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Culture Club

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neuester Beitrag: 21.04.18 00:21
eröffnet am: 22.09.12 21:13 von: Fillorkill Anzahl Beiträge: 26094
neuester Beitrag: 21.04.18 00:21 von: Fillorkill Leser gesamt: 1221842
davon Heute: 724
bewertet mit 45 Sternen

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31884 Postings, 3605 Tage FillorkillCulture Club

 
  
    #1
45
22.09.12 21:13
Diskussion des kulturellen Überbaus zwischen Zanoni und mir. Andere Interessierte dürfen sich anschliessen...



Fill
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contrarian investors are buying / selling the divergence between fundamentals and expectations
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26068 Postings ausgeblendet.

31884 Postings, 3605 Tage Fillorkillanders deutsch classics: lithium

 
  
    #26070
2
20.04.18 10:48

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the old world is dying, and the new world struggles to be born; now is the time of monsters

31884 Postings, 3605 Tage Fillorkillsomething changed

 
  
    #26071
1
20.04.18 11:51

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the old world is dying, and the new world struggles to be born; now is the time of monsters

31884 Postings, 3605 Tage Fillorkillborn to cry

 
  
    #26072
20.04.18 11:55

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the old world is dying, and the new world struggles to be born; now is the time of monsters

31884 Postings, 3605 Tage Fillorkillleftovers

 
  
    #26073
1
20.04.18 11:59

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the old world is dying, and the new world struggles to be born; now is the time of monsters

31884 Postings, 3605 Tage Fillorkillfade into you

 
  
    #26074
1
20.04.18 12:07

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the old world is dying, and the new world struggles to be born; now is the time of monsters

31884 Postings, 3605 Tage Fillorkillworum es Ayn Rand denn im Kern tatsächlich geht

 
  
    #26075
20.04.18 12:45
Im Kern handelt es sich um einen rechten Spinnoff der anarchistischen Gesellschaftsanalyse, der wie diese von den systemischen und sittlichen Widersprüchen bürgerlicher Gesellschaft lebt. Im Gegensatz zu den libertären Sozialisten wird das ewige Konfliktfeld Individuum vs Kollektiv zugunsten einer Elite auserwählter Tat- und Kraftmenschen aufgelöst, die aufgrund ihres vermeintlichen Ausnahmecharakters das Recht geniessen sollen, in jeder Hinsicht frei zu sein.

Die unbedarften Massen sollen in diesem Konzept einerseits mittelbar Nutzniesser und zugleich Werkzeug der freien Entfaltung dieser Elite sein, andererseits aber auch nicht mehr vom Leben verlangen dürfen als blosse abhängige Variable zu sein. Die Gewaltfunktion, auf die der Staat bei den rechten Libertären reduziert wird, soll entsprechend ihre Bescheidenheit garantieren. Populär ist diese Schnittstelle zum Faschismus in den US natürlich deshalb, weil sich jeder Rechte als eben dieser Ausnahmecharakter, als neuen Howard Roak wähnt (der es nur deshalb zu nichts bringen konnte, weil kollektivistische Gutmenschen und ihre Institutionen seinen Tatendrang erdrosselt hätten).  

Der Sozialstaat und seine 'kollektivistische' Moral wird insofern als als fundamentaler Angriff auf die Rechte freier Individuen interpretiert, seine ersatzlose Abschaffung folgerichtig als emanzipatorische Revolte. Libertäre Sozialisten sehen den Sozialstaat grundsätzlich durchaus ähnlich kritisch, wissen aber zugleich um seine systemische Notwendigkeit im Kapitalismus. Ayn Rand hat übrigens selbst schwer erkrankt am Ende ihres Lebens den Sozialstaat (Medicare) in Anspruch genommen, allerdings unter falschem Namen.  
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the old world is dying, and the new world struggles to be born; now is the time of monsters

31884 Postings, 3605 Tage Fillorkillhoward roark speech

 
  
    #26076
1
20.04.18 13:04
Rand's Diskurspartner im Clip oben ist leider zu doof. Hier mal die Basics:

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the old world is dying, and the new world struggles to be born; now is the time of monsters

11927 Postings, 2775 Tage The_Hoperecht ähnlich

 
  
    #26077
2
20.04.18 13:13

7862 Postings, 2299 Tage Zanoni1Hast Du Dich mit Ayn Rand tatsächlich einmal

 
  
    #26078
20.04.18 14:08
näher beschäftigt? Dann wüsstest Du jedenfalls, dass das Spannungsfeld zwischen Individuum und Kollektiv bei ihr nicht zu Gunsten bestimmter Individuen aufeglöst werden soll sondern zu Gunsten des Individuums an sich.

Zu würdigen wäre im übrigen auch Rands Biographie, Ihre Bücher sind dann auch nicht zuletzt unter dem Hintergrund ihrer leidvollen Erfahrungen im und mit dem realen Kommunismus entstanden, Sowie natürlich auch generell mit den großen totalitären Ideologien des 20. Jahrhunderts. So finden sich in ihrem Werk dann auch durchaus manche Parallen zu Hannah Ahrendt. Dabei muss man sicher nicht alle Vorstellungen von Rand teilen. Manches ist mir dann z.B. nicht nur etwas zu rigoros sondern auch etwas zu eindimensional und in Teilen auch unscharf. In der Tendenz finde ich jedoch mehr als nur einen wahren Kern.

Was den Sozialstaat angeht hast Du natürlich recht, wobei sich durchaus die praktische Frage stellt, ob er nicht auch grundlegend anders konzipiert werden könnte. Die Diskusion über das bedingslose Grundeinkommen finde ich z.B. äußerst interessant.

Dass man bei Rand einige Widersprüche findet, ist ebenfalls richtig. So findet man in ihrem Werk z.B. auch durchaus selbst altruistische Züge.

Ein Schlüssel zu manchen Missverständnissen liegt dann meines Erachtens auch vielleicht in ihrer etwas idiosynkratischen Verwendung der Begriffe Egoismus vs Altruismus.
Tatsächlich stellt sie dabei eher einen aufgeklärten Individualismus einem dogmatischen Altruismus gegenüber.

Auch bei ihr finden die Freiheit und die Rechte des Einzelnen dann aber immer ihre Grenze in der Freiheit und den Rechten der Anderen, undzwar selbstverständlich unabhängig von ihrer persönlichen Begabung oder Schaffenskraft.

Dass Rand bestimmte Charaktereigenschaften oder sagen wir besser Verhaltensweisen, um die es sich dabei im Grunde vielmehr handelt, idealisiert und dem Aussergewöhnlichen und Unangepassten generell einen gewissen Vorzug gegeben hat, ist sicher richtig. Dass sie sich aber dafür augesprochen hätte, dass andere Menschen von jenen ausgebeutet oder gar unterdrückt werden sollten, ist jedoch falsch.

Sie hat sich für die Emanzipation des Individuums auf einer ganz grundsätzlichen Ebene eingesetzt, und zwar zu einer Zeit, als vieles davon auch in unseren westlichen Gesellschaften keineswegs so selbstverständlich war.
Manches davon ist  allerdings auch heute noch durchaus aktuell.  

7862 Postings, 2299 Tage Zanoni1#075 Für meinen Geschmack etwas

 
  
    #26079
20.04.18 14:31
zu pathetisch und zudem auch eine etwas unrealistische Szene. Wenn man aber einmal von diesen Dingen absieht, sehe ich da viele schöne und m.E. auch richtige Gedanken.

So handelt es sich um eine Philosophie des Lebens, das keines weiteren Zieles oder keiner weiteren Legitimation bedarf, die über sich selbst hinausginge.
Wobei anzumerken ist, dass es dabei ja eben nicht darum gehen soll, Macht über andere zu erlangen - was gerade explizit als parasitär abgelehnt wird, sondern um die Autonomie des Individuums.

Dies widerspricht dann allerdings ganz entschieden Deiner Betrachtung: "Die unbedarften Massen sollen in diesem Konzept einerseits mittelbar Nutzniesser und zugleich Werkzeug der freien Entfaltung dieser Elite sein"



 

7862 Postings, 2299 Tage Zanoni1Hier noch einige interessante Betrachtungen

 
  
    #26080
20.04.18 14:53

aus dem Pilomag:

"Was einigen ihrer Anhänger die größten Probleme bereitet, ist, dass Ayn Rand den

... (automatisch gekürzt) ...

http://philomag.de/ayn-rand-und-der-egoismus/
Moderation
Moderator: st
Zeitpunkt: 20.04.18 15:14
Aktion: Kürzung des Beitrages
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://philomag.de/ayn-rand-und-der-egoismus/

 

 

7862 Postings, 2299 Tage Zanoni1Link vergessen:

 
  
    #26081
20.04.18 14:56

7862 Postings, 2299 Tage Zanoni1...von Gary Cooper übrigens gut vorgetragen

 
  
    #26082
20.04.18 15:29

7862 Postings, 2299 Tage Zanoni1Liebe St

 
  
    #26083
20.04.18 15:34
die Moderation kann ich ofen gesagt nicht wirklich nachvollziehen.

Wo soll denn da die Urheberrechtsverletzung liegen?

Es handelt sich um einen öffentlich feizugänglichen Artikel, von dem ich etwa ein Viertel zitiert habe und auch eindeutig auch als Zitat gekennzeichnet habe und auch auf den Link verwiesen habe.


 

7862 Postings, 2299 Tage Zanoni1..oder auch offen

 
  
    #26084
20.04.18 15:35

7862 Postings, 2299 Tage Zanoni1Reihe: richtiges zitieren aus dem world wide web

 
  
    #26085
1
20.04.18 16:29
"Die Regeln für richtiges Zitieren im Einzelnen:

1. Jedes Zitat muss einen Zweck erfüllen.

Damit ein Zitat zulässig ist, genügt es nicht, wenn man sich mit ihm nur eigene Ausführungen sparen oder das eigene Werk ausschmücken will. Zulässig ist ein Zitat nur, wenn es die eigenen Ausführungen unterstützt oder der geistigen Auseinandersetzung mit dem zitierten Werk dient und es einen inneren Zusammenhang mit dem eigenen Werk aufweist.

2. Das Zitat muss kenntlich gemacht werden, der übernommene Inhalt unverändert bleiben.

Jedes Zitat muss als Übernahme aus einem fremden Werk gekennzeichnet werden ? bei Texten zum Beispiel dadurch, dass das Zitat hervorgehoben wird, etwa durch Anführungszeichen oder Fettdruck. Immer muss außerdem die Quelle angegeben werden. Für Quellenangaben gibt es akzeptierte Regeln, aber keine einheitlichen Vorgaben (s. weiterführende Links am Ende des Textes). Im Web gehört es zum guten Ton, dass man die Seite oder Datei, aus der man zitiert, nicht nur nennt, sondern auch verlinkt."

3. Das Zitat darf nicht über einen zweckmäßigen Umfang hinausgehen.

Eine strikte Grenze, wie lang ein Zitat sein darf, gibt es nicht. Jedenfalls ist der Zitierende nicht verpflichtet, sich nur auf das notwendige Minimum zu beschränken. Zulässig sind Zitate vielmehr in einem sachgerechten, vernünftigen Umfang. Dieses Maß ist dann überschritten, wenn die Nutzung des zitierten Werkes durch das Zitat beeinträchtigt oder gar ersetzt wird, das heißt, wenn jemand das ursprüngliche Werk nicht mehr braucht, weil sein Inhalt allein durch das Zitat deutlich wird."

zitiert von: iRights.info
Urheberrecht und kreatives Schaffen in der digitalen Welt

https://irights.info/artikel/zitieren-im-www/7007


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Auf die bloße Kürze des Zitats kommt es also nicht an, sondern auf das Verhältnis der Länge des Zitats zur Gesamtlänge des Ursprungstextes sowie auf einen erkennbaren Zweck, die eigenen Ausführungen zu unterstützen (in diesem Fall meinen Einwand oben aus #083 und im Falle von #080 weiter oben u.A. meine Betrachtungen aus #078 f.)




 

31884 Postings, 3605 Tage Fillorkillresistance starts here

 
  
    #26086
20.04.18 21:43

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the old world is dying, and the new world struggles to be born; now is the time of monsters

31884 Postings, 3605 Tage Fillorkillcunts are still running the world

 
  
    #26087
20.04.18 23:47

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31884 Postings, 3605 Tage Fillorkillfat children

 
  
    #26088
20.04.18 23:54

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31884 Postings, 3605 Tage Fillorkillthe fear

 
  
    #26089
20.04.18 23:58

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31884 Postings, 3605 Tage Fillorkilltearjerker

 
  
    #26090
21.04.18 00:07

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31884 Postings, 3605 Tage Fillorkillhelp the aged

 
  
    #26091
21.04.18 00:12

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31884 Postings, 3605 Tage FillorkillI never said I was deep

 
  
    #26092
21.04.18 00:17

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31884 Postings, 3605 Tage Fillorkillund: from auschwitz to ipswich

 
  
    #26093
21.04.18 00:20

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31884 Postings, 3605 Tage Fillorkilletwas idiosynkratischen Verwendung der Begriffe

 
  
    #26094
1
21.04.18 00:21
Rand konstruiert Gegensätze, die allenfalls in Ausnahmefällen auftreten und versucht insbesondere mit dem vorgeblichen Gegensatzpaar Egoismus vs Altruismus Weltenläufte zu erklären - beispielsweise soll es sich beim NS-Faschismus um Altruismus reinsten Wassers handeln, der sei sozusagen sein diabolischer Markenkern. Egoismus als aufgeklärte Individualität, innere Autonomie und mentale Stärke gedacht lässt sich gegen Rand festhalten, dass echter Altruismus häufig mit eben dieser individuellen Form zusammenfällt. Es sind starke Individuen, die mehr drauf haben als nackte Selbsterhaltung, nicht umgekehrt.  
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