dass es dort für big player recht einfach ist, relevante Chartmarken, dessen Bruch Anschlusskäufe-/ Verkäufe auslösen würden, zu reißen. Ansonsten bin ich nicht unbedingt Freund von solchen Manipulationstheorien, hier ist es jedoch einfach. Morgan Stanley hält bekannter Maßen große Shortpositionen auf Silber und es wird da schon seit längerem wegen des Verdachts auf Kursmanipulationen ermittelt - auch gegen Goldman Sachs. Das Ergebnis bleibt natürlich abzuwarten, der Liborskandal zeigt jedoch einmal mehr, dass solche Praktiken in der Not durchaus Realität sein können.
An zu hohen Edelmetallpreisen besteht mit Sicherheit kein Interesse, da sie gewissermaßen die Glaubwürdigkeit der Hausse aushöhlen, bzw. die Annahme von bestehenden Risiken verdeutlichen. Die Edelmetallpreise sind nicht zuletzt Gradmesser für das Vertrauen, in die Stabilität der Währungen.
Die charttechnischen Signale nehme ich bei den Edelmetallen aus diesem Grunde etwas weniger ernst, als bei den Indizes oder den Währungen, die ungleich schwieriger zu manipulieren wären. Bei manchen Währungspaaren wie Euro/USD ist dies aufgrund der Marktbreite praktisch gar nicht vorstellbar.
Davon abgesehen, denke ich, dass die price-action und die Charttechnik, die Stimmung der Marktteilnehmer, das Sentiment, beeinflusst, während das Sentiment die Handlungen der Marktteilnehmer, und somit auch die Kursentwicklung, die Realität, die sich im Chart ergibt, beinflusst. Es besteht somit eine gegenseitige Wechselwirkung zwischen Sentiment und Chartechnik. Insofern halte ich es für sinnvoll, beides zu beachten und diskretionär zu verbinden. |