Das Platzen der Bund - Blase

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neuester Beitrag: 23.02.14 11:03
eröffnet am: 27.12.12 09:45 von: Randomness Anzahl Beiträge: 26
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bewertet mit 4 Sternen

2281 Postings, 1149 Tage RandomnessDas Platzen der Bund - Blase

 
  
    #1
4
27.12.12 09:45
Das ist Familie Maier. Sie suchen vorallem eine sichere Geldanlage. So oder so ähnlich stelle ich mir derzeit die Bankberatung vor. Keine Frage, sichere Anlagen sind heiß begehrt.

Die Umlaufrendite von 1,08% stellt ein historisches Tief in der Bundesrepublik dar. All die Probleme über die wir in den letzten Jahren diskutiert haben scheinen vergessen, nicht einmal mehr die USA, China oder Japan sind laut S&P so sicher wie die BRD.

Dabei gibt es noch immer das ein oder andere ungelöste Problem. Die Generation der Babyboomer fängt in sieben Jahren an in Rente zu gehen. Schon heute ist der Bundeshaushalt trotz guter Konjunkturentwicklung defizitär. Die Verschuldung der Kommunen hat ein ungesundes Ausmaß erreicht. Zudem haftet unser Staat insgesamt mit 280 Milliarden Euro für Griechenland, Portugal, ESM oder EFSF.

Risiken sind immer da wo sie keiner sieht. Der Euro Bund Future muss fallen.  
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2281 Postings, 1149 Tage RandomnessGeneration Babyboom - Das Rentenproblem

 
  
    #2
27.12.12 10:13

Schon 2012 gehen 65,8 Prozent der Bundesausgaben für Arbeit und Soziales an die staatlichen Rentenversicherungen. Gut jeder 4te Euro den unser Staat einnimmt fliesst zu Rentnern und Berufsunfähigen.  

Weil die Babyboomer bald in Rente gehen steigt in etwa sieben Jahre die Zahl der Renter jedes Jahr um bis zu einer halben Million an!  Somit könnte die Zahl der Rentner bis 2030 von derzeit 20 Millionen auf 30 Millionen steigen. Folge wären alleine hierfür eine zusätzliche Belastung des Bundeshaushalts um 40 Milliarden Euro pro Jahr.

Dieses Problem kann auf zwei Arten gelöst werden: 

(a) Die Renten werden weiterhin nicht erhöht und verlieren durch die Inflation an Wert und Gewicht oder

(b) Massive Steuererhöhungen (z.B. Mehrwertsteuer auf 24%!).

Das Problem der Babyboomer hat unser System schon vor zehn Jahren grundlegend geändert. Doch immer weniger Menschen vertrauen diesem System. Warum glauben so viele Investoren nicht mehr an Agenda 2010 und flüchten ins Gold?

Der nächste Beitrag zum Thema Arbeitsproduktivität und Nachwuchssorgen könnte darüber aufschluss geben.

 

2281 Postings, 1149 Tage RandomnessDie Arbeitskraft stirbt aus - kein Problem!

 
  
    #3
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27.12.12 10:30
Wenn von 41,5 Millionen Arbeitnehmern in der kommenden Dekade über 10 Millionen in Rente gehen ist dies ein Problem. In den Zwanzigern des 21. Jahrhunderts werden nur etwa 6 bis 7 Millionen Arbeitskräfte erwachsen.

In Summe heisst dies: Aus 41,5 Millionen Arbeitern werden 37 Millionen. Da Deutschland schon seit vielen Jahren gleich viel Ab- wie Zuwanderung verfügt löst dies das Problem ebenfalls nicht. Die Produktivität der Arbeit müsste deutlich zunehmen.

Genau dies ist auch die Lösung. So konnte bereits zwischen 1991 und 2011 die Produktivität der arbeitenden Bevölkerung um 22,7% gesteigert werden obwohl 10 Prozent weniger Stunden als 1991 geleistet wurden.  

2281 Postings, 1149 Tage RandomnessAlles nur Hysterie?

 
  
    #4
27.12.12 10:43
Der Bundesrepublik stehen also keine rosigen Zeiten ins Haus aber die bisherigen Prognosen scheinen auch nicht völlig wertlos gewesen zu sein. Angesichts dieser Zahlen kann man jedoch nachvollziehen, warum ich kein Anhänger der Welt-Geht-Unter-Theorie bin und weiterhin auf Gold verzichte.

Auch die Angst vor der großen Inflation die seit Jahren durch die Finanzmedien geistert dürfte eher unbegründet sein. Einnahmen und Ausgaben des Bundes stiegen in den letzten Jahrzehnten immer kontinuirlich an. Solange das Wirtschaftswachstum intakt ist dürfte die BRD nicht Pleite gehen.

Nachdem ich bereits eine Rohstoff - und Internetblase ausgerufen habe kündige ich hier nun aber eine Bund-Booble an - Warum?

Fortsetzung folgt...  

42 Postings, 5172 Tage buckweiserZuwanderer

 
  
    #5
1
27.12.12 10:56
Im Moment gibt es stark positiven Wanderungsaldo, also oben getätigte Aussage stimmt so nicht, dies führt sogar zu einem Steigen der Gesamtbevölkerung obwohl es mehr Sterbefälle als Geburten gibt. Halt die Eurokrise an und es ziehen weiter junge Europäer aus Spanien, Portugal, Griechenland... nach Deutschland könnte die ganze Panikmache bzgl. Demografischem Wandel obsolet sein.  

2281 Postings, 1149 Tage RandomnessWarum bald eine Blase platzt

 
  
    #6
1
27.12.12 11:05

Finanzmärkte geben immer ein gutes Bild der aktuellen Nachrichtenlage wieder. 10 jährige Bundesanleihen bieten derzeit 1,39 Prozent Zinsen. Der Mittelwert für die Eurozone liegt bei 3 Prozent für die gleiche Laufzeit. Hier werden sich auch Bundesanleihen mittelfristig wieder hinbewegen.

Was mich hier so sicher macht versuche ich auch kurz und knapp zu beantworten. Nicht nur, dass ein Auseinanderbrechen der Eurozone unwahrscheinlich und ein weiterer Schuldenschnitt für einen Eurostaat von Merkel ausgeschlossen wurde. Es ist primär die gute langfristige Entwicklung der Wirtschaft Italiens und Spaniens die mich positiv für Europa stimmt.

Den Urteilen der Ratingagenturen sollte man keine zu große Bewertung beimessen. Warum S&P und co. überhaupt noch Gehör finden ist mir nach der FInanzkrise ein Rätsel.

Besondere Zuversicht habe ich bei den Bundesanleihen auch deshalb, weil eine negative Verzinsung langfristig schwer vorstellbar ist. Hierdurch sind die Risiken überschaubar.

Genau dieses letzte Argument führt auch dazu, dass ich im Investor 2013 erstmals eine Short-Spekulation betreiben werde um mit einem ETF auf steigende Zinsen und somit sinkende Kurse der Bundesanleihen zu wetten.

 

12 Postings, 1699 Tage frankktArgument Italien und Spanien

 
  
    #7
2
27.12.12 12:27
Auch wenn es in Italien und Spanien noch schlimmer werden sollte, werden die Leute doch anfangen zu überlegen wer die Hauptgläubiger (unter anderem DE) sind.

Sollte das nicht automatisch auch mehr Risiko in DE Staatsanleihen bringen..?

Naja, bin eh schon ein bisschen am überlegen welches zertifikat ich ins depot schmeissen sollte, vielleicht kann da jemand helfen..

dachte an:

CZ33C6 - Faktor 15x Short Zertifikat auf Euro-Bund Future
CZ33C5 - Faktor 10x Short Zertifikat auf Euro-Bund Future

wenn ich die richtig interpretiert habe sind die GesammtKosten des 15x Short bei nur 0,5% vom Durchschnittspreis des Zertifikates pro Jahr oder 0,001389% vom Preis pro Kalendertag?

bei diesem Papier wären also über 1000% drin, sollte sich die Rendite der Anleihen verdoppeln innerhalb von 5-10 Jahren

An was denkt ihr ansonten? Vielleicht anderer Emittent?  

12 Postings, 1699 Tage frankktZertifikate.. - Achtung !

 
  
    #8
1
28.12.12 03:49

Hab mir die doch nochmal genauer unter die Lupe genommen, da Chancen-Risiko-Verhältnis einfach zu verlockend war^^  

also falsch interpretiert!!!  

Produktinformationsblatt der Commerzbank - Faktor 15x Short Zertifikat auf Euro-Bund Future

"Laufende Kosten: In der Regel zahlt der Anleger ein Entgelt für die Depotverwahrung und -verwaltung. Die Höhe ist abhängig von dem mit dem Anleger vereinbarten Depotpreismodell. Außerdem muss der Anleger beachten, dass die Indexberechnungsstelle für die Berechnung und die Verwaltung des Index eine jährliche Indexgebühr in Höhe von 0,5% p.a. in Rechnung stellt, die täglich (auf Basis eines 360-Tage-Jahres) bei der Indexberechnung in Abzug gebracht wird. Außerdem werden die Kosten der Indexberechnungsstelle für (angenommene) Sicherheitsleistungen für Futures-Kontrakte in der Indexberechnung dem Anleger berechnet (siehe auch unter Punkt 1, Indexbeschreibung)."

das Wort "täglich" hat mich fast vom Stuhl gehauen..

Anders gesagt sie hebeln ihre Index-Gebühr auch mit 15 !!!!!

-> beim Zertifikat wird jeden Tag die Gebühr bezahlt, die somit bei am drauf folgenden Tag nicht mitgehebelt wird! -> somit ist die Indexgebühr wohl eher -7,5% p.A.  -> bei momentanen Preis von 2,62% wird das Zertifikat warscheinlich KO gehen, ausser es kommt ne grössere Gegenbewegung in den nächsten paar Monaten..

Ausserdem noch Erwerb-, Depot-, Sicherheits-, und Veräusserungskosten...

Also wieder mal nur Commerzverarsche für die, dies nicht verstehen..!

Wenns zu schön ist um war zu sein... 

 

1539 Postings, 1599 Tage SufdlStimmt

 
  
    #9
1
28.12.12 04:28

und schau Dir mal den Chart an, wo der X 15 herkommt. Mit solchen Scheinen bisde schneller Pleite als man denkt.

 

1539 Postings, 1599 Tage Sufdl1 Jahr:

 
  
    #10
1
28.12.12 04:33

von 18 auf 2.60

 

11933 Postings, 974 Tage zara-bahaFinger weg ..

 
  
    #11
28.12.12 05:57
Ist möglicherweise auch mit zeitverlust ....die bank gewinnt immer  

12 Postings, 1699 Tage frankktHat nix mit pleite oder Gewinn zu tun ;)

 
  
    #12
28.12.12 10:47
Ich dachte eigentlich an eine Absicherung meines Hauskredites..

Diesen wollt ich zu 60% mit variablen Verzinsung 1.95% und restlichen zu 2.95% fix nehmen und diese somit mit scheinen wie den obengennanten absichern, nun muss ich mir die ganze Sache wohl wieder neu überlegen..

anders gesagt, bräuchte so einen Schein wie den obiben, nur dass die Jahresgebühr wirklich NUR 0,5% ist auf das ganze ist , da das meinen Unterschied von fest zu variablen Zinsen noch nicht ganz auffrisst und durch den Hebel somit bei steigenden Zinsen sogar noch ein Überschuss bei der Sache ensteht und die variablen dann schneller getilgt werden..

Irgentwelche Tipps?? ;)  

1539 Postings, 1599 Tage SufdlGanz schoen clever

 
  
    #13
2
29.12.12 14:36

die variablen Zinsen zu hedgen. Es gibt short ETF auf den Bund Future von LYXOR und Commerzbank fuer 0,2% per anno. Ich handel den Bund nicht weil die Vola fehlt und ich nichts gehebeltes will. Vollstaendige ETF Liste kannsde als PDF bei boese Stuttgart und Frankfurt runterladen, bin zu faul zum WKN suchen. Sonst wuesste ich auch nix anderes. Guten Rutsch und froehliches Heimwerkern. Mein "Bau" ist schon ne weile her und ich war Stinnes Baumarkt liebster Kunde(aechz).

 

1539 Postings, 1599 Tage SufdlBund short ETFs

 
  
    #14
1
29.12.12 15:28

Vielleicht doch mal einen Blick wert.

ETF562, ETF563 (Hebel2) beide von Commerzbank.

LYX 0FW (Hebel2) alle 0,2%.

magere Umsaetze auf Xetra.

Gruss, Sufdl

 

3991 Postings, 3676 Tage HeimatloserFaktorzertis haben noch einen weiteren negativen

 
  
    #15
2
29.12.12 23:52
Effekt. Und zwar bei Seitwärtsmärkten, da jeden Abend resetted wird auf den konstanten Hebel. Das ist bei Trendmärkten perfekt, weil es die gehaltene Position allabendlich erhöht. Bei Seitwärtsbewegungen ist es hingegen ein echter Fresser. An einem Tag fällt das Zertifikat um x Prozent auf den Ausgangswert, am nächsten Tag steigt es um x Prozent auf den dann gültigen Preis. Bedeutet, Du musst y mehr Prozent am Folgetag machen, um wieder auf Einstand zu sein.  

2281 Postings, 1149 Tage RandomnessEuro Bund Future ALL TIME HIGH

 
  
    #16
29.04.13 21:09
Heute waren wir nah an einem neuen ATH im Euro-Bund-Future. Kaum zu glauben wie diese Angstneurotiker in Bundesanleihen flüchten. Könnte mir in den nächsten Monaten auch gut Kurse um und sogar über 160 Punkten vorstellen.

Mittel- bis Langfristig ist das aber ne coole Spekulation. Die Zinsen in Deutschland werden wohl kaum ewig auf japanischem Niveau verharren. Da kann man mit dem Double Short von Comstage mal ganz easy langfristig 30 Prozent Gewinn machen. Risiko: beschränkt!  

2281 Postings, 1149 Tage RandomnessZum Thema Faktorzertifikate

 
  
    #17
14.05.13 23:13
Immer mit der Ruhe! Habe in meinem Investor-Depot
http://www.ariva.de/depot/private/positions.m?depot_id=603225
auch einen schönen Short auf den Euro-Bund-Future.

Nachteil ist der "niedrige" Hebel von 2. Vorteil ist, dass diese Position auch nach Gebühren in zwei Jahren nicht an Wert verloren hat wenn die Wette nicht aufgeht. Und seine 20% Wertzuwachs macht dieser ETF locker.  

45 Postings, 334 Tage Manu43Die Idee ist gut

 
  
    #18
2
17.05.13 22:02
Aber ich würde dann doch eher auf steigende Zinsen bei japanischen Staatsanleihen wetten. Gibt derzeit durch die Notenbanken ohnehin sehr viele interessante Anomalien.  

2281 Postings, 1149 Tage RandomnessAnomalien

 
  
    #19
29.05.13 14:21
Welche Anomalien gibt es denn noch? Rekordzinsen und Spekulationsblasen (Aktien und Rohstoffe). Das war es.  

9052 Postings, 3326 Tage harcoonEs wird Zeit

 
  
    #20
04.06.13 01:20

2281 Postings, 1149 Tage RandomnessGut Ding will weile haben

 
  
    #21
19.06.13 23:28
"Den angemessenen Zeitpunkt für eine Zinserhöhung sehen mittlerweile 14 FED-Notenbanker im Jahr 2015."

Da die EZB der FED in Punkto Zinsen hinterherhinkt könnte das Platzen der Bund-Blase noch einige Monate auf sich warten lassen. Nicht einmal 2016 wäre auszuschließen.  

2281 Postings, 1149 Tage Randomness@harcoon ist also noch zu früh

 
  
    #22
19.06.13 23:36
Die EZB machte ihre Zinssenkungsorgie ja bereits 2009. Auf den Euro Bund Future wirkte sich dies erst zwei Jahre später aus. 2016 + 2 = 2018!

Die Lösung der Staatsanleihenkrise in der Eurozone führte auch nicht zu einem nennenswerten Rückgang.

Ich erwarte jetzt nicht unbedingt, dass die Zinsen bis 2018 so niedrig bleiben aber man muss die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass wir in einer zinsfreien Dekade leben!  

2281 Postings, 1149 Tage RandomnessSchaut mal wer wieder zuhause ist!

 
  
    #23
25.06.13 16:16
Kaum spricht Bernanke auch nur von Zinserhöhung steigen auch schon die Zinsen für Bundesanleihen:  
Angehängte Grafik:
look_whos_back.png (verkleinert auf 93%) vergrößern
look_whos_back.png

2281 Postings, 1149 Tage RandomnessInternationaler Vergleich

 
  
    #24
25.06.13 16:21

Gerade auch im Ausland gibt es für 10 Jährige Anleihen auch endlich mal wieder so etwas wie Zinsen:

Bundesanleihen 1,78%

Frankreich 2,43%

Belgien 2,83%

Italien 4,88%

UK 2,49%

USA 2,51%

 

2281 Postings, 1149 Tage RandomnessZinswende

 
  
    #25
1
05.09.13 21:12
10 jährige Bundesanleihen bringen wieder über 2 Prozent Zinsen. Auch in Frankreich, Belgien, den USA und bei den Briten sind die Zinsen weiter gestiegen. Im englischsprachigen Raum gibt es nun wieder gute 3 Prozent p.a.

Auf die Konditionen der Anbieter von Tages- und Festgeld hat dies bislang scheinbar keine Auswirkung.  

2281 Postings, 1149 Tage RandomnessZinswende update

 
  
    #26
23.02.14 11:03
Das Zinsniveau in den USA & Großbritannien bleibt auf einem guten Niveau, nur Deutschland und Frankreich haben seit dem letzten Sommer an Rendite eingebüsst.

Im Schnitt bieten 10-jährige Euro-Staatsanleihen (ISIN FR0000027153) bereits wieder 2,6% Rendite.  

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