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Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 4536
neuester Beitrag: 19.09.14 17:50
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 113389
neuester Beitrag: 19.09.14 17:50 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 8455187
davon Heute: 4246
bewertet mit 415 Sternen

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37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
415
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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113363 Postings ausgeblendet.

7562 Postings, 2891 Tage StöffenDer Chart in #113360 ist der Zeuge

 
  
    #113365
4
16.09.14 15:00
einer gigantischen Marktmanipulation oder er ist schlicht und ergreifend ein Witz, wenn man sich dagegen vor Augen hält, dass die 10y US-Teasuries momentan mit 2,55% rentieren. Noch lustiger wird es, wenn man die Charts der italienischen und spanischen Zehnjährigen dazunimmt.

Aktuell ist zu beobachten, dass zehnjährige spanische und italienische Staatsanleihen derzeit weniger Renditen als US-Staatsanleihen mit gleicher Laufzeit abwerfen. Das kann man eigentlich nur als Treppenwitz der Dekade bezeichnen.

So rührt jedoch auch JP Morgan z.Z. heftig die Trommel für Zinserhöhungen und einen künftig weiter erstarkenden Dollar:

"Die Rendite zweijähriger amerikanischer Staatsanleihen sei zuletzt über die Höchststände vom Sommer gestiegen, so die JPM-Strategen. Auch diese Beobachtung spreche für eine schon bald anstehende Leitzinserhöhung. Dasselbe gelte für den stärkeren Dollar."
http://www.cash.ch/news/front/...nk_schon_bald_die_zinsen-3244580-449

JP Morgan unterschlägt an dieser Stelle den Fakt, dass viele Länder sich mit ihren jeweiligen Währungen in einen Abwertungswettlauf begeben haben, von welchem sie zweifelsohne ordentlich profitier(t)en. Die USA haben aufgrund ihrer quantitativen Lockerungsprogramme ja ebenfalls einen schwächeren Dollar bekommen, die in der jüngeren Zeit ausgewiesenen Wachstumsraten sind sicherlich auch zu einem guten Teil hierauf zurückzuführen. Dies ging allerdings zu Lasten von Ländern, deren Währungen dagegen höher notierten, wie z.B. in Europa oder Brasilien. Ob sich dieses doch bislang eher unterdurchschnittliche post-rezessive Wachstum dann weiterhin mit einem künftig stärker steigenden Dollar verstetigt, weil in den USA z.B. Strom und Gas (Fracking) wesentlich günstiger erhältlich sind als beispielsweise in Europa, das mag jeder für sich selbst beantworten.

Für meinen Teil ist die Angelegenheit recht eindeutig:

http://www.ariva.de/forum/...ren-Thread-283343?page=4533#jump18594121
-----------
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingChina wirft die Pumpe an

 
  
    #113366
3
16.09.14 18:30
www.zerohedge.com/news/2014-09-16/...unches-cny500-billion-stealth-qe

It has been a while since the PBOC engaged in some "targeted" QE. So clearly following the biggest drop in the Shanghai Composite in 6 months after some abysmal Chinese economic and flow data in the past several days, it's time for some more. From Bloomberg:

   CHINA"S PBOC STARTS 500B YUAN SLF TODAY, SINA.COM SAYS
   PBOC PROVIDES 500B YUAN LIQUIDITY TO CHINA"S TOP 5 BANKS: SINA
   PBOC PROVIDES 100B YUAN TO EACH BANK TODAY, TOMORROW WITH
   DURATION OF 3 MONTHS: SINA

Just as expected, the Chinese "derivative" currency, the AUD, goes vertical on the news, and the S&P 500 goes vertical alongside (Chart unten)
 
Angehängte Grafik:
20140916_audjpy.jpg (verkleinert auf 77%) vergrößern
20140916_audjpy.jpg

37586 Postings, 630 Tage Cliff Fiscaldie Charts kannste in die Tonne klopfen

 
  
    #113367
1
16.09.14 19:11
Aktionen wie jetzt zum späten Nachmittag zeigen das die Bären, trotz richtiger Argumente, keine Chance haben.  

4079 Postings, 2400 Tage Palaimon#321 Alibaba mit Vorsicht zu genießen, imo.

 
  
    #113368
7
16.09.14 19:14

(.....)

In New York steht ein gigantischer Börsengang bevor. Doch der Sprung in den internationalen Markt mit seinen Platzhirschen Ebay und Amazon droht zu scheitern. Die deutsche Version der Alibaba-Seite etwa ist nicht nur technisch fehlerhaft und schlampig übersetzt, sondern sie zieht auch Betrüger aus aller Welt an. Die Rechtslage ist vollkommen unklar.

(.....)

Eine chaotische deutsche Internetseite, die .de-Domain in fremden Händen, Produktfälschungen kompletter Autos unter einem "modischen" Werbebanner – würde all das den Konkurrenten Amazon, Ebay oder Zalando in China passieren, die zuständigen Regionalmanager müssten vermutlich ihren Hut nehmen.

(......)

Ein Börsengang in Hongkong wurde bereits abgeblasen, da Alibaba sich mit der Börse dort nicht über Kontrollregeln zum Schutz der Anleger einigen konnte: "Investoren muss bewusst sein, dass Alibaba zunächst an die Börse in Hongkong gehen wollte, dort aber von den zuständigen Behörden abgelehnt wurde, da diese nicht mit der Corporate Governance von Alibaba zufrieden waren", schreibt Mark Hawtin, Fondsmanager der GAM-Gruppe.

(......)

Eine klare Wachstumsstrategie sieht anders aus. Schon wird der Fokus auf den chinesischen E-Commerce-Markt – rein zahlenmäßig der künftig größte der Welt – von Kritikern als Schwäche angeführt, auch weil ein Marktanteil von 80 Prozent nur noch schwer steigerbar ist.

Der mangelnde Fokus auf eine Expansion außerhalb Chinas könnte sich später rächen, denn die chinesischen Händler expandieren auch ohne offiziellen Auftritt der Handelsplattform bereits in Richtung Europa. Dabei sind krude Übersetzungen noch das geringste Problem: Auf deutschen Außenhandelsforen häufen sich Berichte über betrügerische chinesische Händler. "Wenn ich als Chinese einen Betrug einfädeln will, dann mache ich einen Eintrag auf Alibaba, der sich exklusiv an Ausländer richtet",

(......)

Im zweiten Fall verschwinde des Öfteren der chinesische Handelspartner zusammen mit der Anzahlung. "Juristisch hat man dann keine Chance, auch da Alibaba keine Absicherung für deutsche Kunden anbietet."

(......)

2011 war Alibaba.com bereits einmal in einen Betrugsskandal verwickelt, damals hatten Mitarbeiter der Firma Betrüger gedeckt. "Auch jetzt noch zertifiziert Alibaba dubiose Anbieter als ,Gold Supplier'",

(.....)

Für Alibaba ist das Treiben der Händler unter dem Dach von Alibaba.com fatal, denn sie ruinieren den Ruf der Marke für eine professionelle Expansion.

.


-----------
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingLöschung

 
  
    #113369
1
16.09.14 19:21

Moderation
Moderator: mis
Zeitpunkt: 17.09.14 09:10
Aktion: Löschung des Postings
Kommentar: Löschung auf Wunsch des Verfassers

 

37694 Postings, 3788 Tage Anti Lemming76 % der Amis sind mit US-Politik unzufrieden

 
  
    #113370
3
16.09.14 19:52
 
Angehängte Grafik:
20140916_sat.jpg (verkleinert auf 70%) vergrößern
20140916_sat.jpg

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingChina - gefangen zwischen Stimulus und Sanierung

 
  
    #113371
3
17.09.14 08:00
www.wsj.de/nachrichten/SB10608297325219184784504580157713048605600

Chinas Wachstum geht die Puste aus. Die chinesische Notenbank muss gegensteuern.

Peking—Seit langem bemüht sich China darum, Finanzreformen auf den Weg zu bringen. Doch jetzt kollidieren diese Anstrengungen mit einem drängenderen nationalen Ziel: Das Wachstum muss angeschoben werden.

Um die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist es schlechter bestellt als bisher gedacht. Die Konjunkturmaßnahmen der Regierung erweisen sich als zu kurzlebig, um etwas gegen die Flaute auf dem Immobilienmarkt und die nachlassende Produktion in den Fabriken auszurichten. Am vergangenen Wochenende war bekannt gegeben worden, dass sich die chinesische Industrieproduktion im August auf Jahressicht auf 6,9 Prozent drastisch verringert hat. Sie wächst damit so langsam wie seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 nicht mehr.

Peking hat bisher einen Bogen um groß angelegte Konjunkturprogramme gemacht, die das kurzfristige Wachstum zu Lasten längerfristiger Reformbemühungen ankurbeln würden. Denn die chinesischen Banken, Unternehmen und Kommunen schieben immer noch einen massiven Berg von Schulden vor sich her, die vor etlichen Jahren eingegangen gemacht wurden, um sich aus den Fängen der weltweiten Krise zu befreien.

Stattdessen hatte sich die chinesische Regierung in diesem Jahr auf begrenzte Stützungsmaßnahmen verlegt und versucht, Kredite in Richtung öffentlichen Wohnungsbau und den Eisenbahnverkehr zu steuern. Doch zum ersten Mal seit 1998 könnte der Ernstfall eintreten: China wird das auf 7,5 Prozent festgelegte jährliche Wachstumsziel in diesem Jahr möglicherweise verfehlen. Für Peking ist die Stunde der Wahrheit gekommen.

Die politische Führung des Landes wird sich nun entscheiden müssen, ob sie dramatischere Schritte wie etwa eine Senkung der Zinsen einleitet oder ob sie es einfach hinnehmen soll, dass die Wirtschaft langsamer wächst und weniger neue Stellen geschaffen werden, meinen Ökonomen. "Es gibt einen Tiefstand, den sie nicht hinnehmen werden", meint Julian Evans-Pritchard, ein Volkswirt bei Capital Economics. "Aber dort unten sind wir noch nicht angekommen."

Eine jüngste Kraftprobe illustriert, wie schnell Finanzreformen gegenüber den Forderungen chinesischer Spitzenpolitiker den Kürzeren ziehen, die alles daran setzen, die Wachstumsziele für das chinesische Bruttoinlandsprodukt zu erreichen.

Die chinesische Zentralbank setzt sich schon seit langem für Reformen ein. Sie sollen den Wettbewerb unter den staatlichen Banken anheizen und dafür sorgen, dass den chinesischen Verbrauchern mehr Geld zum Ausgeben bleibt. Diesen beiden langfristigen Zielen hatten sich auch führende Regierungsvertreter verschrieben.

Um sie umzusetzen, hatte die People's Bank of China (PBOC) einen Plan erarbeitet, um Banken abgezinste Kredite anzubieten. Ihnen sollte dabei frei stehen, wie sie das Geld vergeben wollten. Die Institute sollten so dazu ermuntert werden, mehr Kredite an Wirtschaftsbetriebe zu vergeben statt sich auf staatlich gesteuerte Projekte mit geringem Risiko zu verlassen. Das Programm sollte den Banken zudem mit Blick auf ein weiteres Reformziel ein Finanzpolster gewähren, denn China will in den kommenden zwei Jahren die Zinsobergrenze auf Bankeinlagen aufheben.

Trotz aller Absichtserklärungen folgte die Vergabe des Auftaktkredits aus dem Programm letztendlich dennoch wieder dem altbekannten Drehbuch, wie das Wall Street Journal recherchiert hat. Der Kredit über umgerechnet 125,5 Milliarden Euro ging an die China Development Bank. Denn Vertreter der politisch bestens eingebundenen Bank waren bei Regierungsgranden vorstellig geworden, um sie davon zu überzeugen, dass ihre Finanzierungskosten für die Sanierung von Elendsvierteln gesenkt werden müssten, berichten chinesische Offizielle und Volkswirte, die Kenntnis von dem Vorgang haben. Der chinesische Staatsrat, das oberste Entscheidungsgremium der Regierung, wies die Zentralbank an, den Kredit zu vergeben, um die Konjunktur zu stützen, und zwar zu 4,5 Prozent und damit weit niedriger als die gängigen Sätze, wie es weiter heißt.
Die "Große Mama" soll es richten

Anders als Notenbanken westlicher Prägung arbeitet die chinesische Notenbank, die umgangssprachlich yang ma oder "Große Mama" genannt wird, nicht unabhängig. Über Jahrzehnte hinweg leitete sie die Banken an, politisch genehme Kredite zu gewähren. Weder bei der PBOC noch bei der China Development Bank reagierten Pressebeauftragte auf Kommentaranfragen.

Angesichts der Wachstumsstagnation im Land hat die Führungsriege Chinas keinen Zweifel daran gelassen, dass die Priorität für die Zentralbank darin liegt, die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Selbst wenn dies die Gefahr in sich birgt, dass die Bemühungen um Reformen im Finanzwesen in Verzug geraten oder gar in ihr Gegenteil verkehrt werden. [= Bernankisierung die Weltwirtschaft]

"Die PBOC unternimmt heroische, aber schizophrene Anstrengungen, die Finanzmarktreformen in Schwung zu halten, und dabei gleichzeitig den politischen Druck zur Stützung des Wachstums durch gezielte Interventionen zu mildern", urteilt Eswar Prasad, ein Volkswirt an der Cornell University, der die chinesische Wirtschaft für den Internationalen Währungsfonds beobachtet hat.

Die neue Darlehensfazilität namens Pledged Supplementary Lending (PSL) räumt den Banken die Möglichkeit ein, sich um Zentralbankkredite mit einer Laufzeit von einem Jahr oder darüber hinaus zu bewerben. Die Zinsen, die die Kredite tragen, sollen letztendlich als mittelfristiger Referenzsatz dienen, hatte Zhang Xiaohui, die bei der PBOC für den Bereich Geldpolitik zuständig ist, im Mai vor Volkswirten erklärt.

Offiziell hat die chinesische Notenbank das neue PSL-Programm noch nicht bestätigt. Regierungs- und Bankenvertreter haben dem Wall Street Journal allerdings erklärt, wie es sich zusammensetzt. Indem sie Stillschweigen über die Fazilität wahrt, hoffe die Zentralbank, das Programm umgestalten zu können, wenn der Druck seitens der Führung in Peking nachlasse. Dann solle die PSL-Fazilität in ein Instrument der Finanzliberalisierung umgewandelt werden, erklären Offizielle.

Die PBOC habe zudem befürchtet, dass eine Bekanntgabe des im April gewährten Milliardenkredits dem Markt signalisieren könnte, sie unterstützte ein breit angelegtes Konjunkturprogramm, um der erschlaffenden chinesischen Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Das hätte weitere Investitionen in den chinesischen Immobiliensektor auslösen können, auch wenn dieser bereits von einer Flut nicht fertig gestellter Wohnungen überschwemmt werde. ....  

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingUS-Verbraucherpreise fallen -0,2 %

 
  
    #113372
1
17.09.14 14:34
U.S. consumer prices fall for first time in 16 months

WASHINGTON (MarketWatch) - U.S. consumer prices fell in August for the first time in 16 months, largely because of a decline in the cost of filling up at the gas station, the government reported Wednesday. The consumer price index dropped a seasonally adjusted 0.2% last month, the Labor Department said Wednesday. Economists surveyed by MarketWatch had expected the CPI to be flat. Energy costs fell 2.6% amid declines in gasoline and natural gas. Food prices rose 0.2%, however. Excluding the volatile food and energy categories, consumer prices were unchanged. Consumer prices have risen an unadjusted 1.7% over the past 12 months, down from a recent peak of 2% in July. The receding rate of inflation means the Federal Reserve is likely to stick to its current course of slowly reducing stimulus for the economy. The drop in inflation also gave households a short-term boost by stretching how far their paychecks will go. Real or inflation-adjusted hourly wages jumped 0.4% last month to mark the biggest gain since late 2012. Still, real wages are up a scant 0.4% in the past 12 months.

.


8:30a  U.S. current account deficit shrinks 3.7% in second quarter
8:30a  U.S. consumer price index drops 0.2% in August
8:30a  Core CPI flat; first time it has not risen since 2010
8:30a  CPI up 1.7% in past 12 months, down from 2% in July
8:30a  Inflation-adjusted wages jump 0.4%, biggest since 2012
8:30a  U.S. current account deficit drops 3.7% in second quarter
8:30a  Current-account gap shrinks to $98.5 billion in second quarter

 

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingEndet Rallye, weil Aktienrückkäufe zurückgehen?

 
  
    #113373
2
17.09.14 17:44
www.fuw.ch/article/ein-wichtiger-kurstreiber-bricht-weg/

Ein wichtiger Kurstreiber bricht weg

Albert Edwards wählte klare Worte. «The share buyback party is over», schrieb Société Générales renommierter Anlagestratege [A.L. ein bekannter Bär...] jüngst in einem Marktkommentar. «Die Aktienrückkaufparty ist vorbei.» Nachdem amerikanische Unternehmen jahrelang Schulden aufgenommen hatten, um damit eigene Titel zurückzukaufen, sei diese Vorgehensweise nun kaum mehr aufrechtzuerhalten – und deshalb der Wendepunkt erreicht. Was wenig bedrohlich klingen mag, hätte spürbare Konsequenzen. Denn erhält Edwards Recht, dürfte ein wichtiger Treiber der Börsenrally wegbrechen.

Edwards leitet seine pessimistische Einschätzung aus den Zahlen zum zweiten Quartal ab: Erstmals seit 2012 haben sich die US-Aktienrückkäufe (Buybacks) gemessen an den aufgewendeten Mitteln gegenüber der Vorjahresperiode verringert (vgl. Chart unten links). Und das, obschon der S&P 500 im selben Zeitraum rund 25% avanciert hat. Im Vergleich zum Vorquartal sind die Rückkäufe gar um über 20% gesunken – wobei allerdings das Volumen von Januar bis März mit 159 Mrd. $ beinahe ein neues Allzeithoch markiert hatte.  
Angehängte Grafik:
g_s21_fh_maerkte_6grafiken_online111.jpg (verkleinert auf 39%) vergrößern
g_s21_fh_maerkte_6grafiken_online111.jpg

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingUS-Home-Builder-Vertrauen weit höher als Verkäufe

 
  
    #113374
1
17.09.14 17:56
neuer Häuser.

Der Chart des "Home-builder"-Vertrauens (hellblau) zeigt einen Steilanstieg ähnlich dem der US-Aktien, während die Neubau-Verkäufe (dunkelgrün) sich nur unwesentlich vom Krisentief in 2009 erholt haben.

2005 - am Höhepunkt der US-Hausblase - notierte der Home-Builder-Index (prozyklisch) bei gut 70, die Neubau-Verkäufe beliefen sich auf 1,8 Mio/Jahr.

AKtuell (2014) notiert der Home-Builder-Index schon wieder bei knapp 60, während die Neubauverkäufe bei läppischen 600.000/Jahr liegen - ein Drittel des Wertes von 2005.

Irgendwer liegt hier falsch. Ich schätze, dass es die Home-Builder sind. Denn das sind Hohlköpfe wie die Body-Builder.

www.marketwatch.com/story/...n-almost-nine-years-2014-09-17-101032814

 
Angehängte Grafik:
hc_1072.jpg (verkleinert auf 76%) vergrößern
hc_1072.jpg

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingFed-Sitzung mit wenig Überraschungen

 
  
    #113375
3
18.09.14 07:24
In der Konferenz nach dem Entscheid, der wie erwartet ausfiel, bedienten die Fed-Wichtigtuer Fragesteller mit den üblichen Wortklaubereien. Yellen legte sich erwartungsgemäß nicht fest, wann der Zinserhöhungszyklus beginnen soll, und antwortet mit "Fed Kauderwelsch".

www.zerohedge.com/news/2014-09-17/...erence-post-mortem-few-surprises

Hier die Sicht von Jan Hatzius, GS

BOTTOM LINE: There were few surprises from Fed Chair Yellen's post-FOMC press conference.

MAIN POINTS:

... Yellen made two slightly dovish remarks on labor market developments. First, she stated directly that she felt the slow increase in wages was indicative of labor market slack. Second, she said that her own personal view was that there was a "meaningful" cyclical shortfall in participation, when asked about a recent paper by some Fed authors indicating otherwise.

... On the topic of "considerable time," Yellen declined to provide any specificity on what the phrase means with regard to calendar duration, and instead noted that the guidance should not be viewed as calendar-based or mechanical in nature....

... Finally, she stated that two dissents was not an "abnormally large number," suggesting that she is not particularly uncomfortable with the current degree of dissention on the Committee.

-----------------

Obwohl faktisch nichts gesagt und nichts Unerwartetes entschieden wurde, reagierten "die Märkte" mit den üblichen Kurskapriolen - um am Ende fast unverändert zu schließen.

 
Angehängte Grafik:
hc_1073.jpg (verkleinert auf 84%) vergrößern
hc_1073.jpg

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingAmi-Nasstraum von der "Finanzialisierung Russlands

 
  
    #113376
18.09.14 15:06

Würde in Russland - nach dem Vorbild der Ukraine - die "freie Marktwirtschaft" herbei geputscht oder herbei gebombt [von den Nato-Medien würde dies so dargestellt, als sei dies der ultimative Wille des unter Mangelwirtschaft darbenden Volkes], dann hätte dies zur Folge, dass sich der russische Binnenmarkt stark nach außen öffnet und auch für Investitionen von Westkapital erreichbar wird.

Die Amis würden eine US-treue Vasallenregierung ähnlich der um Ukraine-"Jaz" installieren, deren Köpfe mit ein paar Milliarden geschmiert würden, um im Gegenzug den Ausverkauf Russland an das Westkapital in die Wege zu leiten. Die Amis würden sich mit großen Summen in von der Vasallenregierung frisch re-privatisierte Firmen wie Gazprom einkaufen (ex-Oligarchen würden großzügig "abgefunden", sofern sie nicht im Knast landen). Vorzugsweise würden Mehrheitsbeteiligungen der Amis angestrebt.

Die installierten Politik-Vasallen würden emsig dafür sorgen, dass die Anteile für einen Spottpreis an die US-"Investoren" verhökert werden. Es werden selbstverständlich private Aufkäufe sein, d.h. US-Firmen als Vertragspartner übernehmen Anteile von ex-russischen Firmen. Dies gewährleistet, dass die Beute unter den reichen 1 % bleibt. Vorstandsposten werden mit Angehörigen (Söhnen, Steigbügelhaltern) der US-Politik und Finanzelite besetzt.


Die Amis würden sogar QE4 (= erneutes Gelddrucken wegen "Deflationsgefahr" o. ä.) lostreten, um Übernahme-Dollars für die Aufkäufe der frisch privatisierten russischen Firmen zu erhalten.Es wären letztlich Gratisaufkäufe, weil das Geld aus der Fed-Druckerpresse stammt.  Das ist der postmoderne Weg der Annexion, der ohne offiziellen Krieg auskommt, gleichwohl aber neue "Besitzer" schafft. Es gibt nur einen Medienkrieg, der das Geschehen so umdeutet, als erfolge es im Interesse des russischen Volkes.

Die frisch gedruckten Dollars  würden hastig investiert. Doch die damit erkauften Übernahmeverträge wären "für immer" gültig, und ihre Einhaltung würde von New Yorker Anwälten mit aller juristischen Boshaftigkeit durchgesetzt (idealerweise mit Ausdehnung der TTIP auf ex-Russland). Bei Vertragsverletzungen drohen militärische Einsätze (Amis, Nato), um "Ruhe und Ordnung" wieder herzustellen. Nicht kooperierenden Firmen-Chefs würden als "Rebellen" in den Knast gesteckt, nachdem ihnen Unterschlagung, Steuerhinterziehung oder ähnliches angedichtet wird.

Die ex-russischen Firmen und ihre neuen, größtenteils amerikanischen Eigentümer hätten über Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte Zugriff auf die immensen russischen Gas-, Öl- und Rohstoffvorkommen. Ein Drittel aller weltweiten Rohstoffe liegen in Russland. Auch die hohen Einnahmen, die jetzt Firmen wie Gazprom aus Europa zuströmen, würden größtenteils in amerikanische Kassen umgeleitet.

Der ex-russischen Bevölkerung hingegen würde es zunehmend schlechter gehen. Die Arbeitslosigkeit würde stark steigen, weil mit westlich-marktliberalen Methoden die Erträge der Firmen durch personelle "Entschlackung" gesteigert würden. Als Begründung wird genannt, dass die Firmen sonst "auf dem Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig" seien. In Wahrheit dienen die Massenentlassungen dazu, die Profite der neuen amerikanischen Besitzer (Shareholder-Value) zu mehren.

Das Elend der Bevölkerung würde die Vasallenregierung dann temporär mit keynesianischen "Stimulationsprogrammen" lindern. Arbeitslose bekämen verlängerte Unterstützung, Essenmarken, Gratis-Englisch-Kurse usw. Da die russische Staatsverschuldung bei nur 10 % liegt, hätte die neue Vasallenregierung 90 BIP-Prozent an Spielraum, um vorübergehend kreditfinanzierte Wohltaten zu verteilen. Die Wohltatenverteilung erfolgt vor allem deshalb, um keinen sozialen Unmut aufkommen zu lassen, da der Reichtum Russland von der geschmierten Vasallenregierung dem Volk geraubt und an die oberen 1 % (überwiegend US- und einige verbliebene russische Oligarchen) umverteilt wird.

Der gemeine russische Michel hätte keine Chance, sich dagegen zu wehren. Wer mit den gesunkenen Löhnen bei gesteigerter Arbeitshetze (Shareholder-Value!) unzufrieden ist, wird auf die vielen neuen Arbeitslosen verweisen. Und auf die durch die Globalisierung "erzwungene" Lohnkonkurrenz mit Billiglohnländern. Er wird Sprüche hören wie: "Wenn Sie nicht spuren, stehen 2000 Chinesen vor der Tür, die mit Kusshand ihren Job übernehmen würden, sogar für noch weniger Gehalt." - "Außerdem geht es für unsere Firma darum, auf dem immer schwierigen Weltmarkt zu überleben. Wer da nicht mit Feuereifer mitzieht, den können wird hier nicht gebrauchen. Hohe Löhne wären für unsere Firma der sichere Tod. Oder wollen Sie etwa den Tod unserer Firma?"

Die Massenarbeitslosen würden in den Medien mundtot gemacht. Sie müssten sich halt besser qualifizieren, um den Erfordernissen der modernen Marktwirtschaft gerecht zu werden. "Ich sag nur: Bildung, Bildung!" - "Wer arbeiten will, der findet auch Arbeit." Und wer nicht qualifiziert genug ist, der muss sich halt mit Bulettenbraterjobs bei McDonalds und Burger King über Wasser halten, notfalls mehrere Jobs in täglich 16 Stunden zu je 2,50 Euro - bei Lebensmittelpreisen und Mieten, die sich EU-Standards nähern. Und jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit fällt der Blick in das Schaufenster des Apple-Laden, wo unerschwinglich teure iPhones liegen. "Immerhin gibt es sie jetzt", wird sich der gebeutelte Russenmichel trösten.

Schöne neue Westwelt. Die Russen werden dankbar sein.

 

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingUS-Baubeginne: -14,4 % im August

 
  
    #113377
2
18.09.14 15:22
Passt zum Hype im gestrigen US-Homebuilder-Index (Chart in # 374, hellblaue Linie) wie die Faust auf's Auge.

www.marketwatch.com/story/...-august-signal-shaky-recovery-2014-09-18

WASHINGTON (MarketWatch) — Construction started on new U.S. homes tumbled last month, pulling back after a recent surge, signaling some shakiness in the housing market’s recovery, according to government data released Thursday.

The annual rate of housing starts fell 14.4% to 956,000 in August from 1.12 million in July, which was the fastest pace since late 2007, the U.S. Commerce Department reported. Economists polled by MarketWatch had expected starts to cool down to a rate of 1.03 million, compared with an original estimate of 1.09 million in July.

Economists have been worried about the erratic performance of the housing market. It’s been five years since the recession ended, and it will take strong, consistent jobs growth to spur a sustained pick up in home building and sales, observers say. In a statement after the FOMC meeting Wednesday, Federal Reserve officials reiterated that the “recovery in the housing sector remains slow.”

...It’s too difficult for many families to afford a new home, which have seen prices spike over the past year, even as mortgage rates remained relatively low. The July surge in home construction was led by apartments, with builders responding to consumer demand.

In August, starts in buildings with at least five units plunged 31.5%, while the construction pace for single-family homes fell 2.4%....
 

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingEurozonen-Banken rufen erstmals TLTTO-Mrd. ab

 
  
    #113378
18.09.14 16:12
www.fuw.ch/article/wenig-lust-auf-die-tltro/

Die EZB hat zum ersten Mal Banken Geld zur Verfügung gestellt, die sie als Kredite an Unternehmen und Familien weiterverkaufen müssen.

Die mit Spannung erwartete erste Zuteilung der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (Targeted Longer-Term Refinancing Operations, TLTRO) durch die EZB ist geschafft. Heute Morgen fragten 255 Banken in der Eurozone insgesamt 82,6 Mrd. € nach. [A.L.: DAX +1,2%]

Am Markt waren im Vorfeld die Schätzungen der Zuteilungssumme stetig nach unten korrigiert worden. Zuletzt wurde mit 150 Mrd. € gerechnet. Das tatsächliche Ergebnis ist nun deutlich tiefer ausgefallen.

Bei den ersten zwei Zuteilungen – die nächste findet am 11. Dezember statt – dürfen Banken von der EZB Gelder in Höhe von insgesamt 7% ihres Bestands an Krediten für nichtfinanzielle Unternehmen und private Haushalte (ohne Wohnungsbaukredite an private Haushalte) leihen. Die Bietungsobergrenze beläuft sich somit auf 400 Mrd. €. Mit der heutigen Auktion wurde nicht einmal ein Viertel der veranschlagten Maximalsumme bereitgestellt.

Die Geldgeschäfte sind vor allem für die Banken in den Peripherieländern der Eurozone eine willkommene Finanzierungsalternative. Sie hängen noch immer von EZB-Geldern ab. So verfügen die Institute in Südeuropa über 280 Mrd. € an dreijährigen «normalen» LTRO-Geldern, die sie von der EZB geborgt hatten. Im Januar und Februar 2015 müssen sie zurückgezahlt werden. Die Analysten von ING schliessen nicht aus, dass manches Institut die TLTRO-Auktion im Dezember abwartet, um sich zu refinanzieren.

Die EZB hatte im Juni beschlossen, insgesamt acht TLTRO mit einer Laufzeit von bis zu vier Jahren sowie vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeiten anzubieten. Es handelt sich anders als bei den früheren LTRO um zweckgebundene Geldkredite: Die Banken müssen die bei der EZB beschafften Gelder an die Realwirtschaft als Kredite weiterverleihen. Die EZB erhofft sich, auf diese Weise die Konjunktur in Gang zu bringen. [A.L.: Wer's glaubt...]

Während sich die Bietungsobergrenze bei den ersten beiden TLTRO anhand der ausstehenden Kredite der Banken berechnet (siehe oben), wird die EZB für die folgenden sechs Auktionen, die sie 2015 und 2016 durchführt, ein zusätzliches Kreditlimit anhand der Nettokreditvergabe der Institute ermitteln...  

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingUkraine kurz vor der Staatspleite?

 
  
    #113379
18.09.14 18:15
Das BIP der Ukraine dürfte 2014 um 9 % schrumpfen. Ukrainische Staatsanleihen (unten) sind auf Sinkkurs. Es gibt aber, anders als in Griechenland, keine EZB+Eurozone, die "ausbailen".

www.zerohedge.com/news/2014-09-18/...esource-reason-ukraine-civil-war

(für VT-Warner, Zerohedge zitiert hier die Financial Times, London, und Reuters)

...As the FT further added, according to an EBRD forecast earlier today, the Ukrainian economy will contract 9% this year, a far greater contraction than assumed in the IMF's bailout (odd how that always happens). Accordingly, this "makes sustainability of Kiev's government debts much more doubtful, and has sparked concerns that the country will eventually be forced to default and restructure."

As skepticism grows that Ukraine will be the next Greece, only without the backstop safety net of the EUR currency, bondholders are starting to get skeptical, and overnight the yield on Ukraine bonds due April 2023 slid to 10.61%, the highest in 4 months on rising fears of a default.

And while the collapse, in either the economy or the bonds, were not surprising and were predicted here and many other places, what did seem out of place was the following observation by Reuters:

The statistics office said the main industries of Ukraine's Donetsk region, one of the areas where the war is most intense, had suffered, with coal extraction down almost 60 percent and steel production down by 30 percent.

In other words, while the most important commodity for Europe is gas, whose supply Russia largely controls on the margin, for Ukraine the one commodity, located deep within the perimeter of the raging civil war, and which it desperately needs to regain access to to stop its economic collapse, is the following (courtesy of Stratfor):

Which begs the question: are the massive stores of coal in the Donetsk region the main reason why Russia continues to support a civil war in just that region, a war which with every passing day means the Ukraine bankruptcy, and inevitable regime change, is also one day closer?
 
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37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingIndustrieproduktion der Ukraine: -21 % (yoy)

 
  
    #113380
18.09.14 18:16
 
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7562 Postings, 2891 Tage StöffenDas Börsenkochstudio vermeldet

 
  
    #113381
5
18.09.14 18:20
Der entscheidende Passus im Fed-Kommentar, nach dem der Leitzins für einen "beträchtlichen Zeitraum" nach dem Ende des Anleihekaufprogramms sehr niedrig bleiben wird, spricht eindeutig gegen agressivere Massnahmen seitens der Fed an der Zinsfront. Frau Yellen hat desweiteren auch eindeutig kein Zeitfenster für etwaige Zinsschritte benannt, alles hänge wie stets von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ab, welche nach wie vor von größeren Unsicherheiten geprägt sei. Der Wachstumsausblick der Fed wurde gesenkt (deren Prognosen waren aber eh immer schon für die Tonne), am Arbeitsmarkt herrsche bei genauerer Betrachtung immer noch Unterauslastung und die Teuerungsrate fiel im August signifikant zurück. Die vor uns liegenden kräftigen Aufschwünge in den USA a la der heute verkündeten Flachschüsse wie z.B. "Börsianer erklärten die gute Stimmung an der Wall Street auch mit positiven Konjunkturdaten" scheinen hier wohl eher in der Phantasie vieler Protagonisten stattzufinden.

Und wer mag hier schon aufgrund der strukturellen Probleme in Europa auf eine mehr oder minder rasche Erholung der Zinsen setzen? Die Rendite der zehnjährigen Bundesschätzchen liegt aktuell bei knapp über einem Prozent, die des zehnjährigen Eidgenossen sogar nur bei einem halben Prozent. Das Zinsniveau wird ergo weiterhin tief bleiben und auch in den USA, von denen der Konsens annimmt, dass der Zinserhöhungszyklus von hier aus seinen Beginn starten wird, dürfte der prognostizierte Zeitpunkt des 2. Quartals 2015 von rein spekulativer Natur sein.

Fakt ist somit, dass das Null- bzw. Tiefzinsumfeld weiterhin anhaltenden Bestand haben wird. Müssig zu erwähnen, dass wir hierdurch noch eine kräftige Übertreibung an den Börsen sehen könnten.

Das Börsenkochstudio vermeldet nämlich aktuell, dass alle Zutaten für eine Blasensuppe am Aktienmarkt hergerichtet sind: Eine übermässige Liquidität, extrem tiefe Zinsen und allerorten Empfehlungen der Einflüsterer a la "Aktien seien alternativlos" (das dümmste Argument überhaupt).

Das deckt sich in etwa mit den Äußerugen des ehemaligen Fed-Chefs Alan Greenspan, der in einem Interview zur aktuellen Situation ein Umfeld mit niedrigen Inflationsraten, niedrigen Zinsen und moderatem Wirtschaftswachstum in 100 Prozent der Fälle als Grund für Spekulationsblasen ansieht.

Und so lange die Musi spielt, werden da auch alle selbstverständlich kräftig weiter mittanzen. Da kann man nur schlicht und ergreifend darauf aufmerksam machen, dass es auch diesmal wieder so richtig wichtig sein wird, bei der "Reise nach Jerusalem" dann rechtzeitig einen freien Stuhl zu ergattern. In diesem Sinne an alle Heissluftballon-Piloten: Toi, toi, toi.... :-))
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingStöffen - mentale Strichverlängerung?

 
  
    #113382
1
18.09.14 19:08
"Fakt ist somit, dass das Null- bzw. Tiefzinsumfeld weiterhin anhaltenden Bestand haben wird. Müssig zu erwähnen, dass wir hierdurch noch eine kräftige Übertreibung an den Börsen sehen könnten."

Damit beschreibst du das Pump-Paradigma der letzten 6 Jahre. Es hat allerdings einen Haken. Nullwachstum ist normalerweise NICHT der Stoff, aus dem neue Höchstkurse an den Börsen geschnitzt sind.

Es ist auch unwahrscheinlich, dass bei Nullwachstum der Gesamtwirtschaft die Firmengewinne auf dem vor allem in USA zurzeit noch hohen Niveau verharren. Folglich sind auch die "schönen Dividenden", die Aktien gegen Cash (das wegen finanzieller Repression fortlaufend um 2 % pro Jahr an Wert verliert) angeblich "alternativlos" machen, nicht in Stein gemeißelt.

Die Spinstory in deinem obigen Satz, die nach sechs Jahren eh ausgelutscht ist, harrt daher ihrer Entzauberung durch unvermutete "Regelverletzung". Notenbanker sind bekanntlich keine Götter, nicht mal Halbgötter. Eher noch Dreiviertel-Idioten.
 

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingUnd noch was:

 
  
    #113383
1
18.09.14 19:12
Wenn Greenspan "zu 100 % sicher" ist,  das irgendetwas eintritt, dann schrillen bei langjährigen Marktbeobachtern sämtliche kontraindikatorischen Alarmglocken.  

7562 Postings, 2891 Tage StöffenDein Problem ist halt das "Wann"

 
  
    #113384
1
18.09.14 19:29

Wie du bereits mal treffend dargestellt hast, zeigen auch kaputte Uhren zweimal am Tag die korrekte Zeit an. Es gibt jedoch nach wie vor keine signifikanten Short-Signale bzw. Signale, welche auf einen unmittelbar vor uns liegenden Bärenmarkt hindeuten.

Von daher ist dieses ständige "This is it. It is now-Geschreibsel" von dir eher als amüsant denn als hilfreich zu betrachten.

Was aber nun auch nicht unbedingt bedeutet, dass ich dir in allen Punkten deiner Ansichten ablehnend gegenüber stehe.
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingThis is it: Beam me down, Scotty

 
  
    #113385
1
18.09.14 22:16
Falls die Schotten sich lossagen, fällt der Footsie um -3 %.  

3277 Postings, 2133 Tage DreiklangDer Trader kennt keine "sicheren Shortsignale"

 
  
    #113386
1
18.09.14 23:38
In allen Zeitebenen gibt es Signale, die , auf diejenige Zeitebene bezogen, auf Kauf oder Verkauf hinweisen. So wie Stöffen das schreibt, "bräuchte man nie mehr short zu gehen". Doch so einfach ist es nicht.

Ich habe diesmal eine Strategie genutzt, am Hoch zu verkaufen d.h. gehaltene Positionen aufzulösen. Das Nachkaufen an der unteren Seite der Range klappte nicht ganz so gut. Heute ist aber Letzter Handelstag - ich wollte nicht darauf warten, spätestens um 24:00 aus den Positionen "rausgeworfen" zu werden - so wurden es nur 2011.25 im letzten Trade, geschlossen wurde um  22:15 bei 2012.5  - wäre also noch abzügl. Spread 0.75 Punkte mehr gewesen.

SP500 3h
Seit gestern ist meine Indikatorengruppe (Chart + Oszillator) im 3h  übrigens wieder auf "Trend long". Sollte sich das im Reversal bestätigen, zieht es weiter an. Warum das so ist, kann ich nicht erklären. Die amerikanischen Indizes sind - aus welchen Gründen immer - von der Weltkonjunktur unabhängig. Sie fungieren eher wie Bondmärkte in einem lange weiter laufenden Trend sinkender Zinsen.

3h oder 4h  bedeutet auch ein längeres Zeitfenster für Swing-Trades  - Positionen können u.U. mehrere Wochen , längstens bis zu ca. 4 Monaten, durchgehalten werden.  
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37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingFleckenstein Rap

 
  
    #113387
19.09.14 09:13
www.zerohedge.com/news/2014-09-18/...nstein-slams-feds-idiot-policies

"Stocks Are More Crash-Prone Than Ever," Fleckenstein Slams "Fed's Idiot Policies"

Infamous short-seller Bill Fleckenstein left a CNBC anchor questioning her faith in the status quo in this brief interview. As she pestered him with questions about 'missing out on the rally', Fleckenstein snapped back "so what? I don't care, it doesn't matter" asking rhetorically "when the market declines, how fast will it all be taken away from you?" Fleckenstein warned "I don't think we will get through October without some accident," adding that "the stock market is more crash-prone than ever." When pressed again about sitting on the sidelines, Fleckenstein rebukes, "if you want to pursue idiots like the Fed doing crazy policies, and if you think you can get out in time, go for it. I don't want to try to do that."

 

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingAlibaba und die 70 Insider-Räuber

 
  
    #113388
19.09.14 09:42

37694 Postings, 3788 Tage Anti LemmingAlibaba soviel wert wie Walmart

 
  
    #113389
19.09.14 17:50
Aktie stieg nach IPO zu 68 auf 93 Dollar. Die MK entspricht in etwa der von Walmart. Das erinnert an die guten alten (debilen) Zeiten, als AOL mehr "wert" war als der Medienriese Time-Warner, der dann auch von AOL via Aktientausch geschluckt wurde.

Wie befinden uns in der finalen Wahnsinnsphase, ähnlich März 2000.

www.zerohedge.com/news/2014-09-19/...facebook-verizon-just-under-jpmo

Wenn man das deutsche http://german.alibaba.com anklickt, kommt einem das kalte Grausen - z. B. bei Suche nach Prozessor-(CPU)-Kühler der Firma "Thermalright":

http://german.alibaba.com/product-free/...t-hr-01-plus-103580772.html

Das Produkt erscheint dort als "Thermisches Recht". Das ist irgendein debiler Übersetzungscomputer zwischengeschaltet.
 
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