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Asian Bamboo, geht die Bambusstory weiter?

Seite 1 von 42
neuester Beitrag: 01.05.15 23:41
eröffnet am: 16.11.12 18:03 von: Kalle 8 Anzahl Beiträge: 1034
neuester Beitrag: 01.05.15 23:41 von: Birdy99 Leser gesamt: 149064
davon Heute: 98
bewertet mit 17 Sternen

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3080 Postings, 1551 Tage Kalle 8Asian Bamboo, geht die Bambusstory weiter?

 
  
    #1
17
16.11.12 18:03
Asian Bamboo hat ein paar Jahre lang hervorragende Ergebnisse und den Aktionären ebensolche Gewinne geliefert. Dann kamen plötzlich Probleme auf. Momentan gibt es Absatzprobleme bei Bambusstämmen und Ernteprobleme bei den Bambussprossen.

Wie geht es weiter?

Ich lade jeden ein, hier mit mir sachlich über Asian Bamboo zu diskutieren. Postive aber auch negative Ansichten sind erwünscht. Dieser Thread ist erforderlich geworden, da den ursprünglichen Asian Bamboo-Thread Spamer übernommen haben, so dass ein vernünftiges Diskutieren nicht mehr möglich ist.  
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1008 Postings ausgeblendet.

366 Postings, 306 Tage Birdy99ja

 
  
    #1010
4
24.03.15 23:29
Im Grunde genommen ist es eine gute Strategie, alle China Aktien grundsätzlich zu meiden.
Eine amerikanische, einflussreiche Vereinigung, die American Association of Individual Investors, macht dasselbe. Aus ihrer U.S. Value Anlagestrategie werden einfach alle China Aktien exkludiert. Der Grund ist, dass sie zu wenig Vertrauen in die Abschlusszahlen dieser Firmen haben. Falls viele Investoren diese Firmen einfach ausschliessen, werden die Kurse wohl kaum steigen.
Mit diesem Ansatz dürfte man zudem den meisten Betrugsrisiken aus dem Weg gehen, die häufig zu einem Totalverlust führen.
 

1980 Postings, 2079 Tage Versucher1stimme zu und sage ... China den Chinesen !

 
  
    #1011
1
25.03.15 08:20

1886 Postings, 677 Tage -brokerjoker-Wie sehr sich die Meinungen....

 
  
    #1012
1
30.03.15 09:07
doch verändern im Laufe der Zeit........  :)  

366 Postings, 306 Tage Birdy99ja

 
  
    #1013
30.03.15 20:14
das Problem bei den deutschen China Firmen ist eben, dass betrügerische Handlungen straffrei möglich sind.
Hier einmal ein Beispiel einer China Firma, die an der Nasdaq gelistet war, Lihua Intern.
Kurz nach dem Betrugsfall haben diverse Rechtsanwaltskanzleien Class Actions eingeleitet (z.B. Rosen Law, Farugi etc.). Dies ist ersichtlich unter "News & Media".
Das heisst noch nicht, dass hier Aktionäre noch Geld bekommen.
Aber immerhin wird überhaupt etwas gemacht. In Deutschland dagegen dürfte gar nichts passieren.

http://www.aaii.com/quote?qm_page=94472

 

3080 Postings, 1551 Tage Kalle 8China brummt Daimler 53 Mio Euro Strafe auf

 
  
    #1014
2
23.04.15 12:11
wegen Preisabsprachen muss Daimler eine solche Strafe, die durch das dortige Kartellamt verhaengt wurde, bezahlen. Ist an und fuer sich auch gut, dass dort durchgegriffen wird. Allerdings frage ich mich, weshalb all die, die auslaendische Anleger insgesamt um weit mehr, als auslaendische Autohersteller an Schaden angerichtet haben, betrogen haben, ungeschoren davon kommen.
Es sieht so aus, als ob unterschiedliches Recht gilt. Wenn Chinesen betrogen werden, wird das geahndet. Wenn Auslaender betrogen werden, hat dies keine Konsequenzen. Die ehemaligen Asian Bamboo Anleger koennen davon ein Lied singen.
Und allein in Deutschland scheint ja jeder der deutschchinesischen Ags sich als grossangelegter Betrug zu entwickeln, wo von deutschen Anlegern Geld eingesammelt wurde, das dann bei einigen wenigen landete und fuer die Anleger verschwunden ist.
Wenn man dazu noch die weltweiten Faelle nimmt, ist es schon erstaunlich, dass sich der chinesische Staat nicht im geringsten darum kuemmert.
Dementsprechend sollte auch das Ansehen in der Welt sein.
Auch wenn sicherlich die ueberwiegende Mehrheit der Chinesen ehrlich ist, ist die kriminelle Energie einiger so gross, dass man sich stark ueberlegen sollte, mit Chinesen Geschaefte zu machen. Zumindest, wenn man keine Weltmarktfirma ist und im Konzert der ganz grossen mitspielt. Denn es erschint so, dass in China fuer Auslaender andere Gesetze gelten als fuer Chinesen.  Wenn man sich einmal ueberlegt, wieviel Aufwand allein Asian Bamboo betrieben hat, um deren Missstaende ueber Jahre zu vertuschen.  

366 Postings, 306 Tage Birdy99keine Web Seite auf Chinesisch?

 
  
    #1015
2
23.04.15 18:20
Ja, in Deutschland sieht es mit China Aktien wirklich nicht gut aus.

Was mir kürzlich auch aufgefallen ist: Die China Firmen in Deutschland haben seltsamerweise keine Web Seiten in Chinesisch. (Ausnahme: Haikui und Joyou. M.E. sind beides eher seriöse Firmen).

Ich habe mal das mit einigen China Titeln verglichen, die in den USA kotiert sind - dort hatten alle Firmen eine Web Seite auf Chinesisch.
Es könnte natürlich sein, dass man in Deutschland die Seiten sonst in 3 Sprachen übersetzen müsste (D, E, Ch) und man darum darauf verzichtet hat. Leider fällt mir auch ein anderer Grund ein - die Firmen existieren in der Form gar nicht, wie sie vorgeben.


 

3080 Postings, 1551 Tage Kalle 8wohl eher letzteres

 
  
    #1016
1
23.04.15 21:46
auf dem Papier handelt es sich ja auch um deutsche Firmen, die ueber die operativen Einheiten in China herrschen, wobei das Herrschen eher nicht vorliegt. Denn zumindest die Aufsichtsraete scheinen keinerlei Zugriff auf die chinesischen Einheiten zu haben. Der Vorstand, der ja meistens aus Chinesen besteht, macht aus meiner Sicht, was er will. Die deutsche AG scheint nur den Zweck zu haben, Geld einzusammeln und dies dann in China versickern zu lassen. Das ist Asian Bamboo auch gut gelungen. Erst der Boersengang, dann zwei Kapitalerhoehungen (bei 17 und 32 Euro!!!!) und noch ein paar Darlehen hyaben fuer viele Millionen gesorgt. Bei den Darlehen habe ich den Verdacht, dass sie in erster Linie den Zweck hatten, die Dividende zu sichern, damit das ganze nicht so schnell auffliegt.
Aus meiner Sicht werden die Banken aber ihr Geld nie wieder sehen, weshalb sie ja auch einen Antrag auf Insolvenz gestellt haben. Witzig ist, dass die Insolvenzantraege nun dafuer verantwortlich sein sollen, dass die HV verschoben werden muss. Die Logik muss man mir mal erklaeren.

http://www.finanznachrichten.de/...und-informiert-ueber-weite-016.htm


weiterhin hat Asian Bamboo am 16. April den Verkauf der Rechte an 4 Plantagen mit gut 2215 Ha verkuendet.

http://www.finanznachrichten.de/...und-informiert-ueber-weite-016.htm

Wenn es stimmt und diese Plantagen tatsaechlich existieren, bezweifele ich, dass das Geld an die Darlehensgeber fliessen wird und China ueberhaupt verlassen wird.  

366 Postings, 306 Tage Birdy99Klagen

 
  
    #1017
2
24.04.15 12:27
Es ist schade, dass es in Deutschland kein System von Class Actions gibt. Dieses System hat natürlich auch Nachteile. Im Zusammenhang mit China Firmen hätte dies aber schon grosse Vorteile, denn nur so sind Klagen finanziell für Aktionäre überhaupt tragbar bzw. mit keinen Kosten verbunden (die Anwalts-Kanzlei erhält in der Regel ca. 33% von der Entschädigung, falls sie erfolgreich ist).

Die Anwaltskanzleien in den USA klagen nicht nur gegen die Firmen sondern allenfalls auch gegen Aufsichtsräte und Wirtschaftsprüfer.  Ich denke, Asian Bamboo wäre schon von diversen Kanzleien eingeklagt worden, falls die Kotierung in der USA wäre.
 

4501 Postings, 2627 Tage Palaimon@Kalle

 
  
    #1018
3
24.04.15 19:16
Die Logik ist die, dass ein Geschäftsbericht (Jahresabschluss) vor einer HV fertiggestellt sein und zur Verfügung stehen muss. Wenn sich die Fertigstellung verzögert, in diesem Fall wegen der Insolvenzanträge, dann muss sich zwangsläufig auch die HV verzögern.

Nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) müssen kleine Kapitalgesellschaften den Jahresabschluss in den ersten 6 Monaten des neuen Jahres erstellen.

Normalerweise gibt es keine Fristverlängerung. Ich kann mir jedoch in diesem Fall  vorstellen, dass das HGB eine Ausnahme vorsieht, da noch eine Entscheidung des Gerichts aussteht, ob den Insolvenzanträgen stattgegeben wird. Gesetzesmühlen mahlen nun mal langsam. Leider sind diese Anträge kontraproduktiv.
-----------
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

3080 Postings, 1551 Tage Kalle 8das sehe ich anders

 
  
    #1019
4
24.04.15 19:44
wenn die AG nicht zahlungsfaehig oder noch sclimmer zahlungswillig ist, ist solch ein Insolvenzantrag nicht kontraproduktiv. Im ersten Fall werden weitere Kreditgeber davon abgehalten, einer an und fuer sich insolventen Firma weiteres Geld zur Verfuegung zu stellen. Im anderen Fall ist das eine legitime Art, den Druck auf eine Firma zu erhoehen, das dem Kreditgeber zustehende Geld aus einem Darlehen zurueck zu zahlen.

Bei Asian Bamboo gehe ich von dem ersten Fall aus, dass sie nicht in der Lage sind, ihre Darlehen jemals zu bedienen, da die Gelder entweder fuer Dividenden ausgegeben wurden oder in China versackt zu sein scheinen. Was haellt denn Asian Bamboo davon ab, von dem Geld, ueber das man auch nach dem Verkauf der Plantagenrecht verfuegen sollte und nach meiner Erinnerung war ja auch angeblich weiteres Geld da, die Darlehen zu bedienen und damit die Insolvenzantraege verschwinden zu lassen.

Mir ist auch nicht ganz klar, weshalb diese Antrage es verzoegern sollen, die Geschaeftszahlen zu errechnen, zumal die Antrage nicht erst seit einer Woche gestellt wurden. Ich denke eher, dass man diese Antraege nutzt, um den Geschaeftsbericht so lange wie moeglich heraus zu zoegern oder wie bei manch anderem Deutschchinesen gar nicht mehr zu veroeffentlichen. Hat denn Powerland eigentlich jemals einen von einem Wirtschaftspruefer abgezeichneten Bericht fuer 2012 nachgereicht?
Bislang hat Asian Bamboo ja wenigstens das Papier mit Zahlen puenktlich geliefert gehabt, auch wenn diese Zahlen aus meiner Sicht hoechst zweifelhaft waren.  

366 Postings, 306 Tage Birdy99zu risikant

 
  
    #1020
3
25.04.15 11:23
Ich bleibe dabei; in Deutschland werde ich wohl nie mehr China Aktien mehr kaufen. Der Börsenplatz ist denkbar ungeeignet für solche hoch Risiko Anlagen. Insbesondere kann der Aktionär praktisch nicht klagen wie in den USA bzw. dies ist sehr aufwändig.

Ich frage mich, ob ein Investor überhaupt eine Chance hat. Bisher sind die Betrugsfälle wie Youbisheng oder Kinghero so ausgegangen, dass der Aktionär keinen Cent mehr gesehen hat. Und bei einigen Firmen (Fast, Ming, CSG) hört man einfach nichts mehr. Ich glaube auch, dass alle Manager ohne Strafen davon gekommen sind. Das Eldorado für Betrüger aus China liegt scheinbar in Deutschland.  

3080 Postings, 1551 Tage Kalle 8Genauso scheint es zu sein

 
  
    #1021
25.04.15 12:39
und das ist richtig schade. Gerade Asian Bamboo schien ein tolles Investment zu sein. Wachstumsmarkt China und der schnell nachwachsende Rohstoff Bambus, dessen Sprossen praktischerweis in China und Umgebung gerne verspeist wird und die Staemme als Baustoff verwendet werden koennen.

Aber ich gebe Dir recht @ Birdy99, da kommt anscheinend nur etwas von Kriminellen an die deutsche Boerse. Und das Schlimme ist, z.B. bei Asian Bamboo sitzt sogar unter anderem ein Europaeer im Vorstand.
Haende weg von Deutschchinesischen Aktien. Da kann man nicht genug davor warnen.

Einzige Ausnahme vielleicht Jouyou, wo Grohe mit drinnen steckt, sofern die  ueber den Tisch gezogen werden. Allerdings habe ich Jouyou schon lange nicht mehr verfolgt.  

366 Postings, 306 Tage Birdy99ja

 
  
    #1022
25.04.15 16:29
Ja, positiv aufgefallen sind mir neben Joyou auch noch Haikui und United Power. Diese beiden Firmen haben allerdings operative Probleme, das Management könnte aber durchaus integer sein.

Ich liess mich von der tiefen Bewertung der Firmen etwas verleiten. Wobei es stimmt natürlich, die China Aktien sind extrem günstig bewertet. Ob die Sache wirklich so schlecht ist und praktisch alle Firmen von der Börse verschwinden, da muss man noch etwas abwarten. Ich behalte die Titel einmal. In den USA gab es in den letzten Monaten starke Rebounds von China Aktien (wie bei XIN, ZA, ZX, KZ etc.). Offenbar waren die Kurse vorwiegend darum abgerutscht, weil Aktien von kleinen Firmen generell eine schlechte Rendite erzielt haben im letzten Jahr. Und je kleiner das Unternehmen, umso schlechter war die Rendite. Hier zumindest hatte der Kurs nur teilweise mit dem "China Brand" zu tun.

Neues Geld verbrennen werde ich allerdings bei deutschen Chinesen nicht, da mir diese Aktien als deutlich riskanter erscheinen.  

3080 Postings, 1551 Tage Kalle 8ich habe mal genauso gedacht

 
  
    #1023
25.04.15 21:35
bei Kinghero und auch bei Asian Bamboo. Bei ersteren habe ich mit viel Glueck noch gerade den Austieg ohne Verlust geschafft, da der Kurs nach einer verheerenden Meldung vorboerslich erst um 08:15 Uhe reagierte und ich mein relativ grosses Paket bei Lang & Schwarz noch recht gut losschlagen konnte in kleinen Teilen.

Bei AB aber hat mich dieses Glueck eben verlassen. Bin zwar im Bereich von 10 Euro raus, hatte mit einem ebenfalls grossen Paket mal Kurse von ueber 40 gesehen.
Seitdem habe ich uebrigens den Sinn von Stopplosses absolut verinnerlicht.
Bei Asian Bamboo konnte ich mir niemals das eingetretene Szenario vorstellen. Sie haben immer puenktlich Zahlen geliefert und ebenso andere Informationen gerne auf tollen Grafiken zur Verfuegung gestellt.
Will Dir Deine Investments speziell bei Haikui und United Power nicht madig machen, aber bei Asian Bamboo sah es sehr lange Zeit auch sehr gut aus und vor allem serioes.
Bislang ist eigentlich bei jedem Deutschchinesen der Zeitpunkt gekommen, wo er seine Maske fallen lassen mustte.

Werde aber Deine Zeilen nutzen und mich noch einmal in diese beiden Werte vertiefen.  

3080 Postings, 1551 Tage Kalle 8gerade noch als mögliche Ausnahme bezeichnet

 
  
    #1024
1
30.04.15 11:25
zeichnet sich auch bei Jouyou ein Skandal ab.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat beschlossen, eine Sonderuntersuchung durch Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte durchzuführen, um prüfen zu lassen, ob die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Vergangenheit zutreffend dargestellt worden ist und die entsprechenden Sachverhalte vollumfänglich aufzuklären.

http://www.finanznachrichten.de/...orstand-geschaeftsfuehrung-016.htm

Die Aktie steht heute 11:20 Uhr bei 4,70 ?. Letzten Freitag stad die Aktie noch bei 16,57.

Es tut mir leid, endgültig sagen zu müssen, dass es für mich so aussieht, dass ausnahmslos alle an die Deutsche Börse gegangenen Chinafirmen auf Lug und Betrug zu basieren scheinen.

Asian Bamboo und Jouyou wirkten lange Zeit seriös. Nun scheint mit letzerer AG auch die letzte Bastion der eventuell redlichen Chinafirmen gefallen zu sein.  

366 Postings, 306 Tage Birdy99ja

 
  
    #1025
1
30.04.15 12:00
da wären da noch Tintbright und VanCamel, die heute eigentlich die Abschlüsse liefern müssten. Bis jetzt haben sie das nicht getan und aus den Medien erfährt man, dass man keine Feedbacks mehr von diesen Firmen bekommt.

In den USA finde ich einige China Aktien allerdings durchaus interessant. In der letzten 1-2 Jahre ist mir eigentlich nur ein Betrugsfall bekannt. Sonst gab es meines Wissens keine Fälle mehr, die z.B. zu einem Delisting geführt hätten. Wie gesagt, einen gewissen Schutz hat man dort wegen strengeren Börsenregeln und dem System der Class Actions (das es in Deutschland leider nicht gibt).  

3080 Postings, 1551 Tage Kalle 8wie ist denn bei diesen Firmen

 
  
    #1026
30.04.15 12:08
die Möglichkeit, an Informationen zu kommen. Ich halte mich normalerweise von kleineren Firmen speziell im Ausland fern, weil man schwer an Neuigkeiten kommt, die es mir ermöglichen, eine Firma inschätzen zu können. Wobei man natürlich einräumen muss, dass all die Infos, die Firmen wie Asian Bamboo regelmäßig früher geliefert hat, auch nichts geholfen haben.
 

366 Postings, 306 Tage Birdy99Informationen

 
  
    #1027
1
30.04.15 12:22
Die Informationen, die ich nutze für den US Markt sind folgende (ist natürlich alles in Englisch):

www.seekingalpha.com -> für Hintergrund-Artikel
www.aaii.com  -> hier kann man die Jahresabschlüsse, Reporting etc. abfragen, indem man den Ticker eingibt.
www.gurufocus.com -> gibt eine Übersicht, wie die Firmen bewertet sind.

Interessant finde ich zurzeit für eine Value Investor China Aktien wie ZA, ZX, XIN, JST, SKBI eventuell noch SPU und GURE

 

366 Postings, 306 Tage Birdy99noch eine Ergänzung

 
  
    #1028
30.04.15 12:37
...bei deutschen China Aktien kann eventuell noch der Insolvenzverwalter etwas herausholen. Mir ist aber leider kein Fall bekannt (z.B. Kinghero oder Youbisheng), wo wirklich noch Geld an die Aktionäre geflossen wäre.    

3080 Postings, 1551 Tage Kalle 8Der Insolvenzverwalter

 
  
    #1029
1
30.04.15 14:04
kann nur etwas heraus holen, wenn noch etwas da ist. Die Gelder sind aber im Normalfall nicht mehr in Deutschland. Und in Cinahat ein Insolvenzverwalter genauso viel Möglichkeiten wie jeder andere Aktionär auch.
Selbst wenn noch Gelder da wären und ein Insolvenzverwalter könnte etwas verteilen, würden erst die Gläubiger befriedigt werden. Du musst bedenken, dass Aktionäre Anteilseigner sind und keine Gläubiger.
Schadensersatzansprüche für Aktionäre macht ein Insovenzverwalter beispielsweise bei einem betrügerischen Vorstandsmitglied nicht geltend. Das kann nur der Aktionär selbst.
 

366 Postings, 306 Tage Birdy99hmm

 
  
    #1030
2
30.04.15 14:54
ja, falls ein Aktionär klagen will, muss er das dann eben selber bezahlen. Bei einem Kleinanleger macht das keinen Sinn, da der Aufwand viel zu hoch ist und es zu teuer ist.
Daher ist Deutschland ein denkbar schlechter Ort, um dubiose China Aktien zu kaufen.
 

4501 Postings, 2627 Tage PalaimonAufwand zu hoch? Zu teuer?

 
  
    #1031
4
01.05.15 12:49
Wie definierst Du denn Kleinanleger? Ich kann auch mit 100.000 Euro oder einem Vielfachen davon investiert sein und zähle trotzdem immer zu den Kleinanlegern. Ein Kleinanleger ist eine "normale" Privatperson, auch Privatanleger, freier Investor oder Retailanleger genannt.

Das Gegenstück zum Kleinanleger ist der Institutionelle Anleger, Unternehmen wie Banken, Versicherungen, Anlagegesellschaften, Industrieunternehmen sowie auch die Öffentliche Hand.

Selbstverständlich macht es Sinn, seine Verluste auf dem Zivilrechtswege geltend zu machen, wenn betrügerische Absicht nachgewiesen werden kann. In dem Falle greift auch das Strafrecht, man muss nur die entsprechenden Strafverfolgungsbehörden einschalten.

Hier sind wir inzwischen sehr erfolgreich, mit einem Anlagevolumen von >2Mio Euro:
http://www.ariva.de/forum/gruppe/Gemeinsam-gegen-GIV-1166

(Sind natürlich alles interne Threads und nur für Mitglieder sichtbar)


-----------
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

1980 Postings, 2079 Tage Versucher1@Palaimon ... wünsche euch viel Glück+Erfolg

 
  
    #1032
1
01.05.15 20:15

366 Postings, 306 Tage Birdy99Klagen

 
  
    #1033
01.05.15 23:30
Eine Klage müsste in diesem Fall wohl auch in China geführt werden. Das dürfte dann recht kompliziert werden. Falls der Staatsanwalt ermitteln muss, trägt allenfalls die Staatskasse die Kosten. (Ich komme nicht aus Deutschland und kenne mich daher nur begrenzt aus). Hat jemand nur ein paar Tausend Euro in einen Titel investiert, ist es schon fraglich, ob sich der Aufwand auszahlt.

In den USA sind Class Actions vor allem eines: sehr einfach für den Aktionär. Im Grunde genommen muss man nur ein Formular bei einer Rechtsanwaltskanzlei online ausfüllen und angeben, wann man die Aktien zu welchem Preis erworben hat. Darauf spezialisierte Kanzleien klagen dann die Firmen vor US Gerichten ein. Ich denke auch, diese Kanzleien haben schon Erfahrungen mit China Firmen aufgrund der Reverse Merger Betrügereien vor einigen Jahren. Die Kanzleien übernehmen das Prozessrisiko und bekommen ca. 1/3 der zugesprochenen Klagesumme, falls sie gewinnen. Die Entschädigung wird dann von den Kanzleien auf die Aktionäre, die sich der Sammelklage angeschlossen haben, verteilt. Haftbar sind dabei allenfalls auch Aufsichtsräte und Wirtschafsprüfer. Die Kanzlei muss einen Hauptkläger benennen, das ist dann aber nur ein Aktionär.
 

366 Postings, 306 Tage Birdy99Erfolgreiche US Kanzleien

 
  
    #1034
01.05.15 23:41
Die Kanzleien sind erfolgreich. Hier z.B. ein Beispiel von einer Klage gegen eine China Firma:

Snellink v. Gulf Resources, Inc., No.CV11-3722-ODW (MRWx)
The Rosen Law Firm was co-Lead Counsel in this class action in the U.S. District Court for the Central District of California.  The complaint alleged violations of §§ 10b and 20(a) of the Securities Exchange Act arising out of the Company?s failure to disclose the related party nature of certain transactions, and the Company?s issuance of false financial statements.  The parties agreed to settle this action for $2.125 million in cash.

http://www.rosenlegal.com/successes.html

 

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