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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1133
neuester Beitrag: 30.10.14 13:52
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 28322
neuester Beitrag: 30.10.14 13:52 von: lehna Leser gesamt: 1504060
davon Heute: 3052
bewertet mit 82 Sternen

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20752 Postings, 3994 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
82
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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28296 Postings ausgeblendet.

8999 Postings, 1364 Tage zaphod42Russland testet NATO Luftraumüberwachung

 
  
    #28298
1
29.10.14 22:13
Ein völlig normaler Vorgang im kalten Krieg. In dem sind wir bekanntlich. Es wird einfach mal probiert, ob und wie wachsam der potentielle Gegner ist. Zum anderen übt es die eigenen Piloten ganz gut. Die sollen sich schließlich nicht langweilen.

Interessanter als die Meldung selbst sind die Kommentare der Russophilen darunter. Die Meldung wird als NATO-Kriegspropaganda abgetan. Dabei redet immer nur einer vom Krieg: Die Russophilen.
Konflikt mit Russland: Nato beobachtet umfangreiche Flugmanöver
Innerhalb von 24 Stunden sind vier Gruppen von russischen Kampfflugzeugen über dem europäischen Luftraum abgefangen worden.... jetzt lesen
 

5019 Postings, 2175 Tage daiphongRussland weiß, wie man viel Geld investiert :-o)

 
  
    #28299
1
29.10.14 22:14
"80 neue Kriegsschiffe bis 2020
Wann liefert Frankreich die "Wladiwostok"?
Moskau nennt einen Termin, Frankreich hält sich bedeckt - es ist eine Frage der Zeit, bis der Hubschrauberträger "Wladiwostok" in russische Hände übergeht. Das Baltikum fürchtet sich vor möglichen Landeoperationen. Die russische Schwarzmeerflotte soll zudem 80 neue Kriegsschiffe bekommen."   n-tv

Das "militärische Gleichziehen mit den USA" scheint jedenfalls ein fixes und für die Bevölkerung sehr teures Trauma zu sein. Dabei hat Russland doch schon ewig mehr Atombomben als die USA und genug anderen militärischen Firlefanz.

Dafür scheint auch keine Lüge krass genug, z.B. diese äußerst folgenreiche schwere Lügen von der "Nato-Einkreisung" und vom "faschistischen Vernichtungswillen des Westens".

Diese russischen Lebenslügen waren gut vorbereitet, als man Ukraine blockierte und angriff. Denken und Handeln wie im Kalten Krieg, genau das braucht Putin offensichtlich für seine reaktionäre Innenpolitik. Fill verwechselt leider immer äußerst systematisch Russland mit dem Westen, sein berühmtes "kritisches Spiegeldenken".

Über Nord- und Ostsee sowie dem Schwarzen Meer: Die Nato hat ungewöhnlich viele unangemeldete russische Flugzeuge im Luftraum über Europa registriert. Viermal stiegen Nato-Jets auf - auch deutsche Maschinen.  spon  

8999 Postings, 1364 Tage zaphod42witzig für

 
  
    #28300
29.10.14 22:21
"Wir hingegen finden es anders als zB AL richtig, sich mit dem Westen zu identifizieren"

Ihr identifiziert euch gerade NICHT mit dem Westen wie er sich derzeit und eigentlich immer schon präsentierte. Ihr identifiziert euch mit einer Utopie des Westens, die mit der Realität nichts zu tun hat. Genau darum fallen euch auch unendliche viele Kritikpunkte zum Westen ein. Geschnallt hat ihr nicht, dass eure Utopie eines in eurem Sinne freien und friedvollen Westens in dieser Welt auf der wir leben mit all ihren Putins und IS, aber auch wirtschaftlichen Ungleichgewichten nicht einlösbar ist.

Aber ihr seid nicht die ersten, die an ihrer Utopie scheitern werden. Ich würde es nur begrüßen, wenn ihr Leute die euch auf diese Tatsache hinweisen nicht mit solchem Hass überschütten würdet.  

5019 Postings, 2175 Tage daiphong#88 China entdeckt Notwendigkeit des Rechtsstaats

 
  
    #28301
2
29.10.14 22:30
und damit theoretisch auch der Gewaltenteilung und den dienstleistenden Staat - praktisch müsste es die KPCh bei einer Gewaltenteilung allerdings zerreißen.

"Natürlich ist ?The Rule of Law? westlicher Prägung mit dem von China angestrebten ?sozialistischen Rechtsstaat? nicht zu vergleichen. Gewaltenteilung zum Beispiel gibt es im Chinesischen System nicht. Die Partei hat das letzte Wort. Dennoch: China bewegt sich in der richtigen Richtung. ?Renmin Ribao? (Volkszeitung), das Sprachrohr der Partei, schreibt: ?Eine faire, transparente und unabhängige Justiz sind feste Bestandteile eines modernen Rechtsstaates. Das weiss auch Chinas Kommunistische Partei?. Der Partei nämlich ist Volkesstimme nicht verborgen geblieben. Ohne minimale Rechtssicherheit keine soziale Harmonie und wenig Aussicht auf erfolgreiche Wirtschaftsreformen. Jedes Land, so die chinesische Überzeugung, müsse jedoch aufgrund der eigenen Geschichte und der eigenen Gegebenheiten handeln.
Anders formuliert: was in China durchaus mit einem gewissem Erfolg praktiziert wird, ist nicht Herrschaft des Rechts sondern Herrschaft durch das Recht."  

358 Postings, 2048 Tage patsmelvhm,

 
  
    #28302
8
29.10.14 22:52

na über Folklore zu berichten ist mir der Appetit vergangen zap, da diffamiert mich dein daiphong als russischen Reiseleiter.

Dir selbst würde ich anraten bei Hochdeutsch zu bleiben, der malko schreibt hier ja auch nicht bawujarisch. Also lass mal deinen Dialekt beiseite, du kommst ja aus dem Lummerland. Ich weiss zwar nicht wo genau das ist, aber komisch reden tut ihr schon, klingt fast türkisch-deutsch, na ja ( ICH NIX HASSEN RUSSEN. ICH HASSEN PUTIN...) 

Wie wir alle wissen ist die Ukraine bankrott, siehe auch Al's Artikel oben. Nun ich persönlich bringe immer eine Menge Kleider mit wenn ich im Auto anreise. Die verschenke ich dann in Nikolaev an Bedürftige, Obdachlose ( Bomschs ), auch an Bekannte. Alte Frauen stehen überall mit kleinen Blumensträusschen in der Kälte, meistens im Eingang von Supermärkten. Denen kaufe ich dann die Blumen öfters ab ( für so 2-3 Euros) und verschenke sie an das nächstbeste Paar. Die Armut ist fürchterlich. die grossen Müllcontainer vor den Wohnblocks werden immer wieder von Menschen mit zerrissenen Kleidern durchwühlt. Trotzdem sind manche zu stolz Geld anzunehmen.

Ich wohne in einem Wohnblock im Zentrum, also gute Lage, alles ok. Durchs kahle schmutzige Treppenhaus wo unten etliche kaputte Briefkästen an der Mauer hängen, geht's hinauf entlang freihängenden elektrischen Drähten hinauf in den 3. Stock. Das Mauerwerk ist kahl, die Farben abgeblättert. Hinter meiner mit 3 Schlüsseln abgesicherten Tür sieht's allerdings gemütlich aus, dazu habe ich Heizung bei jetzigen Gefriergraden, da lässt es sich gut leben. Auf jedem Stockwerk gibt's 4 Türen, wer dahinter ist weiss ich nicht. Wird man überfallen kann man lange rufen, da öffnet keiner. Ich denke immer wer es probieren will der trifft ja dann auch auf mich ;-)

Nur meine Nachbarin sehe ich manchmal, eine etwa 80 Jahre alte Frau, welche schon jahrelang das Haus nicht mehr verlassen hat ( wie soll sie die Treppen wieder hinauf ) Wenn sie dann halbnackt im Korridor steht oder an meine Tür klopft, rede ich ein wenig mit ihr, damit sie nicht ganz verrückt wird in der Kälte und Einsamkeit. Jede Etage hat ein Licht was immer brennt, manchmal ersetze ich unsere kaputte Glühlampe. Sonst muss man in völliger Dunkelheit abends durch's Treppenhaus.

Voriges Jahr sass abends im November eine alte Frau im Hauseingang ( vorher stöberte sie in den Müllcontainern ) im Hof. Es war schon spät, sie war auf Krücken und konnte nicht mehr weiter. Ich ging auf die Strasse zurück bis ich Polizisten sah. Sie winkten nur ab, es gäbe eben Leute ohne Zuhause, das ist so. Ich habe ihr dann um Mitternacht etwas gekocht, auch etwas Geld gab ich ihr, was sie in den vielen Röcken versteckte. Dazu 2 Orangen vovon sie eine sofort ass. Es kostete mich einige Ueberwindung, ich habe trotzdem in der Dunkelheit der Flureingänge ein Foto von ihr geschossen. Am nächsten Tag war sie nicht mehr da...s. Foto mit der Orange

 
Angehängte Grafik:
bomsh_babushka_201312002.jpg (verkleinert auf 75%) vergrößern
bomsh_babushka_201312002.jpg

358 Postings, 2048 Tage patsmelv300 , vielleicht hast du Recht zap,

 
  
    #28303
29.10.14 23:00
trotzdem ist mir der Kohlhaas lieber als der Junker Wenzel, dafür trete ich auch ein :-)  

9132 Postings, 2336 Tage FillorkillAus

 
  
    #28304
29.10.14 23:26
Der 'greatest monetary Nonevent in History' ist nun selbst History. Der Cracked Up Boom, an den von AL als vulgarisiertem Mises-Wiedergänger inspirierte inverse Bären glaubten, ist vertagt, der Staatshaushalt nahezu ausgeglichen und die Bullen setzen ihre Hoffnung nun auf die Zinswende nach oben...

US-Notenbank beendet Anleihenkäufe

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) stellt den Aufkauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren ein. Der für die Geldpolitik zuständige Offenmarktauschuss der Fed kündigte an, die Anleihenkäufe zu beenden.
-----------
"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

5019 Postings, 2175 Tage daiphongwenn "der Kapitalismus" plötzlich "ausbricht"

 
  
    #28305
3
30.10.14 02:01
wie in "sozialistischen" Ländern, oder der "Privatkapitalismus" im "Staatskapitalismus", dann ist das zunächst eine regelrechte Katastrophe.

Denn eine überkommene und leistungsschwache Gesellschaft bricht dann auseinander, eine recht bestimmte Familienordnung und Staatsordnung, kommunale Nachbarschaftsordnung, Arbeitsordnung und Eigentumsordnung, Medien-Öffentlichkeit und Religionsordnung.

Eine extreme Erfolgsorientierung der Leistungsfähigen und/oder Rücksichtslosen wird sehr plötzlich freigesetzt und erzeugt neue Mittel- und Oberschichten, was praktisch auf einen extremen Egoismus und eine Verdrängung alles anderen hinausläuft. Nicht nur der Individuen, auch der "besseren" Familien, der "besseren" Firmen, der "besseren" Kommunen, Kulturträger, Kirchen und Staatsinstitutionen. Die "Privatisierung" der Gesellschaft läuft wie eine Oligarchisierung auf allen Ebenen, als ein gesamtgesellschaftliches Wettrennen um die Erzeugung und Besetzung von Claims. Rücksichtslosigkeit wird dabei zu einer Tugend, auch in dem wörtlichen Sinn, dass man nicht nach dem Zurückgebliebenen schaut, sondern nur nach vorne: Fortschritt, Geld, Erlösung warten am Horizont, das Elend soll das Gestern sein.

Wo die einen schon ihre Sonntage feiern, hausen die anderen im Verfall. Der große Ausfall des Staates, der Familie/Verwandtschaft, der Nachbarschaft/Kommune, der Gewerkschaften,  der praktischen Religionen, eine große Verwahrlosung prägen viele postsozialistische Gesellschaften. Volksparteien existieren nicht mehr oder noch nicht, denn der Sozialstaat würde Geld kosten, das niemand freiwillig hergibt. Höchstens in der Verwandtschaft oder symbolisch in der Kirche.

Allerdings kann ein autoritär-nationaler bis christdemokratischer, sozialdemokratischer bis gewerkschaftlich geprägter Staat eine gewisse Minimal-Solidarität und Steuerzahlung zur allgemeinen Existenzsicherung sowie einen nicht-korrupten Staat erzwingen. Wobei die Gegenkräfte in manchen Gegenden durchaus auch und sogar dauerhaft gewinnen können.

Die Zurückgebliebenen werden oft als Leute des alten Systems, Ewiggestrige, Faulpelze, Gescheiterte behandelt - aber egal ob sie es sind und nicht anders können, die große Masse hat gar keine Chance als sich mühselig durchzuschlagen durch die Zeit, sich einzurichten und auf bessere Zeiten zu hoffen. Diese Hoffnung immerhin besteht im Kapitalismus und in demokratischen offenen Gesellschaften. Sie ist auch nicht unberechtigt, denn wenn die Gesellschaft manische Phasen des Wettrennens als Leistungserhöhung und Umbau abschließt, tatsächlich demokratische Kämpfe um neue Gleichgewichte führt und darin sich selbst und ihren eigenen Resultaten begegnet, entsteht sie erst wirklich als gelebte Gesellschaft.

Bis zur nächsten Krise oder Modernisierung, wenn wieder große Verwerfungen zumindest in der Jugend neue Zeiten erzeugen. "Kapitalismus" bedeutet konkret sehr vieles und extrem verschiedenes, wie man weltweit in allen Gesellschaften und bei jedermann sehen kann.

(ich schick den langen Beitrag mal trotzdem ab.
ausgearbeitet ist das nicht, aber die Intention zu Ukraine und Russland wird vielleicht deutlich)  

8999 Postings, 1364 Tage zaphod42Danke pat für den Bericht

 
  
    #28306
30.10.14 06:18
er zeigt auch, warum die Leute vermutlich in die EU wollen. An der Seite Russlands wurde es wohl 25 Jahre nicht besser. Gerade der Westen der UA wird Polen vor Augen haben, die eine steile Entwicklung gemacht haben. Russland betrachtet UA nur als Kolonie, Europa würde es als Mitglied und Partner behandeln.

Bleibt die Frage: Warum ihnen die Verbesserung des Lebensstandards durch Anschluss an den Westen verwehren? Weil der Westen "faschistisch" ist? Weil es auch den Oligarchen besser ginge? Das ergibt alles keinen Sinn...

Wo liegt eigentlich deine Motivation  in diesem Spiel? Und warum lebst du als Deutscher (?) der sich teure Reisen leisten kann unter diesen Bedingungen? Reines Samaritertum kaufe ich dir nicht ab.  

38180 Postings, 3829 Tage Anti Lemming# 304 - "ausgeglichen", ach ja?

 
  
    #28307
30.10.14 09:17
Dann erzählt mir doch mal bitte, wie die Fed ohne Crash ihre auf 4,5 Billionen Dollar aufgeblähte Bilanz rückabwickeln will.  

38180 Postings, 3829 Tage Anti LemmingDaran, dass dies gelingt, zweifelt selbst

 
  
    #28308
30.10.14 09:31
Ex-Bläher Greenspan (Vorgänger von Bernanke als Chef der Fed).

www.ariva.de/forum/...SA-Baeren-Thread-283343?page=4552#jumppos113815  

38180 Postings, 3829 Tage Anti LemmingEin "Busserl" für unsere Sowjetfreunde

 
  
    #28309
30.10.14 09:35

8999 Postings, 1364 Tage zaphod42Liebe KGB-Schreiberlinge

 
  
    #28310
1
30.10.14 10:16
Bitte denkt daran, dass ihr noch 2 Tage Zeit habt, euer Monatssoll an NATO-Bashing und Prorussen-Postings zu erfüllen.

Eure Überweisung wird am 1.11. auf eurem Konto eintreffen, vorausgesetzt ihr habt euch an euren Vertrag gehalten und das Monatssoll erfüllt.

Herzlichst,
Euer IM Antiflemming  

8999 Postings, 1364 Tage zaphod42Meine Schaufel - deine Schaufel - meine Schaufel

 
  
    #28311
30.10.14 10:38
"Bedingungen nicht erfüllt": Frankreich rückt "Wladiwostok" nicht raus - n-tv.de
Russland behauptet, der französische Hubschrauberträger "Wladiwostok" werde Mitte November ausgeliefert - der angespannten Lage in der Ukraine zum Trotz. Aus Paris heißt es nun: An den Angaben aus Moskau ist nichts dran.
 

358 Postings, 2048 Tage patsmelvdaiphong ,herrlich dein "Was ein einziger Fill..."

 
  
    #28312
1
30.10.14 10:59
du bist ja Berliner , nicht ? Bist du verwandt mit Karl Valentin ?  

33053 Postings, 5481 Tage Kickyeine neue Phase sozialdemokratischer Ostpolitik.

 
  
    #28313
2
30.10.14 11:00
http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/...in_ipg_zu_russland_spd.pdf
Karsten Voigt (SPD) war bis 2010 Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Er unternimmt und verstärkt in einem Beitrag für IPG (Internationale Politik und Gesellschaft) vom 28. Oktober den Versuch, die Abkehr der SPD von ihrer früheren friedenspolitischen Linie und hin zur Unterstützung der neuen Konfrontation mit Russland zu begründen.

Albert Müller dazu:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=23767
.......Die neue Konfrontation wird den Russen in die Schuhe geschoben. Alles was vorher war, zum Beispiel die Ausdehnung der NATO und der Bruch vieler Versprechen zum Ende des Konfliktes zwischen Ost und West genauso wie der Staatsstreich in der Ukraine wird weggelassen. Die Schuld an der neuen Konfrontation wird elegant den Russen zugeschoben.

Kein Wort zu der Destabilisierungspolitik der USA, kein Wort zu der Problematik der uni-polaren Welt unter Führung der USA. Kein Wort zu Brzezinskis weltpolitischen Gedankenspielen. Kein Wort zur Minderung der Wertschätzung für die UNO und zu ihrer Missachtung bei militärischen Einsätzen der westlichen Staaten. Kein Wort zur ?Erfolglosigkeit? der vielen militärischen Interventionen und zu den zerstörerischen Folgen.

Karsten Voigt versucht, ähnlich wie sein Parteifreund Gernot Erler, die Abwendung der Sozialdemokratie vom Konzept der gemeinsamen Sicherheit den Veränderungen in Russland in die Schuhe zu schieben. Es ist vor allem Putin, mit dem man anders als mit Jelzin gemeinsame Werte nicht teilen kann. Die Zeit von Jelzin muss großartig gewesen sein für den Westen, so gewinnt man den Eindruck, und Sozialdemokraten machen sich damit zu den Bütteln der Ausbeutung Russlands, die Jelzin leicht gemacht hatte.

....Karsten Voigt habe ich schon in Zeiten der gemeinsamen Zugehörigkeit zur SPD-Bundestagsfraktion in entscheidenden Phasen der Politik, als es nämlich 1990 ff. um ein bisschen mehr Souveränität unseres Landes und vor allem um weniger Belastung durch die Anwesenheit und die Übungen fremder Streitkräfte ging, als Einflussagent der USA erlebt. Das ist er wohl geblieben. Dafür spricht auch die Tatsache, dass er von 1999?2010 Koordinator der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit war, .....

Karsten Voigt hat übrigens die typische Karriere auffallend vieler ?erfolgreichen? Sozialdemokraten gemacht: von links unten nach rechts oben. Im Dezember 1969 wurde er zum ersten linken Juso Vorsitzenden gewählt. Ich erinnere mich noch gut an diesen Kongress in München und die dort beschlossenen Papiere, weil ich diese dann im Auftrag von Willy Brandt und Bundesgeschäftsführer Hans-Jürgen Wischnewski für den Parteivorstand der SPD zu kommentieren hatte. Das klang alles ganz links und war im typischen von Marx entlehnten Jargon gehalten. Das ist alles weit her und solche Leute kann man sehr gut gebrauchen, wenn man die SPD jetzt auf eine neue Ostpolitik festlegen will. Die Überschrift des Textes von Karsten VoIgt ?Erschüttertes Vertrauen. Wir stehen in einer neuen Phase sozialdemokratischer Ostpolitik? ist dann die passende Wegmarke. ? Wendehälse überall.  

33053 Postings, 5481 Tage KickyUkraine will 2020 Mitglied der EU werden

 
  
    #28314
1
30.10.14 11:06
Die Ukraine macht sich Hoffnungen auf einen EU-Beitritt. Die Europäer sollten den Mut haben, der Ukraine klar zu machen, dass das keine gute Idee ist.

Alle freuen sich über den Ausgang der Wahlen in der Ukraine. Zu recht. Es ist gut, dass die radikalen Kräfte jeglicher Couleur geschwächt wurden und eine stabile Regierung in Aussicht ist. Nun wird in Kiew also weiter prowestlich regiert. Aber es gibt da ein Problem.

Besonders erfreut gibt man sich in Brüssel. Mit den Glückswünschen verbinden der Noch-Ratspräsident Herman Van Rompuy und Noch-Kommissionspräsident José Manuel Barroso die Mahnung zu politischen und wirtschaftlichen Reformen. Hintergrund dieses Ratschlags ist, was man in Brüsseler Institutionen (noch) nicht offiziell verhandelt, was aber doch stets im Raume steht, wenn es um die Ukraine geht: die Beitrittsperspektive. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko will 2020 den Beitritt zur EU beantragen. Die Wahlen waren auch eine Bestätigung dieses Vorhabens und ein Auftrag an die künftige Regierung, dieses Ziel zu verfolgen.

Bislang traut sich in Brüssel und den anderen europäischen Hauptstädten niemand, auf dieses Ansinnen so zu reagieren, wie es vernünftig wäre: Nämlich in aller Freundschaft klar zu machen, dass ein EU-Beitritt der Ukraine nicht in Frage kommen kann, weil er die finanziellen und integrativen Fähigkeiten der Union völlig überlasten würde. Zu befürchten ist aber, dass stattdessen wieder alles auf die klassische Strategie der Karotte zuläuft: Die Beitrittsperspektive vor der Nase soll unsichere Kandidaten zu wirtschaftlichen, politischen und rechtsstaatlichen Reformen verlocken. Stabilität und Demokratie werden damit vom Selbstzweck zur politischen Handelsware degradiert. Den mäßigen Erfolg dieses Schachers - ihr werdet gute Demokraten, wir bezahlen - kann man in Bulgarien und Rumänien betrachten........

http://www.wiwo.de/politik/europa/...sage-naemlich-nein/10900534.html  

9132 Postings, 2336 Tage Fillorkillwenn "der Kapitalismus" plötzlich "ausbricht"

 
  
    #28315
1
30.10.14 11:12
In postsozialistischen Staaten bricht kein Cap 'pötzlich' aus und es sind auch nicht die in einem ökonomischen Sinne Leistungsfähigen, die sich durchsetzen. Tatsächlich fehlen im Open die essentiellen Voraussetzungen, nämlich sowohl Kapital und wie ein funktionierender Markt. Die realen Sozialisten haben dieses Problem zu lösen versucht, indem a einige der ihren sich über Aneignung und Raub gesellschaftlichen Vermögens in Kapitalistensimulationen sprich Oligarchen verwandelten und b die überkommene Subsistenzgarantie für die damit pauperisierte Bevölkerung aufgekündigt wurde...
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

33053 Postings, 5481 Tage KickyKrim -wie Kaliningrad nur schlimmer

 
  
    #28316
2
30.10.14 11:18
Kaliningrad, das alte Königsberg, ist vom russischen Kernland abgeschnitten und wird mit Sonderprogrammen gefördert. Trotzdem bleiben Hürden. Der ebenfalls isolierten Krim blüht ein noch schwierigeres Schicksal.....
http://www.nzz.ch/wirtschaft/wie-kaliningrad--nur-schlimmer-1.18414259
Mitte Oktober hat die russische Regierung einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, durch welchen die Krim den Status einer Sonderwirtschaftszone erhalten soll. Geplant ist unter anderem eine mehrjährige Reduktion der Steuer auf Einkommen oder Grunderwerb; Erleichterungen soll es auch bei der Umsatzsteuer und bei den Importzöllen geben. Um in den Genuss dieser Privilegien zu gelangen, müssen grosse Konzerne über drei Jahre lang mindestens 100 Mio. Rbl. (2,2 Mio. Fr.) investieren, kleine und mittlere Unternehmen 20 Mio. Rbl. Noch liegt das Wohlstandsniveau auf der Krim weit unter dem des übrigen Russland, doch ihre Führung spricht schon davon, eine Art Silicon Valley zu errichten.

Die russische Regierung scheint Sonderprogramme mehr zu schätzen als Reformen: 2007 wurde in Kaliningrad eine Tourismuszone und später eine Glücksspielzone geschaffen. Glücksspiel ist in Russland verboten und nur mit Sondererlaubnis in speziellen Regionen gestattet, die dadurch einen Entwicklungsschub erfahren sollen. Die Tourismuszone wurde 2012 rückabgewickelt, und um die Glücksspielzone ist es auch nicht gut bestellt: Es finden sich nicht genug Investoren, und der Aufbau der Infrastruktur wird nicht vorangetrieben.

Die Krim braucht Geld

Das ist zumindest eine Sorge, die sich die Krim nicht machen muss. Bei allem, was ihr fehlt ? einen Ruf als Touristenziel hat sie, besonders in Russland. Ob dieser attraktiv bleibt, muss sich weisen. Bis Ende Jahr soll jedenfalls das Konzept für eine Glücksspielzone erarbeitet werden; die rechtliche Grundlage wurde schon gelegt. Im Übrigen hat die Krim wenig wirtschaftliches Potenzial: Auch wenn dort über 2 Mio. Menschen leben ? und damit mehr als doppelt so viele wie in Kaliningrad ?, so verfügt die Halbinsel doch über keine Industrietradition, abgesehen von Schwerpunkten in der Nahrungsmittelproduktion und dem Schiffbau. Viele Anlagen benötigen dringend Investitionen, und diese werden auf absehbare Zeit nur aus dem Kernland kommen.

Die Rechtsunsicherheit blockiert internationale Investitionen, welche durch die Sanktionen des Westens nun nahezu unmöglich sind. Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Firmen auf der Krim sind in der EU und den USA untersagt, und jeder russische Konzern rückt sich durch ein Engagement auf der Krim selbst auf das Zielradar neuer Sanktionen. Damit liegt es an Moskau, den versprochenen Aufschwung der von seinen Soldaten eingenommenen Halbinsel mit Subventionen in Milliardenhöhe zu gewährleisten. Schon vor der Annektierung konnte sich der Haushalt der Krim nur zu etwa einem Drittel selbst finanzieren; die Wirtschaftsleistung pro Kopf beträgt rund ein Drittel des russischen Durchschnitts.

Um jeden Preis allerdings sollen Firmen nicht angesiedelt werden: Die Regierung hat sich dagegen entschieden, die Steuer auf Dividenden, welche Firmen auf der Krim ausschütten, zu reduzieren oder abzuschaffen. Diese Idee wurde einst diskutiert, um aus der Krim ein «Offshore»-Zentrum für russische Unternehmen auf russischem Gebiet zu machen. Viele Firmen unterhalten Dépendancen in echten Offshore-Zentren wie Zypern oder den Kanalinseln ? um Steuern zu sparen und um die Vermögenswerte dem Zugriff der nicht immer objektiven russischen Justiz zu entziehen.

Präsident Putin möchte das ändern. Weil strukturelle Reformen ausbleiben, um Firmen zur Rückkehr zu bewegen, sollen neue Gesetze oder monetäre Anreize Abhilfe schaffen. Die Krim spielt in diesem Konzept aber wohl keine Rolle mehr, ...
Bis Ende 2018 will die russische Regierung für 6 Mrd. $ eine 19 Kilometer lange Brücke über die Meerenge von Kertsch bauen und damit eine Landverbindung zur Halbinsel errichten. Anders als Kaliningrad kann die Krim deshalb darauf hoffen, ihre geografische Isolation zu verlieren. Dass dies aber die Einbussen durch die internationale Isolierung aufwiegt, darf bezweifelt werden.  

9132 Postings, 2336 Tage Fillorkill"ausgeglichen", ach ja?

 
  
    #28317
30.10.14 11:24
Der öffentliche Haushalt ist nahezu ausgeglichen, sprich das Deficit tendiert gegen 0. Dabei hiess es in der Vulgärökonomie, QE sei Monetarisierung von Staatsschuld und angesichts deren Dimension alternativlos...

Die via QE aufgesammelten Bonds bleiben in der Masse bis zur Fälligkeit in der Fed-Bilanz. Bei Tilgung werden diese ausgebucht und der ausbezahlte Betrag 'gelöscht'....
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

8999 Postings, 1364 Tage zaphod42"Bei Tilgung"

 
  
    #28318
1
30.10.14 11:47
genau das ist ja das Problem, mein Ex-Freund. Wenn das mit der Tilgung so einfach wäre, würden die banken diese Papiere kaum so freudig zur FED schieben.  

2070 Postings, 635 Tage SternzeichenSinkende Ölpreise gefährten Frachin und Schieferöl

 
  
    #28319
2
30.10.14 12:34
Sinkende Ölpreise machen Ölförderung unrentabel.


Der Preisverfall am internationalen Ölmarkt setzt Fragezeichen hinter den Ölrausch in Nordamerika. Das rasante Wachstum der Schieferölförderung in den Vereinigten Staaten hat in den vergangenen Jahren den globalen Energiemarkt auf den Kopf gestellt. Doch nun könnten wegen der niedrigen Preise viele Bohrlöcher unwirtschaftlich werden. ?Als allererstes wird es das Schieferöl treffen?, erwartet Abdalla Salem El-Badri, der Generalsekretär des Erdölförderkartells Opec, das von den Ölstaaten im Nahen Osten dominiert wird. Auf dem derzeitigen Preisniveau könnte sich die amerikanische Schieferölförderung halbieren, glaubt El-Badri.

Wenn die Preise weiter bei 85 Dollar liegen, werden wir sehen, dass viele Investitionen, viele Projekte und viel Öl vom Markt verschwinden?, sagte der Libyer am Mittwoch auf der Branchenkonferenz Oil & Money in London. Die Förderung von Schieferöl mithilfe der sogenannten Fracking-Methode ist deutlich teurer als die konventionelle Ölförderung. Die Unternehmen in der Branche sind deshalb auf einen relativ hohen Ölpreis angewiesen. Öl ist jedoch wegen der schwächelnden Weltkonjunktur und dem starken Wachstum der amerikanischen Ölförderung seit Juni um rund ein Viertel billiger geworden.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/...cking-unrentabel-13237528.html

 

38180 Postings, 3829 Tage Anti LemmingQE ist eine Methode, Geld jetzt schon auszugeben,

 
  
    #28320
2
30.10.14 12:48
das die Amis erst viel später (bei Endfälligkeit der aufgekauften Staatsanleihen) zurückzahlen müssen. Ein weiteres Rad - oder besser: ein Mühlstein - im grassierenden Kreditwahnsinn.

Denn die Bonds waren nicht "sowieso schon da", wie die Aufkäufe der Fed vom "freien Markt" suggerieren. Nein, das US-Schatzamt hat - im Wissen um die Fed als Bieter der letzten Instanz - Unmengen an neuen Staatsanleihen rausgegeben. Die Bieter bei den Auktionen (GS und Co.) waren nur deshalb so kaufwillig, weil sie genau wussten, dass sie die Staatsanleihen kurz darauf (oft schon nach Tagen) an die Fed weiterreichten konnten. Im Grunde war es notdürftig verstecktes "Auftragsbieten" für die Fed. Hätte die Fed die Staatsanleihen direkt bei den jeweiligen Neuemissionen des Schatzamt ersteigert, wäre der Betrug ("der Staat leiht bei sich selbst") allzu sehr ins Auge gesprungen.  

8999 Postings, 1364 Tage zaphod42Da ist noch viel Luft nach unten

 
  
    #28321
3
30.10.14 12:52
" Die Ölsandförderung in Kanada ist ab Ölpreisen von 45 bis 70 US-Dollar je Barrel rentabel. Der Preis für schweres kanadisches Öl der Marke Western Canada Select bewegt sich seit Mitte Oktober in dieser Spanne. Zeitweise war kanadisches Rohöl bis zu 40 US-Dollar je Barrel billiger als WTI und mehr als 60 US-Dollar je Barrel billiger als Brent (Grafik 4)."

"Industrieschätzungen zufolge liegen die Förderkosten bei Schieferöl in den USA zwischen 50 und 80 US-Dollar je Barrel"

http://zertifikate.commerzbank.de/SiteContent/1/1/...ffstrategie.html  

10364 Postings, 4732 Tage lehnaAL kämpft wiedermal gegen die FED....

 
  
    #28322
30.10.14 13:52
und Fill gegen westlichen Raubtierkapitalismus.
War für heute aber nochn bisschen dürftig--- da geht noch was, ihr Laptop- Recken
Also mir gehts in etwa so wie Kosto: Ich liebe den Kapitalismus, aber verachte protzige Kapitalisten.
Ende des 19. Jahrhunderts war Schweden ärmer als der Kongo heute und Hunger gehörte zu den meisten Menschen wie die Peitsche zur Domina.
Zu unserem Dusel konnte sich im Westen der Kapitalismus durchsetzen.
Fill, AL, im Kapitalismus herangereift, leiden ohne Zweifel am Wohlsstandssyndrom.
In reichen Ländern ist die Zahl der Schwermütigen und Zukunftsängstlichen wesentlich höher als in armen aufstrebenden Gesellschaften....




 

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