Top-Foren

Forum Stunde Tag
Gesamt 215 1953
Börse 116 926
Talk 63 736
Hot-Stocks 36 291
DAX 16 140

Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 5069
neuester Beitrag: 07.12.16 15:00
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 126701
neuester Beitrag: 07.12.16 15:00 von: lifeguard Leser gesamt: 11562288
davon Heute: 1976
bewertet mit 433 Sternen

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
5067 | 5068 | 5069 | 5069  Weiter  

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
433
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
5067 | 5068 | 5069 | 5069  Weiter  
126675 Postings ausgeblendet.

67 Postings, 3592 Tage gigimailIn die unlogische Richtung geht es immer nur dann,

 
  
    #126677
2
06.12.16 00:21
wenn die logische zu einem Crash führen würde. Globales Notenbanken "whatever it takes" ?

Scheint zu funktionieren...
 

284 Postings, 1184 Tage Joe Pesci@AL ( #672)

 
  
    #126678
7
06.12.16 01:24
Brexit, Trump, Italien-Referendum.
Überall dasselbe Schema.
Es wird hochgekauft, was nur geht.
Grund:
Es gibt (derzeit) keine alternativen Anlagemöglichkeiten.
Wo soll das viele Geld denn hin?
Anleihen? Festgeld? Immobilien?
Ganz einfache Rechnung:
Wenn große Vermögen sich darüber einig sind, dass es außerhalb der Börse derzeit keine attraktiven Anlagemöglichkeiten (im größeren Rahmen) gibt, dann muss man gar nicht erst "manipulieren".
Denn es reicht die bloße Einigkeit in Bezug auf den Umstand, dass derzeit Anlagegelder mit einer akzeptablen Rendite nur über die Börse zu erzielen sind.
Und solange diese Einigkeit vorherrscht, wird auch immer wieder hochgekauft und jeder "kleinere" Rückschlag dankbar als Investmentchance interpretiert.
--------------------------------------------------
Und einen ganz wichtigen Punkt - der so nirgendwo kommuniziert wird -  darf man dabei auch nicht vergessen:

Wenn jemand  zahlreiche Millionen an Euros sein Eigen nennt, dem Euro / seinen Institutionen und vor allem den Banken im Euro-Raum nicht traut, dann wäre er total bescheuert, seine "überflüssigen" Millionen sicherheitshalber (weil der den Börsenkursen nicht traut) im Euroraum auf Bankkonten zu parken.

Denn: Stichwort "Einlagensicherung".

Wirklich "sicher" ist sein Euro-Geld diesbezüglich nur in Form von Wertpapieren, denn diese werden für ihn nur "verwahrt". Er ist also nicht auf die Regeln der Einlagensicherung angewiesen, sondern kann seine Wertpapiere jederzeit herausverlangen, da diese nur für ihn "verwahrt" werden.

Soll heißen: Sein Giralgeld oberhalb der Einlagensicherung ist weg (= nahezu alles), aber nicht seine Wertpapiere.  

Natürlich erleidet er bei einem Euro-Crash bei  den in Euro notierenden Wertpapieren auch Einbußen.

Aber er verliert nicht seine Anteile an den Unternehmensbeteiligungen.

Und egal, was für eine Währung nach dem Euro auch kommen wird, seine Unternehmensanteile an solchen internationalen Topp-Unternehmen wie BMW, Mercedes etc. pp. behält er.

Und davon auszugehen, dass die Anteile an solchen Unternehmen eines Tages mal gegen Null tendieren werden, ist wesentlich riskanter als davon auszugehen, dass dem Euro und dem Europa-Konstrukt eines Tages mal die Luft ausgehen wird.




 

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingCook lügt Apple-Watch-Verkäufe schön

 
  
    #126679
2
06.12.16 07:14

vgl. # 667 - Verkäufe der Apple-Watch im 3. Q um 71 % eingebrochen.

Hingegen T. Cook:

www.reuters.com/article/us-apple-watch-idUSKBN13V0BT

Apple Watch sales to consumers set record in holiday week, says Apple's Cook

Sales of the Apple Watch to consumers set a record during the first week of holiday shopping, and the current quarter is on track to be the best ever for the product, Apple Inc (AAPL.O) Chief Executive Tim Cook told Reuters.

Responding to an email from Reuters, Cook said the gadget's sell-through - a measure of how many units are sold to consumers, rather than simply stocked on retailers' shelves - reached a new high.

[LOL, A.L.] Cook's comments followed a report on Monday from technology research firm IDC estimating that the tech giant sold 1.1 million units of the Apple Watch during the third quarter of 2016, down 71 percent from the year-ago quarter. The comments offer a glimpse of the gadget's performance during the holiday quarter, which is typically Apple's strongest.

"Our data shows that Apple Watch is doing great and looks to be one of the most popular holiday gifts this year," Cook wrote...

A.L.: Cook mag offensichtlich nicht zugeben, in Sachen Steve-Jobs-Nachfolge auf dem falschen Dampfer zu sein.


 

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingLöschung

 
  
    #126680
1
06.12.16 07:15

Moderation
Moderator: lth
Zeitpunkt: 06.12.16 14:47
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingUS-Fracker größte Gewinner des OPEC-Deals

 
  
    #126681
1
06.12.16 07:22
Ob die Saudis das auf dem Zettel hatten?

www.marketwatch.com/story/...st-winner-from-opecs-oil-deal-2016-12-05

Why U.S. shale producers are the biggest winner from OPEC?s oil deal

Major oil producers from around the globe managed to strike a deal to help the market find a balance between demand and a glut of supplies that has weighed on prices for more than two years.

So far, the oil market has cheered the agreement, but the true winner may be the U.S. shale-oil industry.

...Key oil producers who aren?t members of OPEC, also agreed to cut back their output by 600,000 barrels a day, with Russia taking on half that reduction...  

233 Postings, 58 Tage owncash-6.0Löschung

 
  
    #126682
06.12.16 07:30

Moderation
Moderator: lth
Zeitpunkt: 06.12.16 12:13
Aktionen: Löschung des Beitrages, Nutzer-Sperre für 1 Tag
Kommentar: Off-Topic

 

 

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingDie Unfall-Haftung für selbst fahrende Autos

 
  
    #126683
06.12.16 07:31
soll nach Auffassung deutscher Verbraucherschützer bei den Autoherstellern liegen, nicht bei den Haltern. Wenn selbst fahrende Autos einen Unfall "bauen", ist also der Hersteller dran.

www.onvista.de/news/...bauer-beim-autonomen-fahren-gefordert-49265665

Sollte sich diese Rechtsauffassung auch in USA durchsetzen, können Volkswagen und Co. sich schon mal auf den nächsten Reigen an teuren US-Klagen vorbereiten.

Interessant ist auch die Frage, wie die Rechtslage bei "Alkohol am Steuer" aussieht, wenn das Steuern von einem nüchternen System übernommen wird.
 

8290 Postings, 1384 Tage NikeJoeDie Wende bei den Frackern

 
  
    #126684
06.12.16 08:08
...ist vermutlich da.
Anfang des Jahres galt die Weltuntergangsstimmung. Heute ist wieder alles anders.
"Nix is fix", kann man wie so oft sehen.
https://www.comdirect.de/inf/aktien/detail/...&ID_NOTATION=261605

In EUR sogar neues ATH von EOG.


 

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingJoe Pesci # 678

 
  
    #126685
7
06.12.16 09:26
Dein Posting ist interessant und bedenkenswert. Ich habe allerdings einige Gegenargumente.

Wer mehrere Millionen hat, steht nicht nur vor der Alternative Cash (in Euro), Bonds (in Euro), Aktien (in Euro) oder Immobilien (in Euro), sondern er kann sein Geld auch ins Ausland schaffen und in Assets aller Art in der dortigen Landeswährung anlegen.

Wenn z. B. absehbar ist, dass die Eurozone und der Euro den Bach runtergehen, würden solche Personen höchstwahrscheinlich in den US-Dollar (oder evtl. in den Schweizer Franken) umschichten. Das geschieht mMn bereits im großen Stil und ist die Ursache für die Stärke des US-Dollars und Frankens relativ zum Euro.

Wenn das Geld in Dollar umgeschichtet ist, kann man davon stresslos US-Staatsanleihen kaufen, die immerhin aktuell rund 2,4 % Rendite bringen (Chart unten). Im Depot sind Staatsanleihen genauso wie Aktien Sondervermögen, das nicht unter die "Alles über 100.000-Euro wird in einer Krise einkassiert"-Schwelle fällt (für den Fall, dass das Depot in Europa ist). Ist das Depot im Ausland, dann ist es vor europäischer "Pleite-Pfändung" eh sicher.

Es gibt ja Heerscharen von Warnern, die den Untergang des Dollars vorhersehen. Sie werden langfristig womöglich recht behalten. Entscheidend jedoch ist, dass der Dollar mMn als LETZTE Währung den Bach runtergehen wird - lange nach dem Euro (und evtl. Yen und Yuan). Den US-Dollar könnte es auch in 100 Jahren noch geben. Viel weiter denken die wenigsten Investoren. Beim Euro ist nicht mal sicher, ob er die nächsten drei Jahre überstehen wird.

Weiter als 100 J. im Voraus denken die wenigsten Investoren. Sie sind in der Regel froh, wenn sie sich JETZT SCHON aus dem Euro verabschieden können - d.h. zu Zeiten, in denen die Eurozonen-Probleme NOCH beherrschbar erscheinen und der Euro NOCH über Dollar-Parität steht. Die Letzten beißen die Hunde.

Als weiteren Einwand möchte ich anmerken, dass die Amis die größten Halter deutscher Aktien sind  (das steht jedenfalls immer wieder in den Gazetten). Wenn ein Ami deutsche Aktien, sagen wir die von Dir genannte BMW, hält, so wird deren Wert in Dollar (was für den Amis das einzig Maßgebliche ist) um 50 % fallen, wenn sich der Euro bei Auflösung der Eurozone im Außenwert halbieren sollte - selbst dann, wenn BMW-Aktie den ganzen Trubel ohne Abschläge übersteht. Was ich allerdings nicht glaube, denn Europas Aktien dürften sich bei einem Zusammenbruch der Eurozone eher ebenfalls halbieren. Für den Ami hätte sich seine BMW dann sogar geviertelt.

Wenn solche Probleme absehbar sind, werden sich die überwiegend eher kurzfristig orientierten Amis sicherlich nicht sagen: Das ist mir egal, später werden meine BMW-Aktien in der neuen DM (oder was auch immer dem Euro folgt) ihren inneren Wert behalten. So hätte vielleicht einmal der einstige "Value"-Investor Warren Buffett gedacht, nicht aber der gleichnamige heutige Hegefonds-Zocker.

Meiner Meinung nach werden die Amis (inkl. ihrer Hedgefonds) Angst haben vor der o.g. potenziellen Viertelung Ihrer DAX-Aktien. Wozu sollten sie BMW und Co. jetzt kaufen und halten, wenn er sie die Aktien - in Dollar gerechnet - in der kommenden Eurokrise womöglich 75 % billiger erhalten können (bzw. vier mal so viele Aktien für den gleichen Dollarbetrag). "Buy low, sell high" - das ist eine Spezialität des Big Smart Money.

Statt dessen ist zu beoachten, dass diese Investoren-Gruppe zurzeit Kredite in Euro aufnimmt und von diesen Krediten europäische Firmen aufkauft ( (W. Buffett kaufte z. B. den dt. Motorradhändler "Louis" auf Euro-Kredit)  Das geschieht mMn in der Erwartung, dass sie die Euro-Kredite später, wenn EUR/USD auf 0,60 gefallen ist, mit "einer Handvoll" Dollars zurückkaufen können.

Dein "buy-and-hold" über den Eurozusammenbruch hinaus ist mMn allenfalls für Europäer interessant, die sich für hartgesottene Value-Investoren halten. Das heißt für Leute, die selbst nach 90 % temporärem Buchverlust nicht das Handtuch werfen. Dennoch dürften sie, wenn ein Buchverlust dieser Größenordnung eingetreten ist, stark verärgert sein darüber, viel zu früh eingestiegen zu sein. Die paar Euro Dividende, die sich für die hohen Buchverluste erhalten, sind kaum mehr als ein Schmerzensgeld (sofern die Dividende in der Eurokrise nicht ohnehin gestrichen wird, was mMn SEHR wahrscheinlich ist). Besonders frustrierend wird das Ganze, wenn man schon so alt ist, dass man die avisierten Kurserholungen nach dem Eurozusammenbruch nicht mehr erleben wird.

------------------

Aktuelle Rendite auf 10-jährige US-Staatsanleihen. Wer die bis zur Endfälligkeit hält, wird in 10 Jahren höchstwahrscheinlich sein Geld noch zurück erhalten (jedenfalls sicherer als in Europa) und ist in der Zwischenzeit nicht möglichen Kurskapriolen des Aktienmarktes ausgeliefert.  
Angehängte Grafik:
ust10yy.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
ust10yy.png

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingSeit Juli ist die US-10-jährigen-Rendite

 
  
    #126686
2
06.12.16 09:53
von 1,4 % auf aktuell 2,4 % gestiegen (Chart im letzten Posting). Er gibt aktuell daher 70 % mehr Rendite als im Juli.

EUR/USD hingegen ist vom Hoch im Juni bei 1,14 auf 1,05 (im Tief) gefallen.

Wer am Juni-Hoch vom Euro in den Dollar umgeschichtet hat, kann sich zusätzlich über knapp 8 % Währungsgewinn freuen.  

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingDamit wird die US-Staatsanleihen-Markt

 
  
    #126687
1
06.12.16 10:08
übrigens auch zur ernsthaften Konkurrenz für den US-Aktienmarkt.  

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingUS-Handelsbilanzdefizit deutlich gestiegen

 
  
    #126688
2
06.12.16 16:05
Damit wird sich das US-BIP verringern. Ursache ist der teure Dollar.

www.zerohedge.com/news/2016-12-06/...tronger-dollar-pressures-exports

Trade Deficit Grows More Than Expected As Stronger Dollar Pressures Exports

The U.S. monthly international trade deficit increased in October 2016 according to the U.S. Census Bureau, rising from $36.2 billion in September (revised lower from $36.4 billion) to $42.6 billion in October, higher than the $41.8BN consensus estimate, as exports decreased and imports increased which was to be expected following the recent surge in the US Dollar. The goods deficit increased $6.3 billion in October to $63.4 billion. The services surplus decreased $0.1 billion in October to $20.8 billion....  
Angehängte Grafik:
20161201_trade.jpg (verkleinert auf 52%) vergrößern
20161201_trade.jpg

284 Postings, 1184 Tage Joe Pesci@ AL (#685)

 
  
    #126689
3
07.12.16 02:23

1)

"Wer mehrere Millionen hat [...] kann sein Geld auch ins Ausland schaffen und in Assets aller Art in der dortigen Landeswährung anlegen."

Natürlich kann er das.

Und natürlich kann er auch besser rentierende US-Staatsanleihen kaufen.

Und ja, im Vergleich zum EUR erscheinen Anlagen in US-Dollar und Schweizer Franken gegenwärtig vielen Investoren selbstredend als kleineres (Währungs-) Übel.

Dieser Umstand und damit bereits einhergehende Umschichtungen sind sicherlich auch mit ein Grund für die Stärke genannter Währungen relativ zum EUR.

Da gehe ich mir dir völlig konform.

Und all die von Dir geschilderten EUR-Risiken sind sicherlich auch mit ein Grund dafür, dass die deutschen und europäischen Börsen deutlich hinter ihren US-Pendants zurückbleiben.

Insofern - denke ich - völlig unstrittig.

Vielleicht noch eine ergänzende Anmerkung meinerseits:

Trump hat ja versprochen, heimische Unternehmen zu protegieren und das Schaffen von Arbeitsplätzen im eigenen Land zu belohnen.

Resultat: Russel 2000 explodiert und auch die Main-Indizes eilen von einem Hoch zum nächsten (wenn auch deutlich moderater im Vergleich zum Russel).

Also ist das Zürückbleiben des Dax m.E. nicht nur mit  EUR-Risiken zu erklären, sondern auch mit einer von Trump in Aussicht gestellten protektionistischen (Wirtschafts-) Politik.

Aber darum ging es mir auch gar nicht. Dass die Möglichkeit von Auslandsinvestments besteht, war mir schon klar. ;-)

Was mich vielmehr umtrieb war der Umstand, dass z.B. auch im Dax gegenwärtig jede schlechte Nachricht für die Euro-Zone (Brexit, Trump, Italien-Referendum) dennoch hochgekauft wird. Und wenn die Amis die größten Halter deutscher Aktien sind (wovon Du im Einklang mit der Fachpresse ausgehst), dann halte ich diesen Umstand für umso bemerkenswerter, da du den Amis - neben ihrer Marktmacht -  ja eine gewisse "Bauernschläue" unterstellst.

Ergo: Das Hochkaufen derart schlechter Nachrichten für die Euro-Zone kann ohne deren Mitwirkung eigentlich nicht funktionieren. Aber warum sollten sie das tun, wenn in den USA alles so toll, lukrativ, besser und risikoloser ist?

Darin sehe ich einen gewissen Widerspruch in Deiner Argumentation.

2)

"Meiner Meinung nach werden die Amis (inkl. ihrer Hedgefonds) Angst haben vor der o.g. potenziellen Viertelung Ihrer DAX-Aktien. Wozu sollten sie BMW und Co. jetzt kaufen und halten, wenn er sie die Aktien - in Dollar gerechnet - in der kommenden Eurokrise womöglich 75 % billiger erhalten können (bzw. vier mal so viele Aktien für den gleichen Dollarbetrag). "Buy low, sell high" - das ist eine Spezialität des Big Smart Money."


Siehe Punkt 1).

Sie kaufen jetzt. Sie kaufen den Dax bei absoluten bad news für den EUR und Europa immer wieder hoch.
Warum? Ganz einfach: Weil sie investiert sein wollen = Anteile halten wollen an Deutschlands Topp-Unternehmen und nicht annähernd wissen, an welchem Tag aus dem EUR eine Muschelwährung wird.

3)

"Dein "buy-and-hold" über den Eurozusammenbruch hinaus ist mMn allenfalls für Europäer interessant, die sich für hartgesottene Value-Investoren halten. Das heißt für Leute, die selbst nach 90 % temporärem Buchverlust nicht das Handtuch werfen. Dennoch dürften sie, wenn ein Buchverlust dieser Größenordnung eingetreten ist, stark verärgert sein darüber, viel zu früh eingestiegen zu sein. Die paar Euro Dividende, die sich für die hohen Buchverluste erhalten, sind kaum mehr als ein Schmerzensgeld (sofern die Dividende in der Eurokrise nicht ohnehin gestrichen wird, was mMn SEHR wahrscheinlich ist). Besonders frustrierend wird das Ganze, wenn man schon so alt ist, dass man die avisierten Kurserholungen nach dem Eurozusammenbruch nicht mehr erleben wird."

Ab einem gewissen Alter, ausgestattet mit einer monetären Verantwortung und einer ausreichenden Zahl an Nachkommen, denkt man nicht mehr an sich selbst, sondern man versucht nur noch, für seine Nachfahren und das eigene Unternehmen in Dekaden zu denken und dadurch für Stabilität zu sorgen.


Deutsche - auch börsennotierte - Unternehmen sind für Investoren aus aller Welt von höchstem Interesse (USA, China etc.pp.).

Warum soll man als Europäer - selbst einen Eurozusammenbruch unterstellt - nicht in diese investieren, sprich Anteile an diesen und damit an einem der größten Absatzmärkte der Welt erwerben?

Dafür gibt es meines Erachtens kein einziges, logisches Argument.

Deutschland ist für sämtliche Großunternehmen ein ganz wichtiger Absatzmarkt, da unsere Bevölkerung im weltweiten Vergleich ein Wohlstandsland ist, in welchem exorbitante Absatzsummen zu erzielen sind.

Nahezu jedes deutsche - börsennotierte -  Großunternehmen ist permanent ausländischen Angriffen (= Übernahmeversuchen)  ausgesetzt und hat dafür prophylaktisch eine Task Force eingerichtet.


Aber mal ganz abgesehen davon: Das Interesse des Auslands an der Übernahme deutscher Unternehmen spricht Bände.

Das Argument: Wenn Euro und EU-Konstrukt zusammenbrechen, bekomme ich alles (= deutsche Unternehmen) noch billiger, ist völliger Kokolores.

In dem Moment, wo der Euro zusammenbricht (= wer kennt schon den genauen Zeitpunkt?), wird die EUR-Währung ersetzt durch irgendetwas anderes.

Und wer glaubt denn ernsthaft, Anteile an einem deutschen Topp-Unternehmen dann für "lau" bekommen zu könnnen, nur weil die bisherige Anteilswährung (EUR) ausgetauscht wird.


Das Gegenteil wird wahrscheinlich der Fall sein. Die EU fällt und die Investoren sind der Meinung, dass Deutschland und seine Topp-Unternehmen sich endlich vom bürokratischen Sozialismus befreit haben.

 
Also egal, was für eine Anteils-Währung dann greift, sie wird in Nullkommanichts wieder hochgekauft werden.


Und um derartiges zu erkennen, muss man kein verbohrter und veralterter Buy and Hold Stratege sein.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich die Ruhe, Abgeklärtheit, Langfristplanung und das Lebenswerk von Warren Buffet für grandios halte
,-)

 

8769 Postings, 3797 Tage gogolwie ich in #535 geschrieben habe

 
  
    #126690
2
07.12.16 09:22
der erste Wahlmann ( Republikaner) wendet sich von Trump ab und sagt es auch in aller Öffentlichkeit !!!!
was schert ein Wählerauftrag ! Made in USA
Obama stellt sich hin und warnt Trump vor Folter, aber selber hat er sein Wahlversprechen im Punkte Guantanamo in über 8 Jahren und 2 Wahlen nicht gehalten.

Wer kauft also im Moment am Markt ? sind es die Fondmanager die Ihre Jahresboni retten wollen ? dann dürfte die Fahrt sehr bald zu Ende sein, denn die Bücher werden am 20/ 22 geschlossen .

Es wird ( meiner Meinung nach ) kein ruhiges Börsenende geben !
-----------
auf unserem Planeten gibt es nur Propheten

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingJoe Pesci # 689

 
  
    #126691
1
07.12.16 09:38
Ob man deutsche Aktien kaufen sollte oder nicht, ist auch eine Frage der geplanten Haltezeit. Wer wie Du das Erbe seiner Nachfahren verwaltet (und schützt) und auf Sicht von 20 oder 30 Jahren agiert, hat eine grundlegend andere Sicht der Dinge als z. B. kurzfristig orientierte Bärenzocker, die sich in 2017 über einen 50 % Absacker an den Börsen freuen würden - der langfristig vermutlich belanglos wäre.

Auf Sicht von 20 oder 30 Jahren besteht bei "long Dax" keine große Gefahr, dass die Aktien dann - gemessen an ihrem inneren Wert (den man währungsunabhängig als ihren Wert in Gold veranschlagen könnte) - tiefer stehen werden als heute. Man wäre mit Aktien (= Sondervermögen) auch vor einem Euro-Zusammenbruch und vor staatlichen Bareinlagen-Notpfändungen geschützt.

Kurz- bis mittelfristig - und nur auf der Ebene agieren, wie schon den Name sagt, die "Shorter" - sieht die Sache anders aus. Ich möchte nur mal an die starken Kursverluste des DAX im Jahr 2012 erinnern, als erstmals eine Eurokrise drohte. PIIGS-Staatsanleihenrenditen stiegen teils in den zweistelligen Bereich. Ohne Draghis Verbalintervention hätte es womöglich erste Staatspleiten in der Südperipherie gegeben. Die Dax-Unternehmen waren damals im Prinzip nicht wertvoller oder wertloser als heute. Doch das Generalthema "die Eurozone zerfällt" reichte aus, um den DAX in die 6000-Region absacken zu lassen.

Bei einem faktischen Zerfall, den Draghi nicht mehr stoppen kann, werden die Kursverluste mMn noch weit stärker ausfallen (z. B. DAX 4000). Denn natürlich werden sich (US-)Investmentbanken die Chance nicht durch die Lappen gehen zu lassen, in die sich auftuenden Wunden zusätzlich short (Aktien, Staatsanleihen) bzw. long (Credit Default Swaps) "reinzuhauen". Allein schon dass EUR/USD dann womöglich in Regionen von z. B. 0,60 absackt, wird die US-Indizes stark drücken, weil die Amis in Europa kaum noch Geld verlieren. Und wenn "der DOW" fällt, dann welkt das zarte Dax-Gewächs noch dreimal schneller.

Man muss auch die aktuell recht bullische Stimmung in Betracht ziehen. Es gibt inzwischen wieder genug "Alternativlos-Bullen", die 2008 vergessen oder verdrängt haben und darauf warten, von Goldman und Co. auf die Schlachtbank geführt zu werden.

Wenn Wall Street eine solche Short-Attacke auf Europa startet, geschieht das sehr wohl in dem Wissen, dass die Kurse - langfristig gesehen - bereits niedrig und sogar günstig bzw. billig sind. Aber für Hedgefonds ist in drei Monaten akut geschürter Panik mehr auf der Shortseite herauszuholen als sonst long in drei Jahren. Diesselben HF-Manager, die eine Deutsche Bank noch bei 10 Euro shorten, sind bei 5 Euro wieder begeisterte Käufer. Sie shorten, weil "was zu holen ist" bzw. Long-Panik "erzeugbar" ist, und nicht etwa weil bei 10 Euro noch eine Überbewertung bei der DB vorliegt.

Gemessen daran sind die von Dir vorgetragenen Value-Argumente, die durchaus ihre Berechtigung haben, zweitrangig. Du wirst zwar höchstwahrscheinlich richtig liegen mit dem vermuteten (keine Prognose ist sicher) langfristigen inneren Wert, doch das wird Wall Street keinesfalls daran hindern, in Europa einen "zweiten 2008-Crash" zu inszenieren bzw. zu veranstalten - nur um danach umso gieriger die Scherben auf der Long-Seite einzusammeln. Börse ist heutzutage ein Pokerspiel, die Zeiten von Buffetts Value-Investments sind längst passé.

Als weiteren Beleg führst Du die Chinesen an, die DAX-Unternehmen aufkaufen. Hintergrund ist aber mMn, dass China ein Land mit hohen Exportüberschüssen ist. Dieses Geld muss irgendwie angelegt werden. Bis 2008 hatten die Chinesen einen Großteil ihres Geldes in US-Staatsanleihen und US-Hypo-Anleihen (Fannie, Freddie) gesteckt. USA und China waren eine gefährlich symbiotische Beziehung eingegangen. Die Amis konsumieren und geben zur Finanzierung Staatsanleihen (und später auch dubiose Subprime-Schrottanleihen) heraus, die Chinesen produzieren und kauf(t)en von den Überschüsse diese Anleihen auf. In der Subprime-Krise 2008 wurde den Chinesen schlagartig klar, dass sie einem Schneeballsystem aufgesessen sind. Hinter den Kulissen wurden die enormen Mengen an Fannie-/Freddie-Anleihen, die die Chinesen gekauft hatten, weil sie 0,5 % mehr Rendite einbrachten als US-Staatsanleihen, in reguläre US-Staatsanleihen "geswappt", weil die Chinesen bei der Zwangsverstaatlichen von Fannie und Freddie kalte Füße bekommen hatten. Die Aktienkurse beider zuvor halbstaatlicher Firmen waren zusammengebrochen und haben sich bis heute nicht erholt (Chart von FNM unten; die Aktie fiel von 105 Dollar in 2001 auf 3,33 Dollar gestern - ein klassischer und von mir auf bereits 2008 vorhergesagter "L-Boden").

Da die Chinesen nicht dumm sind, haben sie ab 2009 damit begonnen, statt zweifelhafter Ami-"Papieranlagen" konkrete Sachwerte einzukaufen. Anfangs bunkerten sie (ohne echten Bedarf) Rohstoffe wie Kupfer und türmten regelrechte Halden auf. Das hing auch mit ihrem damaligen Infrastruktur-Investmentprogramm zusammen. Später kauften sie zudem Ölfelder und Agarflächen, u. a. in Afrika. Heute sind es u. a. strategische Firmenübernahmen in Europa (vor allem D.), wobei wie bei Aixtron teils militärische Interessen mitspielen.

Dass die Chinesen die deutschen Firmen als veritable Sachwerte anerkannt haben, gibt Dir implizit Recht. Es ist aber auch bei Ihnen ein Art Anlagenotstand, die Überschüsse wollen irgendwie ngelegt sein. Die Alternative Staatsanleihen ist nun auch in Europa tot. Chinas Staatschefs sind keine Träumer, die z. B. jetzt noch PIIGS-Staatsanleihen als Wertobjekte kaufen würden. Draghi vertraut inzwischen niemand mehr, er hat das Renommee der EZB komplett an die Wand gefahren. China kauft in den PIIGS allenfalls Sachwerte wie den Hafen von Piräus (Athen).

Man muss auch berücksichtigen, dass Deutschland in China einen (fast unangemessen) hohen Ruf hat. Marken wie Siemens haben in China Kultstatus wie bei uns Luxusfirmen wie Rolex. Ein solche Verklärung kann einer realistischen Markt- und Werteinschätzung im Wege stehen.

Wie Du weiterhin weißt, hat der DAX kein Eigenleben. Er ist eine Marionette der US-Indizes. Wenn "der Dow" steigt, kaufen Korrelationstrader auch den DAX und den Eurostoxx 50. Werden in USA Banken hochgekauft (wegen Trump), steigen auch bei uns Deutsche Bank und Commerzbank, ohne dass dies fundamental angezeigt wäre. Korrelationstrader unterstellen (mit dem Bauch), dass "ja alles irgendwie zusammenhängt". Sektoren werden so zu "Trading-Themen", oft aus nichtigen charttechnischen Gründen. Faktisch jedoch sitzen deutsche Banken wie Deuba und Coba wegen Draghis Null- bzw. Negativzinspolitik mit dem Hintern auf Grundeis. So weit zum Thema "Value" im Dax....

FAZIT: Man muss die beiden Zeitebenen (kurz- vs. langfristig) ebenso berücksichtigen wie der Art der Geldanlage (langfristiges siebenstelliges Value-Investment vs. kurzfristiger vier- bis fünfstelliger Short-Zock). Unterscheidet man diese Ebenen nicht, kann man in der Diskussion auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. Als kontraproduktives Gegenbeispiel nenne ich nur Dein Zitat "Das Argument: Wenn Euro und EU-Konstrukt zusammenbrechen, bekomme ich alles (= deutsche Unternehmen) noch billiger, ist völliger Kokolores.". In diesem Satz verlässt Du die ansonsten angenehm sachlich-stringente Argumentations-Ebene. Und natürlich ist auch Dein Satz selber "Kokolores zweiter Ordnung", wie die Kurs-Einbrüche von 2012 bestens gezeigt haben. Oder glaubst Du ernsthaft, dass es bei einem wirklichen Zusammenbruch der Eurozone besser an den Börsen laufen wird als 2012?  
Angehängte Grafik:
hc_2588.jpg (verkleinert auf 58%) vergrößern
hc_2588.jpg

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingKorrektur im vierten Absatz

 
  
    #126692
07.12.16 09:53

...weil die Amis in Europa kaum noch Geld verlieren verdienen

 

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingWenn ich solchen Mit lese,

 
  
    #126693
2
07.12.16 10:40

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingMist...

 
  
    #126694
07.12.16 10:41

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingItalien dementiert Milliarden-Anfrage bei ESM

 
  
    #126695
1
07.12.16 10:44
Die italienische Regierung dementiert Berichte, dass es eine Anfrage für einen Milliarden-Kredit zur Rettung des Banken-Sektors beim EZM gegeben haben soll.

...Die Zeitung ?La Stampa? hatte ... berichtet, die Regierung stehe kurz davor, beim ESM einen Kredit im Volumen von 15 Milliarden Euro zu beantragen. Das Geld solle zur Stützung der angeschlagenen Großbank Monte Paschi und für andere schwächelnde Geldhäuser eingesetzt werden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen. Das Vorhaben solle dem aus Spanien ähneln, mit dem die Regierung in Madrid 2012 einen Kollaps ihres Banken-Sektors verhindert habe...

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/...-anfrage-bei-esm/

A.L.: Wer sich verteidigt, klagt sich an ;-)  

47305 Postings, 4598 Tage Anti LemmingItalien-Nein gibt Draghi Freibrief für QE-Verlän-

 
  
    #126696
2
07.12.16 10:53
gerung.

Ursprünglich hieß es mal: "Eine Hand wäscht die andere."
Heute gilt: "Ein falscher Fuffziger belohnt den nächsten."

So läuft es halt, wenn ein trojanisches Goldman-Pferd "große Geldpolitik" bei der EZB macht...

Wann wird Trump Draghi endlich sagen: "You are fired!" ;-)

www.marketwatch.com/story/...ght-be-the-ecbs-silver-lining-2016-12-05

...The resounding ?no? vote in Italy?s weekend referendum may have put another cloud over Europe?s financial landscape, but there could be a silver lining for the European Central Bank.

As the ECB gets ready for its policy-setting meeting on Thursday, the political uncertainty in Italy and its banking system?s woes are giving the central bank?s doves ? including President Mario Draghi ? a perfect excuse to extend their quantitative-easing program, analysts said.

?If anything, the Italian referendum should have provided [Draghi] the final argument to convince the ECB hawks to deliver the bare minimum at Thursday?s meeting and extend QE beyond March 2017,? said Carsten Brzeski, chief economist at ING, in a note.  

10169 Postings, 3422 Tage wawiduRelative Performance RUT:INDU

 
  
    #126697
07.12.16 11:27
Im Laufe der Börsengeschichte gab es immer einmal Phasen, in denen die Performance des RUT die des INDU relativ überstieg.  
Angehängte Grafik:
_rut-_indu.png (verkleinert auf 82%) vergrößern
_rut-_indu.png

10169 Postings, 3422 Tage wawidu"Fracking" ist nichts Neues

 
  
    #126698
07.12.16 12:04

277 Postings, 757 Tage MuBerndKraft einer exponentiellen Formel

 
  
    #126699
3
07.12.16 12:30
Die Schulden der Einen, ist das eingesetzte Kapital und Verzinsung inkl. Zinseszins der Anderen (=Vermögen). Wer diese Weltformel des Finanzsystems verstanden hat und die weltweite Verschuldungskurve und die Vermögenskonzentration betrachtet, wird die bereits entfaltete exponentielle Kräfte (n = Jahrzehnte) erkennen und vielleicht zur gleichen Schlussfolgerungen kommen:

- Schulden verteilen sich mit der Zeit auf viele Bevölkerungsgruppen
- Vermögen konzentriert mit der Zeit auf wenige Bevölkerungsgruppen

- Schulden und Vermögen stehen immer in einer weltweiten Korrelation

- exponentielle Effekte entfalten ihre Kraft in den ersten Perioden zunächst fast unentdeckt linear und erst später mit einer extremen Wucht
- exponentielle Rückführung folgt mit der gleichen Logik bis zum Ausgangspunkt, erst fast unentdeckt linear und später mit einer extremen Wucht zum Ausgangspunkt
- exponentielle Effekte haben in der Natur und auch in der Wirtschaft immer einen Zeitpunkt des totalen Kollaps

- Realzinsen über 0 erhöht exponentiell die Verschuldung und den Vermögenszuwachs in der Zukunft
- Realzinsen unter 0 reduziert exponentiell die Verschuldung und vernichtet Vermögen in der Zukunft

- Neuverschuldung erhöht exponentiell den Vermögenszuwachs und die Verschuldung in der Zukunft
- Schuldentilgung reduziert exponentiell die Verschuldung und vernichtet Vermögen in der Zukunft

- Neuverschuldung und Realzinsen über 0 ist der Turbo für Verschuldung und Vermögenszuwachs
- Schuldentilgung und Realzinsen unter 0 ist der Turbo für Entschuldung und Vernichtung von Vermögen

- Neuverschuldung und Realzinsen unter 0 wirken konträr und verwalten eher den Status in den ersten Perioden, bei Fortschritt der exponentielle Kraft lässt sich der Trend nicht aufhalten
- Schuldentilgung und Realzinsen über 0 wirken konträr und verwalten eher den Status in den ersten Perioden, bei Fortschritt der exponentielle Kraft lässt sich der Trend nicht aufhalten

Versteht mich nicht falsch. Dies ist kein politisches Statement. Es beschreibt lediglich das System und ich bin auch ein Nutznießer davon.

Der aktuelle weltweite Kurs der Politik und der Notenbanken würde ich wie folgt einschätzen und wird vermutlich nach den nächsten Notenbank-Sitzungen bestätigt:

"Versuch den Status zu verwalten durch Neuverschuldung und Realzinsen unter 0.
Der Trend wird sich dadurch aber nicht umkehren lassen."

Der Grund warum unser System so lang funktioniert ist schlichtweg die Tatsache, dass in den letzten Jahrzehnten neue Bevölkerungsgruppen (Babyboomer, Länder, Kontinente) nach dem westlichen Wohlstand strebten und dem Schuldsystem beigetreten sind.

Natürlich entstehen durch Schulden auch Investitionen die einen anfänglichen Gegenwert erhalten. Aber jede Investition unterliegt einem Werteverzehr von Periode zu Periode. Die Investitionen in Infrastruktur als Beispiel unterliegen dem gleichen Werteverzehr und benötigt nach der Abnutzung wieder neue Investitionen.

https://www.welt.de/wissenschaft/article116759711/...-vor-dem-Kollaps

Das Vermögen hat nur solange Bestand, wie sich auf dem Markt zum aktuellen Zeitpunkt auch Käufer zum angemessenen Preis finden lassen.  
Angehängte Grafik:
img_0079.png (verkleinert auf 87%) vergrößern
img_0079.png

13823 Postings, 5501 Tage lehnaSteigt nun der Blutdruck bei den Bären??

 
  
    #126700
07.12.16 14:00
Trotz allem politischen Rummel springt unser Dax auf Jahreshoch.
Ok, noch quietschen wohl die Shorts.
Aber man kann nicht von der Hand weisen, dass nun auch neue Käufer angelockt werden...
 

3046 Postings, 2050 Tage lifeguardgrosses rätselraten

 
  
    #126701
07.12.16 15:00
zitat: "Ja ist denn heut schon Weihnachten? Lange fassten viele Investoren Finanzwerte nicht einmal mit der Kneifzange an, jetzt sind an der Börse wieder stark gefragt: Der Kurs der Papiere der Deutschen Bank legte seit Montag um 15 Prozent zu, die Aktien der Commerzbank stiegen um zehn Prozent. Ähnlich erging es der europäischen Konkurrenz: Der europäische Branchenindex Euro Stoxx Banks liegt diese Woche rund neun Prozent im Plus. Was die Bankenrally ausgelöst hat, darüber gehen die Interpretationen auseinander."

 

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
5067 | 5068 | 5069 | 5069  Weiter  
   Antwort einfügen - nach oben

  10 Nutzer wurden vom Verfasser von der Diskussion ausgeschlossen: Aktiendividende, Drattle, firstgermany, joibinado, Juenter10, Kellermeister, owncash-6.0, Romeo237, short squeeze, Zoppo Trump