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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1175
neuester Beitrag: 26.11.14 11:04
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 29356
neuester Beitrag: 26.11.14 11:04 von: Fillorkill Leser gesamt: 1674515
davon Heute: 3284
bewertet mit 82 Sternen

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20752 Postings, 4021 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
82
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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29330 Postings ausgeblendet.

5157 Postings, 2202 Tage daiphong#26 "ga", allerdings

 
  
    #29332
25.11.14 09:45
"Putin weg - Nato Freund" klappt nicht so einfach, weil halb oder ganz Russland wie Putin tickt. Das braucht also viel mehr Zeit.  

7967 Postings, 3833 Tage lumpensammlerkann mal einer dem daiphong eintrichtern,

 
  
    #29333
5
25.11.14 10:25
dass sich sein großrussiches Reich seit über 2 Jahrzenhten um hunderte Millionen Menschen verkleinert hat und seine im Vergleich dazu lächerliche letzte Vergrößerung auf Kurzsichtstrategen wie ihn zurückzuführen ist.  

14108 Postings, 3053 Tage Malko07#31: Wenn man für das

 
  
    #29334
6
25.11.14 11:14
Selbstbestimmungsrecht der Völker ist, sollte das allerdings etwas universeller gelten. Richtig, Russland verhindert die Unabhängigkeit etlicher Kaukasusgebiete und das richtig brutal. Sehe ich als verwerflich und unmenschlich an. Man kann mMn ein Volk nicht in einen nationalen Verbund einsperren in dem es nicht leben will. Gilt z.B. für Tschetschenien, Katalonien aber auch für die Krim oder die Ostukraine. Und das gesamte Volk hat eben darüber nicht zu bestimmen sondern nur die betroffenen Gebiete. Ansonsten hätten Minderheiten keine Chance. Auf der Krim kam der Volkswille ausreichend zur Geltung, so wie auch in Katalonien. In der Ukraine (ex Krim) sollte wegen des Bürgerkrieges eine Volksabstimmung unter internationaler Beobachtung stattfinden. Ich glaube allerdings nicht, dass dort im Angesicht des Vernichtungskrieges (Zerstörung aller Lebensgrundlagen auch wenn es militärisch keinen Sinn macht) von Kiew es eine Mehrheit im Osten und Südosten zum Verbleib bei Kiew geben würde.  Die Abstimmung müsste die gesamte Ukraine betreffen und jede Region sollte über einen eigenständigen Weg entscheiden dürfen. Sicherlich wollen manche Region z.B. auch nach Polen oder zu einem anderen Nachbar.  

Russland hat die Hand auf Gebieten, die es freigeben müsste. Genauso sind aber im Verfallsprozess der Sowjetunion Gebiete nach alten Verwaltungsgrenzen und nicht entsprechend dem überwiegendem Siedlungsgebiet der jeweiligen Volksgruppen abgefallen. Und Russen sind nunmal auch Menschen und gehören auch nicht so behandelt wie das z.B.  in Lettland und Estland geschieht.  

14108 Postings, 3053 Tage Malko07Für die USA ist es notwendig

 
  
    #29335
7
25.11.14 11:31
Europa zu disziplinieren. Es schwimmen ihr alle Fälle davon. Dazu dient auch der Ukrainekonflikt und der Start eines erneuten kalten Krieges. Die sehr lange Tradition der US-Geheimdienste zusammen Faschisten weltweit die US-Interessen voran zu treiben und das massive Ausspähen der Bevölkerung primär von Demokratien (wo anders geht es nicht so einfach) haben ihr Ansehen ins Bodenlose sinken lassen.
Das Ansehen der Vereinigten Staaten unter Usern ist dramatisch gering. Viele haben kein Vertrauen gerade in den Staat, der... jetzt lesen
 

33360 Postings, 5508 Tage KickyDeutsche Bank:Gold sollte aufgekauft werden

 
  
    #29336
1
25.11.14 13:14
http://www.zerohedge.com/news/2014-11-24/...d-held-private-households
jaja all das schöne Gold ,das sich die Leute jetzt für ihr Alter zugelegt haben damit sie nicht wieder ein Opfer werden, und das die Nationalbanken gerne hätten, um schlafende Liquidität zu befreien....
http://www.zerohedge.com/news/2014-11-24/...d-held-private-households

warum nicht gleich so:
http://www.zerohedge.com/news/...old-confiscation-us-government-looks  

9478 Postings, 2363 Tage FillorkillSelbstbestimmungsrecht

 
  
    #29337
5
25.11.14 15:15
Dies liegt immer dann besonders am Herzen, wenn sich irgendwo eine Bürgerkriegspartei als 'prowestliches' Instrument andienen will, um so ihre Sache militärisch entscheiden zu können. Ganz anders steht es dann um das Selbstbestimmungsrecht ihrer Kontrahenten, welches von vornherein als verwirkt gilt, ohne Chance auf Legitimität geschweige denn Legalität. So verteidigt die Falange hier im Forum das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine gegen Sowjetrussland und meint damit das Recht ihrer Oligarchenfreunde, über die Ukraine als Privatbesitz unter Anleitung der Geostrategie verfügen zu können. Ein Selbstbestimmungsrecht der Zivilgesellschaft sowie der russischen Mehrheit im Osten wird gleichzeitig ausgeschlossen...

Grundsätzlich handelt es sich also bei diesem Recht um eine Abstraktion, dem die neutrale juristische Instanz abgeht, diesem objektive Geltung zu verschaffen. In der Regel bleibt diese eine Frage von Fähigkeit und Bereitschaft, Gewaltmittel einzusetzen. Eine beeindruckende historische Ausnahme zeigte Sowjetrussland, welches 15 ehemalige Teilrepubliken nahezu geräuschlos in die Eigenstaatlichkeit entliess, sein Militär aus den ehemaligen Ostblockstaaten zurückbeorderte und nicht zuletzt die deutsche Einheit ermöglichte. Eine besonders perfide Variante vom Imperialismus, wie zumindest die Falange meint...
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

38394 Postings, 3856 Tage Anti LemmingAurich schrammt knapp an Ebola-Epidemie vorbei

 
  
    #29338
25.11.14 15:56
www.oz-online.de/-news/artikel/134487/...h-schliesst-Ebola-Gefahr-aus

Aurich - Der Auricher Amtsarzt Dr. Eimo Heeren könnte nach seinem Einsatz für die Hilfsorganisation Cap Anamur in Westafrika die tödliche Seuche Ebola nach Ostfriesland einschleppen. Diese Befürchtung hatte das SPD-Kreistagsmitglied Helmut Roß (Krummhörn) vergangene Woche in einem Leserbrief geäußert. Roß? Stellungnahme erregte auch bei überregionalen Medien Aufmerksamkeit. Die Auricher Kreisverwaltung berief am Montag kurzfristig eine Pressekonferenz ein und stellte klar: Von Eimo Heeren geht keine Gefahr für die Einwohner Ostfrieslands aus, eine Ansteckung mit Ebola ist ausgeschlossen.

Heeren habe seinen vierwöchigen Einsatz in einem Kinderkrankenhaus in Freetown, der Hauptstadt  Sierra Leones, beendet und seit fünf Tagen keinen Patientenkontakt mehr gehabt, sagte der Erste Kreisrat Dr. Frank Puchert. Vorher habe der 65-Jährige stets unter Vollschutz gearbeitet. Am Mittwoch trete er die Rückreise nach Deutschland an ? allerdings nur unter der Bedingung, dass er keine Ebola-Symptome aufweise. Dazu messe er zweimal täglich seine Körpertemperatur. Nach der Ankunft werde Heeren drei Wochen lang nicht nach Ostfriesland kommen, sagte Puchert.

Das bestätigte am Montag Bernd Göken, Geschäftsführer von Cap Anamur in Köln. Wie alle freiwilligen Helfer habe Heeren sich eine 21-tägige Quarantäne nach der Rückkehr auferlegt. In dieser Zeit halte er von anderen Menschen einen Mindestabstand von 1,50 Metern. [A.L.: Das ist viel zu knapp, und womöglich postet er auch noch in Foren!]  Der Auricher Amtsarzt verbringe diese drei Wochen bei Bekannten in Nordrhein-Westfalen. [A.L.: Wahnsinn, will er denn DORT alle anstecken??!] Der Cap-Anamur-Geschäftsführer übte scharfe Kritik an Roß? Äußerungen: ?Was der Herr Roß sagt, ist völliger Blödsinn. Eine Katastrophe.? Nur wer Ebola-Symptome aufweise, könne andere anstecken. Vor dem Rückflug werde sich Heeren mehreren Tests unterziehen, nach der Landung erneut.  

38394 Postings, 3856 Tage Anti LemmingUm mich vor Ebola-Infektion übers Internet

 
  
    #29339
25.11.14 16:00
zu schützen, habe ich gleich mal Avast 2015 installiert:

www.avast.com/de-de/index  

7967 Postings, 3833 Tage lumpensammler#37

 
  
    #29340
6
25.11.14 16:06
Die Ukraine ist seit 1991 selbständig. Ihr Selbstbestimmungsrecht wird von niemandem angezweifelt, auch nicht von Russland. Worum es in de Ukraine geht, ist die wirtschaftliche und strategische Ausrichtung. Traditionell, sicherheitspolitisch und wirtschaftlich eher mit Russland verbunden, erhoffen sich viele durch die Abkoppelung von Russland und Anbindung an den Westen eine Verbesserung ihrer Situation.

Dass zu einer so bedeutsamen Abkoppelung aber zwei gehören, wollen die Vertreter dieser Strategie nicht einsehen. Um diesen Kardinalsfehler zu vertuschen und die Abkoppelung voranzutreiben, bemühen sie das angeblich von Russland verletzte Selbstbestimmungsrecht als Pseudobegründung. Dabei war und ist dieses nie bestritten. Es geht vielmehr um ganz profane Themen, wie sie alle Staaten der Erde mit ihren Nachbarn und Partnern verhandeln:

1. Wie sehen die sicherheitspolitischen Handlungsoptionen und Garantien aus, in diesem Fall
  a) Krim
  b) NATO
2. Wie werden die wirtschaftlichen Beziehungen (Gas, Öl, Agrar) weitergeführt?
3. Wie werden die bestehenden Verpflichtungen und Verflechtungen in der Rüstungsindustrie fortgesetzt?
4. Wie wird die russische Minderheit behandelt?

All das sind Themen, bei denen Russland als Betroffener natürlich ein sehr starkes Interesse und natürlich auch Mitspracherecht hat, ohne dass ein Selbstbestimmungsrecht davon beschnitten wäre. Mit westlichem Segen dieses Interessen mit Füßen zu treten, war wohl nicht unbedingt der taktisch klügste Zug. Die russischen Reaktionen darauf als Verletzung des Selbstbestimmungsrechts und als Bedrohung hochzustilisieren, war aber ein äußerst geschickter Schachzug. Denn es gab und gibt ja genügend Unbedarfte, die dieses Gejammer vom bösen Russen und den armen Ukrainern sofort gekauft haben.

Das Selbstbestimmungsrecht, auf das sich die Ukraine beruft, müsste sie vielmehr den Aufständischen im eigenen Land zugestehen. Aber, siehe da, sie tut selbst nicht einmal das im eigenen Land, was Russland mit der Ukraine schon lange praktiziert.  

38394 Postings, 3856 Tage Anti LemmingTerrorismusgefahr in Bad Münstereifel

 
  
    #29341
1
25.11.14 16:12
www.ksta.de/bad-muenstereifel/...assenverkehr-,15189142,20928038.html

"Terrorismus im Straßenverkehr"

Eine Million zusätzliche Besucher im Jahr haben die Investoren des Eifel-City-Outlet (ECO) angekündigt. Manch einer befürchtet ob dieser Zahl ein Verkehrschaos. Stadtplaner Peter Sienko vom Leverkusener Unternehmen Isaplan, der während der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ein neues Verkehrskonzept vorstellte, beruhigte die Verantwortlichen jedoch.

?Das Ganze ist eine entspannte Angelegenheit?, berichtete der Planer. In der südlichen Vorstadt waren Verkehrszählungen durchgeführt worden, mit einem laut Sienko harmlosen Ergebnis ? selbst am Wochenende. Demnach befahren aktuell knapp 5600 Fahrzeuge täglich die Trierer Straße, auf dem nördlichen Teil der B51 von und nach Euskirchen sind es rund 13?100. Dort kämen täglich zwischen 500 und 700 Befahrungen hinzu. ?Das ist keine Verkehrsmenge, die Angst macht?, erklärte der Stadtplaner. Dies wäre erst ab 18?000 Fahrzeugen der Fall. ?Es kommt ja keine zusätzliche Million Pkw, es sitzen fast immer mehr Leute drin?, stellte Sienko klar.

Als viel interessanter betrachtet der Stadtplaner die Tatsache, dass auf dem ersten Teilstück des Sittardwegs vom Kreisel bis zur Erftbrücke fast genauso viel Verkehr gezählt wurde wie auf der Trierer Straße. Dieser würde von bislang rund 5500 Fahrzeugen auf 7300 steigen. Allerdings sei nicht allein das hohe Verkehrsaufkommen Schuld daran, dass sich dort bereits jetzt in den Morgenstunden und am Nachmittag oftmals ein Rückstau bilde, der auch die B51 und die Trierer Straße in Mitleidenschaft zieht. Als größte Ursache machte Sienko den Hol- und Bringverkehr von Schülern aus. ?Das ist Terrorismus pur im Straßenverkehr?, tadelte er und unterstrich seine Aussage mit einem Video. Darauf war zu sehen, wie schnell einzelne Autos bei hohem Verkehrsaufkommen durch Abbiegen auf den Aldi- oder den Eifelbadparkplatz den Verkehr lahm legen können.....

A.L.: Richtig eng wird es in Bad Münstereifel erst, wenn Putins Panzer Kurs auf Lissabon nehmen.
 

389 Postings, 2075 Tage patsmelvDr. Paul Craig Roberts

 
  
    #29342
4
25.11.14 21:09
Cashkurs: Die kommende Präsidentschaftswahl wird die Welt dem Krieg ein gutes Stück näher bringen
Cashkurs ? Ihre unabhängige Finanzinformationsplattform zu den Themen Börse, Wirtschaft, Finanzmarkt von und mit Dirk Müller

Die kommende Präsidentschaftswahl wird die Welt dem Krieg ein gutes Stück näher bringen

Glenn Greenwald hat enthüllt, dass Hillary Clinton US-Präsidentschaftskandidatin zugunsten von Bank(st)ern und Kriegstreibern ist. Pam und Russ Martens merken an, dass Elizabeth Warren eine Alternative für Populisten ist. Ich bezweifle generell, dass Politiker/innen, die die Interessen der Bevölkerung vertreten, überhaupt die Finanzierung aufbringen können, um einen ordentlichen Wahlkampf zu führen. Falls Warren zu einer Bedrohung avancieren sollte, wird das Washingtoner Establishment sie mit erfundenen Vorwürfen überhäufen und sie auf diese Weise aus dem Rennen werfen. 


Eine US-Präsidentin Hillary würde Krieg mit Russland bedeuten. Im Angesicht von Neocon-Nazis nach Art von Robert Kagan oder Max Boot, die ihre Kriegspolitik ungeniert betreiben, sowie unter Berücksichtigung von Hillarys Vergleich von Wladimir Putin mit Adolf Hitler, wäre Krieg eine Gewissheit. Wie Michel Chossudovsky und Noam Chomsky die Dinge sehen, würde ein solcher Krieg nuklear geführt. 


Falls Hillary zur Präsidentin gewählt werden sollte, würden Finanzgangster und die von einem Waffengang profitierenden Kriegsverbrecher die Übernahme unseres Landes komplettieren. Diese Entwicklung würde sich verewigen, bis es schlussendlich zu einem Armageddon käme. 


Um zu verstehen, was wir mit Hillary bekämen, sollten Sie sich an die Präsidentschaft von Bill Clinton erinnern. Die Clinton-Präsidentschaft trug auf vielerlei Weise dazu bei, unsere Gesellschaft zu transformieren, wenn diese Entwicklung auch allgemein nicht als solche erkannt wurde. Bill Clinton zerstörte die demokratische Partei durch die Vereinbarung von Freihandelsabkommen, eine Deregulierung des Finanzsystems und indem er Washingtons Doktrin des ?Regimewechsels? durch illegale Militärschläge gegen Jugoslawien und den Irak kontinuierlich verschärfte.

Seine Regierung setzte grundlos tödliche Gewalt gegen amerikanische Zivilisten ein und vertuschte die daraus resultierenden Morde mittels manipulierter Ermittlungen. Dies waren vier große Veränderungen, die unser Land in eine Abwärtsspirale trieben und Amerika zu einem militarisierten Polizeistaat mit massiven Einkommensungleichgewichten und einer stark auseinanderklaffenden Wohlstandsverteilung machten.

 

33360 Postings, 5508 Tage KickyGlen Greenwald über Hilary

 
  
    #29343
3
25.11.14 23:06
https://firstlook.org/theintercept/2014/11/14/...y-clinton-candidacy/

das lese ich dann doch lieber im Original.Und für die, die nicht wissen wer Glen Greenwald ist,er ist ein Kumpel von Snowden,der die aufbereiteten Dokumente dem Guardian zur Verfügung stellte und dem das NSA nur allzu gerne das Maul stopfen würde

It?s easy to strike a pose of cynicism when contemplating Hillary Clinton?s inevitable (and terribly imminent) presidential campaign. As a drearily soulless, principle-free, power-hungry veteran of DC?s game of thrones, she?s about as banal of an American politician as it gets.....The tens of millions of dollars the Clintons have jointly ?earned? off their political celebrity - much of it speaking to the very globalists, industry groups, hedge funds, and other Wall Street appendages who would have among the largest stake in her presidency - make the spectacle that much more depressing (the likely candidate is pictured above with Goldman Sachs CEO Lloyd Blankfein at an event in September).

But one shouldn?t be so jaded. There is genuine and intense excitement over the prospect of (another) Clinton presidency. Many significant American factions regard her elevation to the Oval Office as an opportunity for rejuvenation, as a stirring symbol of hope and change, as the vehicle for vital policy advances. Those increasingly inspired factions include:

Wall Street:While the finance industry does genuinely hate Warren, the big bankers love Clinton, and by and large they badly want her to be president. Many of the rich and powerful in the financial industry?among them, Goldman Sachs CEO Lloyd Blankfein, Morgan Stanley CEO James Gorman, Tom Nides, a powerful vice chairman at Morgan Stanley, and the heads of JPMorganChase and Bank of America?consider Clinton a pragmatic problem-solver not prone to populist rhetoric. ....

The Israel Lobby:Should she become president, on one level, better ties with Israel are virtually guaranteed.....

Old school neocons:....And the thing is, these neocons have a point. Mrs. Clinton voted for the Iraq war; supported sending arms to Syrian rebels; likened Russia?s president, Vladimir V. Putin, to Adolf Hitler; wholeheartedly backs Israel; and stresses the importance of promoting democracy.It?s easy to imagine Mrs. Clinton?s making room for the neocons in her administration. No one could charge her with being weak on national security with the likes of Robert Kagan on board. .....

Ich fürchte auch ,dass wir uns langsam richtig Sorgen machen müssen,Merkel hat ja bewiesen wie USAhörig sie ist  

33360 Postings, 5508 Tage KickyCyberattacken gg Europa durch US u.GB Intelligence

 
  
    #29344
1
25.11.14 23:13
Malware als REGIN bekannt ist die vermutete Ursache von hochentwickelten Cyberattacken,die durch US und britische Geheimdienste auf die EU und eine belgische Telekommunikationsgesellschaft ausgeübt wurden,wie die technische Analyse des Intercept ergeben hat

Regin was found on infected internal computer systems and email servers at Belgacom, a partly state-owned Belgian phone and internet provider, following reports last year that the company was targeted in a top-secret surveillance operation carried out by British spy agency Government Communications Headquarters, industry sources told The Intercept.

The malware, which steals data from infected systems and disguises itself as legitimate Microsoft software, has also been identified on the same European Union computer systems that were targeted for surveillance by the National Security Agency......

https://firstlook.org/theintercept/2014/11/24/...e-belgacom-nsa-gchq/  

21 Postings, 93 Tage Dago Bert@patsmelv

 
  
    #29345
1
25.11.14 23:16
Das beschriebene Szenario klingt in meinen Augen durchaus realistisch. Bei uns droht ja nach der Merkel auch ein Falke, die von der Leyen. Wird es Zeit, den Absprung zu finden? Ich will eigentlich in Deutschland bleiben.  

9478 Postings, 2363 Tage FillorkillCraig Roberts neigt ein wenig zur Dramatisierung

 
  
    #29346
3
25.11.14 23:24
Erstens ist es keineswegs so, dass 'die Eliten' einen geschlossenen Block bilden - vielmehr gehen diese aus der Konkurrenz unter ihresgleichen hervor, die schon so manche vielversprechende Karriere beendete. Zweitens ist die implizit stets auf das praktische Scheitern angelegte amerikanische Geostrategie insgesamt ein ruinöses Geschäft, von der allenfalls einige Waffenschieber, Söldnerfirmen und dergleichen profitieren. Und drittens ist das Abdriften ins Armageddon beim Blick ins Geschichtsbuch höchst relativ, denn die totalitäre Tendenz gab es immer (und gibt es in demokratischen Gesellschaften immer), die sich insbesondere unter MC Carthy, in Vietnam, gegen die Bürgerrechtsbewegung und bei der Massregelung Südamerikas austoben konnte..
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

33360 Postings, 5508 Tage KickySecret Manual Remote Control erstmalig publiziert

 
  
    #29347
25.11.14 23:25
...We?re publishing in full, for the first time, manuals explaining the prominent commercial implant software ?Remote Control System,? manufactured by the Italian company Hacking Team. Despite FBI director James Comey?s dire warnings about the impact of widespread data scrambling ? ?criminals and terrorists would like nothing more,? he declared ? Hacking Team explicitly promises on its website that its software can ?defeat encryption.?

The manuals describe Hacking Team?s software for government technicians and analysts, showing how it can activate cameras, exfiltrate emails, record Skype calls, log typing, and collect passwords on targeted devices. They also catalog a range of pre-bottled techniques for infecting those devices using wifi networks, USB sticks, streaming video, and email attachments to deliver viral installers. With a few clicks of a mouse, even a lightly trained technician can build a software agent that can infect and monitor a device, then upload captured data at unobtrusive times using a stealthy network of proxy servers, all without leaving a trace. That, at least, is what Hacking Team?s manuals claim as the company tries to distinguish its offerings in the global marketplace for government hacking software.

Hacking Team?s efforts include a visible push into the U.S. Though Remote Control System is sold around the world ? suspected clients include small governments in dozens of countries, from Ethiopia to Kazakhstan to Saudi Arabia to Mexico to Oman ? the company keeps one of its three listed worldwide offices in Annapolis, Maryland, on the edge of the federal intelligence and law-enforcement cluster around the nation?s capital.....Publishing the manuals in their entirety here will give the public a better understanding of the sophistication of these relatively low-cost and increasingly prevalent surveillance tools. That sort of understanding is particularly important at a time when digital monitoring has spread from large federal agencies to local police departments and as more national governments gain the once-rarified ability to deploy digital implants across borders.

...the infection can happen remotely. It could take the familiar form of a phishing attack or email scam ? as a group of Moroccan reporters found out in 2012. A document promising them a secret scoop (it was titled ?scandale,? in French) turned out to be a decoy for Hacking Team software. An Emirati blogger fell victim to the same trick. The implant can also be melded with legitimate, useful software that the victim is prompted to download. Hacking Team also installs its bugs via ?network injectors? ? physical devices housed with internet service providers, that allow them to intercept ordinary web traffic, like streaming video, and replace it with infectious code.Then there are covert network injections. The spyware installer might lay in wait in a hotel, or a Starbucks, and gain access to your computer by ?emulating an access point? ? in other words, pretending to be a free wifi hotspot to which the victim connected previously. The manual also describes how the software can deploy password-busting tools to break into closed wifi networks..........
https://firstlook.org/theintercept/2014/10/30/hacking-team/  

9478 Postings, 2363 Tage FillorkillIch will eigentlich in Deutschland bleiben

 
  
    #29348
1
25.11.14 23:29
Mach das doch einfach. Die Totalitären - und es ist stets dieselbe Mentalität - gibt es nämlich überall. Du kannst sie also auch hier bekämpfen. ..
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

33360 Postings, 5508 Tage KickyRoman Prodi zur Machtverschiebung in der EU

 
  
    #29349
25.11.14 23:39
zu gunsten von Deutschland sobald England geht wie Ambrose Evans -Pritchard berichtet im Telegraph:

http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/...mony-warns-Prodi.html

.. Roman Prodi, the former Italian premier and ex-president of the European Commission.

I pass on his thoughts because the Brexit debate in the UK invariably dwells on what the consequences might or might not be for Britain, while taking it for granted that Europe itself would somehow sail on sedately as if nothing had changed. But everything would change, and we can already discern it.

?France is ever more disoriented and Britain is losing power by the day in Brussels after its decision to hold a referendum on EU membership,? he said.

?All the countries that previously maintained an equilibrium between Germany, France, and Britain (from Poland, to the Baltic States, passing through Sweden and Portugal) are regrouping under the German umbrella,? he told the Italian newspaper Il Messaggero.

?Germany is exercising an almost solitary power. The new presidents of the Commission and the Council are men who rotate around Germany?s orbit, and above all there is a very strong (German) presence among the directors, heads of cabinet and their deputies. The bureaucracy is adapting to the new correlation of forces,? he said.

?Even the Americans are doing so. When there is a problem between Europe and the United States, President Obama telephones Mrs Merkel, not the British prime minister. In short, Germany has become the referee of Europe. As is well known, the rules in football are enforced when the referee whistles, and right now Germany is issuing the yellow card to a lot of countries,? he said.

There is a good deal of federalist slapstick in these comments but Mr Prodi touches on a point that we tend to gloss over in the internal ?Brit-Brit? debate on Europe.......
Original:
http://www.liberoquotidiano.it/news/economia/...sponsabilita-che.html  

21 Postings, 93 Tage Dago Bert@Fillorkill

 
  
    #29350
2
25.11.14 23:41
Auch das Szenario mit den Atomwaffen halte ich für realistisch. Im Augenblick bin ich am kämpfen, bin Mitorganisator einer Friedensmahnwache, und nehme an etlichen gewaltlosen Friedens- oder TTIP-Demonstrationen teil. Ich weiß aber auch, dass ich mir Grenzen setzen muss, ich habe nicht vor, persönlich unterzugehen, denn wir wissen: "Die Revolution frisst ihre Kinder". Und für so viele teilnahmslose Mitläufer, an denen inzwischen auch unsere größten Kabarettisten schwer verzweifeln, will ich mich nicht zum Opfer machen.  

33360 Postings, 5508 Tage KickyNerven behalten

 
  
    #29351
3
26.11.14 08:25
nimm dir ein Beispiel an Putin
der hat allerdings wohl auch die Nerven verloren als man ihn letzthin in Brisbane so mobbte..Jedenfalls ist es ja wohl wirklich an den Haaren herbeigezogen zu glauben ,wir würden jetzt demnächst ,wenn Hilary Präsidentin würde oder McCain ,mit Russland einen Atomkrieg führen
Erinnert mich etwas an das Fluchtverhalten von alternativen Grünen nach Tschernobyl: Gomera und Neuseeland .
Wir haben noch gegen Vietnam protestiert und gegen die Raketenaufstellung und gegen Gorleben,aber wenn ich auch zu keinen Demos mehr gehe und nicht viel von den machtpolitischen Ränkespielen der USA halte,verrückt machen lasse ich mich noch lange nicht.
Glaubst du wirklich, du bist woanders sicherer?Wie es Leuten geht ,die die Sprache woanders nicht fliessend sprechen und keinen guten Beruf gelernt haben,kann ich hier täglich in Berlin studieren.  

33360 Postings, 5508 Tage KickyDago Bert seit 25.08.14 bei ariva

 
  
    #29352
26.11.14 08:28
3/4 der Beiträge im Talkboard.....muss man wohl auch nicht so ernst nehmen  

5157 Postings, 2202 Tage daiphongNerven behalten ;-o)

 
  
    #29353
26.11.14 10:21
Da wird hier ununterbrochen "bewiesen", dass der Westen atom-kriegsgeil sei, gerade die Super-Russland vernichten wolle, zumindest die weltweite TERROR-Nato, dort zumindest die Weltvernichter,
dass wie in "atomaren Vorkriegszeiten" lebten
dass Deutschland wieder faschistisch werde oder eigentlich immer war, und man hier mit FAschisten streiten würde,

und wenn dann jemand sagt, ich wandere aus oder bring mich um oder werf eine Bombe ins Paralament der Schweine...    dann war plötzlich alles, die ganze Spinnerei, gar nicht so gemeint...?  Jedenfalls nicht so...
 

21 Postings, 93 Tage Dago Bert@Kicky

 
  
    #29354
2
26.11.14 10:45

Die Medien lügen nicht nur, sie bereiten als Sprachrohr der Eliten einen Krieg gegen Russland geradezu vor. Ein Atomkrieg mag nicht wahrscheinlich sein, er ist zumindest möglich, denn unsere Politiker und einflussreichen Oligarchen sind irre, und deren Gier ist grenzenlos.

Ich tendiere dazu, jeden ernst zu nehmen, oder wenigstens zu respektieren, egal von welcher Richtung. Aber ich habe auch stets meine eigene Meinung (Oder keine, wenn ich nicht genug Wissen habe).

 

9478 Postings, 2363 Tage Fillorkill# 53 papperlapapp

 
  
    #29355
2
26.11.14 10:48
Der konservative Mainstream kramt in allen möglichen ideologischen Baukästen nach Bildern und Argumenten, die sein wachsendes Unbehagen artikulieren können. Ein wenig wie bei Kindern, die sich mühsam daran abarbeiten, dass die Eltern nicht die sind wofür immer gehalten. Es kommt dabei nicht auf die dramatischen und häufig rotierenden Begründungen an, sondern darauf, sein Unbehagen überhaupt zu kommunizieren. Sachlich nur die Feststellung der Nichtidentität entgleister gesellschaftlicher Strukturen mit dem, was als fundamentale westliche Werte empfunden wird. Ein stolpriger Emanzipationsprozess, dem das Totalversagen der Massenmedien erst so richtig Beine gemacht hat. Anders als 1914 wird deren Kriegsgeschrei jedoch diesmal nicht mit 'Hurra' beantwortet, was unsereinem ein wenig Vertrauen in die Welt zurückgibt...
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

9478 Postings, 2363 Tage Fillorkillframing

 
  
    #29356
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26.11.14 11:04
Frame building is related to at least three areas: journalist norms, political actors, and cultural contexts. It assumes that several media frames compete to set one frame regarding an issue, and one frame finally gains influence because it resonates with popular culture, fits with media practices, or is heavily sponsored by elites. First, in terms of practices of news production, there are at least five aspects of news work that may influence how journalists frame a certain issue: larger societal norms and values, organizational pressures and constraints, external pressures from interest groups and other policy makers, professional routines, and ideological or political orientations of journalists. The second potential influence on frame building comes from elites, including interest groups, government bureaucracies, and other political or corporate actors. Empirical studies show that these influences of elites seem to be strongest for issues in which journalists and various players in the policy arena can find shared narratives.

(wiki)

'...Die Krise um die Ukraine hat die deutsche Öffentlichkeit in bisher ungekannter Weise polarisiert. Allerdings standen sich nicht, wie in einem liberalen Schema von Öffentlichkeit vorgesehen, unterschiedliche Meinungen im Raum der medial abgebildeten Öffentlichkeit gegenüber. Die Gräben verliefen zwischen großen Teilen des Publikums und den professionellen Redaktionen. Die Netzmedien trugen wesentlich dazu bei, diese Meinungskluft in bisher ungekannter Weise zu repräsentieren.

...Medial vermittelte Inhalte entfalten dann eine besondere Wirkung auf die Sichtweise von relevanten Teilen des Publikums, wenn sie sowohl massiv als auch konsonant auftreten. In einer liberal verfassten Mediendemokratie sollte dieser Fall theoretisch gar nicht eintreten können. Unterschiedliche Eigentumsformen und Eigentümer sowie verschiedene Einzelmedien mit ihren jeweiligen Redaktionen sollten eine Außenpluralität garantieren, dass also eine Vielfalt von Anbietern eine Ausgewogenheit in den erreichbaren Informationen gewährleistet.

Zudem sollte die Gestaltungs- und Meinungsfreiheit innerhalb einer Medienorganisation für eine gewisse Binnenpluralität sorgen. Damit ist gemeint, dass auch Nutzer eines Einzelmediums die Möglichkeit haben müssen, ein vielfältiges Spektrum von Informationen und Meinungen kennenzulernen. Der Grundsatz der Binnenpluralität besitzt Verfassungsrang besonders für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland.

Die Tendenz, bestimmte Interpretationen von Ereignissen zu vereinheitlichen, widerspricht zwar dem normativen Anspruch einer modernen und demokratischen Gesellschaft. Es handelt sich aber um eine feste soziale Konstante. Der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss stellte fest, dass menschliche Gesellschaften durch bestimmte Erzählungen verbunden sind, die für das Denken der Gruppe eine repräsentative Funktion ausüben.[1]

Um dieses zentrale Selbstverständnis, dass sich auf einen Satz mit Subjekt, Handlung und, wenn nötig, Objekt reduzieren lässt, werden alle weiteren Erzählungen und ihre Elemente gruppiert. Elementar für das geteilte Selbstverständnis und damit das Funktionieren der Gruppe ist, so Claude Lévi-Strauss, dass alle ihre Mitglieder diese konstitutive Erzählung, diesen Mythos, anerkennen und sich aktiv an seiner Forterzählung beteiligen.

Der Mythos, um den sich die mediale Darstellung des Ukraine-Konflikts gruppiert, lautet: "Eine demokratische Opposition verteidigt sich gegen einen autokratischen Herrscher." Die beiden Akteure bilden das für einen Mythos typische Gegensatzpaar - demokratisch vs. autokratisch - und schließen an den alles beherrschenden Mythos westlicher Gesellschaften an: "Wir = demokratisch". Der absolut überwiegende Teil der internationalen Konfliktberichterstattung, nicht nur im Fall der Ukraine, fügt diesem Mythos weitere Elemente hinzu, die darauf angelegt sind, das zentrale Selbstverständnis zu bestätigen und variantenreich immer wieder neu zu erzählen.

...Im gesamten vergangenen Jahr schaffte es kein einziges deutsches Medium, eine kritische Analyse der jüngeren ukrainischen Geschichte vorzulegen, die auch nur andeutet, was alle in der Ukraine wissen und was sogar ein zentrales Motiv für viele Teilnehmer an den Maidan-Protesten war: Dass die Vertreter ausnahmslos aller etablierten Parteien Einflussfiguren der so genannten Oligarchen sind. Die so bezeichneten Unternehmer kamen zunächst ausschließlich aus den Branchen Energie und Stahl, welche aus wirtschaftlichen Gründen gute Gründe für enge Bindungen an Russland haben (u.a. Rinat Achmetow, Wiktor Pintschuk und Dmitrij Firtasch). Andere Oligarchen wie Pjotr Poroschenko traten in deutschen Medien hingegen unter der sachlichen Bezeichnung Milliardär, Magnat und "Unterstützer der Orangen Revolution" auf...'

n den 1970er Jahren setzte der jamaikanisch-britische Soziologe Stuart Hall die strukturalistische Methode der Mediananalyse fort. Die Diskussionen der Cultural Studies räumten vor allem mit dem Bild vom passiven Rezipienten auf. Ausgehend von der "relativen Autonomie" der übermittelten Nachricht stellte Stuart Hall fest, dass die Empfänger unterschiedlich mit ihrem Inhalt umgehen und ihn keineswegs immer in der beabsichtigten dominanten Lesart übernehmen. Daneben besteht eine "ausgehandelte Position". Der Zuschauer erkennt zwar die Legitimität der hegemonialen Position grundsätzlich an, zweifelt aber aufgrund der eigenen Erfahrungen an ihrer generellen Gültigkeit.

Ein drittes Zuschauerverhalten beschreibt Hall als oppositionelle Lesart: Zuschauer können die Nachricht auf völlig gegensätzliche Weise verstehen. "Einer der wesentlichen politischen Momente (sie fallen übrigens aus offensichtlichen Gründen mit den Krisensituationen innerhalb der Sendeanstalten selbst zusammen) wird von dem Punkt markiert, an dem Ereignissen, die normalerweise in ausgehandelter Form bezeichnet und dekodiert werden, eine oppositionelle Lesart zugeschrieben wird."[4]

Bisher war die Frage, wie welche Teile des Publikums auf Medieninhalte reagieren, ob sie die dominante Lesart internalisieren oder gar ein oppositionelles Verständnis entwickeln, Gegenstand von Spekulationen oder aufwendigen repräsentativen Befragungen. Eine öffentliche Repräsentation oppositioneller Diskurse fehlte weitgehend, wenn der Medienwissenschaft auch klar war, dass unterhalb der medial vermittelten Öffentlichkeit eine andere, eine Encounter- bzw. eine Mund-zu-Mund-Öffentlichkeit besteht, die sich gefährlich weit von den hegemonialen Diskursen entfernen kann.

Das wichtigste medienpolitische Ereignis des vergangenen Jahres besteht darin, dass große Teile des deutschen Publikums mithilfe der Netzmedien ihre oppositionelle Lesart, in diesem Fall des Ukraine-Konflikts, drastisch und unmissverständlich öffentlich Ausdruck verliehen haben. In den sozialen Netzwerken und den Online-Foren der großen Inhalteanbieter entlud sich Widerspruch in bisher ungekannter Form. Das, was ich an anderer Stelle als "Götterdämmerung des Auslandsjournalismus" bezeichnet habe, wird zukünftig die politische Kommunikation im Zusammenhang mit internationalen Konflikten massiv beeinflussen, zumal ein derartiger Vertrauensverlust normalerweise einen sehr nachhaltigen Charakter aufweist. Für große Teile des Publikums ist der Kaiser nackt (siehe: Meinungskluft um die Ukraine).

Auch wenn es zu früh ist, die inneren Logiken und Auswirkungen dieser Protestwelle detailliert zu beschreiben, lassen sich einige Hypothesen formulieren. Die massive und konsonante Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt hat - erstens - keineswegs dazu geführt, dass das Publikum die intendierte Lesart verinnerlichte, sondern sie hat das Vertrauen in die traditionellen Massenmedien, auch das Selbstvertrauen innerhalb der Medienapparate, massiv geschädigt.

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43409/2.html
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

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