Top-Foren

Forum Stunde Tag
Gesamt 97 903
Talk 54 769
Börse 35 103
Hot-Stocks 8 31
Rohstoffe 11 27

Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 4884
neuester Beitrag: 13.02.16 17:27
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 122083
neuester Beitrag: 13.02.16 17:27 von: short squeez. Leser gesamt: 10519544
davon Heute: 1016
bewertet mit 427 Sternen

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
4882 | 4883 | 4884 | 4884  Weiter  

43476 Postings, 4301 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
427
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
4882 | 4883 | 4884 | 4884  Weiter  
122057 Postings ausgeblendet.

8202 Postings, 3404 Tage StöffenGute Nacht

 
  
    #122059
4
11.02.16 20:30
und schlaft's well in eurem Bettgestell ;-))

Any major dude with half a heart surely will tell you, my friend,

Any minor world that breaks apart falls together again.

When the demon is at your door,

In the morning it won?t be there no more,

Any major dude will tell you?

-----------
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

669 Postings, 2360 Tage ninivePünktlich 20:30 Uhr,

 
  
    #122060
1
11.02.16 21:08
und der Dow wird "aus dem Nichts" wieder nach oben gekauft.  

9902 Postings, 3125 Tage wawiduzu # 039

 
  
    #122061
7
11.02.16 22:20
"... stehen wir kurz vor den Tiefs" (short sqeeze)

Da halte ich dagegen: Der Abwärtstanz der Aktienwerte hat teilweise bereits Anfang 2015 begonnen, u.a. bei dem "Vorläuferindex" $TRAN. So wie das MA-Setting in dessen Chart sich entwickelt, dürften sich auch die Settings der übrigen Indizes und der meisten Einzelwerte entwickeln. Der Große Bärenmarkt hat erst begonnen.  
Angehängte Grafik:
_tran_10jd.png (verkleinert auf 82%) vergrößern
_tran_10jd.png

40155 Postings, 5953 Tage KickyWer erhält das globale Finanzsystem am Leben?

 
  
    #122062
3
11.02.16 22:45

Ernst Wolff

Das Gesamtbild der Weltwirtschaft könnte kaum düsterer sein: Rezession und Deflation, Kapitalflucht aus den Schwellenländern, Verwerfungen an den Devisenmärkten, Einbruch des Ölpreises und der Rohstoffmärkte, miserable Wirtschaftsdaten aus den USA und China - und das alles vor dem Hintergrund von weltweit mehr als 200 Billionen US-Dollar Schulden, einem sich ständig verschärfenden Währungskrieg und einer Unzahl geopolitischer Krisenherde...Ein genauer Blick auf das Umfeld der Zentralbanken zeigt: Diese fast unumschränkten Herrscher über das System haben mächtige Helfershelfer, die sie bei ihrer Manipulation der Märkte unterstützen, sich dabei aber auf Grund rechtlicher Regelungen den Augen der Öffentlichkeit entziehen und das Gesamtbild so für Außenstehende noch undurchsichtiger machen.......http://www.heise.de/tp/artikel/47/47309/1.html


Ich komme grade von seinem Vortrag "Weltmacht IWF " in der Urania .Was für ein spannender Abend und was für ein zorniger junger Mann, der über die drei letzten Präsidenten des IWF berichtet und die Geschichte von Bretton Woods,als der Dollar nach dem Zweiten Weltkrieg zur Weltleitwährung erklärt wurde und wie die USA den IWF einsetzten, um das durchzudrücken. 1971 kündigte Nixon die Bindung des Dollars an das Gold auf, als die Franzosen ihr Gold zurückverlangten. Und auf welche Weise der IWF für die Gewährung von Krediten die südeuropäischen Staaten zu rigorosen Sparmassnahmen zwang, zu denen sie sich jeweils selber per Letter of Intent freiwillig bekannten, was man auch auf der Homepage nachlesen kann.
Jedenfalls glaubt auch er ,dass es Unruhen geben wird, dass das Finanzsystem zusammenbrechen wird, vielleicht noch nicht jetzt, und dass man gefasst sein muss, sein gespartes Geld zu verlieren. Da ist er ein wahre Kassandra !

Ich habe mir sein Buch schon geholt.
 

387 Postings, 121 Tage short squeezewawidu

 
  
    #122063
3
11.02.16 22:55
vergiss deine Bärenmarkt-Träume.
Einen Bärenmarkt auf diesem Zinsniveau wird es nie und nimmer geben.
Was du hier siehst ist ein Selling Climax. Eindeutig.
Die schwachen Anleger werden aus dem Markt vertrieben und die starken Hände fassen jetzt zu.
Die schaufeln sich die Stücke im Fallen in ihre Depots.



 

43476 Postings, 4301 Tage Anti LemmingÖl steigt 5 % nach "Jawboning" der OPEC

 
  
    #122064
4
12.02.16 08:10

"Jawboning" ist ein Kunstwort, das sich vom engl. "Jawbone" (= Kieferknochen) ableitet. Es wird fast immer in Zusammenhang mit Notenbankern und deren Geldpolitik genannt. Man könnte es frei mit "bedrohlichem Zähneknirschen" übersetzen.

Typisches Jawboning war Draghis 2012 gebrachter "Whatever it takes"-Spruch zur (vorläufigen) Rettung des Euro: Indem Draghi ankündigte, "alles tun" zu wollen, um den Euro zu retten, versetzte er Hedgefonds, die auf einen Zusammenbruch des Euros (via Währungspekulation) und/oder Staatspleiten bedrohter PIIGS (via Shorts in Staatsanleihen und Longs in Credit Default Swaps) wetteten, in Angst und Schrecken, so dass sie ihre Shorts eindeckten. Damals reichte noch allein das Schüren dieser Ängste mittels "Jawboning", um die Märkte stark - via Psychologie - zu beeinflussen. Anfang 2015 kam dann tatsächlich Euro-QE hinzu. Draghi machte die "Drohung" nachträglich wahr.

Heute Nacht haben nun auch die OPEC-Staaten eine solche verbalen Drohkulissen aufgebaut. Obwohl es (noch) keine Einigung auf Förderdrosselung gibt, die die Ölschwemme im Nu beseitigen könnte (siehe mein gestriges Posting), reichte die bloße Ankündigung der OPEC, dass man auch eine solche Einigung hinarbeite, aus, um Öl 5 % nach oben zu bringen.

Auch beim Öl scheinen - wie 2012 in der Euro-Krise - zig Hedgefonds als "Ratten des Kapitalismus" auf Schieflagen zu wetten, die sie durch ihren massiven Markteintritt überhaupt erst erzeugen. D.h. würde es keine shortenden Hedgefonds geben, stünde Öl vermutlich 30 Dollar höher. (Ich hatte vor kurzem in einem Bärenthread-Posting dargelegt, dass auf 1 physisch gehandeltes Fass Öl sage und schreibe 80 Fässer "Papier-Öl" kommen, die über die Terminbörsen via Futures den Besitzer wechseln.)

*EXKURS on*

Ähnlich scheint mMn die aktuelle Chinakrise abzulaufen. In China gehen die Aktienmärkte runter, weil Kleinanleger ein zu großes Rad gedreht hatten. Die stark fallenden Aktienkurse in Verbindung mit Makrozahlen, die unter Erwartung lagen, reichten aus, einen psychologischen Gift-Cocktail zu mischen, der suggeriert, China steuere nun auf seinen Untergang zu. Um dieser - höchstwahrscheinlich unzutreffenden - Arbeitshypothese mehr Gewicht zu verleihen, fingen (US-)Hedgefonds an, zusätzlich noch in Hongkong den offshore Yuan und zusätzlich (als "Proxy") den Hongkong-Dollar zu shorten. Und siehe da: Die fallenden Kurse, auch des Yuan, setzen "erfolgreich" weltweit die Charttechniker in Alarmbereitschaft. Sie werden dabei zugleich - über den Medienkanal - mit Gerüchten angefüttert, die die Hedgefonds gezielt in großen Zeitungen lancieren (z. B. berichtete HF-Manager Felix Zulauf kürzlich von einer angeblich extrem bedrohlichen Lage in China). Die ganze psychologische Show-Nummer, die "physisch" mit Shorten der entsprechenden Märkte einhergeht, erzeugt (irrationale) Ängste, die zum Jahresanfang auch in Europa und USA die Märkte einbrechen ließen. Klar waren die Makrozahlen auch in USA nicht besonders rosig. Doch den eigentlichen Ausschlag für die Missstimmung und die starken Kursverluste gaben die fabrizierten "schlechten Nachrichten aus China".

*EXKURS off*

Zurück zu Öl und Opec: Das Jawboning der OPEC äußerte sich gestern wie folgt:

Oil prices rally 5% after more jawboning from OPEC members.

...Market sentiment firmed up after the U.A.E. energy minister said OPEC was ready to cooperate on production cuts, though few believe such an outcome would materialize.

?We view this as further jawboning, with the likelihood of a coordinated response on supply cuts very low,? according to an ANZ Bank report.

The International Energy Agency and the U.S. Energy Information Administration said this week they expect the oversupply to persist for months, keeping prices low....

Dieses Jawboning reichte offenbar bereits aus, um die Short-Cover-Rallye beim Öl (Chart unten) auszulösen. Für die "gewerbsmäßigen" Öl-Shorter bleibt das reale Problem im Raum stehen, dass es diese Einigung zur Förderkürzung irgendwann tatsächlich geben könnte - so wie auf Draghis Jawboning knapp drei Jahre später faktisches QE folgte (für das er - gegen den Widerstand der Bundesbank - erst noch durch ständige Wiederholungen der angeblichen Notwendigkeit psychologisch den Boden bereiten musste).

Entsprechend äußert sich ein Ölmarkt-Beobachter bei Marketwatch:

?We do believe that Brent and [West Texas Intermediate] prices will rebound in the second half of 2016 as more aggressive cutbacks in production are forthcoming, particularly in the U.S.,? said John Davies, head of commodities research at BMI Research.

 
Angehängte Grafik:
hc_2174.jpg (verkleinert auf 85%) vergrößern
hc_2174.jpg

43476 Postings, 4301 Tage Anti LemmingIch finde übrigens sehr angenehm

 
  
    #122065
5
12.02.16 08:32
dass die unterschiedlichen Auffassungen, ob sich der Downtrend nun prozyklisch bzw. charttechnisch fortsetzt (= wawidu) oder ob sich jetzt aus anderen Gründen ein trade-barer (Zwischen-)Boden bildet (= shortsqueeze), GANZ OHNE das sonst bei Ariva übliche Hauen und Stechen vorgetragen werden.

Weiter so, Jungs ;-)

Ich neige zurzeit eher dazu, shortsqueeze zuzustimmen, eben weil die Negativität seit Jahresanfang im Wesentlichen von Hedgefonds "fabriziert" worden ist (siehe # 064) und Lügen (wie auch die Shortseller) kurze Beine haben ;-)

Das schließt freilich nicht aus, dass die (Kurs-)Drücker auch weiterhin am Drücker bleiben. Es ist schon eine Meisterleistung, wie sie das Öl von 120 Dollar auf gestern 26 Dollar heruntergemetzelt haben (wegen des Papieröl-Tradeanteils von fast 99 % liegt die Kursentwicklung mMn weitgehend in Händen der Hedgefonds, der reale Öl-Markt ist im wesentlichen nur eine "Kulisse").

Womöglich schlagen die Hedgefonds nun auf dem Aktienmarkt ähnlich "erfolgreich" zu. Dabei könnte ihnen in die Hände spielen, dass die News-Industrie passend zu den fallenden Kursen immer üblere Horrornachrichten lanciert (wofür sie womöglich von den Hedgefonds bezahlt wird). Dies könnte in einer Art Zweitrundeneffekt dazu führen, dass sich z. B. das Investitionsklima (auch hinsichtlich Neuemissionen usw.) wegen psychologischer Risikoaversion auch faktisch verschlechtert. Die Missstimmung würde sich dann in einer Selbst-erfüllender Prophezeiung auf die Realwirtschaft auswirken.  

9902 Postings, 3125 Tage wawiduzu # 063

 
  
    #122066
4
12.02.16 08:56
Kein Bärenmarkt bei dem derzeitigen Zinsniveau, short squeeze? Wer verfügt denn über die längste Erfahrung mit Niedrigzins-Politik? Die Japaner permanent bereits seit Mitte der 1990er, und deren Realwirtschaft kriselt schon seit etlichen Jahren. Diese Politik vermochte heftige Bärenmärkte nicht zu verhindern.  
Angehängte Grafik:
_nikk_20jw.png (verkleinert auf 82%) vergrößern
_nikk_20jw.png

43476 Postings, 4301 Tage Anti Lemming# 062 Ernst Wolff

 
  
    #122067
1
12.02.16 09:16
Ich habe sein Buch Weltmacht IWF schon seit einigen Monaten und finde es ebenfalls sehr aufschlussreich und gut geschrieben.  

43476 Postings, 4301 Tage Anti LemmingESF - die größte "schwarze Kasse" der Welt?

 
  
    #122068
3
12.02.16 09:27
aus: www.heise.de/tp/artikel/47/47309/2.html

....Wichtigster Partner der Federal Reserve in den USA dürfte neben der 1988 unter Ronald Reagan gegründeten obskuren President's Working Group on Financial Markets, auch Plunge Protection Team (PPT, zu deutsch: Gruppe zum Schutz vor Börsenabstürzen) genannt, der Exchange Stabilization Fund (ESF, zu deutsch: Börsenstabilisierungsfonds) sein. In den Dreißiger Jahren mit dem Gewinn der US-Regierung aus der Enteignung privater Goldbesitzer gegründet, arbeitet der ESF seit acht Jahrzehnten unter allergrößter Geheimhaltung. Er ist nur dem US-Präsidenten und dem US-Finanzminister auskunftspflichtig, seine Bücher dürfen von niemandem eingesehen werden, eine parlamentarische Kontrolle durch den US-Kongress gibt es nicht.

Es wird vermutet, dass der ESF sich u.a. die durch CIA-gestützte Putsche erworbenen Reichtümer wie zuletzt die Goldreserven der Ukraine und Gaddafis konfiszierten Goldschatz angeeignet und auf diese Weise die größte schwarze Kasse der Welt geschaffen hat. Unter anderem soll er in der jüngeren Vergangenheit beim Rückkauf von US-Staatsanleihen aktiv gewesen sein. Da allein in den vergangenen 17 Monaten (vor allem zur globalen Schuldenbegleichung) US-Staatsanleihen im Wert von 1 Billion Dollar eingelöst wurden und diese enorme Summe weder in den Büchern der Fed, noch in denen des Finanzministeriums der USA auftaucht und darüber hinaus zu keiner Schwächung des Dollars geführt hat, scheint diese Annahme durchaus berechtigt.

Es ist auch sehr gut möglich, dass der ESF dann eingreift, wenn Großunternehmen vom Bankrott bedroht sind und ihr Zusammenbruch das gesamte System bedrohen könnte. Er dürfte in diesen Fällen einspringen und dem betroffenen Unternehmen unter höchster Geheimhaltung Kredite zur Verfügung stellen, die es stabilisieren und die Fälligkeit von Kreditausfallversicherungen so verhindern....  

8202 Postings, 3404 Tage StöffenHä?

 
  
    #122069
5
12.02.16 09:42
Wer derlei Sätze a la "Die schwachen Anleger werden aus dem Markt vertrieben und die starken Hände fassen jetzt zu" schreibt, der sollte in Betracht ziehen, dass somit Anleger in einer Baisse dann auch weiterhin überhöhte Preise für Aktien zahlen würden, denn im langfristigen Vergleich sind US-Aktien immer noch recht teuer.

Die üppige Bewertung des US-Aktienmarkts lässt sich an der Shiller Price/Earnings-Ratio des S&P500 gut ablesen, sie liegt aktuell bei 23,5, was immer noch 40% über dem historischen Durchschnitt bedeutet. Sollten die Bewertungen in Richtung früherer Krisenniveaus sinken, so wäre hier noch erheblich Luft nach unten.

Und auch wenn die Zentralbanken mal wieder "den Tag retten" sollten, sprich die Aktienmärkte vor einem erneuten Kollabieren bewahren, so ist es jedoch durchaus nicht unwahrscheinlich, dass uns magere Anlagejahre bevorstehen, wenn nicht gar das Ende der Wohlstandsillusion.

Aktuell sehe ich im ZeroHedge-Blog einen Chart, der den S&P500 dem Anleihenmarkt gegenüberstellt. Schaun mer mal, wer da in der Entwicklung schlussendlich recht bekommen wird.

Chart entnommen aus

"If Credit Is Right, The S&P Is Facing A 40% Crash"

http://www.zerohedge.com/news/2016-02-11/...-right-sp-facing-40-crash
-----------
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Angehängte Grafik:
yield_vs_spx.jpg (verkleinert auf 34%) vergrößern
yield_vs_spx.jpg

9902 Postings, 3125 Tage wawiduzu # 065

 
  
    #122070
12.02.16 10:38
"Die Missstimmung würde sich dann in einer Selbst-erfüllender Prophezeiung auf die Realwirtschaft auswirken."

Ich gehe eher davon aus, dass die "Realwirtschaft" der Entwicklung der Aktienkurse voraus geeilt ist. Die New Orders im Produzierenden Gewerbe und der Chart des Transport Index (# 061) sprechen ein deutliche Sprache.  
Angehängte Grafik:
manufacturing_-_new_orders_consumer_goods.png (verkleinert auf 47%) vergrößern
manufacturing_-_new_orders_consumer_goods.png

40155 Postings, 5953 Tage KickyDies ist ein Rückgang des Aktienmarkts zum Feiern

 
  
    #122071
12.02.16 12:01
Ambrose Evans Pritchard sieht auch ganz positive Effekte des billigen Öls
http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/...orth-celebrating.html
...Oil revenues of the OPEC cartel have crashed from a peak of $1.2 trillion to $400bn at today's Brent prices of $31 a barrel, amounting to an $800bn annual transfer to consumers in Europe, China, India, and even the US ? still a net beneficiary of cheaper oil.
....
Infolge des Ölpreissturzes werden jetzt Postionen in Saudi Arabien, Abu Dhabi und Norwegen aufgelöst
http://i.telegraph.co.uk/multimedia/archive/03572/...ves_3572306b.jpg
They are running down their foreign assets and sovereign wealth funds to put off the pain of austerity, or to "smooth consumption" in the jargon.
Saudi Arabia's net holdings of overseas securities fell by $23bn in the single month of December. Fitch Ratings expects Abu Dhabi to drain its fund (ADIA) by $27bn this year. The Norwegians began dipping into their $820bn fund in October.A clutch of distressed sellers are having to liquidate stocks, bonds, and property for month after month on a grand scale. This is the exact reversal of what happened during the commodity boom when they siphoned off their surpluses ? thereby depriving the world economy of aggregate demand ? and pumped up global asset prices.
This is a stock market rout we should celebrate.
......
 

387 Postings, 121 Tage short squeeze#69

 
  
    #122072
2
12.02.16 15:50
ich sehe das anders.
Wir bekommen nochmal richtig fette Jahre mit heftigen Kurssteigerungen.
Besonders in Deutschland/Europa.
Das japanische Beispiel @wawidu hinkt, denn wenn ein kleiner Wirtschaftsraum mit niedrigen Zinsen herumspielt, dann gehen die Investoren eben woanders absahnen. Aber für die wird es momentan schwierig, weil wir nun weltweit ein niedriges Zinsniveau haben. Die Fremdgeldverwalter müssen für ihre Kunden Rendite erzielen, ansonsten können die Vermögensverwalter zusperren. Unters Kopfkissen kann sich das Geld jeder selbst legen, dafür muss ich nicht noch fette Gebühren bezahlen. Und die gibt es momentan nur am Aktienmarkt. Allein die Dividenden der Großen aus Dow und Co. schlagen alles, was derzeit an Rendite angeboten wird (mal abgesehen von extrem gefährlichen Hochzinsanleihen von Pleitestaaten oder Ölförderern z.B.).
Seitdem wir überall ein ähnliches Zinsniveau haben steigen ja komischerweise auch wieder japanische Aktien und der Nikkei hat das alte Hoch von 2007 auch überwunden = bullisch. Es kam kein neues Tief mehr.
Wenn aus dem Zinswendchen eine Zinswende geworden ist, dann ist es Zeit den Markt breit zu shorten.  

14 Postings, 35 Tage KatzenpiratGanz düster...

 
  
    #122073
12.02.16 17:14

... das Bild, dass Ernst Wolff zeichnet. Hier noch ein Interview mit ihm.

https://www.youtube.com/watch?v=GCkKxITTKYw

 

43476 Postings, 4301 Tage Anti LemmingUS-Öl +12 %

 
  
    #122074
3
12.02.16 17:58
einfach nur krank...

 
Angehängte Grafik:
hc_2156.jpg (verkleinert auf 86%) vergrößern
hc_2156.jpg

40155 Postings, 5953 Tage KickyDie Öl-Chance: Warum der Ölpreis wieder steigt

 
  
    #122075
2
12.02.16 18:38
Euro am Sonntag
http://www.finanzen.net/nachricht/rohstoffe/...-wieder-steigt-4714695

...Einer realistischen Betrachtung halten die Ängste der Anleger jedoch nicht stand. Einige der Bedenken sind zwar nicht von der Hand zu weisen. Doch Turbulenzen in der Größenordnung, wie sie die Märkte seit Jahresanfang in Atem halten, rechtfertigen sie nicht. "Schlechte Nachrichten werden überbewertet, gute verlieren dagegen schnell an Wirkung", beschreibt Harald Preißler, Chefvolkswirt der auf sicherheitsorientierte Anlagen spezialisierten Bantleon Bank, die Situation.Derart übertriebene Reaktionen sind aber typischerweise die beste Grundlage für eine Erholung - in diesem Fall sowohl beim Ölpreis als auch auf den Aktienmärkten. ...
Veränderungen werden aber zwangsläufig kommen: "Die Entwicklung ist endlich, auch den Saudis gehen in spätestens fünf Jahren die Geldreserven aus", sagt Bantleon-Experte Preißler....

 

9902 Postings, 3125 Tage wawiduCharttechnische Aktionen an MAs

 
  
    #122076
3
13.02.16 11:19
im Wochenchart kann man schön beim DOW beobachten.  
Angehängte Grafik:
_indu_3jw.png (verkleinert auf 82%) vergrößern
_indu_3jw.png

9902 Postings, 3125 Tage wawiduzu # 072

 
  
    #122077
2
13.02.16 12:12
Aber short squeeze, was soll ich denn davon halten: "der Nikkei hat das alte Hoch von 2007 auch überwunden = bullisch. Es kam kein neues Tief mehr." ???  
Angehängte Grafik:
_nikk_20jw.png (verkleinert auf 82%) vergrößern
_nikk_20jw.png

387 Postings, 121 Tage short squeezedu musst dem Index mehr Raum

 
  
    #122078
13.02.16 14:36

geben :)
Ja, mega-bullisch sogar.
Ob das so tief geht, wie die untere Linie suggeriert weiß ich noch nicht.
Die obere aber (grün) wird er in den nächsten Jahren berühren :)

Ich hab das "in den nächsten Jahren" mal fett markiert, sonst wird es einem nachher vorgehalten, wenn er dies am nächsten Donnerstag noch nicht geschafft hat ;-)

 
Angehängte Grafik:
nikkei.png (verkleinert auf 49%) vergrößern
nikkei.png

9902 Postings, 3125 Tage wawiduKritische Zone beim Bankenindex

 
  
    #122079
13.02.16 15:23
Das aktuelle Wochenreversal ist mE eine Aktion mit einem zentralen charttechnischen Hintergrund (MA 300 !) und einem weiteren, den ich in einem Folgechart aufzeige. Wenn diese kritische Zone signifikant (= 5 %) unterschritten wird, dürfte es für die Banken düster aussehen.  
Angehängte Grafik:
_bkx_4jw.png (verkleinert auf 82%) vergrößern
_bkx_4jw.png

9902 Postings, 3125 Tage wawiduBankenindex an Aufwärtstrendlinie

 
  
    #122080
13.02.16 15:26
 
Angehängte Grafik:
_bkx_10jw.png (verkleinert auf 82%) vergrößern
_bkx_10jw.png

8202 Postings, 3404 Tage StöffenSo langsam wird's hanebüchen

 
  
    #122081
4
13.02.16 16:45
Dem Chart des Nikkei kann ruhig noch mehr Raum gegeben werden, denn da wird dann auch wesentlich besser ersichtlich, dass der Kurs des Index sich aktuell dort befindet, wo er bereits vor knapp 30 Jahren schon einmal stand.

Aber so etwas ist ganz sicher "mega-bullisch". Genauso wie es wahrscheinlich "mega-bullisch" ist, dass der Nikkei seit seinem Hoch im Sommer 2015 mittlerweile um 30% abgestürzt ist.

Es gibt scheinbar halt so einige Teilnehmer im Ariva-Publikum, die wohl ein echtes Problem damit haben, dass die Welt eben nicht nur ausschließlich aus Bullenmärkten besteht. Aber das ist exakt auch nicht mein Problem und sicherlich auch nicht das Problem der meisten Member hier im Thread.
-----------
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Angehängte Grafik:
nikkei225.png (verkleinert auf 67%) vergrößern
nikkei225.png

9902 Postings, 3125 Tage wawiduDie Wahrheit über Japan

 
  
    #122082
1
13.02.16 17:19
Der Link führt zu einem relativ aktuellen Artikel über die bislang glorreich gescheiterten Versuche, das Land wieder zu alter Größe zu führen, und der Chart zeigt die desolate Zahlungsbilanz seit 2009.

http://www.zeit.de/2015/39/japan-shinzo-abe-abenomics-probleme

Der Bullenmarkt der letzten Jahre war nichts Anderes als eine grandiose durch permanente ZIRP und QEs aufgeblasene Luftnummer.  
Angehängte Grafik:
japan_leistungsbilanz.png (verkleinert auf 95%) vergrößern
japan_leistungsbilanz.png

387 Postings, 121 Tage short squeezeich habe weder ein Problem mit

 
  
    #122083
13.02.16 17:27
Stöffen, Bullen noch mit Bärenmärkten, das glaub mir mal ;)
30% sind einfach mal nichts, das ist eine normale Korrektur, denn der Kurs ist gegen das 61,8% Retracement der gesamten Abwärtsstrecke (liegt bei ca 19000) gelaufen, das ist ein valider Wert,  hat es überwunden und ist zurückgeprallt. Im ersten Anlauf völlig normal, jeder Trader gibt bei Aktien seine Positionen dort ab insofern die Aktie da irgendwie komisch wackelt.
Sollte der zweite Anlauf gelingen, dann sind die nächsten Widerstände bei 22800 (50er, schwacher Widerstand) und 23er (stark)26600
 

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
4882 | 4883 | 4884 | 4884  Weiter  
   Antwort einfügen - nach oben

  2 Nutzer wurden vom Verfasser von der Diskussion ausgeschlossen: deuteronomium, Vanille65