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Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 5112
neuester Beitrag: 22.02.17 17:46
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 127779
neuester Beitrag: 22.02.17 17:46 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 11751804
davon Heute: 1803
bewertet mit 435 Sternen

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48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
435
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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127753 Postings ausgeblendet.

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingSkeptische Leserkommentare

 
  
    #127755
20.02.17 20:12
- beziehen sich u. a. auf mysteriöse Ermordung des russischen Botschafters in Ankara im Dezember.

www.zeit.de/politik/ausland/2016-12/...-ankara-nach-angriff-gestorben

----------------------

https://de.sputniknews.com/politik/...4794-russland-un-tschurkin-tod/

 
Angehängte Grafik:
hc_2694.jpg (verkleinert auf 77%) vergrößern
hc_2694.jpg

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingLaut Zerohedge könnte ein Herzinfarkt

 
  
    #127756
20.02.17 20:14
die Ursache gewesen sein.

...Churkin was at the Russian embassy on East 67th Street when he became sick with a ?cardiac condition? around 9:30 am, sources told the New York Post. A Russian Embassy spokesperson told CBS News that they believe Churkin died of a heart attack but they do not yet have official word on the cause of death.  

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingKrugman wettert gegen Trumponomics

 
  
    #127757
1
20.02.17 20:29
Laut Presseberichten soll die US-Wirtschaft "dank Trump" doppelt so schnell wachsen soll, wie unabhängige Institute und die Fed glauben. Allerdings gibt es dazu keine ernsthafte Studien. Was den Verdacht aufkommen lässt, dass die Börsen von ökonomischen "Fake-News" gespusht werden.

New York Times (Meinungsseite, Paul Krugman)
On Economic Arrogance

According to press reports, the Trump administration is basing its budget projections on the assumption that the U.S. economy will grow very rapidly over the next decade ? in fact, almost twice as fast as independent institutions like the Congressional Budget Office and the Federal Reserve expect. There is, as far as we can tell, no serious analysis behind this optimism; instead, the number was plugged in to make the fiscal outlook appear better.

I guess this was only to be expected from a man who keeps insisting that crime, which is actually near record lows, is at a record high, that millions of illegal ballots were responsible for his popular vote loss, and so on: In Trumpworld, numbers are what you want them to be, and anything else is fake news. But the truth is that unwarranted arrogance about economics isn?t Trump-specific. On the contrary, it?s the modern Republican norm. And the question is why.

 

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingTrumps "alternative ökonomische Fakten"

 
  
    #127758
1
20.02.17 20:39
- erstunken und erlogen wie der Rest seiner Agenda. Trump will u. a. die Berechnung des US-Defizits auf ein neues Formelwerk stützen. Es würde dadurch größer als bisher, und Trump bekäme noch mehr Gründe an die Hand, es zu senken - z. B. durch Restriktionen gegenüber den US-Handelspartnern.

www.zerohedge.com/news/2017-02-20/...will-adopt-alternative-economic-


"Fake Data": Economists Concerned Trump Administration Will Adopt 'Alternative' Economic Facts


Over the weekend we noted that the Trump administration was considering changing the U.S. trade deficit calculation to exclude re-exports from the US trade balance, a shift that would make America's trade gap appear even greater than it has been in recent years, potentially making future trade skirmishes and wars with America's export-heavy trade partners far more likely....  

327 Postings, 834 Tage MuBerndEZB erhöht bei Anleihenkäufen die Schlagzahl

 
  
    #127759
4
20.02.17 20:40
Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht bei den in Deutschland umstrittenen Staatsanleihen-Käufen die Geschwindigkeit. Die EZB und die nationalen Notenbanken der Euro-Länder nahmen in der Woche bis zum 17. Februar öffentliche Schuldtitel im Volumen von 17,19 Milliarden Euro in ihre Bücher, wie sie am Montag in Frankfurt mitteilten.
In der Woche davor waren es 16,91 Milliarden Euro gewesen. Seit März 2015 wurden damit Staats- und Regionalanleihen sowie Titel supra-nationaler Institutionen im Umfang von 1,371 Billionen Euro erworben.

Mit den Transaktionen wollen die Währungshüter dafür sorgen, dass Banken weniger in diese Titel investieren. Stattdessen sollen sie mehr Kredite an Unternehmen und Haushalte vergeben, was der Konjunktur nützt und auch die Inflation anschieben soll.

https://www.cash.ch/news/boersenticker-konjunktur/...hlagzahl-1044414



HYPOTHETISCHER VERGLEICH BEZGL. MARKTEINGRIFF

Die EZB bestellt für 1.371.000.000.000 EUR ca. 68.550.000 VW Golf je 20.000 EUR, um sie dann im Atlantik zu versenken. Dabei gehen die VW Aktionäre aufgrund der hohen Aktienbewertung davon aus, dass die EZB diesen Vorgang nicht nur wiederholt, sondern auch noch 20% mehr Autos bestellt, um sie dann wieder im Atlantik zu versenken. In was für einer kranken Welt leben wir?  

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingKrugman: "Fahrerlose fliegende Autos"

 
  
    #127760
1
20.02.17 20:47
oder ähnliche technologische Durchbrüche könnten zu einer unerwarteten Produktivitätssteigerung in USA führen, höhnt Krugman (# 757), die Trumps Wachstumsprognosen tatsächlich eintreten ließe. Realistisch betracht jedoch sei eine Wiederkehr zu Wachstumsraten wie unter Reagon und Clinton (3,5 %), die Trump veranschlagt, schon aus strukturellen Gründen unwahrscheinlich. Damals gab es noch Potenzialwachstum, Babyboomer drängten in den Arbeitsmarkt etc. Heute nicht mehr.

The only way we could have a growth miracle now would be a huge takeoff in productivity ? output per worker-hour. This could, of course, happen: maybe driverless flying cars will arrive en masse. But it?s hardly something one should assume for a baseline projection.  

327 Postings, 834 Tage MuBernd#760

 
  
    #127761
20.02.17 20:53
Nun fahrerlose schwimmende Auto könnte uns wohl retten :)  

48294 Postings, 4675 Tage Anti Lemming# 759

 
  
    #127762
4
20.02.17 20:57
Die EZB will mit den Bund-Aufkäufen offenbar die Target-2-Schieflagen vergrößern. Bereits jetzt sind die Forderungen der Buba auf Rekordhoch. Je mehr deutsche Staatsanleihen die nicht-deutschen Regionalnotenbanken der Eurozone aufkaufen, desto höher steigen die Target-2-Forderungen Deutschlands. Und umso höher wird das Erpressungspotenzial für eine Schuldenvergemeinschaftung. Denn wenn die  Eurozone auseinander fällt (z B. Sieg von Le Pen in F., Wenders in NL, Grillo in I; drohender Ital-Exit, Grexit, griechische Staatspleite usw.), könnten sich die Target-2-Forderungen der Buba als "nicht mehr eintreibbar" erweisen.

Da die EZB politisch "unabhängig" agiert (LOL), muss sie niemanden fragen, welche Staatsanleihen sie bevorzugt im Rahmen des (sinnlosen) Euro-QE aufkauft. Ein Schelm, der Mafioses dabei denkt.

Ehe Schäuble eine Billion Euro den Sand schreibt, beißt er vermutlich lieber in den sauren Eurobonds-Apfel. Es gilt daher seitens der EZB, auf die normative Kraft des Faktischen zu setzen.

Soros und Goldman werden sich die Hände reiben.  

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingBritische Anti-Trump-Proteste

 
  
    #127763
20.02.17 21:07
www.spiegel.de/politik/ausland/...llen-queen-schuetzen-a-1135464.html

Zu peinlich für die Queen

Mehr als 1,8 Millionen Briten haben sich in einer Petition gegen einen Staatsbesuch von Donald Trump ausgesprochen. Jetzt muss das Parlament darüber debattieren. Für die Regierung May ist das äußerst unangenehm.  

2550 Postings, 1338 Tage WolfsblSchäuble beißt in den sauren Apfel?

 
  
    #127764
20.02.17 21:13
Nach den Interviews und Podiumsdiskussionen zu rechnen, würde es mich in keinster Weise wundern, wenn Schäuble dein o.g. Szenario aktiv mit geplant hat, um die euro-Bonds zu installieren.

Man schaue sich nur die Diskussion Schäubles mit Altkanzler Schmidt an, sinngemäß sagte er: "Die Bevölkerung ist nie das Problem. Das bekommen wir immer irgend wie hin." u.a.

Es gibt auch einen Talk mit dem Blome von der Bild: Blome und seines gleichen wissen um die träge Mittelschicht, die sich nicht rührt und eigentlich auch gar nicht weiß, was das Richtige ist.

Wenn die Bonds kommen und Deutschland wegen Target II am Haken ist, dass kann man davon ausgehen, dass das dann auch genau so von deutschen Spitzenpolitikern in vorderster Front so mitgeplant war.

Was das finanziell bedeutet kann sich jeder selbst ausrechnen.  

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingSchäube ist ein ausgesprochener Gegner

 
  
    #127765
20.02.17 21:31
der EU-Schuldenvergemeinschaftung und von Eurobonds - auch von einer "Einführung durch die Hintertür". Dem entgegenstehende Vermutungen, Schäuble plane mit daran (# 764), sind daher haltlos.

www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/...iter-gegen-Eurobonds-1001700667

27.1.17
Bundesfinanzministerium weiter gegen Eurobonds

BERLIN (Dow Jones)--Das Bundesfinanzministerium hat sich angesichts europäischer Diskussionen über neue Finanzierungsinstrumente für Euro-Länder erneut gegen europäische Gemeinschaftsanleihen ausgesprochen. "Die ablehnende Haltung der Bundesregierung gegenüber Eurobonds hat sich grundsätzlich nicht geändert", betonte das Ministerium in einer Stellungnahme zu dem Thema.

Die EU-Kommission will laut Handelsblatt in einem Weissbuch für eine Reform der Eurozone die Einführung sogenannter "European Safe Bonds" (ESB) vorschlagen. Das neue Finanzierungsinstrument solle Ansteckungsgefahren bei Banken- und Staatspleiten mindern. Vereinfacht dargestellt würde ein Teil der Staatsanleihen der Euro-Länder dann zu neuen Papieren gebündelt und an Investoren weitergereicht.

Der Wissenschaftliche Beirat beim Finanzministerium warne aber in einem Brief an Minister Wolfgang Schäuble (CDU) vor einer Einführung von "Euro-Bonds durch die Hintertür", denn das neue Instrument sei "besonders anfällig für politische Einflussnahme". Schäubles Ministerium nannte diesen Brief in der Stellungnahme einen "wertvollen Beitrag"...  

2550 Postings, 1338 Tage Wolfsblwas einer sagt und was einer macht,

 
  
    #127766
20.02.17 21:36
sind zwei Paar Schuhe!

Könnte Schäuble öffentlich sagen, dass er für EURO-Bonds ist um einen Zerfall der EU zu verhindern?

Wohl nicht, wenn die Union im Wahljahr 2017 nicht untergehen will!

Was macht denn Schäuble und die "deutsche Elite" gegen die Go-Taktik zur Etablierung der Euro-Bonds?
 

2550 Postings, 1338 Tage Wolfsblauch hier gibt es

 
  
    #127767
20.02.17 21:42
einen schönen Mitschnitt zwischen Schäuble und einem griechischen Spitzenpolitiker. Sinngemäß:
Ihr bekommt das Geld. aber nicht sofort, sonst gibt es einen Aufschrei in Deutschland.

Wie bezeichnete uns Gabriel in einer amerikanischen(?) Talkrunde: die Deutschen sind reich und hysterisch!

Was die Jungs sagen ist wohl nicht so bedeutend wie das, wass sie über die Deutschen denken und verkaufen.  

10208 Postings, 3499 Tage wawiduUS Exporte von Verbrauchsgütern

 
  
    #127768
2
20.02.17 22:58
- wie auch die von langlebigen Konsumgütern - befinden sich, was die erzielten Preise angeht, deutlich im Sinkflug. Trumps Wirtschaftspläne dürften diese Entwicklung noch verschärfen.

https://fred.stlouisfed.org/series/IQ40  

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingHSBC steigert Verlust auf 4,23 Mrd. Dollar

 
  
    #127769
1
21.02.17 10:05
- will aber trotzdem eine weitere Billion eigene Aktien vom Markt zurückkaufen. Spinnen die?

www.marketwatch.com/story/...to-423b-plans-further-buyback-2017-02-21


HSBC loss widens to $4.23B, plans further buyback
   
HSBC Holdings plans to buy back additional $1.0 billion of shares, bringing the program's total size to $3.5 billion since the second half of 2016.

The Asia-focused bank said Tuesday said that it expected the latest buyback round to be completed in the first half of 2017.

The measures comes as the lender reported a $4.23 billion net loss in the fourth quarter after having posted a $1.33 billion net loss in the year-ago period.

It declared a final dividend of 21 cents a share, in line with expectations...

Analysts have projected the bank this year or next could raise its dividend or buy back more shares as excess capital accrues. (Dann spinnen die Analysten ja noch stärker als HSBC selbst.... A.L.)
 

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingDavid Stockman: Trump wird Flynn folgen

 
  
    #127770
21.02.17 10:31

112 Postings, 277 Tage StabilisierungLöschung

 
  
    #127771
1
21.02.17 17:45

Moderation
Moderator: mis
Zeitpunkt: 22.02.17 16:06
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Regelverstoß - Kritik bitte sachlich formulieren.

 

 

222 Postings, 134 Tage KatzenpiratWas für eine

 
  
    #127772
3
21.02.17 18:44
KATHAstrophe hier...?! Du meintest KATHArsis? Vielleicht diente die der "Stabilsierung" deines Gemütszustandes...

(Vornehmlich wird von Katharsis gesprochen, wenn durch das Ausleben von Aggressionen, wie das Schlagen auf einen Sandsack, eine Reduktion von negativen Emotionen (Ärger, Wut) erzielt werden soll.)

Griechisch ist eine schwierige Sprache. Besser nicht zuviele Fremdwörter verwenden, Destabilisator!  

8292 Postings, 1288 Tage simba0477das 12k

 
  
    #127773
22.02.17 08:31
das hätte ich mir nicht gedacht - jetzt 13k!?

wahnsinn was da abgeht - der dax ist so löchrich - so viele gap`s sind bis runter du den 9000 offen!  

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingSpaßbremse Euro auf 1,05

 
  
    #127774
22.02.17 10:59
"Der DAX" findet das natürlich "toll", wegen der Exporte. Eine Milchmädchenrechnung.

Denn die deutschen Exporte werden von Trump auf andere Weise kastriert. Zum Beispiel durch die Mexiko-Importsteuer, die dt. Autobauer, die in Mexiko für den US-Markt produzieren, hart trifft. Auch die von Trump geplanten Steuern auf amerikanische China-Importe dürften sich negativ auf den DAX auswirken: Fällt Chinas Produktion, weil Chinas Produkte in USA (steuerbedingt) teurer werden, dann werden auch weniger deutsche Ausrüstungsgüter (Maschinen) nach China exportiert.

Maßgeblicher als "der DAX" sind ohnehin die US-Leitindizes, an denen sich der DAX mittelfristig orientiert. Seit Tagen jagt bei den US-Indizes ein ATH das nächste, und der Bärenthread ist mal wieder beliebtes Ziel unqualifizierter Spammer ("Kathastrope").

Fakt bleibt: Ein starker Dollar wirkt sich negativ auf die Gewinnlage der exportlastigen SP-500-Firmen aus. Sollte der Euro unter Parität zum Dollar fallen, könnten die Vorteile aus Trumps geplanten Steuersenkungen durch Währungseffekte annulliert werden. Die US-Börsen ignorieren die Dollar-Stärke (noch). Sie passt natürlich auch Trump nicht in dem Kram. Trumps Versuche, verbal (mit Sprüchen) den Dollarkurs zu drücken, blieben jedoch erwartungsgemäß ein Strohfeuer (Anstieg von 1,04 Anfang Januar auf 1,08 Anfang Februar, nun schon wieder 1,05). Im Gegensatz zu den Börsen lassen sich die umsatzstarken Devisenmärkte nicht so einfach manipulieren - zumal dann nicht, wenn die EZB gleichzeitig bis zum Anschlag Eurokurs-zersetzendes QE betreibt. (Die SNB kann davon ein Lied singen.)  
Angehängte Grafik:
hc_2695.jpg (verkleinert auf 43%) vergrößern
hc_2695.jpg

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingAuch die von der Fed in Aussicht gestellten

 
  
    #127775
1
22.02.17 11:37
Zinserhöhungen (evtl. erneut im März) stärken den US-Dollar. Es ist denkbar, dass die Fed (von Demokratin Yellen geleitet) vorsätzlich eine zu straffe Zinspolitik fährt, um "Trumponomics" in die Parade zu fahren und Trumps Position ökonomisch zu schwächen. (Warum sollte ausgerechnet die Fed die einzige unpolitisch verbliebene Zentralbank auf unserem Globus sein?)

In den Kammern des US-Kongresses haben die Republikaner zwar die Mehrheit und können nach Belieben unternehmensfreundliche Gesetze (Steuersenkungen für Firmen usw.) erlassen. Von der Fed bläst indes vernehmlicher Gegenwind:

Yellen: Fed wird im März vermutlich die Zinsen erhöhen
www.marketwatch.com/story/...est-rate-hikes-can-be-gradual-2017-02-14

'March is a done deal' for the Fed's next rate hike, Peter Boockvar says
www.cnbc.com/2017/02/16/...e-feds-next-hike-peter-boockvar-says.html#

Die große Frage bleibt, ob Wall Street und deren Presse-"Outlets" es weiterhin schaffen werden, die US-Zinserhöhungsserie als Zeichen einer "Rückkehr zur Normalität" zu verkaufen - was in den letzten Wochen in zahlreichen Artikel versucht wurde. Dies löste an den Börsen auch "animal spirits" aus.

Faktisch freilich lässt ökonomische (und politische) Normalität weiterhin auf sich warten: Seit 2008 stagniert das Wachstum weltweit - auch in USA - auf "sub-par"-Niveau. Nicht ohne Grund versuchen die Notenbanken das Wachstum geradezu manisch mit Tiefzinsen zu befeuern - bislang mit mäßigem Erfolg, sieht man mal von der Vermögenspreisinflation (Börsenstände) ab.

Auch die Fed hatte unter Obama ewig "rumgeeiert" und immer wieder erklärt, die Schwäche der US-Wirtschaft gebiete der Fed "vorerst" (= Esel/Möhre), vorsichtig zu agieren. Unter Trump wird diese Vorsicht nun offenbar (um ihn abzusägen?) fallen gelassen. Als Begründung nennt Yellen die guten Arbeitsmarktzahlen. "Gut" ist jedoch nur die nackte Zahl der neu geschaffenen US-Stellen und die niedrige AL-Quote, nicht jedoch die Qualität der neuen Jobs (zu viele Bulettenbrater und Barkeeper in Teilzeit). Die Summe der Lohneinkünfte in USA wächst daher nur mäßig - und weitaus schwächer, als es die "vielen neuen Jobs" erwarten lassen.

Tatsache bleibt, dass auch in USA noch keine ernsthaften Inflationsgefahren in Sicht sind. Die Wirtschaft wächst nur sub-par, der Lohndruck ist zu gering, und zu schwach sind die Gewerkschaften. Die beiden letzten Punkten sind im wesentlichen eine Globalisierungsfolge (und haben mit Trumps hetzerischem "zu viele Latinos in USA" wenig zu tun).

Inflation droht allenfalls aus unerwünschter Quelle - nämlich aus Trumps geplanter Schuldensause. Ursache ist dann aber nicht die damit "induzierte" Wirtschaftsstärke (Stimuli, erst recht beim Errichten sinnloser Mexiko-Mauern, bleiben Strohfeuer), sondern die Sorge der US-Bond-Anleger, USA könnte an Überschuldung ersticken.  

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingKostin (GS): Kognitive Dissonanz

 
  
    #127776
1
22.02.17 16:24
Seit Trumps Wahl hat der SP-500 um 10 % zugelegt. Die Gewinnerwartung für die SP-500-Firmen (Schätzungen für 2017) wurden jedoch seitdem um 1 % gesenkt.

Mit anderen Worten: Die Trump-Rallye hat das SP-500-KGV um rund 11 % aufgeblasen.

www.zerohedge.com/news/2017-02-22/...ll-stocks-first-time-us-election

Kostin notes that the "S&P 500 has returned 10% since Election Day while consensus 2017E adjusted earnings have been lowered by 1%"....

-------------------------

Zu beachten ist: Die Analyse kommt von Goldman (GS verheizt oft seine "muppets"). Außerdem basiert sie auf Schätzungen für 2017, die bewusst zu tief angesetzt worden sein können, um ein "besser als erwartet" liefern zu können.  

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingBank of America nutzt Rallye für Verkäufe

 
  
    #127777
22.02.17 16:26
(selber Link wie letztes Posting)

...according to the latest weekly BofA client data, "smart money" investors have indeed tempered their euphoric optimism, and last week during which the S&P 500 climbed to another new high, BofAML clients took advantage of the surge in "greater fools" and turned net sellers of US equities for the first time since the week prior to the US election in early November.

 
Angehängte Grafik:
bofa_flows_net.jpg (verkleinert auf 50%) vergrößern
bofa_flows_net.jpg

48294 Postings, 4675 Tage Anti LemmingDer linke Chart im letzten Posting

 
  
    #127778
1
22.02.17 16:46
zeigt, dass die Rallye seit 2008 fast ausschließlich von Hedgefonds (dunkelblau) getrieben wurde, während sich normale Anlage-Fonds (orange) und Private (grün) sukzessive aus dem Markt zurückgezogen haben.

Hedgefonds sind einerseits schwache Halter, da sie gehebelt operieren. Bei Rücksetzern könnte es daher schnell zu Verkaufspanik kommen. Andererseits sind Hedgefonds ausgebuffte Halter, die oft mit leerem Blatt pokern, bis bei den "Spielgegnern" (darunter: Bären) nur noch das Weiße im Auge zu sehen ist ;-)

Was lässt sich daraus prognostisch ableiten?

Das seit Monaten laufende Spiel sanfter 0,3 % Anstiege PRO TAG könnte noch weiter fortgesetzt werden. Dies entspricht dem Pokern mit leerem Blatt. Dabei wird immer mehr Geld in den Topf geworfen, bis die Gegner aus purer Angst aussteigen (könnte ja sein, dass die Hedgefonds einen "Royal Flash" in der Hand halten).

Sobald jedoch der Trend bricht, und den Bruch könnten auch externe Events (Anschläge, Naturkatastrophen) auslösen, droht die Fahnenstange "nach unten aufgelöst" zu werden.

Die jetzige Chart-Formation mit einem womöglich finalen starken Melt-up (= massenhafte Bären-Kapitulation) ist typisch für das ENDE langlaufender Bullenmärkte. So ähnlich lief es an den Börsen auch von Januar bis März 2000 oder von März bis Oktober 1929.
 
Angehängte Grafik:
chart_all_dowjonesindustrialaverage.png (verkleinert auf 54%) vergrößern
chart_all_dowjonesindustrialaverage.png

48294 Postings, 4675 Tage Anti Lemmingaber hallo...

 
  
    #127779
22.02.17 17:46
 
Angehängte Grafik:
hc_2697.jpg (verkleinert auf 78%) vergrößern
hc_2697.jpg

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