Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 21.04.14 15:16
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 111062
neuester Beitrag: 21.04.14 15:16 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 7857046
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2436 Postings, 763 Tage A.L.Korrektur: aktueller Stand des SSE ist 2027

 
  
    #101801
23.11.12 11:26
(nicht 2085, wie ich im letzten Posting schrieb).

Das ist nur knapp über den Langzeit-Tiefs im Herbst 2008/Frühjahr 2009:  
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2436 Postings, 763 Tage A.L.Blankfeins Thanksgiving-Puter war kalt

 
  
    #101802
23.11.12 11:28
 
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2436 Postings, 763 Tage A.L.West-LB: Lustreisen für "Würdenträger"

 
  
    #101803
6
23.11.12 11:41
Ist schon ein Privileg, bei einem staatlichen Verzocker-Institut zu arbeiten.

Siehe auch Nonnenmacher von der HSH Nordbank, der Hamburg und Schleswig-Holstein in die (bislang durch hedonistische Zu-Hoch-Bewertung von US-Hypoverbriefungen kaschierte) Pleite trieb und sich dennoch mit 4 Mio. Abfindung zur Ruhe setzen durfte. In München ging der Landesbank-Chef wegen Alpe-Austria-Kapriolen zu Lasten der Steuerzahler in den Knast.



Handelsblatt:

Die enge Verflechtung von Wirtschaft und Würdenträgern nahm allerdings bei der WestLB-Tochter Züge an, die sie in ein zweifelhaftes Licht stellt. Das belegen Unterlagen die dem Handelsblatt vorliegen. Danach ist die muntere Asset Management-Tochter deutlich über die Stränge geschlagen. Eine Konzernbetriebsprüferin, die erst vor zwei Jahren die Bücher der WestLB Asset Management unter die Lupe nahm, entdeckte jedenfalls Kundenreisen, die alles andere als einem inhaltlichen Zweck dienten: Eine Reise nach Dallas war dabei im Wert von 5600 Euro pro Person. Eine Reise nach Madrid ließ sich die Bank 1900 Euro pro Kunde kosten. Beide Male standen sportliche Ereignisse wie Fußball oder die Qualifizierung zum Superbowl-Finale im Mittelpunkt der Ausflüge.Nach Angaben aus dem Umfeld der Bank gehörten diese Reisen noch zu den harmloseren, bei denen das Geldanlegen in den Hintergrund rückte. Insgesamt ließ die Bank knapp eine halbe Millionen Euro im fraglichen Zeitraum für zweifelhafte Kundenevents springen.... (STARK gekürzt!)

www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/...b-um-die-welt/7426672.html

Fernsehfilm: "Kriminelles Stelldichein bei der West-LB"
www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/...ei-der-westlb/7258668.html  

2436 Postings, 763 Tage A.L.Verstoß gegen elementare Statistik-Regeln

 
  
    #101804
5
23.11.12 12:40
Es ist schon ein Hammer, wie die dt. Wirtschafts-Medien - den US-Vorbetern (# 799) folgend - aufgrund eines einzigen Zahlenwertes aus China, der vermutlich nichts anderes ist als "Ausreißer nach oben" in einer 12-monatigen Negativ-Serie, das "Ende der Rezession" verkünden. Denn diese hat laut offiziellen Zahlen in der Eurozone gerade erst BEGONNEN (es gab zwei Quartale mit BIP-Schrumpfung in Folge).

www.ftd.de/politik/konjunktur/...en-stehen-auf-erholung/70121165.html

Während die Rezessionskriterien für die Eurozone damit schulbuchmäßig erfüllt sind, erlauben sich die Schreiberlinge, einen einzigen Datenpunkt, der auch noch aus China kommt, als Trendwende im konjunkturellen Niedergang der Eurozone und m. E. in USA zu verkaufen.

Statistisch sauber kann von einer Trendwende erst gesprochen werden, wenn drei aufeinanderfolgende Daten-Werte außerhalb des vorherigen Trendverlaufs liegen. Dies bei bereits einem Daten-Punkt zu tun ist Schönbeterei, wobei die Zeitungen und Web-Schwätzer sicherlich auch das Interesse ihre Fonds-Inserenten im Auge haben.  

2486 Postings, 2534 Tage Ischariot MDFTD: Fr!cke gibt keine Ruhe

 
  
    #101805
3
23.11.12 12:46
... und ruft zum Widerstand auf (etwas kaschiert mit dem vordergründigen Thema Frankreich), am Tage der FTD-Insolvenz, Daten-feed ist schon deaktiviert

"als hätte manch einer noch immer nichts aus der Krise der vergangenen Jahre gelernt"

... ein denkwürdiger screenshot als Ausweis der Unbelehrbarkeit des Chef-Insolvenzlers
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Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
Angehängte Grafik:
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vivelaresistance_nachruf_ftd_screenshot.jpg

7480 Postings, 2740 Tage StöffenBlack Friday wirft seinen Schatten voraus

 
  
    #101806
8
23.11.12 13:29
Die wie immer interessanten Einlassungen von Markus Gaertner, der in seinem aktuellen Comment davon ausgeht, dass wir am heutigen Black Friday in den US-Shopping-Malls diesmal keine Überraschungen nach oben sehen werden.

…..Ist nicht im Oktober der private Konsum um 0,3% gesunken, die Industrieproduktion zurückgegangen ? Kommt nicht über den Atlantik das ganze Gezeter um die Griechenland-Rettung ? Hören wir nicht, dass China deutlich abbremst ? Und haben wir nicht wahr genommen, dass nach dem Monster-Sturm Sandy die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 450.000 in die Höhe schossen ?

Und jetzt erklärt uns Bloomberg bei der Präsentation des jüngsten Consumer Comfort Index, die wachsende Zuversicht der US-Verbraucher könne zu einem besseren Weihnachtsgeschäft führen. Haben wir nicht gerade in dieser Woche von Best Buy – der führenden Elektronik-Kette der USA – gehört, dass die Umsätze enttäuschen ?

Und was hören wir als Erklärung ? Steigende Preise für US-Immobilien. Mehr Jobs. Fallende Benzinpreise. Das verbessere die Finanzen der privaten Haushalte…..

…. Vertrauen wir also auf unseren eigenen Verstand. Und der sagt uns, dass hier kein Treiber lauert – außer vielleicht Monster-Rabatte verzweifelter Einzelhändler, die Mengengeschäft wollen und dafür Marge opfern. Aber das würde ja auch an den Umsätzen zehren....

Komplett hier

http://blog.markusgaertner.com/2012/11/22/...us-verbraucher-zu-lesen/
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

2436 Postings, 763 Tage A.L.Zu Fr!cke in # 805

 
  
    #101807
8
23.11.12 13:39
Auszüge:

Nr. 1

Das Drama daran ist, dass es für so viel Endzeitfantasien nur sehr bedingten realökonomischen Anlass zu geben scheint - die Erfahrung der Euro-Krise aber erahnen lässt, wie schnell sich bei latenter Finanzpanik so eine Panik herbeiorakeln lässt.

Das ist die offizielle Eurozonen-Doktrin. Sie stammt von Politikern, die ihre Fehler nicht eingestehen wollen. Dieser Doktrin zufolge ist in der Eurozone "eigentlich" fundamental alles in Ordnung (inkl. Griechenland), nur die Märkte seien halt in Panikmache "durchgedreht". Deshalb zielt die EU-Politik seit 2010 darauf ab, "die Märkte zu beruhigen", weil sie ja "unrecht" haben. In der Folge wurde ein Rettungspaket nach dem nächsten geschnürt; es wurden immer höhere Garantien ausgesprochen, Schattenbieter-Vereine für die EZB (= ESM) gegründet, Rettungsschirme aufgespannt, hochgesetzt und am Ende sogar "gehebelt". Mit dem traurigen Ergebnis, dass der Markt sich auf diese planwirtschaftlichen "Es kann nicht sein, was nicht sein darf"-Spielchen leider nicht eingelassen hat (außer kurzen Short-Squeezes). Politiker-Irrtum lässt sich mit gedrucktem Geld nicht aus der Welt schaffen.

In ähnlicher Weise lügen sich Börsen-Verzocker über ihre tief gefallen Depot-Stände hinweg ("Eigentlich sind das doch wunderbare Qualitätsaktien, nur der Markt erkennt das halt NOCH nicht...").

Nr. 2

Manch angelsächsischer und deutscher Levitenleser scheint da gerade von üblichen Reflexen getrieben, wonach Frankreich angesichts fürchterlicher Staatsgläubigkeit seit Jahrzehnten dahinsiechen müsste - was es einfach nicht tun will. Im Langfristvergleich wächst die Wirtschaft dort im Gegenteil stärker als die deutsche; der Staat ist weniger im Minus als im Königreich Britannien.

Die spanische Wirtschaft ist in den letzten zehn Jahren per saldo auch "stärker gewachsen" als deutsche. Allerdings nur, weil dort mit staatlicher Billigung eine ruinöse Hausblase aufgepumpt wurde, die nun geplatzt ist. In der Folge hat sich der span. Staat durch Bankenbailouts an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht. Das ist schwerwiegend.

Wer meint, man könne vorangegangene Spekulationsblasen mit übergeordneten "staatlichen bzw. zentralbanklichen Spekulationsblasen" kurieren, folgt denr gleichen Schapsideen wie Bernanke. Japan ist der historische Beweis, dass sich Deflation nicht weginflationierung lässt:

www.ariva.de/forum/Globale-baerische-Deflations-Tendenzen-471949

In USA hat das Gepumpe auch wenig gebracht außer neuen Hochs bei Aktien und Rohstoffen, während die Realwirtschaft darbt und kaum wächst.

Nr. 3

Auch das spricht dafür, jetzt keine Panikeinlagen zu riskieren und das wohlfeile Klischeegenöle schnell zu bremsen - vielleicht auch, damit aufzuhören, sich in Euroland ständig gegenseitig schlechter zu reden, als andere sind. Sonst sind auch wir bald in tiefer Rezession. Vive la résistance.

Die Eurozone IST bereits offiziell in einer Rezession (zwei Schrumpf-Quartale in Folge), wennauch noch nicht in einer tiefen. Wer darauf baut, dass endemische Schieflagen wie in den PFIIGS mit einer Zentralbank-Sause (Geldschöpfung aus dünner Luft) "beseitigt" werden kann, ist nicht minder naiv als die oben bei Frìcke gescholtenen "Angelsachsen".

Es bringt nichts, wenn man selber Angelsachsen-Propaganda verbreitet (unendliche Flutungen heilen Alles) und gleichzeitig vor der REALEN Lage in den PFIGGS beide Augen fest zudrückt. Das Deaster dort ist KEINE Panik, sondern eine völlig angemessene Marktreaktion auf reale Schieflagen. Wer pleite ist wie GR, dem leiht halt niemand mehr Geld. Die größtenteils erschreckende Wirtschaftslagen in den PFIIGS sind eine Spätfolge vorangegangener Kreditsausen und des "Impliziten QE" durch die viel zu frühe Euroeinführung (ohne gemeinsame Wirtschaftsregierung).

Nun ist der Karren im Dreck. Man bekommt ihn aus dem Dreck auch nicht wieder heraus, wenn man einen zweimal stärkeren Motor einbaut. Der KURS war von Vornherein falsch.  

2436 Postings, 763 Tage A.L.Der BT-"Löscher" ist die ID gamblelv

 
  
    #101808
11
23.11.12 13:57
die auch in Permanents neuem Thread ständig gegen mich giftet.

Er hat soeben mein Posting # 807 wegen Urheberrechtsverletzung gemeldet. Ich habe darin drei kurze Passagen aus Fr!cke Artikel selektiv zitiert und breit kommentiert.

Wenn das ebenfalls gelöscht wird, kann sich jeder einen Reim darauf machen. Steckt hinter gamblelv vielleicht einer der hier kritisierten (G....)?

Daher schnell # 807 lesen, ehe die Mods wieder "zuschlagen"

www.ariva.de/board/meldungen.m

Moderation
Moderator: ly
Zeitpunkt: 25.11.12 18:43
Aktion: Löschung des Anhangs
Kommentar: Regelverstoß - unnötig. Meldung war zu dem Zeitpunkt gerechtfertigt.

 

2436 Postings, 763 Tage A.L.Löschung

 
  
    #101809
1
23.11.12 14:11

Moderation
Moderator: st
Zeitpunkt: 28.11.12 10:36
Aktion: Löschung des Postings
Kommentar: Löschung auf Wunsch des Verfassers

 

2436 Postings, 763 Tage A.L.Löschung

 
  
    #101810
4
23.11.12 14:13

Moderation
Moderator: st
Zeitpunkt: 28.11.12 10:36
Aktion: Löschung des Postings
Kommentar: Löschung auf Wunsch des Verfassers

 

2436 Postings, 763 Tage A.L.Löschung

 
  
    #101811
23.11.12 14:15

Moderation
Moderator: st
Zeitpunkt: 28.11.12 10:36
Aktion: Löschung des Postings
Kommentar: Löschung auf Wunsch des Verfassers

 

2436 Postings, 763 Tage A.L.Löschung

 
  
    #101812
23.11.12 14:38

Moderation
Moderator: st
Zeitpunkt: 28.11.12 10:36
Aktion: Löschung des Postings
Kommentar: Löschung auf Wunsch des Verfassers

 

20752 Postings, 3802 Tage permanentAL, nun übertreibe nicht, ich habe es hier

 
  
    #101813
8
23.11.12 15:22

http://www.ariva.de/forum/...eilungsfrage-472111?page=26#jump14652589 bereits geschrieben, Serienlöschungen gibt es nicht.
Man kann sich aufregen muss sich dann aber auch wieder beruhigen um eine sachliche Diskussion führen zu können. Außerdem ist die ganze Aufregung nicht gut für die Gesundheit.

Pemanent

 

25944 Postings, 4679 Tage PichelUber-bear leaves SocGen

 
  
    #101814
4
23.11.12 15:49
It has been a tough year for the perma-bears. The euro hasn’t collapsed, stocks are higher and gold hasn’t matched the 2011 high. One of the biggest bears, SocGen’s Dylan Grice has left his post; his final letter to clients is here.

He doesn’t make too many poignant comments but this is one worth pondering.

   We spend so much time and energy trying to be clever: what the Fed will do next; what it should do next; where oil prices will go; what the effect will be on the economy; when the recovery will come; if the recovery will come; will China see a revolution; will Russia revolt against ?Tsar? Putin; et cetera, et cetera. It may be better to focus instead on not being dumb. How good are we at making these predictions?

http://www.forexlive.com/blog/2012/11/23/uber-bear-leaves-socgen/
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... (automatisch gekürzt) ...

7480 Postings, 2740 Tage StöffenErste Impressionen von der Shopping-Front

 
  
    #101815
3
23.11.12 17:28
Der "elastische" US-Konsument scheint hier ja "kräftig auf die Tube zu drücken", wenn man den ersten Berichten Glauben schenken darf.

Black Friday shoppers out in full force

….Online sales surge: Shoppers were also hitting other stores online on Thanksgiving and Black Friday. As of 9 a.m. ET on Black Friday, online shopping sales were up more than 17% from a year earlier, according to IBM. Consumers shopping from a mobile device reached a new record of almost 30%.

Given the additional number of consumers that decided to shop this year and the greater number of shopping hours, NDP Group's Cohen expects total Black Friday sales will be up between 2% and 3% from last year….

http://finance.yahoo.com/news/...y-shoppers-full-force-110900286.html
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7480 Postings, 2740 Tage StöffenSchulden-Entwicklung ohne Umkehr?

 
  
    #101816
11
23.11.12 19:41
Lesenswert!

Schulden sind nicht per se schlecht, unter bestimmten Bedingungen sind sie der Schlüssel zu produktiven Investitionen, die für Wirtschaftswachstum und Wohlstand sorgen.

Doch wann war der Punkt, an dem die US-Wirtschaft begann, sich ihr Schuldenloch zu schaufeln, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt?.......

….. 1981 – das war ungefähr auch der Zeitpunkt, wo die "Total Credit Market Debt" über das BIP-Niveau stieg (siehe vierter Chart). Und das war der Zeitpunkt, von dem an das Wirtschaftswachstum zunehmend durch Staats- und sonstige Verschuldung, sowie Rückgang des Sparens finanziert wurde.

Um mit Minsky zu sprechen – hier trat das Kreditsystem der USA in seine zweite Phase ("securitised") ein. Die per Kredit finanzierten Investitionen erwirtschafteten zwar noch ihre Zinsen, aber nicht mehr die (volle) Kapitalrückzahlung. Das gesamte Kreditvolumen stieg an, zunächst noch linear. Das Zinsniveau sank, das verlangsamte zunächst noch den Anstieg der Belastungen durch die Kreditzinsen.

Die sinkenden Wachstumsraten deckelten die Löhne. Um den Lebensstandard bei steigenden Preisen zu halten, begann der Verbraucher, verstärkt Kredite aufzunehmen. Zudem sparte er weniger. Letztlich führte die zunehmende Verschuldung der Verbraucher dazu, dass ein immer größerer Teil des Einkommens für Zinszahlungen aufgewendet werden musste.

Die steigende Kreditmasse der Volkswirtschaft lässt die Geldmenge steigen. Sie steigt stärker als die Wirtschaft wächst ("M2 Money Stock" im folgenden Chart). Die Zentralbanken, in diesem Falle die Fed, sorgt mit ihrer Geldpolitik dafür, dass die Zinsen gedrückt bleiben. Das wiederum führt zu einer Beschleunigung des Kreditwachstums. Dies ist seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre der Fall. Und das ist auch der Zeitpunkt, wo das Kreditsystem in seine dritte Minsky-Phase ("Ponzi") übergegangen ist.

Ein durch Fiat-Geld in Gang gesetzter Boom lässt sich nur durch immer mehr Kredit und Geld, begleitet von immer tieferen Zinsen, aufrechterhalten. Je länger diese Bewegung andauert, desto größer werden die Kapitalfehlleitungen. Auch die Verschuldungslasten der Kreditnehmer (relativ zu ihrem Einkommen) steigen. Und umso höher fallen die Kosten des finalen Kollaps des Fiat-Geld-Booms aus…….

Komplett hier

http://www.neopresse.com/finanzsystem/...den-entwicklung-ohne-umkehr/
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7480 Postings, 2740 Tage StöffenDeutschland: detaillierte BIP-Daten für Q3 2012

 
  
    #101817
9
24.11.12 11:58
Eine gewohnt kritisch-interessante Betrachtung des Querschuss-Blogs zu den aktuellen Daten des deutschen BIPs.

Heute berichtete das Statistische Bundesamt (Destatis) in der 2. Schätzung die Daten zum BIP für das 3. Quartal 2012 und damit auch die detaillierten Daten zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Zunächst wurde das Wachstum des realen (preis-, saison- und kalenderbereinigten) Bruttoinlandsprodukts (BIP) von +0,2% zum Vorquartal bestätigt und zum Vorjahresquartal ging es unbereinigt noch um real +0,4% aufwärts. Die detaillierten Daten zeigen, wie in den vorangegangenen Quartalen, dass sich substanziell nichts am einseitig aufgestellten deutschen Wirtschaftsmodell geändert hat……

Nach Abhandlung der Fakten folgert der Querschuss-Blog:

Klar ist, dass die einseitige Exportausrichtung Deutschlands für die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Eurozone und in der Welt steht. Die Einseitigkeit des deutschen Wirtschaftsmodells richtet sich nicht nur gegen die eigenen Arbeitnehmer, sondern in der Endkonsequenz auch gegen die Vermögenden und Sparer, denn letztlich werden gegen Waren nur Forderungen eingetauscht, wie das Nettoauslandsvermögen Deutschlands (NIIP) und deren Hauptanteil aus Target2-Forderungen klar anzeigt. Aus der Sicht chronischer wirtschaftlicher Ungleichgewichte münden die deutschen Überschüsse früher oder später immer in uneinbringbare Forderungen.

Um einen relevanten Beitrag zum Abbau der wirtschaftlichen Ungleichgewichte beizutragen und die Exportorientiertheit abzubauen, wäre ein kräftiger Schub bei der Binnennachfrage in Deutschland vonnöten, aber dieser bräuchte die entsprechenden Einkommenszuwächse und die stellen sich nicht dar! Das deutsche Jobwunder ist primär mieser Qualität, denn die Mehrzahl der geschaffenen Jobs beinhaltet schlechte Löhne, so dass aus ihnen heraus kein großer Stimulus für die Binnennachfrage entsteht.

Wenn sich die weltwirtschaftlichen Aussichten weiter eintrüben und damit das einzige wirkliche Standbein des deutschen Erfolgsmodells, der Export einbricht, wie bereits die Exportdaten für September 2012 erstmals anzeigten, dann wird auch Deutschland von einem realwirtschaftlichen Einbruch getroffen. Dieses Szenario ist nur noch eine Frage der Zeit!

Komplett incl. aller Charts hier:

http://www.querschuesse.de/...and-detalllierte-bip-daten-fur-q3-2012/
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7480 Postings, 2740 Tage StöffenEin wegweisendes ökonomisches Modell?

 
  
    #101818
15
24.11.12 12:44
Man nehme 5,60 US-Dollar um damit 1 US-Dollar Wirtschaftswachstum zu erzielen. LOL.

Entnommen aus

The Next Four Years Won't Be Good As The Last

http://www.streettalklive.com/daily-x-change/...good-as-the-last.html


Als Wochenend-Lektüre sei hier noch der aktuelle Quartals-Investorenbrief von Jeremy Grantham empfohlen:

On the Road to Zero Growth

http://www.gmo.com/websitecontent/GMO_3Q12_Letter.pdf
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7480 Postings, 2740 Tage StöffenMomentum bei Unternehmensergebnissen erschöpft

 
  
    #101819
9
25.11.12 20:18
In seinem Marktausblick konstatiert Cliff Droke ebenfalls, dass das Momentum der Unternehmenergebnisse aktuell umschlägt und der Bullenmarkt dadurch erheblich an Kraft verliert. Auch geben weitere interne Markt-Indikatoren keinen Anlass zu erhöhtem Optimismus, obwohl das negative Sentiment und die saisonal günstige Zeit für Aktien eine Jahresendrally nicht unwahrscheinlich erscheinen lassen. Was die Aussichten für 2013 anbelangt, so bleibt festzuhalten, dass der DAX bereits drei Mal im neuen Jahrtausend versuchte, die Hürde zwischen 7.500 und 8.000 Punkten nachhaltig zu überwinden. Bislang vergeblich. Jedes Mal fand der DAX nach einem gescheiterten Versuch erst deutlich tiefer wieder Halt.

Während jedoch einige Protagonisten bereits frohgemut "This time is different" verkünden (siehe beigefügte Graphik) und für 2013 bereits heuer das große Bullenjahr ausrufen, weil die sich vor uns liegenden Probleme wahrscheinlich wohl in Luft auflösen werden, rechne ich persönlich weiterhin mit mit einem eher turbulenten Umfeld, welches von einem auch weiterhin gute Nerven abverlangen wird.

Wie sagte doch Ray Dalio, der momentan erfolgreichste Hedge-Fondsmanager in diesem Jahr, kürzlich treffenderweise:

"Ganz grundsätzlich ist das Zeitalter der grossen Renditen vorbei. Und zwar ganz gleich, in welchen Anlageklassen – ob bei Bonds oder Aktien. Denn man habe es mit einem strukturellen Problem zu tun: Bei Zinsen, die konsequent und allenorts um Null tendieren, bleibe wenig übrig, um darüber hinaus etwas zu verdienen. Dieser Zustand der mageren Erträge werde uns noch relativ lange beschäftigen."

Hier ein kurzer Auszug des Marktausblicks von Cliff Droke, dann der Link.

"In einem Bullenmarkt ignorieren Investoren in der Regel Problembereiche und achten verstärkt auf positive Nachrichten - d.h. Unternehmensergebnisse. Bullenmärkte laufen in der Regel durchschnittlich 3-4 Jahre bevor sie erschöpft sind. Der Bullenmarkt, der im März 2009 begonnen hatte, ging mit einer signifikanten Erholung der Unternehmensgewinne einher, als Teil einer Rückkopplungsschleife, die die Aktienkurse in den letzten 3 Jahren in die Höhe beförderte. Aktuell scheint das Momentum bei den Unternehmensgewinnen umzuschlagen, und das heißt, dass Investoren bei der Aktienwahl ein positiver Faktor abhandengekommen ist.

Ein weiterer Indikator, der zeigt, dass sich die allgemeinen Bedingungen ins Negative verkehrt haben, ist eine Indikatorenserie für internes Momentum, auch bekannt als HILMO (Hi-Lo Momentum). Wie der Name schon andeutet, basiert der HILMO auf der Änderungsrate der 52-Wochen-Hochs und -Tiefs an der NYSE (auf Tagesbasis). Wenn sich alle wichtigen Komponenten des HILMO (kurzfristige, mittelfristige und langfristige) zusammen nach unten bewegen, ist das immer ein deutlicher Hinweis auf eine negative Umkehr.

Diese negativen internen Bedingungen können sich für kurze Zeit (vorübergehend) immer noch umkehren, und das werden sie höchstwahrscheinlich auch. Aktuell bewegen wir uns auf eine Phase zu, die saisonal günstig für Aktien ist (Dezember bis Januar) und eine Jahresabschluss-Rally kann nicht ausgeschlossen werden. Die letzten Donnerstag veröffentlichte Umfrage zur Investorenstimmung der American Association of Individual Investors (AAII) zeigte, dass die Zahl der positiv eingestellten Mitglieder bei nur 29 % lag, 49 % waren hingegen negativ eingestellt. Dieses unterm Strich negative Ergebnis hat es in dieser Ausprägung seit 2 Jahren nicht mehr gegeben. Aus antizyklischer Marktsicht deutet das auf eine kurzfristige Talsohle hin."

http://www.goldseiten.de/artikel/...ner-Marktausblick-fuer-2013-.html
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2013-jahr_des_bullen.jpg
2013-jahr_des_bullen.jpg

220 Postings, 1856 Tage patsmelvINFO NB

 
  
    #101820
4
25.11.12 23:47

NB zensiert in " Schwergewichte in Silber "  + Einspruch :

1). Wiedergabe von PRESSE-Mitteilungen, noch dazu AUSSCHNITTS-weise Wiedergaben von PRESSE-Mitteilungen, wie von mir in meinem obigen Beitrag #1326 getätigt, stellen in keinem Falle eine "Urheberrechtsverletzung" dar, wie vom Moderator nb irrig behauptet.

 

Vielleicht das Novemberwetter.....

 

3971 Postings, 1724 Tage learnerDas Momentum der Unternehmensgewinne

 
  
    #101821
7
26.11.12 06:55
mag erschöpft sein, der Glaube der Notenbanken etwas zu bewegen dennoch nicht. Ich halte mir nur die Diskussion um negative Zinsen in Japan vor Augen, um einen Eindruck von zukünftigen Entwicklungen zu bekommen.

Die Staaten sind pleite und können nichts mehr zum Vermögensaufbau leisten. Im Gegenteil werden diese wohl immer mehr dazu beitragen Vermögen zu vernichten, um die eigene Verschuldung zu reduzieren. Das Mittel der Wahl wird wohl Inflation sein.

Der Knackpunkt bleibt dabei die Lohnentwicklung. Tut sich an der Front nichts wird aus der gewünschten Inflation nur Stagflagtion werden.
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Wo isi checkerlarsen?

2436 Postings, 763 Tage A.L.Learner - Löhne

 
  
    #101822
11
26.11.12 10:11
"Der Knackpunkt bleibt dabei die Lohnentwicklung. Tut sich an der Front nichts wird aus der gewünschten Inflation nur Stagflation werden. "

Unternehmensgewinne und Löhne stiegen in USA parallel, solange Arbeitskräfte knapp waren (letztes Jahrhundert). In der Zeit strömten auch viele Arbeitssuchende aus Südamerika und Europa nach USA. Es gab in USA ein hohes Potentialwachstum, viele Amis wollten Unternehmer (und reich) werden. Entsprechend hatten relativ Wenige Lust, angestellt zu arbeiten. Um das "Loch" im leergefegten Arbeitskräfte-Markt zu stopfen, wurden in USA die (mit) weltweit höchsten Löhne gezahlt - u. a. um Immigranten anzulocken.

Das Blatt wendete sich spätestens in Dot.com-Krise ab 2001. Es war kein Zufall, dass Greenspan zu der Zeit erstmals von Deflation sprach (und zur vermeintlichen Verhinderung die Hausblase mit Tiefzinsen anschob).  In der Rezession 2001/2 blieb vom Kuchen nicht mehr genug übrig, dass "alle satt werden" konnten. Dies hatte zur Folge, dass die Amis verstärkt Jobs nach Asien, inbesondere China, "out-source-ten". So konnten die Unternehmer ihre Margen über die (Dauer-)Krise retten. Die Lohnabhängigen hingegen mussten sich mit sinkenden Reallöhnen zufrieden geben. Um das Konsumniveau zu halten, wurde "dank" Greenspans Tiefzinsen und Hausbeleihungen (Housing ATM) viel auf Kredit gekauft.

An dieser Gemengelage dürfte sich auch künftig wenig ändern. Die chinesischen Billiglohnarbeiter bleiben für die nicht-selbstständigen Amis eine globale Konkurrenz.

Bernanke mag mit QE und negativen Realzinsen die Rohstoffpreise hoch halten und "künstliche Inflation" erzeugen. Das hat für Joe Sixpack jedoch nur zur Folge, dass noch weniger Geld für den Konsum (ex Nahrung und Energie/Benzin) übrig bleibt. Die Neigung zur Kreditaufnahme geht mit sinkender Jobsicherheit ebenfalls zurück.

Die Krise am US-Arbeitsmarkt ist somit strukturell. Daher KANN mMn kein Lohndruck aufkommen. Eher noch wird - da sich zurzeit erneut rezessive Tendenzen in USA zeigen - der Reallohnabbau verstärkt, d.h. der Lohndruck kommt von oben ("sei froh, dass du hier vor 6 Dollar die Stunde überhaupt noch einen Job findest").

Wir sehen gerade das gleiche Schema wie 2008: Sobald die Firmengewinne bröckeln, "setzt" es in USA Massenentlassungen. Die Entwicklung der letzten Jahre dürfte sich daher weiter verschärfen: Die Kluft zwischen Arm und Reich in USA (und anderswo) wird wachsen, die Reallöhne weiter sinken. Infolge der "Rohstoff-Inflation" wird den Konsumenten Kaufkraft entzogen, was in der Realwirtschaft nicht etwa - wie Bernanke vielleicht "hofft" - Inflationsängste schürt (denen wirkliche Inflation folgt), sondern im Gegenteil deflationäre Entwicklungen fördert (Kaufzurückhalten, Kreditabbau, Jobabbau).

Aktienblasen helfen da auch nicht weiter. Die Babyboomer cashen zurzeit aus (hält den Deckel drauf) und die jungen Amis haben häufig keinen Job und schon gar nicht freies Geld für Aktien (rund die Hälfte der Amis besitzt keine Aktien).

Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt ist ähnlich verfahren wie in Spanien und anderen PFIIGS, nur dass Bernanke halt Dollars drucken kann, ohne dass ihm Ratingagenturen in die Parade fahren.  

2174 Postings, 2264 Tage Contrade 121Schulden über Schulden...

 
  
    #101823
10
26.11.12 11:08
Die Staaten können was dagegen tun, es ist ein Irrglaube, dass der Spielraum für neue Investitionen nicht vorhanden ist. Die Finanzierung der Investitionen ist wiederum ein anderes Thema - aber wie bisher geschehen, kann man mit neuen Schulden auch dieses Hindernis überbrücken. Was Amis seit Jahren machen, das ist nun bei den Europäern auf der Tagesordnung. Fraglich ist nur, wie oft kann man es machen, der normale Konjunkturverlauf mit Aufschwung, Hochphase und Abschwung wird seit Jahren erfolgreich manipuliert.

Letzte Woche stieg Ifo - "überraschenderweise" - und man spricht wieder von einer Erholung... Erholung von was? Vom Aufschwung? Oder von der Wachstumsverminderung... die Wirtschaft muss weiter unter Vollgas gefahren werden. Dann stimmen die Zahlen, dann gewinnt man Wahlen und dann ist Ruhe. Fraglich auch hier: Wie lange kann so was dauern?
Bei uns funktioniert es nur deshalb, weil die Exporte laufen und die Leute beschäftigt sind. Wenn dieser Umstand aber nicht mehr vorherrscht und wenn das Volk wie z.B. in Portugal, Spanien oder Griechenland auf die Strasse geht, dann gibt es Probleme und dann werden wieder politische Lösungen gesucht. Fraglich ist wieder der Zeitpunkt und vor allem, wer dem Volk erklären darf, was schief gelaufen ist. Zu diesem Zeitpunkt sind aktuelle Politiker im Ruhestand mit fürstlicher Rente und beliebte Honorargastredner, wie derzeit ein Kohl, Wulff u.a..  

7480 Postings, 2740 Tage StöffenErgänzend zu #101822

 
  
    #101824
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26.11.12 12:53
Während die Produktivität in den letzten Dekaden enorm gesteigert wurde, stagnieren in den USA die Löhne auf dem Niveau der 70er Jahre. Die Einkommen des vermögenden 1% der Bevölkerung bewegen sich dagegen auf Rekord-Niveau, kritsche Stimmen in den USA sprechen nach dem Crash von 2008/09 auch offen von einer "Billionaire Bailout Society".

Bildquelle:
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    #101825
9
26.11.12 14:38

Verteilungsspielräume. Wer dabei das größte Stück vom Verteilungskuchen erhält richtet sich nach der Angebots- Nachfragelage auf dem Arbeitsmarkt.
Früher war das relativ einfach als die USA, einige europäische Länder und Japan unter sich gespielt haben. Mit der öffnung Chinas, Indiens und der osteuropäischen Länder sind viele neue Spieler auf das Spielfeld getreten. Hier gabe es für die Unternehmen die Möglichkeit in der längerfristigen Perspektive neue Absatzmärkte zu erschließen, kurzfristig war dieses aufgrund von geringen Einkommen in den Ländern nur begrenzt möglich. Kurzfristig war es jedoch möglich die genannten Länder mit ihren relativ gebildeten Bevölkerungen und geringen Einkommen als Produktionsstandort zu nutzen.
Das ist für mich der Hauptgrund für den Lohndruck in der westlichen Welt. Man hat einfach zu lange geschlafen und die neuen Spieler nicht ernst genug genommen. Wettbewerbsfähigkeit ist sehr wichtig, nicht nur für Staaten und Unternehmen sondern auch für Arbeitnehmer.

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