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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1448
neuester Beitrag: 04.07.15 17:57
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 36199
neuester Beitrag: 04.07.15 17:57 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 2749844
davon Heute: 1642
bewertet mit 86 Sternen

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20752 Postings, 4241 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
86
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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36173 Postings ausgeblendet.

12507 Postings, 2583 Tage Fillorkillgibt es keinen "federal bailout"

 
  
    #36175
02.07.15 13:43
Für bankrotte Kommunen wird der Schuldendienst ausgesetzt (Chapt 11/9), bankrotte Staaten gibt es jedoch bereits aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht. Es gibt für diese aber seitens des Federal Gov eine Reihe von Hilfen in Form direkter Transfers und indirekter Finanzierung, zB über den Recovery Act.  
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'das ganze ist das unwahre'

6329 Postings, 2422 Tage daiphong#72 komme dem Geostrategen Fill

 
  
    #36176
02.07.15 14:04
bei "globaler Chaosbeseitigung" und "globler redistribution"  bloß niemals mit total lächerlichen zivilen Argumenten ;-o) Der kennt da nur Imperien, Herrschaft, Rache und Krieg.  

8276 Postings, 4053 Tage lumpensammlerDas ist moralisch, ja,

 
  
    #36177
1
02.07.15 14:53
aber auch logisch.

Wenn ich mit meinem kleinen Schuhsohlenunternehmen täglich 100 l Diesel in einem heruntergekommenen, ungewarteten Generator verballere, mir aber nur 80 l leisten kann, kann ich entweder sparen, also weniger verballern und damit auch weniger produzieren, oder mir täglich 20 l Diesel erbetteln, oder mit einmaliger Hilfe in einen neuen Generator investieren.

Das wichtigste dabei ist die Erkenntnis: Mit dem jetzigen Generator bin ich aufgeschmissen. Ich muss was ändern! Logisch!

Ein permanentes Angebot von außen über 20 l Diesel/Tag mag meinen Laden bis zum sudden death nach dem Kolbenfresser am Laufen halten, aber es fördert diese Einsicht nicht. Moralisch!

Dass zweckgebundene Hilfe eine Form von Erziehung ist und damit eine moralische Komponente hat, ist so. Die Frage muss aber auch erlaubt sein, wieso man es permanent soweit kommen lässt, dass die andere Seite Drohungen aussprechen muss, um logisch-vernünftige Schritte zu erwirken. Diese Schritte sind nicht einfach nur Einsparungen und Steuererhöhungen, wie es die Troika ständig fordert, sondern Einsparungen und Mehreinnahmen durch ein effizienteres Staatswesen gepaart mit realisitischen Investitionen, die die Kontraktion abfedern und die Basis für zukünftiges Wachstum bilden können.

 

8276 Postings, 4053 Tage lumpensammlerDie Quintessenz fehlt

 
  
    #36178
1
02.07.15 15:20
Es scheint so, als würde ein Vater ein Kind in eine übertriebene Erziehungsmaßnahme zwingen und je stärker der Vater zwinge, desto unvernünftiger und trotziger würde das Kind reagieren.

Das kenn ich sogar aus eigener Erfahrung. Die umstehenden Passanten schütteln nur den Kopf: schlecht erzogenes Kind! Nachlässiger Vater! Tyrann! und weiß der Geier was man noch so denkt, wenn man keine Kinder (mehr) in dem Alter hat. In so einem Fall muss dann die meist etwas empathischere Mutti einspringen, ... aber dort ? ...  

12507 Postings, 2583 Tage FillorkillInfo: Differenzen Griechenland - Institutionen

 
  
    #36179
1
02.07.15 17:29
Die aufgeführten Differenzen sind diejenigen, die in den Verhandlungen ausschlaggebend waren. Daneben gab es weitere Unterschiede in den Vorschlägen, etwa in Form von unterschiedlichen Zeithorizonten zur Umsetzung einzelner Maßnahmen. Bitte beachtet, dass die Einnahme-/Ausgabewirksamkeit zum Teil auf Angaben aus früheren Dokumenten bzw. der Presse basiert. Grundlage: aktualisierte Vorschläge von Do, 25.06.2015 sowie das von der Kommission veröffentlichte Angebot von Fr, 26.06.2015.

Quelle: Bundestagsfraktion Grüne

http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/...l-angebot-vom-26062015.pdf
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'das ganze ist das unwahre'

6329 Postings, 2422 Tage daiphongdas Ausland scheitert in Griechenland,

 
  
    #36180
2
03.07.15 04:34
erst privat, dann staatlich - denn Griechen sind eher im Ausland erfolgreich.

z.B. auch die "exterritorialen" Reeder mit ihrer größten Handelsflotte der Welt - davon haben die Inlandsgriechen wenig, kaum Arbeit oder Steuern, selbst deren gewaltigen Bankgeschäfte laufen über die USA. In Griechenland glaubt man aber fälschlich, man verfüge mit den Reedereien über einen gewaltigen gesellschaftlichen Reichtum.  
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12507 Postings, 2583 Tage FillorkillWo sind denn all die hässlichen Deutschen hin ?

 
  
    #36181
2
03.07.15 11:30
Vermutlich gerade auf Urlaub, in Griechenland. Um sich bei der Gelegenheit vor Ort zu vergewissern, dass absurd hohe deutsche Überschüsse perfekt angelegt sind in schönen, freundlichen Menschen und ihrer mediterranen, multikulturellen Sinnlichkeit, dem Ursprung abendländischer Hochkultur, dem sie bekanntlich nicht nur fliessend warm Wasser und Schafskäse verdanken. Nur der unvermeidliche Daiphong packt es einfach nicht, seine winzige Dachkammer zu verlassen. Seine als 'Fillkritik' maskierten Hilfeschreie verhallen aber nicht angehört: Ich habe verstanden !

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'das ganze ist das unwahre'
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6329 Postings, 2422 Tage daiphongwir machen gerade Urlaub, Fill

 
  
    #36182
1
03.07.15 13:23
du musst leider zu Hause bleiben und de Blumen gießen.  

11633 Postings, 4979 Tage lehnaGriechen, zeigt klare Kante....

 
  
    #36183
1
03.07.15 17:19
folgt eurem sozialistischen Herzensbruder.
Also NEIN...
Ok, vielleicht werd ich als Börsenverrückter dann rasiert--- Schwamm drüber.
Ich gönn euch die Freiheit, das Stehen auf eigenen Beinen ohne Alimente...

 

6329 Postings, 2422 Tage daiphongabendländische Hochkulturen

 
  
    #36184
03.07.15 22:05
eigentlich ein friedliches blühendes Verhältnis  
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6329 Postings, 2422 Tage daiphongder EFSF erklärt Reservation of Rights

 
  
    #36185
03.07.15 22:30
Date: 03 July 2015
Luxembourg ? The Board of Directors of the European Financial Stability Facility (EFSF) decided today to opt for a Reservation of Rights on EFSF loans to Greece, after the non-payment of Greece to the International Monetary Fund (IMF). Following the IMF Managing Director?s notification of the IMF Executive Board, this non-payment results in an Event of Default by Greece, according to EFSF financial agreements with Greece.

In line with a recommendation by the EFSF?s CEO Klaus Regling, the EFSF Board of Directors decided not to request immediate repayment of its loans nor to waive its right to action ? the other two possible options. By issuing a Reservation of Rights, the EFSF keeps all its options open as a creditor as events in Greece evolve. The situation will be continuously monitored and the EFSF will consider its position regularly.

Mr Regling said: ?The EFSF is Greece?s biggest creditor. This event of default is cause for deep concern. It breaks the commitment made by Greece to honour its financial obligations to all its creditors, and it opens the door to severe consequences for the Greek economy and the Greek people. The EFSF will closely coordinate with the euro area Member States, the European Commission, and the IMF on its future actions.?

The EFSF loans concerned are ?109.1 billion under the Master Financial Assistance Facility Agreement, ?5.5 billion under the Bond Interest Facility Agreement and ?30 billion under Private Sector Involvement Facility Agreement.

The Greek non-payment has no influence on the EFSF?s capacity to repay its bondholders. Investors know that EFSF bonds benefit from a robust guarantee structure.

The EFSF Board of Directors is composed of deputy finance ministers and senior officials of each EFSF Member. It is chaired by Hans Vijlbrief, Treasurer-General at the Ministry of Finance of the Netherlands.  

12507 Postings, 2583 Tage Fillorkill'es geht um mehr als Ökonomie'

 
  
    #36186
1
04.07.15 00:23
Sich einfach nur die in die Depression sparen reicht im Falle Griechenlands auf keinen Fall. Oder wie die braven Sozialdemokraten der Syriza es gegen ihren Wählerauftrag vormachen, die Austeritätsagenda der hässlichen Deutschen praktisch durch die Bank abzunicken, aber auf einen rein verbalen Dissens zu beharren (siehe Liste oben der noch offenen Differenzen). Denn was fehlt ist das proaktive 'Danke, hässliches Deutschland !', also die noch nicht abgeschlossene moralische Dekonstruktion der überholten Vorstellungen von Würde und Selbstbehauptung unter den Eingeborenen. Ein Bürgerkrieg ist dafür keineswegs ein zu hoher Preis...



 
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'das ganze ist das unwahre'
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strukturelle_defizite_gr_es_it_pt_ir_2008-2014.gif

6329 Postings, 2422 Tage daiphong#81 das humanistsche Gymnasium

 
  
    #36187
04.07.15 00:47
hast du ehedem wohl mal richtig aufgesaugt, lieber Fill,
durftest auch an der obligatorischen Griechenland-Kult-Reise und am humanistischen Elite-Kult teilnehmen. Du erklärst dir, eingemauert im Atrium, ja bis heute die Welt ganz antik und gostrategisch durch Kriege, Imperien, durch Arbeit als Sklavenhalterei, und dich selbst zur antiken demokratischen Elite. Auch auf total moderne sowjetsozialistische Weise, jetzt sogar putinistisch und postmodernisiert. Wenn das mal kein Fortschritt ist... ;-o)

'das ganze ist das unwahre' -
damit kämst du schon mal viel weiter. Mit Adorno kannst du dein Imperialzeitalter auflösen und näherst dich der marktwirtschaftlichen bürgerlichen sozialdemokratischen europäischen Gesellschaft, in der das Machtzentrum in Bonn, Berlin, Brüssel, New York viel zu verwalten, aber nicht mehr viel zu sagen hat, die Bürgergesellschaft umso mehr. Mit Minima Moralia bist du jetzt kulturgeschichtlich etwa um 1980 angekommen.


#86  ist wieder ein Rückfall in deinen Rassismus und Faschismus

Du sucht mit den "hässlichen Deutschen" auf rassistische Art ein schuldiges Volk für die großen Probleme der Griechen, sich trotz oder wegen aller europäischen Hilfen selbst zu ernähren. Metaphern wie die vom blutrünstigen Schäuble, der die Griechen aussaugt, sind längst schon faschistische. "Ein Bürgerkrieg ist dafür keineswegs ein zu hoher Preis..." ist faschistische Theorie und wäre faschistische Praxis. Du knüpfst damit nahtlos an deine faschistische Kriegsbegeisterung für den großen russischen Terror gegen Ukraine an.

insofern bist du kulturgeschichtlich 1931 angkommen.  

6329 Postings, 2422 Tage daiphongFillorkill ersehnt aich immer den rotbraunen

 
  
    #36188
04.07.15 03:01
politischen Bürgerkrieg gegen Deutschland in ganz Europa.  

Ein Größenwahn der Links- wie Rechtsfaschisten: dafür gibt es nicht die Spur einer Chance, Agonie und Zerfall in ganz Europa würde drohen. Tatsächlich droht das ausschließlich in Griechenland. Die rotbraune griechische Regierung zerstört zielgenau den bürgerlichen  europäischen Verstand in Griechenland, den ökonomischen, staatlichen politischen, kulturellen. Zusammen wollen sie Griechenland in der totalen Konfrontation mit Europa und Deutschland isolieren und ruinieren, aber jede Seite will Griechenland für sich allein erobern.

Bisher folgen sie im ideologischen Angriff mit revanchistischer Begründung dem Beispiel Putins. Allerdings werden sie damit nicht dessen absolutistische Macht über das eigene Land erreichen, denn sie verfügen nicht über dessen riesiges Ölgeld, Griechenland ist kein isoliertes Ölscheichtum wie Russland. Auch wenn es sich mit den gewaltigen Transfers und Krediten, viel Staat und Militär eine zeitlang so fühlte.

Nach dem Amoklauf müssen sie wahrscheinlich zurückziehen, wahrscheinlich werden sie schon morgen von Verängstigten, von demokratischen und europäischen Kräften in die Schranken verwiesen. Wahrscheinlich werden diese Rechten und diese Linken übereinander herfallen, und vielleicht auch in bürgerlicheren Koalitionen Macht verlieren. Wahrscheinlich bleibt es bei Agonie und Chaos in Griechenland, und recht hohen Transfers dorthin.

Syriza sind jedenfalls definitiv keine Sozialdemokraten,
Sozialdemokraten waren immer konstruktive Reformer im eigenen Land, und im Verhältnis zu andren Ländern. Vielleicht werden sie nach ihrem Amoklauf irgendwann mal welche, falls sie denn tatsächlich mit Europa zusammen und mit allen realen Kräften und aller ideologischen Bescheidenheit an konstruktiven Lösungen und Reformen im eigenen Land arbeiten. könnte aber lange dauern.  

12507 Postings, 2583 Tage FillorkillDie Wahlerfolge der sozialdemokratischen Syriza

 
  
    #36189
2
04.07.15 06:10
sind die vorhergesagte Konsequenz eines ökonomisch verrückten, rein ideologisch fundierten Crashkurses, der diesem Land vom hässlichen Deutschland aufgenötigt wurde - vorher lagen die bei 3 % und damit noch deutlich unter den Kommunisten. Eines Crashkurses, der von Ökonomen weltweit und in Deutschland selbst von gewerkschaftsnahen, sozialdemokratischen wie Flassbeck, Hinkel, Bofinger usw aus ganz unterschiedlichen Gründen kritisiert wird. Eben jene Ökonomen, die der heute als Prototyp des ultrahässlichen Deutschlands auftretende Daiphong gestern noch als Legitimierungsstütze referiert hatte (allerdings ohne sie zu verstehen).    
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'das ganze ist das unwahre'

8276 Postings, 4053 Tage lumpensammlerMit einem Katalog von Sparmaßnahmen

 
  
    #36190
4
04.07.15 09:00
ist auch keinem gedient. Was Griechenland braucht, und was über den Streit ganz aus den Augen verloren wurde, sind Strukturreformen und Politiker, die das nach innen und außen voll repräsentieren. Das kostet zuerst mal Geld, das über Sparmaßnahmen und Hilfen aufgebracht werden muss.

Wenn sich aber alle nur kaputt gespart und kaputt gestritten haben, wird dafür sicher kein Motiv und keine Kraft mehr da. Das Ende wäre eine weitere Schleife in der griechischen Endlosloop zwischen Chaos und Pleite.  

4318 Postings, 2163 Tage learnerMan kommt im Leben nur voran, wenn man

 
  
    #36191
4
04.07.15 09:25
in der Lage ist die eigenen Fehler zu analysieren und sein Handeln entsprechend anzupassen. Im Falle Griechenlands kann man nicht davon ausgehen, dass dies der Fall ist, denn dann würde man die notwendigen Reformen anpacken.

Syriza agiert hier immer noch Populistisch und versucht sich um diese herum zu mogeln.

Andererseits hat Syriza der Gläubigerseite aufgezeigt, dass auch deren Glaubenssätze und Konzepte nicht zu Ende gedacht sind.

Die politischen Strömungen in Europa zeigen deutlich ein Verteilungsproblem an. Die linken und rechten Ränder werden stärker. Erst wenn man dieses Problem ernsthaft angeht, wird Europa eine Chance haben.

Dazu wäre es notwendig, dass die Politik anfangen würde selbst zu Denken, anstatt sich beim Kauen eines Odeuvre von der Lobby den nächsten Gesetzestext ins Ohr hauchen zu lassen.

Die Gewinne der Konzerne werden in jedem Fall sinken. Entweder weil die Nachfrageseite nicht mehr kann, oder weil die Nachfrageseite durch eine verbesserte Lohnentwicklung gestärkt wird. Im ersten Fall geht gleichzeitig die politische Stabilität und so mache gesellschaftliche Strukturen baden.
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Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"

40791 Postings, 4076 Tage Anti LemmingDen Griechen droht ein "Bail-in"

 
  
    #36192
1
04.07.15 09:48

14440 Postings, 3273 Tage Malko07Es ist egal wie die Volksabstimmung

 
  
    #36193
5
04.07.15 10:01
morgen ausgeht - ändern an den wirklichen Problemen wird sie nichts. Es gibt ein griechisches Volk aber es gibt seit der angeblichen Unabhängigkeit bis heute keinen griechischen Staat. Vereinbarungen können aber von Staaten nur zu Staaten geschlossen werden und nicht zu Völker. Völker kann man helfen, z.B. mit Lebensmittelspenden, aber nicht existierenden Staaten nicht.

Das griechische Volk hat seinen angeblichen Staat bis jetzt nur als Objekt zum Betrügen betrachtet, von arm bis reich. Es gibt Ausnahmen aber viel zu wenige. Es gibt deshalb auch prinzipiell keine Unschuldigen. Betrogen und geschmiert haben praktisch alle. Alle politischen Kräfte haben bis heute verhindert, dass es zu funktionierenden staatlichen Strukturen kommen könnte. In der Abwehr aller Transparenz sind sich die Griechen von den Gewerkschaften bis zu den Oligarchen einig. Es geht prinzipiell um den persönlichen Besitz, dessen Vermehrung um sonst nichts. Und dazu ist jeder Betrug erlaubt.

Deshalb wird eine weiterer Schuldenschnitt, der juristisch kaum durchführbar wäre, auch nichts bringen. Die rechtliche Lage sollte der jetzigen Regierung auch bekannt sein, aber sie kümmert sich so wenig um das Recht wie ihre Vorgänger. Weitere finanziellen Hilfen werden versanden. Es gibt deshalb nur eine Lösung: keine weiteren Verhandlungen mehr mit den Griechen. Sie sollen selbständig über alles alleine bestimmen können und wenn sie sich endlich einen wirklichen Staat geschaffen haben, kann man wieder mit ihnen Reden. Eurozuflüssen stoppen und ersatzweise Hilfen für die Bevölkerung. Allerdings an griechischen Hilfsorganisationen vorbei.

Die Amis werden darüber erbost sein. Aber auch wir sollten für unsere Selbständigkeit eintreten.  

12507 Postings, 2583 Tage Fillorkill# 90 Hand aufs Herz

 
  
    #36194
04.07.15 15:14
Die Erzählung der hässlichen Deutschen geht so: Als gute Europäer helfen wir den notorisch bankrotten Griechen finanziell aus der Patsche, wenn sie bereit sind, dafür einen zugegeben schmerzhaften Anpassungsprozess zu durchlaufen, an dessen Ende als Lohn nicht nur ein ordentlicher Staat, eine Wettbewerbsfähigkeit und eine eigenständige Schuldentragfähigkeit, sondern quasi als Sideeffect eine Garantie des bislang versenkten Kredits winken. Dieser versprochene Lohn bleibt jedoch aus, weil die Griechen verstockt wie sie sind es an der gebotenen Einsicht und Konsequenz missen lassen.

In der realen Welt sind die Eskalation der öffentlichen Schulden Griechenlands und eine zum Bürgerkrieg tendierende politische Atmosphäre tatsächlich das für alle Ökonomen ausserhalb Deutschlands vorhersehbare Resultat einer konsequenten Umsetzung des abverlangten Anpassungsprozesses, der das ökonomische Potential dieses Landes nachhaltig ruiniert. Ein Resultat, als dessen Sideeffect der bislang eingesetzte Kredit weil nicht und nie mehr bedienbar wertlos abgeschrieben werden muss.

Mit anderen Worten: Deutschland verfolgt hier einen Kurs, setzt auf Instrumente und Mittel, die die selbst formulierte ökonomische und politische Agenda real immer unerreichbarer machen. Eine Politik also, die sehenden Auges nicht nur die Glaubwürdigkeit europäischer Institutionen demontiert, sondern den radikalen Feinden von Euro und europäischer Idee auf allen Seiten mächtig Auftrieb gibt.  
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'das ganze ist das unwahre'

12507 Postings, 2583 Tage Fillorkillausführlich hier

 
  
    #36195
04.07.15 15:20
Acht Dinge über die griechische Schuldenkrise, die Angela Merkel Dir nie erzählen würde

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45347/1.html
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'das ganze ist das unwahre'

40791 Postings, 4076 Tage Anti LemmingIn der Anfangs-Phase der Euro-Einführung,

 
  
    #36196
04.07.15 16:19
die für die PIIGS mit einer starken Kredit-Verbilligung einherging, kam es zu unhaltbaren kreditfinanzierten Blasen. Es ist unlauter, diese Blasen(miss)wirtschaft nun rückblickend zur "neuen Norm" zu erklären. Der aktuelle deutliche Rückgang (ab Blasen-Level) ist kein "Zusammenbruch", sondern nichts anderes als ein - durch die hohe Geschwindigkeit heftig wirkender - Reset auf die Bedingungen VOR der Euro-Einführung.

Diese Vor-Euro-Bedingungen sind z. B. in Griechenland auch heute noch im Großen und Ganzen maßgeblich, weil der Euro dort, vor allem strukturell, kaum etwas verändert hat. Im Wesentlichen sind infolge der Euro-Einführung nur die Staatsschulden durch die Decke gegangen, und ein Teil wurde in Form von Wohltaten an die Beamten verteilt. Die Griechen entwickelten aufgrund dessen ein unangemessenes Anspruchsdenken, das relativ zu ihrer niedrigen effektiven Wirtschaftsleistung als überhöht betrachtet werden muss.

FAZIT: In den ersten Jahre nach der Euroeinführung gab es eine starke, kreditblasen-finanzierte Anomalie. Diese Blase ist keinesfalls eine Norm, die legitim als Messlatte dafür herhalten kann für das, "was den Griechen zusteht".
Spätestens dann, wenn der eigene Staat infolge der resultierende Misswirtschaft (chronische Defizite) pleite ist, sollte man sich eingestehen, dass die eigenen Ansprüche unhaltbar überhöht waren.  

40791 Postings, 4076 Tage Anti LemmingHeise-Artikel in # 195

 
  
    #36197
04.07.15 17:33
Was nützt eine angeblich von 2001 bis 2008 "niedrige" Staatsverschuldung in Griechenland...

"Griechenland(s) ...Verschuldung war, gemessen am BIP, zwar hoch, aber konstant, und schwankte 2001-2008 zwischen 105 und 110%." (Zitat aus Link)

...wenn 2010 "Griechische Ankündigungen [folgten], die eigentliche Staatsschuld sei höher als bisher offiziell zugegeben". (2. Zitat aus Link)

Der sprunghafte Anstieg auf 150 % in 2010 kam nicht etwa, weil der griech. Staat in den Sog der Bailouts infolge der US-Subprimekrise geraten war, wie der Heise-Autor wortreich, aber wenig überzeugend zu suggerieren versucht, sondern weil die vorherigen Verschuldungslügen nun zugegeben wurden. Und zwar ganz einfach, weil sie sich nicht mehr verstecken ließen.

Bereits 2010, als diese Lügen offenbar wurden, war Griechenland faktisch pleite. Das sagte damals selbst Ackermann. Dass GR vor 2008 als "gesund" galt, liegt allein daran, dass die griechischen Lügen zuvor noch geglaubt worden waren.

Fazit: Ein belletristisches Pamphlet, geschrieben im a-priori-Interesse, dass die Griechen unschuldige Opfer der Finanzindustrie seien und von dieser trotz vorbildlicher Fiskalpolitik heimtückisch "hinterrücks erdolcht" wurden (LOL).
 

40791 Postings, 4076 Tage Anti LemmingWeiterer Schwachpunkt

 
  
    #36198
04.07.15 17:37
Der Autor hebt am Anfang auf die Gesamtverschuldung ab und sagt, diese sei in Spanien mit 500 % noch viel höher gewesen als in Griechenland (280 %).

Dann ist es doch umso bemerkenswerter, dass die Spanier aus eigener Kraft - mit hoher Fiskaldisziplin - die Wende geschafft haben, die Griechen hingegen trotz nur gut halb so hoher Gesamtverschuldung NICHT. Die Griechen sind sogar "pleiter" denn je.  

40791 Postings, 4076 Tage Anti LemmingUnd dies

 
  
    #36199
04.07.15 17:57
obwohl sich die Troika-Politik gegenüber Spanien um keinen Deut von der Troika-Politik gegenüber Griechenland unterschied.

An der Troika kann es daher schwerlich gelegen haben.  

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