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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1451
neuester Beitrag: 07.07.15 00:31
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 36259
neuester Beitrag: 07.07.15 00:31 von: Fillorkill Leser gesamt: 2756779
davon Heute: 284
bewertet mit 86 Sternen

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20752 Postings, 4244 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
86
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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36233 Postings ausgeblendet.

915 Postings, 591 Tage exactGriechenland

 
  
    #36235
1
06.07.15 00:56

....aktuell zwar auch nicht mehr Up-to-Date...aber immer noch sehens- und bedenkenswert:

Staatsgeheimnis Bankenrettung

https://www.youtube.com/watch?v=HrptpTTs3oM

 

14448 Postings, 3276 Tage Malko07#36231, ...: Du wirst es wohl nie

 
  
    #36236
4
06.07.15 09:20
begreifen. Bezüglich Griechenland geht es primär nicht um Haushalte sondern um staatliche Organisation. Solange die nicht Mindestansprüchen genügt, nutzen Hilfen auch der griechischen Wirtschaft nichts. Das führt nur wieder zu steigenden Kapitalexporten und zu einer Anfeuerung der Immobilienmärkte in Berlin, München, Paris, London, ....

Einwände gegenüber Griechenland habe ich nicht erst, nachdem die feigen heutigen Chaoten das Ruder übernommen haben. Anfänglich war ich für eine Hilfe für Griechenland. Nachdem im ersten Programm nach der ersten Bilanz bezüglich strukturellen Änderungen nichts umgesetzt worden war und das sich in der 2. Bilanz fortsetzte war ich für die Einstellung der Hilfen, also seit einigen Jahren.

Ich bin kein Fan der Sozialdemokratie, das heutige Regime allerdings als Sozialdemokratie zu bezeichnen empfinde ich als Beleidigung aller Sozialdemokraten. Dass das einige bei den Rot-Grünen bei uns noch nicht so richtig geschnallt haben was die Musik wirklich spielt, liegt an deren absoluten Überschätzung staatlicher Aktivitäten und des festen Glaubens Staat wäre Staat.

Die griechische Gesellschaft weigert sich eine im wesentlich durch sie selbst steuerbare innere Abwertung vorzunehmen um wieder eine ausreichende Produktivität zu erreichen. Da bleibt dann nur noch die äußere Abwertung über eine eigene Währung. Die wird allerdings ohne Rücksicht auf irgendwelche soziale Gegebenheiten durchschlagen. Dann werden eben die Renten um 70% abgewertet, bei inneren Unruhen zu über 90%. Das Gesundheitssystem wird dann unter Garantie auf dem Niveau eines Entwicklungslandes landen. Wieso die Griechen heute der Meinung sind, sie hätten das Menschenrecht auf ein wesentlich höheres Gesundheitssystem wie z.B. Estland und das unter anderem auch von diesem Land finanziert werden soll, ist unverständlich. Sie sollten sich das Gesundheitssystem z.B. in Bulgarien anschauen und anschließend versuchen nicht tiefer zu sinken.

Die europäischen Hilfen haben den Zusammenbruch der eigenen Finanzindustrie verhindert. Und das war auch richtig so. Es fehlten die Werkzeuge das zu verhindern. Und weshalb sollte z.B. Deutschland im Elend versinken, die private Alterssicherung den Bach runter gehen  weil sich Griechenland einen guten Lenz gemacht hat und sich ein einmaliges nicht finanzierbares Rentensystem geleistet hat. In diese Rettungsaktion ist ca. Drittel der Hilfsgelder geflossen. Fast noch mehr hat den griechischen Banken den Kapitalexport ihrer Oligarchen ermöglicht ohne dass das griechische Bankensystem dabei den Bach runter gegangen wäre. Über ein Fünftel ist im Haushalt und anderen dubiosen Senken verschwunden. Ein wirklich "grausames" Europa! Nicht zu vergessen die 2 Schuldenschnitte, von denen einer explizit erfolgte und Griechenland heute und die nächsten Jahre einen in der EU einmalig niedrigen Schuldendienst hat.

Auch die vergangenen 5 Monate ist dieses Spiel fleißig gespielt worden. Die ELA-Hilfen haben primär dazu gedient kurzfristige Staatsanleihen aufzukaufen und fleißig Geld unter das Kopfkissen und ins Ausland zu bringen. Es stellt sich bei alledem die Frage wieso die Griechen schon seit längerer Zeit nicht mehr in ihrem Land investieren wollen? Sie sind offensichtlich nicht so blöd, sie meinen aber die Ausländer hätten die Pflicht so blöd zu sein.
 

14448 Postings, 3276 Tage Malko07Da Griechenland gegen die

 
  
    #36237
3
06.07.15 09:36
angebliche Austeritätspolitik der EU ist, welche praktisch nicht existiert (man schaue sich nur das Schuldenwachstum an, das länger so nicht weiter gehen kann), bleibt nur der eigene Weg. Dann kann man Stolz auf die eigene Währung sein und es mit Würde ertragen, dass keiner einem Geld leihen will, sogar die eigene Bevölkerung nicht.    

12553 Postings, 2586 Tage Fillorkilles geht nicht um greece

 
  
    #36238
06.07.15 11:40
Das war gestern. Sondern um die Erosion des 'alternativlosen' deutschen Sonderweges, der nur dem Schein nach temporär als Konsensmodell auftreten konnte, aber anhand seiner in einem lebenspraktischen Sinn realen destruktiven Konsequenzen die eigene Aufhebung einleitete - der Erfolg von Syriza und demnächst ihrer Pendants in Spanien, Portugal, aber auch der Rechtspopulisten weiter im Norden ist sein logisches Resultat. Mithin geht es also um die Definition von Europa, die wieder kontrovers diskutiert wird - was sich nicht nur auf eine dysfunktionale Fiskalpolitik bezieht, die nur den Ausgangspunkt dieser Revolte markiert.

Darüber zu informieren, dass Syriza weder Adolf wiederholt noch schmutzige Jobs für seine angeblich oligarchischen Auftraggeber erledigt, dass der griechische Haushalt einen Primärüberschuss dank bereitwilliger Umsetzung der Austeritätsvorgaben aus Berlin erzielt, dass die eingeforderte drastische Erhöhung der Mehrwertsteuer für den Tourismussektor keine ökonomische Begründung hat, ist deshalb vergleichsweise uninteressant. Weshalb ein in Rezession / Depression sparender öffentlicher Sektor seine Schulden notwendig maximiert hab ich bereits mehrfach ausgeführt - die Ableitung der eskalierenden Staatsverschuldung der Piigs aus ihrer verkehrten Moral bleibt trotz unberirrter Wiederholung allenfalls ein schlechter Witz.

Funktionale Fiskalpolitik vs deutscher Sonderweg:

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'das ganze ist das unwahre'
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useupix1.jpg
useupix1.jpg

14448 Postings, 3276 Tage Malko07Es geht ganz konkret um Griechenland

 
  
    #36239
3
06.07.15 11:55
und auch um das Wirtschaftssystem in der EU. Der griechische Wähler kann eben nicht der Eurozone ein Staatssystem schlimmer als in der früheren DDR aufzwingen, nur damit man weiter die Sause auf Kosten seiner Nachbarn machen kann. Will man, dass die Eurozone und die EU weiter bleibt und nicht braune Populisten à la Griechenland das Ruder übernehmen, muss Griechenland raus! Und wenn man dann sieht, wie "schön" das Leben außerhalb der EU ist, werden die Populisten in den anderen Staaten schrumpfen.

In Europa, und nicht nur in Deutschland besteht keine Mehrheit in der Bevölkerung den heutigen Finanzausgleich (Strukturförderungen) weiter auszuweiten, besonders im Norden. Für Schulden anderer gerade zu stehen gibt nicht mal eine andeutungsweise Mehrheit. Und wenn der Süden das nicht akzeptieren sollte, wird er "Mexiko" spielen müssen. Es wird dann sehr konkret mit dem Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten werden und sich ein Kerneuropa heraus bilden. Ich glaube allerdings nicht, dass Spanien, Portugal und andere wirklich in diesen Status absinken wollen. Prinzipiell ist die Bereinigung an den Rändern der EU etwas Positives und die Ausweitung um Serbien, weiteren Balkanstaaten und der Ukraine etwas Negatives. Mit dem Wegbrechen von Griechenland wird sich Europa ändern. MMn allerdings in die richtige Richtung.  

12553 Postings, 2586 Tage Fillorkillder beleidigte Mann Europas

 
  
    #36240
1
06.07.15 12:01
All die Debatten zu Griechenland, Grexit und Tsipras, die die letzte Woche erfüllten, haben eines ganz deutlich gezeigt: Es geht den Deutschen offenbar schon lange nicht mehr um Ökonomie, Politik oder ein irgendwie geartetes Krisenmanagement. Nein, sie sehen die Ereignisse als moralisches Kräftemessen in der Welt.

Neulich plauderten wir wieder über das Weltgeschehen. Ein Arbeitskollege und ich. Eigentlich ein vernünftiger Mann. Aber beim Thema Griechenland streifte er seine Ratio ab. Er fand, dass die Griechen die Deutschen seit langer Zeit nur verarschen. Geld wollten sie haben, aber die Schuld nicht begleichen. Als Steuerzahler interessiere ihn sehr wohl, wohin sein Geld gehe. Man kennt diese Sprüche ja. Jeder hat mindestens so einen Arbeitskollegen oder Nachbarn oder wer weiß wen in seinem Umfeld. Man spürte deutlich, dass da jemand beleidigt war. Irgendwie getroffen. Schrecklich eingeschnappt ob der griechischen Art und Weise.

...Das eingeschnappte Lebensgefühl ist ja ohnehin eine deutsche Angewohnheit. Dieses »Wir gegen die Welt!« beeinflusst die Wahrnehmung, die die Deutschen von der Welt haben, immer stark. Das hat einen Weltkrieg verursacht. Man war damals auch der beleidigte Mann Europas und hatte genug von all den Beleidigungen, die man allerorten witterte. Danach zog sich die beleidigte Haltung zurück. Aber jetzt ist sie wieder da. Man fühlt sich seit Jahren unverstanden, zurückgesetzt und glaubt doch, dass man so viel Gutes in Europa und der Welt tut. Bezahlen, Wirtschaft ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen, Waffen liefern. So viel notwendige Dinge - und keiner dankt es »uns«. Seit Jahren ist man hierzulande der Ansicht, dass Deutschsein vor allem bedeutet, von allen Herrenländern ausgenutzt und ausgebeutet zu werden. Das ist die Wurzel der Wut und des Beleidigtseins. Jetzt sind es eben die Griechen, die dieses Weltbild abermals bestätigen.

Die Chronologie der Wahrnehmung: Zuerst ist da das Gefühl, dass man zu kurz kommt. Nicht ausreichend gewürdigt wird. Daraus fabrizieren die Opinionleader dann Verärgerung und fachen die allgemeine Wut an. Man grenzt sich mental ab, zeigt mit den Finger auf die, die verägern und verleiht Attribute, um schön schwarz und weiß malen zu können. Hier kommen Fleiß und Faulheit, »Bruder Leichtfuß« und »ehrlicher Makler« und weitere andere Kategorisierung ins Spiel. Und ehe man sich versieht, wird aus einem Sujet, das bestenfalls für einen sachlichen Diskurs taugen würde, ein täglich wiederholtes, täglich verstärktes, täglich indoktriniertes moralisches Traktat.

Das deutsche Wesen, an dem die Welt genesen soll, war immer Moralia. Wenn die Welt so würde, wie es die Menschen sind, die auf jenem Erdenplatz leben, den Gott persönlich geküsst hat, so würde es in der Welt besser und fairer zugehen. Das ist die Bestimmung eines moralisch gewählten Volkes, das sich zuweilen so herrisch aufführt, dass man ahnt, welches Diktat Moral sein kann. Wer die griechische Tragödie unserer Zeit als moralisches Schauspiel begreift, der begreift die kapitalistischen Funktionsweisen nicht. In diesem System gibt es keine Moral. Und jetzt eine zu bemühen ist absurd und eigentlich nicht systemrelevant. Aber damit macht man Stimmung. Feindbilder erhalten das System. Und insofern ist die Moral innerhalb eines amoralischen Komplexes doch systemrelevant, weil systemerhaltend. Der beleidigte Mann Europas ist eine prokapitalistische Leberwurst. Wenn er seine Eingeschnapptheit und seinen moralischen Duktus abstreift, haben wir gute Chancen, den Irrweg zu verlassen.

http://ad-sinistram.blogspot.de/2015/07/...leidigte-mann-europas.html
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'das ganze ist das unwahre'

14448 Postings, 3276 Tage Malko07Es ist die Propaganda

 
  
    #36241
1
06.07.15 12:27
Griechenlands aus dem Konflikt mit der Eurozone ein Konflikt mit Deutschland zu machen. Und nachdem als böser Mann Merkel nicht mehr taugte musste Schäuble her.

In der Eurozone hat allerdings Griechenland keinen "Freund" mehr. Es gibt nur unterschiedliche Ansichten über mögliche Kollateralschäden beim Aussteuern von Griechenland. Auch gibt es wohl in verschiedenen Staaten eventuell Probleme bei dem buchhalterischem Akzeptieren der Ausfälle. Allerdings sind sich alle bewusst, dass man an diesen Ausfällen mittelfristig nicht vorbei kommt. Und dann gibt es noch den geopolitischen Druck der USA Griechenland nicht fallen zu lassen. Dieser wirkt auf die unterschiedlichen europäischen Führungen nicht gleich und Deutschland nimmt diesbezüglich nicht eine besondere starke Position ein.

Wegen dem Druck der USA wird man wohl versuchen einen gefallenen Staat in der EU zu halten, mindestens so lange bis die CIA dort einen erneuten Putsch hat durchführen lassen.  

6334 Postings, 2425 Tage daiphongdie politische Bohéme ala Fill

 
  
    #36242
2
06.07.15 13:24
kann als "Abzocker der Abzocker" nur "doppeltes Taschengeld! überall!"  fordern.
Mehr ist intellektuell nicht drin.  

12553 Postings, 2586 Tage FillorkillDaiphong, die prokapitalistische Leberwurst,

 
  
    #36243
06.07.15 13:55
soll mal mindestens eine Konsequenz der den südeuropäischen Kolonien aufgenötigten 'Strukturreformen' vorbringen, die deren öffentliche Haushalte den vorgeblichen Zielen dieser Reformagenda real hat näher bringen können.  
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'das ganze ist das unwahre'

8279 Postings, 4056 Tage lumpensammlerWas den Griechen ihre Chimäre

 
  
    #36244
1
06.07.15 14:10
ist den Italienern ihr Monster. Im Vorgriff auf die Spekulation gegen den nächsten Krisenkandidaten habe ich mich solidarisch gezeigt und dieses italienische Untier unter meine Fittiche genommen. In 2 Wochen darf es Wehklagen, Schuld, Moral, Anstand und den letzten Rest Vernunft niederbrüllen.  
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12553 Postings, 2586 Tage Fillorkilldie Antwort kenn ich natürlich schon von Malko

 
  
    #36245
06.07.15 14:14
Die Strukturreformen haben ausser dem Gegenteil der Absicht nichts gebracht, weil der echte Wille sie umzusetzen fehle - aus kulturellen oder ethnischen Gründen. Vom Motiv her ein alter Trick, um das Scheitern einer Therapie nicht der falschen Diagnose anlasten zu müssen. Die sich anschliessende Frage ist allerdings die, wie lange man so weitermachen will - und kann.
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'das ganze ist das unwahre'

12553 Postings, 2586 Tage Fillorkill# 44 du wurdest geboren,

 
  
    #36246
06.07.15 14:15
um wild & frei zu sein. Weiter so !
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'das ganze ist das unwahre'

14448 Postings, 3276 Tage Malko07#36245: Wieso war

 
  
    #36247
4
06.07.15 14:38
überhaupt eine Therapie notwendig wenn doch alles in Ordnung war?

Und was ich absolut nicht verstehen kann, ist die Ablehnung der Oligarchen in der Ukraine und deren Schutz in Griechenland? Wenn ich dich richtig verstehe ist also die Politik der EU bezüglich der Ukraine vorbildlich. Denn eine Wirtschaft kann nur florieren, wenn man den Oligarchen das Geld in den Rachen schmeißt und diese es sofort ins Ausland bringen.

Ist der Arzt schuldig wenn der Patient sich jeder Therapie verweigert? Seit Jahren verweigert sich Griechenland allen geforderten Reformen wegen überbordender Bürokratie, fehlender Steuerverwaltung, Korruptionsbekämpfung, usw.. Man kann eben nicht feststellen, dass eine Therapie falsch war, wenn der Patient sie nicht durchgeführt hat. Falsch war, dass der Arzt solange mitgespielt hat und immer noch mitspielt.

Das Verlangen vieler Schwätzer, dass breite griechische Bevölkerungsteile kaum etwas vom Zusammenbruch merken sollen, wird nicht zu einem kulturellem Wandel in Griechenland beitragen. Es waren die gleichen Schwätzer die aus dem Ausland heraus "Ja"-Propaganda heraus gemacht haben und damit die "Nein"-Front gestärkt und diese Theaterveranstaltung auch noch aufgewertet haben. Dabei ist das Wahlergebnis absolut unwichtig. Die Griechen wollen nichts ändern. Das dürfen sie auch - allerdings stolz und würdig in eigener Verantwortung auf eigene Kasse. Denn trete ich einem Verein bei unterwerfe ich mich dessen Regeln und bin nicht mehr voll selbständig!  

8279 Postings, 4056 Tage lumpensammler#46

 
  
    #36248
1
06.07.15 14:38
Musste der Regierung versprechen, die StVZO (soweit ich verstanden habe, zumindest dem Sinn nach) zu beachten und immer pünktlich zum Abendessen daheim zu sein. Soviel zu wild & frei :-)  

8279 Postings, 4056 Tage lumpensammlerAm Ende

 
  
    #36249
06.07.15 14:45
ist es, denke ich, die beste Entscheidung. Die Griechen konnten es selbst bestimmen und werden mit dem Ergebnis leben müssen, d.h. der notwendige Pragmatismus, um ohne Hilfe zu überleben wird Änderungsdruck generieren. Die Geldgeber, die am Ende nur noch ums Prinzip gekämpft haben, haben wieder Zeit, diesen Fall Revue passieren zu lassen und sich für den nächsten besser vorzubereiten.  

4321 Postings, 2166 Tage learner#48

 
  
    #36250
2
06.07.15 16:55
Tigerchen!
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Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"

12553 Postings, 2586 Tage Fillorkill# 47 deine Griechenkritik ist politisch unfair,

 
  
    #36251
06.07.15 18:32
beugt die soziale Realität, verkennt jene makroökonomischen Zusammenhänge, die in allen Piigs - völlig unabhängig vom jeweiligen Staatsverständnis - in derselben Weise die Kreditblasen erzeugt haben und versteht nicht, dass die eingeforderten 'Strukturreformen' ihre vorgeblichen Ziele nicht erreichen KÖNNEN, sondern lediglich die Kreditkrisen in endlose Kreditkrisen und eben deswegen in Staatskrisen verwandeln.  

Syriza wurde rein demokratisch an die Macht gewählt, ihr Erfolg verdankt sich neben den Depressionsverstärkern aus Deutschland ihrer Distanz zum oligarchischen Klientelsystem, welches blendend unter der Austeritätsagenda reüssiert. Syriza stranguliert weder die politische Opposition, muss keine Filme, Medien und Theateraufführungen verbieten und führt insbesondere keine Kriege gegen abtrünnige Regionen. Der Vergleich mit der oligarcho-faschistischen Ukraine ist deshalb einfach nur grotesk.  

Der Rückbau sozialer Standards in Griechenland, für jedermann auf Wiki nachzulesen, ist historisch beispiellos und sonst nur als Konsequenz verlorener Kriege bekannt. Daraus ein 'sie haben nichts geändert, weil sie nichts ändern wollen' zu machen ist deshalb bestenfalls zynisch.

Dass ausgerechnet die politisch gewollte Ruinierung des Produktionspotentials eines Landes der Garant dafür sein soll, den hier versenkten Kredit im Wert zu erhalten bzw Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen, ist eine Vision, die in den Märchen der ordoliberalen Orthodoxie einen Stammplatz besetzt, aber mit der realen Welt nichts zu tun hat.

Du erinnerst sehr an den persönlich beleidigten Mann Europas, von dem oben im Artikel die Rede ist.  
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'das ganze ist das unwahre'

40851 Postings, 4079 Tage Anti Lemmingzum Problem überhöhte Löhne

 
  
    #36252
1
06.07.15 19:35

40851 Postings, 4079 Tage Anti Lemming# 240

 
  
    #36253
3
06.07.15 19:44
Auch bei diesem Posting, dass du wortwörtlich aus dem Link übernommen hast, wäre es hilfreich gelesen, den Link voranzustellen, weil man sonst glauben könnte, du hättest überraschend gelernt, dich allgemeinverständlich auszudrücken. Womit ich keinesfalls sagen will, dass das Geschreibsel ansonsten Substanz hätte.

Wer hier moralisiert, das bist du (via Autor). Die eigentlichen Probleme sind wirtschaftlicher Natur, nicht moralischer.  

14448 Postings, 3276 Tage Malko07Es geht nicht um Makroökonomie,

 
  
    #36254
5
06.07.15 20:08
es geht um kriminelles Verhalten seitens allen griechischen Regierungen seit Beginn der Hilfe und vorher.

Ob Syriza "demokratisch" gewählt wurde, interessiert mich diesbezüglich recht wenig. Auch Adolf wurde demokratisch gewählt. Und die 18 anderen Regierungen in der Eurozone ebenso. Man kann davon einfach keine besonderen Rechte ableiten. Der angebliche Abstand zum Oligarchensystem stimmt nicht. Man braucht dazu nur den Lebenslauf der Parteieliten zu studieren. Sogar Söhne von Reeder sind ganz oben vertreten und deshalb bekamen die Reeder schon sehr früh den Hinweis, dass ihnen nichts passieren würde. Dazu gab es von mir schon während des Wahlkampfes zum Parlament die entsprechenden Hinweise. Nicht wenige der Syriza-Parteieliten kommen von den anderen Parteien. Dort waren sie zum Teil nur im zweiten Glied und konnten sich an der Tränke nicht voll bedienen.

In den verflossenen 5 Monaten war es sicherlich unmöglich den Staat zu reformieren. Dass allerdings bis heute kein einziger Zweig angegangen wurde, sagt viel aus. Es wurde jedoch fleißig Klientelpolitik betrieben und ohne alternative Finanzierungen etliche Strukturreformen rückgängig gemacht.

Es gibt kein Menschenrecht auf Leistungen die auch von Staaten finanziert werden müssen, die sich diese Leistungen nicht leisten können. Selbst ist der Mann!

Deutschland ist nicht der IWF, die Eurogruppe oder die EZB. Sie ist nur jeweils Mitglied wie weitere 18 Staaten, allerdings ein Großes - beim IWF ist praktisch der gesamte Globus Mitglied. Man muss hier nicht laufend die geistlose griechische Propaganda wiederholen. Und wenn es sogar wie behauptet wäre, wäre das auch nur das Verhalten einer frei und demokratisch gewählten Regierung und das sogar ohne Oligarchensystem!

Es stimmt, die Ausgaben musste der griechische Staat sehr stark kürzen aber nicht mal in dem Umfang wie er vorher seine Sause hat von anderen finanzieren lassen. Eine Blase auf Basis "gestohlenen" Geldes ist nun mal nicht nachhaltig. Wären die griechischen Regierungen eine Reform des Staatswesens angegangen, wäre die Einkünfstelage zwischenzeitlich eine andere und man würde Griechenland wesentlich größere Freiheiten zugestehen, so wie man es auch bei den anderen Problemstaaten gemacht hat. Seit Anfang des Jahres verweigern praktisch alle nicht abhängig beschäftigte die Steuerzahlungen und die Kriminellen in Athen tun nichts dagegen, nicht mal ansatzweise.

Es ist auch nicht die Troika, welche griechisches Produktionspotential zerstört hätte oder Investitionen verhindern würde. Das schaffen die Griechen schon ganz alleine. So wurde z.B. durch spezielle Gesetze und die Bürokratie ein großer Teil der einheimischen Solarindustrie zu Gunsten eines ölliefernden Oligarchen zerstört. Prima!

Und wieso du jetzt persönlich werden muss, ist mir unverständlich. Es interessiert mich nicht an was ich dich erinnere und das ist alles andere als ein Sachargument. Mit Methoden der Syriza wirst du nur Einsam werden.  

14448 Postings, 3276 Tage Malko07Das Spiel der Griechen

 
  
    #36255
4
06.07.15 20:25
über die Zeit ist leicht durchschaubar. Immer wenn es ernst wurde platzte die jeweilige Regierungskoalition, es verstrich wieder viel Zeit und man konnte seine Euros in Sicherheit bringen. Und wenn die Geschichte für eine Regierungsumbildung zu klein war, sprang das Verfassungsgericht ein. Nicht verwunderlich, dass jetzt alle Parteien, die sich schon an der Regierung bedient hatten, wie eine eins hinter der neuen Regierung stehen. Dabei geht es nicht um die Interessen des Volkes, es geht nur um eigene Interessen. Geht Griechenland wirklich Pleite und verlässt die Eurozone/EU wird die Jagd der Gläubiger auf ins Ausland gebrachte (geklauten) Gelder und die damit gekauften Vermögensgegenstände starten. Auch ist in vielen wirtschaftlichen Verbünden der Oligarchen der Staat, zwecks besserer Geldflussumleitung, beteiligt. Frohe Jagd.  

40851 Postings, 4079 Tage Anti LemmingEs geht insofern auch um Makroökonomie

 
  
    #36256
1
06.07.15 21:16
als sich der griechische Dauerbetrug auf diese auswirkt. Würde Griechenland nicht ständig Defizite produzieren (Folge der Betrügereien, u. a. im Steuersystem), dann wären die Hilfszahlungen ja gar nicht nötig gewesen. Der Betrug wäre ein innergriechisches Problem geblieben, über das man hätte hinwegsehen können.

Die Defizite - als Betrugsfolge - machen Griechenland aber zu einem makroökonomischen Problemfall für die Eurozonen-Staatengemeinschaft. Denn die Griechen verlangen ja, dass andere Länder für diese Defizite aufkommen sollen. Damit würde die Transferunion letztlich der griech. Oligarchenmafia die Abzockprämien frei Haus liefern. Ganz ähnlich wie in der Ukraine, nur nicht so geschickt geostrategisch "eingetütet".  

40851 Postings, 4079 Tage Anti LemmingEin Lohnproblem

 
  
    #36257
06.07.15 21:24
ist es in den anderen PIIGS, die in der Regel nicht oder zumindest weniger betrügen.  

12553 Postings, 2586 Tage Fillorkilltut mir leid, Malko

 
  
    #36258
06.07.15 23:46
Bei aller Sympathie für deinen antioligarchischen Verve, der im Falle Griechenlands bekanntlich auch keinesfalls unbegründet ist, bleibt die Behauptung, die Griechen hätten die aufgenötigte Reformagenda verweigert, reine Desinformation. Erklärbar nur aus einer persönlichen Betroffenheit und wo die herkommt - keine Ahnung. Es wirkt so, als ob dir die Oligarchen persönlich in die Tasche gegriffen hätten.

Die lange Liste der Austeritätsmassnahmen aus Wiki hier reinzukopieren ist mir zu doof. Kann jeder selbst nachschlagen. Dass die Umsetzung dieser Massnahmen auf ganz verschiedenen sozialen und politischen Ebenen auf teils sehr massiven Widerstand gestossen sind ist zudem kein Beweis für einen mangelhaften Willen, sondern genau für sein Gegenteil. Denn reine Fake-Veranstaltungen provozieren keinen Widerstand, weil sie niemanden real ärmer machen. Umgekehrt verdankt sich die griechische Revolte, die keine der Oligarchen ist, der Erfahrung, dass die Bereitschaft sich der Verarmung zu fügen, ausschliesslich mit der Perspektive auf noch mehr Verarmung honoriert wird. Und mit kulturrassistischer Beschimpfung.  
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'das ganze ist das unwahre'

12553 Postings, 2586 Tage Fillorkillneue Reihe: verrückte Ex-Sozialdemokraten

 
  
    #36259
07.07.15 00:31
'...Plötzlich hört sich wieder alles anders an. Die Griechen hätten für ihre Entscheidungen seinen "vollen Respekt", sagt Sigmar Gabriel. Es gelte nun, das Land "nicht im Stich zu lassen". Mehr als je zuvor seien die Menschen in Griechenland auf die Solidarität der europäischen Partner angewiesen. Er rate allen Europäern, jetzt "einen Moment inne zu halten".

Das Innehalten ist nicht gerade eine Stärke des SPD-Chefs. Aber selbst, wenn man davon mal absieht, kommen die Worte, die von ihm an diesem Montag zu hören sind, überraschend. Am Sonntag, kurz nach den ersten Prognosen zum Reform-Referendum in Griechenland, klang Gabriel nämlich noch ziemlich anders. Premier Alexis Tsipras habe jede Brücke eingerissen, polterte Gabriel. Er könne sich kaum vorstellen, wie man jetzt noch einmal verhandeln solle.

Rumms.

Zu Oppositionszeiten wäre das womöglich nicht weiter aufgefallen. Aber Gabriel ist seit einiger Zeit Vizekanzler. Da würden sich auch manche Parteifreunde wünschen, dass der Vorsitzende seine Worte vorsichtiger wählt. Oder einfach mal ein wenig abwartet, bevor er sich äußert. Wie die Kanzlerin eben. Vergangene Woche war das genauso gewesen: Erst begrüßte Gabriel die Ankündigung des Referendums - um wenige Stunden später zurück zu rudern. Gestern Bauch, heute Kopf...'

weiter: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/...-zickzack-a-1042316.html
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'das ganze ist das unwahre'

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