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Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 4535
neuester Beitrag: 16.09.14 19:52
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 113370
neuester Beitrag: 16.09.14 19:52 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 8441079
davon Heute: 1002
bewertet mit 415 Sternen

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37652 Postings, 3786 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
415
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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113344 Postings ausgeblendet.

461 Postings, 556 Tage BerixDOW-Future unter den MA50 geprügelt ..

 
  
    #113346
15.09.14 00:14
.. am Montag vor dem großen Verfall - das kann ja heiter werden.  
Angehängte Grafik:
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37652 Postings, 3786 Tage Anti LemmingEmpire State Index steigt auf 27,5

 
  
    #113347
2
15.09.14 15:04
Er erreicht damit den höchsten Stand seit Okt. 2009.

Damit ist das QE-Ende bei der nächsten Fed-Sitzung am Mittwoch schon mal "in trockenen Tüchern".

Für "den Markt" sind gute Wirtschaftszahlen mMn zurzeit gefährlicher als schlechte. Bei schlechten Meldungen kann sich die Bullenherde noch mit möglichem weiterem Aufschub der Zinserhöhungen trösten, bei guten nicht.

Zinserhöhungen sind aber genau der Tobak, der aus den "guten Zahlen" wieder (richtig) schlechte macht, weil beim Ende der Nullzinspolitik die Junkbond-Sause - zurzeit das wohl wichtigste Feuer unter dem Aktienmarkt - zusammenbricht.

---------------

Der Chart unten zeigt aber auch, dass der Empire State Index recht volatil ist. Im letzten Monat war er auf 15 gefallen von zuvor 26.

New York manufacturing index jumps to near five-year high
Published: Sept 15, 2014 8:49 a.m. ET

WASHINGTON (MarketWatch) — An index of manufacturing activity in the New York region strengthened to a near-five-year high in September, according to data released Monday.

The New York Fed"s Empire State general business conditions index rose to 27.5, the highest level since October 2009.

The index regained all of the ground it lost in August when it fell to 14.7 from 25.6 in July.

The size of the gain in the index was a surprise. Economists were only expected a small increase to 16.0, according to a survey of economists conducted by MarketWatch.

www.marketwatch.com/story/...-jumps-to-near-five-year-high-2014-09-15
 
Angehängte Grafik:
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hc_1070.jpg

37652 Postings, 3786 Tage Anti LemmingUS-Industrieproduktion fällt um -0,1 %

 
  
    #113348
15.09.14 15:24
Industrial production drops 0.1% in August for first fall in seven months

WASHINGTON (MarketWatch) -- Industrial production declined 0.1% in August to mark the first decline since January, and a series of revisions left output in July lower than previously estimated, according to data released Monday. Economists polled by MarketWatch expected a 0.3% gain. The 0.1% drop in output came as manufacturing output fell 0.4%, while mining output gained 0.5% and utilities output rose 1%. Motor vehicle and part output fell 7.6% after a 9% jump in July, and excluding this segment, factory output rose 0.1% in both July and August. Capacity utilization fell to 78.8% from 79.1%, as motor vehicle and part utilization fell back, to 81.4% from 88.2%.  

7560 Postings, 2889 Tage StöffenDas Gegenteil der Zinserwartungen

 
  
    #113349
5
15.09.14 18:35
Der große und überwiegende Teil der Marktteilnehmer hält es für sehr wahrscheinlich, dass in näherer Zukunft die Zinsen steigen und die Geldpolitik sich "normalisiert".

Deshalb wird vermutlich genau das Gegenteil eintreten.

Gemäß der Binse, nach der der Realzins auf Dauer in etwa dem realen Wirtschaftswachstum entsprechen sollte, so dürfte eigentlich nur von diesem Aspekt aus betrachtet schon klar ersichtlich sein, dass an der Zinsfront seitens der Zentralbanken wenn überhaupt eher minimale symbolische Gesten als schnelle und steile Zinssprünge erwartet werden dürften. So fiel beispielsweise nach der Finanzkrise in 1932, die in mancherlei Hinsicht der von 2008 nicht unähnlich ist, die Rendite der US-Staatsanleihen noch 13 Jahre nach Ende der Krise. Und was steigende Zinsen für den Schuldendienst vieler hoch verschuldeter Staaten bedeuten würde, das haben wir hier im Thread oftmals vedeutlicht. Die Gefahr, dass es in absehbarer Zeit zu deutlich steigenden Zinsen kommt, ist mMn somit eher als gering einzuschätzen. Kurze temporäre Zinsspikes ändern da auch nichts am großen Gesamtbild.

Im Umkehrschluss würde dies bedeuten, dass das Geld auch weiterhin (fast) kostenlos zur Verfügung steht und nach einer Rendite suchen wird. An den Rentenmärkten gibt es ja bekanntermassen fast keine Risikoprämie mehr, bei Renditen von unter 1% sind auch die Aussichten auf weitere Kursgewinne wohl eher mau. Ob der Aktienmarkt hiervon stärker profitieren dürfte, das erscheint ungewiss, denn die Bewertungen, speziell des US-Marktes, sind bereits recht sportlich ambitioniert. Ein triftiger Grund für die hohe Aktienkursbewertung liegt sicherlich eben in den niedrigen Zinssätzen bzw. Nullzinsumfeld. Ein Tagesgeldsatz von effektiv null Prozent lässt die Anleger jeder sich nur bietenden Verzinsung hinterherjagen. Viele institutionelle Anleger wie Versicherungen und Pensionsfonds sind in der Zukunft liegende Zahlungsverpflichtungen eingegangen, die sie mit hohen Zinsen decken müssen. Unbestritten ist daher sicherlich, dass die schwachen Renditen von Anleihen den Aktienmärkten ordentlich "unter die Arme gegriffen" haben dürften und möglicherweise dies künftig noch ebenfalls tun.

Aus Erfahrung wissen wir zwar, dass die Spekulanten häufig in die eine sowie auch andere Richtung extremer überschießen. Aus dem Ablauf der vergangenen fünf Jahre lässt sich allerdings daraus keine Garantie für weitere Kursgewinne herstellen. Zur Erinnerung sei hier jedoch erwähnt, dass nach der legendären Rede vom damaligen US-Notenbankchef Alan Greenspan im Dezember 1996, in der er die viel zu hohe Bewertung der amerikanischen Aktien anprangerte und von der "irrational exuberance", von der irrationalen Übertreibung der Marktteilnehmer sprach, sich der Dow Jones in den darauf folgenden drei Jahren nochmals verdoppelte (sic!).

Der Zins und die Inflationsrate, nach der sich der Zins maßgeblich richtet, sind auch künftig bestimmende Faktoren für die weitere Aktienkursentwicklung. Zinsen spielen zudem eine grosse Rolle bei der Abdiskontierung der künftigen Erträge. Da die Zinsen mit der Inflation steigen, würden die Aktienkurse infolgedessen deutlicher unter Druck geraten. Erst ein "Regime-Change" pro stärker ansteigender Zinsen würde an den Börsen somit zu einem generellen "Luftablassen" führen. So lange Inflationsraten und Zinsen jedoch im "Keller" verbleiben, erscheint ein weiterer Anstieg der Aktienkurse durchaus möglich. Die Rechnung wird dann später präsentiert.
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

37652 Postings, 3786 Tage Anti LemmingStöffen - # 349

 
  
    #113350
4
15.09.14 20:03
Die Fed ist bereits spät dran ("behind the curve"). Das BIP-Wachstum wird in USA bekanntlich hedonistisch überhöht angegeben. Aktuell soll es bei 4,1 % liegen. Selbst wenn es real nur bei 2 % läge, sind Nullzinsen schon lange nicht mehr angemessen.

Wenn die Fed zu lange bei Nullzinsen bleibt, entsteht daraus mMn keine Beruhigung. Im Gegenteil dürften dann die Inflationsängste steigen. "Der Markt" würde sich dann Sorgen machen, dass die Fed plötzlich und unerwartet stark die Zinsen erhöhen muss, um das "Inflationsgespenst" wieder in die Flasche zurück zu bekommen.

Je weiter also die finanzielle Repression fortschreitet, desto stärker erhöht sich die "Spannung des Gummibands", die eventuell ein regelrechtes Hochschießen bzw. Überschießen der Leitzinsen zur Folge haben könnte.

Notenbanker können die Leitzinsen auch deutlich höher festsetzen als das BIP-Wachstum. So war es z. B. in der Stagflations-Periode der 1970er Jahre. Um 1980 lagen die US-Leitzinsen bei über 15 %, während die Wirtschaft vor sich hin darbte.

Der Unterschied ist, dass es damals noch Potenzialwachstum gab, während wir heute eine weltweite Marktsättigung kombiniert mit Innovationsmangel und chronischer Überschuldung haben, was sich im Endeffekt deflationär auswirken könnte. Oder eben "stagflationär", wer weiß...

Ich will nicht behaupten, dass mein oben beschriebenes "Zinssprung"-Szenario so eintreten wird, möchte es aber als geistigen Gegenentwurf zu deinem # 349 hier mal in den Raum stellen.

Und was das "wenn alle glauben, dass..."-Argument betrifft, könnte man auch umgekehrt sagen: Praktisch niemand rechnet aktuell mit deutlichen Zinserhöhungen. "Deshalb wird vermutlich genau das Gegenteil eintreten." (Zitat Stöffen, 349) ;-)

 

37652 Postings, 3786 Tage Anti LemmingFed-Sitzung am Mittwoch = QE-Ende

 
  
    #113351
2
15.09.14 20:19
Am Mittwoch endet aller Voraussicht nach QE. Man kann aktuell beobachten, dass die US-Indizes nicht - wie sonst - "in Vorfreude" auf die Fedsitzung hochlaufen (das war an den Montagen und Dienstagen vor den jeweiligen Fedsitzungen in den letzten Jahren fast IMMER zu beobachten). Statt dessen geht es heute zügig südwärts (Nasdaq -1,33 %).

Offenbar preist der Markt das "sichere" QE-Ende nun bereits im Vorfeld ein.

Hier die Prognosen eines Forbes-Gurus, der bereits im Juni vor den möglichen Folgen des nun "drohenden" QE-Endes warnte:

www.forbes.com/sites/robertlenzner/2014/06/20/...-5-year-bull-market/

Forbes - 20.6.14
The Bull Market Will be Over When QE Ends

The moment of truth for the stock market  is close is hand. That"s because the Fed"s tapering off of bond and mortgage purchases is winding down. In three months or so [also jetzt, A.L.] I believe the Fed will no longer be practicing its vaunted Quantitative Easing program to keep interest rates low and push the value of common shares higher. As I wrote in October, it was only in the weeks that QE was active from 2009 on and the Fed was buying that stocks roared ahead. When the Fed was out of the bond market, the stock market softened.

Consider the record. From early 2009 when the S & P 500 index bottomed at 700, the broad stock market average has hit new record peaks above 1900, nearly a tripling of stock prices. This astounding performance would never have happened had the Fed not been pouring $85 billion every month into Treasury securities and mortgage backed bonds which pushed down interest rates and pushed up bond prices as well as stock prices. The goal was to increase consumer balance sheets, contribute to growth in the economy and restore confidence after a devastating recession that could very well have become a depression. And it bloody well worked.

As Bernanke  put it in 2010: "Higher stock prices will boost consumer wealth and help increase confidence, which can also spur spending. Increased spending will lead to higher incomes and profits that, in a virtuous circle, will further support economic expansion."  Be glad it worked toward creating the longest period of recovery in the American economy between recessions since the 1930′s. Just by dint of historic example this bull market should have mostly run its course.

The issue now is whether the  momentum in the economy will be slowing down without the stimulus that came from the central banks policies, which were  more transparent than ever before and were the fuel for the bull market in stocks. The Fed already has reduced its monthly purchases from $85 billion a month to $35 billion a month. At this rate of reducing purchases by $10 billion a month the Fed is likely to be flat in its acquisitions by the end of September.

What happens when there is no longer a central bank maintaining low interest rates and sending the message that it means to create more wealth through higher prices for common stocks? Will interest rates start to edge higher, reducing the motivation to buy residential homes and take out mortgages? If the economy starts growing at a 3% rate later this year, which some forecast, it could push the cost of money higher. [vgl. # 350].

What will the Fed do with its $4.3 trillion balance sheet? Will it begin letting its bonds mature and not replace them? Or will it use the revenue created to buy a smaller fraction of Treasuries than it has been doing.  These are the kind of questions being asked in Wall Street. This is the kind of  fresh challenge to policy making that the nation faces for the first time. As Janet Yellen is considered a dove, the odds are that interest rates will be maintained at a lowish level, though perhaps not exactly zero.  The financial markets are waiting for some advance direction or hints of a direction from its new leadership.

Here"s Jim Bianco of Arbor Research, a widely respected bond analyst, on what he expected in a report to investors last fall. "QE has been extraordinarily effective in boosting stock prices and the FOMC (the Federal Reserve Open Market Committee) is correct to worry what happens when they stop. Restated, the bull market of the last 4+ years has a lot to do with FOMC stimulus. If history is any guide, its removal would figure to be a profound negative for equity prices."

 
Angehängte Grafik:
fpnasdaq-big.gif
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37577 Postings, 628 Tage Cliff FiscalWenn 60% aller Aktien von Notenbanken gekauft

 
  
    #113352
15.09.14 20:27
kann es nicht richtig fallen. 90% aller Transaktionen laufen, über Computer
Programme. Die Bären können maximal auf einen Programmfehler hoffen. Bis zum Hexentag wird wieder wie beim letzten mal Stillstand herrschen. Gähnnnn!  

37652 Postings, 3786 Tage Anti LemmingDetails zu "QE-Ende"

 
  
    #113353
15.09.14 20:43
Die Fed hat QE3 in ihren letzten sechs Sitzungen jedes Mal um 10 Mrd./Monat reduziert. Mittwoch folgt ziemlich sicher die nächste Kürzung um 10 Mrd.

Ausgangspunkt war 85 Mrd./pro Monat.

Daher bleibt nach der Mittwochsitzung nur noch 15 Mrd./Monat von QE3 übrig.

D.h. QE endet am Mittwoch noch nicht komplett, kommt aber dem Ende bereits recht nahe.  

37652 Postings, 3786 Tage Anti Lemming"N's over S's"

 
  
    #113354
1
15.09.14 21:07
Wenn der Nasdaq deutlich im Minus notiert (aktuell -0,95 %), während DOW (+0,32 %) und SP-500 (0,0 %) höher bzw. im Plus stehen, dann verheißt das für den Gesamtmarkt kurzfristig eher sinkende Kurse.

Kurz gesagt: Ein unterperformender Nasdaq ist bärisch.

 
Angehängte Grafik:
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37652 Postings, 3786 Tage Anti LemmingRussell 2000 (US-Nebenwerte) mit "Death Cross"

 
  
    #113355
2
15.09.14 21:34
(demnächst anstehend) und Fall unter die 50- und 200-Tage-Linie. MACD spricht für bärische Trendfortsetzung.

 
Angehängte Grafik:
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7560 Postings, 2889 Tage StöffenWo ist da die Wende?

 
  
    #113356
3
15.09.14 22:06
Ein lupenreiner Abwärtstrend der allerersten Güte. Wie viele Bottom Caller haben sich in der Vergangenheit hier schon versucht. Und viele werden es noch.
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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8293 Postings, 1321 Tage zaphod42Cheerleader streiken gegen Sklavenarbeit

 
  
    #113357
15.09.14 23:48
als Teil einer Grundsatzdebatte in den USA.
"Unbezahlter Albtraum": Cheerleader setzen sich zur Wehr - n-tv.de
Cheerleader und American Football gehören zusammen. Doch die enge Beziehung wird durch Misstöne gestört: Tänzerinnen eines US-Profiteams fordern, fair bezahlt zu werden. Das jüngste Spiel findet deshalb ohne Damen statt, die Pompons schwingen.
 

37652 Postings, 3786 Tage Anti LemmingStöffen # 356

 
  
    #113358
1
16.09.14 09:48
Die Renditen der 30jährigen US-Staatsanleihen würden hochschießen (bzw. deren Kurse deutlich fallen), wenn - aus bislang noch nicht klar vorhersehbaren Gründen (Kandidat ist u. a. die US-Überschuldung) - sich am Markt nicht mehr zu leugnen ist, dass die Amerikaner ein gigantisches Schulden-Schneeballsystem betreiben. Dies würde mit dem Ende der Vormachtstellung des US-Dollars einhergehen.

Die sich aktuell formierende Anti-Dollar-Allianz (Brasilien/Russland/China plus Iran) sägt bereits an der Vormachtstellung des US-Dollars. Nicht nur in dem Punkt ging Obamas Sanktionspolitik gegen Russland klar nach hinten los.

Die Vorherrschaft der Britischen Pfunds war auch nach dem 2. Weltkrieg zu Ende. Es mehren sich warnende Vorzeichen, dass auch die Dollar-Hegemonie brüchig wird. Die 2008-Finanzkatastrophe, ausgelöst durch USA, war schon mal ein lauter Warnschuss. Dass die Fed mit Gelddrucken die "Kriese" wegbekommt (wie du es anscheinend glaubst), wage ich langfristig zu bezweifeln.

Vergleich Dienen Chart mal mit dem der Renditen griechischer oder portugiesischer Langläufer im Zeitraum von 2002 bis 2012 an. Das war in den ersten Jahren auch ein lupenreiner Downtrend. Die PIIGS-Langläufer-Renditen fielen um 2008 fast auf Bund-Niveau. Doch als die Risse im EMU nicht mehr geleugnet werden konnten, schossen die Renditen z. B. in Portugal auf über 15 % hoch - nahezu schlagartig.

Die dahinter steckende Kraft war der freie Markt - den Draghi seit 2012 mit Zentralbank-Planwirtschaft außer Kraft zu setzen versucht. Solche bodenlosen Manipulationen halten exakt bis zu ihrer Sollbruchstelle. Das gilt gleichermaßen für Fed, EZB, BoJ und PBoC.

Keine Notenbank der Welt, auch nicht die Fed, hat das lange Ende der Zinskurse (= Renditen der 30j.) wirklich unter Kontrolle. Notenbanker können nur die Leitzinsen exakt festlegen. Am langen Ende können sie mittels QE "mitmischen", aber langfristig mMn nicht die Oberhand gewinnen. Wenn die verbliebenen Akteure des freien Marktes
den Glauben an die "Magik" der Zentralbankmanipulationen verliert, sieht es für hochverschuldete Länder (USA und PIIGS) ziemlich schlecht aus.

FAZIT: Solange kein "Black Swan" die Fed-Strategie unterläuft, steht dein Abwärtstrend und muss auch respektiert werden. Er kann jedoch, wenn dieser Black Swan kommt, äußerst steil nach oben schießen. Es droht ein regelrechter Quantensprung wie 2012 in Portugal.  

5971 Postings, 572 Tage NikeJoeCummins ist als zyklischer Wert

 
  
    #113359
2
16.09.14 10:17
ein recht guter weltweiter Konjunktur- Indikator.
Hier der 5-Jahres Chart.
Es gibt erste Hinweise, dass hier der Trend wenden könnte. Jedenfalls läuft hier eine Korrektur, die es schon seit 2011/2012 nicht mehr gab.
.  
Angehängte Grafik:
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cummins_5j_140916.png

37652 Postings, 3786 Tage Anti LemmingChart: 10-jährige portugiesischen Staatsanleihen

 
  
    #113360
4
16.09.14 10:27
Die "Phase trügerischer Ruhe" bei den portugies. Staatsanleihen in der Zeit von 2000 bis 2010 (Chart unten) entspricht der, die wir bei den 30-jährigen US-Staatsanleihen (Chart in # 356) seit 1988 sehen.

In Portugal gab es ab 2010 ein kräftiges Hochschießen (roter Pfeil) von zuvor unter 4 % auf 17 % (2012). Dieses Hochschießen war charttechnisch zuvor in keinster Weise vorhersehbar. Insofern gibt auch der Chart in # 356 keine Gewissheit, wie es in USA künftig weiter laufen wird.

Die US-Verschuldung ist immens und würde ein Hochschießen der US-Staatanleihen-Rendite (bzw. ein Absacken der UST-Kurse) JETZT SCHON rechtfertigen. Nur die zurzeit noch weltbeherrschende Macht und Manipulation der US-Finanzindustrie inkl. Fed, gepaart mit der US-Militärmacht, vermeidet diesen Kollaps. Allerdings nur in dem Sinne, dass dieser Kollaps aufgeschoben wird. Aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben.

Du selbst, Stöffen, hast in vielen Deiner Postings immer wieder - und völlig zu Recht - darauf hingewiesen, dass man eine Überschuldungskrise nicht mit noch mehr Überschuldung in den Griff bekommen kann. Die Fed hat dies dennoch mittels QE versucht.  Die US-Wirtschaft ist trotz aller finanzmanipulatorischer Liebesmüh nicht zu organischem Wachstum zurückgekehrt. Aber dafür ist nun auch noch die Fed-Bilanz auf 4,4 Billionen Dollar aufgeblasen worden.

Das ist mehr als das deutsche BIP...

Wenn das Vertrauen des freien (Welt-)Marktes in die Nachhaltigkeit des US-"Finanz(un)wesens" erst mal verloren gegangen ist ("Black Swan" in # 358), könnte sich durchaus ein steiler Renditeanstieg bei den US-Staatsanleihen entsprechend dem roten Pfeil unten ergeben. Eine Rückabwicklung (blauer Pfeil), wie sie die EZB bei den Portugal-Renditen (mMn nur zeitweilig) hinmanipulierte, wird der Fed aber nicht mehr möglich sein, eben weil sie ihr Pulver jetzt schon weitgehend verschossen hat.
 
Angehängte Grafik:
hc_1062.jpg (verkleinert auf 81%) vergrößern
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4073 Postings, 2398 Tage PalaimonDeutschland, ZEW Indikator:

 
  
    #113361
4
16.09.14 10:50
.
Der vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung bei rund 300 Kapitalmarktexperten ermittelte Indikator drehte bereits im Januar nach unten und
zeigte damit den konjunkturellen Rücksetzer im 2. Quartal frühzeitig an. Für den September wird ein weiterer Rückgang erwartet. Solle dieser lediglich moderat ausfallen oder gar ausbleiben, wäre es ein bedeutendes Gegengewicht zur aktuellen Verunsicherung.

http://www.haspa.de/contentblob/Haspa/Newsletter/.../2014/1509PDF.pdf
-----------
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

4073 Postings, 2398 Tage PalaimonUSA, Leitzins und Inflationsrate:

 
  
    #113362
4
16.09.14 10:52
.
Auf der anstehenden Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (Fed) wird keine Leitzinsveränderung erwartet. Von besonderem Interesse ist einmal mehr die Beurteilung der Lage am Arbeitsmarkt. Erst wenn dort eine nachhaltige Verbesserung festgestellt wird, dürfte eine Leitzinserhöhung anstehen. Gemäß der Konsensschätzung wird sie im nächsten Sommerhalbjahr erwartet.

http://www.haspa.de/contentblob/Haspa/Newsletter/.../2014/1509PDF.pdf
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An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

4073 Postings, 2398 Tage PalaimonUSA, Index der Frühindikatoren:

 
  
    #113363
5
16.09.14 10:53
.
Der aus zehn Zeitreihen bestehende Leading Economic Index (LEI) zeigt bereits seit Anfang 2009 mit geringen Unterbrechungen nach oben. Sollte der für August erwartete neuerliche Anstieg eingetreten sein, wäre es ein weiteres Indiz für eine Fortsetzung des kräftigen Aufschwungs in den USA. Es scheint sogar realistisch, dass die Wachstumsrate für
das 2. Quartal noch einmal spürbar nach oben revidiert wird.

http://www.haspa.de/contentblob/Haspa/Newsletter/.../2014/1509PDF.pdf
-----------
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

37652 Postings, 3786 Tage Anti Lemming# 363 - "kräftiger Aufschwung in USA"

 
  
    #113364
4
16.09.14 11:58
Schade nur, dass es kein echter Aufschwung ist, weil er überwiegend auf planwirtschaftlichen Marktmanipulationen wie QE, Nullzinspolitik, Hausmarktgeschacher großer Hedgefonds und Subprime-Krediblase 2.0 (Studenten- und Autokredite) beruht.

Sicher ist nur:

Die Fed hat nach der 2008-Finanzkatastrophe das Kunststück vollbracht, unter Einsatz von 4,4 Billionen Dollar aus dünner Luft erzeugten Spielgeldes eine neue Monster-Blase im Aktien- und Anleihemarkt aufzupumpen, die alles bisherige an staatlichen Marktmanipulationen weit in den Schatten stellt.

Besonders bemerkenswert ist diese "Show-Leistung" vor dem Hintergrund, dass die Realwirtschaft in USA (z. B. Arbeitsmarkt) noch immer auf dem Zahnfleisch geht. Ohne die immense Neuverschuldung und die Nullzins-Mätzchen wäre das US-BIP-Wachstum seit Jahren negativ.
 

7560 Postings, 2889 Tage StöffenDer Chart in #113360 ist der Zeuge

 
  
    #113365
3
16.09.14 15:00
einer gigantischen Marktmanipulation oder er ist schlicht und ergreifend ein Witz, wenn man sich dagegen vor Augen hält, dass die 10y US-Teasuries momentan mit 2,55% rentieren. Noch lustiger wird es, wenn man die Charts der italienischen und spanischen Zehnjährigen dazunimmt.

Aktuell ist zu beobachten, dass zehnjährige spanische und italienische Staatsanleihen derzeit weniger Renditen als US-Staatsanleihen mit gleicher Laufzeit abwerfen. Das kann man eigentlich nur als Treppenwitz der Dekade bezeichnen.

So rührt jedoch auch JP Morgan z.Z. heftig die Trommel für Zinserhöhungen und einen künftig weiter erstarkenden Dollar:

"Die Rendite zweijähriger amerikanischer Staatsanleihen sei zuletzt über die Höchststände vom Sommer gestiegen, so die JPM-Strategen. Auch diese Beobachtung spreche für eine schon bald anstehende Leitzinserhöhung. Dasselbe gelte für den stärkeren Dollar."
http://www.cash.ch/news/front/...nk_schon_bald_die_zinsen-3244580-449

JP Morgan unterschlägt an dieser Stelle den Fakt, dass viele Länder sich mit ihren jeweiligen Währungen in einen Abwertungswettlauf begeben haben, von welchem sie zweifelsohne ordentlich profitier(t)en. Die USA haben aufgrund ihrer quantitativen Lockerungsprogramme ja ebenfalls einen schwächeren Dollar bekommen, die in der jüngeren Zeit ausgewiesenen Wachstumsraten sind sicherlich auch zu einem guten Teil hierauf zurückzuführen. Dies ging allerdings zu Lasten von Ländern, deren Währungen dagegen höher notierten, wie z.B. in Europa oder Brasilien. Ob sich dieses doch bislang eher unterdurchschnittliche post-rezessive Wachstum dann weiterhin mit einem künftig stärker steigenden Dollar verstetigt, weil in den USA z.B. Strom und Gas (Fracking) wesentlich günstiger erhältlich sind als beispielsweise in Europa, das mag jeder für sich selbst beantworten.

Für meinen Teil ist die Angelegenheit recht eindeutig:

http://www.ariva.de/forum/...ren-Thread-283343?page=4533#jump18594121
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

37652 Postings, 3786 Tage Anti LemmingChina wirft die Pumpe an

 
  
    #113366
3
16.09.14 18:30
www.zerohedge.com/news/2014-09-16/...unches-cny500-billion-stealth-qe

It has been a while since the PBOC engaged in some "targeted" QE. So clearly following the biggest drop in the Shanghai Composite in 6 months after some abysmal Chinese economic and flow data in the past several days, it's time for some more. From Bloomberg:

   CHINA"S PBOC STARTS 500B YUAN SLF TODAY, SINA.COM SAYS
   PBOC PROVIDES 500B YUAN LIQUIDITY TO CHINA"S TOP 5 BANKS: SINA
   PBOC PROVIDES 100B YUAN TO EACH BANK TODAY, TOMORROW WITH
   DURATION OF 3 MONTHS: SINA

Just as expected, the Chinese "derivative" currency, the AUD, goes vertical on the news, and the S&P 500 goes vertical alongside (Chart unten)
 
Angehängte Grafik:
20140916_audjpy.jpg (verkleinert auf 77%) vergrößern
20140916_audjpy.jpg

37577 Postings, 628 Tage Cliff Fiscaldie Charts kannste in die Tonne klopfen

 
  
    #113367
1
16.09.14 19:11
Aktionen wie jetzt zum späten Nachmittag zeigen das die Bären, trotz richtiger Argumente, keine Chance haben.  

4073 Postings, 2398 Tage Palaimon#321 Alibaba mit Vorsicht zu genießen, imo.

 
  
    #113368
3
16.09.14 19:14

(.....)

In New York steht ein gigantischer Börsengang bevor. Doch der Sprung in den internationalen Markt mit seinen Platzhirschen Ebay und Amazon droht zu scheitern. Die deutsche Version der Alibaba-Seite etwa ist nicht nur technisch fehlerhaft und schlampig übersetzt, sondern sie zieht auch Betrüger aus aller Welt an. Die Rechtslage ist vollkommen unklar.

(.....)

Eine chaotische deutsche Internetseite, die .de-Domain in fremden Händen, Produktfälschungen kompletter Autos unter einem "modischen" Werbebanner – würde all das den Konkurrenten Amazon, Ebay oder Zalando in China passieren, die zuständigen Regionalmanager müssten vermutlich ihren Hut nehmen.

(......)

Ein Börsengang in Hongkong wurde bereits abgeblasen, da Alibaba sich mit der Börse dort nicht über Kontrollregeln zum Schutz der Anleger einigen konnte: "Investoren muss bewusst sein, dass Alibaba zunächst an die Börse in Hongkong gehen wollte, dort aber von den zuständigen Behörden abgelehnt wurde, da diese nicht mit der Corporate Governance von Alibaba zufrieden waren", schreibt Mark Hawtin, Fondsmanager der GAM-Gruppe.

(......)

Eine klare Wachstumsstrategie sieht anders aus. Schon wird der Fokus auf den chinesischen E-Commerce-Markt – rein zahlenmäßig der künftig größte der Welt – von Kritikern als Schwäche angeführt, auch weil ein Marktanteil von 80 Prozent nur noch schwer steigerbar ist.

Der mangelnde Fokus auf eine Expansion außerhalb Chinas könnte sich später rächen, denn die chinesischen Händler expandieren auch ohne offiziellen Auftritt der Handelsplattform bereits in Richtung Europa. Dabei sind krude Übersetzungen noch das geringste Problem: Auf deutschen Außenhandelsforen häufen sich Berichte über betrügerische chinesische Händler. "Wenn ich als Chinese einen Betrug einfädeln will, dann mache ich einen Eintrag auf Alibaba, der sich exklusiv an Ausländer richtet",

(......)

Im zweiten Fall verschwinde des Öfteren der chinesische Handelspartner zusammen mit der Anzahlung. "Juristisch hat man dann keine Chance, auch da Alibaba keine Absicherung für deutsche Kunden anbietet."

(......)

2011 war Alibaba.com bereits einmal in einen Betrugsskandal verwickelt, damals hatten Mitarbeiter der Firma Betrüger gedeckt. "Auch jetzt noch zertifiziert Alibaba dubiose Anbieter als ,Gold Supplier'",

(.....)

Für Alibaba ist das Treiben der Händler unter dem Dach von Alibaba.com fatal, denn sie ruinieren den Ruf der Marke für eine professionelle Expansion.

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An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

37652 Postings, 3786 Tage Anti LemmingDiaphong

 
  
    #113369
16.09.14 19:21
Der von dir gepostete Dialog aus den Flugschreibern von MH17 liegt natürlich vor, nicht jedoch der - nach wie vor vom ukrainischen Geheimdienst gesperrte - Funkdialog der Kiewer Flugsicherung, der auch Gespräche mit anderen Flugzeugen beinhaltet. Es gibt einen (inzwischen offenbar entlassenen) Spanier in der Kiewer Flugsicherung, der von Funkverbindungen mit SU-25-Jets sprach.
 

37652 Postings, 3786 Tage Anti Lemming76 % der Amis sind mit US-Politik unzufrieden

 
  
    #113370
1
16.09.14 19:52
 
Angehängte Grafik:
20140916_sat.jpg (verkleinert auf 70%) vergrößern
20140916_sat.jpg

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