerzahler-Interesse erfolgt (im Gegenteil!).

Bei der PFIIGS-Rettung werden die Tatsachen in ähnlicher Weise "hingedreht", wie die Amis ihren Arbeits-, Konsum- und Hausmarkt "gesundlügen" (letzte beiden Postings von mir).  

2436 Postings, 948 Tage A.L.Wall Street

 
  
    #101843
3
27.11.12 20:26
hat gerade meine letzten drei Postings gelesen.  
Angehängte Grafik:
hc_188.jpg (verkleinert auf 98%) vergrößern
hc_188.jpg

7579 Postings, 2925 Tage StöffenTscha, that's life, AL

 
  
    #101844
5
27.11.12 20:50
denn wer möchte schon seinen Liebsten zu Weihnachten eingestehen, dass der persönliche Konsum mittlerweile bereits "auf der Felge" läuft. Übrigens empfinde ich Ausdrücke a la "Black Friday" bzw. "White Christmas" genau genommen schon als recht rassistisch.
Bitte hier mal rasch die Clearing-Stelle kontakten. LOOL.

Die in von mir in #101836 angerissene Analyse von Kyle Bass gibt es weiter unten verlinkt in etwas detaillierter Fassung. Meiner Auffassung nach sind dies gute und klare Worte von Bass, denn nach Dekaden der Party-Time scheint noch immer niemand in Sicht, der die Rechnung begleichen möchte. Im Gegenteil, die Zentralbank-Crooks sind mittlerweile wohl in Utopia angekommen, einige Protagonisten tönen erneut von Kursen a la Dow 20000, DAX 10000, usw., usf., tote Pferde wie Griechenland werden auch weiterhin beritten, na ja, the future's so bright….

Das Erwachen könnte sich hier jedoch durchaus in übeler Natur gestalten.

“Potemkin villages on a Jurassic scale”

Investor Kyle Bass made his first billion shorting the housing market just before the 2008 collapse. And his warnings about the current sovereign debt crisis appear just as prescient. The mathematics — and his logic — are unassailable.

In a nutshell: we are very close to the endgame of Keynesian can-kicking. Which means: the real crisis has yet to begin`.

http://beforeitsnews.com/opinion-conservative/...c-scale-2528378.html
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2436 Postings, 948 Tage A.L.Diskussion um "fiscal cliff" steckt fest

 
  
    #101845
27.11.12 20:56
Market Pulse Archives

Nov. 27, 2012, 2:51 p.m. EST
Little progress made in cliff talks: Sen. Reid
By Robert Schroeder

WASHINGTON (MarketWatch) -- There has been "little progress" made in talks about resolving the fiscal cliff of tax increases and spending cuts, Senate Majority Leader Harry Reid said Tuesday. Speaking to reporters, Reid (paid by Blankfein who ist short, A.L.) also said he agrees with President Barack Obama that Social Security should not be part of a fiscal-cliff deal. Reid and the White House are seeking an increase in the debt ceiling as part of an agreement.  

2436 Postings, 948 Tage A.L.Ischariot - # 833

 
  
    #101846
1
27.11.12 21:16
Das ist im Prinzip Bären-Thread-Konsens (ex die mit Malko Abgewanderten).  

2436 Postings, 948 Tage A.L.Anmerkung

 
  
    #101847
6
27.11.12 21:23
Der Bären-Thread gefällt mir aktuell besser als in den letzten Monaten. Es gibt zwar weniger Postings, sie sind aber meist ziemlich genau auf den Punkt. Auf diese Weise entsteht eine Art "bärische Essenz", während man zuvor zuweilen den Wald vor lauter Bäumen (den Stall vor lauter Kühen) nicht sah.  

7579 Postings, 2925 Tage StöffenÜbrigens macht der Thread hier wieder mehr Sinn

 
  
    #101848
8
27.11.12 21:25
Nachdem es nach dem "Clearing" weniger "Hausfrauen-Talk" beinhaltet. Sicherlich sind die Dinge weltweit mittlerweile schon ein gutes Stück weit verzahnt, aber wer um Gottes Willen würde hier im Thread wohl den Bogen schaffen wollen zwischen Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien, demographischen Prozessen in Deutsachland, Hypotheken-Probleme in den USA, Problemen in der bayrischen Psychatrie, GEZ-Leistungsschutzrechten, usw., usf.

Das schaffen nur hochakzentuierte Leistungsneurotiker, wobei ich mich ehrlichgesagt freue, dass derlei Plauderstunden mittlerwele einen besseren Standort gefunden haben.

Das soll hier jetzt klarerweise keine Häme darstellen, sondern eher einen Dank an diejenigen, welche hier stringent die Thematik eines originären Bären-Threads aufpicken.

Von daher, vielen Dank allen verbliebenen Teilnehmern hier.
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2436 Postings, 948 Tage A.L.Stöffen

 
  
    #101849
1
27.11.12 21:28
interessant, dass Du das nicht nur ein ähnliches "Feeling" hast, sondern dieses auch noch fast zeitgleich postest.  

7579 Postings, 2925 Tage StöffenEs gibt da ein starkes Sicherheitsbedürfnis

 
  
    #101850
4
27.11.12 22:09
in God's Own Country, Plempen gehen da wohl momentan über den Tresen wie warme Semmeln, der Smith&Wesson-Chart seit Jahresbeginn lohnt einen Blick, Tripleburger, LOOL....

Black Friday Gun Sales Hit New Record High

Black Friday gun sales hit an all time record high last week with demand for new firearms so overwhelming that it caused outages at the FBI background check center on two separate occasio.

Fueled by fears that the Obama administration will go after gun rights during a lame duck term, the FBI reported 154,873 background check requests on Friday – a 20 per cent increase on last year’s record total of 129,166 checks.

The number of guns sold could actually be double or more that figure because only one background check is recorded per sale even if buyers purchase multiple firearms.

http://www.infowars.com/black-friday-gun-sales-hit-new-record-high/
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

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