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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1494
neuester Beitrag: 04.08.15 08:07
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 37327
neuester Beitrag: 04.08.15 08:07 von: Ariaari Leser gesamt: 2837840
davon Heute: 1047
bewertet mit 86 Sternen

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20752 Postings, 4272 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
86
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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37301 Postings ausgeblendet.

6554 Postings, 2453 Tage daiphong#98 lustige Vorstellung von unserem "Empire".

 
  
    #37303
1
02.08.15 18:58
Der "tiefe Staat" ist einfach die Polizei, die arbeitet im allgemeinen hübsch nach demokratischen Spielregeln, und eben keinesfalls "mit den Mitteln der Diktatur" - das sind schon sehr schräge schrille Anarcho-Auffassungen .

Sie arbeitet nicht in rechtsfreien Räumen im Grössenwahn. selber große Politik zu machen. Das ist sicher in manchen Ländern so, aber nicht in der Bundesrepublik, schon gar nicht in der heutigen. In der Nachkriegszeit gab es so einiges Nazigesocks bei der Polizei, wozu ich auch Geheimdienste und Verfassungsschutz zähle, das wurde seit 68 abgebaut.

Wo die Polizei versagt, muss man sie reformieren. Das Internet hat neue Formen und Möglichkeiten für Kriminalität, auch Missbrauch durch nationale und internationale Behörden gebracht, also müssen Datenschutz, Polizei, Geheimdienste, Verfassungsschutz entsprechend umgebaut und ausgerichtet werden.

In manchen Bundesländern wie in Bayern ist es eine üble Tradition, dass der Verfassungsschutz durch ganz besonders intime Beobachtung und Begleitung Nazis eher fördert statt bekämpft, wie es endlich im NSU-Prozess und beim NPD-Verbot aufgeflogen ist. Wo die Landesämter für Verfassungsschutz das nicht rigoros abstellen und ansonsten auch wenig bei der Erfassung potentieller Terrorszenen leisten, sollte man sie tatsächlich dicht machen und als Abteilung im Innenministerium oder der Landespolizeidirektion politisch und polizeilich enger geführt betreiben.  

4364 Postings, 2194 Tage learnerIch glaube, dass Fill den Michel nicht

 
  
    #37304
02.08.15 19:28
ernst nehmen möchte, weil dieser in Vertretung unserer Politik und Wirtschaftselite deutsche Exporterlöse in etlichen Preisblasen gesteckt hat, bzw diese mit befeuerte und nun die Schuld dafür alleine bei den Schuldnern sucht.

Das ist in der Tat verrückt. Kein Mensch kann mir erzählen, dass nichts davon absehbar gewesen wäre. Die Banken freuen sich indes, dass man auf die faulen Griechen schimpft und vergisst, dass Mutti damals Banken gerettet hat.

Abgesehen davon ist natürlich der griechische Staatsapparat nicht haltbar und gehört reformiert.
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Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"

6554 Postings, 2453 Tage daiphongDer Michel ist doch längst voll beteiligt

 
  
    #37305
1
02.08.15 20:16
mit Nullzins,  Abwertung, riesigen Garantien, großen Abschreibungen, neuen Hilfspaketen, Regionaltransfers... und dazu noch kostenlos jede Masse Ärger.

und:
Dein und Fills Bild ist grundsätzlich falsch -
dass nämlich der Michel die Kredite und das Geld für Export und Blasen verliehen hätte, umgekehrt.
Spanien zB hat von 2004-2008 in kaum 4 Jahren eine volle Billion Euros, volle 1.000 Milliarden Euros in bar an sich selbst ausgezahlt. Als exzessive Kreditvergabe der eigenen Banken an die eigene Bevölkerung.  

6554 Postings, 2453 Tage daiphongPIIGS + Luxemburg, Cypern, Niederlande

 
  
    #37306
02.08.15 20:32
 
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bank-loans-to-gdp(_)_fuw.png

13228 Postings, 2614 Tage FillorkillScherzkeks

 
  
    #37307
02.08.15 21:41
Der saldenmechanische Fingerzeig verweist auf die Identität zwischen Defiziten und Überschüssen in der Zahlungsbilanz mit dem Ausland. Diese tangiert im Falle eines manifesten Defizits eine Kreditkrise des Privatsektors - resultierend aus der zyklischen Überakkumulation endogen geschöpften Kreditgeldes - mittelbar, insofern Forderungen aus dem Ausland uneinbringlich werden und insofern krisenverschärfend wirken (so wie sie umgekehrt zuvor die Kreditblase angeschoben haben).

Kapitalnettoexporteure wie Micheldeutschland, die statt zuhause in die Kreditblasen draussen in den Kolonien investieren, haben entsprechend Wertberichtigungsbedarf, wenn diese Blasen rückabgewickelt werden:

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'das ganze ist das unwahre'
Angehängte Grafik:
1a19.jpg (verkleinert auf 59%) vergrößern
1a19.jpg

13228 Postings, 2614 Tage Fillorkillfür die Überakkumulation privaten Kredits

 
  
    #37308
02.08.15 22:04
braucht es nur eine Bank und einen Kreditnehmer. Die Bank kann dabei soviel Kredit aus dem Nichts schöpfen wie immer sie will, vorausgesetzt sie findet jemanden, der ihr das Zeug abnimmt. Dafür braucht es weder einen Kapitalimport aus dem Ausland noch sonst woher. Loans create Deposits, nicht umgekehrt. Dieser unkontrollierte Geldschöpfungsprozess unter Privaten stiftet überhaupt den Grund für alle zyklischen Krisen im Cap, weil seine zwangsläufige Rückabwicklung - in Form der Rezession - durch die Kontraktion des Aggregate Demand deren eigene Voraussetzung unterminiert. Aber der Michel bekämpft lieber Phantomschmerzen wie die Staatsschuld oder vermeintlich gelddruckende Zentralbanken.  
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'das ganze ist das unwahre'

14571 Postings, 3304 Tage Malko07Filz

 
  
    #37309
2
03.08.15 06:21
Ukraine: Poroschenkos zweifelhafte Geschäftsverbindungen - SPIEGEL ONLINE
Petro Poroschenko gelobte, Oligarchen zu entmachten und sich selbst von seinen Firmen zu trennen. Tatsächlich boomt das Business des ukrainischen Präsidenten. Und seine Geschäftsverbindungen werfen Fragen auf.
 

14571 Postings, 3304 Tage Malko07Keiner will es gewesen sein,

 
  
    #37310
6
03.08.15 06:43
alle rudern zurück. Der Versuch der Einschüchterung kleiner Blogger ist voll in die Hose gegangen. Es wir Zeit, dass die Verantwortlichen ihren Hut nehmen:

- Bundesminister  der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas, einer der immer will und dann angeblich nichts wusste und anschließend das macht was er immer abgelehnt hatte.

- Bundesminister des Innern Thomas de Maizière, dem alle Bürgerrechte prinzipiell suspekt sind und der seine Lebensaufgabe darin sieht diese Schritt für Schritt zu eliminieren.

- Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof Harald Range, unter fortgeschrittener Senilität leidend und deshalb nur noch so springen kann wie Herrschen befiehlt.

- Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz Dr. Hans-Georg Maaßen (er besteht auf den Dr. - auch gekauft?), der uns vor dem Terrorismus schützen soll und selbst diesbezüglich tätig ist. Praktisch alle Landesämter und das Bundesamt sind auf dem rechten Auge blind und subventionieren über massiven Einsatz von V-Männern in der rechten Szene diese. Auch der NSU-Untersuchungsausschuss lässt tief blicken - Terrorismus unter dem schützenden Auge des Staates. Und die Wahrheit hat er auch nicht gepachtet und will jetzt alles dem senilen Generalbundesanwalt unterjubeln.

- Propagandaminister daiphong, zuständig alle Angriffe auf die bürgerlichen Freiheitswerte zu verniedlichen und Rechten Sektor und Konsorten in Schutz zu nehmen.

Netzpolitik.org: Maaßen und Range bestreiten Verantwortung - SPIEGEL ONLINE
Der Verfassungsschutz hat die Anzeige wegen des Durchstechens geheimer Dokumente verteidigt. Die Verantwortung für die Ermittlungen liege jedoch beim Generalbundesanwalt. Dort wiederum beruft man sich auf ein Gutachten des Geheimdienstes.
 

14571 Postings, 3304 Tage Malko07Der Versuch der USA mittels TTP und TTIP

 
  
    #37311
6
03.08.15 06:57
ihren Einfluss in Asien und Europa zu sichern könnte in die Hose gehen. In Asien bröckelt die Zustimmung massiv und immer mehr flüchten sich in die Arme Chinas. Auch in Europa sinkt die Zustimmung in der Bevölkerung massiv und wahrscheinlich können sogar die Stellvertreter Washingtons in Berlin und in anderen Hauptstädten diese Einflusssicherung nicht mehr retten, trotz dem Aufbau des Schreckgespenst Putin. Wenn eine Weltmacht wie die USA nur noch glaubt ihren Einfluss durch den Abbau der Demokratie bei ihren Partnern sichern zu können, sind sie auf einer schiefen Abwärtsebene. Erneut ein tolles Obama-Projekt!
USA: Wikileaks-Dokumente aus TPP-Verhandlungen - Wirtschaft - Süddeutsche.de
Nahverkehr, Wasser, Abfall, Krankenhäuser, Rundfunk: Geheime Wikileaks-Dokumente zu TPP zeigen, was die USA auch für TTIP anstreben könnten.
 

4364 Postings, 2194 Tage learnerImmer diese Falschmeldungen, dass

 
  
    #37312
3
03.08.15 07:28
gerade französische und deutsche Banken in den Pigs investiert waren! Nie haben diese Banken Staatsanleihen gekauft, und das Geld ist nie in sinnlose Infrastrukturprojekte gelandet.

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Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"

14571 Postings, 3304 Tage Malko07Die Einwanderung

 
  
    #37313
3
03.08.15 12:14
(nicht Flüchtlinge) verschiebt sich immer stärker zu Personen mit höherer Bildung. Diesen volkswirtschaftlichen Gewinn muss man den Verlustren gegenüberstellen, die man in manche Migrante investieren muss. Ich glaube diesbezüglich sieht die Bilanz sehr gut aus. Weitere Einwanderungstore sind, solange der Flüchtlingsstrom so groß bleibt und viele Arbeitnehmer in der EU Arbeit suchen, nicht diskussionswürdig. Wir sollten uns anstrengen die Flüchtlinge die mit großer Wahrscheinlichkeit hierbleiben gut zu integrieren und weitere Investitionen in deren Ausbildung zu tätigen. Die Fehler, welche mit den "Gastarbeitern" gemacht wurden, sollten wir nicht unbedingt wiederholen.  
Jeder Fünfte hat einen Migrationshintergrund - Politik - Süddeutsche.de
20 Prozent der deutschen Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Die meisten von ihnen sind Deutsche.
 

14571 Postings, 3304 Tage Malko07Abschreckung

 
  
    #37314
2
03.08.15 12:18
Wird sie funktionieren?
Großbritannien: David Cameron will illegale Migranten auf die Straße setzen - SPIEGEL ONLINE
Die britische Regierung setzt weiter auf Abschreckung: Nur Flüchtlinge mit gültiger Aufenthaltserlaubnis sollen künftig eine Wohnung mieten können. Sonst drohen Strafen für die Hausbesitzer.
 

1010 Postings, 619 Tage exact@learner

 
  
    #37315
2
03.08.15 13:01

zitat:" Immer diese Falschmeldungen, dass gerade französische und deutsche Banken in den Pigs investiert waren! Nie haben diese Banken Staatsanleihen gekauft.."

Wo hast du denn das "aufgeschnappt"? :-)
Inzwischen hat die EZB ja die Staatsanleihen den Banken in großem Stil "abgenommen" und so die Verluste "der Allgemeinheit" aufgebürdet, aber hier nochmal einige historische Fakten aus 2011 dazu,

.....wohlgemerkt, hier allein zum Thema Griechenland !!!:

(...)
Deutsche Banken
Die deutschen Kreditinstitute gehören zu den größten privaten Gläubigern Griechenlands. Laut Bundesbank-Statistik besaßen sie Ende März griechische Staatsanleihen im Ursprungswert von rund zehn Milliarden Euro...

Französische Banken
Die französischen Banken sind ebenfalls große Gläubiger des griechischen Staates. Zusammengenommen dürften sie ähnlich viele Staatsanleihen in ihren Büchern haben wie die deutschen Institute.
.."

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...-traegt-a-770392.html

 

13228 Postings, 2614 Tage Fillorkilleinige historische Fakten aus 2011 dazu

 
  
    #37316
03.08.15 13:51
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'das ganze ist das unwahre'
Angehängte Grafik:
greece-exp1.jpg (verkleinert auf 78%) vergrößern
greece-exp1.jpg

14571 Postings, 3304 Tage Malko07Und was bringt uns die Erkenntnis, dass

 
  
    #37317
3
03.08.15 15:25
auch europäische Banken in Griechenland aktiv waren? Hätte man sie deshalb Pleite gehen lassen sollen und mit ihnen die Spareinlagen der kleinen und großen Leuten? Und das alles nur weil die Griechen kriminell waren und sind? Es gab damals noch keine sinnvolle gesetzliche Regeln bei uns um die Banken mit ins Boot zu nehmen. In diesem Sinne ist es mMn eine idiotische Aussage, die Hilfen waren nur für die Banken. Ca. 1/3 der Hilfen kam ausländischen Banken zu Gute, ein weiteres Drittel diente der Rettung des griechischen Finanzsystems und ca. ein Drittel versickerte spurlos im griechischen Sand.

Es ist absolut lustig, wenn besonders die Griechen immer vorwurfsvoll darauf hinweisen, dass ein Großteil der Rettung der Banken diente. Wie wollen sie mit dieser Mentalität jemals wieder ihre Schulden am freien Markt rollen? Glauben wohl, der europäische Steuerzahler ist für ewig dran. Raus mit der Bagage!  

14571 Postings, 3304 Tage Malko07Der Verfassungsschutz liebt

 
  
    #37318
2
03.08.15 15:32
offensichtlich Faschisten. Deshalb müssen alle Spuren zum NSU-Verfahren vernichtet werden. Es sind für ihn die einzigen aufrechten Menschen. Und deshalb beißt die Bundesoberdogge wie verrückt in der Medienlandschaft rum. Mit Demokratie nichts am Hals!
Nebenkläger verlangen Klarheit über Aktenvernichtung - Politik - Süddeutsche.de
NSU-Prozess: Nebenkläger fordern vom Gericht, eine fragwürdige Schredderung von Verfassungsschutzakten aufzuklären.
 

41344 Postings, 4107 Tage Anti Lemming50.000 Euro Spenden an Netzpolitik.org

 
  
    #37319
1
03.08.15 19:19

41344 Postings, 4107 Tage Anti LemmingEin Klassiker: A. Paul Weber "Der Denunziant"

 
  
    #37320
1
03.08.15 19:26
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch...

https://s.qwant.com/thumbr/0x640/7/7/...6.jpg&q=0&b=1&p=1

Weitere Bilder von A. Paul Weber: https://www.google.de/...ed=0CAcQ_AUoAWoVChMIq5mP77aNxwIVyv5yCh3wrAxu  
Angehängte Grafik:
b_1_q_0_p_1.jpg (verkleinert auf 89%) vergrößern
b_1_q_0_p_1.jpg

6554 Postings, 2453 Tage daiphong"Exposure" sind nicht nur Staatsanleihen

 
  
    #37321
1
03.08.15 19:40
Die alten französischen Bank-Freunde Griechenlands sind längst verschunden, nur Michel, UK, US blieben treu.  
Angehängte Grafik:
banks-greece-exposures.png
banks-greece-exposures.png

6554 Postings, 2453 Tage daiphongdie Eurogruppe hat Griechenlands Staat

 
  
    #37322
03.08.15 19:45
längst übernommen ("private Investoren" sind griechische Versicherungen, griechische Banken halten gerade noch für 22 Mrd nach 60 Mrd ehedem)  
Angehängte Grafik:
infografik-griechische.jpg (verkleinert auf 54%) vergrößern
infografik-griechische.jpg

13228 Postings, 2614 Tage Fillorkillthe only other option, of course, is breakup

 
  
    #37323
03.08.15 20:03
Raus aus der teutonischen Union, solange es noch geht:

Autor: Philippe Legrain, economic advisor to the president of the European Commission from 2011 to 2014 - https://foreignpolicy.com/2015/07/31/...ne-integration-is-a-bad-idea/

'..The conceit in Paris is that a eurozone government would be shaped by France. But why would it be? Berlin rules the roost in the eurozone, so it is scarcely going to subordinate itself to a Franco-European institution in Brussels. When German officials talk about fiscal union, what they have in mind is not the Keynesian eurozone treasury that France would like, but a supranational fiscal enforcer that could rewrite national budgets at will. That would entail an extension of German power, not a reclaiming of French influence.

Traditionally, Germany was loath to go it alone in European politics. It needed to proceed hand in hand with France, to banish fears that it was trying to dominate Europe. But now Berlin is openly seeking a Germanic Europe. It has a coalition of the willing ? German economic satellites such as the Netherlands and Slovakia ? to provide political cover for its unilateralism. And its policy establishment is much more united, confident, and determined to get its way than France?s is. So until Paris is willing to provoke a rupture, Berlin is in the driver?s seat...

Let?s face it: The differences between the German ordoliberal concept of fiscal policy and the French Keynesian one are irreconcilable. Berlin wants a watertight system of rules that strips policymakers of discretion, whereas for Paris economic and political discretion are paramount. Since Germans attribute their postwar economic success to ordoliberalism, they are scarcely going to compromise on this, especially because they have since told themselves a morality tale about the crisis in which their behavior is virtuous and others? is sinful. But ordoliberalism cannot work as a governing principle for a currency union with different intellectual traditions and divergent economies. Nor is it viable for an unbalanced 10 trillion euro ($11 trillion) economy with a mercantilist German core to outsource its stabilization to the rest of the world. So why not allow greater flexibility at the national level? Germany can pursue one policy and France another.

The traditional argument against fiscal flexibility is that excessive French borrowing would spill over into higher interest rates for the German government. But the crisis showed the opposite: Capital flooded into Germany as a safe haven, pushing down German yields...
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'das ganze ist das unwahre'

3476 Postings, 2452 Tage Dreiklang#37323 Den Artikel mal zu Ende lesen

 
  
    #37324
04.08.15 01:07
Der Autor schließt: "Zurück zu Maastricht" , mit der Wiedereinsetzung der No-Bailout-Regel. Die EZB müsse Kredithilfen an der Solvenz festmachen. Folglich wäre Griechenland bereits 2010 ein Insolvenz-Fall geworden. (Ob Griechenland dann noch im Euro hätte bleiben können, dazu schweigt sich der Autor aus.)

Die "Alternative" im jetzigen System, dass nämlich Deutschland irgendwann der de-facto alleinige Gläubiger im Euro-System ist, wird vom Autor als Gefahr gesehen, und er warnt Frankreich davor. Schön und gut, aber die bisherige Politik in Frankreich führt ja genau dort hin. Im Prinzip möchte man in den Süd-Staaten einen permamenten Abschreibungsmechanismus für diese Schulden installieren. Auch ein Weg des Transfers.

Wenn der Autor sein "zurück zu Maastricht" weiter durchdenkt, dann wird sich dies nur mit und in einem "Nord-Euro" durchsetzen lassen - im Grunde sagt er nichts anderes. Die logische Konsequenz wäre die Teilung des Euro-Raumes in Nord und Süd.

Seit den 80ern haben sich Norden und Süden weit auseinanderentwickelt. Der Norden hat sich global aufgestellt - er braucht den Süden nicht (mehr) für Agrarprodukte , er braucht ihn nicht mehr als verlängerte Werkbank (Portugal war ab den 60ern für dt. Unternehmen so eine Werkbank) - an dessen Stelle ist längst Osteuropa getreten und Asien. Ebenso wurden die Absatzmärkte globalisiert.

Game over.  

6554 Postings, 2453 Tage daiphong#07 das Gegenstück der US-Defizit-Ökonomie

 
  
    #37325
04.08.15 01:40
die nebenher auch als globale Bank funktioniert - aber irgendwie verschwinden die riesigen Bilanzgewinne ausgerechnet mit QE alle wieder  ;-o)

32 Billionen Vermögen in den USA oder volle 100.000 pro Kopf gehören inzwischen Ausländern. 25 Billionen oder 77.000 pro Kopf gehören ihnen im Ausland, .

Mag durch Steuerflucht und Kapitalanonymisierung etwas verzerrt sein, die positive deutsche Bilanz aber sicher auch.  
Angehängte Grafik:
nipus.jpg (verkleinert auf 71%) vergrößern
nipus.jpg

6554 Postings, 2453 Tage daiphong#24 einen "Süd-Euro" würde es sofort sprengen,

 
  
    #37326
1
04.08.15 02:32
das macht keiner, dann müssten sie schon alle zu nationalen Währungen zurück.

Die dann alle schnell hoch inflationieren würden, Vermögende, Staat, Banken würden sich mit Kredit in der neuen Währung vollpumpen und kaufen, was da ist, zunächst mal würden Investitionen und Reallöhne verfallen, Vermögen, Renten wären weg, aber die hohen Euroschulden zum Ausland blieben bestehen, es gäbe besonders hohe Steuern - ein Desaster für die große Mehrheit. Kennt man alles von früher, will man nicht mehr haben, außer ein paar Anarchisten, Banker, Überschuldete, Spekulanten. Und nach der großen Ponzi-Umverteilung, und wenn sich alles wieder beruhigt hat, steht man dann vor den gleichen Grundproblemen wie heute, nur eine Etage tiefer. es wäre sozusagen überall eine Art Grexit.  

also bleiben alle Südländer hübsch im Euro.

und kotzen über die teutonische Union und Austerity. Natürlich inflationiert der Norden nicht schnell genug, betreibt die EZB keine Hochinflationspolitik, verschwinden die Schulden nicht einfach. und Kredit bekommen plötzlich nur noch diejenigen, die bereits etabliert sind und keine Not haben. Natürlich hat der Staat nie genug Geld, und alle müssen irgendwie sparen und dazu auch noch hohe Steuern zahlen... ,-o) total gruselig, diese teutonische Union.
Man wird dann halt zum Ausgleich ein bisschen Revolution und ganz große europäische Politik versuchen mit Transfereffekten: gemeinsame Rentenkassen, gemeinsame Arbeitslosenkassen, gemeinsame Steuern...

 
 

2046 Postings, 3590 Tage AriaariWashington hat nun ein eigenes Griechenland

 
  
    #37327
04.08.15 08:07
Es ist die viertgrößte Staatspleite der Geschichte: Die mit den USA assoziierte Karibikinsel Puerto Rico ist laut Ratingagentur Moody's zahlungsunfähig. Washington hat nun ein eigenes Griechenland.

http://www.huffingtonpost.de/2015/08/04/...ref=germany&ir=Germany  

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