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Adva ein Diamant am Investoren Himmel

Seite 1 von 209
neuester Beitrag: 28.06.17 22:59
eröffnet am: 27.09.10 19:09 von: Gandalf2707. Anzahl Beiträge: 5210
neuester Beitrag: 28.06.17 22:59 von: Invest123 Leser gesamt: 866912
davon Heute: 605
bewertet mit 23 Sternen

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5484 Postings, 3509 Tage Gandalf270760Adva ein Diamant am Investoren Himmel

 
  
    #1
23
27.09.10 19:09
ein schlafender riese
eine perle
das invest des jahres
der aufsteiger des jahres

für und wieder von adva optical

ein herzliches willkommen allen die sich über adva austauschen möchten  
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5184 Postings ausgeblendet.

432 Postings, 3704 Tage AktionäärGefühle und Impulse Broadcom, Brocade, Adva ...

 
  
    #5186
1
28.06.17 10:38
Ich werde das Gefühl nicht los, dass da was im Busch ist. Auffällig viele Interviews mit Brocade - die selbst von Broadcom geschluckt wurden (siehe Posting oben). Wenn ich das richtig sehe, wurde der Aktienkurs von Brocade 2 Monate vor der Übernahme auch verdroschen - nach Bekanntmachung gings dann up. Brian plappert immer wieder davon, wie offen er für eine Übernahme ist. Zudem ist so ein Geschäft unglaublich R&D-intensiv - das ist für das Wachstum von Adva eher hinderlich. Passen würde das Szenario auf jedenfall.  

6554 Postings, 2857 Tage Raymond_Jamesgute kaufgelegenheit

 
  
    #5187
28.06.17 11:41

EV*** / EBITDA 2017e   
437      Mio €
/89,3    Mio €, http://www.4-traders.com/ADVA-OPTICAL-NETWORKING-S-435663/financials/
=4,9   
   
EBIT 2017e / EV***
42,3     Mio €, http://www.4-traders.com/ADVA-OPTICAL-NETWORKING-S-435663/financials/
/437      Mio €
=9,7%     (= "Gewinnrendite" nach Joel Greenblatt's Zauberformel)
   
***Enterprise Value (EV)   
9,13 €   Kurs
x 49,499 Aktienzahl (Mio)
Mio €   
=451,9   Market Cap
-15,0    Nettoliquidität (31.03.2017)
+0,0     Anteil fremder Gesellschafter am Eigenkapital
=437     EV

 

6554 Postings, 2857 Tage Raymond_James#5187 - rückschlag des TecDAX nutzen

 
  
    #5188
28.06.17 12:04

86098 Postings, 6316 Tage Katjuschayepp, Test des Uptrends im TecDax könnte mit

 
  
    #5189
28.06.17 12:37
Test des Uptrends bei Adva zusammenfallen.

Bei beiden noch knapp 2% Luft nach unten. Na gut beim TecDax 1,5%, bei Adva 2,5%.
-----------
the harder we fight the higher the wall

6554 Postings, 2857 Tage Raymond_JamesADVA (9,18): (noch) unter Bollinger-Band

 
  
    #5190
28.06.17 13:08

3423 Postings, 5214 Tage KleiADVA Optical - Wellingter erhöht Lerverkaufpositio

 
  
    #5191
28.06.17 15:38
n .... auf knapp 0,99% .... am gestrigen Tage

und vorgstern auf 0,67% ....

Nun wissen wir, woher der übertriebene Rücksetzer kam.

Da funktioniert ausnahmsweise mal der Trendindikator unerschreiten des Bollinger Band nach unten = Kaufsignal ..... jaaaa es funktioniert, weil es durch einen irrationalen Faktor ausgelöst wurde! Leerverkauf ....

Meine Meinung also nix wie rein in ADVA !!

Achtung:

ich kaufe noch heute nach!  

143 Postings, 884 Tage Invest123Bilanz Adva

 
  
    #5192
3
28.06.17 15:46
Was haltet ihr von folgenden Argumenten gegen Adva (Beitrag habe ich in einem anderen Forum gefunden):

Hier bin ich seit Ende April nach den Q1-Zahlen/Q2-Ausblick short. Grund hierfür sind die extrem hohen aktivierten Eigenleistungen, die Netto, d.h. Aktivierung abzgl. darauf entfallende Abschreibungen, rund 90% des EBIT ausmachen. Damit wird das Ergebnis künstlich nach oben gepushed und die Bilanz zudem aufgebläht. Das Problem ist, dass man das im operativen Cashflow nicht sieht, da die Aktivierungen im Investitionscashflow enthalten sind (op. Cf also immer sehr gut), aber dieser bei Adva immer sehr hoch ist. In Folge erzielen sie kaum oder gar keinen Free Cashflow. Hinzu kommt, dass Adva auf Basis dessen immer mehr aktivieren muss, damit das Ergebnis nicht einbricht und das ist nicht ewig so möglich. Wenn der Punkt kommt, an dem Adva eine "Flaute" hat, weil die Nachfrage auf Kundenseite schwächelt, werden sie auch das Problem bekommen die hohen Aktivierungen aufrecht erhalten zu können, da diese ja nur dann aktiviert werden können/dürfen, wenn damit auch zukünftig ein Umsatz/Ergebnis erziel werden kann. Ist dies nicht gegeben, muss es als Aufwand verbucht werden und dann rutscht das Ergebnis schneller ins Minus als mancher hier schauen kann. Denn wenn sie weniger aktivieren haben sie immernoch die hohen Abschreibungen auf die Aktivierungen der Vorjahre und gleichzeitig einen niedrigeren Ertrag. So lange das alles passt, ist die Aktie optisch günstig, aber mit einer entsprechend miesen Ergebnis- und Bilanzqualität.
 

955 Postings, 2782 Tage GegenAnlegerBetru.pro forma ebit

 
  
    #5193
28.06.17 15:54
kllngt auch etwas irreführend, würde es eher pro forma ebita nennen (pro forma wg stock options)  

3423 Postings, 5214 Tage Kleiinvest123

 
  
    #5194
28.06.17 16:17
tja, wenn das so stimmt, dann stimmt auch die Aussage des Verfassers...

allerdings bewegen wir uns ja in einem Marktumfeld mit stetig steigender Nachfrage und ADVAs Marktposition wächst eher noch, was die jüngsten Erfolgsmeldungen beweisen, wer sich alles für die Lösung von ADVA entschieden hat etc.... und gegen wen man das gewonnen hat usw. ....

Eventuell sollte das Unternehmen darüber nachdenken, die Geschwindigkeit, in der man zukünftig die Position "aktivierte Eigenleistungen" erhöht zu drosseln, um nicht tatsächlich an den Punkt zu gelangen, an dem es dann so ewig nicht mehr weiter geht ....

an dieser Stelle widerspreche ich dem Verfasser auch entscheidend, da es Schwachsinn ist, dass es nicht ewig so weiter ginge ... in der Theorie ginge das sehr wohl und in der Praxis ist es wie von mir beschrieben, eine frage mit welche Geschwindigkeit man diese Aktivierungen erhöht oder weiter fährt.... denn diese werden ja durch abschreibungen bzw. Reduzierungen auch zurück gefahren.

Hier sind wir auch schon am abschliessenden Punkt, dass derartige Aktivierungen zum Teil auch der Ausbalancierung von steuerlichen Effekten dienen kann.

 

410 Postings, 289 Tage 2much4uLange schau ich nicht mehr zu!

 
  
    #5195
28.06.17 16:29
Total enttäuschend die Kursentwicklung von ADVA. Was nützt es da, wenn es der günstigste TecDAX-Wert ist, wenn er alle paar Tage noch günstiger ist.

Einen Teilverkauf hab ich bereits bei ? 9,50 gemacht (war auch in etwa der Kaufkurs). Lange schau ich mir das nicht mehr an - ich hab ein Limit im Kopf, da werde ich die Verluste realisieren und aussteigen.

Während sich heute andere Werte nach schwachem Start toll erholt haben (wie Evotec), geht's bei ADVA nur nach unten. Leerverkäufer hin und her, diese schwache Performance kann man nicht auf den Leerverkäufer schieben, weil ADVA schon seit etlichen Wochen sackschwach ist.  

3423 Postings, 5214 Tage Kleiarmes ADVA opti ... was sollen wir bloss tun?

 
  
    #5196
28.06.17 18:02
... ratlos an dieser Stelle...

unbegreiflich!

und da hat der böse Leerverkäufer auch noch so einen hässlichen Schnabel im chart gebildet....

Da kann man nur mit einer steilen Gegenbewegung kontern!  

86098 Postings, 6316 Tage KatjuschaInvest123, von wo stammt denn das Posting

 
  
    #5197
1
28.06.17 18:21
zu der Aktivierung von Entwicklungskosten. Gib mal bitte einen Link, damit man darauf auch antworten kann.


Ich kann dazu nur sagen, dass mir IFRS manchmal mehr einleuchtet als alte HGB Richtlinien, wobei die ja auch schon überarbeitet wurden. Jedenfalls heißt es nicht ohne Grund Entwicklungskosten. Das heißt, es fallen also Kosten an, die wir ebenfalls in der GUV finden. Wenn man also diese Entwicklungskosten weglässt, man also nicht forscht und dann entwickelt, hätte man auch keine Aktivierung von Entwicklungskosten. Nur das macht ja wenig Sinn für ein Unternehmen, das wachsen will. Das heißt, es ist auf der Kostenseite (etwas zeitlich verschoben) doch letztlich ein Nullsummenspiel. Und gerade wir Aktionöre sollten froh sein, dass Adva wachsen will.

Klar kann man argumentieren, wenn ein Management ein Produkt bzw. eine Dienstleistung entwickelt, die später keinen Nutzen hat, dann wird die Aktivierung Jahre später zum Boomerang, aber das ist ja ein ziemlich nihilistischer Ansatz. Sollen jetzt Unternehmen nicht mehr forschen und entwickeln, weil die Aktivierung dem konservativen, nihilistisch veranlagten Anleger gegen den Strich geht? Klar, man muss nicht aktivieren, aber ich halte es durchaus für sinnvoll. Abgesehen davon halte ich Adva bilanziell für extrem gut aufgestellt. Selbst wenn es irgendwann zu nicht cashwirksamen Abschreibungen auf die aktiverten Eigenleistungen kommen würde, ist das für Adva gar kein Problem. Normalerweise aktiviert man ja, damit sich die Eigenkapitalsituation für junge Unternehmen verbessert, was Fremdkapitalaufnahme erleichtert. Das hat Adva als etabliertes, bilanziell starkes Unternehmen doch aber garnicht nötig, da man völlig unabhängig von der Aktivierung eine sehr hohe EK-Quote bei viel Nettocash ohne größere Finanzschulden ausweist. Das Thema Aktivierung hätte Adva also zum Zwecke des "pushens" bzw. aufblähens der Bilanz auch nicht nötig.
-----------
the harder we fight the higher the wall

143 Postings, 884 Tage Invest123@Katjusch

 
  
    #5198
28.06.17 18:28

Das Posting stammt von Junolyst, er ist auf wo mit eigenem Thread zurück:

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/...iren-wert-unternehmens


Streitbare Person mit seinem Verhalten im KC Thread, aber so ganz schlecht angestellt hat er sich bisher nicht mit seinen Analysen. Deswegen habe ich dem Posting eine gewisse Relevanz zugestanden.

 

86098 Postings, 6316 Tage Katjuschana wenigstens kenne ich dann jetzt den

 
  
    #5199
5
28.06.17 18:57
Hintergrund.

na ja, ... ich sollte dazu lieber nicht zu viel sagen.

Wie er Chancen und Risiken so gewichtet ist jedenfalls schon echt interessant, wenn man mal seine Depotwerte anschaut und die mit Adva vergleicht. Da sind Aktivierungen das kleinste Problem.

Aber ich respektiere durchaus seine Analysen. Würd mir nur von einem 24jährigen Newbie, der richtige Baissen noch nie erlebt hat, ein bißchen mehr Respekt wünschen. Solche Aussagen wie "hzenger und katjuscha haben das nicht auf dem Schirm" passen schon wieder wunderbar ins Bild. Er hat mit 16 Jahren seine erste Akzie virtuell gekauft, also mitten am Tief der Finankrise 2008/09. Kein Wunder, dass er seitdem nur positive Erfahrungen machte und von sich überzeugt ist. Darf er auch gerne sein, da er ja durchaus vernünftig analysiert. Nur ein bißchen mehr Demut täte ganz gut.

Aber gut, hat mit Adva erstmal nichts zu tun. Fakt ist, wer die Aktivierung von Eigenleistungen für ein Problem hält, sollte aussteigen. Denn das würde gleichzeitig bedeuten, man glaubt nicht an das Geschäftsmodell von Adva.  
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the harder we fight the higher the wall

1527 Postings, 6342 Tage buckweiserbin heute rein

 
  
    #5200
28.06.17 19:09
verstehe nicht warum die aktie so unglaublich schwach performt, hier in der Gegend werden überall Glasfaserkabel verbudelt, also scheint gerade gross im Trend zu sein und man hört nur Digitalisierung und dann ist diese Aktie nicht mal mit dem einfachen Umsatz bewertet? Also das Wachstum scheint doch OK zu sein...  

3775 Postings, 2105 Tage Der_HeldJunolyst? Das is doch der, der Pantaleon...

 
  
    #5201
28.06.17 19:38
..ohne Ende gepusht hat! Dessen Bewertung dort baut auf reinen Fantasiezahlen auf ... dort sollte er sich mal lieber die Aktivierung von Eigenleistungen (Stichwort: Super-App) und den Cashflow anschauen!

Schon allein vor diesem Hintergrund erübrigt sich jede weitere Diskussion zu dessen "Analysen". Im Übrigen kann ich da Katjuscha nur zustimmen. Komischer Typ, der bei mir schon nach wenigen Postings eine enorme Antipathie ausgelöst hat...  

143 Postings, 884 Tage Invest123Junolyst

 
  
    #5202
28.06.17 19:44
Wie bereits geschrieben, streitbare Person.

Allerdings spielt der Verfasser eines Postings für mich eine untergeordnete Rolle, wichtiger ist, ob etwas konstruktives zur Aktie beigetragen wird. Und hier wurde ja durchaus ein interessanter Punkt angesprochen.  

25 Postings, 16 Tage Gonzo14jeden Tag Minus ?

 
  
    #5203
28.06.17 19:49
Nun mal Hand aufs Herz . Egal wie die Märkte laufen  - jeden Tag Minus .

Und kann mir mal jemand die Logik erklären , warum eine Aktie bei Übernahmegerüchten bzw, Fantasie fallen sollte ? Das entspricht nicht der normalen Logik .

Na vielleicht werden wir ja am 20,07. positiv überrascht .

Und wenn es hart auf hart kommt , dann war es mal wieder ein kurzes "Fehlinvestment ". bei 8,8 ist spätestens Schluss. Bei meinem derzeitigen Antilauf wird das dann ja spätestens Montag soweit sein . Na dann ist es so .

 

955 Postings, 2782 Tage GegenAnlegerBetru.invest

 
  
    #5204
28.06.17 19:57
weder junolyst noch andere wikileute haben doch einen clue über die chancen und herausfoderungen mit denen adva konfrontiert ist. geht mal 2,5-3 jahre zurück und schaut auf das sell rating mit ziel 2,1 eur von hauk und aufhäuser. die inzwischen sind zum größten optimisten mutiert. deren ziel 12,6 eur.  


 

1095 Postings, 224 Tage dome89also ich warte auf jedenfall die Zahlen ab

 
  
    #5205
28.06.17 20:10
bisher ist ja alles beim alten von den Funaments und den News. Außer das ich keine Ahnung von dem Verizon Deal habe.  

1370 Postings, 1507 Tage hzengerADVA

 
  
    #5206
4
28.06.17 20:26
Zu aktivierten Eigenleistungen:

Diese sind dann ein Problem, wenn ein Unternehmen auf einmal anfängt, operative Probleme durch die Neuaktivierung von Eigenleistungen zu verschleiern. Wenn man also auf einmal so tut, als wären normale operative Kosten in Wahrheit "Zukunftsinvestitionen", um so ein optisch besseres Ergebnis zu erschwindeln. Sowas geht natürlich nur eine begrenzte Zeit gut, dann zeigt sich, dass die Zahlungen gar keine Investitionen waren, sondern schlicht operative Kosten. Und dann fällt dem Unternehmen die immateriellen Positionen auf die Füße.

ADVA hingegen aktiviert bereits seit jeher sehr aggressiv Entwicklungskosten. (Sie taten das auch schon, als manch anderer Börsianer noch in die Schule ging.) Frühere aktivierte Eigenleistungen haben sich dabei konsistent als echte R&D Ausgaben herausgestellt, die später dann auch zu entsprechend höheren Umsätzen und Free Cashflows führten.

Ich sehe wenig Grund zu bezweifeln, dass die aktuellen Aktivierungen anderer Natur sind. Denn zum einen hat ADVA in den letzten Jahren enorm viele Produkte neu entwickelt, die jetzt erst auf den Markt kommen. Zum anderen hat CFO Dopfner auf Anfrage explizit bestätigt, dass ADVA zuletzt keinerlei Änderung in der Herangehensweise vorgenommen hat, was aktiviert wird und was nicht.

Dass Aktivierungen an sich kein Problem sind, zeigt z.B. auch das Beispiel ISRA Vision, die auch seit jeher schon extrem aggressiv Entwicklungsvorleistungen aktivieren. Das hat weder dem Wachstum einen Abbruch getan noch der Bewertung.

Aktivierung an sich ist weder gut, noch schlecht. Was schlecht ist, ist (Schein-)Aktivierung von Kosten, die in Wahrheit laufende Kosten sind und nicht Zukunftsinvestition. Wenn ADVA in lauter Produkte investiert haben sollte, die alle floppen werden, dann fallen ihnen die Aktivierungen beim EPS natürlich irgendwann auf die Füße.

Allerdings: selbst dann passiert nichts nachteiliges beim Free Cashflow. Denn spätere planmäßig Abschreibungen auf den immateriellen Wert der Aktivierung sind nicht cashwirksam. Kurz: wenn die aktivierten Produkte sich in Zukunft wie erwartet erfolgreich verkaufen lassen, wird der Free Cashflow das EPS in Zukunft entsprechend übersteigen, da die Kosten für die Entwicklung ja bereits früher ausgegeben wurden.

Wenn man als Investor davon ausgeht, dass ADVA operativ erfolgreich weiter wächst, sind die Aktivierungen also kein Problem, sondern wünschenswerte, periodengerechte Buchung von Kosten und Erträgen. Wenn man als Investor hingegen davon ausgeht, dass ADVA operativ nicht erfolgreich sein wird, dann würde sich durch die Aktivierung ein zusätzlicher Druck auf das EPS ergeben (nicht jedoch auf den Cashflow). Allerdings sollte man dan--wie katjuscha richtig betont--ohnehin nicht in der Aktie investiert sein.  

86098 Postings, 6316 Tage Katjuscha@Invest123, um das inhaltlich nochmal

 
  
    #5207
5
28.06.17 20:36
klarzustellen.

Junolyst hat insofern recht, als das es irgendwann (ob in 2 oder 5 oder 10 Jahren) mal zu Abschreibungen für den Fall kommen KANN, wenn die Produkte/Dienstleistungen von Adva (für die man auch jährlich entsprechends F&E-Kosten bucht) nicht zu den vom Vorstand unterstellten Umsätzen führen.

Was ist jetzt die Folge für mich als Anleger daraus?

1. Rein grundsätzlich stellt sich die Frage wieso ich bei einer Aktie negativ/nihilistisch davon ausgehen sollte, dass deren Umsatzerwartungen nicht eintreffen? Dann müsste ich eh nicht investiert sein.

2. Was wäre denn konkret die bilanzielle Folge im schlechtesten Fall? Adva müsste dann mal in einem Jahr eine Sonderabschreibung vornehmen, die nicht cashwirksam ist. Ja und, dann hätte man nicht ein verhältnismäßig günstiges KBV von 1,4 sondern vielleicht von 1,7 und dazu ein Jahr mal einen möglichen Verlust, vermutlich in einem Jahr wo die Aktienmärkte eh sehr niedrig stehen.Junolyst hat ja solche Baissen noch nie mitgemacht, aber meist werden solche Sonderabschreibungen in solche Jahre gepackt. Das ändert für die Aktienbetrachtung so gut wie nichts. Im Grunde müsste man bei Adva nur diese aktivierten Eigenleistungen zum Teil oder von mir aus auch ganz rausrechnen. Dann hätte man 2018 statt 325-330 Mio Buchwert halt nur 250 Mio ? im worst case. Ansonsten ändert sich nichts. Wenn Junolyst mal mit der selben Akribie an die Bewertung hinsichtlich Buchwerten bei seinen Aktien ginge, wäre ich mal gespannt was dabei rauskommt. Aber darauf will ich garnicht hinaus. Fakt ist, Adva hat eine extrem gute Bilanzsituation, auch ohne die 80 Mio aktivierten Eigenleistungen, zumal sich eine Bilanz nicht druch das Eigenkapital defiiert, sondern vor allem durch die fianzielle Situation, die bei Adva hervorragend aussieht. Und wie gesagt, das Thema Aktivierung von eigenen Entwicklngskosten zur Stärkung der EK-Quote ist eigentlich nur für junge Unternehmen interessant, die ihr EK steigern müssen, um bei Banken an Fremdkapital zu kommen. Das ist für Adva aber gar kein Thema.
-----------
the harder we fight the higher the wall

1370 Postings, 1507 Tage hzengerADVA

 
  
    #5208
4
28.06.17 20:36
P.S.: Man muss diese Frage auch vor dem Hintergrund der Bewertung sehen. Wenn ein Unternehmen ein KGV von 50 und Net-Debt/EBITDA von 2,5 hat, wie Paragon, dann kann man berechtigt fragen, ob das nicht ein wenig Angst machen sollte. Denn fortlaufende Aktivierungen bedeuten, dass der Free Cash Flow mit dem EPS nicht mithalten kann. Und dann ist eine schwache Bilanz Grund zur Sorge und die KGV-Bewertung sollte einen gewissen Abschlag bekommen.

ADVA hingegen notiert mit Konsens-KGV 13 und hat substanziell Net-Cash. Wenn sie bei KGV 25 stünden und Net-Debt/EBITDA von 1,5 dann würde ich ganz sicher auch fragen, ob das angesichts der Aktivierung von Eigenleistungen angemessen ist. Das ist aber nun wirklich nicht der Fall.  

3423 Postings, 5214 Tage Klei@invest123

 
  
    #5209
1
28.06.17 22:37
sorry ... ich wusste nicht, dass der Verfasser bei WO noch so unzureichende Erfahrungen hat.

Dann erklärt sich auch, wieso er Äpfel mit Birnen verwechselt!

Grundsätzlich können aktivierte Eigenleistungen zu einem Problem werden. Dies können andere Positionen und Sachverhalte allerdings auch oder erst recht.

Ich glaube der junge Verfasser has da mal irgendwo was aufgeschnappt und es dann in der ADVA Bilanz wieder entdeckt und sich nun daran fest gebissen.

Das ist ein Fehler!!

und nur noch mal zur Klarstellung:

Es ist eigenlich gar nicht richtig dass man eine Abschreibung auf aktivierte Eigenleistungen durchführt. ... oft wird es Abschreibung oder Zuschreibung genannt.

Ich denke der Begriff der jährlichen "Anpassung der Position aktivierte Eigenleistungen" trifft es eher.

Und was ich bereits in meinem Posting oben in der Erstantwort schrieb, trifft an dieser Stelle ziemlich genau zu, dass man nämlich auch versucht in gewisser Weise die Steuer damit zu gestalten, denn im Grunde sind aktivierte Eigenleistungen nichts anderes als ein Lagerbestand.... nur eben nicht dinglich zählbar in Form einer Inventur sondern halt eine Bewertungsposition von Forschung, Entwicklung usw. ....

... und wie hzenger und Katjuscha oben zutreffend schreiben, sind dies berechtigte Aktivierungen, da diese Umsätze und Umsatzsteigerungen nach sich ziehen.

Insoweit wäre es sogar ungeschickt die aktivierten Eigenleistungen in zu geringem oder zu hohem Umfange auszuweisen, da man dann unnötig viel oder unangemessen wenig Steuern zahlen würde, was einem die Liquidität nimmt oder die gefahr drohender Steuernachzahlungen erhöht.

Es ist also sinnvoll die Kosten insoweit nicht voll reinzunehmen, sondern diese zum Teil zu aktivieren, indem man diese in die Jahre umverteilt, in denen deren Früchte geerntet werden.

Soweit dann die Früchte überpropotional geerntet werden kommt das Unternehmen entsprechend in die Gewinnzone.

Man kann somit abschliessend sagen, der junge Verfasser umschreibt mit seiner Kritik das normale Tagesgeschäft jedes Unternehmens und kritisiert es. Er kritisiert damit das ordentlich Unternehmen an sich und hat sich somit fix vertan!  

143 Postings, 884 Tage Invest123...

 
  
    #5210
28.06.17 22:59
Vielen Dank für die vielen Antworten und die konstruktive Diskussion. Hat mir auf jeden Fall einiges klarer werden lassen was das bilanzielle Vorgehen von Adva angeht :)  

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