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Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 4518
neuester Beitrag: 22.08.14 15:32
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 112949
neuester Beitrag: 22.08.14 15:32 von: bayern88 Leser gesamt: 8306113
davon Heute: 4172
bewertet mit 415 Sternen

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37096 Postings, 3760 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
415
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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112923 Postings ausgeblendet.

37096 Postings, 3760 Tage Anti LemmingWährend der Aktienmarkt

 
  
    #112925
1
20.08.14 21:20
nach den Fed-Minutes zunächst einen kleinen Rücksetzer machte (# 923), kurz darauf jedoch von den Algos stramm hochgekauft wurde - www.zerohedge.com/news/2014-08-20/market-reacts-feds-minutes -, halten sich Junkbonds im Minus und damit im risk-off-Modus.

Junkbonds verraten mMn eher, wohin die Reise geht...

 
Angehängte Grafik:
hyg_chart.gif (verkleinert auf 88%) vergrößern
hyg_chart.gif

37096 Postings, 3760 Tage Anti Lemming# 924 - Evermore

 
  
    #112926
6
20.08.14 21:36
Ich halte von Stiglitz ebenso wenig wie von Krugman. Beide sind Vertreter der keynesianischen Bläh-Schule. Obwohl sie angeblich hochrangige Ökonomie-Professoren sind, können sie offenbar nicht zwischen schuldenbasiertem Pseudo-Wachstum (das inflationsbereinigt Nullwachstum bleibt) und organischem Wachstum aus echter Wirtschaftsstärke unterscheiden. (Mit Draghis-Bazooka-Geblähe sehen die PIIGS langfristig auch kein Land.) Oder sie wissen es beide, sprechen es aber nicht aus, weil sie als Wirtschaftslinke und Dem-Günstlinge per se auf dem Blähtrip sind (wie Hollende, Lagarde). Die Wahnidee, Ökonomen und/oder Politiker könnten die Wirtschaft über Geldpolitik und/oder "Maßnahmen" steuern, ist in USA und in den PIIGS stark verbreitet. Auch Bernanke meint, mit QE die zweite große Depression verhindert und einen neuen Aufschwung herbei gezaubert zu haben. Außer Aktienkurse hat er aber kaum was bewegt.

Dass der Euro fällt, liegt mMn eher daran, dass die Fed-Minutes "hawkish" waren (siehe # 923). Dadurch erhält der Dollar einen Zinsvorteil. Außerdem sind Retail-Trader long Euro, dann geht es sowieso in die andere Richtung.

Dass Stiglitz "was gesagt" hat, muss den Euro nicht zwingend bewegen. In Castrop-Rauxel ist zeitgleich zu den Fed-Minutes auch ein Baum umgefallen, ohne dass dies ursächlich für den Euro-Absacker gewesen wäre ;-)  

3709 Postings, 1301 Tage EvermoreObama hat vor einer Weile dem

 
  
    #112927
4
20.08.14 22:01
US-Kongress gesagt, dass er "Nein" nicht als Antwort akzeptieren wird (wenn ein Gesetz nach seinen Vorstellungen nicht im Parlament zustande kommt). Was Obama damit meint, ist dass er - wie er dies in bestimmten Fällen bereits getan hat - einfach dem Verwaltungsapparat Anweisungen geben wird, die keine gesetzliche Grundlage haben oder sogar Gesetzen widersprechen.

Die US-Demokratie ist bald zu Ende ausgehöhlt. Der Präsident (also eine einzige Person) darf inzwischen oder tut es einfach:

- Kriege beginnen, ohne dass das Parlament konsultiert wird und mit Kosten in Milliardenhöhe ohne Parlamentsbeschluss fortführen.
- US-Bürger (oder jeden anderen Menschen) ohne Gerichtsbeschluss abhören. Wie bekannt wurde, hat Obamas CIA-Chef die Büros von Senatoren elektronisch durchsuchen lassen.
- US-Bürger (oder jeden anderen Menschen) festnehmen lassen und sie ohne Anklage beliebig festhalten, ohne Recht auf einen Anwalt.
- US-Bürger (oder jeden anderen Menschen) töten lassen, auch wenn keine klaren Belege für einen von dieser Person geplanten Anschlag vorhanden sind.
- Laut Gesetz für bestimmte Zwecke vorgesehene Gelder für andere Zwecke einsetzen (so hat Obama seine Gesundheitsreform "finanziert").
- Die Verwaltung anweisen so zu tun, als gäbe es ein Gesetz, welches es nicht gibt. Oder ein bestehendes Gesetz nach Belieben uminterpretieren oder missachten.

Im Grunde übt der US-Präsident inzwischen die alleinige Herrschaft aus, während das Parlament verblasst. Natürlich sind viele Parlamentarier mitschuld an dieser Entwicklung. Manche sprechen inzwischen von einem schlüsselfertigen totalitären Staat, einer "imperialen Präsidentschaft" oder von "über presidency". Der Rechtsprofessor Jonathan Turley, der auch vor dem US-Senat die Situation eingeordnet hat, findet folgende Worte: "What is truly sad is that if one of the greatest republics in history did die, it is not clear if anyone would even notice its passing." Die Amerikaner haben ihre Demokratie so wenig gelebt, dass sie ihnen nicht einmal fehlt.

http://jonathanturley.org/2014/07/28/...-debate-turns-to-immigration/

http://jonathanturley.org/2014/05/21/...ower-the-imperial-presidency/

Ähnliches passiert in der Türkei. In Russland ist man schon ziemlich weit. In der EU gibt es hinsichtlich des EZB-Präsidenten eine ähnliche Tendenz, wenn auch begrenzt auf Wirtschaft und Finanzen. Es ist ein weltweiter Trend zu mächtigen Präsidenten und in ihrer Bedeutung marginalisierten Parlamenten.  

37096 Postings, 3760 Tage Anti Lemming# 927 teils nicht ganz korrekt

 
  
    #112928
5
20.08.14 22:11
Evermore:

"Die US-Demokratie ist bald zu Ende ausgehöhlt. Der Präsident (also eine einzige Person) darf inzwischen oder tut es einfach:

- Kriege beginnen, ohne dass das Parlament konsultiert wird und mit Kosten in Milliardenhöhe ohne Parlamentsbeschluss fortführen."

-----------------

Tatsache ist, dass der US-Präsident Oberbefehlshaber der US-Armee ist und dieser fast beliebig Befehle erteilen darf, ohne davor zwingend das Parlament befragen zu müssen.

Quelle:

Der Präsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und auch der Nationalgarde der Bundesstaaten, sofern sich diese im Einsatz für den Bund befinden. Obwohl das Recht zur Kriegserklärung nach Artikel I Abschnitt 8 der Verfassung dem Kongress zusteht, kann der Präsident den Truppen selbständig nahezu alle Befehle erteilen, sofern er gewisse parlamentarische Kontrollrechte wahrt und nicht formal einen Krieg erklärt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Präsident_der_Vereinigten_Staaten
 

3709 Postings, 1301 Tage Evermore#112928 A.L.

 
  
    #112929
2
20.08.14 23:48
Deswegen schrieb ich "darf inzwischen oder tut es einfach". Teils so, teils so. Ich weiß nicht ob die Verfassungsväter es wollten oder nicht (ich glaube nicht dass sie es wollten), aber es hat sich inzwischen so eingebürgert, dass der Präsident Kriege ohne das Parlament beginnt. Obama sagte im Libyen-Fall einfach, es sei gar kein Krieg, um die Kontrollrechte des Parlaments im weiteren Verlauf auszuhebeln. Gesetzlich vom Parlament erlaubt (aber mutmaßlich verfassungswidrig) ist zum Beispiel das Gefangennehmen und Festhalten von jedermann auf Anweisung des Präsidenten.  

32344 Postings, 5412 Tage KickyRekordhohe Gewinne in den USA

 
  
    #112930
3
21.08.14 08:39
Die Berichtssaison der Unternehmen über das letzte Quartal ist fortgeschritten. Zur Monatsmitte hatten in den USA 72% der Konzerne die Erwartungen der Analytiker übertroffen, wobei der langfristige Durchschnitt 60% beträgt. In Europa waren es 52% bei einem Durchschnitt von 50%. Während jedoch in den USA die Unternehmensgewinne inzwischen klar über dem Rekord aus dem Jahr 2007 liegen, dümpeln sie in Europa wieder nahe den Tiefstständen des Jahres 2009.

In den USA liegt sowohl der durchschnittliche Unternehmensgewinn als auch die operative Marge, die laut Yardeni Research im zweiten Quartal den Rekord von 10,2% erreichte, auf einem sehr hohen Niveau. Dies weckt bei Marktteilnehmern Befürchtungen, dass es in den kommenden Monaten an der Börse weniger rosig zugehen könnte.

.....Die Erholung in den USA hat jedoch einen Haken: Sie wird nur noch von sehr wenigen Aktien wie beispielsweise Apple getragen. Im Nasdaq 100 schafften jüngst noch 7 Titel (7%) ein neues 52-Wochen-Hoch. Im S&P 100 waren es 8 (8%) und im S&P 500 noch 33 (6,6%). Wie man aus Untersuchungen weiss, erreichten am Ende von grossen Wendepunkten an der Börse im Durchschnitt jeweils nur noch 6% aller Aktien ein neues 52-Wochen-Hoch. Eine sinkende Marktbreite war schon immer ein Signal, das man beachten sollte.

http://www.nzz.ch/meinung/reflexe/...rsen-weiter-nach-oben-1.18367188  

32344 Postings, 5412 Tage KickyMerkel will Schattenbanken regulieren

 
  
    #112931
2
21.08.14 08:44
http://www.br.de/nachrichten/schwaben/inhalt/...indau-merkel-100.html

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zur Eröffnung eines Treffens von Wirtschaftsnobelpreisträgern in Lindau weltweit wirksame Regeln für "Schattenbanken" gefordert. Ansonsten sei die nächste Finanzkrise programmiert. Mit den Regeln für Schattenbanken sind zum Beispiel spekulative Fonds oder Investmentfirmen gemeint, die zwar milliardenschwere Transaktionen abwickeln, aber anders als die traditionellen Geldhäuser kaum einer Kontrolle unterliegen. Bei allen Fortschritten bei der Regulierung der Banken sei dies immer noch "ein Bereich, der regulatorisch ziemlich nackt dasteht", sagte Merkel in Lindau. Es bestehe das Risiko, dass Finanzakteure aus dem regulierten Bankensektor in den Schattenbankenbereich auswichen. .....  

32344 Postings, 5412 Tage KickyKönnte der Dollar seine Rolle als Weltleitwährung

 
  
    #112932
2
21.08.14 09:09
verlieren?
Could the dollar lose its status as the key international currency for international trade and international financial transactions, and if so, what would be the principal contributing factors?

Speculation about this issue has long been abundant, and views diverse. After the introduction of the euro, there was much public debate about the euro displacing the dollar (Frankel 2008). The monitoring and analysis included in the ECB’s reports on “The International Role of the Euro” (e.g. ECB 2013) show that the international use of the euro mainly progressed in the years prior to 2004, and that it has largely stalled since then. More recently, the euro has been displaced by the renminbi as the debate’s main contender for reducing the international role of the dollar (Frankel 2011).......

http://forumblog.org/2014/08/...r-renmimbi-euro-financial-stability/?  

5653 Postings, 546 Tage NikeJoeDer SPX steht jedenfalls nahe am ATH

 
  
    #112933
2
21.08.14 13:54
Egal was die Yellen oder Stilitz plappern.

Heute wieder im grünen Bereich.
Es werden hier von der großen Mehrheit derzeit kaum Risiken gesehen.
Die Bankster kommen aus dem Feiern und Boni-kassieren gar nicht mehr heraus...

Wie lange wird das noch so weiter gehen? Tage, Monate, Jahre...?

 

37096 Postings, 3760 Tage Anti LemmingNikeJoe - Bei DAX 9000 hatte ich für den SP-500

 
  
    #112934
2
21.08.14 15:08

ein Doppeltop bei 1990 "vorausgeahnt". Gut möglich, dass wegen des starken Momentums nun auch noch die 2000-Marke fällt. Ich schätze aber, dass die Indizes in den nächsten Tagen austoppen und dass danach eine kräftige Wende nach unten kommt (mindestens bis zur 200-Tagelinie, die im SPX aktuell bei 1870 verläuft).

Am 9. August sah ich bei DAX 9000 einen bullischen Kontraindikator, der darauf hindeutete, dass es wieder steigen würde.

Am 10.08. schrieb ich auf Frage von Mr. Gantzer: 

MMn werden die Börsen nächste Woche wieder steigen. Wenn sich die Lage in der Ukraine beruhigen sollte (Irak ist mMn zweitrangig), dann ist auf Sicht von vier Wochen auch ein Doppeltop in den großen Indizes drin. Wegen des QE-Ende und sinkender Ex-Rekordgewinne dürfte ab dem Doppeltop (oder - im bärischen Falle - nach einem 50 % RT auf dem Weg dorthin) die nächste Abverkaufswelle folgen.

Die Korrektur nach oben hat mich daher nicht sonderlich überrascht. Sie kam allerdings schneller und "steiler" als erwartet und hat entsprechendes "Momentum". Die Doppeltop-Vermutung lass ich trotzdem vorerst noch im Raum stehen.

Heute vormittag hat der SP-500 kurz über 1990 (entspricht dem letzten ATH von Ende Juli) notiert, aktuell steht er knapp darunter. Die 2000-Marke könnte allein schon deshalb "abgeholt" werden, weil dort etliche Knock-Outs ihrer Vernichtung harren. Ideal aus Bärensicht wäre, wenn sich der SPX dort nur sehr kurz (einige Minuten) aufhalten würde und danach deutlich zurückkäme.
 

37096 Postings, 3760 Tage Anti LemmingAktueller Chart des SP-500

 
  
    #112935
2
21.08.14 15:17
Das Volumen ist in Aufwärtswelle ab 1905 deutlich abgeklungen (grün). Der RSI ist mit 63 noch nicht überkauft. Beim letzten ATH am 26. Juli stand der RSI allerdings auch nicht höher.  
Angehängte Grafik:
sp-500.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
sp-500.png

37096 Postings, 3760 Tage Anti Lemming"Fahnenstange" im Yen-Carrytrade

 
  
    #112936
2
21.08.14 15:34
USD/JPY und der SP-500 korrelieren stark. Aktuell bildet USD/JPY eine Fahnenstange aus.

Als Anfang April die letzte USD/JPY-Fahnenstange "zusammenklappte", ging auch der SP-500 in den Keller (# 935) - er fiel Anfang April um 70 Punkte. Ob dabei der Yen die Henne und der SP-500 das Ei ist oder umgekehrt, bleibt offen.

Sicher ist, dass viele Computer/Algos auf die Korrelation zwischen SP-500 und USD/JPY "geeicht" sind. Sollte USD/JPY aktuell erneut kippen (Richtung 101...) - was angesichts der Fahnenstange nicht überraschend wäre -,  könnte der SP-500 mit sacken.
 
Angehängte Grafik:
hc_1041.jpg (verkleinert auf 64%) vergrößern
hc_1041.jpg

37096 Postings, 3760 Tage Anti LemmingBaldige US-Zinserhöhungen werden wahrscheinlicher

 
  
    #112937
3
21.08.14 16:15
Nahe ATHs können gute News wie der heute auf 4-Jahreshoch gestiegene US-Industrie-PMI  (unten) auch bremsend wirken. Die guten Zahlen zeigen, dass die Fed stark "behind the curve" ist. Leitzinserhöhungen dürften nun eher noch schneller kommen.

Man fragt sich allerdings, wieso der Industrie-PMI in USA so extrem hoch (höher als von allen Analysten erwartet) ausfällt, wenn sein europäisches Pendant heute morgen auf ein 13-Monats-Tief stürzte. Auch Chinas PMI legte die stärkste Abwärtsenttäuschung seit langem hin. Hieß es nicht immer, die Wirtschaft sei global stark vernetzt? Eine Sonderkonjunktur in USA kann man da wohl ausschließen, zumal auch der Dollar recht stark ist, was die US-Profite schmälert.

Während ich dies schreibe, hat der SP-500 bereits den Rückwärtsgang eingelegt und notiert bei nur noch 1887 (= nahe Intraday-Tief). Als um 16:00 h die PMI-Meldung rauskam, war er kurz auch 1992 gestiegen (Doppeltop?).

www.zerohedge.com/news/2014-08-21/...-4-year-high-biggest-beat-record

US Manufacturing PMI Surges To Over 4-Year High, Biggest Beat On Record

Following July's drop in US Manufacturing PMI (and biggest miss in 11 months), August's Flash print hit 58.0 - its highest since April 2010, beating expectations of 55.7 and up from the 55.8 July final print. With China (biggest PMI miss on record) and Europe (13-month low PMI) both disappointing, the world needed some help and the US 'soft' survey offered it up in spades... Production levels surged, employment rose at the fastest pace since March 2013, and new orders picked up once again. This was the biggest beat on record - well above even the highest economist's estimate. Mission Accomplished...
 

37096 Postings, 3760 Tage Anti LemmingPhilly Fed mit 28 auch besser als erwartet (18)

 
  
    #112938
1
21.08.14 16:19
(weiter im letzten Posting...)

Aug. Philly Fed index hits 28, best reading since March 2011

WASHINGTON (MarketWatch) -- The August reading of the Philadelphia Fed index jumped to 28 from 23.9 in July, marking the highest level since March 2011. Economists polled by MarketWatch had expected a reading of 18. The gains for the headline index came despite the new orders index slowing to 14.7 from 34.2, and the shipments index slowing to 16.5 from 34.2 [klingt eher bärisch...]. Any reading above zero indicates improving conditions.

 

37096 Postings, 3760 Tage Anti LemmingU.S. leading economic index rises 0.9% in July

 
  
    #112939
2
21.08.14 16:26
By Jeffry Bartash

Published: Aug 21, 2014 10:08 a.m. ET

WASHINGTON (MarketWatch) - The leading economic index for the U.S. rose 0.9% in July, following strong gains in June and May, in another sign that growth has ramped up over the summer. "The LEI improved sharply in July, suggesting that the economy is gaining traction and growth should continue at a strong pace for the remainder of the year," said Ataman Ozyildirim, an economist at the board. A rise in housing permits, stronger job creation and improved stock prices boosted the index in July. Business spending and investment, however, remained on the softer side. The coincident index, which measures current conditions, rose 0.2% in July; the lagging index also advanced by 0.2%.
 

5653 Postings, 546 Tage NikeJoeDer NDX steht nur mehr

 
  
    #112940
3
21.08.14 16:48
11% unter dem Jahrhundert-Mega-Blasenhoch des Jahres 2000 !!!
Das könnte er sogar noch überschreiten. Techaktien sind mittlerweile das Alternativloseste das es gibt. Vermutlich wegen der hohen Dividenden ??

Ehrlich, wer hätte damit gerechnet?

An den Börsen passiert sehr oft das womit absolut NIEMAND rechnet.
Fundmanetale Dinge spielen da in den meisten Zeiten gar keine Rolle.
Das ist das pure Spiel von Angst, Hoffnung und Gier...

Es ist wie im Casino. Man gewinnt oder verliert, viel mehr dazwischen gibt es da nicht.


 

32344 Postings, 5412 Tage KickyTremendous' Downside Risks If Yellen Doesn't Go

 
  
    #112941
3
21.08.14 21:07
fully Dovish morgen in Jackson Hole warnt  Citibank

Via Citi's Steven Englander,

The consensus expectation is overwhelming that Fed Chair Yellen will deliver a dovish message at Jackson Hole. Macro investors have largely eliminated their short Treasury position and look to be long risk, particularly via equities and EM. FX positioning is long USD and long EM, the long USD largely because the euro zone economy is slipping again and the ECB is hinting at further ease. Our question is whether Yellen can be more dovish than what is now priced in, not whether she will be dovish on the Richter scale of dovishness.
.......
EM would be the big winner if Yellen succeed in surprising on the dovish side. However we worry that dovishness is increasingly anticipated and that by the time we get to her talk, anything less than 'full dovishness' will be a disappointment.

‘Full dovish’ means moving the goal posts on the targets. Keeping the current targets, even accompanied by rhetoric and optimism, is hawkish because it suggests that normalization is coming as well get closer to the targets.

There are three ways by which Yellen can express dovishness, but only one that breaks new ground:.........

http://www.zerohedge.com/news/2014-08-20/...len-doesnt-go-full-dovish  

37096 Postings, 3760 Tage Anti LemmingBank of America kauft sich von Sünden frei

 
  
    #112942
21.08.14 21:25
Erfreulich kritischer Artikel dazu im Handelsblatt:

www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/...avongekommen/10366514.html

Die Finanzmärkte atmen auf. Nach Bekanntgabe der „Rekordstrafe“ von 16,65 Milliarden Dollar fiel die Aktie der Bank of America an der Wall Street nicht einmal: sie stieg. Denn allen ist klar: Man ist wieder einmal davongekommen. Sie wird das Quartalsergebnis mit nicht einmal 50 Cents pro Aktie belasten. Und das war‘s dann.

Der Preis für den Freikauf aus einer führenden Rolle in nicht weniger als dem Zusammenbruch der Weltwirtschaft ist damit richtig günstig. Zumal die tatsächliche Strafe noch geringer ausfällt. Von den medienwirksamen 16,65 Milliarden Dollar sind nur  9,65 Milliarden Dollar wirkliche Strafe. Sieben Milliarden gehen als „Consumer Relief“, Verbraucherentlastung, an – ja, an wen denn eigentlich? Finanzexperten sind sich einig, dass viele der Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher die Bank keinen Cent kosten und vor allem keinem der Millionen Krisenopfer ihr Haus zurückbringen werden.....  

37096 Postings, 3760 Tage Anti LemmingUSA will Mozilo (Countrywide) erneut verklagen

 
  
    #112943
21.08.14 22:05
www.bloomberg.com/news/2014-08-20/...to-face-u-s-suit-over-loans.html

Countrywide"s Mozilo Said to Face U.S. Suit Over Loans

Aug. 20 (Bloomberg) -- Nobel Laureate Robert Shiller, Carl Riccadonna, senior U.S. economist at Deutsche Bank Securities, and Priya Misra, head of U.S. rates strategy at Bank of America, discuss Federal Reserve policy and a U.S. civil lawsuit against Countrywide Financial co-founder Angelo Mozilo. They speak with Trish Regan on Bloomberg Television's "Street Smart." (Source: Bloomberg)

Countrywide Financial Corp. co-founder Angelo Mozilo hasn"t entirely escaped prosecutors" wrath for his company"s risky lending. A U.S. government task force wielding an innovative legal strategy plans to bring a civil case against him over the excesses of the subprime-mortgage boom..........

----------------------

Hier weiter in deutsch aus dem Handelsblatt (2. Seite, selber Link):

Aber neben den "üblichen" Absprachen mit der Wall Street ärgert die Bürger in den USA das komplette Fehlen jeglicher persönlicher Verantwortung in den Vorstandsetagen. Vorzeigebeispiel ist dabei der sonnenbank-gebräunte Angelo Mozilo, der heute 75-jährige Mitgründer und Vorstandschef von Countrywide. Unzweifelhaft war Countrywide unter den skrupellosesten, wenn nicht das skrupelloseste Unternehmen im gesamten Skandal um Hypotheken-Schrottanleihen. Auf der Höhe der Krise schluckte Bank of America den Pleitekandidaten, um ihn vor dem Untergang zu bewahren.

Mozilo hat nach Berechnungen  der Beratungsfirma Equilar rund 553 Millionen Dollar an Countrywide Financial verdient. 2010 durfte er dann gegen eine Zahlung von 67 Millionen Dollar Ermittlungen der Börsenaufsicht SEC einstellen lassen, ohne jegliche Verfehlungen eingestehen zu müssen. [A.L.: Das gilt auch für andere Subprime-Zocker wie Goldman....] Mozilos Drückermethoden und gnadenloser Turbokapitalismus sind Hintergrund eines Großteils der Strafzahlungen der Bank of America, die sich seit 2010 auf zusammen über 50 Milliarden Dollar summieren.

Für nicht wenige Amerikaner ist der Sohn eines italienischen Metzgers aus New York das Paradebeispiel für schmierige Deals der Superreichen. Die 67 Millionen Dollar sind nicht mehr als "cost of business", von vorne herein einkalkulierte Geschäftsausgaben, um am Ende mit rund 480 Millionen Dollar nach Hause zu gehen und ein Luxusleben zu führen, lautet der Vorwurf.

Laut Bloomberg [oben] wird jetzt erwogen, neue Verfahren gegen Mozilo anzustrengen. Aber wie die New York Times erfahren haben will, haben Mozilos Anwälte die Ermittler schon mal vorgewarnt. Ihr Mandant, der ihrer Meinung nach völlig unberechtigt als Bauernopfer der Finanzindustrie von den Justizbehörden verfolgt wird, leide an einer schweren Krankheit. Wer weiß, ob man da noch ein Verfahren einleiten kann.

Es würde eigentlich den Kreis nur schließen und Mozilo und Familie auf ewig ein Leben im Wohlstand sichern. Wie gesagt: Noch einmal davongekommen.

------------------

http://crooksandliars.com/files/uploads/2009/06/AngeloMozilo_12942.jpg

 
Angehängte Grafik:
angelomozilo_12942.jpg
angelomozilo_12942.jpg

37096 Postings, 3760 Tage Anti LemmingWSJ fragt, A.L. antwortet

 
  
    #112944
2
22.08.14 09:22
WSJ:

www.wsj.de/nachrichten/...203679204580106623786671974?mg=reno64-wsjde

"Vertreter der amerikanischen Notenbank Federal Reserve etwa versuchen immer noch, sich einen Reim auf die aktuelle Kombination aus launischem Wirtschaftswachstum und robustem Jobwachstum in den USA zu machen. Bevor sie zu einer Zinserhöhung greifen, wollen sie noch mehr Belege dafür sehen, dass das Beschäftigungswachstum auch weiterhin stark bleibt."

-------------------

A.L.:

Die Diskrepanz (oben unterstrichen) rührt schlicht und ergreifend daher, dass viele der neuen US-Stellen nur Halbtagsstellen sind, dazu oft in schlecht bezahlenden Branchen wie Health Care und Restaurants.

Ungeachtet dessen hält die US-Regierung hedonistisch daran fest, jede neue Stelle als Vollzeitstelle zu zählen. Dies dient dazu, eine robuste Wirtschaft vorzugaukeln. Könnte ja sein, dass sonst jemand auf die Idee kommt, dass US-Wirtschaftssystem (Firmengewinne sind aktuell auf Rekordhoch) als ungerecht in Frage zu stellen.

Für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung ist es auch wichtig, dass sich die Massenkaufkraft erhöht - was nicht der Fall ist. Die Reallöhne in den großen Industrieländern stagnieren seit den 1970er Jahren. Und wer nur einen Halbtagsjob findet (in USA würden viele Halbtagsjobber lieber fulltime arbeiten), guckt doppelt in die Röhre.

Das Neocon-Wirtschaftskonzept, immer mehr Effizienz aus den Belegschaften herauszupressen, um die Umverteilung von unten nach oben in Gang zu halten, ist zu kurzfristig orientiert. Es mag kurzfristig die Firmengewinne erhöhen, schadet aber langfristig der gesamten Wirtschaft, weil die Nachfrage zu klein bleibt.

Im Zuge der 2008-Finanzkrise gab es in USA eine riesige Entlassungswelle. Oft standen die Entlassungen gar nicht zwingend mit der Krise in Verbindung. Die Krise wurde von vielen Firmen als "Chance" bzw. Vorwand genutzt, die vorhandene Arbeit auf weniger Köpfe zu verteilen, um die Produktivität (sinkende Lohnstückkosten) und Profitabilität zu steigern.

Bereits seit 2002 wird in USA versucht, krisenbedingte Nachfragelücken mit Krediten zu füllen. Kredite haben den "Vorteil", dass die Massenkaufkraft steigt, ohne dass die Löhne erhöht werden müssen. Das Risiko bleibt beim Kreditnehmer. Unter Greenspan waren es vor allem (Subprime-)Hauskredite. Aktuell stehen Studentenkredite ganz vorn, die ziemlich wahllos an jeden vergeben werden, der sich irgendwo bei einem College einträgt. Studentenkredite haben bereits die 1-Billion-Dollar-Grenze überschritten. Hinzu kommen neue Subprime-Kredite für Autokäufer. Sie werden an Leute vergeben, die sich im Prinzip gar kein Auto leisten können (z. B. Langzeitarbeitslose). Wie das endet, sah man 2008 bei den Subprime-Hauskrediten.

Auch die massiven Keynes-bzw.. Stimulus-Programme nach 2008, aus denen u. a.  verlängerte Arbeitslosenhilfe finanziert wird, dienen dazu, die Nachfragelücke zu schließen. Ausufernde Staatsverschuldung, teil-refinanziert durch QE, ist aber auch nicht keine nachhaltige Lösung. Die Hoffnung der Fed (und vieler anderer US-Hedonisten), der Stimulus würde "automatisch" in neues Wirtschaftswachstum übergehen, hat sich nicht erfüllt. Kein Wunder angesichts der hohen Bestands-Überschuldung. Wer soll da NOCH mehr Kredite aufnehmen?

Eine weitere Katastrophe ist das US-Steuersystem. Viele große Firmen, darunter z. B. Merck (Pharma), zahlen fast gar keine Steuern. Auslandsgewinne bleiben in USA in der Regel unversteuert, da die Firmen sie in der Regel nicht nach USA "repatriieren" (was sie steuerpflichtig macht), sondern im Ausland neu investieren. In dem Kontext ist es mehr als zynisch, wenn sich Firmen-Chefs - insbesondere Republikaner - über die "ausufernde Staatsverschuldung" aufregen. Würden sie vernünftig Steuern zahlen, gäbe es diese hohe Staatsverschuldung gar nicht (gilt auch für die PIIGS, speziell Griechenland).

Die Lösung kann nur sein, dass Unternehmen mehr soziale Gerechtigkeit walten lassen, also die Arbeitnehmer stärker am Wachstum der Firmengewinne beteiligen. In D. verdiente ein Vorstandsmitglied in den 1980er Jahren das 20-fache eines Angestellten, heute ist es das 200-fache. Wie ist das zu rechtfertigen? Während von Arbeitnehmern durchweg verlangt wird, dass sie die Erwerbsarbeit zu ihrem Lebensinhalt machen, und der ständig steigende Arbeitsdruck ( der häufig zu "Burn-out" führt) als "Möglichkeit, zu wachsen und sich persönlich weiterzuentwickeln" verklärt wird - bei stagnierenden Reallöhnen und gratis zu leistenden Überstunden -, lassen sich die Vorstandsherren ihre Mehrarbeit und ihr Mehr an Verantwortung sehr wohl vergolden.

Last not least muss - in allen Industrieländern - der sozial ungerechten Auslagerung von Stellen in Billiglohnländern ein Riegel vorgeschoben werden. Durch die globalisierte Wirtschaft entziehen sich die deutsche Firmen immer stärker ihren in § 14 (2) des Grundgesetz verankerten Pflichten:

http://dejure.org/gesetze/GG/14.html
 

1245 Postings, 423 Tage WolfsblLieber al,

 
  
    #112945
1
22.08.14 11:09
das GG beinhaltet keine Pflichten von Privaten, und Unternehmen sind privatrechtlich organisiert.

Es ist sogar streitig, ob das GG eine objektive Werteordnung beinhaltet, die zur Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe des Privatrechts herangezogen werden sollten.

Wie heißt es so schön: Erst stirbt die freie Marktwirtschaft, dann stirbt die Demokratie!  

37096 Postings, 3760 Tage Anti LemmingRuss. LKW-Konvoi fährt ohne Genehmigung in Ukraine

 
  
    #112946
1
22.08.14 14:49
www.handelsblatt.com/politik/international/...-aktionen/10369240.html

+++ „Illegale und aggressive Aktionen“ +++
Die Ukraine ruft ihre Partner auf, „die illegalen und aggressiven Aktionen Russlands“ entschieden zu verurteilen. Russland habe das Völkerrecht verletzt, erklärt das Außenministerium in Kiew. Eine Genehmigung zur Einfahrt in die Ukraine sei nicht erteilt worden.

+++ Kiew wirft Moskau „Invasion“ vor +++
Die ukrainische Regierung hat Moskau wegen des umstrittenen russischen Hilfskonvois eine „direkte Invasion“ vorgeworfen. „Es handelt sich um Militärfahrzeuge unter dem zynischen Deckmantel des Roten Kreuzes“, sagte der Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Valentin Nalywajtschenko, am Freitag laut der Nachrichtenagentur Interfax Ukraine. Die Ukraine werde keine Gewalt gegen den Hilfskonvoi anwenden.

+++ Russische Lkw haben eigenmächtig Grenze überquert +++
Im Streit um einen russischen Hilfskonvoi hat die Führung in Kiew bestätigt, dass erste russische Lastwagen am Freitag auf ukrainisches Staatsgebiet gefahren sind. „Die Kolonne hat eigenmächtig mit der Fahrt begonnen, ohne Erlaubnis der ukrainischen Seite und ohne Begleitung des Roten Kreuzes“, sagte ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter der ukrainischen Regierung. Die Lastwagen stünden derzeit auf ukrainischem Territorium am Grenzübergang Iswarino, der von prorussischen Separatisten kontrolliert werde.  

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A.L.:

Meine Prognose zur Lage in der Ostukraine:

Die Kiew-Truppen werden den russischen LKW-Konvoi militärisch angreifen und einige LKW zerstören - mit der Begründung aus dem obigen News-Ticker: "Russland hat das Völkerrecht verletzt." "Eine Genehmigung zur Einfahrt in die Ukraine ist nicht erteilt worden." Der "umstrittene russische Hilfskonvoi" sei eine "direkte Invasion". Es handele sich "um Militärfahrzeuge unter dem zynischen Deckmantel des Roten Kreuzes“. Diesen Bullshit kann man im obigen Newsticker wortwörtlich lesen!

Russland wird dann mit seinen zurzeit noch auf russ. Territorium vor der Grenze wartenden Truppen dem LKW-Konvoi zu Hilfe eilen und auf die Angreifer schießen. Das Gefecht dürfte sich hochschaukeln, weil die Kiew-Truppen dann auf Nato-Hilfe spekulieren. Und schon ist die russische Invasion in die Ostukraine vollzogen.

Die Russen hätten dann treffsicher auf die Dämlichkeit und Arroganz der ukrainischen Oligarchen-Regierung gesetzt: Es liegt deren Hand. Würden sie die 280 LKW passieren lassen, gäbe es für die Russen keinen Vorwand für einen militärischen Einmarsch.

Man könnte fast meinen, dass beide Seiten die Eskalation wollen. Die Russen brauchen sie, um einzumarschieren. Und Kiew braucht den russischen Einmarsch, um Nato-Hilfe einzuverlangen, die bislang nicht geleistet wird.

Wenn die Russen drin sind, wird sich Lehnas DAX bei 5000 wiederfinden. Zerknirschter "Anleger" knirscht vor zerknirschtem Index.  

37096 Postings, 3760 Tage Anti LemmingMH17: das seltsame Schweigen der Ermittler

 
  
    #112947
1
22.08.14 15:08

7728 Postings, 4692 Tage all time highRussen dringen mit Konvoi ein

 
  
    #112948
3
22.08.14 15:15
Sin die ukraiinischen Grenzposten zu dumm, um einen stehenden Konvoi aufzuhalten und  bereits vorab zu durchsuchen???

Oder ist es zu schwierig, wenn man schon schläft, einen Panzerkralle den Konvoi zu stellen?

Meiner Meinung nach, ist der es seitens der Ukraine gewollt, dass die Russen jetzt auf eigene Faust agieren, um einen Vorwand zu Haben.

Ich bin bereits seit längerem short und daher noch immer unter Wasser, doch wenn es wirklich einmal rappelt, dann möchte ich unbedingt dabei sein...

mfg
ath
 

535 Postings, 409 Tage bayern88Invasion Russlands!

 
  
    #112949
22.08.14 15:32
Selbst wenn es sich wirklich nur um Hilfslieferung handelt, müsste Russland wissen, dass ein Eindringen in ein unabhängiges Land eine Invasion ist. Das wäre so, als gäbe es noch das Sudetenland und Deutschland würde ohne Genehmigung Tschechiens Hilfslieferungen für die Sudetendeutschen tätigen.  Da wäre Russland sicherlich mit entsprechenden Anschuldigungen an Deutschland einer der ersten.

Die Kuh wird immer schwerer vom Eis zu bekommen. Die Börse nimmt es aktuell noch relativ gelassen. Dax ist vom heutigen Tief wieder stark angezogen.  

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