Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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neuester Beitrag: 20.05.13 06:27
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 8069
neuester Beitrag: 20.05.13 06:27 von: Malko07 Leser gesamt: 233069
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20752 Postings, 3466 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
69
04.11.12 14:16

Wirtschaftswissenschaften: Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind immer mehr Ökonomen überzeugt. Viele von ihnen sehen in der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich auch die Ursache für die weltweite Finanzkrise.

BerlinDer Klassenkampf war lange verschwunden aus dem Vokabular der Ökonomen. Die meisten Forscher interessierten sich nicht mehr für die Unterschiede zwischen den einzelnen Schichten der Gesellschaft, zwischen Armen und Reichen, Arbeitenden und Vermögenden. Die Stoßrichtung gab Nobelpreisträger Robert Lucas vor: Ökonomen sollten sich nicht von der gefährlichen Versuchung verführen lassen, sich mit Verteilungsfragen zu beschäftigen, schrieb er vor gut zehn Jahren. Wer den Wohlstand mehren wolle, der solle nicht umverteilen, sondern für Wachstum sorgen.

 

Inzwischen aber findet in der ökonomischen Zunft ein Umdenken statt - immer mehr Volkswirte nehmen auch Verteilungsfragen wieder ernst, wie eine Konferenz des "Forschungsnetzwerks Makroökonomie" zeigt, die in der vergangenen Woche in Berlin stattfand. Auf Einladung der Hans-Böckler-Stiftung diskutierten mehr als 300 Volkswirte über die Zukunft der makroökonomischen Forschung. Die Einkommensverteilung war dabei eines der zentralen Themen. Schließlich ist die Kluft zwischen Arm und Reich vor der Krise massiv gewachsen - vor allem in den USA, aber auch in vielen anderen Industrieländern.

Wenn die Ungleichheit in einer Volkswirtschaft zu groß wird, wird diese instabil, zeigte Michael Kumhof, Vizeabteilungsleiter beim Internationalen Währungsfonds (IWF). Zusammen mit Kollegen hat er ein makroökonomisches Standard-Modell um Verteilungsfragen erweitert. Anstelle von homogenen Haushalten, die einheitliche Interessen haben, gibt es in diesem Modell Arbeiter und Vermögende.

 
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8043 Postings ausgeblendet.

3443 Postings, 1388 Tage learnerFill, ich würde noch auf einen

 
  
    #8045
18.05.13 21:11
fallenden NDSI und steigenden P/C in Richtung bullischer Extrembereich warten. Bestenfalls zeigt sich eine negative Divergenz in den Stocks above.
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Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"

237 Postings, 583 Tage GegenpolJapan vs. Europa

 
  
    #8046
8
18.05.13 23:08
Die EZB wird in absehbarer Zeit den Leitzinssatz auf 0 % - 0,25 % senken und ein Aufkaufprogramm initiieren. Darunter wird naturgemäß der Außenwert des Euros leiden. Aus diesem Grund muss die BOJ ihre Aktivitäten im Euroraum forcieren, um den Außenwert des Yen im Verhaltnis zum Euro zu mindern. Das Aufkaufprogramm der EZB und die vermehrten Ativitäten der Japaner im Euroraum werden prozyklisch auf die europäischen Anleihe- und Aktienmärkte wirken.
Aufgrund der nicht existenten Kreditnachfrage der privaten Haushalte werden die Geschäftsbanken das Zentralbankgeld, welches durch das Aufkaufprogramm der EZB frei wird, in die Anleihe- und Aktienmärkte investieren.

Zufrieden Fill?  

8318 Postings, 4397 Tage Tony FordErfolgsgeschichte Argentinien?

 
  
    #8047
6
19.05.13 08:19
http://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien-Krise

http://www.t-online.de/wirtschaft/boerse/anleihen/...rsverlusten.html

Ich kann mich noch gut erinnern, als es hier einige Leute im Board gab/gibt, welche Argentinien als erfolgreiches Beispiel eines radikalen Sparkurses nannten.
Leider ist der Erfolg wohl nur von kurzer Dauer und es zeigt letztendlich, dass Sparen die Probleme nicht dauerhaft lösen kann.

Das System funktioniert nunmal nur gut, wenn viele neue Schulden gemacht werden oder alle paar Jahrzehnte eine radikale Umverteilung von oben nach unten stattfindet.
Sparen an sich ist zwar per se nicht falsch, jedoch nur dann, wenn vor allem oben gespart wird, denn sobald man unten und in der Mitte spart, spart man sich die Konsumenten von morgen weg und macht sich abhängiger denn je vom Export, so letztendlich ja auch in Argentinien.
Der Nachteil bei einer stärkeren Exportorientierung wiederum ist, dass man abhängiger von Preisschwankungen und Konjunkturzyklen wird.

Ebenso nicht viel besser sieht es auch in Brasilien nicht aus, auch hier droht Ungemach und evt. eine Pleite wie in Argentinien.
Auch Brasilien wurde noch vor Jahren hochgelobt mit seinem hohen Wachstum. Doch auch hier war der Export entscheidend und die Binnenwirtschaft zu schwach.  

5170 Postings, 836 Tage zaphod42Tony, die Ursache einer ARG-Pleite

 
  
    #8048
5
19.05.13 08:48
wäre nicht - bitte Text auch lesen! - eine Wirtschaftskrise sondern die Blockade der Ausgabe neuer Anleihen durch Hedgefonds solange die alten noch nicht bezahlt sind. Kurz gesagt: ARG hat eine Kontopfändung am Laufen, das würde auch Lieschen Müller ziemlich behindern.

Ähnliches wird in Zukunft auch GR blühen, so meine Hoffnung. Staaten dürfen sich nicht durch Enteignung ihrer Gläubiger aus der Verantwortung stehen. Auf jeden Fall ist ARG ein abschreckendes Beispiel für andere Staaten, die mit Enteignung liebäugeln, die ja auch so einfach ist wenn man alle Probleme auf einen Schlag loswerden möchte.  

5170 Postings, 836 Tage zaphod42Deutschland, Land der Pfennigfuchser

 
  
    #8049
2
19.05.13 09:09
Euro: Bundesbank hält an Cent-Münzen fest - SPIEGEL ONLINE
Sie beulen das Portemonnaie aus, die Herstellungskosten übersteigen ihren Wert. Nun denkt die EU-Kommission über die Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen nach. Die Bundesbank ist strikt dagegen. Präsident Weidmann folgt damit dem Wunsch der Deutschen.
 

27444 Postings, 4953 Tage KickyDie Risiken des billigen Geldes

 
  
    #8050
6
19.05.13 10:11
Seitdem die US-Notenbank Federal Reserve im September zum dritten Mal am Anleihemarkt auf Einkaufstour ging, ist der Aktienindex Dow Jones Industrial Average um 14 Prozent gestiegen.

Der Stoxx Europe 600 hat um 22 Prozent zulegt, seit der Chef der Europäischen Zentralbank im Juli versprach, alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten.

Seit die Bank von Japan im April ihr Anleihekaufprogramm verkündet hat, ist der Nikkei-Index ebenfalls um 22 Prozent gestiegen. Und seit in Japan die Regierung gewählt wurde, die im Wahlkampf versprochen hatte, einen aggressiven Zentralbanker einzusetzen, ist es im wichtigsten japanischen Index sogar um 50 Prozent nach oben gegangen.

Doch kaum einer zweifelt daran, dass Aktien, Anleihen, Immobilien und andere Werte kräftig steigen, wenn Zentralbanken die Gelddrucker anwerfen. So war es auch gewollt:.....http://www.wallstreetjournal.de/article/...904578489150644147318.html  

80 Postings, 34 Tage narbonneBundestagsbeschlüsse

 
  
    #8051
7
19.05.13 12:15

Beschlüsse der Bundestagssitzung vom 17.5.13
Entwurf eines Gesetzes zur Abschirmung von Risiken und zur Planung der Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten und Finanzgruppen
Der neu in das KWG einzufügende § 47 f sieht im Anschluss an die zuvor unter Abs. 4 Ziff. 4 normierte Gläubigerbeteiligung in Abs. 4 Ziff. 5 vor:
"Kein Gläubiger soll einen höheren Verlust tragen, als er bei einer Liquidation des Instituts in einem regulären Insolvenzverfahren erleiden würde. In diesem Zusammenhang ist es zulässig, zum Zeitpunkt des Einsatzes eines Abwicklungsinstruments eine pauschale Insolvenzquote auf Basis der zu diesem Zeitpunkt ermittelten Kapitallücke zu ermitteln."


http://www.ariva.de/forum/...Gold-redet-dann-schweigt-die-Welt-357283

 

5170 Postings, 836 Tage zaphod42Die Frage ist

 
  
    #8052
6
19.05.13 12:39
sind Kunden unter 100k = Gläubiger?

Ich persönlich bin Kunde der Coba (im Prinzip recht gerne), traue den Jungs aber nicht mehr dass sie solvent bleiben. Meine Strategie ist daher, Beträge über einem gewissen Liquiditätslimit (sehr weit unter 100k) vom Tagesgeldkonto abzuziehen und entweder auf andere Kontos zu überweisen oder in Fonds anzulegen.  

8108 Postings, 4204 Tage lehnaDer Nimbus ist angekratzt....

 
  
    #8053
3
19.05.13 14:27
die Schönheit bekommt Risse, der Leumund ist dahin, das Renommee geht grad den Bach runter....
ariva.de
Ok-- hier ist natürlich auch der übliche Herdentrieb zu beobachten-- wir rennen mit--- und wenns auf die Schlachtbank ist.
Gold galt lange als sicherer Hafen gegen alle Schlamassel der Welt, wurde fest eingebunkert.
Schwarz, hart, stark. 200 Kilo Stahl, Elektronikschloss- hier haben Panzerknacker, Tsunamis, Finanzkrisen kaum Chancen, einzudringen.
Dachte man.
War trotzdem zwecklos--- denn der Wert schmilzt grad wie Butter in der Sonne...  

27444 Postings, 4953 Tage Kickyich bin bei der Tochter

 
  
    #8054
4
19.05.13 14:35
der Comdirect und mache es wie zaphod.Prima für Girokonto und auf dem Depot nicht mehr als 20000.Jetzt frage ich mich natürlich ,ob die auch gefährdet sind oder ähnlich wie Zypern sicher.  

4719 Postings, 2918 Tage krauty77Depot ist doch unproblematisch

 
  
    #8055
4
19.05.13 14:40
ich bin bei der ING Diba. Extra Konto unter 100 TEUR. Depot über 100 TEUR.
Aktien und Fonds sind Sondervermögen.  

27444 Postings, 4953 Tage KickyHandelsblatt 20. März 2013 zum KWG-Entwurf

 
  
    #8056
3
19.05.13 15:00
......Eine nähere Konkretisierung der Regelungen durch Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden erscheint in vielen Punkten unerlässlich. Erst dann werden sich die rechtliche Machbarkeit und die Kosten für die betroffenen Institute und Folgekosten für deren Kunden überhaupt feststellen lassen. Bis dahin ist eine seriöse Kosten-/Nutzenbewertung des Gesetzgebungsvorhabens kaum möglich. Der im Gesetzesentwurf anvisierte Zeitplan einer Abtrennung bis zum 1. 7. 2015 erscheint vor diesem Hintergrund mehr als ambitioniert. Auch in den USA und im Vereinigten Königreich sind trotz deutlich umfangreicherer Vorarbeiten erheblich längere Implementierungs- und Übergangsfristen für die Abtrennung der Aktivitäten vorgesehen.

Fehlende europäische Koordinierung

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Auf europäischer Ebene soll kurzfristig ein Single Supervisory Mechanism mit einem einheitlichen aufsichtsrechtlichen Rahmen (Single Rulebook) entstehen. Der Vorstoß der Bundesregierung droht diese Bemühungen einmal mehr in einem wesentlichen Punkt zu stören. Selbst wenn man eine bessere Abschirmung der Eigengeschäfte vom übrigen Bankgeschäft in der Sache für richtig hält, wäre vor diesem Hintergrund eine europäische Lösung wohl erfolgsversprechender. In der Zwischenzeit müssen sich international agierende Institute mit divergierenden und sich zum Teil widersprechenden Vorschriften in Deutschland und im Ausland herumschlagen. Folgt später eine europäische Lösung, drohen ─ wie auch in anderen Bereichen, in denen die Bundesregierung eine vermeintliche Vorreiterrolle in Europa einnehmen wollte ─ kosten- und ressourcenintensive Nacharbeiten.

Unsicherheiten befördern Rückzug aus dem spekulativen Eigenhandel

Die durch den Gesetzesentwurf verursachten rechtlichen Unsicherheiten mögen aber einen nicht unwillkommenen Nebeneffekt haben: Vor allem Institute, die sich in der Nähe der vom Gesetzesentwurf vorgesehenen Schwellenwerte für die Anwendung der neuen Restriktionen bewegen, werden einen weiteren Anreiz haben, ihre spekulativen Eigengeschäfte zurückzuschrauben.

http://blog.handelsblatt.com/rechtsboard/2013/03/...fragen/#more-5544  

80 Postings, 34 Tage narbonneUS Household Debt

 
  
    #8057
5
19.05.13 15:22
 
Angehängte Grafik:
saupload_4.jpg (verkleinert auf 89%) vergrößern
saupload_4.jpg

27444 Postings, 4953 Tage Kicky1.Quartal 2013 110 Milliarden weniger

 
  
    #8058
1
19.05.13 18:30
The Quarterly Report on Household Debt and Credit for the first quarter of 2013 indicates that outstanding household debt decreased by $110 billion, or 1.0 percent, driven largely by declines in housing and credit card balances. Aggregate consumer debt declined in the first quarter, by $110 billion, resuming the longer-term downward trend. As of March 31, 2013, total consumer indebtedness was $11.23 trillion, 1.0 percent lower than its level in the fourth quarter of 2012......http://www.newyorkfed.org/householdcredit/  

27444 Postings, 4953 Tage KickyHousehold Debt Declined to 2006 Level

 
  
    #8059
1
19.05.13 18:31

27444 Postings, 4953 Tage Kickyaber QE Einfluss immer geringer

 
  
    #8060
3
19.05.13 18:35

5170 Postings, 836 Tage zaphod42Schönen Gruß an Kübel

 
  
    #8061
2
19.05.13 18:43
Chaos in Landesverbänden der Alternative für Deutschland - SPIEGEL ONLINE
Zerlegt sich die Alternative für Deutschland noch vor der Bundestagswahl? In einigen Landesverbänden bekriegen sich die neuen Führungsleute. Gleichzeitig bekommt die Partei immer mehr Probleme mit ihrem Verhältnis zum rechtsextremen Lager.
 

3993 Postings, 1808 Tage Fillorkill#60 Graphik hat mit QE nichts zu tun

 
  
    #8062
19.05.13 20:45
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3993 Postings, 1808 Tage FillorkillGP, # 606

 
  
    #8063
1
19.05.13 21:56

'Die EZB wird in absehbarer Zeit den Leitzinssatz auf 0 % - 0,25 % senken und ein Aufkaufprogramm initiieren. '

Ein Mikroschritt auf 0 - 0.25 würde vermutlich als rein symbolische Bestätigung der aktuellen monetären Marschrichtung keinen Effekt , auch keinen psychologischen zeitigen. Aufkauf von was und in welchen Volumina ?

'Darunter wird naturgemäß der Außenwert des Euros leiden. '

Naturgemäss ist hier gar nichts. Der Euro hat seinen Härtetest im Rahmen der Piigskrise absolviert und - insbesondere nach Ankündigung der ECB, bei signifikanten Zinsdifferenzen Bonds vom Sekundärmarkt zu nehmen - einwandfrei bestanden. Weshalb sollte er dann unter einem Mikrozinsschritt 'leiden'? 

'Aus diesem Grund muss die BOJ ihre Aktivitäten im Euroraum forcieren, um den Außenwert des Yen im Verhaltnis zum Euro zu mindern. '

Von Aktivitäten der BOJ im Euroraum ist mir nichts bekannt. Zu sehen war in den letzten Monaten ein Abwertungsdruck beim Yen gegenüber den primären Währungen. Die Begründung dafür lautet auf Eskalation des jap QE und dem aus dieser resultierendem 'Währungskrieg'. Diese Begründung ist jedoch falsch, weil hier überhaupt keine unmittelbare bzw zwingende Kausalität vorliegt. Tatsächlich hatte zB der US$ im Rahmen von QE per saldo zugelegt...

'Das Aufkaufprogramm der EZB und die vermehrten Ativitäten der Japaner im Euroraum werden prozyklisch auf die europäischen Anleihe- und Aktienmärkte wirken.'

Jap Anleger haben zuletzt ein paar Milliarden im Euroraum investiert, was mit dem fallenden Yen korreliert. Sollte der Euro, wie von Dir erwartet, unter Abwertungsdruck geraten, müsste sich logischerweise dieser temporäre Trend wieder umkehren. ..

'Aufgrund der nicht existenten Kreditnachfrage der privaten Haushalte werden die Geschäftsbanken das Zentralbankgeld, welches durch das Aufkaufprogramm der EZB frei wird, in die Anleihe- und Aktienmärkte investieren.'

Bis jetzt gibt es ein rudimentäres Aufkaufprogramm (für Piigs-Bonds) im wesentlichen nur als Ankündigung, die allerdings ernst genommen wird - wie an den Kursen der Piigsbonds ablesbar. Jedoch kein QE...

Selbst wenn Deine Diagnose zuträfe, wäre zumindest offen, ob diese nicht bereits in den Kursen enthalten ist. Es gibt keinen endlosen Bullenmarkt. 'Diesmal ist anders' wurde von der Börsenhistorie ein ums andere mal widerlegt...

Fill.

 

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3993 Postings, 1808 Tage Fillorkillps

 
  
    #8064
1
19.05.13 22:54
Deine eigentliche Denkidee - als inverser Bulle - ist natürlich: Aus QE kommen sie nicht mehr lebend raus. Diese Idee hat einige Gründe für sich, auch wenn ich diesen Ausgang für wenig wahrscheinlich halte. Nur wäre dieser alles andere als eine bullische Indikation...
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3993 Postings, 1808 Tage FillorkillEine jap Besonderheit ist..

 
  
    #8065
1
19.05.13 23:06

das direkte Engagement der BOJ am Immobilien- wie Aktienmarkt. Aber auch dies ist ein Angebot, welches angenommen werden muss (wird es zur Zeit bekanntlich). Ähnliche Versuche gab es schon mal zu Beginn der 90'er, mit allerdings umgekehrten Resultat: Das Angebot wurde genutzt, um Ballast abzuladen. Die Baisse setzte sich also per saldo fort...

ETFs gehalten von der BOJ (in Y):

 

 

 

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Angehängte Grafik:
etfs_on_bojs_balance_sheet.png
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3993 Postings, 1808 Tage FillorkillQE effect on bank deposits = 0

 
  
    #8066
19.05.13 23:15

'...Recessions, market booms, Fed's policy, reserve requirements, etc. have  had a relatively minor impact on deposit expansion in the long run . ..The assumption that the banking system can generate unlimited amounts of  broad money simply because the banks have been injected with record  levels of reserves is wrong....' (Sober Look)

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3993 Postings, 1808 Tage FillorkillGraphik 066 fehlt:

 
  
    #8067
19.05.13 23:16
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deposits_at_us_banks_over_time.png (verkleinert auf 90%) vergrößern
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12601 Postings, 2498 Tage Malko07Kein Bullenmarkt

 
  
    #8068
20.05.13 06:05

regiert ewig - richtig (auch kein Bärenmarkt). Aber aus dieser banalen "Erkenntnis" kann man absolut nichts für die kommenden Monaten gewinnen. Sicherlich steigen die Kurse auch nicht in den Himmel. Aber auch dies bedeutet nicht, dass sie demnächst oder in den kommenden Monaten abstürzen werden. Es gibt immerhin noch die Möglichkeit der mühsamen Seitwärtsmärkte, welche auch schon mal Jahre durchhalten können. Die fundamentale Lage der Unternehmen und die fundamentale Bewertung der Aktienpreise erlauben sicherlich auch keine Prognose für die unmittelbare Zukunft. Sie geben allerdings einen Hinweis darauf wo wir wie stehen. Und diesbezüglich liegt alles andere als eine Überbewertung vor. Nichts währt ewiglich, auch nicht alte Allzeithochs. Und je weiter man zurück schaut umso wichtiger wird es die Inflation zu berücksichtigen und bei uns sind wir sogar noch ein gutes Stück von den alten Hochs entfernt:

http://x.onvista.de/typ3.chart?ID_NOTATION=1966970&TIME_SPAN=10Y&LEGEND=1&SCALE=abs&SIZE=4&TYPE=LINE&SUPP_INFO=1

 

12601 Postings, 2498 Tage Malko07Monetäre Maßnahmen

 
  
    #8069
20.05.13 06:27
haben immer Effekte, sie haben nur oft nicht die welche die Durchführenden angeblich erhoffen.

Es ist doch schön, wenn die Fed kommuniziert, QE hätte zum Ziel die Arbeitslosigkeit zu verringern während sie in Wirklichkeit primär die Staatsfinanzierung und die Finanzbranche massiv stützt. Auch tut das billige Geld der EZB alles andere als die Strukturprobleme in der Eurozone beheben. Strukturprobleme werden eher bei teurem Geld angegangen und zum Teil behoben. Wieso sollte ein Unternehmen expandieren wollen wenn er kaum Möglichkeiten der Schrumpfung hat? Wieso soll es in einer derartigen Lage einfach Kredite von einer Bank geben, die eh schon mit einem Fuße im Graben steht? Für Spekulanten ist billiges Geld allerdings immer schön. Der Hebel wird nämlich billig und kann mächtiger eingesetzt werden. Und schön für den Spekulanten ist auch ein praktisch garantierter Abkauf von Staatsanleihen mit längeren Restlaufzeiten. Das Kursrisiko wird ihm zum Teil genommen. Und diesbezüglich wirken die monetären Maßnahmen immer.  

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